Bundeswehr-Engpass bei der Marine: Zivile Seenotretter*innen fordern Europäisches Seenotrettungsprogramm

Sea-Watch und SOS MEDITERRANEE fordern die künftige deutsche Bundesregierung dazu auf, sich für ein staatliches, europäisches Seenotrettungsprogramm im Mittelmeer einzusetzen. In dem gestern veröffentlichten Bericht des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestages, Hans-Peter Bartels, werden eklatante Mängel bei der Bundeswehr sichtbar. Neben der allgemeinen Ausstattung betrifft das auch die Einsatzfähigkeit der deutschen Marine bei internationalen Einsätzen, unter…

Aufruf zur Prozessbeobachtung im Strafverfahren in Luxemburg am 27.2.2018 gegen Aktivist*innen des March for Freedom

March For Freedom Luxembuourg 2014

Dienstag, 27. Februar um 15 Uhr, Appelationsgerichtshof Luxemburg, Gebäude des Obersten Gerichtshof, Plateu du Saint Esprit, Sitzungsraum CR.0.19

Fast vier Jahre nach dem europaweiten March for Freedom, welcher anlässlich der Europawahlen 2014 gegen die mörderischen Asyl- und Migrationspolitiken der EU organisiert wurde, sind immer noch 4 Aktivist*innen in Luxemburg-Stadt auf der Anklagebank.

Während eines Aktionstags am 5.6.2014 war es in Luxemburg auf dem Kirchberg zu 13 brutalen Festnahmen während einer Demonstration gekommen. Anlass war eine Tagung der EU-Innenminister*innen zum Thema „Kampf gegen illegale Immigration.“ Am besagten Tag hatte eine Delegation von Geflüchteten um Mitsprache bei der Innenministerkonferenz gebeten. Daraufhin kam es zu einem massiven Polizeieinsatz mit Reizgas, Schlagstöcken und Hunden ohne Maulkorb. Eine Aktivistin wurde von einem Hund gebissen und mehrere Teilnehmende erlitten Verletzungen durch Reizgas und Schläge. Verhaftete wurden auf der Wache misshandelt und rassistisch erniedrigt.

Der Einsatz brachte der Luxemburger Polizei heftige Kritik im eigenen Land. Auf Anordnung des Luxemburger Innenministeriums wurden alle 13 Verhafteten wenige Stunden später entlassen. Luxemburger Jurist*innen kritisierten in der Presse den „unverhältnismäßigen Einsatz von Gewalt“ seitens der Polizei. Ein Untersuchungsausschuss des Innenministeriums befasste sich daraufhin mit dem Einsatz.

Beim selbstorganisierten March for Freedom liefen ca. 100 Aktivst*innen – mit und ohne Aufenthalt – von Mai bis Juni 2014 mehr als 500 km von Straßburg nach Brüssel und forderten ein Recht auf Bewegungungsfreiheit für alle. Sie überquerten gemeinsam als Akt des zivilen Ungehorsam sechs EU-Landesgrenzen und organisierten Aktionstage in mehreren Städten, sowie ein einwöchiges Protestcamp in Brüssel, bei dem mehr als 1000 Menschen europaweit für gemeinsame direkte Aktionen zusammen kamen.

Activists carry a banner during the final day of the March for Freedom

Activists carry a banner during the final day of the March for Freedom of migrants, Brussels, Belgium, June 20, 2014.

2016 und 2017 – also 2 1/2 Jahre nach der Aktion und kurz vor Ende (!) der Verjährungsfrist– wurden sechs der Verhafteten in Luxemburg vorgeladen. Ihnen wird gemeinschaftlich Verstoß gegen Art. 269 des Luxemburger StGB vorgeworfen (bewaffnete Rebellion), zudem noch einzeln Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und Widerstand. Dabei wurden vier Aktivist*innen aufgrund der Anklage wegen “bewaffneter und geplanter Rebellion” pauschal zu sechs Monaten Haft auf Bewährung, 1000,- EUR Strafe und insgesamt 4500,- EUR Entschädigungszahlung an die Polizei verurteilt. Drei der Aktivist*innen, gegen die sich das Urteil richtet, leben in Berlin und sind immer noch aktiv in antirassistischen Zusammenhängen. Die Anwält*innen der Angeklagten haben Einspruch eingelegt.

Der Prozess in Luxemburg ist ein regelrechter Schauprozess! Die von luxemburgischen Medien und Politik für die Gewalteskalation scharf kritisierten Sicherheitsbehörden wollen sich nun wieder reinwaschen – denn trotz der schwachen Beweislage sind die Anklagen sehr massiv. Die Prozess findet auch im Kontext immer härter werdender Repression gegen (politisch aktive) Menschen mit Migrations-, Flucht oder Diasporageschichte sowie antirassistische Bewegungen insgesamt statt.

So sitzt Ahmed H. , der im Sommer 2015 in Ungarn bei Geflüchtetenprotesten im Rahmen der Fluchtbewegungen durch den Balkan festgenommen wurde, immer noch im Knast mit der Forderung nach 10 (!!) Jahren Haft, weil er für den „Rädelsführer“ der vermeidlichen Gewaltausbrüche gegen die ungarische Polizei gehalten wird. An beiden Verfahren ist klar zu sehen, dass jeglicher Protest gegen die Festung Europa, gegen den europaweiten Rechtsruck, und die Miliatrisierung der Grenz-, Asyl und Migrationspolitiken mit diesen Schauprozessen abgeschreckt und unterdrückt werden soll. Der Asylantrag von einem der Angeklagten aus Berlin wurde vor einigen Monaten abgelehnt und er fürchtet nun weitere Konsequenzen aufgrund des Strafverfahrens in Luxemburg und seiner politischen Aktivitäten in Deutschland.

Wir wollen die Repression und Zerschlagung unserer Kämpfe nicht einfach so hinnehmen und rufen euch dazu auf, solidarisch mit den Aktivist*innen des March for Freedom zu sein und zum Prozess nach Luxemburg zu kommen!

Wir rufen auch zum Spenden für Fahrt- und Anwaltskosten auf! Wir brauchen 14,000€!
Unsere Solidarität und kritische Öffentlichkeit gegen ihre rassistische und faschistische Repression!

Spendenkonto:

“Protest March For Freedom”, Volksbank Fürstenwalde IBAN: DE23 1709 2404 0106 0289 77 , BIC: GENODEF1FW1

kontakt:
media@oplatz.net

Pressemappe

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You can’t evict a movement! – Les exilé.e.s occupy a building of university Paris 8

This year, Paris is seeing one of its coldest winters in decades. The masses of snow have caused traffic and public transport chaos and have left thousands of people sleeping rough —many of them migrants— in life-endangering conditions. At the same time, the Macron administration is planning a further neoliberalization of France’s universities and keeps tightening French asylum laws and criminalizing supporters. Recently, in Nantes, Grenoble, and Lyon, refugees, students, and people in solidarity have started occupying university buildings converging these struggles. At the end of January, students protesting planned changes to university access and migrants fighting for a right to stay, housing and an end to the Dublin regulations have also joined forces and occupied building A of university Paris 8/Saint Denis.

These are their demands:

“Communiqué des exilé-e-s de P8”

To the French people, to the students, to those sleeping in the street, to people in solidarity, to people tortured by the Dublin regulation.

We are migrants from all over the world, Dublinned asylum seekers, recognized refugees living rough.
We have been refused asylum, have just crossed the sea, are undocumented minors. We have been occupying Paris 8 University since 30 January 2018. Why have we had to do this?

In the last months, France has deported many people. Many have committed suicide. Three months ago, a friend, depressed because of his Dublin status, lay down on the railway tracks and was run over by a train. Ten days ago in Calais, the police beat and gassed refugees sleeping rough. A young man had half of his face shot off by the police. A friend was arrested when he went to his appointment at the prefecture, then placed in an administrative detention centre (CRA) before being deported back to Italy. The French police have flashing lights, sirens and tear gas and are beyond the law.
The French immigration system only wants our fingerprints, not us. OFPRA, CNDA and the prefecture dish out daily arbitrariness and randomness. At the end of these procedures, without any logic whatsoever some of us are denied asylum, others dublinned for indefinite lengths of time, placed under house arrest and deported.

Our demands are:

  • documents for everyone
  • decent, permanent housing
  • to be allowed to learn French and continue our studies
  • an end to the non-recognition of unaccompanied minors (DEMIE)
  • an immediate halt to deportations to all countries, European and abroad

We want migrants across France to join us in fighting against oppression and injustice and against police violence in the streets. To the French people, you who carried out the revolution we study in history books, take it up again! We appreciate your support, which, unlike your government, shows real solidarity.
The university administration is negotiating with carrot and stick. First they propose to house us somewhere on the campus and then try to intimidate us with thinly veiled threats of calling in the police. We are asking Paris 8 students and faculty to support us in our demands. We thank you and ask you to remain loyal until end of our struggle. We are joining the undocumented student movement on campus.

To our friends who died crossing the sea,
To our friends who have committed suicide,
To our friends who died because of borders,
To our friends who died in the desert,
To our friends raped in Libya,
We will not forget you.

THE MIGRANTS AT PARIS 8

 


Français
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Arabic
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Amharic
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English
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More information:

https://www.facebook.com/Les-Exilées-Occupent-P8-2029107890678871
https://twitter.com/ExileesOccupP8

Petition: https://www.change.org/p/pr%C3%A9sidence-de-l-universit%C3%A9-paris-8-soutien-aux-exil%C3%A9-e-s-occupant-l-universit%C3%A9-paris-8

Photo: https://paris-luttes.info/communique-des-occupant-e-s-de-9558?lang=fr

Still marching for freedom – Ein Gespräch mit Aktivist*innen

Still marching for freedom

von No Border Frankfurt

“Still marching for freedom” – Transnationaler Kampf für globale Bewegungsfreiheit und gegen Repression

Wann: Samstag, 24. Februar 18:30 – 20:30 Uhr

Wo: Klapperfeld Ex-Gefängnis, Klapperfeldstraße 5, 60313 Frankfurt am Main

Im Jahr 2014 organisierten verschiedene Gruppen aus der refugee-Bewegung den march for freedom von Straßburg nach Brüssel. Damit wurde der Kampf für Bleiberecht und gegen das europäische Grenzregime auf eine neue Ebene gehoben und Bewegungsfreiheit konkret durchgesetzt.
Während dem Protest gegen ein EU-Innenministertreffen in Luxemburg zum Thema illegalisierte Migration kam es jedoch zu massiven Polizeiübergriffen.

Sechs Aktivisten wurden anschließend wegen “bewaffneter und geplanter Rebellion” angeklagt und im April ’17 ohne konkreten Tatnachweis pauschal zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Die anfallenden Verfahrenskosten liegen insgesamt bei 30 000€.

