Demo and Workshop: All united against an inhumane asylum politics!

*English below, Francais en bas

Der Koalititionsvertrag der neuen Regierung verschlimmert die Bedingungen in denen wir, Flüchtlinge, jetzt schon in Deutschland leben müssen und enthält uns unsere Grundrechte vor.

Wir sprechen von uns als Flüchtlinge, weil wir in Deutschland als Flüchtlinge behandelt werden. Mit dem Label „Flüchtlinge“ erfahren wir Diskriminierungen und Gewalt. Keine beschönigende Rede von „Geflüchteten“ kann verstecken, dass unser Zugang zu Schutz und Sicherheit von der Anerkennung als Flüchtlinge durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) abhängt. Wir brauchen alle den Schutz dieser Anerkennung.

Die Regierung will eine Obergrenze für den Zuzug von Flüchtlingen schaffen und pro Jahr höchstens 220.000 Menschen aufnehmen. Aber alle Menschen die nach Deutschland kommen, haben das Recht auf Schutz. Wir sind alle Flüchtlinge und keine Quote.

Die Regierung begrenzt den Familiennachzug für subsidiär Geschützte auf nur 1000 Familienangehörige pro Monat. Es werden nur „humanitäre Fälle“ ausgewählt, was bedeutet, dass Visaverfahren zu einem Wettbewerb gemacht werden. Etwa 60.000 Angehörige von Flüchtlingen warten in unsicheren oder gefährlichen Situationen auf die Möglichkeit, mit ihren Familienmitgliedern in Sicherheit zu leben. Dann dauert es 5 Jahre bis unsere letzten Familienangehörigen kommen dürfen. Familienleben darf nicht von Quoten abhängen und keine Obergrenze haben.

Außerdem sollen sogenannte Anker-Zentren geschaffen werden. Das sind abgeschlossene Lagerkomplexe, in denen wir bleiben müssen. Das bedeutet fast zwei Jahre Gefängnis für uns, ohne Zugang zu unabhängigen Beratungsstellen und Rechtsanwält*innen.

Während die Politiker*innen immer davon sprechen, dass keine Parallelgesellschaften entstehen sollen, verwirklichen sie diese mit den Anker-Zentren selbst. Dieser Plan lässt die Herzen der Nazis höher schlagen, denn ihre Forderungen werden erfüllt.

Laut Koalitionsvertrag soll der Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge zwar erleichtert werden. Aber gleichzeitig wird uns ein legaler Aufenthalt oder ein Familienleben verweigert.

„Wir lernen Deutsch, wir versuchen zu arbeiten und wir machen alles, um uns schnell zu integrieren. Aber wenn wir immer Angst um unsere Zukunft und Grundrechte haben müssen, erscheint uns das alles sinnlos.“

Wir Geflüchtete werden in Deutschland in unterschiedliche Kategorien gespalten, aber das lassen wir nicht zu! Uns allen werden fundamentale Rechte vorenthalten.

Deshalb laden wir euch am 20. Juni, dem internationalen Tag des Flüchtlings ein, mit uns auf die Straße zu gehen. Lasst uns gemeinsam gegen die Einschränkungen unserer Grundrechte kämpfen.

 

Am 16. Juni von 11 bis 18 Uhr laden wir alle Betroffenen zu einem Workshoptag in der Schule für Erwachsenenbildung (Gneisenaustraße 2a, U6/7 Mehringdamm ein.

In dem Workshop werden wir uns gemeinsam darüber informieren, was die Politik des Koalitionsvertrags für uns bedeutet.

Am 20. Juni, dem Internationalen Tag des Flüchtlings, wollen wir gemeinsam unseren Protest gegen die im Koalitionsvertrag geplanten rassistischen Gesetzesverschärfungen vor den Bundestag tragen: 17:00 Uhr, Platz der Republik.

 

Wer möchte, kann bei der Demonstration am 20.Juni einen Redebeitrag halten! Sagt uns bitte Bescheid.

 


English:

All united against an inhumane asylum politics!

The new governmental coalition agreement strips us, refugees, of our rights. It worsens our living conditions in Germany and takes away our fundamental rights:

– It restricts the number of new refugees to 220,000 a year;
– It establishes closed centres for asylum seekers;
– It restricts family reunification for people with subsidiary protection to only 1000 new people per month;

For this purpose, we invite everyone to join us on 16 June at 11 am at the « Schule für Erwachsenenbildung (Gneisenaustr. 2A ; U6 Mehringdamm) where we will be holding a workshop aimed at presenting further details about the new governmental measures and at discussing how we can jointly oppose them.


On 20 June, the World Refugee Day, we gather at 5 pm for a big demonstration in front of the Bundestag (Platz der Republik 1, U55 Bundestag).

Francais:

Toutes et tous contre une politique d’asile inhumaine !

Le nouveau contrat de coalition nous retire à nous, réfugié.e.s, nos droits. Il empire les conditions dans lesquelles nous, réfugié.e.s, vivons déjà en Allemagne et nous retire nos droits fondamentaux :
– Il limite le nombre de réfugié.e.s à 220 000 par an.
– Il stipule la création de camps fermés pour les demandeurs d’asile
– Il limite le regroupement familial pour les réfugié.e.s avec protection subsidiaire à 1000 personnes seulement par mois.
– …

A cet effet, nous vous invitons à nous rejoindre le 16 juin à … (heures) (lieu) pour un workshop où nous présenterons plus en détail les différentes mesures prises par le gouvernement et échangerons ensemble sur comment combattre notre situation, et le 20 juin, journée mondiale des réfugié.e.s, pour une grande manifestation devant le Bundestag (Platz der Republik 1, U55 Bundestag) à 17h.

N.B. : Frais de transports remboursés et il y aura à manger !

 

 

Upcoming open Caravan meeting in Berlin, 23-24th of June, Mehringhof

Deut/Frz/Eng

Invitation: Nationwide Open Caravan Meeting

Dear Refugee/Migrant Activists and supporters of the Caravan For the rights of Refugees and Migrants

We write to invite you to the upcoming open Caravan meeting in Berlin, to take place on the 23rd and 24th of this month (June 2018)

The Caravan Network in Berlin invites you to take part in our next open meeting.

Venue: In Mehringhof (Gneisenaustr. 2A, 10961 Berlin – U6/7 Mehringdamm),

Time: Saturday 23rd from 1pm/13:00 to 10pm/22:00 O’clock to Sunday 24th from 9am/09:00 to 3pm/15:00 O’clock

Agenda of the open Caravan meeting

· Expectation of old and new comers in the Caravan network

· In what way can we reach more refugees?

· What can we do to encounter the challenge of retreating activist?

· Understanding and analyzing refugees/migrants struggles within the German context

· Understanding and analyzing refugees and migrants struggles within the Caravan context

· Ongoing Campaigns and events

· Celebrating 20 years existence

Please let us know if you would like to attend the meeting or if you need a place to sleep so that we can plan. Come with some sleeping bags/Materials if possible.

Contact: the_voice_berlin@emdash.org

Travel costs for Quer-Durch-Land-Tickets, Wochenende – tickets and other cheap ticket offers can be refunded.

How our meetings look like: https://vimeo.com/229604184

We hope to see you on the 23rd/24th in Berlin

The VOICE Berlin Team

The VOICE (Refugee) Forum Berlin

Handy:+49 (0)170/8788124

E- mail: the_voice_berlin@emdash.org

www.thevoiceforum.org Bankverbindung:

Kto.Nr.: 127 829, BLZ: 260 500 01, Sparkasse Göttingen.

IBAN: DE97260500010000127829

BIC: NOLADE21GOE (Göttingen, Niedersachs)

Français

Invitation : Réunion ouverte à l’échelle nationale de la Caravane

Chers activistes réfugiés/migrants et sympathisants de la Caravane pour les droits des réfugiés et des migrants.

Nous vous invitons à la prochaine réunion ouverte de la caravane à Berlin les 23 et 24 de ce mois (juin 2018).

Le Caravan Network à Berlin vous invite à participer à notre prochaine réunion ouverte.

Lieu : Mehringhof (Gneisenaustr. 2A, 10961 Berlin – U6/7 Mehringdamm),

Heure : Samedi 23 de 13:00 à 22:00 au dimanche 24 de 9:00 à 15:00.

Ordre du jour de la réunion ouverte de la caravane

· Attentes des anciens et des nouveaux activistes du réseau Karawane.

· Comment pouvons-nous atteindre un plus grand nombre de réfugiés activistes ?

· Que pouvons-nous faire pour relever le défi du retrait des militants ?

· la compréhension et l’analyse des luttes des réfugiés/migrants dans le contexte allemand

· la compréhension et l’analyse des luttes des réfugiés et des migrants dans le contexte de la caravane

· Campagnes et événements en cours

· célébrer 20 ans d’existence

Veuillez nous faire savoir si vous aimeriez assister à la réunion ou si vous avez besoin d’un endroit pour dormir afin que nous puissions planifier. Si possible, utilisez des sacs de couchage ou du matériel de couchage.

Contact : the_voice_berlin@emdash.org

Les frais de voyage pour les billets de ski de fond, les billets de fin de semaine et les autres offres de billets à bas prix peuvent être remboursés.

À quoi ressemblent nos réunions : https://vimeo.com/229604184

Nous espérons vous y voir le 23/24.

L’équipe de VOICE Berlin

The VOICE (Refugee) Forum Berlin

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E- mail: the_voice_berlin@emdash.org

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DEUTSCH:

Einladung: Bundesweites offenes Karawanentreffen

Liebe Flüchtlings-/MigrantenaktivistInnen und UnterstützerInnen der Karawane Für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen

Wir laden Euch ein zum kommenden offenen Karawanentreffen in Berlin, das am 23. und 24. dieses Monats (Juni 2018) stattfindet.

Das Karawane -Netzwerk in Berlin lädt Euch ein, an unserem nächsten offenen Treffen teilzunehmen.

Veranstaltungsort: In Mehringhof (Gneisenaustr. 2A, 10961 Berlin – U6/7 Mehringdamm),

Zeit: Samstag 23. von 13:00 bis 22:00 Uhr bis Sonntag 24. von 9:00 bis 15:00 Uhr.

Tagesordnung des offenen Karawanentreffens

· Erwartungen von alten und neuen AktivistInnen im Karawane-Netzwerk

· Wie können wir mehr FlüchtlingsaktivistInnen erreichen?

· Was können wir tun, um der Herausforderung des Rückzugs von Aktivisten zu begegnen?

· Verständnis und Analyse von Flüchtlings-/Migrantenkämpfen im deutschen Kontext

· Verständnis und Analyse von Flüchtlings- und Migrantenkämpfen im Kontext der Karawane

· Laufende Kampagnen und Veranstaltungen

· 20-jähriges Bestehen feiern

Bitte sagt Bescheid, ob Ihr an dem Treffen teilnehmt oder Schlafplätze braucht, damit wir planen können. Nach Möglichkeit mit Schlafsäcken/Materialien kommen

Kontakt: the_voice_berlin@emdash.org

Reisekosten für Quer-Durch-Land-Tickets, Wochenende – Tickets und andere günstige Ticketangebote können erstattet werden.

Wie unsere Meetings aussehen: https://vimeo.com/229604184

Wir hoffen, Euch am 23./24 dort zu sehen.

Das VOICE Berlin Team

The VOICE (Refugee) Forum Berlin

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Und weit weg ist so fern und so hart, dass wir immer langsam gehen müssen,
immer einen kleinen Schritt vorwärts. Ich denke nicht, dass das Problem von
heute bis morgen gelöst werden wird, sondern ein lebenslanges Engagement benötigt

Sea-Watch Update, 8. Juni 2018: Akuter Mangel an Rettungskräften

Italienisches Innenministerium schickt Sea-Watch 3 in den Hafen von Regio Calabria, – Ankunftszeit wird SAMSTAG, 9. JUNI, 08.00 UHR Die 232 Menschen an Bord der Sea-Watch 3 sind nun seit mehr als 72 Stunden auf See, davon zwei Tage unter schlechten Wetterbedingungen. Die Situation zeigt einen besorgniserregenden Mangel an Such- und Rettungsmitteln im zentralen Mittelmeer…

Der Beitrag Sea-Watch Update, 8. Juni 2018: Akuter Mangel an Rettungskräften erschien zuerst auf Sea-Watch e.V..

Bundesweite Sommer Tour „Women* Breaking Borders II“ 23.7.-05.08. 2018 “Zwei Wochen Reisen und Spaß gegen Rassismus”

Women* breaking borders Bus Sommer Tour 2018
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Wir von Women in Exile and Friends wollen diesen Sommer mit dem Thema ”Women* Breaking Borders” weiter machen.
Wir möchten mit euch gemeinsam in Solidarität in verschiedene Städte fahren, besonders nach Bayern, um unsere Missbilligung der Politik Seehofers, des neuen “Innen- und Heimatministers” auszudrücken. Des Politikers, der seit Jahren für immer restriktivere Asylgesetze und Lagerunterbringung verantwortlich ist. In seinen neuen “Ankerzentren” (“Ankufts-und Rückführungszentren”), die als Vorbild gelten sollen, werden Geflüchtete vollkommen von der deutschen Gesellschaft und jeglicher Hilfe abgeschnitten: Keine Rechtsberatung, keine Besuche, keine Deutschkurse, keine Arbeit, keine Schule für die Kinder. Denn so ist es einfacher, sie wieder abzuschieben – ohne Widerstand oder Sicherheit, voller Verzweiflung.
Seeholfer möchte dieses Vorbild von quasi-Haftanstalt nun deutschlandweit exportieren, wobei die aktuelle Lage schon schlimm genug ist, ohne die “radikalen Vorschläge” der AfD mitzubedenken.

