Searching Home – Homes Lost: A booklet about the meaning of “home” and “homelessness” in Greece

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Ten people who lost what was their home to war, conflict, and other life-threatening conditions…

Ten people who were forced to escape and who decided to try to search and create another home somewhere else in safety and peace…

Ten people, who are mothers, fathers, brothers, sisters and children of someone…

Ten people with talents, professions, passions and dreams…

Ten people living in Greece for some moments…

Ten people without a shelter…

and one person, who lost his home during the economic crisis in Greece.

searching home – homes lost (download here the pdf in english)

 

no home

The loss of ‘home‘ in one country combined with the current lack of a ‘home’ in the broader sense in Greece but also in its simple meaning as a shelter, for displaced people have multiple implications on their daily life, their wellbeing and the transformation of their identities.

Repressive migration policies as implemented at the external borders of Europe, may destroy even the last sense of what each understands as being somewhere at home. But the images and feelings connected to the home left behind or the imaginary, the idealised or even utopian home that may never have existed, while it may be found in future, are being kept alive in peoples hearts with extraordinary care and cannot be taken away.

While millions of aid, have been flowing into Greece amongst others for the accommodation of the people arriving at the European shores, both Greece and indirectly the EU are not able to offer a dignified shelter.

At the same time uprooted and en route, while searching safety, peace and a spark of future, most refugees in Greece face displacement and inhuman living conditions from the very first moment they put their steps on what some with false pride call European territory. Many times this corresponds de facto to the lack of a dignified and safe shelter for weeks if not months. Sometimes, it even means sleeping rough and without anything while being exposed to all kinds of dangers, like violence and exploitation.

In the beginning of 2018, still hundreds of refugees – among them many children, pregnant ladies, elderly, disabled, sick and other vulnerable persons – are living in summer tents in the so-called hotspots on the Aegean Islands while it is winter. It is unknown how many live unofficially in the mass container camps on the mainland lacking access to any support services, social benefits and even food and how many try to survive the cold in abandoned construction sites, fabrics and old ruins; or simply, on the streets and in public parks and squares.

‘Without a home’ feel not only the ones who are dumped in dehumanizing precarious conditions in camps far from the local society, but also the ones completely excluded, the clandestines, who take other paths and are not yet identified and registered, who have not yet the permit to move.

The ruling system tries to impose a regime of control, containment, the selection of people in the ‘wanted’ and the ‘unwanted’ and finally the deportation of the latter. It punishes the ones who don’t obey the rules of the state with further exclusion, pushing them at the margins of the urban societies; creating borders in the cities.

A host country, which cannot host; torn apart by the struggle to survive the harsh austerity measures imposed by the Troikas since the beginning of the economic crisis, Greece in reality remains a transit for most displaced people. In fact, in these times also more and more Greeks are ending up on the streets without a shelter. There are no funds for these people – the ones who were kicked out of the ruling system. In this light, it is no wonder, that the lack of future prospects and of any kind of support – such as a shelter – for people who finally get the right to stay, pushes them also out and to the North of the continent and along with them, many Greeks leave too.

It is in the cities, where all these people try to develop alternative strategies to survive for the moment for example in squats or solidarity houses, where they continue their struggles for the right to stay and freedom of movement at the same time. Where workers struggle for equal opportunities against any form of discrimination.

 

Let’s stand together! Let’s eat together! Let’s live together!

Reclaim the streets, reclaim the cities!

w2eu – infomobile greece

 

Was ist ein AnKER? / What is an AnKER?

+++ deutschsprachige Version; english version below+++

 

Was ist ein AnKER?

Mit dem Bild eines Ankers verbinden wir vielleicht ein Tattoo, das Stärke ausdrücken soll oder einfach einen Haltepunkt für ein Schiff im Meer. Nun bekommt Anker jedoch eine weitere Bedeutung: als Symbol für ein rassistisches Lagersystem und eine unmenschliche Asylpolitik. Wovon ist die Rede? Den sogenannten „AnKER-Einrichtungen“ (AnKER steht für “Ankunft, Entscheidung und Rückführung=Abschiebung”)– neuen Abschiebelagern, die die Große Koalition aus CDU, CSU und SPD in Deutschland umsetzen möchte.

Worum geht es?

AnKER-Lager sind die neueste Stufe der Zerlegung des Rechts auf Asyl in Deutschland. In diesen AnKER-Lagern werden Menschen, denen die Label Geflüchtete, Asylsuchende, Flüchtling aufgedrückt werden, in Zukunft für bis zu 18 Monate gefangen gehalten. In AnKER-Lagern sollen das BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge), Jugendämter, Justiz, Ausländerbehörden und andere staatliche Institutionen vor Ort sein – ein totales System für eine totale Desintegration aus der Gesellschaft.

AnKER. Das steht für Einlagerung bei Ankunft bis zur Entscheidung über den Asylantrag sowie für Rückführung – ein beschönigendes Wort für Abschiebungen. Es steht für eine Unterscheidung zwischen Menschen „ohne Bleibeperspektive“, die diese Einrichtungen nicht verlassen werden und Menschen „mit Bleibeperspektive“ auf die nach der BAMF-Entscheidung das übliche Lagersystem aus sogenannten „Gemeinschaftsunterkünften“ – also Sammellagern – wartet.

Im Herbst ist die Eröffnung des ersten AnKER-Lagers geplant. Es knüpft an eine Tradition an, die von selbstorganisierten Gruppen, Aktivisten und Aktivistinnen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern seit Jahren kritisiert und bekämpft wird. Während die Unterbringungsbedingungen früher bzw. heute von einer Flucht nach Deutschland durch schlechte Lebensbedingungen, Freiheitsberaubung und Kontrolle durch Security-Dienste und Polizei abschrecken sollten bzw. sollen, so nimmt der Staat die Abschottung und Abschiebung nun vollends selbst in die Hand: Wenn die Pläne aus dem Koalitionspapier von SPD, CDU und CSU umgesetzt werden, wird in Zukunft fast niemensch mehr ein AnKER-Lager verlassen bis es zur Abschiebung – oder für Wenige – zur Aufnahme als Mitmensch zweiter Klasse kommt.

 

Wie funktioniert das?

Asyl basiert im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschlands sowie in der Genfer Flüchtlingskonvention auf einer Einzelfallprüfung: Es sollte eigentlich ein individuelles, subjektives Recht sein.

Seit einer weitreichenden Reform des Asylrechts im Jahr 1993 gibt es jedoch Kriterien wie sogenannte „sichere Herkunftsstaaten“ und „sichere Drittstaaten“: aus dem individuellen Recht wird so eines, das über die Bestimmung von Staaten – also eine territoriale und willkürliche Logik begrenzt wird, z.B. schließt sie alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union, Albanien, Bosnien, Herzegowina, Ghana, Kosovo, Mazedonien, die ehemalige Jugoslawische Republik, Montenegro, Senegal und vielleicht bald auch andere: Marokko, Algerien und Tunesien aus. Statt Einzelfallprüfung kommt es zu kollektiven Urteilen über das Bleiberecht, den Aufenthaltstitel und das Leben einzelner Menschen.

 

Was haben diese rechtlichen Überlegungen mit den AnKER-Lagern zu tun?

Alles. Schon mit den sogenannten Asylpakten wurde 2015 und 2016 die Dauer des Aufenthaltes in Aufnahmelagern von 3 auf 6 Monate erhöht. Es wurden außerdem sogenannte „beschleunigte Verfahren” eingeführt, die insbesondere dazu dienen, die nach territorialer Logik ausgeschlossenen Menschen schneller abzuweisen und abzuschieben. Mit den AnKER-Lagern wird die Dauer der Lagerung in der Erstaufnahme auf 18 Monate erhöht. Menschen, die nach Deutschland kommen, um Asyl zu erhalten, werden in diesen Einrichtungen vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen und erst nach Monaten – wenn sie Glück haben – ein halbwegs “normales” Leben in unserer rassistischen Gesellschaft anfangen können. Die Erfahrung zeigt: solche Lager, der Ausschluss aus gesellschaftlicher Teilhabe und guten Beratungsangeboten verringern die Chance, Bleibe- bzw. Asylrecht zu erlangen. Die Erfahrung zeigt auch: das Leben in solchen Lagern bringt soziale und psychologische Probleme, es bedeutet Gewalt gegen die Betroffenen, es riskiert die Leben der gelagerten Menschen und bringt berechtigte Aufstände gegen die Lagerleitung mit sich.

Kurz: Mit den geplanten AnKER-Lagern erreicht die rassistische Lager- und Asylpolitik in der Bundesrepublik Deutschland ihren neuen Höhepunkt – es ist der aktuell letzte Schritt in einer menschenfeindlichen Tradition: Menschen werden zu einem Verwaltungsgegenstand gemacht, zu einer Zahl, die politisch-motiviert mit der institutionellen Gewalt der Lagerunterbringung gegen Null gedrückt wird. Bei den AnKER-Lagern handelt es sich nicht um eine nationalistisch-rassistische Idee der radikalen Rechten, sondern um eine Idee aus der “Mitte der Gesellschaft”, einen rassistischen Konsens, der beinahe parteiübergreifend herrscht. Die Lagerunterbringung von Menschen, denen die Label Geflüchtete, Asylsuchende oder Flüchtling aufgedrückt werden, ist seit Jahren eine menschliche Katastrophe, über die zu wenig gesprochen wird. Falls es jedoch Zweifel gab, dass Lager einen Teil der deutschen Normalität ausmachen – heute und mit der Diskussion um AnKER-Lager kann niemand mehr diese Zweifel haben.

Schliesst die Lager! Menschenwürdiges Wohnen für alle!

 


 

+++English Version+++

What is an AnKER?

With the image of an anchor (German: Anker) we may associate a tattoo to express strength or simply a mechanism for a ship to keep safe at sea. Now, however, anchor (AnKER) takes on another meaning: as a symbol for the racist German camp system and an inhuman asylum policy. What is this article about? The so-called “AnKER-facilities” (AnKER stands for “Ankunft=Reception, Entscheidung=Decision and Rückführung=Deportation”) – new deportation camps that the Grand Coalition of CDU, CSU and SPD wants to implement in Germany.

 

What is this about?

AnKER camps are the newest and last stage in the dismantling of the right to asylum in Germany. In these AnKER camps, people who are forcefully labelled as asylum seekers or refugees will be held captive for up to 18 months in the future. In AnKER camps, the BAMF (Federal Office for Migration and Refugees), youth welfare offices, the department of justice, immigration authorities and other state institutions will be present – a total system for a total disintegration from society.

AnKER. This stands for the storage of human beings on arrival (“Ankunft”) until the decision on the application for asylum has been taken (“Entscheidung”) as well as for repatriation (“Rückführung”) – a euphemism for deportations. It stands for a distinction between people “without a perspective to stay” who will not leave these facilities before being deported and people “with a perspective to stay” who will – after the BAMF decision – be tranferred to the usual camp system of so-called “community accommodation” – i.e. collective camps.

The first AnKER camp is planned for autumn. It builds on a tradition that has been fought for years by self-organised groups and activists. While accommodation conditions in the past and today are planned to frighten people from fleeing to Germany due to poor living conditions, deprivation of freedom and control by security services and the police, the state now takes deterrence and deportation completely into its own hands: If the plans from the coalition paper of the SPD, CDU and CSU are implemented, almost nobody will leave an AnKER camp until deportation – except for the few who are accepted as second-class human beings.