Ein Großteil der Verurteilten befinden sich weiterhin im Asylverfahren und ist durch das Urteil akut von Abschiebung bedroht. Ende Februar 2018 wird der Revision-Antrag verhandelt.

Bei der Veranstaltung werden die Aktivist_innen auf das Verfahren gegen sie eingehen und die Bedeutung des march for freedom.

Es wird aber insbesondere auch um die aktuelle Geflüchteten-Bewegung gehen, vom Widerstand gegen Abschiebungen nach Afghanistan bis zum Einfordern von gleichen Rechten für Alle in solidarity cities.

Kein Mensch ist illegal – Bleiberecht überall.
No border lasts forever.

Texte von den Angeklagten:
https://oplatz.net/?s=luxemburg

https://twitter.com/hashtag/luxtrial?src=hash
March for freedom: https://freedomnotfrontex.noblogs.org/

Solidarity with the Strike in Donauwörth, 12th of Feb. 2018

Refugee protest in Bamberg Januar 2018

by Refugee Struggle for Freedom

Donauwörth means deprivation of freedom and exploitation – for those who live there, or have to live there. In Donauwörth, the administrative district Donau-Ries, there is a reception center/ “Erstaufnahmeeinrichtung” (EA). According to the law, people have to stay there for up to two years. They are systematically deprived of all rights in order to force them to leave the country. Officially, it’s called “voluntary return.” No freedom of movement: Residence obligation (1). No freedom over the choice of daily food: canteen food. Massive exploitation through 80 cent jobs in the reception center. Deprivation of the right to work, instead: Reduced or canceled pocket money. Deprivation of the right to education. Deprivation of the right on health care, instead completely inadequate medical care.

Strike of the 80 cent job – the alleged aid organization Malteser reacts to this with threatening to reduce the pocket money. This means, on the one hand, that the right to strike is not accepted and on the other hand, that the pocket money, independent from the sallery, will be reduced.

People from Gambia from the reception center packed their stuff to go to Italy by train. Voluntary return? This is a cynical expression of the meticulously planned German racist system, that is supposed to force people to leave the country as quickly as possible.

The journey to Italy has been stopped. As far as Germany wants to throw people from the Global South out of the country, it is also forbidden to let them go. The Germanwide monopol for trains, “Deutsche Bahn” stopped the traffic around Donauwörth. Racist reactions, that it would have been the fault of the refugees, followed.

It is not their fault if they are on strike with the unworthy working conditions with a “sallery” of 80 cents per hour (2). It is the necessary consequence in the fight for an end of racism and thus the right to stay. It is not their fault that “Deutsche Bahn” stops the traffic. It seems more like a last attempt to exercise power, to prepare the ground for hatespeech against refugees and to avoid a scandal. Wouldn’t it been scandalous if people had traveled against the European Dublin law, under the eyes of German policewo*men?

Detained in a camp until the deportation is “allowed”. At the same time leaving the administrated district is prohibited. Working for 80 cents an hour. Canteen food. Poor medical care. Characteristics that are strongly linked to conditions in prisons. Waiting two years until Italy and Germany agreed on deportation to Italy. Loosing two years from your own life.
The strikers from Donauwörth announce that they will take action again, unless positive changes occur in the forthcoming talks with the authorities. Also last week they went on protest and sit ins.

******

(1) German law (§ 56 AsylG, § 61 (1) AufenthG) that forces asylum seekers to stay inside the district of the foreigners’ registration office.

(2) The Bavarian integration law created these working conditions for non-citizens, apart of the minimum wage for citizens.

We are refugees, not prisoners! Bamberg AEO camp demonstration 17th Jan 2018

deutsch

Solidarität mit dem Streik in Donauwörth, 12.02.2018

Donauwörth bedeutet für viele Menschen, die dort leben, d.h. leben müssen, Freiheitsberaubung und Ausbeutung.
In Donauwörth, Landkreis Donau-Ries, steht eine Erstaufnahmeeinrichtung (EA). Laut Gesetzt müssen Menschen dort bis zu 2 Jahre ausharren. Sie werden systematisch sämtlichen Freiheiten beraubt, um so eine Ausreise zu erzwingen. Offiziell heißt das dann “Frewillige Rückkehr”.

Keine Freiheit über das tägliche Essen: Kantinenessen
Keine Bewegungsfreiheit: Residenzpflicht (1)
Massive Ausbeutung durch 80 Cent Jobs in den EA’s
Beraubung des Rechts auf Arbeit, stattdessen: Gekürztes oder gestrichenes Taschengeld
Beraubung des Rechts auf Bildung
Beraubung des Rechts auf Gesundheit, stattdessen vollkommen unzureichende medizininische “Versorgung”

Streik des 80 Cent Jobs – Das vermeintliche Hilfswerk Malteser reagiert hierauf mit einer heute ausgesprochenen Drohung zur Kürzung des Taschengeldes. D.h. zum einen werden weder Streikrechte gehalten, zum anderen wird das davon unabhägige Taschengeld gekürzt.

Menschen aus Gambia aus der EA in Donauwörth, packten ihre Sachen, um mit dem Zug nach Italien zu fahren. Freiwillige Rückkehr? Das ist ein zynischer Ausdruck für das penibel geplante deutsche, rassistische System, welches Menschen zur schnellstmöglichen Ausreise zwingen soll.

Die Fahrt nach Italien wurde gestoppt. Sowie Deutschland Personen aus dem Globalen Süden aus dem Land schmeißen will, verbietet es ebenso die Bürokratie sie gehen zu lassen.

Die Deutsche Bahn lies den Verkehr auf Gleisen um Donauwörth einstellen. Rassistische Reaktionen, dass es die Schuld der Geflüchteten sei, folgten hierauf.

Es ist nicht ihre Schuld, wenn sie unwürdige Arbeitsbedingungen bei einer “Entlohnung” von 80 Cent pro Stunde (2) bestreiken. Es ist die notwendige Konsequenz im Kampf um ein Ende von Rassismus und damit Bleiberecht.

Es ist nicht ihre Schuld, dass die Deutsche Bahn den Verkehr einstellt. Es scheint, eher wie ein letzter Versuch Macht auszuüben, Hetze gegen Geflüchteten den Boden zu bereiten sowie einen Skandal zu vermeiden. Wäre es doch skandalös, wenn Menschen entgegen dem europäischen Dublin-Gesetz ausgereist wären, unter den Augen von deutschen Polizisten.

Festgehalten in einem Lager, bis die Abschiebung “erlaubt” ist, sowie gleichzeitig die Ausreise und das Verlassen des Landkreises verboten sind. Arbeiten für 80 Cent. Kantinenessen. Schlechte medizinische Versorgung. Eigenschaften, die stark an Bedingungen in Gefängnissen, anknüpfen. Zwei Jahre warten bis Italien und Deutschland der Abschiebung nach Italien zustimmen. Zwei Jahre vom eigenen Leben verlieren.

Die Streikenden aus Donauwörth kündigen an wieder in Aktion zu treten, sofern nach den vergangenen sowie in den kommenden Gesprächen mit den Autoritäten keine positiven Veränderungen eintreten. Bereits letzte Woche fanden Proteste und Sitzstreiks in Donauwörth statt.

1 Residenzpflicht = § 56 AsylG, § 61 (1) AufenthG “Die Aufenthaltsgestattung ist räumlich auf den Bezirk der Ausländerbehörde
beschränkt, in dem die für die Aufnahme des Ausländers zuständige Aufnahmeeinrichtung liegt.”

2 Das bayerische Integrationsgesetzt unter Nahles und de Maizière schaffte diese Arbeitsbedingungen für Nicht-Bürger*innen, abseits des Mindestlohnes für Bürger*innen.

Demonstration ‘Stop the War on Migrants’: February 20th, 13:30, TU Delft

AULA conference center, Mekelweg 5, 2628 CC Facebookevent We are calling for a demonstration against the cooperation between universities and weapons companies. These companies profit from wars and the exploitation of migrants. TU Delft has been cooperating with Thales and Airbus on research and development of advanced military technology, such as radar systems and composites … Continue reading Demonstration ‘Stop the War on Migrants’: February 20th, 13:30, TU Delft

Zondag 25 februari. 13 uur: demonstratie bij Kamp Zeist

Op 4 januari 2018 is in Drachten een noodopvang voor vluchtelingen binnengevallen door de vreemdelingenpoltie. Alle aanwezige mensen, zeven in totaal, zijn gearresteerd. Vijf hiervan zijn in dezelfde week weer vrijgelaten, omdat hun nieuwe asielprocedure al in gang was gezet. Twee van hen zitten echter nog steeds in vreemdelingendetentie. De twee mannen in detentie zijn … Continue reading Zondag 25 februari. 13 uur: demonstratie bij Kamp Zeist

WIJ ZIJN HIER KRAAKT IN RAPENBURG

wzhrapenburg

Zaterdag 10 februari 2018 hebben wij, een groep ongedocumenteerde (dus NIET uitgeprocedeerde of illegale) vluchtelingen van het collectief ‘Wij Zijn Hier’, afkomstig uit voornamelijk West-Afrika ervoor gekozen om onze intrek te nemen in een leegstaand pand op Rapenburg 31-33 te Amsterdam. Dit pand staat al meer dan zes maanden leeg.

Het vluchtelingencollectief Wij Zijn Hier strijdt al ruim vijf jaar voor ‘een normaal leven’ van vluchtelingen, evenredig aan dat van alle burgers. Daarnaast roept het collectief op tot erkenning van het zogenaamde ‘asielgat’ wat inhoudt dat vluchtelingen na afwijzing van hun asielaanvraag niet in Nederland mogen blijven, maar ook niet teruggestuurd kunnen worden naar het land van herkomst. Dit kan onder andere zijn omdat het land van herkomst hier niet aan mee wil werken of het land te gevaarlijk is om naar teruggestuurd te worden. Ook dreigen sommigen teruggestuurd te worden naar Italië, waar men als eerste Europa binnen kwam. Daar komen mensen dan wederom op straat te staan, omdat Italie de vluchtelingenstroom totaal niet aan kan. Velen van ons werken aan een (hernieuwde) asielaanvraag. De voorwaarden die hiervoor gesteld worden zijn niet eenvoudig en het is niet makkelijk de IND alsnog te overtuigen met nieuw bewijsmateriaal, maar het lukt wel! Van het Wij Zijn Hier collectief hebben inmiddels ruim 100 personen alsnog een verblijfsvergunning gekregen.

Echter, totdat we een nieuwe procedure kunnen starten of een vergunning hebben gekregen, kunnen we geen aanspraak maken op voorzieningen om in ons primaire levensonderhoud te voorzien. De Gemeente Amsterdam blijft verwijzen naar de landelijke overheid en zo is er nog steeds geen wezenlijke oplossing gerealiseerd voor onze groep. Maar wij zijn hier en we hebben een plek nodig om te kunnen leven. Op 21 maart zijn de gemeenteraadsverkiezingen. Wij hopen dat veel Amsterdammers kiezen voor een menswaardig bestaan voor alle Amsterdammers.