Unser Ziel war es immer und ist es nun wieder, Flüchtlingen, die sich als Fauen* identifizieren, darin zu bestärken, aufzustehen und für ihre Rechte als Frauen*, die in dieser Gesellschaft leben, zu kämpfen.

Als Frauen* sind wir mit sexistischen und rassistischen Grenzen konfrontiert und allen möglichen Vorurteilen ausgesetzt, nachdem wir gefährlichste Routen nach Europa überlebt haben. Als geflüchtete Frauen* stehen wir vor, während und nach der Flucht vor vielen inneren und äußeren Grenzen.
Nach der Ankunft in Deutschland und der Asylantragsstellung denken wir, dass wir nun endlich sicher sind und ein neues Leben aufbauen können, aber uns wird sofort mit Abschiebung gedroht. Wir haben keine Chance, wenn wir nicht in das BAMF-Konzept der “legitimen Flüchtlinge” passen.
Die europäische Politik ignoriert die sozialen und ökonomischen Fluchtgründe, die viele Flüchtlinge betreffen.

Was ist mit Klima- und Wirtschaftskrise und mit Graswurzelaktivismus? Auch sexuelle Übergriffen, systematische Gewalt und geschlechtsspezifischen Probleme werden nicht anerkannt.
Unserer Erfahrung nach hat jede Frau*, die nach Europa flieht, einen sogenannten “legitimen Grund” und Bewegungsfreiheit (nicht nur für Waren) und Wahl des Wohnsitzes sollten so für alle gelten, wie in der UN Menschenrechtsdeklaration festgehalten.
Die doppelte Diskriminierung von Flüchtlingsfrauen erschwert uns das Leben, woraus Depression, Stress und Trauma resultieren. Das kann zu allen möglichen verzweifelten Handlungen führen, darunter auch Suizid.

Frauen* sind die Zielscheiben von systemischer Gewalt, die sich in sexuellen An-& Übergriffen, sexueller Gewalt, niedrigeren Löhnen, Diskriminierung am Arbeitsplatz, Unsichtbarkeit resultiert. In einem System, in dem auch europäische Frauen gesetzlich nicht ausreichend vor Gewalt geschützt sind, befinden sich Flüchtlingsfrauen in der schlechtesten Ausgangslage, in der sie noch nicht einmal Zugang zu ihren basalsten Menschenrechten haben.

Aus diesem Grund ist unser alltäglicher Kampf ein Kampf um die Anerkennung von Menschenrechten für Flüchtlingsfrauen und Frauen im Allgemeinen. Es wird versucht uns als Frauen* zu spalten aber es sollten keine Unterschiede im Diskurs von Frauenrechten gemacht werden Flüchtlingsfrauen sind Frauen.

Wir erheben “LAUT UND DEUTLICH” unsere Stimme um rassistische und sexistische Grenzen zu durchbrechen! Rassistische und sexistische Grenzen, sichtbare oder unsichtbare Grenzen, Grenzen, die die Gesellschaft ignoriert oder nicht sieht, weil es sie nicht direkt betrifft. Grenzen, die als “kulturelle” bezeichnet werden Sowie die, die in unseren Köpfen existieren. Wir sind uns diesen Grenzen bewusst und wollen diese sichtbar machen, sodass wir sie durchbrechen können.

Wir wollen politische Aktionen machen, immer mit dem Ziel, andere Flüchtlingsfrauen zu empowern. Wir wollen das gemeinsam mit euch in euren Städten tun.
Natürlich können wir nicht jede Stadt besuchen, aber da wir Netzwerke (und keine Platformen) aufbauen wollen, ist eine dezentrale Zusammenarbeit möglich. Die Arbeit in kleinen Regionalgruppen ermöglicht uns die Aufgaben und Verantwortungen gut zu verteilen und so können auch andere nahe gelegene Städte dazu kommen und die Aktion unterstützen. Auf diese Weise wird das lokale und das bundesweite Netzwerk gestärkt.

 

National Wide Summer Tour „Women* Breaking Borders II“ 23.7.-05.08. 2018 “Two Weeks of Travelling & Having Fun Against Racism”

Flyers: All | FR | AR | DE | EN | RU

Women* breaking borders Bus Sommer Tour 2018We from Women in Exile and Friends, want to continue with the topic of “”Women* Breaking Borders” this summer.

We want to visit with you in solidarity the cities in the south especially Bavaria and condemn Seeholfer now minister for Interior and Heimat, and during years responsible of creating more restrictive asylum laws and refugee camps. His “Anker” (Ankufts-und Rückführungszentren”/ Arrival and deportation centers ) role model system, will keep refugees totally isolated from independent German help and society: no legal counselling, no visits, no German course, no work, no school for children. This way it will be easier to deport them – without resistance, without security only full of despair.

Seeholfer wants to export this role model of detention camp idea German wide, it is bad enough with the ones existing in our areas without integrating the radical ideas from the AfD.
Our aim is and has always been to enable refugees who identifying themselves as women* to stand up for our rights as women* living in this society.

On our dangerous routes to Europe, as women we are faced with different boundaries and borders such as; frontiers between countries, sexism and racism etcetera. These borders expose us to all types of prejudice, during and after our flight.
When we arrive in Germany and request for asylum and think we have managed to break the visible and the invisible borders. We are immediately threatened with deportations because some of us don’t fit into the BAMF concept of “legitimate refugee“.
The authorities ignore social and economical reasons of flight which affect many refugees and migrants who come to Europe. Reasons such as climate and economic crisis, gender issues, grassroots political activism are not acknowledged by the European policy makers.
In our experience, every woman seeking asylum in Europe has a so called “legitimate reason” since freedom of movement and residence (not just of goods) should be implemented as established in the Universal Declaration of Human Rights. The double discrimination of refugee Women makes life more difficult for us and results in depressions, stress, trauma and sometimes desperate measure including suicides.

Women are a target of system violence through sexual assaults, sexual violence, lower wages, work discrimination, invisibility, in a system that systematically discriminates them, even European women are not protected by European laws as they should, leaving them exposed to all sorts of violence. In that framework refugee women have the worst starting point in the host society. For that reason our daily fight is to demand the recognition of the human rights of refugee women* and women* in general, they want us divided but there should be no discrimination when talking about women’s rights, refugee women* are women.

We want to raise our voices “Loud and Clear” in breaking racist and sexist borders, borders which are visible or invisible, borders which the society ignores or looks the other way because they do not affect them directly. Borders termed as “cultural” or those existing in our minds. We are aware of those borders and we want to point them out and make them visible, so that we can break them.

We would like to make political actions, to empower refugee women together with you and your organisations in your cities.
Of course, we cannot visit every city, but we want to build networks to make possible decentralized collaboration. Working on smaller regional networks opens the possibility to distribute tasks and responsibilities amongst cities. It will be possible that one city can come to the cities nearby to meet us and join the actions that will take place, this way the local and national network will get reinforced.

Goodbye Dieselstraat

We Are Here en Fair City Amsterdam nodigen je uit voor de:

flyer-goodbye
Zaterdag 2 juni vanaf 17 uur.
Let’s spend the night together.
Rudolf Dieselstraat Amsterdam

Donderdag 31 mei zou wel eens de laatste dag van het WE Are Here Village in de Rudolf Dieselstraat kunnen zijn. Maar misschien ook niet. Het is de beste plek die wij de afgelopen zes jaar hebben gehad. De rechter heeft ons gezegd dat we op 1 juni weg moesten zijn, en dat we de vrede met Ymere moesten bewaren. Dat hebben we ook gedaan. NIEUWS: vandaag heeft het stadhuis ons verteld dat we tot maandag 4 juni twaalf uur ’s middags mogen blijven.
Ymere bewaart intussen de vrede niet, maar verstoort de vrede van de mensen die in de huizen wonen (huurders, krakers en flex-huurders) door hun tuinen en bomen te vernielen. Met veel lawaai en geblokkeerde ingangen. Ymere zal echter niet vóór 6 september met de sloop beginnen. NIEUWS: Na veel klachten is Ymere gestopt met het vernielen van de tuinen tot 1 september, als ze gaan slopen.
Ymere respecteert de Ramadan niet. Zij lijken niet te beseffen dat veel leden van We Are Here zich middenin de Ramadan bevinden, de maand van reflectie en consideratie, maar ook van vasten en een laag energiepeil.

Waarom moeten wij nu vertrekken, zonder uitzicht op een permanente oplossing, louter wegens een of ander technisch probleem van Ymere? Ze moeten gaten boren om erachter te komen hoe lang de heipalen moeten worden voor de nieuwe flats die ze hier willen bouwen. Kan dat niet even wachten? Onze huizen zullen worden gesloopt of Camelot krijgt weer anti-kraakcontracten.

Wij geloven dat de nieuwe gemeenteraad en de nieuwe wethouders serieus zijn als ze het hebben over een permanente oplossing voor ongedocumenteerde migranten in Amsterdam. En dat ze de volledige medewerking van We Are Here bij het ontwerp van BBB+ waarderen. Dus laten we bij elkaar gaan zitten en een weg vinden. En Ymere laten weten dat een sociaal woningbedrijf ook een sociale verantwoordelijkheid heeft. We zullen al onze gekraakte huizen graag verlaten, als we een oplossing hebben bereikt die onze fundamentele rechten in het rebelse Amsterdam garandeert.In de tussentijd vragen wij Ymere  

  • De vrede te bewaren.
    De Ramadan te respecteren.
    Niet onnodig natuur te vernielen.
    Geen ruimte te verkwisten waar nog steeds mensen kunnen wonen.
    We Are Here te respecteren.Wij roepen jullie allemaal op om, in vrede, naar de Dieselstraat te komen en samen een oplossing te verwezenlijken: Fair BBB+ en gelijke rechten voor allen.
    Kom met ons genieten van het mooie weer en de tuinen.
    Luister naar onze verhalen.
    Doe mee aan de Iftar om 21.54 uur.
    Stuur een persoonlijke boodschap naar Ymere.
    We hebben jullie huizen niet nodig, we willen een leven. Dus verander nu!

    Nu heeft We Are Here je harder nodig dan ooit.
    Info: wijzijnhiernl<a>gmail.com * Woordvoerder Khalid Jone 0684307241 * Support Jo M2M 0686263381 * FB: Wij Zijn Hier * Website: http://wijzijnhier.org * Donaties: Vrouwen Tegen Uitzetting NL57 INGB 0006 4956 66 o.v.v. We Are Here

Good news: Magsud A. versus the German Deportation Machinery 2:0 for Magsud – Victory!

Disrupt the German Deportation Machinery and the persecution of refugees by the authoritarian state!

Read below on the dubious persecution of refugees in Apolda and the recent struggle of Dr. Magsud Aghayev against the Foreigner’s Office in Apolda and the Bundesamt in Nürnberg

Dr. Magsud Aghayev and his son Rafael got their residence permit back after 3 years (M) and 9 years (R) without permanent residence from the Foreigners’ Office in Apolda!!! This is really great news because their defiance and determination in the face of persecution and intimidation by the state is once again proof that we can resist and win even against the monster.

Both of them arrived in Germany in 2005 as father and son. Rafael, his son, is the father of an 8-year-old boy who lives with his German mother in Apolda. Dr. Magsud and his son were transferred to Apolda after he led the struggle with other refugees to close down the infamous Katzhütte isolation camp in 2008. The struggle of Dr Magsud for the rights of refugees did not end with the closure of the notorious Katzhütte camp nor in Apolda. As Dr. Magsud so often stated „We will fight till the end“.

Dr. Magsud was granted the right to stay in Germany in 2010 by the administrative court of Meiningen without further deportation threat. In 2012, Maqsud’s permanent residence permits were withheld and substituted with normal white A4-papers renewal for him and his son without justification with bi-monthly to three months maximum extensions. All the while, Magsud was being intimidated and criminalized, persecuted and threatened with court processes, and by the deportation deal between the Foreigner’s Office and BAMF. This deal was meant to review his positive court decision to enable the nullification of his residence permit granted by the court.

In his struggle he had to face many awkward and funny situations:

As a result of these shenanigans Magsud and Miloud from The VOICE Refugee Forum
went to BAMF Hermsdorf in Thueringen in Febuary 2018, where they were told that the
BAMF Nürnberg was in charge of his case. So Magsud tried to contact Nurnberg but to no avail. A delegation was planned by Magsud to meet with the officials of BAMF in Nürnberg on 2nd March 2018. This was without notification because all attempts to reach them on phone before had failed.

Our delegates from Thueringen informed the officials at the BAMF Nürnberg that we needed an answer to Magsud’s situation and that the visit will not be the end of the protest. The BAMF officials then promised to see to the case but said that the official in charge was actually in Hermsdorf. Yet, they refused to name the official in BAMF in Hermsdorf when asked. They responded that the officials were secret. In the so-called rechtsstaat, the name of a public official suddenly becomes a secret. Bravo!!! Wonder they say shall never end!!!

No official in the office of the Bundesamt directly involved in his case was known by name and there was no official letter or other correspondence. It is important to know that the right to asylum is of political and public interest and for the interest of the refugee community. There must not be any secret about it.
Shortly after Magsud led the delegation of refugees and activists on the 2nd March 2018 to the BAMF in Nürnberg the Foreigner’s Office informed Rafael and Magsud in the middle of March on the success of their struggles against the Foreigner’s Office and the BAMF. They would get back their stay permits with four years extension. We never doubted!