 

How does it work?

In the Constitution of the Federal Republic of Germany and the Geneva Refugee Convention, asylum is based on a case-by-case examination: it should actually be an individual, subjective right.

Since a far-reaching reform of the asylum law in 1993, however, criteria such as so-called “safe countries of origin” and “safe third countries” have been introduced: the individual right thereby becomes one that is limited by the definition of states – i.e. a territorial and arbitrary logic (e.g. excluding all member states of the European Union, Albania, Bosnia, Herzegovina, Ghana, Kosovo, Mazedonia, the former Yugoslav Republic, Montenegro, Senegal and soon maybe: Morocco, Algeria and Tunisia). Instead of examining individual cases, there are collective judgments on the right of residence, the residence title and the lives of individuals.

 

What do these legal considerations have to do with AnKER camps?

Everything. Already with the so-called asylum packages I and II, the length of stay in reception camps was increased from 3 to 6 months in 2015 and 2016. In addition, so-called “accelerated procedures” (“beschleunigte Verfahren”) were introduced, which serve in particular to reject and deport people excluded according to a territorial logic (“safe countries of origin” and “safe third countries”) more quickly. With the AnKER camps, the duration of storage in camps is legalized and increased to up to 18 months. People who come to Germany to receive asylum are excluded from social life in these institutions and only after months – if they are lucky – can start a halfway “normal” life in our racist society. Experience shows: such camps, the exclusion from social participation and good counselling offers reduce the chance of obtaining the right to stay or asylum. Experience also shows: life in such camps brings social and psychological problems, it means violence against those affected, it risks the lives of the stored people and brings with it justified revolts against the camp management.

In short: With the planned AnKER camps, the racist camp and asylum policy in the Federal Republic of Germany reaches its newest and highest point – it is the latest step in an anti-human tradition: people are turned into an administrative object, into a number that is pushed towards zero out of political motivation using the institutional violence of the camp system. The AnKER camps are not a nationalist-racist idea of the radical right, but an idea from “the centre of society”, a racist consensus that prevails almost across all party lines. For years, the camp system for people who are forcefully labbeled as asylum seekers or refugees has been a human catastrophe that has been talked about too little. However, if there were doubts that camps do not form part of German normality – today and with the discussion about AnKER camps, no one can have these doubts anymore.

 

Close the Camps! Respectable Housing for all!

 

 

Berlin, 15. Mai 2018, LMNB – Lager Mobilisation Network Berlin.

JetztRedenWir! Demonstrationszug in Ellwangen

Ellwangen Demo

JetztRedenWir! Eindrücke von dem Aktionstag in Ellwangen. Über 300 Menschen zeigten ihre Solidarität mit den Bewohner*innen der LEA und gingen gegen Rassismus, den Populismus der Medien, Polizeigewalt & die Kriminalisierung von Geflüchteten auf die Straße. Es wurde die ganze Zeit gerufen und gesungen: We are refugees not criminals! Stop Deportation! Bleiberecht für alle!

Vor der LEA in Ellwangen schildern Flüchtlinge ihre Sicht der Dinge: „Wir haben die Polizisten nicht angegriffen, sind nicht mal in die Nähe ihres Autos gekommen.“

Ellwangen Presskonferenz

 

Viel wurde über uns geredet, jetzt reden wir! Mahnwache, Pressekonferenz und Demonstration am 9. Mai 2018 in Ellwangen

Ellwangen LagerPressemitteilung 08.05.2018

Wir, Bewohner*innen der Landeserstaufnahmeeinrichtung Ellwangen laden für Mittwoch den 9. Mai 2018, um 17 Uhr zu einer Pressekonferenz ein und rufen ab 18 Uhr zu einer Demonstration auf. Zwischen 12 bis 18 Uhr findet auf dem Marktplatz in Ellwangen eine Mahnwache statt.

Die Pressekonferenz wird direkt vor der Landeserstaufnahmeeinrichtung Ellwangen stattfinden. Dort wird auch die Demonstration beginnen. Wir rufen alle demokratisch gesinnten Menschen auf, sich an der Demonstration zu beteiligen und diese zu beschützen. Unterstützen sie unseren gerechten Protest und hören sie uns zu, was wir als Betroffene zu dem Polizeieinsatz zu sagen haben. Viele von uns sind durch den bürgerkriegsähnlichen Polizeieinsatz tief verunsichert.

Am Montag den 30. April gegen 2.30 Uhr sollte ein Togoer von der Polizei aus der Landeserstaufnahmeeinrichtung abgeholt werden. Der Protest entstand spontan. Einige Abschiebungen bei dem die Polizei laut und aggressiv vorgegangen ist, haben wir schon erlebt. Unser Protest war bestimmt, aber zu jedem Zeitpunkt friedlich. Vorwürfe, jemand sei gegen die Polizei mit Gewalt vorgegangen sind falsch und haben sich auch nicht bestätigt. Falsch ist auch, dass die Person die man abschieben wollte, bereits im Polizeiauto saß. Der Togoer stand entfernt neben uns in Handschellen. Die Polizei verließ während des Protests die Landeserstaufnahmeeinrichtung und gab einem dort beschäftigten Security-Mitarbeiter die Schlüssel für die Handschellen. Der Togoer war, nach dem die Polizei sich entfernt hatte, noch etwa eineinhalb Stunden in Handschellen, bis die Security ihm die Handschellen abnahm. Das ist die wesentliche Geschichte vom Montag. Der Betroffene ist auch nicht untergetaucht, wie behauptet wurde. Niemand ist bei dem spontanen politischen Protest zu Schaden gekommen.

Am Donnerstag den 3. Mai 2018 kam es in der Nacht zwischen 3 und 4 Uhr zu einem Polizeieinsatz an dem mehrere hundert Polizisten beteiligt waren. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Ziel waren drei Gebäude, wovon 292 Personen betroffen waren. In den Gebäuden positionierte sich die Polizei vor sämtlichen Türen und schlug zeitgleich alle Türen ein, obwohl man die Türen in der Einrichtung nicht abschließen kann. Wir waren alle im Bett. Die Polizei leuchtete mit Taschenlampen. Niemand durfte sich anziehen. Alle mussten die Hände in Höhe halten und wurden gefesselt. Die Zimmer wurden durchsucht. Viele wurden bei der Polizeiaktion verletzt. Wer Fragen stellte musste mit Gewalt rechnen.Wir dachten es handelt sich um eine großangelegte Abschiebeaktion. Wie wir später erfuhren, durften die Bewohner*innen der Nachbargebäude ebenfalls die Gebäude nicht verlassen. Die Polizei unterstellte in einer Pressemitteilung wir hätten Waffen und gefährliche Gegenstände. Nichts von dem ist wahr, nichts wurde bei den Durchsuchungen gefunden. Mehr dazu erfahren Sie am Mittwoch bei der Pressekonferenz.

Wer auch immer diesen Polizeieinsatz zu verantworten hat, er war politisch motiviert und inszeniert. Die bundesweite Berichterstattung und Diskussionen über eine nächtliche spontane, friedliche und politische Aktion, zeigt, wie stark dieses Land mit fremdenfeindlichen Ressentiments aufgeladen ist. Viel wurde in den letzten Tagen über uns geredet. Niemand hat uns nach unserer Meinung gefragt. Am Mittwoch möchten wir über die Polizeiaktion und über unsere Situation in der Landeserstaufnahmeeinrichtung sprechen. Wir hoffen, es werden uns viele zuhören.
Wer Kontakt zu Bewohnern in englischer Sprache wünscht, schreibe bitte eine Mail an info@aktionbleiberecht.de

Aktion Bleiberecht Freiburg

Was ist in Ellwangen passiert? Ein Statement von den Geflüchteten in Ellwangen

Ellwangen Demo Refugees4Refugeesby refugees4refugees

Die Situation in Ellwangen begann schon vor der Razzia am vergangenen Donnerstag. Nämlich im April 2018:

„Wir haben uns mit dem Leiter der LEA in Ellwangen getroffen. Wir haben ihm über unser Leben in der Unterkunft und wie die Leute sich hier fühlen erzählt, auch wegen die Duldung und Dublin regeln.“

Er versprach uns, dass wir mit der Presse und mit PolitikerInnen über unsere Situation reden können, da er und die Hausverwaltung nicht für die Zustände verantwortlich seien. Er wollte sich um alles kümmern.

Am 27. April hatten wir dann ein gemeinsames Treffen mit dem Leiter der LEA. Bei diesem Treffen sagte er, wir könnten die Presse am Donnerstag, dem 03. Mai treffen.

Um 3 Uhr morgens am Montag, dem 30. April, hörten wir viel Lärm. Als wir draußen ankamen, beschwerten sich Leute über die Abschiebung eines Togolesen. Wir sahen, dass die Polizei den Mann zwingen wollte, in ihr Auto einzusteigen – er war bereits in Handschellen. Und er sagte zur Polizei, dass er nicht einverstanden sei. Also sagten auch wir, dass wir die Polizei den Mann nicht einfach aus der Unterkunft mitnehmen lassen. Als sie sahen, dass immer mehr Leute von der Unterkunft nach draußen kamen, zogen sie sich zurück.“ Wir waren zu dem Zeitpunkt um die 30/40 Leute.“ Das berichten die Geflüchteten aus Ellwangen. Die Polizei war schon weg, als noch weitere Geflüchtete zum Ort des Geschehens kamen. Sie trafen nur noch den Mann in Handschellen an, während wir ihnen von der Situation erzählten.

Die Berichterstattung schreibt nun von bis zu 200 Personen. Doch in der Unterkunft in Ellwangen sind aktuell weniger als 150 afrikanische Geflüchtete untergebracht. Wenn der Vorwurf, dass wir die Polizei umringt hätten, stimmen würde, wie wäre es ihnen dann überhaupt möglich gewesen, sich so unproblematisch zurückzuziehen? Wenn die Polizei sich so sicher ist, sollten sie doch in der Lage sein, Beweise dafür anzubringen. Die deutsche Polizei ist – wie wir wissen – sehr professionell im berichten über ihre Kontrollmacht.

An dieser Stelle scheint der Rassismus der deutschen Polizeibehörden ihnen selbst auf die Füße zu fallen. („Oh, afrikanische Geflüchtete, die sind aggressiv.“)

„Nach einer Stunde kam ein Security Mitarbeiter mit dem Schlüssel der Handschellen, befreite den Mann und ging mit den Handschellen wieder.
Wir waren überrascht, als dann gegen 10:00 Uhr morgens, nochmal der Einrichtungsleiter zu uns kam und uns aufforderte, ihm die Handschellen zu geben. Wir fragten: „Why are you trying to fool us when the handcuff is with the security officer?“ Wir gingen danach zum Security Mitarbeiter, der die Handschellen mitgenommen hatte. Wir fragten ihn, warum er den Einrichtungsleiter nicht über den Verbleib der Handschellen informiert hatte, woraufhin dieser erwiderte, dass der Einrichtungsleiter bereits informiert wurde.“

An dieser Stelle war uns klar, dass etwas falsch läuft. Erpressung und Intrigen, um uns ungerechtfertigter Weise zu kriminalisieren.

