Lass dies der Kampf seines Lebens sein … Maria Zantioti ein Jahr nach dem Tod ihres Bruders Georgios im Polizeigewahrsam Wuppertal

Am 1. November 2022, ein Jahr nach dem Tod von Georgios Zantiotis im Wuppertaler Polizeigewahrsam, versammelten sich neben Familie und Freundinnen von Georgios über 100 Menschen am Wupperfelder Markt in Wuppertal Oberbarmen. Sie demonstrierten ihre Wut über den Verlust von Georgios Zantioti und zogen Verbindungen und Parallelen zu anderen Opfern von Polizeibrutalität.

Να γίνει αυτό ο αγώνας της ζωής του…
Η Μαρία Ζαντιώτη ένα χρόνο μετά τον θάνατο του
αδερφού της Γεωργίου στην αστυνομία του Βούπερταλ

Maria Zantioti eröffnete mit ihrem Redebeitrag im Namen der Familie die Kundgebung. Diese findet hier in deutscher Übersetzung:

Ich möchte zunächst zum Ausdruck bringen, wie ich mich ein Jahr später fühle, und mir ist klar, dass ich nicht in Worte fassen kann, wie ich mich fühle oder wie sehr es unser Leben verändert hat. Vor allem die Trauer und die Traurigkeit, die sich auch nach einem Jahr noch nicht gelegt hat und auch bis zu unserem Ende nicht verschwinden wird.

George war die Freude unseres Lebens, er war unser Leben und unser Haus ist leer, seit er von uns gegangen ist. Nur George brachte Freude mit seiner Lebendigkeit, seiner Persönlichkeit, seinem Lachen und seinen Witzen, den Witzen, die er mit uns machte, selbst in den schweren Zeiten, die wir durchmachten und mit den Sorgen die er als junger Mann hatte. Wir waren gemeinsam stark, wir stützten uns alle gegenseitig und nun ist diese Stütze in unserer Familie zusammengebrochen.

Für mich war er nicht nur mein Bruder, sondern auch mein bester Freund, mein Licht in diesem Leben. In dieser Nacht nahmen sie uns nicht nur George, sondern auch unsere Familie.

Zusätzlich zu der Trauer, die sich in unsere Seelen eingegraben hat, waren wir mit dem Verhalten der Polizei, der Medien und der öffentlichen Meinung konfrontiert und wir mussten beweisen, dass wir keine Kriminellen waren. Sie gaben uns das Gefühl, dass wir an seinem Verlust schuld seien. Inmitten all dessen, was wir durchmachen, müssen wir selbst nach der Wahrheit suchen.

Was ist denn nun die Wahrheit?

Mein Bruder ist immer noch aus unbestimmten Gründen verhaftet worden. Zuerst sagten sie, es gäbe keinen Grund, seinen Tod öffentlich zu melden, bis sie eine Woche nach Veröffentlichung des Videos dazu gezwungen wurden und ihn zunächst beschuldigten, mich angegriffen zu haben. Was natürlich nicht stimmt und ich abgestritten habe. Dann warfen sie ihm gewaltvolles verhalten gegenüber der Polizei vor, dann Drogen und Alkohol, was sich nach toxikologischen Tests ebenfalls als falsch erwiesen hat.

Nun frage ich, wenn sie beschlossen haben, ihn auf die gewalttätige Art und Weise festzunehmen, was wir alle in dem durchgesickerten Video gesehen haben, warum ging die Gewalt in der Zelle weiter?

Bisher ist das Verfahren der Blutentnahme der Polizisten und Ärzte, die bei ihm waren, nicht klar. Wir kennen immer noch nicht die Kommunikation, die stattgefunden hat und ob Sie ihn überhaupt erst um eine Blutentnahme baten. Soll er sich einem dreifachen Angriff aussetzen lassen, ohne zu wissen, was sie ihm mit einer Nadel im Arm antun würden. Was ich immer noch glaube, ist, dass es keine Kommunikation gab, dass er seine Rechte kannte, und mit diesem Vorgang nahmen sie ihm sein Recht auf Leben.

Warum haben sie uns nicht angerufen, damit sich seine Familie mit ihm in Verbindung setzt, um eine Lösung zu finden oder das Recht auf einen Anwalt oder sogar einen Übersetzer zu erhalten?

Warum musste die Blutentnahme dreimal auf eine so Gewaltvolle Weise stattfinden?

Er war nur eine Stunde lang in der Zelle, bevor er zusammenbrach.

Warum mussten sie ihn zeitweise sogar fesseln, um eine sofortige Blutabnahme zu erzwingen?

Das Ergebnis war fatal. Für mich ist nicht nur die Polizei, sondern auch der Arzt verantwortlich.
Es ist undenkbar, dass ein Arzt in diesem Moment anwesend ist und anstatt zu beobachten, ob die Person Hilfe braucht und den Vorgang zu überwachen, sich nur darum kümmert, dass die Blutabnahme vorbei ist und dieses Vorgehen dadurch billigt.

Ein weiterer Punkt, auf den ich eingehen möchte, sind die Betäubungsmittel die sie ihm gegeben haben. Bis zu einem gewissen Grad kann ich akzeptieren, dass sie seinen Tod nicht beeinflusst haben, aber in meinem Herzen kann ich nicht akzeptieren, dass ich kein Recht habe zu erfahren, warum sie ihm welche gegeben haben. Das allein gibt mir automatisch das Gefühl, dass sie was verheimlichen oder Details weglassen und vielleicht auch andere Details verheimlichen oder übergehen, die der Grund dafür sein könnten, dass mein Bruder nicht überlebt hat.

Ein Jahr später will uns niemand den Fall öffnen, damit wir Antworten bekommen, damit seine Familie die letzten Momente seines Lebens im Detail erfahren kann. Ich werde nie aufhören können mich zu fragen, was seine letzten Worte waren und wie er sich alleine unter Fremden gefühlt hat.

Was ist schließlich die Aufgabe der Polizei?

Uns zu schützen oder uns zu bestrafen?

Zuerst sie selbst und dann die Justiz. Sind sie nicht gut genug ausgebildet um mit solchen Situationen umzugehen, die schon so viele Opfer gefordert hat?

Wir sind heute nicht nur für George und die anderen Menschen hier, die zu Unrecht ihr Leben verloren haben, sondern auch, um den anderen Familien Mut zu machen und ihnen zu sagen, dass wir nicht alleine sind und dass wir gemeinsam eines Tages, das was Geschieht, verändern können, damit es keine weiteren Opfer mehr gibt.

George ist nicht umsonst gestorben. Sein Name soll jetzt dafür stehen das Böse zu ändern, damit sich kein Mensch mehr in seiner Lage befinden muss.

Lass dies der Kampf seines Lebens sein, das hier vergangen ist.

BLEIBERECHT FÜR ALLE

– statt Chancenfalle!

Statement der Kampagne „BLEIBERECHT FÜR ALLE statt Chancenfalle!“

von Netzwerk der Kampagne “BLEIBERECHT FÜR ALLE – statt Chancenfalle!”

English here

Français ici

Die Bundesregierung plant bis Ende 2023 in insgesamt vier Gesetzespaketen ihre migrations- und flüchtlingspolitischen Versprechungen des Koalitionsvertrags von SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP umzusetzen. Am 6.7.2022 hat das Bundeskabinett das erste dieser sogenannten Migrationspakete beschlossen. Ein Gesetz soll den Zugang zum Bleiberecht für lange in Deutschland lebende geduldete Geflüchtete erleichtern und die Praxis der Kettenduldungen beenden. Aber, wenn der Gesetzentwurf der Bundesregierung so wie er jetzt ist verabschiedet wird, werden viele – genau wie bisher – keine Chance auf ein Aufentshaltsrecht haben.

Denn der Gesetzentwurf schließt Flüchtlinge wegen kleinster Straftaten, die bei anderen Bürger*innen noch nicht einmal in ein polizeiliches Führungszeugnis kämen, vom „Chancen-Aufenthaltsrecht“ aus. Auch Flüchtlinge, denen die Behörden unterstellen, dass sie absichtlich keine Dokumente zur „Identitätsklärung“ besorgt haben, werden vom „Chancen-Aufenthaltsrecht“ ausgeschlossen.

Und auch für Jugendliche und junge Erwachsene bleiben die Verbesserungen zu klein: Kinder bis 14 Jahren und ihre Familien bleiben weiterhin pauschal von den Bleiberechtsregelungen ausgeschlossen. Sie müssen weiter mit rechtlichen Teilhabehindernissen und der Angst vor einer Abschiebung leben. Aus den bisherigen Bleiberechtsregelungen geblieben sind auch die hohen Anforderungen an „Schulerfolg“, die die besondere Situation geflüchteter junger Menschen kaum berücksichtigen.

http://dustinlee.ca/stool-layout-fullwidth-01/ Echte Chancen sehen anders aus. Deshalb fordern wir von den Gesetzgeber*innen ein ECHTES CHANCEN-AUFENTHALTSRECHT FÜR ALLE und zwar JETZT!

Echte Chancen passen nicht zu diskriminierenden Ausschlussgründen.

Denn die Ausschlussgründe liefern Schutzsuchende der Behördenwillkür aus: An einigen Orten gelten Asylsuchende nur wegen des Verstoßes gegen die Passpflicht bereits als Straftäter*innen – an anderen Orten wird die Einreise ohne Pass weniger kriminalisiert.
Die Verknüpfung von Strafrecht mit Aufenthaltsrecht ist grundsätzlich diskriminierend und verstößt gegen Rechtsstaatsprinzipien. Während für deutsche Bürger*innen das Strafsystem einen neuen Anfang ermöglicht, werden bei Ausländer*innen kleinste und verjährte Straftaten aus der Ausländerakte nie gelöscht und können lebenslang aufenthaltsrechtliche Konsequenzen haben. So werden Migrant*innen und Asylsuchende immer mehrfach bestraft und kontrolliert.

  • Verkhniy Ufaley Strafrecht und Ausländerrecht müssen grundsätzlich getrennt werden und die Kriminalisierung von Migration abgeschafft werden. Auch die Überwachung von Migrant*innen (§87 AufenthaltsG) muss abgeschafft werden.

Echte Chancen dürfen nicht vom Pass oder anderen Dokumenten abhängen.

Die Ausländerbehörden gehen oft willkürlich mit der Frage um, ob jemand seine Identität ausreichend geklärt hat. Oft unterstellen sie, dass Schutzsuchende aus Angst vor der Abschiebung ihre Identität verschweigen, obwohl viele Asylsuchende einfach keine Dokumente besorgen können, die ihre Identität beweisen.

Im deutschen Aufenthaltsrecht gilt grundsätzlich: Papiere sind wichtiger als Menschen. Mit diesem Prinzip blockieren die Behörden den Familiennachzug, verhindern Ehen und Partnerschaften, verschleppen die Aufnahme von afghanischen Ortskräften und trennen Familien durch Abschiebungen. Diese Pflicht Dokumente einzureichen, die den hohen Anforderungen der deutschen Behörden genügen, nimmt vielen Menschen ihre Lebenschancen. Und oft nicht nur ihnen sondern auch ihren Familien, die auf ihre Unterstützung warten.

Echte Chancen sind keine Falle.

Laut Gesetzentwurf sind alle Schutzsuchenden, die es nicht schaffen innerhalb von einem Jahr alle Anforderungen für eine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis zu erfüllen, mehr als zuvor von Abschiebung bedroht. Denn nun haben sie den Ausländerbehörden Dokumente zu ihrer „Identitätsklärung“ gegeben, die für ihre Abschiebung benutzt werden können.