De BBB zit vol en hanteert sinds kort strengere toelatingscriteria waardoor er nog meer druk op onze groep is komen te staan doordat de geweigerde mensen toch ergens moeten slapen. Zowel de BBB als de Winteropvang, vormen slechts een sobere nachtopvang zonder verdere begeleiding. Overdag staan wij nog steeds zonder middelen op straat, zelfs als we ziek zijn. In deze wintermaanden is dat extra zwaar met regen, sneeuw en vrieskou. Binnen de opvang heerst een totaal gebrek aan zelfbeschikking wat ons gevoel van vrijheid en menselijke waardigheid ondermijnt. Daarom betrekken we panden die niet in gebruik zijn, zodat we in betrekkelijke onafhankelijkheid kunnen leven. De groep heeft in de afgelopen vijf jaar meer dan 30 keer moeten verhuizen.

Met onze groep van 35 personen zijn we van plan hier in goede verstandhouding met de buurt en respect voor het pand te verblijven. Wij hopen, zoals ook in het verleden is gebeurd, een goede afspraak te kunnen maken met de eigenaar van het gebouw. We willen graag kennis maken met onze nieuwe buren en hopen solidariteit te ontvangen uit de buurt. Geen mens zou uitgesloten mogen worden van de maatschappij.

PM zu Gedenk-Kundgebung für die 2014 von der spanischen Grenzpolizei ermordeten Migrant*innen am 6.2.

Der 6. Februar 2014 erinnert uns an einen Tag des Trauerns und des Zorns. Mehr als 30 Migrant*innen afrikanischer Herkunft wurden von der spanischen Grenzpolizei (Guardia Civil) getötet, als sie sich den Weg zu den europäischen Küsten erkämpften. Allerdings zählt die Polizei in ihrem Bericht nur 14 Tote und eine Vermisste.

Diese Handlungen verstoßen gegen die Genfer Konvention und die Internationale Menschenrechtskonvention, die die Freizügigkeit und die Gleichberechtigung für alle verkünden. Was wir heute anprangern, ist die Straffreiheit und die Verantwortungslosigkeit der Staaten der Europäischen Union und des Maghreb.

Wir verurteilen auch die Gleichgültigkeit der europäischen Zivilgesellschaft gegenüber diesen Morden an den Grenzen und innerhalb des europäischen Territoriums.

Diese Gleichgültigkeit fördert rassistische Handlungen und fördert die Kontinuität dieser Ideologie in Europa.
Wir zitieren hier den Fall Oury Jalloh, wo das Magdeburger Gericht ein Verbrechen der deutschen Polizei anerkennt und gleichzeitig seine Straffreiheit gewährleistet!

Die Zahl der Todesfälle von Migrant*innen an den europäischen Grenzen nimmt zu, ebenso wie die Zahl der Angriffe auf die Menschen und Häuser von Migrant*innen. So ist die Sicherheit und das Leben der Migrant*innen, nachdem sie den Gefahren auf dem Weg überlebt haben, bei weitem nicht von den europäischen Staaten gewährleistet.

Wir fordern:

  • Stopp den Morden von Migrant*innen an den europäischen Grenzen durch die Polizei, die Armee und die Frontex-Agentur
  • Die politische und moralische Verantwortung der Staaten der Europäischen Union und des Maghreb für die Verbrechen ihrer Polizei und Armee.
  • Stopp den Misshandlungen von Migrant*innen auf dem Weg nach Europa
  • Faire Visumerteilung an beiden Ufern des Mittelmeers: gleiche Visapolitik für afrikanische und europäische Bürger*innen.

Facebook Seite von NAFS

“Die Kapitänin” – Artikel in der Wienerin

Pia fährt nicht zum Spaß zur See. Sie steuert die Sea-Watch 3 vor die libysche Küste, um Schiffbrüchige zu retten. Vor drei Monaten musste sie von der Brücke der Sea-Watch 3 aus zuschauen, wie Menschen ertranken – weil die so genannte Libysche Küstenwache den Rettungseinsatz ihrer Crew behinderte. Im Interview mit Der Wienerin erinnert sich…

Der Beitrag “Die Kapitänin” – Artikel in der Wienerin erschien zuerst auf Sea-Watch e.V..

“Die Kapitänin” – Artikel in der Wienerin

Pia fährt nicht zum Spaß zur See. Sie steuert die Sea-Watch 3 vor die libysche Küste, um Schiffbrüchige zu retten. Vor drei Monaten musste sie von der Brücke der Sea-Watch 3 aus zuschauen, wie Menschen ertranken – weil die so genannte Libysche Küstenwache den Rettungseinsatz ihrer Crew behinderte. Im Interview mit Der Wienerin erinnert sich…

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Der Wille, der Tortur in Libyen irgendwie zu entkommen, ist größer als die Angst vor dem Tod auf dem Meer

Heute hat unsere Crew unsere Gäste in Messina an die Kolleg*innen vom italienischen Roten Kreuz übergeben. Auch dieses Mal waren viele unter ihnen schon monatelang auf der Flucht aus ihren Heimatländern und mussten einen Großteil dieser Zeit im Bürgerkriegsland Libyen verbringen. Einige erzählten auf der Fahrt ihre Fluchtgeschichten, die das widerspiegeln, was schon seit längerem…

Der Beitrag Der Wille, der Tortur in Libyen irgendwie zu entkommen, ist größer als die Angst vor dem Tod auf dem Meer erschien zuerst auf Sea-Watch e.V..

African Film Abend and Soli Küche

As part of the African Food Kufa group, from now on, on our events we
will show different subsaharian films.

We are in Bethanien:

Every first and third Monday of the month from 19:30h

Monday 5.2 from 19:30h on, with the film "Ken Bugul (Niemand will sie)"
about the senegalese writer  Ken Bugul.
The film will be OMU with German subtitles.



and in Bandito Rosso:

Every second and third Saturday of the month from 19:30h
Saturday 10.2 from 19:30h we will show the film "President DIA(Senegal)"




Also there will be an African Food Küfa, a refugee food project, where
the spende will go for the people cooking  (hopefully it will become
a self-organised food cooperative)

The Küfa (Kitchen for all) is a possibility for supporting, networking and exchanging. 
We would like to use the Küfa as a longterm possibility to support Asylumseeking Human-Beings financially.

You are welcome to join us!

FRONTEX to launch new mission in Central Mediterranean – increased efforts to identify terrorists on migrant boats; Operation Themis to replace Triton

FRONTEX announced on 31 January that it is launching Joint Operation Themis effective 1 February.  Themis replaces Joint Operation Triton in effect since 2014.  The FRONTEX press statement does not provide many details as to what will change under JO Themis, though the FRONTEX statement says that “[t]he security component of Operation Themis will include collection of intelligence and other steps aimed at detecting foreign fighters and other terrorist threats at the external borders.”

Media reports also state that there will be an enhanced focus by FRONTEX on efforts to identify terrorists posing as boat refugees or migrants.  If this is a major new focus, one has to wonder whether this may be a solution in search of a problem.

The FRONTEX statement quotes FRONTEX director Leggeri as saying that “[w]e need to be better equipped to prevent criminal groups that try to enter the EU undetected. This is crucial for the internal security of the European Union.”  The Telegraph reported that “[t]he new naval operation in the Mediterranean was announced as it was claimed that up to 50 Islamic State fighters crossed the Mediterranean by boat from Tunisia and landed in Italy last year with the intention of carrying out terrorist attacks in Europe. The Guardian reported that Interpol drew up a list of suspected ISIL extremists who are believed to have arrived on the coast of Sicily between July and October last year. The list was reportedly sent by Interpol to the Italian interior ministry in November. Italian authorities and security experts were skeptical about the report, however. … Some Italian security analysts were doubtful about the story. ‘Terrorists never arrive in migrant boats – no serious terrorist organisation would take the risk of putting their trained people on board an unsafe boat which risks capsizing when hit by the first big wave,’ Andrea Margelletti, president of the Centre for International Studies, told the Italian news agency Adnkronos….”

FRONTEX Press Statement:

Frontex, the European Border and Coast Guard Agency, is launching a new operation in the Central Mediterranean to assist Italy in border control activities.

The new Joint Operation Themis will begin on 1 February and will replace operation Triton, which was launched in 2014. Operation Themis will continue to include search and rescue as a crucial component. At the same time, the new operation will have an enhanced law enforcement focus. Its operational area will span the Central Mediterranean Sea from waters covering flows from Algeria, Tunisia, Libya, Egypt, Turkey and Albania.

Operation Themis will better reflect the changing patterns of migration, as well as cross border crime. Frontex will also assist Italy in tracking down criminal activities, such as drug smuggling across the Adriatic,” said Frontex Executive Director Fabrice Leggeri.

The security component of Operation Themis will include collection of intelligence and other steps aimed at detecting foreign fighters and other terrorist threats at the external borders.

“We need to be better equipped to prevent criminal groups that try to enter the EU undetected. This is crucial for the internal security of the European Union,” Leggeri said.

As part of Operation Themis, Frontex will continue its presence in the hotspots in Italy, where officers deployed by the agency will assist the national authorities in registering migrants, including taking their fingerprints and confirming their nationalities.

Frontex vessels will continue search and rescue operations under the coordination of the responsible Maritime Rescue Coordination Centres. Last year, Frontex assisted in the rescue of 38 000 people at sea in operations in Italy, Greece and Spain.

Le regard  des femmes dans la protestation  du 9 juin 2017 contre le G20

Sous un soleil de 30ºC il était environ 15 heures quand une foule vertigineuse commence à occuper l’espace de la PotsdamerPlatz. Un endroit situé au cœur de la capitale Berlinoise, non loin de la Bundeskanzlerin… Ce lieu serait un référent au court des conflits historiques dont l’Allemagne a été impliqué.

Ici,  aujourd’hui et une fois encore, les sentiments s’entremêlent, on peut distinguer  différentes personnes de souches et d’horizons diverses, plus de la moitié des manifestants sont des femmes qui depuis ces dernières décennies occupent volontiers l’avant des luttes sociales pour une justice globale et l’égalité de sexe…

En effet, l’appel au rendez-vous est en rapport du sommet du Groupe des 20 pays puissants qui s’organisera du 07 au 08 Juillet à Hambourg. Une ville d’environ 1 800 000 habitants situe dans le Nord de l’Allemagne. Les mobiles de ce sommet des Géants de la politique internationale justifie clairement la représentation dominante des femmes immigrées et réfugiées présentes à la Potsdamer Platz.

