Sea-Watch 3 seit 20 Tagen an der Kette: Über 200 Tote – EKD-Präses Rekowski besucht festgesetzte Seenotretter

Der Wahnsinn geht weiter: Inzwischen sitzt die Sea-Watch 3 seit 20 Tagen im Hafen von Valetta fest. Seither sind nachweislich 233 Menschen auf der Flucht im Mittelmeer ertrunken, die Dunkelziffer dürfte noch höher liegen. Die Leben der Verzweifelten hätten womöglich gerettet werden können, hätten die maltesischen Behörden uns sowie die Schiffe Lifeline und Seefuchs unserer…

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Keine Schlupflöcher für Menschenrechtsverletzungen! Pressemitteilung des Berliner Bündnis gegen Abschiebungen nach Afghanistan (12.07.2018)

Unbehelligt von der Öffentlichkeit schiebt die rot-rot-grüne Berliner Regierung am 3. Juli einen Mann nach Afghanistan ab und beteiligt sich so erstmals an einer Sammelabschiebung nach Afghanistan. Die Unmenschlichkeit und politische Verantwortungslosigkeit einer jeden Abschiebung nach Afghanistan lässt sich jedoch weder durch eine Haftstrafe, noch als eine Einzelentscheidung rechtfertigen oder schönreden.

Abschiebungen und die Entziehung des Menschenrechts auf ein Leben in Sicherheit dürfen nicht zum Werkzeug des Strafrechts oder gar als eine Doppelbestrafung eingesetzt werden. Eine solche Politik etabliert rechtliche Doppelstandards, vermischt aus gutem Grund getrennte Rechtsgebiete und untergräbt damit in einschneidender Weise rechtliche
Grundprinzipien der Demokratie.

Selbst  wenn – wie von Innensenator Geisel bestätigt – die Berliner Linie beibehalten wird, trägt diese Abschiebung nach Afghanistan doch dazu bei, diese aufzulösen und setzt die Vorstellung um, dass das Leben von afghanischen Menschen es nicht wert ist geschützt zu werden. Angesichts der weiterhin praktizierten Dublin-Abschiebungen in EU-Länder, wo Menschen eine Abschiebung nach Afghanistan droht, ist ohnehin fraglich, ob von einer Berliner Linie die Rede sein kann.

Dass der Berliner Innensenator sich in diesen Zeiten dazu hinreißen lässt, gemeinsame Sache mit eben jener CSU zu machen, deren aktuelle nationalistische und durch Rassismus legitimierte Forderungen vor 10 Jahren inhaltlich noch der NPD zugeordnet worden wären, ist erschreckend.

Der Stolz, mit dem die Bayerische CSU-Regierung die Zahl von 69 Afghanen präsentiert, die von der Sammelabschiebung betroffen waren, ist in Anbetracht der Lage des Landes schlicht abscheulich. Die zynische Aussage des Innenministers Horst Seehofer, der seinen 69. Geburtstag flapsig mit den 69 abgeschobene Menschen nach Afghanistan in Verbindung bringt, ist zutiefst zu verurteilen und zeigt einmal mehr seine Unmenschlichkeit. Jamal Nasser M., einer der 69 abgeschobenen Menschen, hat sich erhängt. Dies ist traurig, schrecklich und darf sich nicht wiederholen. Die rassistische Stimmungsmache, das Spielen mit Leben und Tod, das unmenschliche Handeln muss endlich ein Ende finde.

Afghanistan versinkt in ökonomischer Krise, Krieg, Terror und Gewalt. Behauptungen, der letzte Lagebericht des Auswärtigen Amtes belege das Gegenteil, beweisen nur erneut, wie sehr die Realität für politische Zwecke umgekehrt wird.

12.000 Berliner*innen haben am Samstag auf der Straße klar gemacht, dass sie die unmenschliche und mörderische Migrationspolitik, die von rechten Kräften in Deutschland und der EU gefordert und Schritt für Schritt durchgesetzt wird, nicht hinnehmen und dass jedes Menschenleben zählt. Die Berliner*innen möchten keine weiteren durch die Politik und die
Regierungsparteien zu verantwortenden Toten, weder durch Verhinderung von Seenotrettung im Mittelmeer, noch durch zwangsweise Abschiebung in den Krieg!

Gestern zeigten sich erneut viele Berliner*innen bei der Demonstration “Kein Schlussstrich” solidarisch mit den Familien, Betroffenen und Hinterbliebenen von rassistischen Morden. Rassismus muss benannt werden. Abschiebungen sind ein starker Ausdruck von Rassismus. Rassismus ist das Problem und dem muss entschlossen entgegengetreten werden.