  • Abschiebungen sind Menschenrechtsverletzungen und müssen abgeschafft werden.

Echte Chancen müssen realisierbar sein.

Das Leben mit Duldung bedeutet jahrelange Ausgrenzung, oft erzwungene Untätigkeit und Perspektivlosigkeit. Das hinterlässt psychologische Spuren. Wie sollen Geduldete nun innerhalb von 12 Monaten eine Arbeit finden und Deutsch lernen?

  • Ein „Chancen-Aufenthaltsrecht“ soll für drei Jahre erteilt werden, um genug Zeit bereitzustellen sich neue Perspektiven zu erarbeiten.
  • Außerdem müssen alle Geduldeten umfassend von den Behörden über ihre Möglichkeiten informiert werden und es soll flächendeckend staatlich finanzierte unabhängige Beratung angeboten werden.
  • Grundsätzlich müssen Bleiberechtsregelungen weg von der Vorstellung einer „guten Integration“. Sie ist zu eng für eine inklusive und pluralistische Gesellschaft. Die Arten, in dieser Gesellschaft anzukommen, sich zu engagieren und einzubringen sind so vielfältig wie die Menschen, die hier leben. Die Möglichkeit zur Teilhabe und Mitbestimmung in einer Gesellschaft darf nicht allein von Leistung abhängig gemacht werden. Die Trennung von Migrat*innen und dem Zweck der Migration soll aufgehoben werden. Alle Aufenthaltstitel sollen für jeden Menschen zugänglich sein.

Echte Chancen ermöglichen Teilhabe, statt sie zu verhindern.

Während die Chance auf einen gesicherten Aufenthalt davon abhängt, ob geflüchtete Menschen Arbeit oder eine Ausbildung finden, wird vielen Menschen genau das in Deutschland verboten. Die Bundesregierung hat im Koalitionsvertrag versprochen, die Arbeits- und Ausbildungsverbote abzuschaffen – im aktuellen Gesetzentwurf ist dazu aber nichts zu finden. So machen die Gesetze Teilhabe an der Gesellschaft und damit eine sogenannte „Integration“ unmöglich.

  • Wir brauchen Arbeits- und Ausbildungserlaubnisse für alle.

Echte Chancen müssen auch für die Familien gelten.

Jahrelange Wartezeiten auf Termine bei den deutschen Botschaften und auf die Bearbeitung von Visumanträgen für den Familiennachzug, das Festhalten an der A1 Sprachprüfung, Forderungen nach Dokumenten, die schwer oder gar nicht zu beschaffen sind… Die deutschen Botschaften blockieren Familienzusammenführungen, auch wenn theoretisch ein Rechtsanspruch besteht.

  • Die Bariere der A 1 Prüfung im Ausland muss endlich abgeschafft werden. Außerdem brauchen wir unbürokratische und schnelle Online-Visaverfahren, die Anerkennung alternativer Nachweise der Familienzusammengehörigkeit und einen über die Kernfamilie hinausgehenden Familienbegriff.

Echte Chancen sind bedingungslos.

Wir wollen ein stichtagsunabhängiges „Chancen-Aufenthaltsrecht“ für alle, die bereits in Deutschland leben, auch für diejenigen, die vor Jahren aus Angst vor Abschiebung untergetaucht sind oder aus anderen Gründen illegalisiert leben. Denn sie alle leben und arbeiten in Deutschland und ihre Situation ohne Papiere macht sie ausbeutbar und verletzlich.

Über uns, das Kampagnennetzwerk

Wir sind ein neu gegründetes Netzwerk von (flüchtlings-)politischen Initiativen, Gruppen, Organisationen,Vereinen und Einzelpersonen, die sich in antirassistischen Aktionen in Berlin und Brandenburg kennengelernt haben.

Aktuell dabei sind:

Allmende e.V., Bantabaa e.V., Barnim für Alle, Berliner Gruppe Sea-Eye e.V. , BumF – Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V.Die Urbane. Eine HipHop Partei,  Ende Gelände BerlinFlüchtlingsrat BrandenburgFrauenkreise Berlin, Initiative ZusammenLeben e.V., Jugendliche ohne GrenzenKontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migrant_innen e.V.Migrationsrat BerlinNo Border AssemblyRefugees with AttitudesSeebrückeWearebornfree! Empowerment Radio (We!R), We’ll Come United Berlin-Brandenburg, Women in Exile & Friends.

Wir greifen den Begriff „Chancen-Aufenthaltsrecht“ der Bundesregierung auf und informieren Gesetzgeber*innen und die Öffentlichkeit darüber, was wir aus der Perspektiven von Betroffenen, von Fachorganisationen und solidarischen (flüchtlings-)politischen Initiativen unter echten Chancen verstehen. Außerdem wollen wir auch die weiteren Migrationspakete der Bundesregierung kritisch kommentieren. Wir entwickeln unsere Positionen und Forderungen geminsam im Netzwerk weiter und werden damit auf die jeweiligen Gesetzentwürfe reagieren.

Wir freuen uns über alle, die unsere Positionen teilen und in der Kampagne mitmachen wollen.

Schick uns einfach eine Mail!

Angela Davis speaks at Oranienplatz 06.10.2022 “O-Platz wird 10 – Baustelle Migration” 

International Women* Space is pleased to share with you Angela Davis’ speech at Oranienplatz during the arts and culture festival “O-Platz wird 10 – Baustelle Migration” commemorating 10 years of refugee and migrant occupations of O-Platz and the Gerhart-Hauptmann Schule in Berlin Kreuzberg.

Angela Davis at Oranienplatz, Berlin

Angela Davis is a political activist, philosopher, academic, scholar, author and above all a revolutionary! When we thought about how we would like to mark the 10 years anniversary of the occupation of O-Platz and the start of our movement, we had the courage to dream of having Angela speak to us, many of us at O-Platz. And because dreaming is free, we went ahead and asked her, and, to our joy, she accepted our invitation.

The speech documented in this video is a lesson on the vestiges of colonialism and enslavement, and a reminder of women*’s power and leadership in struggles around the world. It is a speech about hope and our role as activists in transmitting hope, and it is also a speech about about freedom.

As Angela Davis says, remembering the song “Freedom is a constant struggle”, which is a freedom song that was repeatedly sung in the southern United States during the twentieth century freedom movement.

Directed / Subtitles: Denise Garcia Bergt
Produced: Lica Stein
Cameras: Thomas Macholz / Hoda Taheri
Drone: Marco Heinig
Audio: Tsvetelina Valkova
Edit / Post production: Johnny Welch
Music: Carmel Zoum

THIS VIDEO IS ALSO ON > VIMEO,

Wahrheit und Gerechtigkeit für Georgios Zantiotis

Kundgebung und Demonstration

1. November 2022 | 16:00 Uhr

Wupperfelder Markt – Wuppertal Oberbarmen

Vor einem Jahr starb Georgios bei einem Polizeieinsatz. Laut Polizei rief ein Taxifahrer die Polizei, da sich seine Fahrgäste, so glaubte er, gestritten hätten. Die Polizei kam, brachte einen der beiden, Georgios Zantiotis, 24 Jahre, gewaltsam zu Boden. Seine Schwester filmte die Situation, auf der Aufnahme sind Schreie zu hören. Die Schwester erklärt, dass Georgios eine frische OP-Narbe hat, die durch die Polizeimaßnahme gefährdet ist. Die Beamt_innen ignorieren die Bitte der Schwester. Sie nehmen Georgios in Gewahrsam und bringen ihn in eine Zelle des Landgerichts. Dort wird eine Blutentnahme unter Zwang durchgeführt – Georgios stirbt dabei.

Über griechische Medien wird der Tod von Georgios bekannt. Auf die Nachfrage deutscher Medien gibt der verantwortliche Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert an, dass er den Tod von Georgios nicht für berichtenswert gehalten habe. Ob Baumert nur kaltherzig ist, ein Rassist oder ob er den Tod von Georgios verschleiern will, darüber können wir nur spekulieren. Dass so eine Person in diesem Amt nicht haltbar ist, daran bleiben allerdings keine Zweifel.

Auch nachdem der Tod von Georgios öffentlich wurde, gab es keine Aufklärung – im Gegenteil, widersprüchliche Informationen und eine Täter-Opfer-Umkehr dominierten die Berichte. Vor Fertigstellung eines medizinischen Gutachtens sprach die Staatsanwaltschaft von einem natürlichen Tod. Im Anschluss brachte sie den Tod von Georgios Zantiotis mit einem „Cocktail aus Alkohol und Drogen“ in Verbindung. Zu diesem Zeitpunkt war dies fraglich. Später wurde diese Aussage widerlegt. Doch in der Öffentlichkeit war der Tod von Georgios Zantiotis und Drogen in Zusammenhang gebracht. Entschuldigungen folgten nicht.

Ein Mensch wird gewaltsam, gegen seinen Willen und ohne Notwendigkeit festgenommen und dem Gewahrsam überführt. Dort verliert er sein Leben, unter der Gewalt der Polizei. Georgios war alleine der Willkür der Polizei ausgesetzt. Die Menschen, die dabei waren, die Cops, die verantwortlich sind haben bis heute nicht erklärt, was passiert ist. Es hat sich niemand entschuldigt. Niemand hat das eigene Verhalten öffentlich in Frage gestellt, die eigene Verantwortlichkeit an Georgios Tod thematisiert.

Warum?

  • Waren die diensthabenden Beamt_innen in Nazichats organisiert?
  • War der Tod von Georgios eine Konsequenz aus einer Verabredung zu Gewalttaten im Dienst?
  • Warum wurde ihm unter Zwang Blut abgenommen?

Auf diese Fragen gibt es weder von Polizei noch von der Staatsanwaltschaft eine Antwort, stattdessen werden Georgios und seine Familie angegriffen und öffentlich diffamiert. Auch das anschließende Verfahren klärte diese Fragen nicht, sondern ist inzwischen eingestellt. Die Familie hat Widerspruch gegen die Einstellung bei der Oberstaatsanwaltschaft eingelegt. Diese sieht auch keinen Grund für weitere Untersuchungen. Die Beamt_innen hätten das Recht gehabt, Georgios Zantiotis Blut abzunehmen und hätten dies getan. Dass hier ein Leben riskiert wird, obwohl keine Gefahr für Leib und Leben bestand, spielt in den Argumentationen keine Rolle. Nun hat die Familie einen Antrag auf gerichtliche Entscheidung beim Oberlandesgericht gestellt.

Dieser Fall zeigt einmal mehr: Die Polizei ist gefährlich und tödlich. In Wuppertal wissen wir das. Seit 2018 sind hier mindestens drei Menschen durch die Polizei zu Tode gekommen. Max, Alexander und Georgios sind ihre Namen! Dass die Polizei überall für viele Menschen sehr gefährlich ist, zeigen die vergangenen Monate, in denen alleine in Köln, Recklinghausen und Dortmund in kurzer Zeit drei Menschen ihr Leben durch die Polizei verlieren mussten. Mouhamed Lamine Dramé und Jozef Berditchevski sind ihre Namen. In Dortmund handelt es sich um einen besonders heftigen Fall von Polizeigewalt. Der 16 Jahre alte Jugendliche Mouhamed, der ein Messer in der Hand hielt und laut den Betreuer_innen seiner Jugendeinrichtung davon sprach, sich selbst umbringen zu wollen, wurde von 12 Cops mit Taser und Pfefferspray angegangen und schließlich erschossen. Die Darstellung der Polizei, sie habe in Notwehr gehandelt, wurde von der Dortmunder Staatsanwaltschaft als Schutzbehauptung entlarvt.