„Am Donnerstag, dem 3. Mai, um 5:00 Uhr morgens – also an dem Tag, an dem wir die Presse hätten treffen sollen (was vom Einrichtungsleiter organisiert wurde) – hörten wir Schreie und Rufe: „Polizei! Polizei!“ Die Polizei brach sämtliche Zimmertüren gewaltsam auf (obwohl man die Türen in der Einrichtung nicht abschließen kann), stürmte die dunklen Zimmer mit hellen Taschenlampen und schrie, „Polizei! Polizei! Hands up, don`t move! Give me your Ausweis and Camp chip card! Do you have a handy?“ Daraufhin wurden wir mit Kabelbindern gefesselt und sollten uns auf den Boden legen. Nach der Kontrolle der Ausweise und der Camp-Chipkarten, um die Personen zu identifizieren, ging die Polizei weiter und durchsuchte unsere Kleidung und gesamten Zimmer. Davor fragten sie uns noch, ob wir irgendwelche gefährlichen Waffen oder Drogen in unserem Besitz hätten. Einige von uns waren nackt und ihnen wurde verboten, sich etwas anzuziehen – auch trotz Erkältungen. Wir wurden gezwungen ruhig zu sein und wir wurden geschlagen, wenn wir es gewagt haben, Fragen zu stellen. Unsere Hosen und Geldbeutel wurden durchsucht. Von einigen von uns, die mehr als 200,- Euro hatten, nahmen sie Geld mit.

Nach der Razzia wurden 27 Personen festgenommen und in ein anderes Gebäude, gegenüber der Polizeistation auf dem Gelände der Unterkunft, gebracht. Eine der betroffenen Personen, die verhaftet wurde, weil sie unregistrierte Lyca Simkarten hatte, erzählt, wie schlecht sie behandelt wurden, gefesselt und in der Kälte stehen gelassen.

Eine junge Frau, die ihrem Partner Kleidung brachte, durfte ihm nicht helfen, Klamotten zu tragen. Aber ein anderer festgenommener und gefesselter Freund half ihm, während die Polizei sie beobachtete. Einem anderen Freund von uns wurde vom Polizeichef untersagt, die Toilette zu benutzen. Der gleiche Polizeichef befragte einen anderen Polizeibeamten, warum ein Geflüchteter ohne, mit Kabelbindern, verbundenen Händen in die Schlange der Festgenommenen gebracht wurde. Er ordnete an, auch diesen Geflüchteten zu fesseln.

Einer nach dem anderen wurde verhört – im Dabeisein von fast 20 Polizeibeamten mit Hunden. Außerdem wurden wir fotografiert und danach in die Polizeistation auf dem Unterkunftsgelände gebracht, wo uns Fingerabdrücke abgenommen wurden. Selbst einer der Sozialarbeiter war schockiert, dass ein solcher Prozess losgetreten wird, beispielsweise aufgrund des Besitzes von SIM-Karten.

Als die Polizei schließlich weg war, gab es einige Verletzte, die ins Krankenhaus kamen. Zur gleichen Zeit begannen einige Medien, von außerhalb der Unterkunft aus, zu berichten.
Wir sind erschüttert, wie die Medien die erlogenen Polizeiberichte einfach übernommen haben, ohne die tatsächlichen Ereignisse zu recherchieren oder uns zu fragen, was passiert ist.

Wir, die Geflüchteten aus Ellwangen, sind nicht gewalttätig. Auch wenn die Polizei sagt, wir hätten sie angegriffen. Es gab während des Vorfalls eine Distanz zwischen uns und der Polizei. Unser Bruder in Handschellen stand zwischen uns und der Polizei. Wir haben Beweise für alles, was die Polizei mit uns gemacht haben.

Jetzt haben wir uns entschieden, eine Demonstration zu machen. Für uns ist das die einzige Möglichkeit, Leute darüber zu informieren, was tatsächlich passiert ist. Die Medien verfälschen unsere Statements und wenden sie gegen uns.

Wir treffen uns am Mittwoch, dem 9. Mai um 17:00 Uhr an der Ellwangener LEA.

Gegen Rassismus
Gegen den Populismus der Medien
Gegen Polizeigewalt
Gegen die Kriminalisierung von Geflüchteten

Terminüberischt:

12:00 Mahnwache am Marktplatz
Kommt vorbei, wenn ihr hören wollt, was tatsächlich passiert ist.

17:00 Kundgebung und Demonstration vor der LEA

__________

KONTAKT:
Flüchtlinge für Flüchtlinge (Refugees4Refugees)
Selbstorganisierte Beratungsstelle von und für Gefluchtete
Böblingerstr. 105
70199 Stuttgart
Tel.: 015172207248
https://refugees4refugees.wordpress.com/

 

Klage gegen Italien wegen der Koordinierung der Rückführungen der libyschen Küstenwache, die zu Todesfällen und Missbrauch von Migranten geführt haben

Berlin, 08.05.2017 Erstmals juristische Schritte gegen illegale Pull-Back Aktionen: Sea-Watch unterstützt Überlebende bei Gerichtsverfahren gegen Italien 17 Überlebende des fatalen Bootsunglücks vom 06. November 2017 ziehen mit Unterstützung mehrerer Menschenrechtsorganisationen vor den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof und leiten so erstmals juristische Schritte gegen die von der EU unterstützten, illegalen Push-Backs ein. Sea-Watch hat diesen Schritt von Anfang…

Der Beitrag Klage gegen Italien wegen der Koordinierung der Rückführungen der libyschen Küstenwache, die zu Todesfällen und Missbrauch von Migranten geführt haben erschien zuerst auf Sea-Watch e.V..

A Very Big SALUTE to the Refugee Resistance in Ellwangen

by The VOICE Refugee Forum

With a strong and powerful fist raised towards the sky, we The VOICE Refugee Forum salute the bravery and courage of our fellow refugee brothers and sisters, for valiantly preventing the callous and inhuman deportation of a Togolese refugee and defending his right to human dignity.

Since the incident last Monday and the unsubstantiated Police allegation of “attack and violence” by refugees, the German mainstream and tabloid media have literally gone into overdrive to report on it. Yet, they are unable to report what the refugees are saying and experiencing. Any surprise? Not at all, because this is obviously an attempt to broaden and advance the underlying anti-refugee politics and policies of the German government, deliciously but dangerously spiced with racist motives and narratives. The press is refusing to report on the unhealthy, horrible and unbearable conditions that refugees are forced to live in, where refugees are crammed together like slaves on slave ships. They are failing to report that refugees are being deported with violence by the German authorities to countries (including Italy and others in Europe and beyond) where neither the safety of their lives nor their human dignity can be guaranteed. Is it any wonder that attempted and actual suicide by refugees are on the increase as a result of the hopelessness and lack of perspectives they are served with in this “Rechtsstaat”? Where is the press on these issues? There is a deafening silence!

…unsubstantiated Police allegation of “attack and violence” (“Several injured after huge police operation at ‘rebel’ asylum home” https://www.thelocal.de/20180503/hundreds-of-police-officers-deployed-at…)

Yes, rechtsstaat! The feckless politicians are head over heals tripping themselves on the way to see who can wear the badge of ‘the nastiest’ to the refugees. They are racing to the rotten bottom in condemnation of a legitimate resistance to oppression, violence and inhumanity in the name of rechtsstaat and hospitality that ‘must not be trampled on’. How cynical, disingenuous and hypocritical of you to even mention rechtsstaat and hospitality with your ‘lager’ mentality and how you treat refugees in those filthy camps. We are not even going into your shameless, dubious and corrupt collaboration with dictators all over Africa including Togo where this refugee fled from in the first place. You are so upright with your rechtsstaat that you reach agreements with and pay these dictators who in turn employ militias to brutalise and maim men, women and children seeking refuge from the dangerous situation that you facilitate with your economic interests. If the experience in these camps is what you define as hospitality, we heartily invite you to check into one of these camps (yes, there is still enough space for you and your family) and enjoy it. If you are too cowardly to take that offer, we ask you in very clear terms to take your hospitality and shove it!!!

The allegation of aggression, attack and violence by the police as widely reported in the media is so far, nothing more than a bogus claim as there is up till the moment of writing, no evidence to substantiate those claims. While the police managed to mis-inform and the press ran with the misinformation that the refugees injured scores of police officers – supposedly, officially the Police could only confirm that only one officer was slightly injured (see Taz, 3.5.18 “Was geschah in Ellwangen?” www.taz.de/!5500584/). Worse still is the allegation of weapons that the refugees supposedly had which also turned out to be flatly false. Unable to prove that the refugees were violent as alleged, the Police resorted to redefine and equate violence with coercion. Perhaps the Police need to be reminded of what violence is: violence is when you chained Oury Jalloh to the mattress in a police station in Dessau and burned him alive. Violence is when you forcibly pumped emetics into Laye Conde and killed him in a police station in Bremen, just as Achidi John in Hamburg. Violence is when you fatally shot Dominique Kumadio near his apartment in Dortmond just like you shot and killed Christie Schwundeck at the Job Centre in Frankfurt, and Mariamme Sarr in Ascherffenburg. Violence is when policemen raped women (who were to be deported) and filmed it, in police station in Bremen. Got it? The list goes on!!!

In our view, two things are particularly worth noting here. First, it is important to put these into some perspectives and understand that this is a carefully pre-planned and coordinated effort by the authorities to break the resistance of refugees to deportation. Moreover, it is to provide a political cover, legitimisation and justification for the unwarranted violence and brutality that the police are most likely to exert in any future deportation attempts. They have admitted this much in public and their action on Thursday confirms this. But it remains to be seen if the public will rise in support of human decency and respect of the vestiges of refugee rights in this country or they will submit to manipulation and be conned by these sinister machinations. For anyone who has been invested in any way in the pervasive and now-fading refugees welcome, it is time to shed that superficiality and get real and show some solidarity with these maligned refugees.

Second, there is nothing criminal about the desire to live a safe and secured life irrespective of how Germany and others may view it today. Millions of people migrated from Germany/Europe to seek better and secured lives in other countries and continents and so it is nothing new. Refugees are in this country exactly for this reason and “We are here because you destroy our countries”!!! So any attempt to deny us the opportunities to realise this is sure to be met with resistance. This is why refugee resistance is guaranteed to continue in Germany irrespective of the politics and policies of the German/European authorities or the number of policemen and women and their vehicles. It is in this spirit of resistance that we SALUTE the courageous action of refugees in Ellwangen.

Long Live the Resistance!!!

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deutsch

SALUT dem Flüchtlingswiderstand in Ellwangen

Mit einer starken und machtvollen zum Himmel gereckten Faust begrüßen wir, The VOICE Refugee Forum, die Tapferkeit und den Mut unserer Mitflüchtlinge, Brüder und Schwestern, weil sie beherzt die hartherzige und inhumane Abschiebung eines togoischen Flüchtlings verhindert und sein Recht auf Menschenwürde verteidigt haben.

Seit dem Vorfall letzten Montag und der substanzlosen Anschuldigung von “Angriff und Gewalt”, die von Flüchtlingen ausgegangen sein sollen, haben die deutschen Mainstream- und Boulevardmedien im wahrsten Sinne des Wortes die Automatikschaltung eingelegt, wenn sie darüber berichteten. Ja, sie sind nicht in der Lage, darüber zu berichten, was die Flüchtlinge sagen und welche Erfahrungen sie machen. Überraschung? Absolut nicht, denn dies ist offensichtlich ein Versuch, die zu Grunde liegende Anti-Flüchtlingspolitik und die Politik der deutschen Regierung delikat und gefährlich gewürzt mit rassistischen Motiven und Narrativen auf eine breitere Basis zu stellen und voranzutreiben.