 

Les débats sur le terrorisme et l’immigration continuent à dominer l’espace politique. Et, L’Allemagne premier pays d’accueil en Europe, n’a cessé de multiplier des stratégies de durcissement d’accueil des migrants. 2016 à cet effet a été encore plus difficile car les chiffres démontrent que pendant cette période, Les capacités d’accueil des réfugiés ont été réduit de 5 fois que les précédentes années. Et, les conditions de ceux ci se  sont de plus en plus éloignés de l’humanisme.

C’est ce qui fait d’ailleurs remarqué le récent rapport en novembre 2016 de la Chambre allemande des psychothérapeutes (BPtK) quand elle cite : « plus de 40 à 50% des réfugiés vivant en Allemagne souffrent d’un traumatisme psychologique », L’atmosphère sociale se complique et les femmes sont les plus vulnérables de ces conséquences politiques !

Ce sont autant de mobile qui ont motivés les activistes femmes à venir exprimer leur déboires au niveau intérieur et de s’opposer à des politiques alternatives d’externalisation à travers des aides ou d’autres plans de ce genre, L’Afrique à besoin d’une totale indépendance politique économique et énergétique. Il reste claire que l’immigration à plusieurs facteurs parmi lesquelles le plus important reste la mauvaise politique internationale y compris les décisions prises pendant les sommets tel que le G20.

Ces Femmes réfugiés ont répondu à l’appel lancé par Afrique Europe Interact ce 9 Juin 2017 contre ce sommet du G20 à Hamburg . C’est le cas par exemple de Dora, une Camerounaise qui s’exprimait au micro ouvert  avec une forte énergie, déclarant que : «  L’Allemagne parmi les pays politisés, est le pays le plus sexiste N’ayant aucune considération pour les femmes réfugiées vivant sur son territoire. Nombreuses sont celles qui survivent au désespoir d’un système traumatisant ».

Une autre intervention de Natalie de NST ( NoStressTour ) qui déclarait que  ” La vie des femmes réfugiées dans un lager en Allemagne est un poison psychologique qui détruit stratégiquement les femmes et leurs enfants ”  .Depuis les deux dernières années, un record élevé des décès et de suicide de réfugiés se sont sans cesse produit en Allemagne cependant,  aux jours de aujourd’hui rien montre que la situation s’améliore ! La manifestation qui a Commencé à La Potsdam Platz a continué jusqu’à Oranienplazt, en passant Par le Check Point Charlie, Tous ces lieux étaient stratégiquement ciblés dans un premier temps afin passer le Message à un plus grand nombre de personnes que possible, y compris les touristes venus profiter de la Liberté.

Et aussi pour se rappeler de tous ces endroits qui ont hébergé les victoires sur le nazisme et capitalisme. La police a fait partie de la manifestation jusqu’à sa fin et des messages leur ont aussi été adressés de la part des femmes, car il est possible d’être policier et être bon…19h 40, a marqué la fin des manifestations Avec l’espoir que nos revendications ont le  plus éveillé les consciences, Celles des femmes à prendre de l’engagement face à des situations compliquées. Au politiciens de leur rappeler que leurs développement n’est pas notre liberté, ni encore celle des femmes.

 

 

»Fighting For Our Rights Together« Nadiye Ünsal – A Portrait

I am Nadiye. I am the daughter of a Gastarbeiter (guest worker). My father came at the end of the 60ies to Germany as a minor. He is kind of an archetype of a worker – he has been working in the same factory since 40 years. He has been in the same enterprise and done the same work for decades. He is employed in the tractor industry. My parents are a typical couple from Central Anatolia, who lived in a village and moved to Mannheim in Baden-Württemberg to have a better future for themselves. Like a lot of other people today who come to have more possibilities for themselves and their families.

I am the first daughter of these two people. I was born in Mannheim and went to school there. I graduated from high school there – the first one in our family to do so. Then I studied, because my parents expected that from me, of course. They didn’t want me to grow up as poor and destitute as them. I studied cultural anthropology and migration research and learned a lot: about the history of »guest workers« and refugees, about the politics of the European Union and Germany; about the situation of workers in Germany and how they are treated, and about racism and discrimination.

I started to protest at a quite young age. The first protest I participated in was in 2001, against the war in Iraq. There were demonstrations and I just went there. The next protest I was part of was because of the studies. In Frankfurt am Main where I had been studying, they wanted to introduce tuition fees for everybody, and I knew: If these tuition fees come, again only white, German or European, rich people are able to study, and all of us – migrants or foreigners or people from the Global South – cannot study anymore because it would be too expensive. And that’s why I participated in many protests, but always as an individual. I wasn’t part of a group, because I didn’t really feel good in most of the student organizations. They were very »German«. I couldn’t identify with them.

Later I lived and studied in Turkey – quasi in the origin country of my parents. That was quite good. And then I moved to Berlin to finish my master’s degree. In 2011 a scandal became public: For ten years migrants had been killed by a group of organized Nazis. This is known as NSU scandal. When I saw that in the newspapers I was really shocked: Nazis got money from the German secret agency to have arms and kill people like my father. That made me very angry. I’ve started to organize myself in a group: with migrants and other people who experienced racism.
Ever since I’ve been active in the Bündnis gegen Rassismus (Alliance against racism) and doing actions against racism and the European border regime. Then the Oranienplatz protest camp started, of which I was also part and did many activities. I saw a lot of violence there – of the police, against refugees. All that politicized me a lot.

Now I’m still active in small groups and in the Bündnis gegen Rassismus. I am still politically engaged with the situation of refugees, but I also try to work with families who are affected by racist killings and who still fight for their rights. The fight for rights is very inspiring for me, because we as people who are not seen as Germans here always have to fight for our rights. And this is my connection to the struggles of refugees. I’ve never passed the asylum system, but I know what it means when you do not get everything for free and when you have to fight for your rights.

And this is why I’m always happy when I can collaborate with refugee and migrant women**, because we are facing many forms of discrimination at the same time and we don’t have access to many rights at the same time. For example the women* who were left behind through the NSU killings, they are all widows with Turkish origins who are now without family, without victims’ rights or compensations from the state. And many refugee women* also arrive here without family, or they are separated from their family but still have to take care of them. I think if we tell our stories together, we have more strength to fight for our rights together, and to open this society for our concerns. So that they finally understand that we have always been and will always be here.

Miriam Gutekunst

MSF operational update: Central Mediterranean & Libyan Operations: “It is not possible to provide meaningful medical care in a system of arbitrary detention that causes harm and suffering.”

MSF’s 29 January 2018 operational update.

Some key points:

  • The number of detainees [in Libyan detention centres] went down in December [2017] when thousands of people were mass repatriated to their countries of origin by the International Organisation for Migration (IOM).
  • The majority of physical and mental health problems requiring medical assistance still directly relate to the substandard conditions of detention.
  • It is not possible to provide meaningful medical care in a system of arbitrary detention that causes harm and suffering.
  • Italian ships have been deployed in Libyan territorial waters as part of a broader European strategy to seal off the coast of Libya and “contain” refugees, asylum-seekers and migrants in a country where they are exposed to extreme and widespread violence and exploitation.
  • The MSF team onboard Aquarius witnessed refugees and migrants aboard unseaworthy vessels being intercepted by the Libyan Coastguard in international waters as EU military assets at the scene looked on.
  • Although these interceptions are presented as “rescue operations” and are celebrated by the Libyan Coastguard and their EU partners, the reality is that migrants and refugees are not being returned to a port of safety.
  • [T]here are several entities operating along Libya’s vast coastline that claim to be the Libyan Coastguard. Contact points on land and at sea were unclear, as was the chain of command.

Excerpts from MSF operational update:

Libya: dismal conditions in detention centres hinders medical treatment

In Tripoli, a huge increase in the number of people detained in October and November [2017] resulted in extreme overcrowding and a dramatic deterioration of conditions inside the capital’s detention centres. In some locations, up to 2,000 men were crammed together in one cell without enough floor space to lie down. … From September to December 2017 the MSF team treated over 76 people for violence-related injuries including broken limbs, electrical burns and gunshot wounds.

Under these circumstances, the impact of MSF’s medical work was minimal. The team was able to help only a small percentage of all those in need of urgent treatment and it was not possible to follow up medical cases. … Most medical complaints were related to the conditions of detention, with overcrowding and inadequate latrine and drinking water provision resulting in acute upper respiratory tract infections, musculoskeletal pain and acute watery diarrhoea. …

The number of detainees went down in December [2017] when thousands of people were mass repatriated to their countries of origin by the International Organisation for Migration (IOM). Conditions inside detention centres in Tripoli improved and there was less mistreatment and violence against patients. In the detention centres that MSF visits, teams are now able to access cells to provide medical care to refugees and migrants that remain in arbitrary detention. The majority of physical and mental health problems requiring medical assistance still directly relate to the substandard conditions of detention.

Few international organisations are able to work in Libya due to widespread violence and insecurity. Those who do – including MSF – do not have full and unhindered access to all detention centres where refugees and migrants are being held. It is not possible to provide meaningful medical care in a system of arbitrary detention that causes harm and suffering. An overwhelming number of detainees have already endured alarming levels of violence and exploitation in Libya, and during harrowing journeys from their home countries. As such, MSF reiterates its call for an end to the arbitrary detention of refugees, asylum-seekers and migrants in Libya.

Aquarius continues sea rescues as numbers attempting Mediterranean crossing fall

In the central Mediterranean, the number of refugees, asylum-seekers and migrants rescued at sea and brought to safety in Italy has fallen since last year. Aquarius, a dedicated search and rescue vessel run by MSF in cooperation with SOS MEDITERRANEE, rescued 3,645 people in the period September – December 2017. This is fewer people compared to the same period in 2016 when 5,608 people were brought to a port of safety in Italy.

The fall in numbers appears to be due to fewer boats leaving Libya. Reasons for this are unclear, though likely factors include the weather and political developments on the ground in Libya. There have been media reports that local militias are being paid off by Italy to prevent departures. Italian ships have been deployed in Libyan territorial waters as part of a broader European strategy to seal off the coast of Libya and “contain” refugees, asylum-seekers and migrants in a country where they are exposed to extreme and widespread violence and exploitation….

Unclear future for refugees amid challenging rescue environment for Aquarius

Carrying out search and rescue activities in the Mediterranean is becoming even more challenging and complex. People who manage to escape Libya are increasingly being turned back at sea with the EU-supported Libyan Coastguard active in international waters. The MSF team onboard Aquarius witnessed refugees and migrants aboard unseaworthy vessels being intercepted by the Libyan Coastguard in international waters as EU military assets at the scene looked on. On 31 October, 24 November and 8 December, Aquarius was instructed to standby and was forced to watch as hundreds of people were pushed back to Libya by the Libyan Coastguard.