Abschiebungen nach Afghanistan, wo eine Gefahr für Leib und Leben droht, dürfen nicht zum Mittel des Strafrechts ernannt werden!

Eine Berliner Linie darf keine Schlupflöcher für Menschenrechtsverletzungen haben.

Wir fordern die Berliner Regierung dazu auf, klar Stellung für eine menschliche Migrationspolitik zu beziehen und sofort einen allgemeinen Abschiebestopp nach Afghanistan zu erlassen!

Rückfragen schriftlich unter: bleibistan.berlin@posteo.de

Afghanistan Berliner Bundnis gegen Abschiebungen

Daily Resistance picnic on Sunday, July 15th, from 15:30

Dear supporter,

it is about two and a half years ago now that we have published the first edition of Daily Resistance. To celebrate that this newspaper still exists, we would like to invite all of you who were involved in Daily Resistance and made it possible as it is!

So to thank you all for your contributions, to socialize, exchange and simply to meet personally and not always only via e-mail, we invite you to a cosy PICNIC on July 15th from 15:30 at Tempelhofer Feld

On the east side of the small gardens, close to entrance Herrfurthstraße: https://goo.gl/maps/CK4zPaZE4rP2
If the weather should be bad, we will meet in Café Karanfil, Mahlower Straße 7.

We would be very happy to see you there and are looking forward to meet you soon!
In case the date is inconvenient for you but you want to join, please let us know!

Your Daily Resistance Editorial Group

Vrouwen Wij Zijn Hier kraken nieuw onderkomen en wijzen naar falend asielbeleid

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De vrouwen van het vluchtelingencollectief Wij Zijn Hier zeggen: “Het probleem ligt in het systeem van de IND waarin eerlijkheid en rechtvaardigheid ontbreekt.”

De vrouwen van het vluchtelingencollectief Wij Zijn Hier hebben vandaag het gebouw aan de Reinier Engelmanstraat 1 – 1 hoog gekraakt. We hebben deze actie uitgevoerd uit pure noodzaak om te kunnen overleven in de Nederlandse samenleving.

Wij zijn in deze situatie gedwongen door het gebrek aan eerlijkheid en rechtvaardigheid in de Immigratie en Naturalisatie Dienst (IND). Een bureaucratisch systeem dat niet werkt en is gericht op restrictief beleid en anti-migratie sentimenten.

We benadrukken dat dit de voornaamste reden is dat ons asielverzoek is afgewezen, zonder dat ons verhaal serieus is genomen. Hierbij zijn de afgelopen jaren veel mensen op straat zijn gezet, onbeschermd en zonder toegang tot zorg.

Het vluchtelingencollectief Wij Zijn Hier heeft bewezen dat het probleem bij het IND systeem ligt, omdat vanaf de start van de groep al meer dan 100 van ons alsnog de asiel status hebben verkregen.

Als groep gaan wij door met onze strijd tegen dit op angst gebaseerde politieke systeem dat alle vluchtelingen ontmenselijkt, om onze waardigheid en mensenrechten te behouden.

wzhvrouwengroep

WE ARE HERE AT ENTRADE 600

7 july 2018, Amsterdam – Refugee collective we are here, who previously stayed in a squat in Amstelveen, took the unoccupied building on the Entrada 600 in Amsterdam-Duivendrecht.

hand-a5-300dpi-2kleinthe offices space was empty and unused. unfortunately, we are forced to get shelter in thi way, because otherwise we have to roam the streets. the BBB is overcrowded and has a waiting list and in the havanstraat only preople with a Dublin claim are welcame.

In adidtion,the havanstraat is a former prison and that can be felt in the daily controls we must endure. rencently one of our members was arrested because he asked for food because of this diabetes and this was refused. We do not feel safe in such an environment and ask for 24/7 shelter.

There are municipal plans to realize this 24/7 for undocumented people, but that will certainly take until end of the year before it is realised. we would love work and renta hous ourselves.

We intend to live here quietly and build a good relationship with the neighborhood and offices around us. We would like to meet fellow residents who are always welcome to come and have a cup.of coffee with us.

Some background information about us:
In September 2012 we started a tent camp on the notweg, because we did not know where to go. Although our asylum application has been rejected and therfore we are not allowed to stay in the nederland,we cannot return to our country of origin, or to onather country.

Because for that you also need documents that we do not have,we want pull attention to our situation because the asylum policy in the nederlands is deeply flawed and makes us desperate.we have literally no place to go.many of us are working hard on a renewed asylum application.