Die Presse weigert sich, über die ungesunden, schrecklichen und unerträglichen Bedingungen zu berichten, unter denen Flüchtlinge zu leben gezwungen sind, wo Flüchtlinge zusammengepfercht werden wie Sklaven auf einem Sklavenschiff. Sie versäumen es, darüber zu berichten, dass Flüchtlinge von den deutschen Behörden gewaltsam in Länder (einschließlich Italien und andere europäische Staaten) abgeschoben werden, wo weder die Sicherheit ihres Lebens noch ihre Menschenwürde garantiert werden können. Ist es in irgendeiner Weise verwunderlich, dass versuchte und tatsächliche Selbstmorde von Flüchtlingen zunehmen als Resultat der Hoffnungslosigkeit und des Mangels an Perspektiven in diesem “Rechtsstaat”? Wo ist die Presse bei diesen Angelegenheiten? Hier herrscht ohrenbetäubende Stille!

Ja, Rechtsstaat! Die nutzlosen Politiker überstürzen sich dabei, um zu sehen, wer die Plakette desjenigen tragen kann, der am fiesesten gegenüber den Flüchtlingen ist. Sie führen ein Wettrennen zum verkommenen Boden der Verurteilung eines legitimen Widerstandes gegen Unterdrückung, Gewalt und Unmenschlichkeit im Namen eines “Rechtsstaates, auf dem nicht herumgetrampelt werden dürfe”. Wie zynisch, verschlagen und heuchlerisch von euch ist es, sogar von Rechtsstaat und Gastfreundschaft zu sprechen angesichts eurer Lager-Mentalität und der Art und Weise, wie ihr mit den Flüchtlingen in diesen dreckigen Lagern umgeht.

Von eurer schamlosen, zweifelhaften und korrupten Kollaboration mit Diktatoren in ganz Afrika, einschließlich Togo, von wo dieser Flüchtling geflohen ist, sprechen wir hier gar nicht an erster Stelle. Ihr seid so aufrecht mit eurem Rechtsstaat, dass ihr Abkommen mit diesen Diktatoren erreicht und sie dafür bezahlt, dass sie im Gegenzug Milizen anstellen, um Männer, Frauen und Kinder zu brutalisieren und zu verstümmeln, die Zuflucht suchen von der gefährlichen Situation, die ihr durch eure ökonomischen Interessen gefördert habt. Wenn die Situation in diesen Lagern das ist, was ihr als Gastfreundschaft definiert, dann laden wir euch herzlich ein, in eines dieser Lager einzuchecken – ja, es gibt noch genug Platz für euch und eure Familien – und euren Aufenthalt zu genießen. Falls ihr zu feige seid, dieses Angebot anzunehmen, fordern wir euch in klaren Worten auf: Nehmt eure Gastfreundschaft und steckt sie euch sonstwo hin!

Die von der Polizei erhobenen Anschuldigungen von Aggression, Angriff und Gewalt, von denen in den Medien so ausführlich berichtet wurde, sind bislang nicht mehr als eine falsche Behauptung, da es bis zu dem Moment, in dem dieser Text verfasst wurde, keinen Beleg gibt, der diese Behauptungen mit Substanz füllen würde. Während es der Polizei gelungen ist, falsch zu informieren, und die Presse davongelaufen ist mit der Falschmeldung, dass die Flüchtlinge eine große Menge von Polizeibeamten verletzt hätte, konnte die Polizei offensichtlich offiziell lediglich bestätigen, dass nur ein Beamter leicht verletzt wurde
(see TAZ, 3.5.18 “Was geschah in Ellwangen?” www.taz.de/!5500584/). Schlimmer noch ist die Anschuldigung, dass die Flüchtlinge angeblich Waffen besessen hätten, die sich ebenfalls als rundweg falsch herausstellte.

Unfähig zu beweisen, dass die Flüchtlinge, wie behauptet, Gewalt anwandten, verlegte man sich darauf, den Begriff umzudefinieren und Nötigung mit Gewalt gleichzusetzen. Vielleicht muss die Polizei daran erinnert werden, was Gewalt ist: Es war Gewalt, als ihr Oury Jalloh in einer Polizeistation in Dessau an eine Matratze angebunden habt und ihn lebendig verbranntet. Es war Gewalt, als ihr Brechmittel in Laye Conde hineingepumpt habt und ihn dadurch in einer Polizeiwache in Bremen getötet habt, genauso wie Achidi John in Hamburg. Es war Gewalt, als ihr Dominique Kumadio in der Nähe seiner Wohnung in Dortmund erschossen habt, so wie ihr auch Christie Schwundeck auf dem Jobcenter in Frankfurt durch eure Schüsse getötet habt und Mariamme Sarr in Aschaffenburg. Es war Gewalt, als Polizisten Frauen, die abgeschoben werden sollten, vergewaltigten und dabei filmten, geschehen in einer Polizeistation in Bremen. Verstanden? Die Liste geht weiter!

Unserer Meinung nach sind insbesondere zwei Dinge hier nötig erwähnt zu werden. Erstens ist es wichtig, dies in die richtige Perspektive zu rücken und zu verstehen, dass es sich hier um ein von den Behörden sorgfältig geplantes und koordiniertes Bestreben handelt, den Widerstand von Flüchtlingen gegenüber Abschiebungen und ihre Solidarität miteinander zu brechen. Darüber hinaus dient es dazu, den politischen Deckmantel, die Legitimierung und Rechtfertigung für die ungerechtfertigte Gewalt und Brutalität zu liefern, die die Polizei höchstwahrscheinlich bei jedem zukünftigen Abschiebeversuch ausüben wird. Sie haben dies häufig öffentlich zugegeben und ihre Aktion am Donnerstag bestätigt dies. Aber man muss sehen, ob die Öffentlichkeit aufstehen wird, um den menschlichen Anstand und den Respekt gegenüber den Resten der Rechte von Flüchtlingen in diesem Land zu unterstützen oder ob sie sich der Manipulation unterwirft und durch diese dunklen Machenschaften hereingelegt wird. Für jeden, der in irgendeiner Weise in das einst allgegenwärtige und nun verschwindende “Refugees Welcome” einbezogen war, ist es jetzt Zeit, diese Oberflächlichkeit abzuwerfen und echt zu werden und Solidarität mit diesen verleumdeten Flüchtlingen zu zeigen.

Zweitens liegt nichts Kriminelles in dem Wunsch, ein sicheres und geschütztes Leben zu führen, unabhängig davon wie Deutschland und andere das heute sehen mögen. Millionen von Menschen emigrierten aus Deutschland/Europa, um ein besseres und sicheres Leben in anderen Ländern und Kontinenten zu suchen, also ist dies nichts Neues. Flüchtlinge sind genau aus diesem Grund in diesem Land und: “Wir sind hier, weil ihr unsere Länder zerstört!!!” Daher wird jeder Versuch, uns die Chancen zu verweigern, dies zu verwirklichen, mit Sicherheit auf Widerstand treffen. Aus diesem Grund wird der Widerstand von Flüchtlingen in Deutschland garantiert weitergehen, unabhängig von der Politik der deutschen und europäischen Behörden und unabhängig von der Anzahl der Polizisten und Polizistinnen und ihrer Fahrzeuge. Im Geiste dieses Widerstandes begrüßen wir die mutige Aktion der Flüchtlinge in Ellwangen.

Lang lebe der Widerstand!!!
Ziviler Ungehorsam in EllwangenFür die Freiheit, gegen Abschiebung
http://taz.de/!5503329/

The VOICE Refugee Forum

BigBrotherAward 2018, category “Administration”: CEVISIO Software und Systeme GmbH

[This is a REPOST of the text published during the BigBrotherAward 2018; HERE you can read the original text in German, or watch the VIDEO of the award ceremony. /// Das ist ein Repost des Textes, der im Rahmen der BigBrotherAward 2018 veröffentlicht wurde; hier könnt ihr den Originaltext in deutscher Sprache lesen, oder euch das Video der Preisverleihung anschauen]


The BigBrotherAward 2018 in the category “Administration” goes to “Cevisio Software und Systeme GmbH” from Torgau, Bavaria, Germany for their software “Cevisio QMM” (neighbourhood management), which was developed in cooperation with the German Red Cross especially for refugee accommodation. With this software, movements to and on the premises, food expenses, medical checks such as X-ray, blood and stool examinations, kinship, religious and national affiliations and much more are recorded and stored. The data allow total control of the refugees and clearly show on how many levels privacy can be violated.

The software is not only prize-worthy because of the possible data protection violations it may cause, but above all because of the human image behind it. Refugees are people, not things. They do not lie on a shelf for later collection and use, they are not prisoners and do not require close observation. They seek protection with us and have rights – human rights and fundamental rights that are not worth mentioning to Cevisio.

When many refugees came to Germany in 2015, the authorities were in chaos. The collection of data and the organisation of accommodation and care posed great challenges for those involved. The medium-sized company Cevisio developed the solution together with the German Red Cross Regional Association of Saxony. The company advertises its software on its homepage by using it in over 280 recording facilities. In total, “more than 380,000 refugees are already being administered.”

According to this, the Cevisio neighborhood management software collects data about all these people. An identification card with an RFID chip or barcode forms the basis for the recording. With this card, the residents move around in their accommodation and – according to the software makers’ plan – hold them in front of a reader in various places: at the entrance and exit, at the food counter, at the laundry when they receive pocket money, when renting books or video films, during medical examinations or during voluntary work.

These so-called “actions” recorded in the accommodations are managed by the software via interfaces together with the data of the Federal Office for Migration and Refugees – the BAMF – and with the files of the immigration authorities. Among other things, information on existing pregnancies, related persons, medical data with “initial and follow-up examinations including findings” is recorded. We also guarantee the recording of “all documents”. The software thus enables not only the “administration” but also the (quote) “accounting of the refugees”. It allows “the recording of all data on the asylum procedure, such as EASY optimisation and BAMF data”.

That’s total control. Daily routines, habits, contacts, relatives, state of health, asylum status – all in one place. Linked and evaluable.

Some things certainly make sense, e.g. information on allergies, or whether special Ramadan food is desired. However, the Cevisio software goes much further: The functional scope brochure refers, for example, to the “recording of all meals served to one person” and “note in the case of multiple serving of a meal to one person”. What do you need it for?

Is it necessary to meticulously record and store every movement into or out of the house? Yes, says the said brochure (quote): “The integrated attendance overview always shows up-to-the-second which refugees and helpers/employees are currently in an accommodation. In addition to a pure control function, this overview is indispensable, especially in the event of a disaster (fire, etc.)”.

“Indispensable!” It seems almost strange that hundreds of thousands of schools, department stores or youth hostels still manage without such an up-to-the-second overview. Are they all irresponsible?

No, this is life. Including a certain life risk. Cevisio’s data collection, on the other hand, is a wet dream for surveillance fanatics. We see here no empathy with people who have also fled to Germany for a life in freedom.

Perhaps it is pragmatism according to the motto “nobody is interested” if the word “data protection” does not appear once in the 15-page system presentation. Technical data security precautions are concealed behind the term “administration”. I could not find any functionalities for the rights of those concerned, e.g. for the provision of information or transparency for the refugees.