The most fascinating lesson for us all here was Magsud’s self-determination to fight politically. He refused to bow or solicit paternalistic support but instead relied on the time tested solidarity and the overriding common interest that is at the heart of our struggle for justice. He could not afford to succumb to the discriminatory bureaucrazy that intimidated, criminalised and persecuted him without any reason other than to punish him, suppress his voice and silence him for his fight for justice. He refused to take a lawyer for his political protest and his unyielding determination coupled with the ironclad solidarity from fellow refugees amongst others saw the case of BAMF and the Foreigners’ Office collapse like a pack of cards and a hoax that it was.

It is obvious Dr. Magsud has been persecuted because of his political activism in the refugee migrants community, The VOICE and the Caravan, and in the break deportation network in Thueringen. He committed no crime, activism is no crime and we’re all supremely proud of him! He is a worthy example to young and new refugees in Germany and the message is clear: If you do not fight for your right, the so-called rechtsstaat will deny your rights! Basta!!!

After three years of fighting, Magsud and his son Rafael got his residence permit back!

“I will fight till the end” he says, and we reply, “We will fight with you all the way!!!

We are proud of every supporter as we congratulate especially the refugee activists from Bamberg refugee camp who were very motivated to support Magsud A during his delegation meeting in the BAMF in Nuremberg on the 02.03.2018.

More information on the persection and criminalisation of Magsud in
Apolda will be televised by the community!

Find links to protest actions and activities of Magsud Aghavev
http://thevoiceforum.org/search/node/magsud
http://thevoiceforum.org/search/node/maqsud

The VOICE Refugee Forum
http://thevoiceforum.org
Break Deportation Network
http://breakdeportation.blogsport.de/
Caravan Refugee/Migrants Network
http://thecaravan.org

Gute Neuigkeiten: Magsud A. gegen die deutsche Abschiebemaschinerie – 2:0 für Magsud!

Bringt die deutsche Abschiebemaschinerie und die Verfolgung von Flüchtlingen durch den autoritären Staat zum Erliegen!

Lest unten über die dubiose Verfolgung von Flüchtlingen in Apolda und den jüngsten Kampf von Dr. Magsud Aghayev gegen die Ausländerbehörde Apolda und das BAMF in Nürnberg

Dr. Magsud Aghayev und sein Sohn Rafael bekamen nach drei (Magsud), bzw. neun (Rafael) Jahren ohne dauerhaften Aufenthaltstitel von der Ausländerbehörde in Apolda ihre Aufenthaltserlaubnis zurück!!! Das ist wirklich eine großartige Nachricht, denn ihre der Verfolgung und Einschüchterung durch den Staat trotzende Entschlossenheit ist einmal mehr ein Beweis dafür, dass wir Widerstand leisten und sogar gegen das Monster gewinnen können!

Vater und Sohn kamen beide 2005 in Deutschland an. Rafael, der Sohn, ist Vater eines achtjährigen Jungen, der mit seiner deutschen Mutter in Apolda lebt. Dr. Magsud war mit seinem Sohn nach Apolda umverteilt worden, nachdem er mit anderen Flüchtlingen zusammen 2008 den Kampf für die Schließung des schändlichen Isolationslagers in Katzhütte angeführt hatte. Der Kampf von Dr. Magsud für die Rechte von Flüchtlingen endete aber weder mit der Schließung des berüchtigten Lagers Katzhütte noch in Apolda. So bekundete Dr. Magsud oft: „Wir werden bis zum Ende kämpfen!“

Dr. Magsud war 2010 durch das Verwaltungsgericht Meiningen das Bleiberecht in Deutschland gewährt worden – ohne weitere Abschiebeandrohungen. 2012 wurde dann seine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis zurückgehalten und ohne Begründung durch ein einfaches weißes DIN-A4 Papier ersetzt, das alle zwei bis drei Monate erneuert werden musste. Die ganze Zeit über wurde Magsud eingeschüchtert und kriminalisiert, verfolgt und mit Gerichtsprozessen und durch den Abschiebe-Deal zwischen Bundesamt und Ausländerbehörde bedroht. Das Ziel dieses Deals war es, das positive Gerichtsurteil neu zu überprüfen und die Aufhebung seiner durch das Gericht zugesprochenen Aufenthaltserlaubnis zu ermöglichen.

In seinem Kampf war Magsud mit vielen unangenehmen und seltsamen Situationen konfrontiert.

Als Ergebnis dieser Tricksereien machten sich Magsud und Miloud von The VOICE Refugee Forum im Februar auf zum Bundesamt Hermsdorf in Thüringen, wo man ihnen sagte, dass das BAMF Nürnberg für Magsuds Fall zuständig sei. Also versuchte Magsud erfolglos, Nürnberg zu kontaktieren. Er organisierte eine Delegation, die am 2.3.2018 die Beamten des BAMF in Nürnberg treffen wollte. Weil alle Versuche, sie vorher telefonisch zu erreichen, gescheitert waren, geschah dies ohne vorherige Ankündigung.

Unsere Delegierten aus Thüringen informierten die Beamten des Bundesamtes Nürnberg, dass wir eine Antwort benötigten und dass der Besuch dort nicht das Ende des Protests sein würde. Die Beamten des Bundesamts Nürnberg versprachen dann, dass sie sich mit der Sache befassen würden, aber dass der zuständige Beamte eigentlich in Hermsdorf sei. Dennoch weigerten sie sich, auf unsere Anfrage den Namen des zuständigen Beamten herauszugeben. Sie sagten, die Beamten seien geheim. In einem sogenannten Rechtsstaat wird der Name eines öffentlichen Beamten plötzlich zum Geheimnis. Bravo!!! Wunder sagt man, hören niemals auf!!!

Kein direkt in seinen Fall involvierter Beamter des Bundesamtes war namentlich bekannt und es gab kein offizielles Schreiben oder irgendeine andere Korrespondenz. Es ist wichtig zu wissen, dass das Recht auf Asyl von politischem und öffentlichem Interesse und von Interesse für die Flüchtlingscommunity ist. Diesbezüglich darf es kein Geheimnis geben.
Kurz nachdem Magsud am 2. März 2018 die Delegation von Flüchtlingen und Aktivist*innen zum BAMF in Nürnberg angeführt hatte, informierte die Ausländerbehörde Rafael und Magsud Mitte März über ihren Erfolg im Kampf gegen die Ausländerbehörde und das BAMF. Sie sollten ihre Aufenthaltserlaubnis mit einer Gültigkeit von vier Jahren zurückerhalten. Wir hatten daran nie gezweifelt!

Die faszinierendste Lektion für uns alle war Magsuds Entschlossenheit, politisch zu kämpfen.
Er weigerte sich, paternalistischer Unterstützung zu beugen oder darum zu bitten, und statt dessen verließ er sich auf die erprobte Solidarität und das übergeordnete allgemeine Interesse, das im Herzen unseres Kampfes für Gerechtigkeit liegt. Er konnte es sich nicht leisten, der diskriminierenden Bürokratie zu unterliegen, die ihn einschüchterte, kriminalisierte und verfolgte – ohne jeden anderen Grund, als ihn zu bestrafen, seine Stimme zu unterdrücken und ihn wegen seines Kampfes für Gerechtigkeit zum Schweigen zu bringen. Er weigerte sich, für seinen politischen Protest einen Anwalt zu nehmen und seine unbeugsame Entschlossenheit, gepaart mit der eisernen Solidarität von anderen Flüchtlingen führten dazu, dass die Sache des BAMF und der Ausländerbehörde wie ein Kartenhaus oder ein schlechter Scherz, der sie ja auch war, in sich zusammenfiel.

Es ist offensichtlich, dass Dr. Magsud wegen seines politischen Aktivismus in der Flüchtlings/Migrant*innen-Community, bei The VOICE, in der Karawane und im Break-Deportation-Netzwerk in Thüringen verfolgt worden ist. Er hat kein Verbrechen begangen. Aktivismus ist kein Verbrechen und wir sind alle äußerst stolz auf ihn! Er ist ein würdiges Beispiel für junge und neue Flüchtlinge in Deutschland und die Botschaft ist klar: Wenn du nicht für dein Recht kämpfst, wird der sogenannte Rechtsstaat dir deine Rechte verweigern! Basta!!

Nach einem dreijährigen Kampf haben Magsud und sein Sohn Rafael nun ihre Aufenthaltserlaubnis zurückerhalten!

„Ich werde meinen Kampf zu Ende führen“, sagt er und wir antworten: „Wir werden den ganzen Weg mit dir kämpfen!!“

Wir sind stolz auf jede*n Unterstützer*in, und so gratulieren wir auch vor allem den Flüchtlingsaktivist*innen aus dem Bamberger Flüchtlingslager, die sehr große Motivation zeigten bei der Unterstützung von Magsud während seines Delegationstreffens im BAMF Nürnberg am 2.3.2018.

Mehr Informationen über die Verfolgung und die Kriminalisierung von Magsud in Apolda werden von der Community übertragen werden!

Finden Sie Links zu Protestaktionen und Aktivitäten von Magsud Aghavev
http://thevoiceforum.org/search/node/magsud
http://thevoiceforum.org/search/node/maqsud

The VOICE Refugee Forum
http://thevoiceforum.org
Break Deportation Network
http://breakdeportation.blogsport.de/
Caravan Refugee/Migrants Network
http://thecaravan.org

Ich will mein Asyl- und Aufenthaltsrecht sowie meine sozialen Rechte

  • Soligruppe und Gülaferit Ü.:
    Ich will mein Asyl- und Aufenthaltsrecht sowie meine sozialen Rechte
    Ich, Gülaferit Ü., bin eine ehemalige politische Gefangene.
    Auf Ersuchen der BRD bin ich im Juli 2011 in Griechenland verhaftet und an die BRD
    ausgeliefert worden.
    Und 2012 bin ich auf Grundlage des Gesetzes §129b zu 6 Jahren und 6 Monaten Haft
    verurteilt worden.
    Ich habe meine gesamte Strafe ohne jegliche Lockerungen im Lichtenberg Gefängnis
    verbüßt.
    Am 4. Januar 2018 wurde ich entlassen.
    Meinem Wunsch, nach Griechenland ausgeliefert zu werden, ist die Berliner
    Ausländerbehörde nicht nachgekommen. Und das, obwohl ich bei meiner Verhaftung in
    Griechenland Asyl beantragt hatte.
    Aus diesem Grund war ich gezwungen, drei Tage vor meiner Haftentlassung einen
    zweiten Asylantrag in Deutschland zu stellen.
    Die Berliner Ausländerbehörde hat sofort nach meiner Haftentlassung versucht, mich in
    ein Flüchtlingslager zu schicken.
    Das ist eine Verlegung von einem geschlossenen in ein offenes Gefängnis was der
    Fortsetzung der Isolation gleichkommt.
    Meine Forderung, in Berlin bleiben zu können, angesichts meiner sechseinhalbjährigen
    Gefangenschaft unter schwersten Bedingungen und Isolation aus menschlichen Gründen,
    wurde abgelehnt.
    Als Vorwand wurde der vom „Kammergericht“ gefällte Beschluss bezüglich
    “anhaltender Terrorgefahr” genannt.
    Die Berliner Ausländerbehörde hat durch Terrorismuspropaganda politischen Druck auf
    das Bundesamt, das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF), mein
    Therapiezentrum und meinen Anwalt ausgeübt.
    – Die Berliner Ausländerbehörde hat meinen Termin beim Bundesamt aufheben lassen
    und dadurch mein Asylrecht unterbunden.
    – Die Berliner Ausländerbehörde hat auch beim LAF interveniert und Leistungszahlungen
    unterbunden. Sie hat meine Krankenversicherung aufheben lassen. Sie hat unterbunden,
    dass ich mich medizinisch behandeln lassen kann.
    – Obwohl es vier Monate her sind, dass ich aus dem Gefängnis freigekommen bin, ist mir
    kein gültiger Ausweis ausgehändigt worden.
    – Ich habe keinen Aufenthaltstitel erhalten.
    Ich bin gegen meinen Willen von Griechenland hergebracht worden und ich wurde dazu
    gezwungen, hier Asyl zu beantragen. Trotzdessen wird mein Lebensrecht eingeschränkt.
    Ich fordere, dass sämtliche gegen mich gerichtete Repressalien sowie die Terrorismus-
    Propaganda beendet werden. Der deutsche Staat muss aufhören, mit dem Faschismus in
    der Türkei zusammenzuarbeiten.
    Wenn der deutsche Staat nach Terroristen sucht, dann sollte er sich zunächst den 450
    Nazis widmen, die in den Untergrund gegangen sind. Er sollte sich der NSU, NPD, Blood
    and Honour und den Nazis innerhalb der Polizei und des Militärs widmen. Er sollte sich
    jenen widmen, die Anis Amri für ihre Zwecke benutzen. V.i.S.d.P: Clara Zindler, Weisestraße 47, 12049 Berlin
  • – Die von mir eingeforderten Verfahren vor dem Sozial- und dem Verwaltungsgericht
    dauern an.
    Allerdings waren alle bisherigen Gerichtsbeschlüsse gegen mich politischer Natur, nicht
    rechtlicher Natur.
    Meine Forderungen:
    – Ich fordere Asylrecht,
    – ich fordere Aufenthaltsrecht,
    – ich fordere soziale Hilfe,
    – ich fordere Wohnrecht,
    – ich fordere, mit meinen Gedanken leben zu können,
    – ich fordere das Recht auf ein menschenwürdiges Leben,
    – ich fordere die Beendigung der politischen Repression und der Isolation.
    Meine Forderungen sind natürliche, menschliche und legale Rechte eines jeden
    Menschen.
    Ich rufe die Senatsverwaltung für Inneres dazu auf, meine Forderungen zu
    berücksichtigen und fordere einen Gesprächstermin.
    Gülaferit Ü. Und Soligruppe Gülaferit Ü.
    Kontakt: soligruppeguelaferit@gmail.com

Fünf Menschen vermisst nach EU-unterstütztem Pull-Back-Versuch

Am Freitag war die Sea-Watch 3 an der Rettung von mehr als 400 Personen von drei Schlauchbooten in Seenot beteiligt. Einmal mehr gefährdete die EU-finanzierte, sogenannte Libyschen Küstenwache (LYCG) die Rettungsaktion und stürzte eine kontrollierbare Rettungssituation in ein tödliches Chaos. Mit bereits 157 Menschen aus einer vorangegangenen Rettungsaktion an Bord, startete die Sea-Watch 3 am…

Der Beitrag Fünf Menschen vermisst nach EU-unterstütztem Pull-Back-Versuch erschien zuerst auf Sea-Watch e.V..