We know that this is paying off, because more than 100 people of our colletive have new received a residved aresid certainly permit.this shows that our struggle is meaningful and we ask the government and the city of Amsterdam to give us,the people on the street,the space to work on our asylum procedures in humane way.

After the notweg we continued our struggle and we have lived in various building such as the vluchtkerk,the vluchtgarage etc.also from this new location we continue to try to remain visible and to fight for our human rights.the( we are here) group mow consists of several smaller groups because living together in a small group is easier.we will live here with a group of man from countries such as sudan and west African countries

Demonstratie: Laat vluchtelingen niet verdrinken – Stop Fort Europa!

Laat vluchtelingen niet verdrinken – Stop Fort Europa! Demonstratie – woensdag 11 juli, 15.00 uur – Ministerie van Justitie (Turfmarkt 147), Den Haag (oproep Stop Fort Europa) Vorige week ontnam de Nederlandse regering twee reddingsboten van NGO’s de Nederlandse vlag, waardoor deze niet meer kunnen uitvaren om vluchtelingen op de Middellandse Zee te redden. Hierdoor … Continue reading Demonstratie: Laat vluchtelingen niet verdrinken – Stop Fort Europa!

Aufruf: Demonstrieren für sichere Häfen am 07.07. in Berlin!

Menschen auf dem Mittelmeer sterben zu lassen, um die Abschottung Europas weiter voranzubringen und politische Machtkämpfe auszutragen, ist unerträglich und spricht gegen jegliche Humanität. Migration ist und war schon immer Teil unserer Gesellschaft! Statt dass die Grenzen dicht gemacht werden, brauchen wir ein offenes Europa, solidarische Städte, und sichere Häfen.

Seehofer, Salvini, und Kurz nutzen die Not von Menschen auf hoher See aus um ihre eigenen Machtkämpfe auszutragen. Sie treten damit internationale Menschenrechte mit Füßen. Das ist unerträglich und widerwärtig.

Viele schwerkranke Menschen auf der Lifeline und schon auf anderen Schiffen vorher mussten tagelang auf hoher See ausharren, bis der gesellschaftliche Druck so groß wurde, dass Seehofer und Konsorten nicht mehr anders konnten, als die Lifeline anlegen zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits mehrere Städte und Länder angeboten, die Menschen auf der Lifeline aufzunehmen.

Doch statt die Solidarität innerhalb der Bevölkerung anzuerkennen, versucht Seehofer immer weiter Seenotrettung zu kriminalisieren. Die Crew der Lifeline wird nun von Seehofer vor Gericht gestellt.

In diesen Minuten, Stunden, und Tagen laufen weiterhin Boote aus den Häfen Libyens aus und die Menschen darauf werden keine Hilfe erhalten, denn aufgrund der angespannten Situation ist kein einziges Rettungsschiff mehr auf dem Mittelmeer. Das heißt: Jeden Tag sterben hunderte Menschen auf dem Weg nach Europa. Das ist eine unfassbare humanitäre Katastrophe, die verhindert werden muss.

Seehofers Plan ist es, dass keine Schiffe mehr auslaufen können.

Wir wollen genau das Gegenteil: Nicht weniger Rettung, sondern viel viel mehr!

Mehr Informationen unter seebruecke.org

Zeugen unerwünscht: Ziviles Suchflugzeug festgesetzt

Berlin, 04.07.2018 Die politische Offensive gegen die zivile Seenotrettung geht weiter: Auch das zivile Aufklärungsflugzeug Moonbird wurde nun auf Malta festgesetzt. Das Flugzeug wird von Sea-Watch und der Schweizer Humanitären Piloteninitiative (HPI) betrieben und von der der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) unterstützt. Die maltesischen Behörden untersagen ab sofort alle weiteren Flüge in das Suchgebiet…

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Schepen actief gehinderd in redden vluchtelingen

De organisatie Sea Watch maakt vanochtend, 2 juli, melding van de ‘arrestatie’ van haar schip op Malta. het onder Nederlandse vlag varende schip wordt door de autoriteiten verboden om uit te varen. Ook andere berichten maken melding van het in toenemende mate hinderen van reddingsacties op de Middellandse Zee. Met name de nieuwe racistische Italiaanse … Continue reading Schepen actief gehinderd in redden vluchtelingen

Behinderung von Rettungskräften führt erneut zu Bootsunglück – Todesrate auf Rekordhoch

Wer Rettungskräfte behindert macht sich strafbar, niemand würde mit Absicht einen Krankenwagen blockieren – genau das passiert jedoch gerade: Rettungsschiffe werden blockiert, mit tödlichen Konsequenzen. Laut UNHCR ist es gestern erneut zu einem Bootsunglück gekommen, 114 Menschen werden vermisst. Es ist bereits das dritte seit Rettungsschiffe in Malta blockiert sind, am Sonntag ertranken mindestens 63…