Dieser Fall schlägt natürlich hohe Wellen und jetzt geraten Polizei und der verantwortliche NRW Innenminster Herbert Reul unter Druck. Darum sollen jetzt alle Fälle aus den letzten 5 Jahren, in denen Menschen durch die Polizei zu Tode gekommen sind, noch einmal “intern” beleuchtet werden. Darunter müssen auch die Wuppertaler Toten sein. Wir vertrauen aber aus schlechter Erfahrung heraus weder auf die Polizei noch auf die Staatsanwaltschaft oder die Politik. Nur starker und stetiger Druck auf der Straße und aus der Bevölkerung heraus kann uns Aufklärung und Gerechtigkeit näherbringen!

Wir möchten Georgios an seinem Todestag gedenken und rufen daher zu einer Kundgebung in Wuppertal auf.
Wir wollen die Forderung nach Aufklärung weiter auf die Straße tragen.
Wir akzeptieren die Normalität nicht, wenn sie bedeutet, dass immer wieder Menschen durch die Polizei getötet werden.
Wir wünschen den Familien und allen Freund_innen weiter viel Kraft.

Pressekonferenz und Rede mit Special Guest Angela Davis

Liebe IWS Unterstützer*innen, Freund*innen und Nachbar*innen, 

morgen, am 06.10. 2022 wird Angela Davis im Rahmen des Kunstfestivals “OPlatz wird 10” 

  • um 10 Uhr gemeinsam mit den Aktivistinnen Jennifer Kamau und Napuli Langa sowie dem Aktivisten Adam Baher eine Pressekonferenz abhalten. Diese Veranstaltung wird aufgrund der Raumkapazität nur für geladene Presse und enge Verbündete stattfinden. Wir werden die Pressekonferenz in Kooperation mit dem Community Radiosender Refugee Worldwide und Radio Berlin International streamen, sodass alle – wenn auch nicht direkt vor Ort – teilnehmen können. 

Den Link werden wir auf unserer Webseite und auf unseren Social Media-Kanälen teilen.

Wir haben den Oranienplatz bewusst als Ort für die Pressekonferenz gewählt, weil das der Ort ist, an dem unsere Bewegung stattgefunden hat und gewachsen ist. Die Presse soll sehen und hören, wer wir sind und was wir fordern! Uns gibt es, wir sind hier!

  • um 18 Uhr laden wir alle herzlich ein, zur Rede von Angela Davis direkt auf dem  Oranienplatz zu kommen und die Errungenschaften des Refugee-Resistance-Movements zu zelebrieren, den Kämpfen zu gedenken und gemeinsam in die Zukunft zu blicken. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, kommt einfach rum! Wir freuen uns auf Euch.

Feministische Grüße

Euer IWS Team


Dear IWS supporters, friends and neighbors,

Tomorrow, on 06.10. 2022, Angela Davis will speak at the art festival „OPlatz wird 10″ 

  • at 10 am, together with activists Jennifer Kamau and Napuli Langa and activist Adam Baher. This event will be for invited press and close allies only due to space limitations. We will stream the press conference in cooperation with the community radio Refugee Worldwide and Radio Berlin International.

We will share the link on our website and on our social media.

We deliberately chose Oranienplatz as the location for the press conference because that is where our movement has taken place and grown. The press should see and hear who we are and what we demand! We exist, we are here!

  • at 6pm we invite everyone to come to the speech of Angela Davis directly on Oranienplatz and celebrate the achievements of the Refugee Resistance Movement, commemorate the struggles and look to the future together. Registration is not required, just come around! We look forward to seeing you.

Love, IWS Team

Pressekonferenz und Rede mit Special Guest Angela Davis

Liebe IWS Unterstützer*innen, Freund*innen und Nachbar*innen, 

morgen, am 06.10. 2022 wird Angela Davis im Rahmen des Kunstfestivals “OPlatz wird 10” 

  • um 10 Uhr gemeinsam mit den Aktivistinnen Jennifer Kamau und Napuli Langa sowie dem Aktivisten Adam Baher eine Pressekonferenz abhalten. Diese Veranstaltung wird aufgrund der Raumkapazität nur für geladene Presse und enge Verbündete stattfinden. Wir werden die Pressekonferenz in Kooperation mit dem Community Radiosender Refugee Worldwide und Radio Berlin International streamen, sodass alle – wenn auch nicht direkt vor Ort – teilnehmen können. 

Den Link werden wir auf unserer Webseite und auf unseren Social Media-Kanälen teilen.

Wir haben den Oranienplatz bewusst als Ort für die Pressekonferenz gewählt, weil das der Ort ist, an dem unsere Bewegung stattgefunden hat und gewachsen ist. Die Presse soll sehen und hören, wer wir sind und was wir fordern! Uns gibt es, wir sind hier!

  • um 18 Uhr laden wir alle herzlich ein, zur Rede von Angela Davis direkt auf dem  Oranienplatz zu kommen und die Errungenschaften des Refugee-Resistance-Movements zu zelebrieren, den Kämpfen zu gedenken und gemeinsam in die Zukunft zu blicken. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, kommt einfach rum! Wir freuen uns auf Euch.

Feministische Grüße

Euer IWS Team


Dear IWS supporters, friends and neighbors,

Tomorrow, on 06.10. 2022, Angela Davis will speak at the art festival „OPlatz wird 10″ 

  • at 10 am, together with activists Jennifer Kamau and Napuli Langa and activist Adam Baher. This event will be for invited press and close allies only due to space limitations. We will stream the press conference in cooperation with the community radio Refugee Worldwide and Radio Berlin International.

We will share the link on our website and on our social media.

We deliberately chose Oranienplatz as the location for the press conference because that is where our movement has taken place and grown. The press should see and hear who we are and what we demand! We exist, we are here!

  • at 6pm we invite everyone to come to the speech of Angela Davis directly on Oranienplatz and celebrate the achievements of the Refugee Resistance Movement, commemorate the struggles and look to the future together. Registration is not required, just come around! We look forward to seeing you.

Love, IWS Team

Programme // O-Platz wird 10 – Baustelle Migration

We invite you to celebrate 10 years of the refugee resistance movement, that occupied Oranienplatz and later the Gerhart-Hauptmann-Schule in Ohlauer Straße. To mark this anniversary, we will gather at Oranienplatz from 5.10 – 9.10.2022 to celebrate the history of the refugee movement. There will be panels, concerts, photo exhibitions, art performances, a zine workshop and much more! Angela Davis will also be coming to support our local struggles. We will be posting the entire programme over the next few days on our Instagram account and on oplatz.net. Let’s come together, remember, and fight for the fair treatment of all refugees!

See programme below…. & discover more about the OPlatzBox here.

Wir laden euch ein, die 10-jährige Selbstermächtigungsgeschichte geflüchteter Menschen zu feiern, die in der Besetzung des Oranienplatzes und später dann auch der Gerhart-Hauptmann-Schule in der Ohlauer Straße ihren Höhepunkt fand. Anlässlich dieses Jubiläums versammeln wir uns vom 5.10. – 9.10.2022 auf dem Oranienplatz, um die Geschichte der Geflüchtetenbewegung zu feiern. Es wird spannende Podiumsdiskussionen, Konzerte, Fotoausstellungen, Kunst-Performances, einen Zine-Workshop und vieles mehr geben! Außerdem wird Angela Davis kommen und die Kämpfe vor Ort unterstützen. Das vollständige Programm werden wir in den nächsten Tagen hier auf unserem Instagramkanal und auf oplatz.net veröffentlichen. Lasst uns zusammenkommen, gemeinsam erinnern und für die faire Behandlung aller geflüchteter Menschen kämpfen!

Siehe Programm unten…. & hier mehr über die OPlatzBox erfahren.

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Tuesday, 4th October

18:00 – 20:30 – Infoveranstaltung: Änderung in den Migrations- und Asylgesetzen !! Location: MehringHof – Gneisenaustr. 2a – 10961 Berlin !! > INFOS

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Wednesday, 5th October

10:00 – 15:00 – Schüler*innen Führung

12:00 – 13:00 – Opening Speech

13:00 – 14:00 – Poetry Workshop with Emilene Wopana Mudimu

14:00 – 15:30 – Panel 1: History of the Movement

16:00 – 17:00 – Friedensstatue muss bleiben

16:30 – 17:00 – Legal Corner

17:00 – 18:30 – Panel 2: Racist Police Violence + Abolition

18:30 – 19:00 – Chico César

19:00 – 19:30 – Gizem

19:30 – 20:00 – Amewu

20:00 – 21:00 – String Archestra

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WOPANA

Die (aktuellen) politischen und sozialen Entwicklungen weltweit zeigen, dass es wichtiger denn je ist unter- und miteinander solidarisch zu sein  Doch was bedeutet Solidarität eigentlich und wie können wir diese in den verschiedensten Bereichen wirklich leben? Darüber und das, was euch zu dem Thema beschäftigt, wollen wir uns austauschen und unsere Gedanken in Form von Poetry/kreativem Schreiben festhalten.

Emilene Wopana Mudimu (Instagram: back_is_excellence) ist Sozialpädagogin., Bildungsreferentin, Spoken Word Künstlerin und Moderatorin aus Aachen. Sie leitet das soziokulturelle Jugend- und Medienzentrum KingzCorner (kingzcorner_aachen), wo sie Hip-Hop bezogene kunst- und medienpädagogische Angebote/Projekte initiiert. Seit 2012 ist Emilene Wopana Mudimu in der rassismuskritischen und diskriminierungssensiblen Arbeit tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte: Afro Hair Politics, Dekonstruktion westlicher Schönheitsideale und Politisierung Schwarzer Körper, Colorism, Empowerment-Arbeit mit BI*PoC und Antira-Sensibilisierungstrainings. Mudimu ist eine von 20 Mitautor*innen des Sammelbands “Schwarz wird großgeschrieben”, der im September 2021 im &Töchter Verlag veröffentlicht wurde.

FRIEDENSSTATUE MUSS BLEIBEN

„Die Friedensstatue muss bleiben – gegen koloniale Unterdrückung und andauernde Versuche, uns zum Schweigen zu bringen!“ Ständige Bemühungen der japanischen Botschaft um die Beseitigung der Friedensstatue in Moabit üben Druck auf die deutschen Behörden aus. Obwohl die BVV (Bezirksverordnetenversammlung) am 1. Dezember 2020 und am 18.3. 2021 von dem Bezirksamt den dauerhaften Erhalt der Friedensstatue auffordert, ignoriert das Bezirksamt dies und betreibt den Täterschutz. Die Friedensstatue ist nun von der Entfernung bedroht. Das dürfen wir nicht zulassen! 

Die Friedensstatue muss bleiben, damit sexuelle Gewalt im Kontext von Kolonialismus nicht weiter zu Gunsten der Täter unter den Teppich gekehrt wird! Um dies zu erreichen, wollen wir mit der Kampagne zum Erhalt der Friedensstatue Unterschriften aus unserer Kommune Berlins sammeln. Unsere Position aus Deutschland heraus darf kein gewaltsames Verschweigen reproduzieren!

CHICO CÉSAR

Chico César’s musical style is a fusion of different elements of Música Popular Brasileiras: ranging between funk, reggae, Afro-Brazilian rhythms and Caribbean colourings, he incorporates clever and humorous lyrics. In addition to his sold-out concert at Ballhaus Naunynstraße, he will play the only concert in Berlin with us at O-Platz. Chico César will be accompanied by bassist Ana Karina Sebastião, the guitarist Rodrigo Viana, Julien Agazar on the keys and Simone Sou on the drums. See you there!