VROUWEN VAN WIJ ZIJN HIER KRAKEN VOOR HUN VRIJHEID

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Zondag 27 mei 2018 hebben de vrouwen van ‘We are Here’ vluchtelingen collectief intrek genomen in het  pand aan de Tommaso Albinonistraat 5. Dit kantoorpand stond al vele jaren leeg. Na de ontruiming in april van het vorige onderkomen aan de Burgermeester Roëllstraat was de noodzaak na 7 weken zonder huis zeer hoog om nieuwe woonruimte te vinden. De groep grijpt het moment aan om de urgentie voor een 24-uursopvang te benadrukken en ook duidelijk te maken wat er nodig is om een succesvolle opvang te realiseren.

Al bijna 6 jaar voert het  ‘Wij zijn hier’ collectief een strijd voor een ander asielbeleid en een normaal leven met basale mensenrechten. ‘De situatie de afgelopen jaren heeft ons en vele anderen veel energie gekost. Wij vragen daarom de toekomstige gemeenteraad om de aankondigde 24-uursopvang zo spoedig mogelijk te realiseren. Een 24-uursopvang waar wij de nodige rust en veiligheid kunnen vinden en kunnen werken aan onze toekomst in de Nederlandse samenleving’, aldus Raaho uit Somalië.

De vrouwen van Wij Zijn Hier (afkomstig uit Somalië, Eritrea en Ethiopië) willen benadrukken dat zij de 24-uursopvang mede vorm willen geven. ‘Het is belangrijk met ons te praten in plaats van over ons’. Er is inspraak nodig van de mensen waar de opvang voor bestemd is, anders wordt het nooit succesvol. Voor zowel de mensen zonder verblijfspapieren die al vele jaren rondzwerven in Amsterdam, als voor de gemeentepolitiek staat er veel op het spel om deze nieuwe 24-uursopvang te laten slagen. Voor de groep betekent 24-uursopvang een belangrijke stap richting een normalere manier van leven. De vrouwen vragen de gemeente en uitvoerende instanties oprecht met hen in gesprek te treden. ‘Samen kunnen we de situatie die al veel te lang duurt oplossen’ zegt Maria uit Ethiopië.

Opvang die leidt tot rust en oplossingen, houdt het volgende in:

• degelijke juridische bijstand in de verblijfrechtprocedure.
• zelfstandige woonruimte met privacy en mogelijkheid om zelf te koken.
• duur van de opvang gericht op oplossing van individuele situaties.
• geen camera’s en minimale bewaking van de locatie.
• begeleiding op maat, goede voorlichting en uitleg.
• geen gedwongen DT&V trajecten.
• toegang tot gezondheidszorg.
• toegang tot de arbeidsmarkt.
• Amsterdams Burgerschap.
• wat we zelf kunnen, doen we graag zelf; geen hospitalisatie.

Het is nog niet duidelijk wanneer de 24-uursopvang open zal gaan. De groep hoopt voorlopig op de nieuwe plek te kunnen wonen en neemt contact op met de eigenaar om hierover in gesprek te gaan.

Searching Home – Homes Lost: A booklet about the meaning of “home” and “homelessness” in Greece

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Ten people who lost what was their home to war, conflict, and other life-threatening conditions…

Ten people who were forced to escape and who decided to try to search and create another home somewhere else in safety and peace…

Ten people, who are mothers, fathers, brothers, sisters and children of someone…

Ten people with talents, professions, passions and dreams…

Ten people living in Greece for some moments…

Ten people without a shelter…

and one person, who lost his home during the economic crisis in Greece.

searching home – homes lost (download here the pdf in english)

 

no home

The loss of ‘home‘ in one country combined with the current lack of a ‘home’ in the broader sense in Greece but also in its simple meaning as a shelter, for displaced people have multiple implications on their daily life, their wellbeing and the transformation of their identities.

Repressive migration policies as implemented at the external borders of Europe, may destroy even the last sense of what each understands as being somewhere at home. But the images and feelings connected to the home left behind or the imaginary, the idealised or even utopian home that may never have existed, while it may be found in future, are being kept alive in peoples hearts with extraordinary care and cannot be taken away.

While millions of aid, have been flowing into Greece amongst others for the accommodation of the people arriving at the European shores, both Greece and indirectly the EU are not able to offer a dignified shelter.

At the same time uprooted and en route, while searching safety, peace and a spark of future, most refugees in Greece face displacement and inhuman living conditions from the very first moment they put their steps on what some with false pride call European territory. Many times this corresponds de facto to the lack of a dignified and safe shelter for weeks if not months. Sometimes, it even means sleeping rough and without anything while being exposed to all kinds of dangers, like violence and exploitation.

In the beginning of 2018, still hundreds of refugees – among them many children, pregnant ladies, elderly, disabled, sick and other vulnerable persons – are living in summer tents in the so-called hotspots on the Aegean Islands while it is winter. It is unknown how many live unofficially in the mass container camps on the mainland lacking access to any support services, social benefits and even food and how many try to survive the cold in abandoned construction sites, fabrics and old ruins; or simply, on the streets and in public parks and squares.

‘Without a home’ feel not only the ones who are dumped in dehumanizing precarious conditions in camps far from the local society, but also the ones completely excluded, the clandestines, who take other paths and are not yet identified and registered, who have not yet the permit to move.

The ruling system tries to impose a regime of control, containment, the selection of people in the ‘wanted’ and the ‘unwanted’ and finally the deportation of the latter. It punishes the ones who don’t obey the rules of the state with further exclusion, pushing them at the margins of the urban societies; creating borders in the cities.

A host country, which cannot host; torn apart by the struggle to survive the harsh austerity measures imposed by the Troikas since the beginning of the economic crisis, Greece in reality remains a transit for most displaced people. In fact, in these times also more and more Greeks are ending up on the streets without a shelter. There are no funds for these people – the ones who were kicked out of the ruling system. In this light, it is no wonder, that the lack of future prospects and of any kind of support – such as a shelter – for people who finally get the right to stay, pushes them also out and to the North of the continent and along with them, many Greeks leave too.

It is in the cities, where all these people try to develop alternative strategies to survive for the moment for example in squats or solidarity houses, where they continue their struggles for the right to stay and freedom of movement at the same time. Where workers struggle for equal opportunities against any form of discrimination.

 

Let’s stand together! Let’s eat together! Let’s live together!

Reclaim the streets, reclaim the cities!

w2eu – infomobile greece

 

Was ist ein AnKER? / What is an AnKER?

+++ deutschsprachige Version; english version below+++

 

Was ist ein AnKER?

Mit dem Bild eines Ankers verbinden wir vielleicht ein Tattoo, das Stärke ausdrücken soll oder einfach einen Haltepunkt für ein Schiff im Meer. Nun bekommt Anker jedoch eine weitere Bedeutung: als Symbol für ein rassistisches Lagersystem und eine unmenschliche Asylpolitik. Wovon ist die Rede? Den sogenannten „AnKER-Einrichtungen“ (AnKER steht für “Ankunft, Entscheidung und Rückführung=Abschiebung”)– neuen Abschiebelagern, die die Große Koalition aus CDU, CSU und SPD in Deutschland umsetzen möchte.

Worum geht es?

AnKER-Lager sind die neueste Stufe der Zerlegung des Rechts auf Asyl in Deutschland. In diesen AnKER-Lagern werden Menschen, denen die Label Geflüchtete, Asylsuchende, Flüchtling aufgedrückt werden, in Zukunft für bis zu 18 Monate gefangen gehalten. In AnKER-Lagern sollen das BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge), Jugendämter, Justiz, Ausländerbehörden und andere staatliche Institutionen vor Ort sein – ein totales System für eine totale Desintegration aus der Gesellschaft.

AnKER. Das steht für Einlagerung bei Ankunft bis zur Entscheidung über den Asylantrag sowie für Rückführung – ein beschönigendes Wort für Abschiebungen. Es steht für eine Unterscheidung zwischen Menschen „ohne Bleibeperspektive“, die diese Einrichtungen nicht verlassen werden und Menschen „mit Bleibeperspektive“ auf die nach der BAMF-Entscheidung das übliche Lagersystem aus sogenannten „Gemeinschaftsunterkünften“ – also Sammellagern – wartet.

Im Herbst ist die Eröffnung des ersten AnKER-Lagers geplant. Es knüpft an eine Tradition an, die von selbstorganisierten Gruppen, Aktivisten und Aktivistinnen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern seit Jahren kritisiert und bekämpft wird. Während die Unterbringungsbedingungen früher bzw. heute von einer Flucht nach Deutschland durch schlechte Lebensbedingungen, Freiheitsberaubung und Kontrolle durch Security-Dienste und Polizei abschrecken sollten bzw. sollen, so nimmt der Staat die Abschottung und Abschiebung nun vollends selbst in die Hand: Wenn die Pläne aus dem Koalitionspapier von SPD, CDU und CSU umgesetzt werden, wird in Zukunft fast niemensch mehr ein AnKER-Lager verlassen bis es zur Abschiebung – oder für Wenige – zur Aufnahme als Mitmensch zweiter Klasse kommt.

 

Wie funktioniert das?

Asyl basiert im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschlands sowie in der Genfer Flüchtlingskonvention auf einer Einzelfallprüfung: Es sollte eigentlich ein individuelles, subjektives Recht sein.

Seit einer weitreichenden Reform des Asylrechts im Jahr 1993 gibt es jedoch Kriterien wie sogenannte „sichere Herkunftsstaaten“ und „sichere Drittstaaten“: aus dem individuellen Recht wird so eines, das über die Bestimmung von Staaten – also eine territoriale und willkürliche Logik begrenzt wird, z.B. schließt sie alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union, Albanien, Bosnien, Herzegowina, Ghana, Kosovo, Mazedonien, die ehemalige Jugoslawische Republik, Montenegro, Senegal und vielleicht bald auch andere: Marokko, Algerien und Tunesien aus. Statt Einzelfallprüfung kommt es zu kollektiven Urteilen über das Bleiberecht, den Aufenthaltstitel und das Leben einzelner Menschen.

 

Was haben diese rechtlichen Überlegungen mit den AnKER-Lagern zu tun?

Alles. Schon mit den sogenannten Asylpakten wurde 2015 und 2016 die Dauer des Aufenthaltes in Aufnahmelagern von 3 auf 6 Monate erhöht. Es wurden außerdem sogenannte „beschleunigte Verfahren” eingeführt, die insbesondere dazu dienen, die nach territorialer Logik ausgeschlossenen Menschen schneller abzuweisen und abzuschieben. Mit den AnKER-Lagern wird die Dauer der Lagerung in der Erstaufnahme auf 18 Monate erhöht. Menschen, die nach Deutschland kommen, um Asyl zu erhalten, werden in diesen Einrichtungen vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen und erst nach Monaten – wenn sie Glück haben – ein halbwegs “normales” Leben in unserer rassistischen Gesellschaft anfangen können. Die Erfahrung zeigt: solche Lager, der Ausschluss aus gesellschaftlicher Teilhabe und guten Beratungsangeboten verringern die Chance, Bleibe- bzw. Asylrecht zu erlangen. Die Erfahrung zeigt auch: das Leben in solchen Lagern bringt soziale und psychologische Probleme, es bedeutet Gewalt gegen die Betroffenen, es riskiert die Leben der gelagerten Menschen und bringt berechtigte Aufstände gegen die Lagerleitung mit sich.

Kurz: Mit den geplanten AnKER-Lagern erreicht die rassistische Lager- und Asylpolitik in der Bundesrepublik Deutschland ihren neuen Höhepunkt – es ist der aktuell letzte Schritt in einer menschenfeindlichen Tradition: Menschen werden zu einem Verwaltungsgegenstand gemacht, zu einer Zahl, die politisch-motiviert mit der institutionellen Gewalt der Lagerunterbringung gegen Null gedrückt wird. Bei den AnKER-Lagern handelt es sich nicht um eine nationalistisch-rassistische Idee der radikalen Rechten, sondern um eine Idee aus der “Mitte der Gesellschaft”, einen rassistischen Konsens, der beinahe parteiübergreifend herrscht. Die Lagerunterbringung von Menschen, denen die Label Geflüchtete, Asylsuchende oder Flüchtling aufgedrückt werden, ist seit Jahren eine menschliche Katastrophe, über die zu wenig gesprochen wird. Falls es jedoch Zweifel gab, dass Lager einen Teil der deutschen Normalität ausmachen – heute und mit der Diskussion um AnKER-Lager kann niemand mehr diese Zweifel haben.

Schliesst die Lager! Menschenwürdiges Wohnen für alle!

 


 

+++English Version+++

What is an AnKER?