Although these interceptions are presented as “rescue operations” and are celebrated by the Libyan Coastguard and their EU partners, the reality is that migrants and refugees are not being returned to a port of safety. The crimes committed against refugees and migrants in Libya are widely known and have generated international outrage. Under no circumstances should migrants and refugees aboard vessels in distress in international waters be returned to Libya, they must be brought to a port of safety.

In September, Aquarius was instructed to conduct three rescues in international waters under the coordination of the Libyan Coastguard. These unprecedented and highly unusual instructions from the Maritime Rescue Coordination Centre (MRCC) in Rome presented MSF with an impossible choice. Fortunately for each rescue, Aquarius was able to render the necessary assistance and took all rescued men, women and children to a port of safety in Italy. In that situation, it was not possible to verify who exactly was coordinating rescue operations as there are several entities operating along Libya’s vast coastline that claim to be the Libyan Coastguard. Contact points on land and at sea were unclear, as was the chain of command. As there have also been numerous violent incidents in recent months between the Libyan Coastguard and the few other remaining humanitarian organisations running dedicated search and rescue activities in the Mediterranean, the security of our team was paramount during these interactions.

It’s unclear what the future holds for refugees and migrants who find themselves along the Central Mediterranean route, but with Libya remaining riven by widespread violence and insecurity, with no unified government, a plethora of armed groups, and active fighting ongoing in several parts of the country, it does not look like an end to their suffering is in sight.

MSF operational update: Central Mediterranean here.

Libyan Coast Guard Migrant Interceptions (“Pull-Backs”) Steadily Increasing

Per UNHCR, the number of migrants being intercepted and subject to forcible return to Libya by the Libyan Coast Guard is steadily increasing:

UNHCR Flash Update, 26 Jan. 2018 – So far in 2018, over 1,430 refugees and migrants were disembarked in Libya by the Libyan Coast Guard (LCG). In January 2018, UNHCR has observed an increase in numbers of rescue/interception operations conducted by the LCG when compared to the same month in 2017 (1,025 individuals) and previous months such as November (1,214 individuals) and December 2017 (1,157 individuals). During January, departures were predominantly recorded in the area east of Tripoli, near Garabulli, and to a lesser extent in areas around Sabratha and Zwara. UNHCR partner International Medical Corps provided medical assistance and distributed core relief items at disembarkation points and detention centres.

UNHCR Flash Update here.

“Die Menschen schrien um ihr Leben und die Libysche Küstenwache tat nichts”

Lisa Hoffmann ist Aktivistin bei Sea-Watch und dokumentiert mit ihrer Kamera die Arbeit der Seenotrettungsorganisation. Sie war Augenzeugin der Situation vom 06. November 2017. Damals starben fünfzig Menschen, als die so genannte Libysche Küstenwache (LYCG) verantwortungslos eine Rettungsmission mit ihrem Fehlverhalten torpedierte.  Wir sprachen mit ihr wie sie den Vorfall erlebte, ob sie Angst hat…

Der Beitrag “Die Menschen schrien um ihr Leben und die Libysche Küstenwache tat nichts” erschien zuerst auf Sea-Watch e.V..

Demo : Stop all deportations

(Below: Arabic, Tigrinia, French, Urdu, Farsi, German)

Sunday // 11.02.2018 // 14.00 // Leopoldplatz (Wedding)

In Berlin, deportations happen all the time. Every night, the danger of
police raids looms: people are taken out of their beds and forced on
deportation planes. This takes place all around Berlin; in refugee
accommodation centers in our neighbourhood; or in apartments around the
corner. While most of Berlin sleeps, the German border system enacts
its ruthless practice of expulsion with its horrible consequences such
as extreme poverty, confinement, persecution, torture and death in
those places that people obviously had a reason to leave.
Sometimes cops search private homes to find people listed for
deportation who hide themselves. Often they come in civil clothes and
arrests have taken place unexpectedly during appointments with the
Migration Office. There are reports of people being deported before
their asylum case has reached a conclusion. People who tried to defend
their dignity were met with handcuffs and violence. Sleeping becomes
hard when any sound from the hallway could spell danger. Under such
circumstances nobody feels safe.
When people are evicted from their homes because they are too poor,
stopped by police because they don’t look “German enough” and deported
because they are not of use for making profit; When the state unleashes
this kind of violence and the supposedly social-left Berlin government
just plays along, it is up to us to stand in their way. It is our
collective strength that can create underground networks of practical
solidarity. It is our involvement that can create environments where
people can feel safer. Let us not sleep through their deportation
raids, but instead organise ourselves to resist and fight for the right
to stay for everyone!
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(arabic)

إيقاف جميع عمليات الترحيل
في برلين، عمليات الترحيل تحدث طوال الوقت. في كل ليلة، خطر غارات الشرطة
يلوح في الأفق: يتم إخراج الناس من أسرتهم وإجبارهم على الترحيل
هذا يحدث في جميع أنحاء برلين. في مراكز إيواء اللاجئين في منطقتنا؛ أو
في الشقق وبينما ينام معظم السكان في برلين،
يطبق نظام الحدود الألماني ممارسته الطائشة المتمثلة في الطرد بنتائجه
الرهيبة مثل الفقر المدقع والحبس والاضطهاد والتعذيب والموت في تلك
الأماكن التي كان من الواضح أن لدى الناس سببا للمغادرة.
في بعض الأحيان يبحث رجال الشرطة في المنازل الخاصة للعثور على الناس
المدرجة للترحيل الذين يختبئون أنفسهم هناك .
وكثيرا ما يأتون في ثياب مدنية، وقد جرت الاعتقالات بشكل غير متوقع
أثناء التعيينات مع مكتب الهجرة. وهناك تقارير تفيد بترحيل الأشخاص قبل أن
تصل قضيتهم المتعلقة باللجوء إلى نتيجة.
وقد قوبل الأشخاص الذين حاولوا الدفاع عن كرامتهم بالأصفاد والعنف. يصبح
من الصعب النوم عندما تسمع أي صوت من الردهة يمكن أن يشكل ذلك تهديد
بالخطر.
في ظل هذه الظروف لا أحد يشعر بالأمان.عندما يتم طرد الناس من منازلهم
لأنهم فقراء جدا، وتوقفهم الشرطة لأنهم لا تبدو عليهم „الألمانية بما
فيه الكفاية“ وترحيلهم ؛
عندما تقوم الدولة بإطلاق العنان لهذا النوع من العنف وحكومة برلين التي
من المفترض أن تكون حكومة اجتماعية من اليسار لكنها تسير على نفس
الطريق،فإن الأمر متروك لنا للوقوف في طريقها.
إن قوتنا الجماعية هي التي يمكن أن تخلق شبكات تحت الأرض للتضامن العملي.
ومن مشاركتنا التي يمكن أن تخلق بيئات حيث يمكن للناس أن يشعرون بأمان
أكثر.
دعونا لا ننام من خلال غارات الترحيل، ولكن بدلا من ذلك تنظم أنفسنا
لمقاومة والكفاح من أجل الحق في البقاء للجميع!
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(Tigrinia)
ኩሉ ምስጓግ ይቋረጽ
ኣብ በርሊን ምስጓግ ኩል ግዜ ዘሎ እዩ። ለይቲ ለይቲ ሃንደበታዊ ግፋ ካብ ናይ ስደተኛታት ገዝኦም ናብ መዕርፎ
ነፈርቲ ብሓይሊ ንክስጎጉ ይውሰዱ። እዚ ናይ ምስጓግ ፍጻሜ ከኣ ኣብ ሙሉእ በርሊንን ከባቢኣን ዝርከባ ካምፕታትን
መንበሪ ገዛ ይፍጸም። ኩሎም ህዝቢ በርሊን ደቂሶም ከለው ናይ ጀርመን ናይ ዶብ ስርዓት ንቶም ካብ ሃገሮም
ብምኽንያት ብዘስካክሕ ግፍዒ፣ ድኽነት፣ መኣሰርቲ፣ ስቓይን መቅተልትን ካብ ሃገሮም ሃዲሞም ንዝተሰደዱ ስደተኛታት
ኣብ በርሊን ዑቋባ ንዝሓተቱ መሊሶም ይሶግዎም።
ሐደ ሐደ ግዜ ፖሊስ ኣብ ናይ ዉልቂ መንበሪ ገዛ እናከዱ ንዝተሓብኡ ስደተኛታት ንምርካብ ሃርጎምጎም ይብሉ።
ሓደ ሓደ ግዜ ከኣ ስቪል ክዳን ብምኽዳን ኣብ ናይ ስደተኛታት ቤት ጽሕፈት ቆጸራ መዓልቲ ተረኺቦም ይሶጉ።
ጸብጻባት ከም ዝሕብርዎ ብዙሓት ስደተኛታት ቅድሚ ናይ ዕቋባ ሕቶኦም መልስኦም ከይሰምዑ ይስጎጉ።ካብ ምስጉጋግ
ንዝትከላኸሉ መጥቀዓቲ ይወርዶም። ብሰንኪ እዚ ምኽንያት ኣብ ቀሲኖም ክድቅሱ ኣብዘይክእሉሉ ደረጃ ይበጽሑ።
መንግስቲ ጀርመን መሰል ስደተኛታ ስለ ዘይጣበቅ ንሕና ኩላትና ብሓባር ኣብ ጎኒ ስደተኛታት ደው ኢልና ክንቃለስ
ይግባእ። ስደተኛታት ድሌታቶም ንኽረኽቡ ናትና ተሳትፎ ኣገዳሲ እዩ።
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ARRÊT TOTAL DES EXPULSIONS
À Berlin, des expulsions ont lieu en permanence. Chaque nuit, des
personnes risquent d’être expulsées : elles sont tirées du lit pour
être conduites de force à des avions qui servent aux expulsions. Ça se
passe dans tout Berlin : dans les centres d’accueil pour personnes
réfugiées de nos quartiers ou dans des appartements au coin de la rue.
Pendant que Berlin dort, le système allemand des frontières met en
œuvre ses pratiques abusives d’expulsions avec d’horribles conséquences
pour les personnes : l’extrême pauvreté, l’emprisonnement, les
persécutions, la torture et la mort dans des lieux qu’elles avaient
évidemment des raisons de quitter.
Parfois les flics fouillent des logements privés pour trouver les
personnes listées pour être expulsées, et qui se cachent. Souvent ils
sont habillés en civil et les arrestations ont lieu par surprise lors
de rendez-vous avec le Service d’Immigration. Des rapports décrivent
les cas de personnes expulsées avant que leur demande d’asile ait été
définitivement traitée. Des personnes qui tentaient de défendre leur
dignité se sont vues menottées et violentées. Dormir devient difficile
lorsque tous les sons du couloir peuvent signaler un danger. Dans ces
circonstances, personne ne peut se sentir en sécurité.
Lorsque des personnes sont virées de leur logement parce qu’elles sont
trop pauvres ; arrêtées par la police parce qu’elles n’ont “pas assez
l’air Allemandes” et expulsées parce qu’elles ne sont pas bonnes à
faire du profit ; lorsque l’État développe ce type de violence et que
le mouvement berlinois de supposée gauche-sociale se range à ses côtés
; nous devons nous y opposer. C’est notre force collective qui peut
créer les réseaux souterrains d’une solidarité pratique. C’est notre
engagement qui peut créer des environnements où les personnes
persécutées puissent se sentir plus en sécurité. Ne dormons pas pendant
qu’ils expulsent, et au contraire organisons-nous pour résister et
combattre pour le droit pour chaque personne de rester ici !
———————————————-