Chico Césars Musikstil ist eine Fusion aus verschiedenen Elementen des Música Popular Brasileiras: Zwischen Funk, Reggae, afro-brasilianischen Rhythmen und karibischen Kolorierungen, baut er kluge und humorvolle Texte ein. Neben seinem ausverkauften Konzert im Ballhaus Naunynstraße wird er das einzige Konzert in Berlin bei uns auf dem O-Platz spielen. Begleitet wird Chico César von der Bassistin Ana Karina Sebastião, dem Gitarristen Rodrigo Viana, Julien Agazar an den Keys und Simone Sou am Schlagzeug. See you there!

GIZEM

Ob klassische Arbeiterlieder, Friedenslieder oder Frauenkampflieder – Gizem schafft es immer wieder den alten Klassikern mit ihrer Gitarre und ihrer Stimme junges Leben einzuhauchen und auf eine moderne Art auf vielen Sprachen wiederzugeben.Ihre Leidenschaft für diese Lieder entdeckte die gebürtige Mannheimerin vor vielen Jahren auf den Camps der DIDF-Jugend und begeistert seitdem das Publikum auf jeder Veranstaltung. Doch bei den alten Klassikern bleibt es bei Gizem nicht – gesellschaftskritische moderne Songs sind ebenfalls ein fester Bestandteil ihres Repertoires.

AMEWU

“Liebst du Geld/ Bist du ein Mensch?” is the first question on Amewu’s new album, which translates to “do you love money/are you human?”. Amewu, a Berlin native rapper, has been considered one of Germany’s best and most talented (live) MCs since his debut album “Entwicklungshilfe” – an acclaim he confirmed with “Leidkultur” in 2012. It took ten years until Amewu returns with “Haben und Sein”. Rap, grime, trip-hop, and his quick use of words clarify: There is something at stake here. Amewu speaks about limitless growth and how it affects us, the climate crisis, colonialism, and racism and how all these things are present in our everyday lives. He raps against inequality. “Too many rappers speak too much but think too little,” he raps. He on the other hand thinks a lot. Lucky for us, he speaks nonetheless.”

“Liebst du Geld/ Bist du ein Mensch?« lautet gleich die erste Frage auf dem neuen Album von Amewu. Da ist er wieder, der Berliner Rapper, der seit seinem Debütalbum »Entwicklungshilfe« als einer der besten und talentiertesten (Live-)MCs Deutschlands gilt – ein Status, den er mit »Leidkultur« 2012 noch bestätigte. Zehn Jahre hat es gedauert, bis sich Amewu nun mit »Haben und Sein« zurückmeldet. Rap, Grime und TripHop und viele schnelle Worte, die klarmachen: Hier geht‘s um was. Um grenzenloses Wachstum und was das mit uns macht. Um Klimakrise, Kolonialismus und Rassismus und wo das alles in unserem Alltag vorkommt. Amewu rappt gegen die Ungleichheit. »Viele Rapper reden zu viel, aber sie denken zu wenig«, rappt er. Er denkt dagegen viel. Zum Glück redet er trotzdem.”

STRING ARCHESTRA

The String Archestra is a chamber, string ensemble created in 2016 in Berlin, Germany to empower musicians of color in classical music and to ​recognize composers who have been overlooked in music history because of their​ ethnicity and gender.​

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Thursday, 6th October

10:00 – 15:00 – Schüler*innen Führung

10:00 – 11:00 – Press Conference with Angela Davis **Only for invited/registered press**

11:00 – 12:00 – Slogan Workshop: “Say it loud, say it clear.”  Creating a slogan for O-platz with Die Urbane. Eine HipHop Partei” 

12:00 – 14:00 – Panel 3: BIPOC Climate Justice Movement

14:00 – 16:00 – Panel 4: War and Asylum

16:00 – 17:00 – Bodies we take to the streets: Feminist Documentary !! Location: FSK Kino, Segitzdamm 2,10969 Berlin !! — German with English subtitles, length 60 mins — deutsch mit englischen Untertitel, Länge 60 min

16:00 – 17:00 – Nia2161

 17:00 – 17:30 – Open Mic

18:00 – 19:00 – Angela Davis Speech

19:00 – 20:00 – Carmel Zoum

20:00 – 21:00  – Sound Performance: “Playing the Structures II” by Anike Joyce Sadiq, Judith Hamann, Leo, Nino Bulling (and other lovers)

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ANGELA DAVIS

Seven years ago, Angela Davis visited Berlin to speak to activists who occupied the O-Platz and Gerhart-Hauptmann-Schule. In October 2022, she returns to celebrate our resistance and to continue to support our struggles. The status quo still clearly depicts a reality in which BIPoCs, that have fled are not granted the same rights due to racist structures. 

The last months have once again demonstrated that it is possible to bypass tedious bureaucratic processes and give people the protection they need. Why shouldn’t the same apply to BIPoC and/or Queer people who flee? Therefore, on the 10th anniversary of the occupation of O-Platz, we believe it is important to commemorate the resistance that emerged from the occupation that still resists today. To be heard, we must continue to raise awareness for our struggles loudly and publicly.

Vor 7 Jahren war Angela Davis bereits in Berlin, um mit Aktivist*innen des Refugee Resistance Movements zu sprechen. Am 06.10. kehrt sie zurück nach Berlin, um unseren Widerstand zu feiern und unsere Kämpfe weiterhin zu unterstützen. Auch weil der Status Quo zeigt, dass geflüchtete BIPoC aufgrund von rassistischen Strukturen nicht dieselben Rechte und Freiheiten gewährt werden.

Wir sehen: Es ist sehr wohl möglich, mühsame bürokratische Prozesse zu umgehen und Menschen den Schutz zu gewähren, den sie brauchen. Warum sollte selbiges nicht auch für BIPoC und/oder queere Menschen gelten, die flüchten?! Umso wichtiger ist es, am 10-jährigen Jubiläum der Besetzung des O-Platzes daran zu erinnern, dass der daraus entstandene Widerstand immer noch lebt und wir unsere Kämpfe weiterhin in die Öffentlichkeit tragen müssen, um gehört zu werden!

URBANE PARTEI: SLOGAN WORKSHOP

To create a new slogan for manifestations and demonstrations. A slogan that includes Oplatz as a movement and promotes self organization on Oplatz.

BODIES WE TAKE TO THE STREETS

Ein Film über Empowerment, Feminismus und Solidarität. Das Patriarchat hat viele Gesichter und Widerstand dagegen gibt es in unzähligen Formen. Ausgehend von Berlin zeigt BODIES WE TAKE TO THE STREETS die Vielfalt internationaler feministischer Kämpfe und stellt gleichzeitig auch die Frage nach Gemeinsamkeiten. Wir begleiten Alicja zu den Protesten gegen das polnische Abtreibungsverbot, sprechen mit Anthea über reproduktive Gerechtigkeit für marginalisierte Menschen, tauchen mit Denise in die Geschichte einer feministischen Hausbesetzung geflüchteter Frauen ein und gemeinsam mit Valeria und Rosa gehen wir der Frage nach, was wir in Europa von der Frauenrevolution in Rojava lernen können. Wie ist Feminismus mit anderen Protesten gegen Rassismus und Ausbeutung verbunden? Verbindet uns mehr als der Glaube, dass diese Gesellschaft veränderbar ist?

CARMEL ZOUM 

Carmel Zoum is a dancehall singer and techno/dnb DJ, based in Berlin. A versatile Congolese/French artist flowing in French, English and Lingala, Carmel Zoum is a fiery force of nature on the mic, thrilling dancefloors worldwide with her groovy, beautiful melodies and hardcore Afro-dancehall vibes. She is mainly known as a dancehall artist, but also works hip-hop, electronic and drum ‘n bass producers. Her DJ sets combines techno, psytrance, and dnb tracks.

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Friday, 7th October

10:00 – 11:00 – Discuss with Muhammed Lamin Jadama about his tour “Kreuzberg behind the Scenes: The Making of a Diverse Neighbourhood” – Opportunity to register for a tour in the future.

11:30 – 12:15 – Panel 5: Fascism and Racist Attacks in Germany

12:15 – 13:00 – Panel 6: Queer and Trans in Migration

13:00 – 14:00 – Workshop with mamalior: Social Media & Political Content (Tiktok)

13:30 – 16:00 – Workshop mit LesMigraS: Resourcenorienter Empowerment (BIPOC FLINTA* only) in English with German, Arabic and Spanish translations

14:00 – 16:00  – We Are Born Free Empowerment Radio
Including 14:00 – Radio conversation: Anguezomo Mba Bikoro, Jennifer Kamau, Hanaa Hakiki | 15.30 – Sonic intervention: “A Painful Declaration Of Independence” by Barby Asante

16:00 – 17:00 – El otro lado – Off Road Collective (Mayila Dance Group)

16:00 – 17:30 – Zusammen haben wir eine Chance – Eine Dokumentation über selbstorganisierte antirassistische Bewegungen und Kämpfe seit der Wende aus der Perspektive rassismusbetroffener Menschen in Deutschland !! Location: FSK Kino, Segitzdamm 2,10969 Berlin !!

16:00 – 18:00 – Protest gegen die restriktiven Migrationsgesetze !! Location: vor dem Bundestag !! > INFOS

17:00 – 18:00 – Turgay

18:00 – 19:00 – Xenion

19:00 – 20:00 – Deniz Mahir Kartal

20:00 – 21:00 – mal ėlevė

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Muhammed Lamin Jadama

On his tour, Muhammed Lamin Jadama shows “his” Kreuzberg — from his perspective – that of a political activist, photographer, social worker and local. He explains how Görlitzer Park is connected to the European asylum system, what life is like, if you don’t have a residence status and how social workers try to support those who are affected. On the way, Muhammed introduces some of the many Kreuzberg initiatives and associations in which people with and without a history of migration shape their neighbourhood together.

MAMALIOR

Lior aka. mamalior creates feminist Tik Tok content for Missy Magazine. Besides being a content creator, she’s part of the DJ crew Femmebassmafia. Her creative work focuses on exposing racist and sexist structures in club culture. According to Lior, more people who think and act in an intersectional and critical way need to be pushed to the forefront, and the lack of representation of BIPoC FLINTA artists in club and music line-ups finally need to be tackled. After all, safer spaces for queer BIPoCs are always needed in the music scene.

// Participation is free of charge. Please register in advance by sending us an E-mail 👉 oplatzwird10@iwspace.de 

Lior aka. mamalior macht feministischen Tik Tok Content für das Missy Magazine. Neben ihrer Tätigkeit als Content Creator ist sie ebenfalls Teil der DJ Crew Femmebassmafia und setzt in ihrer kreativen Arbeit den Fokus auf die Sichtbarmachung von rassistischen und sexistischen Strukturen in der Clubkultur. Mehr Menschen, die intersektional kritisch Denken und Handeln, müssen, laut Lior, gepusht werden und die fehlende Repräsentation von BIPoC FLINTA Artists in Club und Musik-Line-Ups müssen endlich abgedeckt werden. Denn mehr safer spaces für queere BIPoCs braucht es immer in der Musikszene. 

// Teilnahme ist kostenlos. Bitte meldet Euch vorab per Mail an 👉 oplatzwird10@iwspace.de

MAYILA DANCE GROUP – « El otro lado »

by Off-road Collective

« El otro lado » is an experimental choreographic project by Off-road Collective. This collaborative process explores the relationship between movement and political activism, through the dancers’ experiences navigating a racist, anti-migration and anti-refugee society.  Pulling from their own lived experiences and working with imagery from the O-Platz Refugee Resistance movement, the dancers create an environment that leads the viewer to question their surroundings as well as understand and empathise with the fight. Strong feelings of anger, sadness, fear, limitation are welcomed, but the idea of hope and belief in a systemic change are at the heart of the process.