With the image of an anchor (German: Anker) we may associate a tattoo to express strength or simply a mechanism for a ship to keep safe at sea. Now, however, anchor (AnKER) takes on another meaning: as a symbol for the racist German camp system and an inhuman asylum policy. What is this article about? The so-called “AnKER-facilities” (AnKER stands for “Ankunft=Reception, Entscheidung=Decision and Rückführung=Deportation”) – new deportation camps that the Grand Coalition of CDU, CSU and SPD wants to implement in Germany.

 

What is this about?

AnKER camps are the newest and last stage in the dismantling of the right to asylum in Germany. In these AnKER camps, people who are forcefully labelled as asylum seekers or refugees will be held captive for up to 18 months in the future. In AnKER camps, the BAMF (Federal Office for Migration and Refugees), youth welfare offices, the department of justice, immigration authorities and other state institutions will be present – a total system for a total disintegration from society.

AnKER. This stands for the storage of human beings on arrival (“Ankunft”) until the decision on the application for asylum has been taken (“Entscheidung”) as well as for repatriation (“Rückführung”) – a euphemism for deportations. It stands for a distinction between people “without a perspective to stay” who will not leave these facilities before being deported and people “with a perspective to stay” who will – after the BAMF decision – be tranferred to the usual camp system of so-called “community accommodation” – i.e. collective camps.

The first AnKER camp is planned for autumn. It builds on a tradition that has been fought for years by self-organised groups and activists. While accommodation conditions in the past and today are planned to frighten people from fleeing to Germany due to poor living conditions, deprivation of freedom and control by security services and the police, the state now takes deterrence and deportation completely into its own hands: If the plans from the coalition paper of the SPD, CDU and CSU are implemented, almost nobody will leave an AnKER camp until deportation – except for the few who are accepted as second-class human beings.

 

How does it work?

In the Constitution of the Federal Republic of Germany and the Geneva Refugee Convention, asylum is based on a case-by-case examination: it should actually be an individual, subjective right.

Since a far-reaching reform of the asylum law in 1993, however, criteria such as so-called “safe countries of origin” and “safe third countries” have been introduced: the individual right thereby becomes one that is limited by the definition of states – i.e. a territorial and arbitrary logic (e.g. excluding all member states of the European Union, Albania, Bosnia, Herzegovina, Ghana, Kosovo, Mazedonia, the former Yugoslav Republic, Montenegro, Senegal and soon maybe: Morocco, Algeria and Tunisia). Instead of examining individual cases, there are collective judgments on the right of residence, the residence title and the lives of individuals.

 

What do these legal considerations have to do with AnKER camps?

Everything. Already with the so-called asylum packages I and II, the length of stay in reception camps was increased from 3 to 6 months in 2015 and 2016. In addition, so-called “accelerated procedures” (“beschleunigte Verfahren”) were introduced, which serve in particular to reject and deport people excluded according to a territorial logic (“safe countries of origin” and “safe third countries”) more quickly. With the AnKER camps, the duration of storage in camps is legalized and increased to up to 18 months. People who come to Germany to receive asylum are excluded from social life in these institutions and only after months – if they are lucky – can start a halfway “normal” life in our racist society. Experience shows: such camps, the exclusion from social participation and good counselling offers reduce the chance of obtaining the right to stay or asylum. Experience also shows: life in such camps brings social and psychological problems, it means violence against those affected, it risks the lives of the stored people and brings with it justified revolts against the camp management.

In short: With the planned AnKER camps, the racist camp and asylum policy in the Federal Republic of Germany reaches its newest and highest point – it is the latest step in an anti-human tradition: people are turned into an administrative object, into a number that is pushed towards zero out of political motivation using the institutional violence of the camp system. The AnKER camps are not a nationalist-racist idea of the radical right, but an idea from “the centre of society”, a racist consensus that prevails almost across all party lines. For years, the camp system for people who are forcefully labbeled as asylum seekers or refugees has been a human catastrophe that has been talked about too little. However, if there were doubts that camps do not form part of German normality – today and with the discussion about AnKER camps, no one can have these doubts anymore.

 

Close the Camps! Respectable Housing for all!

 

 

Berlin, 15. Mai 2018, LMNB – Lager Mobilisation Network Berlin.

JetztRedenWir! Demonstrationszug in Ellwangen

Ellwangen Demo

JetztRedenWir! Eindrücke von dem Aktionstag in Ellwangen. Über 300 Menschen zeigten ihre Solidarität mit den Bewohner*innen der LEA und gingen gegen Rassismus, den Populismus der Medien, Polizeigewalt & die Kriminalisierung von Geflüchteten auf die Straße. Es wurde die ganze Zeit gerufen und gesungen: We are refugees not criminals! Stop Deportation! Bleiberecht für alle!

Vor der LEA in Ellwangen schildern Flüchtlinge ihre Sicht der Dinge: „Wir haben die Polizisten nicht angegriffen, sind nicht mal in die Nähe ihres Autos gekommen.“

Ellwangen Presskonferenz

 

Viel wurde über uns geredet, jetzt reden wir! Mahnwache, Pressekonferenz und Demonstration am 9. Mai 2018 in Ellwangen

Ellwangen LagerPressemitteilung 08.05.2018

Wir, Bewohner*innen der Landeserstaufnahmeeinrichtung Ellwangen laden für Mittwoch den 9. Mai 2018, um 17 Uhr zu einer Pressekonferenz ein und rufen ab 18 Uhr zu einer Demonstration auf. Zwischen 12 bis 18 Uhr findet auf dem Marktplatz in Ellwangen eine Mahnwache statt.

Die Pressekonferenz wird direkt vor der Landeserstaufnahmeeinrichtung Ellwangen stattfinden. Dort wird auch die Demonstration beginnen. Wir rufen alle demokratisch gesinnten Menschen auf, sich an der Demonstration zu beteiligen und diese zu beschützen. Unterstützen sie unseren gerechten Protest und hören sie uns zu, was wir als Betroffene zu dem Polizeieinsatz zu sagen haben. Viele von uns sind durch den bürgerkriegsähnlichen Polizeieinsatz tief verunsichert.

Am Montag den 30. April gegen 2.30 Uhr sollte ein Togoer von der Polizei aus der Landeserstaufnahmeeinrichtung abgeholt werden. Der Protest entstand spontan. Einige Abschiebungen bei dem die Polizei laut und aggressiv vorgegangen ist, haben wir schon erlebt. Unser Protest war bestimmt, aber zu jedem Zeitpunkt friedlich. Vorwürfe, jemand sei gegen die Polizei mit Gewalt vorgegangen sind falsch und haben sich auch nicht bestätigt. Falsch ist auch, dass die Person die man abschieben wollte, bereits im Polizeiauto saß. Der Togoer stand entfernt neben uns in Handschellen. Die Polizei verließ während des Protests die Landeserstaufnahmeeinrichtung und gab einem dort beschäftigten Security-Mitarbeiter die Schlüssel für die Handschellen. Der Togoer war, nach dem die Polizei sich entfernt hatte, noch etwa eineinhalb Stunden in Handschellen, bis die Security ihm die Handschellen abnahm. Das ist die wesentliche Geschichte vom Montag. Der Betroffene ist auch nicht untergetaucht, wie behauptet wurde. Niemand ist bei dem spontanen politischen Protest zu Schaden gekommen.

Am Donnerstag den 3. Mai 2018 kam es in der Nacht zwischen 3 und 4 Uhr zu einem Polizeieinsatz an dem mehrere hundert Polizisten beteiligt waren. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz. Ziel waren drei Gebäude, wovon 292 Personen betroffen waren. In den Gebäuden positionierte sich die Polizei vor sämtlichen Türen und schlug zeitgleich alle Türen ein, obwohl man die Türen in der Einrichtung nicht abschließen kann. Wir waren alle im Bett. Die Polizei leuchtete mit Taschenlampen. Niemand durfte sich anziehen. Alle mussten die Hände in Höhe halten und wurden gefesselt. Die Zimmer wurden durchsucht. Viele wurden bei der Polizeiaktion verletzt. Wer Fragen stellte musste mit Gewalt rechnen.Wir dachten es handelt sich um eine großangelegte Abschiebeaktion. Wie wir später erfuhren, durften die Bewohner*innen der Nachbargebäude ebenfalls die Gebäude nicht verlassen. Die Polizei unterstellte in einer Pressemitteilung wir hätten Waffen und gefährliche Gegenstände. Nichts von dem ist wahr, nichts wurde bei den Durchsuchungen gefunden. Mehr dazu erfahren Sie am Mittwoch bei der Pressekonferenz.

Wer auch immer diesen Polizeieinsatz zu verantworten hat, er war politisch motiviert und inszeniert. Die bundesweite Berichterstattung und Diskussionen über eine nächtliche spontane, friedliche und politische Aktion, zeigt, wie stark dieses Land mit fremdenfeindlichen Ressentiments aufgeladen ist. Viel wurde in den letzten Tagen über uns geredet. Niemand hat uns nach unserer Meinung gefragt. Am Mittwoch möchten wir über die Polizeiaktion und über unsere Situation in der Landeserstaufnahmeeinrichtung sprechen. Wir hoffen, es werden uns viele zuhören.
Wer Kontakt zu Bewohnern in englischer Sprache wünscht, schreibe bitte eine Mail an info@aktionbleiberecht.de

Aktion Bleiberecht Freiburg

Was ist in Ellwangen passiert? Ein Statement von den Geflüchteten in Ellwangen

Ellwangen Demo Refugees4Refugeesby refugees4refugees

Die Situation in Ellwangen begann schon vor der Razzia am vergangenen Donnerstag. Nämlich im April 2018:

„Wir haben uns mit dem Leiter der LEA in Ellwangen getroffen. Wir haben ihm über unser Leben in der Unterkunft und wie die Leute sich hier fühlen erzählt, auch wegen die Duldung und Dublin regeln.“

Er versprach uns, dass wir mit der Presse und mit PolitikerInnen über unsere Situation reden können, da er und die Hausverwaltung nicht für die Zustände verantwortlich seien. Er wollte sich um alles kümmern.

Am 27. April hatten wir dann ein gemeinsames Treffen mit dem Leiter der LEA. Bei diesem Treffen sagte er, wir könnten die Presse am Donnerstag, dem 03. Mai treffen.

Um 3 Uhr morgens am Montag, dem 30. April, hörten wir viel Lärm. Als wir draußen ankamen, beschwerten sich Leute über die Abschiebung eines Togolesen. Wir sahen, dass die Polizei den Mann zwingen wollte, in ihr Auto einzusteigen – er war bereits in Handschellen. Und er sagte zur Polizei, dass er nicht einverstanden sei. Also sagten auch wir, dass wir die Polizei den Mann nicht einfach aus der Unterkunft mitnehmen lassen. Als sie sahen, dass immer mehr Leute von der Unterkunft nach draußen kamen, zogen sie sich zurück.“ Wir waren zu dem Zeitpunkt um die 30/40 Leute.“ Das berichten die Geflüchteten aus Ellwangen. Die Polizei war schon weg, als noch weitere Geflüchtete zum Ort des Geschehens kamen. Sie trafen nur noch den Mann in Handschellen an, während wir ihnen von der Situation erzählten.

Die Berichterstattung schreibt nun von bis zu 200 Personen. Doch in der Unterkunft in Ellwangen sind aktuell weniger als 150 afrikanische Geflüchtete untergebracht. Wenn der Vorwurf, dass wir die Polizei umringt hätten, stimmen würde, wie wäre es ihnen dann überhaupt möglich gewesen, sich so unproblematisch zurückzuziehen? Wenn die Polizei sich so sicher ist, sollten sie doch in der Lage sein, Beweise dafür anzubringen. Die deutsche Polizei ist – wie wir wissen – sehr professionell im berichten über ihre Kontrollmacht.

An dieser Stelle scheint der Rassismus der deutschen Polizeibehörden ihnen selbst auf die Füße zu fallen. („Oh, afrikanische Geflüchtete, die sind aggressiv.“)

„Nach einer Stunde kam ein Security Mitarbeiter mit dem Schlüssel der Handschellen, befreite den Mann und ging mit den Handschellen wieder.
Wir waren überrascht, als dann gegen 10:00 Uhr morgens, nochmal der Einrichtungsleiter zu uns kam und uns aufforderte, ihm die Handschellen zu geben. Wir fragten: „Why are you trying to fool us when the handcuff is with the security officer?“ Wir gingen danach zum Security Mitarbeiter, der die Handschellen mitgenommen hatte. Wir fragten ihn, warum er den Einrichtungsleiter nicht über den Verbleib der Handschellen informiert hatte, woraufhin dieser erwiderte, dass der Einrichtungsleiter bereits informiert wurde.“

An dieser Stelle war uns klar, dass etwas falsch läuft. Erpressung und Intrigen, um uns ungerechtfertigter Weise zu kriminalisieren.

„Am Donnerstag, dem 3. Mai, um 5:00 Uhr morgens – also an dem Tag, an dem wir die Presse hätten treffen sollen (was vom Einrichtungsleiter organisiert wurde) – hörten wir Schreie und Rufe: „Polizei! Polizei!“ Die Polizei brach sämtliche Zimmertüren gewaltsam auf (obwohl man die Türen in der Einrichtung nicht abschließen kann), stürmte die dunklen Zimmer mit hellen Taschenlampen und schrie, „Polizei! Polizei! Hands up, don`t move! Give me your Ausweis and Camp chip card! Do you have a handy?“ Daraufhin wurden wir mit Kabelbindern gefesselt und sollten uns auf den Boden legen. Nach der Kontrolle der Ausweise und der Camp-Chipkarten, um die Personen zu identifizieren, ging die Polizei weiter und durchsuchte unsere Kleidung und gesamten Zimmer. Davor fragten sie uns noch, ob wir irgendwelche gefährlichen Waffen oder Drogen in unserem Besitz hätten. Einige von uns waren nackt und ihnen wurde verboten, sich etwas anzuziehen – auch trotz Erkältungen. Wir wurden gezwungen ruhig zu sein und wir wurden geschlagen, wenn wir es gewagt haben, Fragen zu stellen. Unsere Hosen und Geldbeutel wurden durchsucht. Von einigen von uns, die mehr als 200,- Euro hatten, nahmen sie Geld mit.