There are also shortcomings in practice: In her current annual report1, the data protection officer in Bremen expresses “considerable data protection concerns”. Storage periods were far too long. It was not clear to her why every serving of food had to be checked. The storage of health data had to be massively reduced at their instigation. No options were granted to the persons concerned in the case of information on relatives. Many questions are still open today.

The Bremen data protection control referred only to a few of the institutions. There is no guarantee and no possibility of control that unlawful monitoring possibilities will be eliminated in the other 270 facilities. The legal situation is the same everywhere and could be preset in the software, e.g. with automatic deletion periods. Cevisio could provide the operators with help and information on data protection.

We ask: Does this software structure have to do with the fact that refugees are the people affected here? Safe – Refugee shelters are logistically complex systems and operators like the DRC and others can well use digital support. But how are refugees to integrate with us if they are deprived of the values of our oft-cited guiding culture, i.e. the values of our Basic Law? These values include self-determination, the right to informational self-determination.

The Cevisio software “neighbourhood management” is only one example of a patronizing, non-transparent and surveillance-hungry treatment of refugees in general. There are confidentiality agreements of the Federal Employment Agency that release everyone and everyone from confidentiality, including social welfare offices and migration advice centres. In 2016, a so-called Data Exchange Improvement Act stipulated that practically every office may inform others about refugees if it appears necessary. In order to determine the origin of refugees, the BAMF had access to the smartphones of the refugees approved, on which all communications and a lot of private information is stored.

At the same time, independent refugee consultations report that by referring to data protection, some authorities refuse them information that would be important for advice and assistance. Here data protection is being misused as a false pretext for hindering social work.

We must be particularly careful when dealing with refugee data. Both the National Socialists and the GDR regime controlled and maltreated their population with information and data collection. The governments of the countries from which people flee to us often torture their people through control, arbitrariness and use of what they know about these people. The risk of deepening existing traumas in data management à la Cevisio and the risk of our data collections falling into the wrong hands, for example from the secret services of our home country, is great. Software companies also have a responsibility to avert such dangers. We should be aware: What is practised today for refugees may already be applied to us tomorrow.

Congratulations on the BigBrotherAward 2018 in the category Administration, Cevisio.

 

 

Evangelische Kirche in Deutschland unterstützt weiterhin zivile Seenotrettung – Suchflugzeug entscheidender Faktor bei der Rettung von Menschenleben

Allein im letzten Jahr sind auf dem zentralen Mittelmeer weit über 3000 Menschen ertrunken; 2018 sind bereits über 500 Menschen ums Leben gekommen. Ohne das Suchflugzeug “Moonbird” – betrieben von Sea-Watch und der Schweizer Humanitären Piloteninitiative (HPI) –, wären es im 2017 mindestens 1000 Tote mehr gewesen. Immer wieder konnte das Flugzeug, das mit Unterstützung…

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„Wir wurden gezwungen, Massengräber zu graben, um die Leichen der Menschen zu begraben, die nach und nach starben.“

Am Samstag, den 21. April, rettete Sea-Watch ein Gummiboot 65 Seemeilen nördlich der libyschen Küste in einer schwierigen Rettungsaktion mit Momenten der Anpannung, als die Leute, die in das Gummiboot gepfercht waren, die libysche Küstenwache ankommen sahen, welche ihre Absicht ankündigte, sie nach Libyen zurückzubringen. Die Menschen begannen ins Wasser zu springen und riskierten dabei,…

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Memorial 24th of April 2018

Foto: Marily Stroux

On 24 of April 2018 one year had passed since 22 people among them two children lost their lives in the boat accident north of Lesvos. Rescue teams managed many hours later to rescue two women alive, one of them pregnant in the 8th month.

Sylvie and Joelle and the little girl Victoria, born in Mitilini just one month later, came again to Lesvos to remember this year. Together with the rescue teams of Refugee Rescue / Mo chara and with the activists from Watch the Med Alarm Phone and Welcome to Europe they returned to the place the rescued women and also the dead bodies had been brought one year ago.

 

Foto: Marily Stroux

Also the spotting teams who still care every night at the beaches to spot boats on the way from the Turkish to the Greek side, Lighthouse relief and The Hope Project, joined the invitation to the three women.

On 22nd of April we travelled with the survivors on the ferry to Lesvos. At the ships restaurant we introduced them and their story to the crew who have been really touched to have survivors on board.

During our dinner officers of the crew came at the entrance of the restaurant obviously to see with their own eyes the survivors. We got very positive wishes from the crew for the future and an appreciation for making a memorial.

 

Foto: Marily Stroux

We all met in the morning of 24th of April in Skala Sikaminias. The rhib of Refugee Rescue, Mo Chara, drove out with a floral wreath to put it in the sea exactly at the place where the women have been found and the dead bodies collected.

In the meantime all people went to the beach and enrolled a 30 metres long list of all known names of people who died in the European borders the last years. 33.305 names, 33.305 stories, 33.305 deaths that should never have happened.

 

Foto: Marily Stroux

The following text was read in Greek and English and then Joelle sang a song of her home-country that she was singing in the sea while trying to keep up the hope to be rescued.

 

Sylvie made a prayer to thank god for giving them a new life.

After we had a minute of silence to remember the 22 dead travellers.

Returning to Skala Sikaminias promising to ourselves not to give up supporting the newcomers and continue rescuing.

 

Foto: Marily Stroux

It is now 8 years ago, that we from Welcome to Europe made the first memorial for dead Afghan people in Korakas, thanking the fishermen for rescuing a baby and her parents that day.

 

Since then many more people arrived on Lesvos and the other islands oft the Aegean. But also many died and never arrived to their dream. In Europe they wish to find peace and a respectful life.

 

Foto: Marily Stroux

The fisherman continue to rescue – but there are also the rescue and spotting teams to support and work together now. As long as the European borders remain closed and militarised, the only option for fleeing people will be to risk their lives and we all have to be there for them.

One week later we returned to Piraeus with the same ferry and hand over in the bord-restaurant the memorial speech from Skala Sikaminias to one of the crew members we know. He thanks and disappears and returns some time later. He says he read it loud in the kitchen and everyone was crying and that they all thank us for doing it. Even he adds the people from the second bord-restaurant called him to read it also to them.

 

Memorial speech Skala Sikaminias

24 April 2018

Today, we come together here in Skala Sikaminias to remember the dead of the European borders.

Foto: Marily Stroux

We come here together with Joelle, Sylvie and Victoria. They survived when their boat sank in the North of this island on 23rd of April 2017. In the many hours that they spent in the sea, before they were rescued, they both asked themselves where the others had disappeared.

22 travelers did not survive that day, among them 2 Syrian children, and were later collected by the authorities’ vessels and the rescue teams.

Only one month later, Joelle gave birth to Victoria here in Mitilini – and this little girl reminds us that life continues.

Foto: Marily Stroux

Still, every year the dying continues due to the Europe’s border regime. And every year we renew the promise to remember those who have died. We will work to ensure safe passage until the deaths at Europe’s borders stop.

 

Because it has not stopped – even though many of us have tried hard. In 2018, to this day, more than 559 people have been killed in the Mediterranean Sea. We have been in touch with many people who have survived shipwrecks – as well as people who have given testimonies of death on the routes, before people even reach the sea.

Today, we are here together with people who still have eyes on the water, spotting. People who are still on the sea, with Search and Rescue boats. People who were fishermen and became rescuers, who had to take the dead bodies from the sea. People who started a hotline for open communication, to try avoid all these deaths. People who held the relatives and friends of the drowned after they discovered the loss. People who shared parts of the way with the survivors.

 

Foto: Marily Stroux

All of us have not shut our eyes. We remember and we won’t forget.
We all feel shame, because these deaths highlight our failure in our attempt to stop this murderous regime and to create a welcoming Europe.

We remember our friends, whose lives were lost after they had managed to escape war, after they risked death when crossing one border after the other clandestinely, and after finally reaching Europe.

Here and today, we want to stop for a moment and create a space for all those who lost their lives. Remembering here means we save the stories of the uncounted who died at the borders of Europe. They died in the sea, they died at the deadly inner-European borders.

Foto: Marily Stroux

They had left their homes to change their lives. Their death is a death in search for freedom. And that concerns us all.

 

There have been, and will be, many more names and many more stories.

We will never forget all of them and today we want to remember especially the friends of Joelle and Sylvie.
We will remember them. All of them have families and friends they left behind – who cannot be here with us, because these borders separate them even now.

So let us speak out their names:

– Maman Nicole – she lives!
– Chochou – she lives!
– Gilaine – she lives!
– Sylvia – she lives!
– Tedy – he lives!
– Fati – he lives!
– Mali – he lives!
– Pider – he lives!
– Peter – he lives!
– Junior – he lives!
– The Syrian family with two children – they live!
– And the unidentified other 8 travellers that lost their lives in that boat – they live!

We will never forget them.
We promise to do our best to tear down the borders that caused their deaths.
We invite you to have a quiet moment in memory of them – and then to move on: to tear down the borders and to build a new, more welcoming Europe.

Refugee Rescue – Lighthouse Relief – The hope project – w2eu – Watch the Med Alarmphone

 

Memorial text in Greek: Μνημόσυνο 24.4. 2018-Greek

Memorial text in French: Memorial speech Skala Sikaminias-français

Video of the memorial ceremony: https://youtu.be/ZPF4bfqFvJc

 

Foto: Marily Stroux

Überlebende berichten von entsetzlichen Zuständen in Libyen nach Pull Backs: Sea-Watch verurteilt EU-gestützte Rückführungen

Nach einer komplexen Rettungsaktion der Sea-Watch 3 in internationalen Gewässern vergangen Samstag, berichten Überlebende von mehreren Versuchen, Libyen mit dem Boot zu verlassen und von entsetzlichen Zuständen dort. Dem zuvor gegangen war, dass die Libysche Küstenwache, welche ebenfalls im Auftrag der italienischen Behörden vor Ort war zum Ausdruck brachte, alle 94 Insassen des Bootes zurück…

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94 Personen nach komplexer Rettung an Bord der Sea-Watch 3

Die Sea-Watch 3 wurde heute gegen 14 Uhr zu einem Seenotfall in internationalen Gewässern etwa 60 Seemeilen nördlich von Tripolis gerufen. Um die Situation zu evaluieren und sicherzustellen, dass niemand ertrinkt, wurden die Schnellboote der Sea-Watch zu der Position vorausgeschickt, das Mutterschiff folgte. Nach etwa 4 Stunden trafen die Schnellboote Tango und Delta auf ein…

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Updates zur Lage auf dem Mittelmeer

In den letzten Tagen und Wochen haben sich die Ereignisse in Bezug auf die zivile Seenotrettung an Europas tödlichster Seegrenze überschlagen, zudem stehen richtungsweisende Entscheidungen bevor. Aus diesem Grund machen wir eine Zusammenfassung der jüngsten Entwicklungen auf dem Mittelmeer.   Die wichtigsten Entwicklungen: Sea-Watch rettet mehr als 300 Menschen, Rettung zeigt, dass die Strategie der…

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Women Rise Up for Afrin

women rise up for Afrin

Radio F* und Freies Radio Berlin 88,4 MhZ unterstützen die Kampagne #womenriseupforafrin.
Ein Berliner Meinungsbild zum Einmarsch der türkischen Armee in Nordsyrien und zu den deutschen Waffenexporten an die Türkei. (Sendung  15.04.2018 auf deutsch)

Mehr zur Kampagne:
https://anfenglish.com/women/second-stage-of-women-rise-up-for-afrin-campaign-launched-26004

 

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Radio F* and Freies Radio Berlin 88,4 MhZ support the campaign #womenriseupforafrin.
Street impressions from Berlin on the invasion of northern Syria by the Turkish army and the german arms exports to Turkey (broadcasted 15.04.2018 in german)

more about the campaign:
https://anfenglish.com/women/second-stage-of-women-rise-up-for-afrin-campaign-launched-26004

WE ARE HERE 2018-04-15 16:13:05

pim fisher geeft een lezing over de juridische strijdt voor wij zijn hier, 1 september 2017

pim fischer geeft een lezing over de juridische strijdt voor wij zijn hier, 1 september 2017

Around 2 times a year, Pim Fischer gives a lecture to bring everyone up to date on his work for the refugees on the street in the battle for unconditional, humane shelter. On April 17 he is giving another lecture as a follow-up of the one on September 1, 2017.