Credits :Dancers : Femi Adebajo/ Munir Arreola / Bresa Ayub / Yu Bai / Eva Cæcilia Gutiérrez Bergqvist/ Ina Jia Guo / Mayila Khodadin / Joy-Luna Schenk-Delgado. Coordinator / Artistic director : Mayila Khodadin. Collaborators : Poet : Ojo Taiye / Sound engineer : TBD. Sound : Joy-Luna Schenk-Delgado playing «Concertino Opus 21 » by Oskar Rieding / Mayila Krauskopff-Khodadin Reading « My Little Cousin Came to America Armed with Just A Few Phone-numbers and Four English words — « I am a refugee » by Ojo Taiye / Audio from resistance movement against the expulsion of refugees from the Eleonas camps in Athens / Speech by Munir Arreola / Excerpt of « Sadiya » by Bachir Sanogo

DENIZ MAHIR KARTAL

Multiinstrumentalist Deniz Mahir Kartal bringt seine Soloperformance auf die Bühne und baut damit eine Brücke zwischen Bosporus und Spree. Selten gehörte Instrumente wie Kaval, Duduk und Çağlama und von anatolischen Traditionen inspirierter Gesang treffen auf Loops und Beats und fusionieren zu einer Mischung, die die Phantasie und das Tanzbein zum Schwingen bringen.

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Saturday, 8th October

10:00 – 18:00 – Kinderbetreuung

10:00 – 11:30 – Widerklang Chor – SOLI ACTION IN SUPPORT OF THE UPRISING IN IRAN. 

12:00 – 13:00 – Mayila Dance Group Performance

13:00 – 14:30 – Panel 7: O-Platz Negotiations and Evictions

13:00 – 16:00 – We Are Born Free Empowerment Radio
Including 13:00 – 14:00 – Sonic intervention: Pungwe Listening & Semra Ertan Initiative

13:00 – 17:00 – Workshop for Oplatz Kids: Faye Jo’Art – Elhadji Mamadou Faye

14:30 – 16:00 – Panel 8: Feminists’ Perspective on Refugee Movement

16:00 – 17:00 – Intervención: Juicio y castigo a Cristóbal Colón by Mawvn (in Spanish, English and German)

17:00 – 18:00 – Theater X

18:00 – 19:00 – Sista Oloruntoyin

19:00 – 19:30 – Jacky Dance Performance

19:30 – 19:55 – Perrxs del Futuro

20:00 – 20:30 – Säye Skye

20:30 – 21:30 – Anti-National Embassy

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WIDERKLANG CHOR

The internationalist choir ‘Widerklang’ invites you to a public rehearsal at Oranienplatz on Saturday, 08.10. at 10 a.m. as part of ‘O-Platz wird 10 – Baustelle Migration’. We will meet at the memorial for the victims of racism and police violence.  We want to express our solidarity with the feminist uprisings and learn with as many people as possible the song ‘Sorude Barâbari’, which is currently echoing through the streets of Iran and accompanies the courageous protest of women, LGBTQIA+, youth and other exploited and oppressed people. The song originates from Iran’s feminist movement and calls for the fall of patriarchy for a liberated society. Afterwards, we want to record the song as a video and distribute it as widely as possible as a sign of solidarity to support the call for a general strike. Come in large numbers even if you are not experienced singers! Here you can listen to the song.

Bring banners, signs and the like! May the dictatorships of political Islam fall – in Iran as in the whole Middle East! Long live the International Solidarity! and a revolutionary Jin Jiyan Azadi!

MAWVN

El colectivo Mawvn invita al juicio del genocida Cristóbal Colón. La colonización iniciada un 12 de octubre significó esclavización, genocidio, despojo y sus consecuencias siguen siendo hasta en dia de hoy poderosas. Pero ese mismo dia inició también la resistencia. La intervención dura Max 20 minutos y será en castellano e inglés.

Quienes somos Mawvn?Somos una autoorganización antirracista y realizamos un trabajo de difusión y acciones de protesta desde la diáspora indígena para visibilizar la lucha anticolonial de liberación del movimiento mapuche tanto en lo que hoy se llama Chile y Argentina.

The Mawvn collective invites to the trial of the genocidal Christopher Columbus. The colonization that began on October 12 meant enslavement, genocide, dispossession and its consequences are still powerful today. But that same day also began the resistance. The intervention lasts Max 20 minutes and will be in Spanish and English.

Who are we Mawvn? We are an anti-racist self-organization and we carry out a work of diffusion and protest actions from the indigenous diaspora to make visible the anti-colonial struggle of liberation of the Mapuche movement in what is now called Chile and Argentina.

SISTA OLORUNTOYIN

Sista Oloruntoyin and Brother Mwayemudza, will be inviting members of ARRiVATi, Schwabinggrad Ballett and Africans From Ukraine, to come together in a presentation of reflective moments of the struggles of refugees in Germany and especially in Berlin, which culminated in 2012 with the Protest Camp Occupation of Oranienplatz. While drawing attention to some contradictions, absurdities and (temporary) failures in this struggle, speeches, music and video will be combined into a performance.

PERRXS DEL FUTURO

Lxs Perrxs del futuro is a collective of perras that believes in the power of movement. They stand and act against the systems of domination, colonial expropiaton, war and death by mobilizing their struggle into public spaces through the beat of perreo. They strongly believe that the re-appropriation of the body and movement is fundamental to transform the desire to burn everything into revolutionary power, healing and resistance!

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Sunday, 9th October

10:00 – 18:00 – Kinderbetreuung

10:00 – 13:00 – Weaving Workshop

13:00 – 14:00 – Graffiti Workshop with Sozi 36

14:00 – 15:00 – Koreanische Percussion Musik

14:00 – 17:00 – We Are Born Free Empowerment Radio
Including 14:00 – 15.30 – Sonic intervention: “Planet Resilience” by Clementine Ewokolo Burnely | Radio conversation: Anguezomo Mba Bikoro, Napuli Langa, Memory Biwa, Sarah Imani

15:00 – 16:30 – Panel 9: Resisting EU Border Regimes (in English)

17:00 – 18:00 –  CLOSING SPEECH

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GRAFFITI WORKSHOP WITH SOZI 36

Sozi36 wants to invite you to take a short walk and find out answers to the following questions: How does a precise, accurate or even irritating language for political messages look like? Where are the best places to display these messages within the public space? How can you implement these works without a lot of effort in terms of craftsmanship? 

// Participation is free of charge. Please register in advance by sending us an E-mail 👉 oplatzwird10@iwspace.de

Sozi36 möchte euch dazu einladen, bei einem kleinen Spaziergang Antworten für folgende Fragen zu finden: Wie kann eine präzise, treffende oder auch irritierende Sprache für politische Botschaften aussehen? An welchen Stellen lassen sich diese im öffentlichen Raum am besten hinterlassen? Wie kann man die Arbeiten mit möglichst wenig Aufwand handwerklich umsetzen?

// Teilnahme ist kostenlos. Bitte meldet Euch vorab per Mail an 👉 oplatzwird10@iwspace.de 

Resisting EU Border Regimes

Join us for a panel to learn about the violences of the EU border regime and ongoing activist resistance that demands the freedom of movement for all. Featured moderators and speakers will represent Schlafplatzorga, No Border Assembly, Alarmphone, Abolish Frontex, Solidarity with Refugees in Libya, Wearebornfree Empowerment Radio, Iuventus Crew, Casa Kuà, and more. Topics we will speak about include:

  • How can we fight against the detention of refugees in Libya?
  • How is the EU militarizing and externalizing its borders?
  • How are key forms of solidarity, such as sea rescue missions, criminalized?
  • How do people on the move self-organize for human rights and create spaces of empowerment?
  • How are queer and trans identities intersectionally impacted by and resisting border violence?_

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In remembrance of Amed Ahmad – Manifestation in Bonn

Our demands are justice, justice and justice.
We will not stop asking about the murderers of our son.
We use the word murderer because people killed Amed or caused his death.

Malek and Fadila Ahmad in October 2018

Aufruf in deutscher Sprache: In Gedenken an Amed Ahmad – Kundgebung in Bonn

In remembrance of Amed Ahmad
October 13, 2022 | 6 pm | Bonn – Münsterplatz

September 29, 2022 marks the fourth anniversary of Amed Ahmad’s death. To this day, we do not know why Amed Ahmad was arrested and deprived of his freedom for over two months, eventually had to burn and then die. Amed Ahmad’s family not only has to endure the loss of their son, but also endure it in retrospect, as in a parliamentary committee of inquiry trivialities dominated the discussions and the report. The mother and father of Amed Ahmad and we continue to wonder why Amed Ahmad is no longer with us. The hypocritical investigations in the parliamentary committee of inquiry did not provide answers to our questions. Rather, they strengthened our doubts that it was not just a chain of mistakes and failures that led to Amed’s death. How else can the manipulation of the data be interpreted even before his arrest and the rejection of several indications of the false deprivation of liberty?

I know that the committee of inquiry is not impartial and serves the interests of the police from the very beginning.
Malek Ahmad after the end of the parliamentary committee of inquiry NRW

As in all other cases of racist police brutality known to us, there was no consistent clarification of the arrest and the circumstances of his death. That’s why in the almost four years since the death of Amed Ahmad, we have had to experience how other people had to lose their lives due to the bullets of the police or in police custody in Northrhine Westphalia. The killing of Adel B. in 2019 in Essen was not prosecuted despite existing video recordings. The case of Georgios Zantiotis is still being legally examined by his family. In August 2022 alone, another two people were killed by police bullets in Northrhine Westphalia. Jouzef Berditchevski was shot dead on August 3, 2022 in Cologne during the forced eviction of his house. 16-year-old Mohammed Lamine Dramé was shot dead with six bullets in Dortmund on August 8, 2022.

We invite everyone to come to Bonn on the anniversary of Amed Ahmad’s funeral on October 13. We want to be with the family at the grave of Amed on this day and then remember Amed and all other victims of racist police brutality in Bonn city center. After the public demonstration of our anger, grief and solidarity with the families of the victims, we want to come together and discuss how we can connect our struggles and support each other.

Amed Ahmad, that was murder!

Initiative Amed Ahmad | CARAVAN for the rights of refugees and migrants | Migrantifa NRW

In print: #10 of Daily Resistance!

Yesterday morning, 1 October, the 10th issue of “Daily Resistance” was sent to our printer! It’s a special #OplatzTurns10 issue and bigger than usual, devoted to the Refugee Movement from O-Platz/Ohlauer and all movements around the world. Get your copies by writing a mail to dailyresistance(at)systemli(dot)org – and spread them afterwards, so many people can read it!

The issue consists of several multi-lingual articles, but especially focuses on two larger interviews by the editorial team of ‘Daily Resistance’. Firstly, we spoke about the 10th anniversary of the O-Platz occupation with activists* who were part of the protest camp and Ohlauer school and who reflect on the time, its forthcomings, their current and future activism. Since it’s also the 10th issue (the first one was delivered in March 2016) of ‘Daily Resistance’, we brought together old and new comrades who shaped the newspaper and talked about the beginnings, the importance of own media for the Refugee Movement, collaborations, and plans.

Next to that, there will be multilingual articles and interviews on ongoing wars and conflicts in Ukraine and Iran, reflections about perpetuating colonial injustice by The Voice Refugee Forum, a speech by International Women* Space held at the 30 years commemoration demo of the nazi attacks in Rostock-Lichtenhagen – and two more personal stances on the importance of critical self-reflection in anti-racist activism from 2012 till today. Many photos from several photographers in solidarity from Umbruch Bildarchiv contributed to the issue, as well – thank you!