(Urdu)
ملک بدری بند کریں ۔

برلن سے ہر وقت ہر روز ملک بدری ہوتی ہیے۔ کیا رات ارو کیا دن ہر وقت
لوگوں پرشان ہیں۔ ملک بدری صرف برلن میں ہی نہیں برلن کے ساتھ والے شہروں
میں بھی اسی طرح ہیے۔ مہاجرین کو بہت مشکل کا سامنا ہیے۔ جرمنی میں ۔
رہایش کیلیے بہت زیادہ لوگوں کو آپنے گھروں سے باہر سونا پڑتا ہئے۔ ان
تمام مسائل کو کوئی بھی نہیں دیکھتا آپ کے گھر کے سامنے بھی کوئی پرشان ہو
سکتا ہیں۔ مہاجرین بڑی مشکل اٹھنے کے بد آپنا ملک چھوڑنے ہیں ۔ کچھ دفہ
تو پولیس دوستوں کے گھر میں بھی چلی جاتی ہیے ۔ مہاجرین کی ایک لیسٹ تیار
کی جاتی ہیے۔ پھر ان مہاجرین کو پکڑ جاتاہے ۔ دفتروں سے ان کے گھروں سے
پولیس کو پوری معلومات ہوتی ہیے ان کے بار میں ۔ کبھی کبھی تو کچھ مہاجرین
کی پناہ کی درخواست کا جواب بھی نہیں آیا ہوتا ۔ مہاجرین کے ہاتھ بنداور
ناپسندیدہ طریقہ استعمال کیاجاتا ہیں۔ اس خوف میں اگر کوئی بھی غیر ضروری
آواز سنائی دے۔ ہرایک کو یہ یہ خوف ہوتا ہیے اب میری ملک بدری ہوگی۔
ہماری خواہش ہیے کے پولیس والے بند کریں ملک بدری ۔ کیونکہ یہ جرمنی ان
کے لوگوں کیلئے بھی درست نہیں ۔ اس کا م سے ان کو کوئی خاص فرق نہیں پڑتا
۔ جرمنی رہائش بھی اس بات کی مخالفت کرتے ہیں ۔
اب ہم لوگوں پر ہیے کے ہم ان مشکلات کا سامنا کسی طرح کھڑے ہوتے ہیں ۔ ہم
یہاں پر اپنے دوستوں کے ساتھ بہتر رابطہ کرنا ہوگا ۔ایک دوسرے کی مدد
کیلئے ۔ ہماری کوشش ہیے اس ملک بدری کو بند کیا جاسکے ۔ ہمیں سوچنا
چاہیےکسی طرح ۔ احتجاج ہمارا حق ہیے ملک بدری کے خلاف ۔ اور ہم اسے
استعمال کرتے ہیں ۔ خود کو اور ہمارے بھائی کیلئے ۔
————————————————

(Farsi)
توقف اخراج پناهندگان!
در برلین اخراج اجباری پناهندگان همواره صورت میگیرد. هر شب خطر آنکه
پولیس پناهندگان را از بستر خواب دستگیر و جهت اخراج در طیارها انتقال
دهند افزایش میابد. این عمل تقریباً در همه نقاط برلین و محل اسکان
پناهندگان٬ اپارتمانهای اکناف و اطراف ما صورت میگیرد٬ درحالیکه اکثریت
باشندگان برلین در خواب هستند. منشور محافظت از سرحدات آلمان این عمل فجیع
تبعید و اخراج اجباری پناهندگان را باوجود عواقب اسفناک آن از قبیل: تحت
تحدید و تعقیب بودن افراد٬ فقرشدید٬ ناامنی٬ زجر و شکنجه و حتی مرگ٬ که
پناهندگان را وادار به فرار نموده است صراحت میبخشد.
بعضی اوقات پولیس حتی خانه شخصی افراد را جستجو میکنند تا پناهندگانیکه
درلست اخراج شوندگان هستند و خود را پنهان نموده اند دستگیر و اخراج
نمایند. اکثرأ آنها ملبس با لباسهای شخصی هستند و پناهندگان را بطور
غیرمترقبه در هنگام قرار با اداره مهاجرت یا‌BAMF دستگیر مینمایند. شواهد
حاکی از آن است که قبل از طی مراحل و اتمام درخواست پناهندگی٬‌ پناهندگان
بازداشت و اخراج گردیده اند. اشخاصیکه مدافع حقوق خویش هستند سرکوب و
دستگیر میشوند. زمانیکه ترس دستگیری و اخراج باشد با هر طنین و صدای اکناف
خواب رفتن پناهندگان سخت میشود٬ تحت این شرایط هیچکس مصونیت احساس نمیکند.
وقتیکه پناهندگان بخاطر ناامنی و تنگدستی مجبور به ترک محل و بود باش خویش
میگردند و پولیس آنها را چون ظاهراً شبه آلمانی ها نیستند توقف و بخاطریکه
از آنها نمیتوانند منفعت بجویند اخراج میکنند٬ هنگامیکه ایالت برلین زمینه
ساز اینگونه اعمال خشونت بار درقبال پناهندگان است و دیگر ارگانهای
اجتماعی چپگرا نیز با آن همنوا است٬‌ این مسئولیت ما است که در مقابل آنها
قدعلم نمایم. انسجام و نیروی گروهی ما میتواند بستر صف آرایی همبستگی
سیاسی را ببار آرد.
این اقدامات ما است که میتواند محیطی را ایجاد نماید که در آن همه افراد
خویش را مصون احساس نمایند. اجازه ندهیم دستگیری و اخراج اجباری پناهندگان
ادامه یابد‌ و در مقابل طرح خود را تعمیم بخشیده و اسرار و پافشاری برای
حق ماندن همه پناهندگان نماییم.
————————————————-

Stoppt alle Abschiebungen!

In Berlin finden die ganze Zeit Abschiebungen statt. Allabendlich
droht die Gefahr von Polizeirazzien: Menschen werden aus ihren Betten
geholt und in Abschiebeflugzeuge gezwungen. Dies findet in ganz Berlin
statt; in Flüchtlingsunterkünften, in unserer Nachbarschaft, in
Wohnungen um die Ecke. Während die meisten Menschen in Berlin schlafen,
verübt das deutsche Grenzsystem seine rücksichtslose Praxis der
Ausweisung. Mit den schrecklichen Folgen von extremer Armut,
Gefangenschaft, Verfolgung, Folter und Tod, in jenen Orten, von denen
die Menschen offensichtlich einen Grund hatten zu gehen.

Manchmal durchsuchen PolizistInnen Privatwohnungen, um Personen zu
finden, die zur Abschiebung aufgelistet sind und sich verstecken. Oft
kommen sie in Zivilkleidung . Verhaftungen haben unerwartet bei
Terminen mit der Ausländerbehörde stattgefunden. Es gibt Berichte, dass
Menschen deportiert wurden, bevor ihr Asylverfahren abgeschlossen war.
Menschen, die versuchten, ihre Würde zu verteidigen, wurden mit
Handschellen und Gewalt konfrontiert. Schlafen wird schwer, wenn
Geräusche aus dem Flur eine Gefahr darstellen können. Unter solchen
Umständen kann sich niemand sicher fühlen.

Wenn Menschen aus ihren Häusern zwangsgeräumt werden, weil sie zu arm
sind, wenn sie von der Polizei angehalten werden, weil sie nicht
“deutsch genug” aussehen und abgeschoben werden, weil sich aus ihnen
kein Profit machen lässt, wenn der Staat diese Art von Gewalt
entfesselt und die vermeintlich sozial-linke Berliner Regierung nur
mitspielt, müssen wir uns ihnen in den Weg stellen. Unsere kollektive
Stärke kann Netzwerke praktischer Solidarität schaffen. Unser
Engagement kann eine Umgebung schaffen, in der Menschen sich sicherer
fühlen. Lasst uns nicht ihre Abschieberazzien durchschlafen, sondern
organisieren wir uns selbst, um Widerstand zu leisten und zu kämpfen,
für das Recht zu bleiben für alle!

Journalistin Hülya Emeç soll nach Brasilien abgeschoben werden

Die Journalistin Hülya Emeç wird nach Ablehnung ihres Asylantrags auf dem Flughafen Zürich festgehalten und soll nach Brasilien abgeschoben werden.

Hülya Emeç ist in der Türkei zu einer Haftstrafe von siebeneinhalb Jahren verurteilt worden. Daraufhin hat sie die Türkei verlassen und ist über Brasilien in die Schweiz gereist, wo sie einen Asylantrag stellte. Der Antrag wurde mit Verweis auf den Fluchtweg abgelehnt. Bei Brasilien handele es sich um ein sicheres Land, so die Begründung.

Die Journalistin wird seit dem 15. Januar 2018 auf dem Flughafen in Zürich festgehalten. Wie sie selbst erklärt, habe sie sich in Brasilien keineswegs sicher gefühlt.

ECtHR chamber judgment in J.R. and Others v. Greece finding no violations of ECHR in regard to detention of Afghan nationals in Vial migrant centre in Greece

Court press release here.  Chamber judgment here (only available in French). (See also Court’s Fact Sheet “Migrants in Detention” here.)

Excerpt from Court’s press release:

25 January 2018 – In today’s Chamber judgment in the case of J.R. and Others v. Greece (application no. 22696/16) the European Court of Human Rights held, unanimously, that there had been:

no violation of Article 5 § 1 (right to liberty and security) of the European Convention on Human Rights, a violation of Article 5 § 2 (right to be informed promptly of the reasons for arrest); no violation of Article 3 (prohibition of inhuman or degrading treatment); and no violation of Article 34 (right of individual application).

The case concerned the conditions in which three Afghan nationals were held in the Vial reception centre, on the Greek island of Chios, and the circumstances of their detention.

The Court found in particular that the applicants had been deprived of their liberty for their first month in the centre, until 21 April 2016 when it became a semi-open centre. The Court was nevertheless of the view that the one-month period of detention, whose aim had been to guarantee the possibility of removing the applicants under the EU-Turkey Declaration, was not arbitrary and could not be regarded as “unlawful” within the meaning of Article 5 § 1 (f). However, the applicants had not been appropriately informed about the reasons for their arrest or the remedies available in order to challenge that detention.