Last September 5 at the celebration of 5 years We Are Here, I spoke and summarized Pim’s speech. It was not published because it contains some of the strategy he would be using in his coming cases. Now, with Pim’s approval, my very simplistic look at 2 branches of the Dutch legal system that the refugees are coming into contact with as an aid to the coming lecture.

 

Kathy Arnold

kathy arnold op het 5 jarig jubileumfeest van wij zijn hier

kathy arnold op het 5 jarig jubileumfeest van wij zijn hier

There are 2 kinds of legal systems in Holland. One which deals with criminal law (and private law – but I won’t go into that) and one which deals with public administration – bureaucracy. There are 2 different courts, different means of appeal, and different high courts. The Raad van State, where one ends up for instance with an appeal on asylum. And the other, the Centrale Raad voor Beroep.

Through the past decades, I have watched Holland become a complicated and paralyzing bureaucracy. Why? Control. It is a system to control the people behind the mask of helping the people. And it is used to hide behind when it doesn’t work. “You see this? It says here that bla, bla, bla, and that’s what we’re doing, so it’s okay.” It’s also designed to be so blood-curdlingly complicated that no mere mortal can ever fight their way through it.

The circle or chain of asylum law falls under the Ministry of Justice system, not the public administration system. On paper, Holland has created a perfect system in which refugees are covered from beginning to end whether they get asylum or not. If they are refused, they have to leave the country within 28 days. If they can’t leave, they go to VBL’s – locations where they may stay for a maximum of 12 weeks before they leave the country.

For those who really can’t leave, there is the Buitenschuldverklaring – a residence permit for those who cannot leave here because of circumstances out of their own control and demands that the person is documented in the country of origin. One result of the chain was that city governments were forbidden to give shelter to refugees who had been refused asylum, because this was taken care of in the asylum chain.

We know that it doesn’t work, that’s why we are here today. Because of the gap in the asylum chain. The asielgat. Hundreds, if not thousands, of people who are refused asylum and can not return to their countries are thrown into the streets.

When WAH started a protest here in the garden in Amsterdam (and they were not the first as there were the tent protest camps in Ter Apel before that) and then moved to the Notweg in Osdorp, the problem of the gap in the asylum system became nationally visible and known for the first time.

Under the auspices of the Raad van Kerken – the council of churches – a complaint was made to the European Commission of Social and Human Rights. They came with an Immediate Measure telling the Netherlands that it had to:

Adopt all possible measures with a view to avoiding serious, irreparable injury to the integrity of persons at immediate risk of destitution, through the
implementation of a co-ordinated approach at national and municipal levels with a view to ensuring that their basic needs (shelter, clothes and food) were given. The absolute beauty of this was that it applies to national AND local governments. This meant that local government – city councils were allowed to have shelters, and even medical shelter, for undocumented people. And it was for unconditional emergency help.

I am going to skip a lot of steps, hiccups, and downright defeats along the way except to say that the person fighting for this in the courts is Pim Fischer. Pim Fischer is a lawyer in public administration law. Public administration law is for governments – local, regional, provincial, and national – which has rules for how they act towards people. And although the Immediate Measure looked very positive in the beginning, the civil servants, to whom those rules apply, managed to wriggle out of doing the obvious and left many people in a still demeaning, degrading, and life-threatening position.

Pim and the Council of Churches took the government to the European Court concerning the VluchtGarage – a parking garage where a large number of people were living in absolutely disgusting conditions. The European Court came out with a horrifying decision. Because government had taken action and was neither inactive nor indifferent to the situation, these people were not being treated inhumanely. There is an expression: The road to hell is paved with good intentions. The Netherlands was on the road to hell and that’s okay by the European Court.

At almost the same time, the Dutch government decided that there is general shelter for people who are undocumented – the VBL’s – and the city councils should again not provide shelters because they already exist. So, no more money from the Hague to the city councils for shelter.

More than a year ago, Pim called a group of us together to explain a new strategy in a situation where it seemed that all routes through public
administration law had been shut down legally. People were going to go, one by one, to Ter Apel to ask for shelter. One and a half years later, 70 people have requested shelter at the VBL. The first to go in March 2016 was told: Go, go away, you! The last was refused the following August. And not one person in between had gotten shelter there.

And so started the appeals through the justice system to the high court, the Raad van State. And the decision in July of this year was quite extraordinary. Although the court said that it was all right to have conditional help (boo hiss) and in this case, the condition is to participate in a possible return to the country of origin, it put rules and limits into place for participating.

DT&V – the department for returning people – is part of the asylum chain. They say: “we don’t make the decision. That was decided by a different department in the chain.” They run the VBL’s and their practices are morally reprehensible and strangely enough without all the rules and bureaucracy that most government departments have. Their job is to just do it. And there are no limits. Someone can be presented to an embassy 40 times. If the embassy doesn’t respond, it’s the fault of the refugee because he or she didn’t try hard enough. Not only do the refugees have to participate in returning, they have to want to. (mind control) So if it doesn’t work, the refugee didn’t really want it to, his fault. If a person can prove something isn’t possible, DT&V come up with new demands. There are no time limits. If there were, you could complain for
instance through the public administration route if it took too long. But in this, DT&VV are protected by a total lack of rules.

So the high court has now ruled that the State Secretary of Justice (the boss of DT&V) has to motivate per individual and the individual’s realistic chances of leaving – considering the person and the country – what the refugee concretely and realistically has to do to cooperate to get conditional shelter. If shelter is refused, this has to be motivated by the State Secretary. And if the refugee has done everything on the list and still cannot leave, then a decision should be made and motivated that this person is still here and can not leave because of circumstances beyond his control. The burden of proof is now on the State Secretary, not the refugee.

Some people are calling this a Buitenschuldverklaring, but this is wrong. It is a new back door to the same result. There will have to be a new name for it. I personally like Omstandigheidsvergunning – a permit due to circumstances. But it opens up the possibility for many undocumented people to finally be able to get decent shelter, and after a time, a residence permit.

The next step is to hold the government to this promise. Practically speaking, one goes to apply for shelter. You receive a list of conditions on paper that you have to meet. But these conditions must be reasonable and personally realistic to you. If they’re not, you can make an official complaint. If they are reasonable and realistic such as Go to the IOM for statement on returning and Go to your embassy, then you do it. When it is proven impossible to return, you should be allowed to stay. You will need help. You will need witnesses. You can use a lawyer for complaints or appeals. It won’t be easy, but nothing ever is. There are going to be test cases soon so we’ll keep our fingers crossed. It has always been the goal of the people from We Are Here to get residence permits. We are not only asking for emergency help, but also a solution. By way of a detour through emergency help, the high court has now put a proper form of a residence permit due to circumstances beyond one’s control onto the agenda.

WIJ ZIJN HIER persconferentie

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Beste aanwezigen,

Bedankt voor jullie komst. Mijn naam is Khalid, ik ben de woordvoerder van We Are Here aan de Rudolf Dieselstraat. Ik zal de conferentie in het Engels vervolgen zodat het ook te begrijpen is voor mensen in het buitenland.

We have invited you here today to tell you our story. The past few weeks there has been a lot of negative media attention about our presence in this neighborhood. So we want to explain to you the circumstances that led us up to this point and why we are here.

Rita Verdonk and Fred Teeven decided that there should be an example made of certain refugees. This was done to discourage other refugees of coming. We are the product of this policy. But people are not products. Nor are we experimental ground to test your political theories on. We are human beings who deserve a life. Just like everybody else in this country and in the world.

We are not “uitgeprocedeerd.” In fact, we are in the so-called asylum gap. This gap was created by the politics of this country. When somebody comes to the Netherlands. This country has to honor the asylum request of that refugee. But in practice, the IND does not do that. They do not honor the asylum requests.

Sometimes we cannot get ‘status’ because the IND attempt not to believe our reasons for fleeing our countries. And sometimes the IND does not take enough time to study one’s procedures. But then also they cannot send us back. And we cannot ask for asylum in another country because of the Dublin convention which was corrupted by the European immigration system. Adding to this, anybody who has been here for 17 years or less has missed out on the general pardon of 2006. This general pardon was a failure because of its selective nature. So we are stuck here.

The Mayor and the city council of Amsterdam decided that refugees in the asylum gap do not get 24-hour shelter. They also do not want more refugees to come. So we had to find solution for ourselves.

In the past 5 years we have done all the work ourselves without any help from the government. We are activists who fight for our story to be heard. We are theater-makers who show our story on the stage. We are photographers who tell our story with pictures. We are DJs, chef-cooks, carpenters, teachers. We are story-tellers. And now we tell you our story. We have all these talents and we left our homes to look for safety. We can use our qualities to help make this country better.

Now we attempt to explain the inhuman conditions that the Dutch government forced on us for the past 17 years, and we want to change the public opinion on the whole situation in general. But also address the negative media attention which feeds this public opinion and therefore our inhuman treatment.

It was okay for you to accept that we live in extremely cold and inhospitable conditions in the abandoned church or on the streets. But you do not accept when we find a better place to live. We did not come to the Netherlands or to this neighborhood to cause problems for people. We came here to find a safe life for ourselves.

We came to work together with the neighborhood and create a nice place for us to live but also for the people who are already here. I believe that with last Saturday’s open day we achieved this cooperation. We had a beautiful day that caused many new friendships. But still the media was negative.

We would like to express our disappointment about the fear that has been created around us through the media. The impact of this negative coverage has led to right-wing people coming to our street, burning our banners and threatening the safety of our entire neighborhood. We believe the media to have been a central culprit in this and we want to call them out on it.

We hope that this press conference has clarified our situation in this neighborhood, in this country and in this world. We have faith that the media will not continue their fearmongering any longer and we hope that together we can think of a solution to our problem. Because soon another 150 people from other We Are Here groups in the city will also be evicted and put on the street. Just like the eviction of the women’s group past Tuesday. This
situation cannot go on any longer.

We call for the Dutch government to change their immigration policy.
We call for the city of Amsterdam to take responsibility for its inhabitants.
And we call for an end of imperialistic and capitalist warfare.
Because exporting ammunition means importing immigration.
Thank you very much.

Khalid Jone, for We Are Here at Rudolf Dieselstraat.