Nach der Razzia wurden 27 Personen festgenommen und in ein anderes Gebäude, gegenüber der Polizeistation auf dem Gelände der Unterkunft, gebracht. Eine der betroffenen Personen, die verhaftet wurde, weil sie unregistrierte Lyca Simkarten hatte, erzählt, wie schlecht sie behandelt wurden, gefesselt und in der Kälte stehen gelassen.

Eine junge Frau, die ihrem Partner Kleidung brachte, durfte ihm nicht helfen, Klamotten zu tragen. Aber ein anderer festgenommener und gefesselter Freund half ihm, während die Polizei sie beobachtete. Einem anderen Freund von uns wurde vom Polizeichef untersagt, die Toilette zu benutzen. Der gleiche Polizeichef befragte einen anderen Polizeibeamten, warum ein Geflüchteter ohne, mit Kabelbindern, verbundenen Händen in die Schlange der Festgenommenen gebracht wurde. Er ordnete an, auch diesen Geflüchteten zu fesseln.

Einer nach dem anderen wurde verhört – im Dabeisein von fast 20 Polizeibeamten mit Hunden. Außerdem wurden wir fotografiert und danach in die Polizeistation auf dem Unterkunftsgelände gebracht, wo uns Fingerabdrücke abgenommen wurden. Selbst einer der Sozialarbeiter war schockiert, dass ein solcher Prozess losgetreten wird, beispielsweise aufgrund des Besitzes von SIM-Karten.

Als die Polizei schließlich weg war, gab es einige Verletzte, die ins Krankenhaus kamen. Zur gleichen Zeit begannen einige Medien, von außerhalb der Unterkunft aus, zu berichten.
Wir sind erschüttert, wie die Medien die erlogenen Polizeiberichte einfach übernommen haben, ohne die tatsächlichen Ereignisse zu recherchieren oder uns zu fragen, was passiert ist.

Wir, die Geflüchteten aus Ellwangen, sind nicht gewalttätig. Auch wenn die Polizei sagt, wir hätten sie angegriffen. Es gab während des Vorfalls eine Distanz zwischen uns und der Polizei. Unser Bruder in Handschellen stand zwischen uns und der Polizei. Wir haben Beweise für alles, was die Polizei mit uns gemacht haben.

Jetzt haben wir uns entschieden, eine Demonstration zu machen. Für uns ist das die einzige Möglichkeit, Leute darüber zu informieren, was tatsächlich passiert ist. Die Medien verfälschen unsere Statements und wenden sie gegen uns.

Wir treffen uns am Mittwoch, dem 9. Mai um 17:00 Uhr an der Ellwangener LEA.

Gegen Rassismus
Gegen den Populismus der Medien
Gegen Polizeigewalt
Gegen die Kriminalisierung von Geflüchteten

Terminüberischt:

12:00 Mahnwache am Marktplatz
Kommt vorbei, wenn ihr hören wollt, was tatsächlich passiert ist.

17:00 Kundgebung und Demonstration vor der LEA

__________

KONTAKT:
Flüchtlinge für Flüchtlinge (Refugees4Refugees)
Selbstorganisierte Beratungsstelle von und für Gefluchtete
Böblingerstr. 105
70199 Stuttgart
Tel.: 015172207248
https://refugees4refugees.wordpress.com/

 

Klage gegen Italien wegen der Koordinierung der Rückführungen der libyschen Küstenwache, die zu Todesfällen und Missbrauch von Migranten geführt haben

Berlin, 08.05.2017 Erstmals juristische Schritte gegen illegale Pull-Back Aktionen: Sea-Watch unterstützt Überlebende bei Gerichtsverfahren gegen Italien 17 Überlebende des fatalen Bootsunglücks vom 06. November 2017 ziehen mit Unterstützung mehrerer Menschenrechtsorganisationen vor den Europäischen Menschenrechtsgerichtshof und leiten so erstmals juristische Schritte gegen die von der EU unterstützten, illegalen Push-Backs ein. Sea-Watch hat diesen Schritt von Anfang…

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A Very Big SALUTE to the Refugee Resistance in Ellwangen

by The VOICE Refugee Forum

With a strong and powerful fist raised towards the sky, we The VOICE Refugee Forum salute the bravery and courage of our fellow refugee brothers and sisters, for valiantly preventing the callous and inhuman deportation of a Togolese refugee and defending his right to human dignity.

Since the incident last Monday and the unsubstantiated Police allegation of “attack and violence” by refugees, the German mainstream and tabloid media have literally gone into overdrive to report on it. Yet, they are unable to report what the refugees are saying and experiencing. Any surprise? Not at all, because this is obviously an attempt to broaden and advance the underlying anti-refugee politics and policies of the German government, deliciously but dangerously spiced with racist motives and narratives. The press is refusing to report on the unhealthy, horrible and unbearable conditions that refugees are forced to live in, where refugees are crammed together like slaves on slave ships. They are failing to report that refugees are being deported with violence by the German authorities to countries (including Italy and others in Europe and beyond) where neither the safety of their lives nor their human dignity can be guaranteed. Is it any wonder that attempted and actual suicide by refugees are on the increase as a result of the hopelessness and lack of perspectives they are served with in this “Rechtsstaat”? Where is the press on these issues? There is a deafening silence!

…unsubstantiated Police allegation of “attack and violence” (“Several injured after huge police operation at ‘rebel’ asylum home” https://www.thelocal.de/20180503/hundreds-of-police-officers-deployed-at…)

Yes, rechtsstaat! The feckless politicians are head over heals tripping themselves on the way to see who can wear the badge of ‘the nastiest’ to the refugees. They are racing to the rotten bottom in condemnation of a legitimate resistance to oppression, violence and inhumanity in the name of rechtsstaat and hospitality that ‘must not be trampled on’. How cynical, disingenuous and hypocritical of you to even mention rechtsstaat and hospitality with your ‘lager’ mentality and how you treat refugees in those filthy camps. We are not even going into your shameless, dubious and corrupt collaboration with dictators all over Africa including Togo where this refugee fled from in the first place. You are so upright with your rechtsstaat that you reach agreements with and pay these dictators who in turn employ militias to brutalise and maim men, women and children seeking refuge from the dangerous situation that you facilitate with your economic interests. If the experience in these camps is what you define as hospitality, we heartily invite you to check into one of these camps (yes, there is still enough space for you and your family) and enjoy it. If you are too cowardly to take that offer, we ask you in very clear terms to take your hospitality and shove it!!!

The allegation of aggression, attack and violence by the police as widely reported in the media is so far, nothing more than a bogus claim as there is up till the moment of writing, no evidence to substantiate those claims. While the police managed to mis-inform and the press ran with the misinformation that the refugees injured scores of police officers – supposedly, officially the Police could only confirm that only one officer was slightly injured (see Taz, 3.5.18 “Was geschah in Ellwangen?” www.taz.de/!5500584/). Worse still is the allegation of weapons that the refugees supposedly had which also turned out to be flatly false. Unable to prove that the refugees were violent as alleged, the Police resorted to redefine and equate violence with coercion. Perhaps the Police need to be reminded of what violence is: violence is when you chained Oury Jalloh to the mattress in a police station in Dessau and burned him alive. Violence is when you forcibly pumped emetics into Laye Conde and killed him in a police station in Bremen, just as Achidi John in Hamburg. Violence is when you fatally shot Dominique Kumadio near his apartment in Dortmond just like you shot and killed Christie Schwundeck at the Job Centre in Frankfurt, and Mariamme Sarr in Ascherffenburg. Violence is when policemen raped women (who were to be deported) and filmed it, in police station in Bremen. Got it? The list goes on!!!

In our view, two things are particularly worth noting here. First, it is important to put these into some perspectives and understand that this is a carefully pre-planned and coordinated effort by the authorities to break the resistance of refugees to deportation. Moreover, it is to provide a political cover, legitimisation and justification for the unwarranted violence and brutality that the police are most likely to exert in any future deportation attempts. They have admitted this much in public and their action on Thursday confirms this. But it remains to be seen if the public will rise in support of human decency and respect of the vestiges of refugee rights in this country or they will submit to manipulation and be conned by these sinister machinations. For anyone who has been invested in any way in the pervasive and now-fading refugees welcome, it is time to shed that superficiality and get real and show some solidarity with these maligned refugees.

Second, there is nothing criminal about the desire to live a safe and secured life irrespective of how Germany and others may view it today. Millions of people migrated from Germany/Europe to seek better and secured lives in other countries and continents and so it is nothing new. Refugees are in this country exactly for this reason and “We are here because you destroy our countries”!!! So any attempt to deny us the opportunities to realise this is sure to be met with resistance. This is why refugee resistance is guaranteed to continue in Germany irrespective of the politics and policies of the German/European authorities or the number of policemen and women and their vehicles. It is in this spirit of resistance that we SALUTE the courageous action of refugees in Ellwangen.

Long Live the Resistance!!!

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deutsch

SALUT dem Flüchtlingswiderstand in Ellwangen

Mit einer starken und machtvollen zum Himmel gereckten Faust begrüßen wir, The VOICE Refugee Forum, die Tapferkeit und den Mut unserer Mitflüchtlinge, Brüder und Schwestern, weil sie beherzt die hartherzige und inhumane Abschiebung eines togoischen Flüchtlings verhindert und sein Recht auf Menschenwürde verteidigt haben.

Seit dem Vorfall letzten Montag und der substanzlosen Anschuldigung von “Angriff und Gewalt”, die von Flüchtlingen ausgegangen sein sollen, haben die deutschen Mainstream- und Boulevardmedien im wahrsten Sinne des Wortes die Automatikschaltung eingelegt, wenn sie darüber berichteten. Ja, sie sind nicht in der Lage, darüber zu berichten, was die Flüchtlinge sagen und welche Erfahrungen sie machen. Überraschung? Absolut nicht, denn dies ist offensichtlich ein Versuch, die zu Grunde liegende Anti-Flüchtlingspolitik und die Politik der deutschen Regierung delikat und gefährlich gewürzt mit rassistischen Motiven und Narrativen auf eine breitere Basis zu stellen und voranzutreiben.

Die Presse weigert sich, über die ungesunden, schrecklichen und unerträglichen Bedingungen zu berichten, unter denen Flüchtlinge zu leben gezwungen sind, wo Flüchtlinge zusammengepfercht werden wie Sklaven auf einem Sklavenschiff. Sie versäumen es, darüber zu berichten, dass Flüchtlinge von den deutschen Behörden gewaltsam in Länder (einschließlich Italien und andere europäische Staaten) abgeschoben werden, wo weder die Sicherheit ihres Lebens noch ihre Menschenwürde garantiert werden können. Ist es in irgendeiner Weise verwunderlich, dass versuchte und tatsächliche Selbstmorde von Flüchtlingen zunehmen als Resultat der Hoffnungslosigkeit und des Mangels an Perspektiven in diesem “Rechtsstaat”? Wo ist die Presse bei diesen Angelegenheiten? Hier herrscht ohrenbetäubende Stille!

Ja, Rechtsstaat! Die nutzlosen Politiker überstürzen sich dabei, um zu sehen, wer die Plakette desjenigen tragen kann, der am fiesesten gegenüber den Flüchtlingen ist. Sie führen ein Wettrennen zum verkommenen Boden der Verurteilung eines legitimen Widerstandes gegen Unterdrückung, Gewalt und Unmenschlichkeit im Namen eines “Rechtsstaates, auf dem nicht herumgetrampelt werden dürfe”. Wie zynisch, verschlagen und heuchlerisch von euch ist es, sogar von Rechtsstaat und Gastfreundschaft zu sprechen angesichts eurer Lager-Mentalität und der Art und Weise, wie ihr mit den Flüchtlingen in diesen dreckigen Lagern umgeht.

Von eurer schamlosen, zweifelhaften und korrupten Kollaboration mit Diktatoren in ganz Afrika, einschließlich Togo, von wo dieser Flüchtling geflohen ist, sprechen wir hier gar nicht an erster Stelle. Ihr seid so aufrecht mit eurem Rechtsstaat, dass ihr Abkommen mit diesen Diktatoren erreicht und sie dafür bezahlt, dass sie im Gegenzug Milizen anstellen, um Männer, Frauen und Kinder zu brutalisieren und zu verstümmeln, die Zuflucht suchen von der gefährlichen Situation, die ihr durch eure ökonomischen Interessen gefördert habt. Wenn die Situation in diesen Lagern das ist, was ihr als Gastfreundschaft definiert, dann laden wir euch herzlich ein, in eines dieser Lager einzuchecken – ja, es gibt noch genug Platz für euch und eure Familien – und euren Aufenthalt zu genießen. Falls ihr zu feige seid, dieses Angebot anzunehmen, fordern wir euch in klaren Worten auf: Nehmt eure Gastfreundschaft und steckt sie euch sonstwo hin!