As to the conditions of detention in the centre, the Court noted the emergency situation facing the Greek authorities after significant numbers of migrants had arrived and the ensuing material difficulties. It observed that several NGOs had visited the centre and had partly confirmed the applicants’ allegations, but found that the conditions were not severe enough for their detention to be characterised as inhuman or degrading treatment had not been reached.  [***]

Court press release here.  Chamber judgment here (only available in French). (See also Court’s Fact Sheet “Migrants in Detention” here.)

Aftermath of the eviction of Gerhart-Hauptmann-Schule on 11 January, 2018

It has been a long and intense morning with hundreds demonstrating on the streets of Kreuzberg to protest against the eviction of the Gerhart-Hauptmann-Schule, against German racist and neocolonial asylum and migration policies, Fortress Europe, and deportations.
Many thanks to all those today in support and solidarity for the people of the school, thanks to the activists and initiatives, such as International Women Space, Bündnis Zwangsräumung verhindern, Initiative Oury Jallou, Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland, Corasol, Stop Deportation Group, Schlafplatzorga, Nachbarschaftsinitiative Ohlauer Straße and KuB for their powerful speeches at the manifestations in front of the school, at Hermannplatz, and on Oranienplatz. What is more, it was very important to have a speech of a representative of the Roma community. They used to live in the school and they were evicted on June 24th, 2014 to be distributed to remote places at the city’s margins, far from their local environment. Their children lost their structures, they could not attend their schools anymore, which led to a far more complicated situation in terms of education and to maintain friendship ties. Almost all of the Roma people were driven into homelessness again, some of them are dead.

After the last long negotiations with the Berlin senate and the district authorities of Friedrichshain-Kreuzberg on January 10th, the remaining inhabitants of the school went out of the school building the evening before the set eviction date. After a first month in a camp Schöneweide, they will live in a container camp in Kreuzberg. For some, their asylum cases will undergo revision on the basis of §23 Residence Law – yet, as the so-called ‘Oranienplatz Agreement’ after the demolition of the Oplatz camp perfectly illustrated, there is no guarantee that this re-evaluation will lead to any granted legal status. It is important to support the people (e.g. accompany them to the authorities, etc.), to remain in touch with them and to stay organised and cautious about the senate’s and the district’s next steps. Supporters organised a crowdfunding campaign that that aims to cover most of the urgent needs, such as medicine, lawyer’s fees, and local transport, among others.

The political struggle, the local and international fights against repression, gentrification and every-day racism, against the backdrop of the capitalistic system continue. As was shown on the demo route of December 16th and January 11th, local fights in Kreuzberg against gentrification, daily evictions of individuals and projects, such as Friedel54, or against GoogleCampus in Ohlauer Straße need to be stronger addressed as linked to the fights of the lower classes, the poor, exploited and disenfranchised, the refugees, migrants and newcomers.

Articles summarizing the eviction and the follow-up events in Neues Deutschland & taz

A second article in taz tries to evaluate the eviction in light of the political fight that has lasted for many years. Taken into account, the journalist states, that the majority of German society aligned with the mainstream media shows an obvious tide to right and conservative attitudes, the very fact that the refugee movement has maintained through the committed fight of political activists, can be seen as a (small) success. However, their demands and political goals – abolishment of the lager system, an end to deportations, freedom of movement for everybody – have been ignored.

Before the eviction, there was a concise summary on Indymedia of the history and the background of the Gerhart-Hauptmann-Schule (in German)

One of the best long-reads in English on the history of the Ohlauer school can be read here: http://politicalcritique.org/world/eu/2016/refugees-berlin-ohlauer-school/

Photos: J.Garnet

 

You can evict a building, you can evict people, but you can’t evict a movement!

IMIn Working Paper: Counting migrants’ deaths at the border: From civil society counter-statistics to (inter)governmental recuperation, C Heller, A Pécoud

International Migration Institute Network working paper by Charles Heller, Research Fellow at the Centre for Research Architecture, Goldsmiths, University of London and Antoine Pécoud, Professor of Sociology, University of Paris 13.  Article here.

Abstract: Migrant deaths in border-zones have become a major social and political issue, especially in the euro-Mediterranean region and in the context of the refugee/migrant crisis. While media, activists and policymakers often mention precise figures regarding the number of deaths, little is known about the production of statistical data on this topic. This paper explores the politics of counting migrant deaths in Europe. This statistical activity was initiated in the nineties by civil society organizations; the purpose was to shed light on the deadly consequences of ‘Fortress Europe’ and to challenge states’ control-oriented policies. In 2013, the International Organization for Migration also started to count migrants’ deaths, yet with a different political objective: humanitarian and life-saving activities become integrated in border management and the control of borders is expected to both monitor human mobility and save migrants’ lives. IOM thus depoliticises these statistics, while at the same time imitating an activity first associated with political contestation by civil society actors. Finally, the paper explores ways in which statistics on border deaths can be re-politicised to challenge states’ immigration policies in Europe.

Non‐technical summary: The deaths of migrants in the euro‐Mediterranean region constitute a major issue in the context of the migration crisis. Media regularly report of shipwrecks or of dead bodies found on Southern European shores, while European governments and the EU are under pressure, by civil society groups in particular, to find ways of ending a tragedy that is at odds with the continent’s commitment to peace and human rights. This paper explores the ways in which statistics on migrants’ deaths are collected. The first data on this topic came from NGOs in the nineties; their objective was to denounce the deadly consequences of European policies and to challenge control‐oriented policies. Today, however, statistics on border deaths are collected by an intergovernmental actor, the International Organization for Migration: rather than criticizing states, this organization aims at conciliating the control of human mobility with the prevention of deaths – thus moving towards a ‘humanitarian border’.

Article here.

Aufruf zur Bundesweiten Großdemonstration für Afrin in Köln


Während deutsche Panzer nach Efrîn rollen und die Bundesregierung sich darauf beruft, keine genauen Erkenntnisse darüber zu haben, ruft NAV-DEM (Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland e.V.) zu einer bundesweiten Demonstration in Köln auf.http://civaka-azad.org/event/bundesweiten-grossdemonstration-fuer-afrin-…

Hier der Aufruf:
„Am Samstag, dem 20. Januar 2018, hat die türkische Armee ihren Überfall auf die Demokratische Föderation Nordsyrien offiziell begonnen. Unter dem zynischen Namen „Operation Olivenzweig“ steht der Kanton Afrin im Nordwesten Syriens seit Tagen unter massivem Beschuss durch die türkische Artillerie und türkische Kampfjets. Mit dutzenden Luftangriffen wurden zivile Viertel Afrins und Stellungen der Volks- und Frauenverteidigungseinheiten (YPG/YPJ) bombardiert. Eingesetzt werden bei diesem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auch deutsche Kampfpanzer vom Typ “Leopard 2”. Auch ein Camp, in dem über 500.000 Geflüchteten aus anderen Teilen Syriens Zuflucht gefunden haben, wurde nicht verschont. Die türkische Besatzungsarmee rückt gemeinsam mit islamistischen Verbänden der so genannten „Freien Syrischen Armee“ an fünf Fronten auf Afrin vor. Im Norden Afrins finden zurzeit schwerste Gefechte zwischen den Selbstverteidigungseinheiten der Bevölkerung und der türkischen Armee statt. Die Kräfte der YPG/YPJ leisten erbitterten Widerstand und wehren unter größter Opferbereitschaft den türkischen Vormarsch ab. Erdogan hat angekündigt, dass die Besatzung Afrins nur der erste Schritt in einem umfassenden Vernichtungsfeldzug gegen ganz Rojava und die gesamte Demokratische Föderation Nordsyrien sein soll. Allein die Bilanz der ersten drei Tage ist erschreckend; 18 ZivilistInnen wurden ermordet und drei KämpferInnen sind im Widerstand gefallen. Es gibt über 23 verletzte ZivilistInnen.“

Selbstbestimmung in Nordsyrien soll zerstört werden

„Der türkische Staat versucht in Afrin das demokratische Projekt, das unter größten Anstrengungen und schweren Opfern in den nunmehr fünf Jahren der Revolution aufgebaut und verteidigt wurde, zu zerschlagen In Afrin wird nicht nur eine Stadt bombardiert. Die Bomben der türkischen Armee sollen die Errungenschaften dieser Revolution vernichten. Das gesellschaftliche Projekt des Demokratischen Konföderalismus basiert auf den Prinzipien von Frauenbefreiung, Ökologie und einer radikalen Demokratie. In Nordsyrien haben sich die Völker der Region ein gemeinsames Leben erkämpft, jenseits von Nationalismus, religiösem Sektierertum und imperialistischer Fremdbestimmung. In Nordsyrien wird heute eine Gesellschaft aufgebaut, in der Frauen ihre Geschicke selbstbestimmt in die Hand nehmen und autonome Frauenorganisierung in allen gesellschaftlichen Bereichen stattfindet. Diese Frauenrevolution ist die Garantie für den Erfolg der Revolution in Rojava. Die Revolution in Nordsyrien ist ein Frühling der Frauen und nie werden sie den Frühling aufhalten können. Mit einer kommunalen Ökonomie und einer basisdemokratischen Räteverwaltung wird versucht, ein Leben jenseits der kapitalistischen Verwertungslogik und staatlicher Bevormundung aufzubauen.“

Gestern Kobanê, heute Efrîn

„Während Kobanê von den Mörderbanden des sogenannten Islamischen Staats belagert wurde, sind wir in Europa und auf der ganzen Welt zu Hunderttausenden auf die Straße gegangen, um genau diese Werte und diese Revolution gemeinsam zu verteidigen. Genau wie damals muss heute klar sein: Das Schicksal der Revolution in Nordsyrien und des Mittleren Ostens steht heute in Afrin auf dem Spiel.“

Türkischer Überfall mit internationaler Unterstützung

„Genau wie damals gilt es heute, auch und insbesondere hier in Deutschland, Widerstand zu entwickeln. Es ist offensichtlich, dass dieser verbrecherische Überfall auf Afrin nur Realität werden konnte dank der Unterstützung, die das Regime Erdogans aus Berlin und speziell durch die letzten Gespräche zwischen Sigmar Gabriel und Mevlut Cavusoglu erhalten hat. Es sind Panzer, Fahrzeuge und Gewehre, allesamt in deutschen Fabriken produziert, mit denen die türkischen Soldaten heute über die Grenze nach Afrin marschieren. Es ist die nahezu bedingungslose politische Rückendeckung aus Berlin, die Ankara überhaupt erst dazu ermutigt hat, einen derartigen Völkerrechtsbruch zu unternehmen. Zu guter Letzt ist es die direkte Unterstützung des Innenministeriums hier in Deutschland, mit der Protest von vornherein durch das Verbot sämtlicher kurdischer Flaggen und die andauernde und schärfer werdende Kriminalisierung gegen kurdische Organisationen unterdrückt wird.“

Bundesrepublik ist indirekte Kriegspartei

„Weil Deutschland indirekt eine Kriegspartei in Afrin ist, gilt es den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen und unseren Protest auf die Straße zu tragen. Mit dem Geist von Kobanê müssen wir uns heute zusammentun, organisieren und gemeinsam zur Aktion schreiten, denn morgen schon könnte es zu spät sein. Afrin ist von allen Seiten umzingelt, also müssen wir die Luftröhre dieser Revolution sein.“

An alle, die nicht länger zusehen wollen

„Wir rufen daher all jene, die sich mit den Werten dieser Revolution identifizieren können, all jene, für die Rojava und die Demokratische Föderation Nordsyrien in den letzten Jahren zur Hoffnung und Inspiration wurde und all jene, die nicht mehr länger zusehen wollen, wie die Bundesregierung sich erneut vor allen Augen zum Komplizen eines weiteren Massakers macht: Kommt zur bundesweiten Demonstration in Köln am Samstag, den 27. Januar und schließt euch auch darüber hinaus in euren Städten und Vierteln zu dezentralen Protestaktionen zusammen.