WOMEN OF WE ARE HERE FIGHTING FOR THEIR RIGHTS

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Yesterday 11th april the women of the Roëllstraat had to leave their building. They had a powerfull demonstration in front of the City Hall.
Tonight the city council (starting 7PM) will debate the actual situation of We Are Here. So they will be there again demanding for 24/7 housing.
Please do all come at 6PM to join them in their struggle for a safe place to stay!

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These are their demands:

A living space for each of us for 24/7 with no conditions,

where:
– we can have individual privacy 
– everybody has a room with a key for herself
– we can cook our own food
– we can live as a community and make our rules and regulations

So that we have complete control over our living space:
– no security personnel 
– no camera’s in our living space and area
– no imposed accompaniment (we do have supporters already)

And we need a weekly budget for food and hygiene for all of us, and we need direct access to medicine.

vrouwen van Wij Zijn Hier demonstreren tegen ontruiming

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Een groep vrouwen van WIJ ZIJN HIER gaat woensdag 11 april vanaf 12.00 uur demonstreren bij het Stadhuis van Amsterdam. Ze hebben anderhalf jaar in een gekraakt pand in de Burgemeester Roëllstraat gewoond, maar moeten daar a.s. woensdag uit. Omdat ze niet weten waar ze de nacht moeten doorbrengen, gaan ze maar meteen door naar het stadhuis. Ze eisen 24 uursopvang. De BBB (bed, bad en brood) zoals Amsterdam die nu biedt is geen optie omdat het alleen nachtopvang is. De vrouwen staan dan elke dag om 9:00 uur weer op straat. Het maakt vrouwen afhankelijk en kwetsbaar voor misbruik. Ze krijgen geen geld van de gemeente Amsterdam, zelfs niet voor persoonlijke verzorging.

Op straat zijn ze niet veilig. Ze hebben een dak boven het hoofd nodig. Een dak dat andere steden wel bieden in de vorm van BBB mét juridisch/maatschappelijke begeleiding, leefgeld en zelfstandigheid waar gezamenlijk aan een toekomstplan wordt gewerkt.

De vrouwen komen uit landen als Eritrea, Ethiopië en Somalië. Ze zijn ongedocumenteerd; documenten hebben ze nooit gehad, zijn afgepakt of tijdens de vlucht verloren gegaan.  Niet alleen voor de veiligheid is 24 uursopvang noodzakelijk. Als je als vluchteling ongedocumenteerd bent, moet je op de een of andere manier zien aan te tonen wie je bent. Dat kan onmogelijk vanaf de straat. Tijdens het verblijf in de Roëllstraat konden de vrouwen een start maken met het vinden van bewijzen. Dertien(!) van hen kregen intussen een verblijfsvergunning!

In de Roëllstraat zijn de vrouwen begonnen met het volgen van Nederlandse lessen. Op straat is ook dat moeilijk vol te houden.

Boconas: Film screening and discussion with Bolivian food

Texto en espanol abajo

Bokonas
2016 – 68 minutes – Spanish with English subtitle

A film about immigrant and domestic workers making the radio program “I am a domestic worker with pride and dignity” in Bolivia.

People from “Respect Berlin” group ( respectberlin.org ) will join us to talk about the situation of immigrant domestic workers in Berlin.

There will be Bolivian food. All of the donations will go to the Domestic worker’s union in Bolivia.

Time:
Friday 13 April

7:30 Entrance

8:00 Film Screening

9:00 Discussion with “Respect Berlin”

10:00 Bolivian food

Address: aquarium (neben Südblock), Skalitzer Str. 6, 10999 Berlin (U1, U8 Kottbusser Tor)

About the film:
Yolanda, Victoria, Emiliana and Sdenka are immigrants and domesticworkers. They are also broadcasters in Radio Deseo, the community radio
of the feminist anarchist group “Mujeres Creando” in Bolivia.

Boconas shows the reality of the domestic workers in Bolivia, who areorganized in unions (something exceptional in the world) and more
specifically the presenters of the program “I am a domestic worker withpride and dignity”, whose lives underwent a huge change when they met
feminism at the hands of the collective Mujeres Creando.

Trailer: https://vimeo.com/177548182

Facebook event: https://www.facebook.com/events/1753515858042917/

 


 

ESPAÑOL

Bokonas
Una pelicula sobre trabajador@s immigrantes y domestic@s haciendo elprograma de radio “Yo soy un*a trabajador*a domestico*a con orgullo y
dignidad” en Bolivia.
Gente del grupo “Respect Berlin” (respectberlin.org) van a participar yhablar con nosotr@s sobre la situación de trabajador@s immigrantes
domestic@s en Berlin.
Después de la pelicula vamos a comer comida boliviana. Toda la donaciónvamos a dar al sindicato de trabajador@s domestic@s.

Viernes, 13 de abril

7.30 Entrada

8.00 Pelicula

9.00 Discusión con “Respect Berlin”

10.00 Comida boliviana

Dirección: Aquarium (al lao de Südblock), Skalitzer Straße 6, 10999 Berlin (U1, U8 Kottbusser Tor)

Sobre la pelicula:
Yolanda, Victoria, Emiliana y Sdenka son trabajador@s immigrantes ydomestic@s. Ell@s también son lucotor@s en Radio Deseo, la estación de
radio del grupo feminista y anarchista “Mujeres Creando” en Bolivia.
Boconas muestra la realidad de l@s trabajador@s domestic@s en Bolivia,quienes son organized@s en sindicatos (que es único en el mundo) y
presentan el programa “Yo soy un*a trabajador*a domestico*a con orgulloy dignidad”. Su vida se cambió radicalmente cuando conicían el feminismo
por el colectivo Mujeres Creando.

Trailer: https://vimeo.com/177548182
Evento en facebook: https://www.facebook.com/events/1753515858042917/

Reflection on the crisis of racism in Germany and Europe: Refugee-Migrants struggle is the solution

Statement by Osaren Igbinoba of The Voice – Refugee Forum (Community Network)

Critics on crisis of racism in Europe: Refugee-Migrants struggle is the solution.

Most protests of the non-refugees and supporters’ struggles are often polarized to dominate and to neglect the autonomous struggles of the refugees political communities. Even demonstrations and Conferences continue to ignore the refugee community agenda for autonomy and liberation. We are resolute that the community agenda for autonomy and liberation is the Challenge of our Time! Taking our struggles beyond political socialization of the oppressed community is a task ahead of us.

My reflection:

When I read the titles of the protest calls „Against deportation, exclusion & AfD“ I had to take a long and deep breath, because I could not imagine AfD to be presented as the main problem of deportation and discrimination of refugees and migrants in Germany. It was like another beginning of the worst ignorance in the protest movement. It is totally wrong to ignore any political party in their crusade for deportation and social exclusion.

In my opinion we should do more to see the struggles beyond political socialization without clear positions for public interest in our protest against the deportation regimes and with deep reflection on the deportation culture of the German / European citizens beyond the the political establishment of any parties in Europe.

Instead I see the tendency of dancing to play the good cops and the bad cops and on the other side reducing the struggle to humanitarian politics between integration in the refugee lagers and deportation prisons without positioning against the crimes of deportation and racism politically.

The revolution and the change we want is in ourselves and not from any political establishments or party.

My general critics on the antiracist movement: It is time to open a new page on the actual polarization of the struggle against racism which was amplified with discussion on critical whiteness by ignoring the violence culture of whiteness against other race.

There cannot be concrete struggle aginst racism without reference to Black African People and Black African continent, it is same that you cannot speak of the holocaust without mentioning the Jews even if they were not the only victims.

Racism is the “subjugation” of the Black Africans worldwide that was executed by the European elites with their racist education. The gravity of racism is beyond just selections and discrimination. Racism was the “iron gate” to genocide and extinction of the Black race that led to the deaths of millions and slavery which were continued with colonial occupation.

Ignoring the root cause of racism is like escaping the reality of the struggle we stand to fight against.

“Is the AfD an alternative anti-deutsche? For their anti-Muslim movement to compliment their pro imperialist crusade” We need an answer.

Therefore I would like to appeal to all activists to do more by analysing the crimes of deportations and racism beyond political literatures and poetries, and not to polarize further our struggles in dignity.

I do welcome any comment on my critics, your contribution and your analysis of the crimes of deportation and racism for the “refugee black box” manifestation.

This text is not intentionally written to undermine nor to discredit the solidarity with refugees but we have a choice to empower the autonomous struggles of the refugee / oppressed communities in anywhere are organized.

Power up in your struggles and fire up in solidarity.

Osaren Igbinoba


Source: http://thevoiceforum.org/node/4496

openbare brief van een bewoner van de dieselstraat

Stacey Krom vertelde op vrijdag voor de camera van AT5 dat ze naar papa en mama ging, omdat ze zich “niet echt veilig” meer voelde tussen de krakers en vluchtelingen. “Om problemen te voorkomen”. “Er hing iets in de lucht.” Maar zaterdag was ze de hele dag op de open dag en kijkt ze er heel anders tegenaan. (Ze staat hier achter Fortune in de gele jas).

dasfdsfdasfds

Beste,
Naar aanleiding van de gebeurtenissen in de Rudolf Dieselstraat, én het buurtfeest van vanmiddag, schrijf ik deze openbare brief.

Als bewoner van de Rudolf Dieselstraat wil ik u graag het volgende laten weten. Mijn gevoel van veiligheid is geenszins aangetast sinds de komst van de krakers van We Are Here. Integendeel! Het voelt fijn om weer mensen in de straten te zien lopen nadat er in de winter zoveel huizen leeg zijn komen te staan. Mijn gevoel van veiligheid is hierdoor gegroeid, er zijn mensen die voor elkaar uitkijken en voor elkaar zorgen, en die zomaar een praatje met je doen op straat.

Waar ik wel van schrok is hoe de media met deze situatie omgaat. Ik geloof dat er een kant van het verhaal is dat onvoldoende belicht wordt, en daarom schrijf ik deze brief. Er zijn fouten gemaakt tijdens het kraken, en daar heb ik van gehoord. Echter zijn dit dingen waarvan ik hoor dat de krakers zelf ook erg geschrokken zijn. Daarnaast zijn er ook een aantal spookverhalen waarbij de bron ver te zoeken is.

Filmploegen lopen door de straten, bewust op zoek naar mensen die overlast ervaren. Als ze je vragen om iets voor camera te zeggen sturen ze aan op angst. Als je je te mild uitdrukt zoeken ze verder, of wordt je uit het filmpje geknipt. Het is jammer dat er over het algemeen zo eenzijdig gerapporteerd wordt!

De mensen van We Are Here zijn enkele van de meest gastvrije mensen die ik ken. Als je langsloopt wordt je haast altijd uitgenodigd om kennis te maken en om binnen te komen in ‘hun’ huis. Een plek waar ze zichtbaar trots op zijn.

De buren die ik sprak en die aangaven angstig te zijn, lieten unaniem weten nooit contact te hebben gemaakt met hun ‘nieuwe buren.’ Een typisch voorbeeld van ‘wat de boer niet lust…’ Natuurlijk ben je bang voor iets dat je niet kent! Dat is menselijk. Maar er gaat een wereld voor je open als je open staat voor nieuwe ontmoetingen. En je zult zien, zo eng zijn ‘ze’ niet. Gelukkig zijn ‘ze’ ook maar mensen. Ik hoop dat mijn buren deze raad op zullen volgen en dat ook zij zich niet meer onveilig hoeven te voelen in hun eigen straat.