Let’s continue the fight, let’s struggle together!

Yours,

Daily Resistance

OPLATZBOX: The Refugee Movement is the Movement of the 21st Century

An archive of feminist perspectives on the Refugee Resistance Movement. Collectively organized by Jennifer Kamau / International Women* Space with artists and cultural workers from the decolonial feminist network When The Jackal Leaves The Sun

As part of Oplatz wird 10 – Baustelle Migration, 5-9th October 2022 at Oranienplatz, 10999 Berlin

Exhibition, Performances, Radio, Workshops, Poetry, Music & Talks, open daily 12-10pm. IWS Cinema, open daily 12-10pm. Billboard exhibition at different sites around Oranienplatz, 30 September to 11 October 2022.

See full festival programme here.

Exhibition at OPlatzBox

with the International Women* Space archive, IWS RADIO, Oranienplatz Comic Workshop and contributions by Anike Joyce Sadiq & Judith Hamann & leo & Nino Bulling, Aziza Ahmad, Barby Asante, Clementine Ewokolo Burnley, Nino Bulling, Pungwe Listening, Semra Ertan, Semra Ertan Initiative, Vitjitua Ndjiharine

IWS CINEMA at OPlatzBox

# Kämpfer*innen: Eine Dokumentationsreihe mit Jennifer Kamau & Napuli Langa, Dahye Kim & Haewon Chae, Killa Kupfer & Schokoofeh Montazeri, Sandra Bello, Carolina Belen Espinosa Barrera, Sharuta Alatrash, Natalie Bayer, Angelika Nguyen, Saraya Gomis, Natasha Kelly, Aurora Rodonò | EN/DE. 2021

# How to resist: the refugee movement in Kreuzberg: Jennifer Kamau Tour | EN. 2020

# A black poem of color: Stefanie Lahya-Aukongo | DE. 2021

# Occupation of the tree at O-Platz: Napuli Langa | EN/DE. 2021

# Break the politics of divide and rule: Sanchita Basu | DE/EN. 2021

# Die enorme Resilienz des Refugee Movement: Peggy Piesche | DE/EN. 2021

# Die Gerhart-Hauptmann-Schule: Erinnerungen an ein Symbol des Widerstands: Mit Lica Stein, Alnour Ahmad-Hassan, Adam Bahar, Jan, Kim | EN/DE, 2021

# O-Platz Eviction | EN/DE, 2014

# 9 Days on the Roof | EN/DE, 2014

Public billboard exhibition in Kreuzberg

International Women* Space (Denise Garcia Bergt, Lica Stein, Pippa Samaya), Muhammed Lamin Jadama, Napuli Langa, Sista Mimi, Jennifer Kamau

@ Oranienplatz | Görlitzer Straße geg. 38 | Wassertorstr. 65 | Gitschiner Straße 71 | Görlitzer
Ufer/Görlitzer Brücke

Angela Davis, Anguezomo Mba Bikoro, Anike Joyce Sadiq & Judith Hamann with leo & Nino Bulling, Aziza Ahmad, Barby Asante, Clementine Ewokolo Burnley, Denise Garcia Bergt, Hanaa Hakiki, International Women* Space, IWS Radio, Jennifer Kamau, Jo’Art, Lica Stein, Memory Biwa, Muhammed Lamin Jadama, Napuli Langa, Nino Bulling, Oranienplatz Comic Workshop, Pippa Samaya, Pungwe Listening, Sarah Imani, Semra Ertan, Semra Ertan Initiative, Sista Mimi, String Archestra, Suza Husse, Vitjitua Ndjiharine, WeAreBornFree! Empowerment Radio

“The Refugee Movement is the movement of the 21st century. It’s the movement that is challenging the effects of global capitalism. It’s the movement that is calling for civil rights for all human beings.”Angela Davis on her 2015 visit to Berlin in conversation with refugee protesters occupying the
Gerhardt Hauptman school in Kreuzberg

OPLATZBOX is a mobile archive dedicated to the feminist struggle in the Refugee Resistance Movement with a focus on testimonies and visions of women* and queers from Black, Indigenous, migrant and People of Colour communities. Showcasing films, podcasts, publications and ephemera gathered and produced by International Women* Space / IWS across 10 years as well as art works, performances, radio programs, poetry, music and talks OPLATZBOX is a temporary education centre of migrant anticolonial knowledges open to all over a period 5 days.

A monument to the resistance and worldmaking of Black women that shaped the fabric of the Refugee Movement and its enduring legacy, OPLATZBOX is part of the arts and culture festival “Oplatz wird 10 – Baustelle Migration”. Ten years after the beginning of the occupation of Oranienplatz square, the festival organized by IWS celebrates the empowerment histories of the Refugee Resistance Movement in Berlin and makes proposals for a diverse, postcolonial, grassroots democratic, and postmigrant society.

International Women Space was founded as a radical feminist wing of the Refugee Resistance Movement in Berlin, which emerged from the protest occupation of Oranienplatz square in Kreuzberg in 2012. From the beginning, the self-organized making of culture based on the lives, struggles, histories and visions of migrant women, dykes, intersex, non-binary and trans people has been an important focus in the work of IWS.

“Women who had become refugees in their own regions before attempting to reach Europe through the deadly routes available. Women* fleeing war, poverty, environmental disaster caused by corporation’s greed, women* feeling persecution for not conforming to the gender they were assigned at birth. … we needed to speak to each other to understand the paradox of seeking protection in one of the western countries, knowing the roles they play in destabilizing our regions, through wars and neo-colonialism. In a less insane world this would be the last place we would choose.” – (In Our Own Words. Refugee Women Tell Their Stories, ed. IWS, 2015, p. 4)

IWS propose that listening to one another and creating records of survival in the face of violence, erasure, death and deportation are the base for creating strategies for a common struggle, for working on transformation together. A grassroots archive of resilience, achievement and loss, OPLATZBOX amplifies this Black, migrant, queer feminist take on decolonization put into practice through feminist self-organising.

Addressing the violent repercussions of colonialism, the dangerous migration routes, the fortressed borders to Europe, the realities of deeply engrained structural racism in Germany, the testimonies and reflections document migration as a political movement. A feminist anti-racist, anticolonial movement that connects a multiplicity of BIPOC and migrant histories and struggles in and beyond Germany.

OPLATZBOX is the first manifestation of the transterritorial decolonial feminist network WHEN THE JACKAL LEAVES THE SUN: Decentering Restitution | Pedagogies of Repossession: A decolonial feminist infrastructure for memory politics, art and transformative justice connecting Nairobi, Windhoek, Kigali, Dresden, Dar Es Salam, Dakar, Cape Town and Berlin Initiated by Anguezomo Mba Bikoro, Jennifer Kamau, Memory Biwa, Michael Bader, Rehema Chachage, Reneé Akitelek Mboya and Suza Husse with DistrictSchool Without Center, International Women Space, Nyabinghi Lab, SOMA and Wali Chafu Collective

WHEN THE JACKAL LEAVES THE SUN: Decentering Restitution | Pedagogies of Repossession unfolds through six chapters of interventionist and research-based cultural practices, accompanied by international legal expertise and activist engagement. Departing from and deeply engrained in contemporary anti-colonial struggles on the African continent and in Germany, When The Jackal Leaves The Sun embarks on a collective, transdisciplinary process with the aim to create
decolonial tools and interventions.

WHEN THE JACKAL LEAVES THE SUN: Decentering Restitution | Pedagogies of Repossession is funded by the TURN2 Fund of the Kulturstiftung des Bundes (German Federal Cultural Foundation). Funded by the Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (Federal Government Commissioner for
Culture and the Media).

OPLATZ WIRD 10 – BAUSTELLE MIGRATION is funded by Berliner Projektfonds Urbane Praxis.

OPLATZBOX: The Refugee Movement is the Movement of the 21st Century

An archive of feminist perspectives on the Refugee Resistance Movement. Collectively organized by Jennifer Kamau / International Women* Space with artists and cultural workers from the decolonial feminist network When The Jackal Leaves The Sun

As part of Oplatz wird 10 – Baustelle Migration, 5-9th October 2022 at Oranienplatz, 10999 Berlin

Exhibition, Performances, Radio, Workshops, Poetry, Music & Talks, open daily 12-10pm. IWS Cinema, open daily 12-10pm. Billboard exhibition at different sites around Oranienplatz, 30 September to 11 October 2022

Angela Davis, Anguezomo Mba Bikoro, Anike Joyce Sadiq & Judith Hamann with leo & Nino Bulling, Aziza Ahmad, Barby Asante, Clementine Ewokolo Burnley, Denise Garcia Bergt, Hanaa Hakiki, International Women* Space, IWS Radio, Jennifer Kamau, Jo’Art, Lica Stein, Memory Biwa, Muhammed Lamin Jadama, Napuli Langa, Nino Bulling, Oranienplatz Comic Workshop, Pippa Samaya, Pungwe Listening, Sarah Imani, Semra Ertan, Semra Ertan Initiative, Sista Mimi, String Archestra, Suza Husse, Vitjitua Ndjiharine, WeAreBornFree! Empowerment Radio

“The Refugee Movement is the movement of the 21st century. It’s the movement that is challenging the effects of global capitalism. It’s the movement that is calling for civil rights for all human beings.”Angela Davis on her 2015 visit to Berlin in conversation with refugee protesters occupying the
Gerhardt Hauptman school in Kreuzberg

OPLATZBOX is a mobile archive dedicated to the feminist struggle in the Refugee Resistance Movement with a focus on testimonies and visions of women* and queers from Black, Indigenous, migrant and People of Colour communities. Showcasing films, podcasts, publications and ephemera gathered and produced by International Women* Space / IWS across 10 years as well as art works, performances, radio programs, poetry, music and talks OPLATZBOX is a temporary education centre of migrant anticolonial knowledges open to all over a period 5 days.

A monument to the resistance and worldmaking of Black women that shaped the fabric of the Refugee Movement and its enduring legacy, OPLATZBOX is part of the arts and culture festival “Oplatz wird 10 – Baustelle Migration”. Ten years after the beginning of the occupation of Oranienplatz square, the festival organized by IWS celebrates the empowerment histories of the Refugee Resistance Movement in Berlin and makes proposals for a diverse, postcolonial, grassroots democratic, and postmigrant society.

International Women Space was founded as a radical feminist wing of the Refugee Resistance Movement in Berlin, which emerged from the protest occupation of Oranienplatz square in Kreuzberg in 2012. From the beginning, the self-organized making of culture based on the lives, struggles, histories and visions of migrant women, dykes, intersex, non-binary and trans people has been an important focus in the work of IWS.

“Women who had become refugees in their own regions before attempting to reach Europe through the deadly routes available. Women* fleeing war, poverty, environmental disaster caused by corporation’s greed, women* feeling persecution for not conforming to the gender they were assigned at birth. … we needed to speak to each other to understand the paradox of seeking protection in one of the western countries, knowing the roles they play in destabilizing our regions, through wars and neo-colonialism. In a less insane world this would be the last place we would choose.” – (In Our Own Words. Refugee Women Tell Their Stories, ed. IWS, 2015, p. 4)

IWS propose that listening to one another and creating records of survival in the face of violence, erasure, death and deportation are the base for creating strategies for a common struggle, for working on transformation together. A grassroots archive of resilience, achievement and loss, OPLATZBOX amplifies this Black, migrant, queer feminist take on decolonization put into practice through feminist self-organising.