Wir rufen euch zudem, also die Öffentlichkeit in Deutschland, dazu auf, eure Solidarität mit Afrin zu zeigen und euch mit uns gemeinsam gegen die Kriegspolitik der AKP im Mittleren Osten zu stellen! Lasst uns gemeinsam unsere Stimmen für den Frieden erheben!

Organisiert Busse, teilt uns die Busabfahrtszeiten mit, mobilisiert zur Demo und kommt! Der genaue Beginn der Demonstration in Köln wird noch bekannt gegeben.“

Research shows lack of overarching coordination in criminal operations transporting people from the Horn of Africa into Northern Europe via Libya. Instead, transnational smuggling routes found to be highly segmented: each stage a competitive marketplace of “independent and autonomous” smugglers

Univ. of Cambridge press release here.  Dr Paolo Campana’s article in the European Journal of Criminology here.

University of Cambridge press release, 22 Jan. 2018:

Latest research shows a lack of overarching coordination or the involvement of any “kingpin”-style monopolies in the criminal operations illegally transporting people from the Horn of Africa into Northern Europe via Libya. Instead, transnational smuggling routes were found to be highly segmented: each stage a competitive marketplace of “independent and autonomous” smugglers – as well as militias and kidnappers – that must be negotiated by migrants fighting for a life beyond the Mediterranean Sea. […]

Dr Paolo Campana from Cambridge University’s Institute of Criminology conducted the research using evidence from the 18-month investigation by Italian prosecutors that followed the Lampedusa shipwreck, in which 366 people lost their lives. The work included data from wiretapped telephone conversations between smugglers at all stages, testimonies collected from migrants, interviews with police task force members, and background information on offenders.

“The smuggling ring moving migrants from the Horn of Africa to Northern Europe via Libya does not appear to have the thread of any single organisation running through it,” said Campana, whose findings are published today in the European Journal of Criminology. “This is a far cry from how Mafia-like organisations operate, and a major departure from media reports claiming that shadowy kingpins monopolise certain routes.” […]

“Authorities may wish to deliberately tarnish the reputation of smugglers in order to shut down their business,” said Campana.  “Criminal justice responses require the adoption of coordinated tactics involving all countries along the route to target these localised clusters of offenders simultaneously. “This is a market driven by exponential demand, and it is that demand which should be targeted. Land-based policies such as refugee resettlement schemes are politically difficult, but might ultimately prove more fruitful in stemming the smuggling tide than naval operations.”

Den Widerstand gegen die türkischen Besatzungsversuche in Afrin organisieren!

Newsticker: Krieg in Afrin: http://civaka-azad.org/newsticker-krieg-in-afrin/
Erklärung von NAV-DEM – Demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland
21. Januar 2018

Am gestrigen Samstag, den 20.01.18 hat die türkische Armee ihren Überfall auf die Demokratische Föderation Nordsyrien offiziell begonnen. Unter dem zynischen Namen „Operation Olivenzweig“ steht der Kanton Afrin im Nordwesten Syriens seit gestern unter massivem Beschuss durch die türkische Artillerie und türkische Kampfjets. Mit dutzenden Luftangriffen wurden zivile Viertel Afrins und Stellungen der Volks- und Frauenverteidigungseinheiten (YPG/YPJ) bombardiert. Auch ein Camp, in dem über 500.000 Geflüchteten aus anderen Teilen Syriens Zuflucht gefunden haben, wurde nicht verschont. Heute morgen ließ das Regime in Ankara verkünden, dass nun nach den ersten Schlägen aus der Luft auch die Bodenoffensive begonnen habe. Die türkische Besatzungsarmee rückt gemeinsam mit islamistischen Verbänden der so genannten „Freien Syrischen Armee“ an fünf Fronten auf Afrin vor. In der Nacht und am Morgen haben dutzende Panzer die türkisch-syrische Grenze überquert. Im Norden Afrins finden zur Zeit schwerste Gefechte zwischen den Selbstverteidigungseinheiten der Bevölkerung und der türkischen Armee statt. Die Kräfte der YPG/YPJ leisten erbitterten Widerstand und wehren unter größter Opferbereitschaft den türkischen Vormarsch ab. Erdogan hat angekündigt, dass die Besatzung Afrins nur der erste Schritt in einem umfassenden Vernichtungsfeldzug gegen ganz Rojava und die gesamte Demokratische Föderation Nordsyrien sein soll.

Was der türkische Staat in Afrin versucht zu vernichten, ist das demokratische Projekt, das unter größten Anstrengungen und schweren Opfern in den nunmehr fünf Jahren der Revolution aufgebaut und verteidigt wurde. In Afrin wird nicht nur eine Stadt bombardiert. Die Bomben der türkischen Armee sollen die Errungenschaften dieser Revolution vernichten. Das gesellschaftliche Projekt des Demokratischen Konföderalismus basiert auf den Prinzipien von Frauenbefreiung, Ökologie und einer radikalen Demokratie. In Rojava haben die Völker der Region sich ein gemeinsames Leben erkämpft, jenseits von Nationalismus, religiösem Sektierertum und imperialistischer Fremdbestimmung. In Nordsyrien wird heute eine Gesellschaft aufgebaut, in der Frauen ihre Geschicke selbstbestimmt in die Hand nehmen und autonome Frauenorganisierung in allen gesellschaftlichen Bereichen stattfindet. Diese Frauenrevolution ist die Garantie für den Erfolg der Revolution in Rojava. Mit einer kommunalen Ökonomie und einer basisdemokratischen Räteverwaltung wird versucht, ein Leben jenseits der kapitalistischen Verwertungslogik und staatlicher Bevormundung aufzubauen.

Während Kobanê von den Mörderbanden des sog. Islamischen Staats belagert wurde, sind wir in Europa und auf der ganzen Welt zu Hunderttausenden auf die Straße gegangen, um genau diese Werte und diese Revolution gemeinsam zu verteidigen. Genau wie damals muss heute klar sein: Das Schicksal der Revolution Rojavas und des Mittleren Ostens steht heute in Afrin auf dem Spiel.

Genau wie damals gilt es heute, auch und insbesondere hier in Deutschland, Widerstand zu entwickeln. Es ist offensichtlich, dass dieser verbrecherische Überfall auf Afrin nur Realität werden konnte dank der Unterstützung, die das Regime Erdogans aus Berlin und speziell durch die letzten Gespräche zwischen Sigmar Gabriel und Mevlut Cavusoglu erhalten hat. Es sind Panzer, Fahrzeuge und Gewehre, allesamt in deutschen Fabriken produziert, mit denen die türkischen Soldaten heute über die Grenze nach Afrin marschieren. Es ist die nahezu bedingungslose politische Rückendeckung aus Berlin, die Ankara überhaupt erst dazu ermutigt hat, einen derartigen Völkerrechtsbruch zu unternehmen. Zu guter Letzt ist es die direkte Unterstützung des Innenministeriums hier in Deutschland, mit der Protest von vornherein durch das Verbot sämtlicher kurdischer Flaggen und die andauernde und schärfer werdende Kriminalisierung gegen kurdische Organisationen unterdrückt wird.

Weil Deutschland indirekt eine Kriegspartei in Afrin ist, gilt es hier den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen und unseren Protest auf die Straße zu tragen. Mit dem Geist von Kobanê müssen wir uns heute zusammentun, organisieren und gemeinsam zur Aktion schreiten, denn morgen schon könnte es zu spät sein. Afrin ist von allen Seiten umzingelt, also müssen wir die Luftröhre dieser Revolution sein.

Wir rufen daher all jene, die sich mit den Werten dieser Revolution identifizieren können, all jene, für die Rojava in den letzten Jahren zur Hoffnung und Inspiration wurde und all jene, die nicht mehr länger zusehen wollen, wie die Bundesregierung sich erneut vor allen Augen zum Komplizen eines weiteren Massakers macht: Schließt euch in euren Städten und Vierteln zu Internationalistischen Widerstandskomitees zur Verteidigung Afrins zusammen und baut breite Bündnisse über alle ideologischen Grenzen hinweg auf. So wie wir uns während Kobanê in flexiblen Solidaritätskomitees und Bündnissen zusammengefunden, haben müssen wir jetzt den gemeinsamen Widerstand auf diese Weise koordinieren.

Bildet Internationalistische Widerstandskomitees, beteiligt euch an den Aktionen und besucht die kurdischen Vereine in euren Städten. Schließt euch mit den GenossInnen vor Ort zusammen und tragt euren Protest gegen den Vernichtungskrieg der Türkei und die Beihilfe des deutschen Militarismus gemeinsam auf die Straße.

Solidarität ist unsere stärkste Waffe!

Gemeinsam werden wir Afrin verteidigen!

Demonstrationstermine! Solidarität mit Afrin! #AfrinNotAlone

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

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Ausnahmesituation: 1400 Menschen gerettet – NGOs sind kein „Shuttle Service“

Sea-Watch erlebte am gestrigen Tag eine Ausnahmesituation. “Wir sind bis an unsere Grenzen ausgelastet“, sagt Julian Köberer, Leiter der aktuellen Mission von Sea-Watch. Trotz des Winters machen sich unverändert viele Menschen auf die gefährliche Überfahrt nach Europa. Da aktuell nur drei Organisationen für die Rettung aktiv sind, müssen diese sich um mehr Schiffbrüchige kümmern. “Wenn…

Der Beitrag Ausnahmesituation: 1400 Menschen gerettet – NGOs sind kein „Shuttle Service“ erschien zuerst auf Sea-Watch e.V..

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