Die von der Polizei erhobenen Anschuldigungen von Aggression, Angriff und Gewalt, von denen in den Medien so ausführlich berichtet wurde, sind bislang nicht mehr als eine falsche Behauptung, da es bis zu dem Moment, in dem dieser Text verfasst wurde, keinen Beleg gibt, der diese Behauptungen mit Substanz füllen würde. Während es der Polizei gelungen ist, falsch zu informieren, und die Presse davongelaufen ist mit der Falschmeldung, dass die Flüchtlinge eine große Menge von Polizeibeamten verletzt hätte, konnte die Polizei offensichtlich offiziell lediglich bestätigen, dass nur ein Beamter leicht verletzt wurde
(see TAZ, 3.5.18 “Was geschah in Ellwangen?” www.taz.de/!5500584/). Schlimmer noch ist die Anschuldigung, dass die Flüchtlinge angeblich Waffen besessen hätten, die sich ebenfalls als rundweg falsch herausstellte.

Unfähig zu beweisen, dass die Flüchtlinge, wie behauptet, Gewalt anwandten, verlegte man sich darauf, den Begriff umzudefinieren und Nötigung mit Gewalt gleichzusetzen. Vielleicht muss die Polizei daran erinnert werden, was Gewalt ist: Es war Gewalt, als ihr Oury Jalloh in einer Polizeistation in Dessau an eine Matratze angebunden habt und ihn lebendig verbranntet. Es war Gewalt, als ihr Brechmittel in Laye Conde hineingepumpt habt und ihn dadurch in einer Polizeiwache in Bremen getötet habt, genauso wie Achidi John in Hamburg. Es war Gewalt, als ihr Dominique Kumadio in der Nähe seiner Wohnung in Dortmund erschossen habt, so wie ihr auch Christie Schwundeck auf dem Jobcenter in Frankfurt durch eure Schüsse getötet habt und Mariamme Sarr in Aschaffenburg. Es war Gewalt, als Polizisten Frauen, die abgeschoben werden sollten, vergewaltigten und dabei filmten, geschehen in einer Polizeistation in Bremen. Verstanden? Die Liste geht weiter!

Unserer Meinung nach sind insbesondere zwei Dinge hier nötig erwähnt zu werden. Erstens ist es wichtig, dies in die richtige Perspektive zu rücken und zu verstehen, dass es sich hier um ein von den Behörden sorgfältig geplantes und koordiniertes Bestreben handelt, den Widerstand von Flüchtlingen gegenüber Abschiebungen und ihre Solidarität miteinander zu brechen. Darüber hinaus dient es dazu, den politischen Deckmantel, die Legitimierung und Rechtfertigung für die ungerechtfertigte Gewalt und Brutalität zu liefern, die die Polizei höchstwahrscheinlich bei jedem zukünftigen Abschiebeversuch ausüben wird. Sie haben dies häufig öffentlich zugegeben und ihre Aktion am Donnerstag bestätigt dies. Aber man muss sehen, ob die Öffentlichkeit aufstehen wird, um den menschlichen Anstand und den Respekt gegenüber den Resten der Rechte von Flüchtlingen in diesem Land zu unterstützen oder ob sie sich der Manipulation unterwirft und durch diese dunklen Machenschaften hereingelegt wird. Für jeden, der in irgendeiner Weise in das einst allgegenwärtige und nun verschwindende “Refugees Welcome” einbezogen war, ist es jetzt Zeit, diese Oberflächlichkeit abzuwerfen und echt zu werden und Solidarität mit diesen verleumdeten Flüchtlingen zu zeigen.

Zweitens liegt nichts Kriminelles in dem Wunsch, ein sicheres und geschütztes Leben zu führen, unabhängig davon wie Deutschland und andere das heute sehen mögen. Millionen von Menschen emigrierten aus Deutschland/Europa, um ein besseres und sicheres Leben in anderen Ländern und Kontinenten zu suchen, also ist dies nichts Neues. Flüchtlinge sind genau aus diesem Grund in diesem Land und: “Wir sind hier, weil ihr unsere Länder zerstört!!!” Daher wird jeder Versuch, uns die Chancen zu verweigern, dies zu verwirklichen, mit Sicherheit auf Widerstand treffen. Aus diesem Grund wird der Widerstand von Flüchtlingen in Deutschland garantiert weitergehen, unabhängig von der Politik der deutschen und europäischen Behörden und unabhängig von der Anzahl der Polizisten und Polizistinnen und ihrer Fahrzeuge. Im Geiste dieses Widerstandes begrüßen wir die mutige Aktion der Flüchtlinge in Ellwangen.

Lang lebe der Widerstand!!!
Ziviler Ungehorsam in EllwangenFür die Freiheit, gegen Abschiebung
http://taz.de/!5503329/

The VOICE Refugee Forum

BigBrotherAward 2018, category “Administration”: CEVISIO Software und Systeme GmbH

[This is a REPOST of the text published during the BigBrotherAward 2018; HERE you can read the original text in German, or watch the VIDEO of the award ceremony. /// Das ist ein Repost des Textes, der im Rahmen der BigBrotherAward 2018 veröffentlicht wurde; hier könnt ihr den Originaltext in deutscher Sprache lesen, oder euch das Video der Preisverleihung anschauen]


The BigBrotherAward 2018 in the category “Administration” goes to “Cevisio Software und Systeme GmbH” from Torgau, Bavaria, Germany for their software “Cevisio QMM” (neighbourhood management), which was developed in cooperation with the German Red Cross especially for refugee accommodation. With this software, movements to and on the premises, food expenses, medical checks such as X-ray, blood and stool examinations, kinship, religious and national affiliations and much more are recorded and stored. The data allow total control of the refugees and clearly show on how many levels privacy can be violated.

The software is not only prize-worthy because of the possible data protection violations it may cause, but above all because of the human image behind it. Refugees are people, not things. They do not lie on a shelf for later collection and use, they are not prisoners and do not require close observation. They seek protection with us and have rights – human rights and fundamental rights that are not worth mentioning to Cevisio.

When many refugees came to Germany in 2015, the authorities were in chaos. The collection of data and the organisation of accommodation and care posed great challenges for those involved. The medium-sized company Cevisio developed the solution together with the German Red Cross Regional Association of Saxony. The company advertises its software on its homepage by using it in over 280 recording facilities. In total, “more than 380,000 refugees are already being administered.”

According to this, the Cevisio neighborhood management software collects data about all these people. An identification card with an RFID chip or barcode forms the basis for the recording. With this card, the residents move around in their accommodation and – according to the software makers’ plan – hold them in front of a reader in various places: at the entrance and exit, at the food counter, at the laundry when they receive pocket money, when renting books or video films, during medical examinations or during voluntary work.

These so-called “actions” recorded in the accommodations are managed by the software via interfaces together with the data of the Federal Office for Migration and Refugees – the BAMF – and with the files of the immigration authorities. Among other things, information on existing pregnancies, related persons, medical data with “initial and follow-up examinations including findings” is recorded. We also guarantee the recording of “all documents”. The software thus enables not only the “administration” but also the (quote) “accounting of the refugees”. It allows “the recording of all data on the asylum procedure, such as EASY optimisation and BAMF data”.

That’s total control. Daily routines, habits, contacts, relatives, state of health, asylum status – all in one place. Linked and evaluable.

Some things certainly make sense, e.g. information on allergies, or whether special Ramadan food is desired. However, the Cevisio software goes much further: The functional scope brochure refers, for example, to the “recording of all meals served to one person” and “note in the case of multiple serving of a meal to one person”. What do you need it for?

Is it necessary to meticulously record and store every movement into or out of the house? Yes, says the said brochure (quote): “The integrated attendance overview always shows up-to-the-second which refugees and helpers/employees are currently in an accommodation. In addition to a pure control function, this overview is indispensable, especially in the event of a disaster (fire, etc.)”.

“Indispensable!” It seems almost strange that hundreds of thousands of schools, department stores or youth hostels still manage without such an up-to-the-second overview. Are they all irresponsible?

No, this is life. Including a certain life risk. Cevisio’s data collection, on the other hand, is a wet dream for surveillance fanatics. We see here no empathy with people who have also fled to Germany for a life in freedom.

Perhaps it is pragmatism according to the motto “nobody is interested” if the word “data protection” does not appear once in the 15-page system presentation. Technical data security precautions are concealed behind the term “administration”. I could not find any functionalities for the rights of those concerned, e.g. for the provision of information or transparency for the refugees.

There are also shortcomings in practice: In her current annual report1, the data protection officer in Bremen expresses “considerable data protection concerns”. Storage periods were far too long. It was not clear to her why every serving of food had to be checked. The storage of health data had to be massively reduced at their instigation. No options were granted to the persons concerned in the case of information on relatives. Many questions are still open today.

The Bremen data protection control referred only to a few of the institutions. There is no guarantee and no possibility of control that unlawful monitoring possibilities will be eliminated in the other 270 facilities. The legal situation is the same everywhere and could be preset in the software, e.g. with automatic deletion periods. Cevisio could provide the operators with help and information on data protection.

We ask: Does this software structure have to do with the fact that refugees are the people affected here? Safe – Refugee shelters are logistically complex systems and operators like the DRC and others can well use digital support. But how are refugees to integrate with us if they are deprived of the values of our oft-cited guiding culture, i.e. the values of our Basic Law? These values include self-determination, the right to informational self-determination.

The Cevisio software “neighbourhood management” is only one example of a patronizing, non-transparent and surveillance-hungry treatment of refugees in general. There are confidentiality agreements of the Federal Employment Agency that release everyone and everyone from confidentiality, including social welfare offices and migration advice centres. In 2016, a so-called Data Exchange Improvement Act stipulated that practically every office may inform others about refugees if it appears necessary. In order to determine the origin of refugees, the BAMF had access to the smartphones of the refugees approved, on which all communications and a lot of private information is stored.

At the same time, independent refugee consultations report that by referring to data protection, some authorities refuse them information that would be important for advice and assistance. Here data protection is being misused as a false pretext for hindering social work.

We must be particularly careful when dealing with refugee data. Both the National Socialists and the GDR regime controlled and maltreated their population with information and data collection. The governments of the countries from which people flee to us often torture their people through control, arbitrariness and use of what they know about these people. The risk of deepening existing traumas in data management à la Cevisio and the risk of our data collections falling into the wrong hands, for example from the secret services of our home country, is great. Software companies also have a responsibility to avert such dangers. We should be aware: What is practised today for refugees may already be applied to us tomorrow.

Congratulations on the BigBrotherAward 2018 in the category Administration, Cevisio.

 

 

Evangelische Kirche in Deutschland unterstützt weiterhin zivile Seenotrettung – Suchflugzeug entscheidender Faktor bei der Rettung von Menschenleben

Allein im letzten Jahr sind auf dem zentralen Mittelmeer weit über 3000 Menschen ertrunken; 2018 sind bereits über 500 Menschen ums Leben gekommen. Ohne das Suchflugzeug “Moonbird” – betrieben von Sea-Watch und der Schweizer Humanitären Piloteninitiative (HPI) –, wären es im 2017 mindestens 1000 Tote mehr gewesen. Immer wieder konnte das Flugzeug, das mit Unterstützung…

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„Wir wurden gezwungen, Massengräber zu graben, um die Leichen der Menschen zu begraben, die nach und nach starben.“

Am Samstag, den 21. April, rettete Sea-Watch ein Gummiboot 65 Seemeilen nördlich der libyschen Küste in einer schwierigen Rettungsaktion mit Momenten der Anpannung, als die Leute, die in das Gummiboot gepfercht waren, die libysche Küstenwache ankommen sahen, welche ihre Absicht ankündigte, sie nach Libyen zurückzubringen. Die Menschen begannen ins Wasser zu springen und riskierten dabei,…

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Memorial 24th of April 2018

Foto: Marily Stroux

On 24 of April 2018 one year had passed since 22 people among them two children lost their lives in the boat accident north of Lesvos. Rescue teams managed many hours later to rescue two women alive, one of them pregnant in the 8th month.

Sylvie and Joelle and the little girl Victoria, born in Mitilini just one month later, came again to Lesvos to remember this year. Together with the rescue teams of Refugee Rescue / Mo chara and with the activists from Watch the Med Alarm Phone and Welcome to Europe they returned to the place the rescued women and also the dead bodies had been brought one year ago.

 

Foto: Marily Stroux

Also the spotting teams who still care every night at the beaches to spot boats on the way from the Turkish to the Greek side, Lighthouse relief and The Hope Project, joined the invitation to the three women.

On 22nd of April we travelled with the survivors on the ferry to Lesvos. At the ships restaurant we introduced them and their story to the crew who have been really touched to have survivors on board.

During our dinner officers of the crew came at the entrance of the restaurant obviously to see with their own eyes the survivors. We got very positive wishes from the crew for the future and an appreciation for making a memorial.

 

Foto: Marily Stroux

We all met in the morning of 24th of April in Skala Sikaminias. The rhib of Refugee Rescue, Mo Chara, drove out with a floral wreath to put it in the sea exactly at the place where the women have been found and the dead bodies collected.

In the meantime all people went to the beach and enrolled a 30 metres long list of all known names of people who died in the European borders the last years. 33.305 names, 33.305 stories, 33.305 deaths that should never have happened.

 

Foto: Marily Stroux

The following text was read in Greek and English and then Joelle sang a song of her home-country that she was singing in the sea while trying to keep up the hope to be rescued.

 

Sylvie made a prayer to thank god for giving them a new life.

After we had a minute of silence to remember the 22 dead travellers.

Returning to Skala Sikaminias promising to ourselves not to give up supporting the newcomers and continue rescuing.

 

Foto: Marily Stroux

It is now 8 years ago, that we from Welcome to Europe made the first memorial for dead Afghan people in Korakas, thanking the fishermen for rescuing a baby and her parents that day.