Addressing the violent repercussions of colonialism, the dangerous migration routes, the fortressed borders to Europe, the realities of deeply engrained structural racism in Germany, the testimonies and reflections document migration as a political movement. A feminist anti-racist, anticolonial movement that connects a multiplicity of BIPOC and migrant histories and struggles in and beyond Germany.

OPLATZBOX is the first manifestation of the transterritorial decolonial feminist network WHEN THE JACKAL LEAVES THE SUN: Decentering Restitution | Pedagogies of Repossession: A decolonial feminist infrastructure for memory politics, art and transformative justice connecting Nairobi, Windhoek, Kigali, Dresden, Dar Es Salam, Dakar, Cape Town and Berlin Initiated by Anguezomo Mba Bikoro, Jennifer Kamau, Memory Biwa, Michael Bader, Rehema Chachage, Reneé Akitelek Mboya and Suza Husse with DistrictSchool Without Center, International Women Space, Nyabinghi Lab, SOMA and Wali Chafu Collective

WHEN THE JACKAL LEAVES THE SUN: Decentering Restitution | Pedagogies of Repossession unfolds through six chapters of interventionist and research-based cultural practices, accompanied by international legal expertise and activist engagement. Departing from and deeply engrained in contemporary anti-colonial struggles on the African continent and in Germany, When The Jackal Leaves The Sun embarks on a collective, transdisciplinary process with the aim to create
decolonial tools and interventions.

WHEN THE JACKAL LEAVES THE SUN: Decentering Restitution | Pedagogies of Repossession is funded by the TURN2 Fund of the Kulturstiftung des Bundes (German Federal Cultural Foundation). Funded by the Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (Federal Government Commissioner for
Culture and the Media).

OPLATZ WIRD 10 – BAUSTELLE MIGRATION is funded by Berliner Projektfonds Urbane Praxis.

Films showing at O-Platz wird 10 | Baustelle migration

15 Yil

Ein Film von Emine Demir

Der Dokumentarfilm ‘15 YIL‘, portraitiert die unrechtmäßige Verhaftung des Aktivisten, Schriftstellers und Journalisten Turgay Ulu. Dem damals 23-Jährigen wird untergeschoben, dass er bei der bewaffneten  Befreiung eines politischen Gefangenen beteiligt gewesen sein soll. 15 Jahre verbringt er ohne Gerichtsbeschluss in Untersuchungshaft in der Türkei. Doch Turgay ein politischer Aktivist und überzeugter Marxist, nimmt auch im Gefängnis an Widerstandspraktiken teil, die sich vor allem gegen die gewaltvolle Einführung der Isolationshaft richtet. ‘15 YIL’ ist ein Film voller Mut, Liebe und Solidarität.

The documentary ’15 YIL’ (52′, TR&DE 2020) portrays the illegal arrest of the activist, writer and journalist Turgay Ulu. The then 23-year-old is accused of having participated in the armed liberation of a political prisoner. He spends 15 years in custody in Turkey without a court order. But Turgay, a political activist and convinced Marxist, also participated in resistance practices in prison, which were directed primarily against the violent introduction of solitary confinement. 15 YIL’ is a film full of courage, love and solidarity.

’15 YIL’ belgeseli, aktivist, yazar ve gazeteci Turgay Ulu’nun yasadışı bir şekilde tutuklanmasını anlatıyor. 23 yaşındayken, siyasi bir mahkumu silah yoluyla özgürleştirmekle suçlanıp, herhangi bir mahkeme kararı olmadan 15 yıl boyunca Türkiye’de tutuklu kalıyor. Sadık bir Marksist ve aktivist olan Turgay, hapishanede tecrid koşullarına karşı direniş pratiklerinde de yer alıyor. ’15 YIL’ cesaret, sevgi ve dayanışma üzerine bir film.

Residenzpflicht, 2012

Der 67-minütige Film von Denise Garcia Bergt “Residenzpflicht” (2012) zeigt die Lebensrealität der Geflüchtete und ihren langjährigen Widerstand: Die Protagonist_innen kämpfen in den letzten Jahren in selbstorganisierten Initiativen gegen die Residenzpflicht und fordern deren Abschaffung. Sie protestieren gegen die erzwungene Isolation und fordern ihr Menschenrecht auf Bewegungsfreiheit. Der Film zeigt die Auswirkungen des europäischen Grenzregimes nach außen (Frontex) und “im Inneren” (deutsches Verteilungssystem auf Asylunterkünfte / Begrenzung der Bewegungsfreiheit) und sieht deren Ursachen im kolonialen Erbe und im Alltagsrassismus in Deutschland.

Infos: https://residenzpflichtdoc.com/

Embryo der Freiheit, 2012

Der Film ist als Ergebnis des Film-Workshops auf dem BREAK ISOLATION REFUGEE CAMP 2012 in Erfurt entstanden.

Workshopfilmkomitee: Ali Safianou Touré, Eylem Silan, Turgay Ulu

On the move, 2013

Documentation of the “Revolutionary refugee bustour” through whole germany

refugeesrevolution.blogsport.de

Call from 2012:

Following a long tradition of refugee struggles against the violation of our human rights, we set up the Refugee Protestcamp at Oranienplatz, Berlin on the 6th of October. It‘s there, we are keeping our resistance on the streets since one year and we are still keeping our struggle on the streets and we will stay until our demands are met! We ask all of you, refugees and asylum- seekers, around Germany to break the isolation and to break the silence and join your brothers and sisters to the Protestcamp at Oranienplatz to take what is our right. To exchange experiences, put aside our common fears and start fighting together, we are heading for a ‚Refugee Revolution Bus Tour‘ which will start on the 26th of February from Oranienplatz, Berlin. For three weeks we will visit Lagers in different federal states of Germany in order to spread information about the protest and invite all of you, the refugees and asylum- seekers, to gather in Berlin for the big demonstration on 23rd of March. In order to fight against the inhuman laws in a mass protest, we call you to stand up with us hand in hand to:

Abolish the inhuman deportation law

Close the Refugee camps

Abolish „Residenzpflicht“

refugeesrevolution.blogsport.de (https://refugeesrevolution.blogsport.de/)

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9 days on the roof

“You Can’t Evict a Movement!” Excerpt from the Rise of the Refugee Movement in Germany (2012-2014) to the Practice of Squatting. Colectivo Hinundzurück, Germany, Berlin-Kreuzberg

The rise of these refugee-movements consequently lead to greater self-organizing with sigificant outputs, including several congresses and conferences that were orgainized by refugees throughout 2012-2014: The “Refugee Struggle Congress“ in München in March 2013 with 300 participants, the first “Refugee-Women’s-Conference” in Hamburg in April 20131, and the “Refugee Tribunal Against Germany“ in Berlin in June 2013, organized by activists of the “Caravan for the Rights of Refugees and Migrants” and “The Voice Refugee Forum Germany“. Meanwhile, 500 refugees from all over Germany and more than 100 people in total attended the “International Tribunal Against Germany”.2
Further, activities and protets continued from February 26th to March 20th 2013, when refugees organized the “Refugees Revolution Bus Tour“ through 22 cities in Germany to visit refugees in their Lagers and to carry out protest-actions.

But possibly the most significant struggle of refugees was witnessed during the summer 2014, when some 50 refugees on the roof and inside the building of the squatted Refugee Strike House (the former school Gerhardt-Hauptmann), resisted a siege and eviction attempt by police who had deployed daily some 500 officers for nine days. The situation ended finally with an agreement between the refugees and the district council of Kreuzberg-Friedrichshain.1

On June 24th, 2014 at 10 am in the morning, some 900 police officiers went massively to the squatted school, blocked various important streets of the neighbourhood and prevented public access to the adjoining streets of the refugee strike house. With the police were also members of the district council, which is governed by the Greens (Die Grünen)2, with the intention of evicting and completely vacating the building.

The district had always spoken about a “voluntary moving (move/relocation)” of the squatters of the school, in which the occupants would be transfered and relocated to refugee homes outside of the city, because officialy an order of eviction did not exist. But nevertheless, due to the high pressure and the threat of an eviction, 208 inhabitants did agree to the move. Nevertheless, around 50 refugees and some activists remained on the roof of the building, resisting the eviction and demanding a permit of permanent residency for themselves and for all of the refugees in Germany; to maintain the occupied school for themselves as an autonomous, self-managed place, and for living, permission to work, no accomodations in Heim or Lager, the abolition of the Rezidenzpflicht and finally, for an end to the deportation policy. Some refugees threatened publically to jump from the roof if the police tried to enter the school or to evict them. From that moment on the siege of the police began, which as was stated, lasted for nine days. Meanhile, inside the police cordon, thousands of inhabitants were living in the streets – when ever leaving or coming to their homes, having to identify themselvs to the officers stationed at the barriers/fencing off.

The local shops, bars and bakeries were forced to close since there was no possible public access to their facilities. The kindergardens closed a well on the fifth day of the siege since the parents did not want to send their children through such a situation. On the other side of the police cordon, activists in solidarity with the refugees established an information center with music, an open microphone, a peoples’ kitchen, and an open-air cinema with footage of the refugee protests. Day and night, for 242 hours in total, thousands of people passed by offering a diverse and daily display of increasing solidarity.

10 years of the protest camp at Oranienplatz … No reason to celebrate


I don’t want our history to be falsified: When you commemorate the protest camp on Oranienplatz, which started in October 2012, remember correctly!


Remember Mohammad Rahsepar! At the end of January 2012, Mohammad Rahsepar took his own life at a refugee camp in Würzburg. He had already expressed suicidal thoughts in December. Therefore, doctors had recommended to the responsible authorities to improve his accommodation situation. He wanted to join his sister in Cologne, but the authorities refused this because of “Residenzpflicht” – obligation of a residencefor asylum seekers. His death triggered a wave of protests throughout Germany.

His friends and housemates set up a protest camp on the street to draw attention to their situation: Camp accommodation, the voucher system, Residenzpflicht, the ban on employment and constant uncertainty. Their protest quickly spread to many cities all over Germany. Here in Berlin there was also a protest tent on Heinrichplatz.

Remember the ‘Residenzpflicht’! The ‘Residenzpflicht’ does not exist in any other European country. Its origins go back to the colonial times. The National Socialists made residence obligation in a law for forced labourers in their police regulation of 1938. In 1982, the legislators revived the regulation again and integrated it in the ‘Asylverfahrensgesetz’ (Asylum Procedure Act) for asylum seekers. Until the end of 2014, all asylum seekers had to get a permission from the immigration authorities every time they wanted to leave their district. Sometimes they got permission, most of the time they did not.

At the end of the 90s, the authorities used the residence obligation to prevent asylum seekers from engaging in political activities. For every demonstration, every congress or meeting, we had to find a way to deal with controls. At the end of 2014, the residence obligation was relaxed for some of the asylum seekers. After the first three months in Germany, it is now allowed to travel in the whole Germany without a specific permit. At least in theory. Because there are numerous reasons for exclusion from this supposed “freedom of movement”. Refugees with ‘Duldung’, in particular, remain subject to arbitrariness of the authorities. The immigration authorities can chain them to the district at any time.

By the way, the first demonstration against Residenzpflicht was in 2000, organised by the ‚Karawane für die Rechte von Flüchtlingen und Migrantinnen‘ (Caravan for the Rights of Refugees and Migrants). Since then, many refugee self-organisations, for example the Voice Refugee Forum or the ‘Flüchtlingsinitiative Brandenburg‘ (Refugee Initiative Brandenburg), have fought against the Residenzpflicht. Those who talk about the protest camp at Oranienplatz without mentioning the other protest actions of refugees in 2012 and the past of our struggles are not showing solidarity but are rather ignoring us.