In deze brief wil ik niet eens veel dieper ingaan op de politiek van deze zaak, maar het is duidelijk dat er fundamenteel iets mis is in de wereld en in ons land. Ik hoop dat de overheid meer zal gaan denken in oplossingen en dat er gestopt wordt met de symptoombestrijding in de vorm van ontruimingen en uitzettingen.

Deze buurtbewoners (foto) ervaren geen overlast. En ik ben er één van. Ik ben blij dat We Are Here ons vandaag de mogelijkheid gaf om dat nogmaals te ervaren.

Stacey Krom, buurtbewoner

Buurt- en Tuinfeest in de Dieselstraat Zaterdag 7 april van 12 tot 22 u.

Beste buurtgenoten,

Wij nodigen jullie van harte uit om samen een buurt- en tuinfeest te houden op zaterdag 7 april. Met koffie en tuinieren, en een praatje om elkaar beter te leren kennen en samen te werken aan een leefbare buurt voor iedereen.

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Wij Zijn Hier is een collectief van mensen die gevlucht zijn uit oorlogsgebieden zoals Soedan en Somalië. De IND wil dat we daarheen terugkeren, maar in ons thuisland is niemand zijn leven zeker. We kunnen daarom niet terug. Maar in Nederland mogen we ook niet leven. We staan op straat, zonder recht op werk of onderwijs. Dat geeft veel stress, we weten vaak niet eens waar we naar het toilet kunnen. Ons gevoel van vrijheid en menselijke
waardigheid wordt ons ontnomen. Daarom betrekken we leegstaande panden die om te overleven en een oplossing te eisen..

Het is een drukte van belang geworden sinds wij vanuit de Christus Koningkerk aan de James Wattstraat naar de Dieselstraat verhuizen. Want binnenkort moeten we die kerk verlaten en staan we weer op straat, zoals we in de afgelopen jaren al 33 keer hebben meegemaakt. We hopen heel erg dat we eindelijk een kans krijgen om een beetje normaal leven te kunnen leiden. En dat willen we heel graag samen met alle bewoners doen om hier een fijne, veilige en mooie buurt te houden en te maken. Natuurlijk zoeken we ook goed overleg met Ymere, Camelot en B&W. Met de steun van onze vele supporters hebben we geleerd om zover mogelijk ons zelf te redden.

Het feest begint om 12 uur: met eten en drinken, tuinen schoonmaken en beplanten, muziek maken, schilderen, potje straatvoetbal, enz.

Om 5 uur is de officiële opening van het nieuw activiteitencentrum op nummer 6, door een bekende Amsterdammer.

Sea-Watch Mission startet trotz Behinderung der Seenotrettung

Die Sea-Watch 3 läuft in dieser Woche erneut in den Rettungseinsatz aus. Sea-Watch ist jedoch in großer Sorge bezüglich der jüngsten Entwicklungen auf dem Mittelmeer. Die Rechtslage ist klar: Menschen in Seenot müssen gerettet und an einen sicheren Ort gebracht werden. Dass Libyen für eine Anlandung nicht in Frage kommt, ergibt sich aus der Genfer…

Der Beitrag Sea-Watch Mission startet trotz Behinderung der Seenotrettung erschien zuerst auf Sea-Watch e.V..

Welkom in We Are Here Village!

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Vluchtelingencollectief We Are Here heeft de afgelopen Paasdagen 11 woningen en
een winkelpand gekraakt in de Rudolf Dieselstraat. Deze zijn prima geschikt te
maken om vrouwen en kinderen onder te brengen. De mannen van Wij Zijn Hier
heten vrouwen die op straat staan of binnenkort ontruimd worden hartelijk welkom in We Are Here Village. Want je hebt een heel dorp nodig om kinderen groot te brengen.

 

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Ymere, de eigenaar van de Rudolf Dieselstraat heeft deze woningen jaren
verwaarloosd in afwachting van sloop en nieuwbouw, die telkens uitgesteld wordt.
En wil Ymere de wonimngen nu zelfs in handen geven van anti-kraakburo Camelot,
die 350 Euro huur vraagt, per bewoner. Dat is niet meer nodig. Samen met huidige
(tijdelijke) bewoners kunnen we de 124 woningen beheren. We gaan we er weer een
mooi dorp van maken. Zaterdag 7 april is het al de eerste buurt-en-tuindag.

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De meeste politieke partijen hebben afgesproken dat er geen panden van Wij Zijn
Hier ontruimd worden zolang er onderhandeld wordt over een nieuw college van
B&W. Wij nodigen ze uit om samen te werken aan een stabiel onderkomen en een
echte Amsterdamse oplossing. Laat het toekomstige college van B&W nu eindelijk
eens afspraken maken met woningcorporaties om vluchtelingen op straat de hand te
reiken.

Wij zijn hier en we hebben een plek nodig om te kunnen leven.
Het is tijd voor creatieve, Amsterdamse oplossingen.

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E N G L I S H

Welcome in We Are Here Village!

Twelve houses squatted in Rudolf Dieselstraat.

Refugee collective We Are Here has squatted 11 homes and one studio over the
last Eastern days in Rudolf Dieselstraat. These can very well be prepared to
accomodate women and children. The men of We Are Here welcome women on
the street or those who will soon be evicted to join We Are Here Village.
Because it takes a village to raise a child.

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Ymere, the corporation that owns Rudolf Dieselstraat has neglected the houses
for years, with the prospect of demolishing them and building mnew apartments.
These plans have been postponed several times. Now Ymere wants to hand the
houses over to ant-squat agency Camelot, that charges 350 Euro per month per
person. This is no longer necessary. Together with the people who still live here
we can manage the 124 homes and the environment. We are going to make a
nice village here. On saturday the 7th of April we have the first neighboorhood-
garden-party.

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Most political parties in the town council have agreed to not evict locations of We
Are Here during the formation of a new coalition with a new team of aldermen.
We invite them to work together for a stable place and create a real Amsterdam-
style solution. We urge the future board of aldermen and the mayor (B&W) to
come to an agreement with the housing corpoartions in order to reach out to
refugees-on- the-street.

We are here and we need a place to be able to live.
It is time for creative, Amsterdam-style solutions.

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Pünktlich zum Osterwochenende erreichen wir heute Malta!

Nach fast einem Monat Werftphase im Trockendock konnte die Sea-Watch 3 Dienstag in Spanien ablegen. Ein dickes fettes Dankeschön geht an unsere Werftcrew, die schon seit Anfang Februar mit Hochdruck daran gearbeitet hat, das Schiff für die kommenden Einsätze seetauglich zu machen! Sie haben ungeachtet miesen Wetters, Seekrankheit oder dreckigen(!) Tanks alles Herausforderungen gemeistert und…

Der Beitrag Pünktlich zum Osterwochenende erreichen wir heute Malta! erschien zuerst auf Sea-Watch e.V..

Investigation report of racist attack at Görlitzer Park, Berlin, on 18th March

From my own investigation and research so far, this is what I have discovered about the racist attack against black men at Wrangelstr., 10997 Berlin, FRIEDRICHSHAIN-KREUZBERG, on Monday 19th of March 2018, at about 8pm in the evening.

According to the first eye witness, by the name Lexos, a young Gambian man, narrated that the attacked came from the fight between one Senegalese guy and a Turkish guy, at Wrangelstr on Sunday, 18th of March 2018 in the evening.

According to the second eye witness called Pa Ebou Drammeh, also a Gambian born residing in Germany for almost 20 years, said that the young Senegalese man was standing in front of a building beside the street at Wrangelstr. The young Turkish guy was passing by, suddenly he intimidated the young Senegalese guy by asking him to leave that particular place without any reason.

And the Senegalese guy responded by saying: “Noooo, I am not going to leave, is this your father’s yard?“

Then the Turkies guy answered: “Okay, wait, let me come for you.“ And he came with the motivation of fighting this young Senegalese guy, while the Senegalese guy also picked up a stone and they scramble over each other angrily. The Senegalese guy hitted him with the stone. The police came and dispatched them immediately.

And the Senegalese guy escaped.

 

Lexos, the eye witness of the attacked on Monday, said: „I went to the kiosk, the Turkish shop where we use to buy our drinks and stuff, and I found the son of the shopkeeper called Musa, also a Turk who asked me: ‘Where are your black friends?’ I answered that they are standing outside. Then he said to me: ‘My mother said there was a fight yesterday,’ and I responded: ‘No, there was no fight.’ Repeatedly Musa said to me: ‘No, there was a fight.’“

According to Lexos, Musa went to call a group of 20 young Turkish men, all covered with masks, equipped with arms, knives, machetes, sticks and stones. Without describing anyone of them. A car drove towards the boys standing at Wrangelstr. The group randomly and unexpectedly jumped on them and started to hit them, running after them, beating them, and humiliating them without no one interfering from the neighbors.

According to Lexos and the second witness, Pa Ebou Drammeh, all the black boys escaped and ran away, because they were defeated by the gangs who came to the scene deliberately, and racially attacked them, and left so many severe injuries with blood.

“In fact, they hitted a 17-year old Gambian on head, and left him in a blood bath,“ said Lexos, the first witness.

Lexos continued: The police arrived at the scene 20 minutes after the attack. They met me, and I asked them to follow the gangs, but they just left right now. I directed them to their ghetto, they went there and came with three guys at the scene. They started talking with them, without involving any black person, just few minutes we saw them released by the police.“

According to Pa Ebou Drammeh: “The police didn’t even bother to ask anyone of us, neither to know something from both sides, but they only approached the Turks, asked them and left them to go without taking any statement or looking after us.“

Drammeh described: “They dont care about us, simply because we are blacks, being illegal without any proper document and no use to them from us. And I told the police, that what they did was not fair, why did they not want to listen and take a statement from us about the attack? But none of them responded to me. After a few minutes they drove away, without nothing coming out from it.“

Pa Ebou Drammeh, the long term Gambian resident in Berlin, emphasized a lot the racist and discriminative attacks carried always by the Turks against black people, Arabs against black people, much more than from whites against black people.

So what can we do now if all the races are against and attacking us without no one caring?

Furthermore, according to Lexus: “I believe it’s a cooked deal between the police and this Turkish hangs, together with the neighbors, because they don’t want us to live or stay at that territory. But we are going to stand on our feet to make sure that we defend ourselves and always stay stronger and united, in order to fight and end racism against our race.“

To conclude, my personal experimence at the scene as an interviewer, from where my brothers are hanging around, shows me the fear they are staying with.

Because according to them, they definitely do not live in a safe and stable environment. Because of their race, they are being surrounded by the cruel Turks, Arabs and Whites, who are both day and night targetting and hunting them, in collaboration with the police, as well.

And they are urging the society and the state to welcome and accept them of their colour and identity without any such discrimination, hatred, racism and racial profiling by the police.

 

Written by Moro Yapha A.K.A Yaya yaffa

Report from Morocco – February 2018

THE SITUATION IN THE DIFFERENT CITIES IN MOROCCO Tanger There are constantly new people arriving to try crossing the Strait of Gibraltar. For the past years the majority of the travellers lived in the neighbourhood Boukhalef, but since the massive wave of repression in 2015 many of them moved to other parts of the city. […]