 

Since then many more people arrived on Lesvos and the other islands oft the Aegean. But also many died and never arrived to their dream. In Europe they wish to find peace and a respectful life.

 

Foto: Marily Stroux

The fisherman continue to rescue – but there are also the rescue and spotting teams to support and work together now. As long as the European borders remain closed and militarised, the only option for fleeing people will be to risk their lives and we all have to be there for them.

One week later we returned to Piraeus with the same ferry and hand over in the bord-restaurant the memorial speech from Skala Sikaminias to one of the crew members we know. He thanks and disappears and returns some time later. He says he read it loud in the kitchen and everyone was crying and that they all thank us for doing it. Even he adds the people from the second bord-restaurant called him to read it also to them.

 

Memorial speech Skala Sikaminias

24 April 2018

Today, we come together here in Skala Sikaminias to remember the dead of the European borders.

Foto: Marily Stroux

We come here together with Joelle, Sylvie and Victoria. They survived when their boat sank in the North of this island on 23rd of April 2017. In the many hours that they spent in the sea, before they were rescued, they both asked themselves where the others had disappeared.

22 travelers did not survive that day, among them 2 Syrian children, and were later collected by the authorities’ vessels and the rescue teams.

Only one month later, Joelle gave birth to Victoria here in Mitilini – and this little girl reminds us that life continues.

Foto: Marily Stroux

Still, every year the dying continues due to the Europe’s border regime. And every year we renew the promise to remember those who have died. We will work to ensure safe passage until the deaths at Europe’s borders stop.

 

Because it has not stopped – even though many of us have tried hard. In 2018, to this day, more than 559 people have been killed in the Mediterranean Sea. We have been in touch with many people who have survived shipwrecks – as well as people who have given testimonies of death on the routes, before people even reach the sea.

Today, we are here together with people who still have eyes on the water, spotting. People who are still on the sea, with Search and Rescue boats. People who were fishermen and became rescuers, who had to take the dead bodies from the sea. People who started a hotline for open communication, to try avoid all these deaths. People who held the relatives and friends of the drowned after they discovered the loss. People who shared parts of the way with the survivors.

 

Foto: Marily Stroux

All of us have not shut our eyes. We remember and we won’t forget.
We all feel shame, because these deaths highlight our failure in our attempt to stop this murderous regime and to create a welcoming Europe.

We remember our friends, whose lives were lost after they had managed to escape war, after they risked death when crossing one border after the other clandestinely, and after finally reaching Europe.

Here and today, we want to stop for a moment and create a space for all those who lost their lives. Remembering here means we save the stories of the uncounted who died at the borders of Europe. They died in the sea, they died at the deadly inner-European borders.

Foto: Marily Stroux

They had left their homes to change their lives. Their death is a death in search for freedom. And that concerns us all.

 

There have been, and will be, many more names and many more stories.

We will never forget all of them and today we want to remember especially the friends of Joelle and Sylvie.
We will remember them. All of them have families and friends they left behind – who cannot be here with us, because these borders separate them even now.

So let us speak out their names:

– Maman Nicole – she lives!
– Chochou – she lives!
– Gilaine – she lives!
– Sylvia – she lives!
– Tedy – he lives!
– Fati – he lives!
– Mali – he lives!
– Pider – he lives!
– Peter – he lives!
– Junior – he lives!
– The Syrian family with two children – they live!
– And the unidentified other 8 travellers that lost their lives in that boat – they live!

We will never forget them.
We promise to do our best to tear down the borders that caused their deaths.
We invite you to have a quiet moment in memory of them – and then to move on: to tear down the borders and to build a new, more welcoming Europe.

Refugee Rescue – Lighthouse Relief – The hope project – w2eu – Watch the Med Alarmphone

 

Memorial text in Greek: Μνημόσυνο 24.4. 2018-Greek

Memorial text in French: Memorial speech Skala Sikaminias-français

Video of the memorial ceremony: https://youtu.be/ZPF4bfqFvJc

 

Foto: Marily Stroux

Überlebende berichten von entsetzlichen Zuständen in Libyen nach Pull Backs: Sea-Watch verurteilt EU-gestützte Rückführungen

Nach einer komplexen Rettungsaktion der Sea-Watch 3 in internationalen Gewässern vergangen Samstag, berichten Überlebende von mehreren Versuchen, Libyen mit dem Boot zu verlassen und von entsetzlichen Zuständen dort. Dem zuvor gegangen war, dass die Libysche Küstenwache, welche ebenfalls im Auftrag der italienischen Behörden vor Ort war zum Ausdruck brachte, alle 94 Insassen des Bootes zurück…

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94 Personen nach komplexer Rettung an Bord der Sea-Watch 3

Die Sea-Watch 3 wurde heute gegen 14 Uhr zu einem Seenotfall in internationalen Gewässern etwa 60 Seemeilen nördlich von Tripolis gerufen. Um die Situation zu evaluieren und sicherzustellen, dass niemand ertrinkt, wurden die Schnellboote der Sea-Watch zu der Position vorausgeschickt, das Mutterschiff folgte. Nach etwa 4 Stunden trafen die Schnellboote Tango und Delta auf ein…

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Updates zur Lage auf dem Mittelmeer

In den letzten Tagen und Wochen haben sich die Ereignisse in Bezug auf die zivile Seenotrettung an Europas tödlichster Seegrenze überschlagen, zudem stehen richtungsweisende Entscheidungen bevor. Aus diesem Grund machen wir eine Zusammenfassung der jüngsten Entwicklungen auf dem Mittelmeer.   Die wichtigsten Entwicklungen: Sea-Watch rettet mehr als 300 Menschen, Rettung zeigt, dass die Strategie der…

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Women Rise Up for Afrin

women rise up for Afrin

Radio F* und Freies Radio Berlin 88,4 MhZ unterstützen die Kampagne #womenriseupforafrin.
Ein Berliner Meinungsbild zum Einmarsch der türkischen Armee in Nordsyrien und zu den deutschen Waffenexporten an die Türkei. (Sendung  15.04.2018 auf deutsch)

Mehr zur Kampagne:
https://anfenglish.com/women/second-stage-of-women-rise-up-for-afrin-campaign-launched-26004

 

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Radio F* and Freies Radio Berlin 88,4 MhZ support the campaign #womenriseupforafrin.
Street impressions from Berlin on the invasion of northern Syria by the Turkish army and the german arms exports to Turkey (broadcasted 15.04.2018 in german)

more about the campaign:
https://anfenglish.com/women/second-stage-of-women-rise-up-for-afrin-campaign-launched-26004

WE ARE HERE 2018-04-15 16:13:05

pim fisher geeft een lezing over de juridische strijdt voor wij zijn hier, 1 september 2017

pim fischer geeft een lezing over de juridische strijdt voor wij zijn hier, 1 september 2017

Around 2 times a year, Pim Fischer gives a lecture to bring everyone up to date on his work for the refugees on the street in the battle for unconditional, humane shelter. On April 17 he is giving another lecture as a follow-up of the one on September 1, 2017.

Last September 5 at the celebration of 5 years We Are Here, I spoke and summarized Pim’s speech. It was not published because it contains some of the strategy he would be using in his coming cases. Now, with Pim’s approval, my very simplistic look at 2 branches of the Dutch legal system that the refugees are coming into contact with as an aid to the coming lecture.

 

Kathy Arnold

kathy arnold op het 5 jarig jubileumfeest van wij zijn hier

kathy arnold op het 5 jarig jubileumfeest van wij zijn hier

There are 2 kinds of legal systems in Holland. One which deals with criminal law (and private law – but I won’t go into that) and one which deals with public administration – bureaucracy. There are 2 different courts, different means of appeal, and different high courts. The Raad van State, where one ends up for instance with an appeal on asylum. And the other, the Centrale Raad voor Beroep.

Through the past decades, I have watched Holland become a complicated and paralyzing bureaucracy. Why? Control. It is a system to control the people behind the mask of helping the people. And it is used to hide behind when it doesn’t work. “You see this? It says here that bla, bla, bla, and that’s what we’re doing, so it’s okay.” It’s also designed to be so blood-curdlingly complicated that no mere mortal can ever fight their way through it.

The circle or chain of asylum law falls under the Ministry of Justice system, not the public administration system. On paper, Holland has created a perfect system in which refugees are covered from beginning to end whether they get asylum or not. If they are refused, they have to leave the country within 28 days. If they can’t leave, they go to VBL’s – locations where they may stay for a maximum of 12 weeks before they leave the country.

For those who really can’t leave, there is the Buitenschuldverklaring – a residence permit for those who cannot leave here because of circumstances out of their own control and demands that the person is documented in the country of origin. One result of the chain was that city governments were forbidden to give shelter to refugees who had been refused asylum, because this was taken care of in the asylum chain.

We know that it doesn’t work, that’s why we are here today. Because of the gap in the asylum chain. The asielgat. Hundreds, if not thousands, of people who are refused asylum and can not return to their countries are thrown into the streets.

When WAH started a protest here in the garden in Amsterdam (and they were not the first as there were the tent protest camps in Ter Apel before that) and then moved to the Notweg in Osdorp, the problem of the gap in the asylum system became nationally visible and known for the first time.

Under the auspices of the Raad van Kerken – the council of churches – a complaint was made to the European Commission of Social and Human Rights. They came with an Immediate Measure telling the Netherlands that it had to:

Adopt all possible measures with a view to avoiding serious, irreparable injury to the integrity of persons at immediate risk of destitution, through the
implementation of a co-ordinated approach at national and municipal levels with a view to ensuring that their basic needs (shelter, clothes and food) were given. The absolute beauty of this was that it applies to national AND local governments. This meant that local government – city councils were allowed to have shelters, and even medical shelter, for undocumented people. And it was for unconditional emergency help.

I am going to skip a lot of steps, hiccups, and downright defeats along the way except to say that the person fighting for this in the courts is Pim Fischer. Pim Fischer is a lawyer in public administration law. Public administration law is for governments – local, regional, provincial, and national – which has rules for how they act towards people. And although the Immediate Measure looked very positive in the beginning, the civil servants, to whom those rules apply, managed to wriggle out of doing the obvious and left many people in a still demeaning, degrading, and life-threatening position.

Pim and the Council of Churches took the government to the European Court concerning the VluchtGarage – a parking garage where a large number of people were living in absolutely disgusting conditions. The European Court came out with a horrifying decision. Because government had taken action and was neither inactive nor indifferent to the situation, these people were not being treated inhumanely. There is an expression: The road to hell is paved with good intentions. The Netherlands was on the road to hell and that’s okay by the European Court.

At almost the same time, the Dutch government decided that there is general shelter for people who are undocumented – the VBL’s – and the city councils should again not provide shelters because they already exist. So, no more money from the Hague to the city councils for shelter.

More than a year ago, Pim called a group of us together to explain a new strategy in a situation where it seemed that all routes through public
administration law had been shut down legally. People were going to go, one by one, to Ter Apel to ask for shelter. One and a half years later, 70 people have requested shelter at the VBL. The first to go in March 2016 was told: Go, go away, you! The last was refused the following August. And not one person in between had gotten shelter there.

And so started the appeals through the justice system to the high court, the Raad van State. And the decision in July of this year was quite extraordinary. Although the court said that it was all right to have conditional help (boo hiss) and in this case, the condition is to participate in a possible return to the country of origin, it put rules and limits into place for participating.

DT&V – the department for returning people – is part of the asylum chain. They say: “we don’t make the decision. That was decided by a different department in the chain.” They run the VBL’s and their practices are morally reprehensible and strangely enough without all the rules and bureaucracy that most government departments have. Their job is to just do it. And there are no limits. Someone can be presented to an embassy 40 times. If the embassy doesn’t respond, it’s the fault of the refugee because he or she didn’t try hard enough. Not only do the refugees have to participate in returning, they have to want to. (mind control) So if it doesn’t work, the refugee didn’t really want it to, his fault. If a person can prove something isn’t possible, DT&V come up with new demands. There are no time limits. If there were, you could complain for
instance through the public administration route if it took too long. But in this, DT&VV are protected by a total lack of rules.

So the high court has now ruled that the State Secretary of Justice (the boss of DT&V) has to motivate per individual and the individual’s realistic chances of leaving – considering the person and the country – what the refugee concretely and realistically has to do to cooperate to get conditional shelter. If shelter is refused, this has to be motivated by the State Secretary. And if the refugee has done everything on the list and still cannot leave, then a decision should be made and motivated that this person is still here and can not leave because of circumstances beyond his control. The burden of proof is now on the State Secretary, not the refugee.

Some people are calling this a Buitenschuldverklaring, but this is wrong. It is a new back door to the same result. There will have to be a new name for it. I personally like Omstandigheidsvergunning – a permit due to circumstances. But it opens up the possibility for many undocumented people to finally be able to get decent shelter, and after a time, a residence permit.

The next step is to hold the government to this promise. Practically speaking, one goes to apply for shelter. You receive a list of conditions on paper that you have to meet. But these conditions must be reasonable and personally realistic to you. If they’re not, you can make an official complaint. If they are reasonable and realistic such as Go to the IOM for statement on returning and Go to your embassy, then you do it. When it is proven impossible to return, you should be allowed to stay. You will need help. You will need witnesses. You can use a lawyer for complaints or appeals. It won’t be easy, but nothing ever is. There are going to be test cases soon so we’ll keep our fingers crossed. It has always been the goal of the people from We Are Here to get residence permits. We are not only asking for emergency help, but also a solution. By way of a detour through emergency help, the high court has now put a proper form of a residence permit due to circumstances beyond one’s control onto the agenda.