Remember the Refugee Protest March! In September 2012, a group of refugees started the REFUGEE PROTEST MARCH from Würzburg to Berlin. They protested against the ‘Residenzpflicht’ and took their protest to the political leaders in Berlin. On October 5th 2012 – after one month and 600 km of walking they reached their destination. A group of activists in Berlin supported the protest march by organising a camp at Oranienplatz as a place for arrival. The camp was planned for some weeks in order to organize a big final demonstration and to plan further actions. None of us planned a protest camp that would last over a year.

Remember correctly! Oranienplatz was never occupied. Again and again there were negotiations with the district mayors that led to the Oranienplatz remaining tolerated. Those who claim that Oranienplatz was occupied are ignoring our work, the work of the activists who prepared the camp and who negotiated for years.

Many people from all over Germany came to the demonstration at the end of the protest march on October 13th 2012. It got really big. After that, there were different approaches to further actions: While one group started a hunger strike on Pariser Platz, others stayed on Oranienplatz and used it as a starting point for different actions.

In the winter of 2012, refugees from Italy joined. For them the protest camp was primarily a place of survival. They fled homelessness, hunger and a lack of prospects in Italy to Berlin. That is how Oranienplatz became a symbol for the inhumanity and cruelty of the German and the EU asylum policy. Unfortunately, we have only managed to link the different groups and interests of the refugees at Oranienplatz in single actions. The asylum system has divided us. And there were also power struggles and divisions among the supporters.

Remember correctly! Oranienplatz was not evicted by the police. It was refugees who cleared the tents of other refugees. The Senate – also with the help of so-called supporters – managed to divide the refugees at Oranienplatz.

Let’s learn from the old mistakes instead of repeating them. Governments and parliaments are dividing us with their racist migration policies. We have to oppose this and grow even closer together.

And finally: Remember that until today some refugees who were at Oranienplatz back then still don’t have residence permits! As long as that is the case, there is no reason for me to celebrate.

Bruno Watara, July 2022

taken from the upcoming issue #10 of Daily Resistance

RIGHT TO STAY for ALL instead of opportunity trap!

Info event: 04 October 2022 | 6 pm | 2. HH – MehringHof – Gneisenaustr. 2a – 10961 Berlin
On the podium:

Berenice Böhlo (Migration law Lawyer)
Bruno Watara (activist, R.w.A.)
Asylum counsellor, KuB: requested

Rally: Fr, 7 October 2022 | 4pm | Bundestag

The federal government aims to implement its migration and refugee policy promises in the coalition agreement of the SPD, A BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN and the FDP in a total of four legislative packages by the end of 2023. On 6 July 2022, the cabinet adopted the first of these so-called migration packages. They promise to stand for an improved migration and refugee policy, using terms that sound good such as “opportunities”, “participation” or “respect”. However, these buzzwords do not correspond at all to the real situation and are also not provided for in practice in the planned migration laws. The coalition is further sticking to the previous principles of migration and refugee policy that are characterised by “security concerns”, “burden on the social system”, criminalisation, isolation, racist discrimination, disenfranchisement, dozens of hurdles for the granting of residence rights, readiness to take in refugees  only if there is political and economic benefit, etc.

We think opportunities, participation and respect look different. That is why we demand from the legislators a right to stay for all instead of an opportunity trap!

At the information event, we would like to take a closer look at the trickily formulated draft laws. We would like to get a better overview of the practical effects of the planned changes for migrants and refugees in Germany and present our campaign. 

We hope for a broad, supra-regional cooperation with refugee organisations and supporters!

• The event is in German. Whispered translation into English, French and Turkish will be provided on site. We will also try to offer other languages.

• In view of the increasing numbers of covid-19, we would like all participants to wear a medical or FFP2 mask on site.

On 07 October 2022 at 16:00 we also want to protest together against the migration packages in front of the Bundestag to send a strong signal for real opportunities!

Campaign network „RIGHT TO STAY for ALL instead of opportunity trap“:

Allmende e.V., Bantabaa e.V., Barnim für Alle, Berliner Gruppe Sea-Eye e.V. , BumF – Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V., Ende Gelände Berlin, Flüchtlingsrat Brandenburg, Frauenkreise Berlin, Jugendliche ohne Grenzen, Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migrant_innen e.V., Migrationsrat Berlin, No Border Assembly, Refugees with Attitudes – R.w.A, We’ll Come United Berlin-Brandenburg.


Neues Rettungsschiff Sea-Watch 5 als Kampfansage an Rechtsruck in Italien

Die jüngsten Ereignisse in Italien zeichnen ein dystopisches Bild für die zivile Seenotrettung: Wenige Tage nach der politischen Blockade des Rettungsschiffs Sea-Watch 3 wählt Italien den harten parlamentarischen Rechtsruck. Das Bündnis um die Rechtsradikale Giorgia Meloni und ihrer Partei Fratelli d’Italia, deren Wahlkampf auch auf die Beschränkung von Migration ausgerichtet war, wird stärkste Kraft. Statt…

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Pressemitteilung: Pressekonferenz mit Angela Davis am 06. Oktober 2022 auf dem O-Platz

International Women* Space e. V. veranstaltet vom 05.10. bis 09.10.2022 ein Kunst- und Kulturfestival auf dem Oranienplatz, Berlin

Berlin, den 23.09.2022 – Der Verein International Women* Space e. V. lädt ein, die 10-jährige Selbstermächtigungsgeschichte geflüchteter Menschen zu feiern, die in der Besetzung des Oranienplatzes und später dann auch der Gerhart-Hauptmann-Schule in der Ohlauer Straße ihren Höhepunkt fand. Anlässlich dieses Jubiläums wollen wir uns vom 5.10. – 9.10.2022 auf dem Oranienplatz versammeln und die Geschichte des Refugee-Resistance-Movements feiern. 

Mit einer fünftägigen Open-Air-Kunstbaustelle zeigen wir die Geschichte des Refugee-Resistance-Movements und die Facetten der Kämpfe, die auf und um den Oranienplatz geführt wurden. Menschen, die damals wie heute in der Bewegung aktiv sind, werden ein künstlerisches Festivalprogramm gestalten und ihre politischen Forderungen zentrieren.

Im Rahmen des Festivals der International Women Space e. V. wird die Schwarze Aktivistin und Bürgerrechtlerin Angela Davis am 06.10.2022 um 10 Uhr am Oranienplatz gemeinsam mit Aktivistin Napuli Langa und IWS Mitgründerin Jennifer Kamau eine Pressekonferenz zum Thema rassistischer Umgang mit BiPoC Geflüchteten abhalten. Zehn Jahre nach dem Beginn der Besetzung des O-Platzes wollen wir nicht nur unsere Geschichte feiern, sondern auch einen Vorschlag für eine Gesellschaft unterbreiten, die sich als vielfältig, postkolonial, basisdemokratisch und postmigrantisch versteht.

Die Kampagne wird gefördert vom Berliner Projektfonds Urbane Praxis, Jackal leaves the sun und Kulturstiftung des Bundes – Turn 2.

Sea-Watch 3 blockiert – Italien ignoriert EuGH-Urteil

Reggio Calabria: Nach der Rettung von 428 Personen aus Seenot blockierten die italienischen Behörden am Mittwochabend, den 21. September 2022, die Sea-Watch 3. Erst Anfang August erklärte der Europäische Gerichtshof (EuGH) jene willkürlichen Hafenstaatkontrollen für unzulässig. Um Seenotrettung zu behindern, fokussieren sich die italienischen Behörden in ihrer Begründung erneut auf die Anzahl der geretteten Menschen…

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Sea-Watch 3 blockiert – Italien ignoriert EuGH-Urteil

Reggio Calabria: Nach der Rettung von 428 Personen aus Seenot blockierten die italienischen Behörden am Mittwochabend, den 21. September 2022, die Sea-Watch 3. Erst Anfang August erklärte der Europäische Gerichtshof (EuGH) jene willkürlichen Hafenstaatkontrollen für unzulässig. Um Seenotrettung zu behindern, fokussieren sich die italienischen Behörden in ihrer Begründung erneut auf die Anzahl der geretteten Menschen…

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O-Platz wird 10 – Baustelle Migration (5.10. – 9.10.22)

Vor 10 Jahren wurde der Kreuzberger Oranienplatz und später dann auch die Gerhart-Hauptmann
Schule in der Ohlauer Straße besetzt. Anlässlich dieses Jubiläums wollen wir uns vom 5.10. – 9.10.
auf dem Oranienplatz versammeln und die Geschichte der rebellischen Geflüchteten-Bewegung
feiern.


Mit einer fünftägigen Open-Air-Kunstbaustelle zeigen wir die Geschichte des Refugee-Resistance-
Movements und die zahlreichen Facetten der Kämpfe, die auf und um den O-Platz geführt wurden.
Menschen, die damals wie heute in der Bewegung aktiv sind und auf dem O-Platz präsent waren,
werden ein Festivalprogramm mit Theater, Grafik, Malerei, Literatur, Fotografie und Film gestalten,
in dem wir auf vielfältige künstlerische Weise die Stationen des Widerstands nachzeichnen: vom
langen Marsch nach Berlin bis hin zur schändlichen Räumung des Camps durch den Berliner Senat
und den Bezirk.


Zehn Jahre nach dem Beginn der Besetzung des O-Platzes wollen wir aber nicht nur unsere
Geschichte feiern, sondern auch einen Vorschlag für eine Gesellschaft unterbreiten, die sich als
vielfältig, postkolonial, basisdemokratisch und postmigrantisch versteht.

Unser Widerstand lebt. O-Platz lebt.


O-Platz turns 10 – Migration construction site (05.10.-09.10.22)

10 years ago the Oranienplatz in Kreuzberg and later also the Gerhart-Hauptmann School in
Ohlauer Straße were occupied. To mark this anniversary, we want to gather at Oranienplatz from
5/10 – 9/10 and celebrate the history of the rebellious refugee movement.


With a five-day open-air art “construction site”, we will show the history of the Refugee Resistance
Movement and the many facets of the struggles on and around O-Platz.
People who were active in the movement then and now and were present on O-Platz are creating a
programme with theatre, graphics, painting, literature, photography and film, in which we trace the
stages of the resistance in a variety of artistic ways: From the long march to Berlin to the shameful
eviction of the camp by the Berlin Senate and the district.


Ten years after the beginning of the occupation of O-Platz, however, we not only want to celebrate
our history, but also make a proposal for a society that sees itself as diverse, postcolonial, grassroots
democratic and postmigrant.


Our resistance is alive. O-Platz is alive.

Gemeinsame Erklärung zur Forderung nach der Entlassung des UNHCR-Sonderbeauftragten Vincent Cochetel

Am Dienstag, den 6. September 2022, während Familien von vermissten und verstorbenen Personen an den EU-Grenzen zu einer Protestaktion in Zarzis, Tunesien, zusammenkamen, sendete Vincent Cochetel, der Sonderbeauftragte des UNHCR für das westliche und zentrale Mittelmeer, einen Tweet: „Wir trauern um die Verluste. Aber dieselben Mütter hatten kein Problem damit, ihre Kinder zu ermutigen oder…

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Gemeinsame Erklärung zur Forderung nach der Entlassung des UNHCR-Sonderbeauftragten Vincent Cochetel

Am Dienstag, den 6. September 2022, während Familien von vermissten und verstorbenen Personen an den EU-Grenzen zu einer Protestaktion in Zarzis, Tunesien, zusammenkamen, sendete Vincent Cochetel, der Sonderbeauftragte des UNHCR für das westliche und zentrale Mittelmeer, einen Tweet: „Wir trauern um die Verluste. Aber dieselben Mütter hatten kein Problem damit, ihre Kinder zu ermutigen oder…

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