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Sea-Watch wird am Auslaufen gehindert, während Menschen auf See ertrinken

Aktueller Anstieg der Zahl der Todesopfer als Folge des Vorgehens gegen die Seenotrettung +++ Sea-Watch berechtigt niederländischer Flagge zu führen, Untersuchungen sind eine politische Bekämpfung der zivilen Rettungsflotte +++ Sea-Watch hat heute erfahren, dass ihr Schiff in Malta festgehalten wird, ohne jegliche Rechtsgrundlage seitens der Behörden. Die Sea-Watch 3 ist nicht wie LIFELINE und SEEFUCHS…

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Sprachcafe und Informationstreffen Lager Mobilisation Network Berlin

lmnb-flyer-einladung deutsch/farsi/franzosisch/englisch

Liebe Menschen,
In unserem neuen Sprachcafé und Informationstreffen versuchen wir Menschen zusammenzubringen, die…

• Deutsch lernen möchten
• oder sich über ihre Rechte informieren
• sowie zu Problemen austauschen wollen.

Wir laden Euch wöchentlich ein und Ihr könnt dabei kostenlosen Tee, Kaffee oder Kuchen genießen und gemütlich über Themen sprechen, die Euch bewegen. Wir organisieren auch Veranstaltungen, bei denen wir Probleme in Lagern besprechen und nach kollektiven Lösungsansätzen suchen.

Unser Informations- und Sprachcafétreffen findet immer Samstag, den 30.06.2018 und 07.07.2018 von 14-18 Uhr in der Friesenstraße 6. statt. Die Räume sind
kinderfreundlich und barrierearm.

Lager Mobilisation Network Berlin – short
Lagermobi – can also be found on Facebook: https://bit.ly/2xZjPBJ

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مردم عزیز:
به اطلاع می رسانیم در اشپراخ کافی جدید ما، تلاش میشود مردم را کرد هم اوریم ،‌اعم از کسانی که مایل به یاد گیری زبان المانی هستند و کسانی که قصد دارند از حقوق قانونی خود اگاه شوند و مشکلاتشان را با دیگران در میان گذارند. در این جلسه ها ما میتوانیم آسوده خاطر در مورد در مورد موضوع ها با یک دیگر بحث وگفتگو کنیم و به دنبال راه حل باشیم.

وعده ما هر یکشنبه از تاریخ ۳۰.۰۶.۲۰۱۸ از ساعت ۱۸-۱۴
همراه با پذیرایی رایگان جایی، قهوه و کیک.
آدرس: Frisenstrasse, 6

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Language Café and Information meeting,
Lager Mobilisation Network Berlin

Dear people.
In our new language café and information meeting we try to bring together people who want…
to learn German,
to inform themselves about their rights
as well as to solve problems.

We invite you weekly and you can enjoy a free tea, coffee or cake and talk comfortably about topics that move you. We also organise events where we discuss problems in camps and look for collective solutions.

Our information and language café meeting takes place on Saturday, 30.06. and 07.07.2018 from 14-18 o’clock in the Friesenstraße 6. The rooms are child-friendly and barrier-free.

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Café des langues et rencontre d’information,
Lager Mobilisation Network Berlin

Chers humains,
Dans notre nouveau café de langues et notre rencontre d’information, nous essayons de réunir des gens qui…..
• apprennent l’allemand
• ou veulent s’informer sur leurs droits
• ainsi de s’échanger de différents problèmes.

Nous vous invitons chaque semaine et vous pouvez déguster gratuitement un thé, café ou gâteau et parler confortablement de sujets qui vous touchent. Nous organisons également des événements où nous discutons des problèmes dans les camps et cherchons des approches collectives.

Notre café d’information et de langue a lieu tous les samedis 30.06.et 07.07.2018 de 14h a 18h dans la Friesenstraße 6. Les chambres sont adaptées aux
enfants et sans obstacles

48. Edition: Listen to/ Hört THE VOICES with Mbolo Yufanyi, and Co.

Karawane Network

On Reboot FM 88,4 MHz in Berlin & 90,7 MHz in Potsdam.
Saturday 23rd of June 2018/ Samstag 23. Juni 2018
Time/Zeit: 6pm/um 18:00 Uhr

TOPICS OF THE PROGRAM:
• Refugee / Migrant Community Media Networking: Engaging the Black Box Challenges: Idealism or Realism / Flüchtlingen / Migranten Community-Medien Vernetzung: Die Black-Box-Herausforderungenen engagieren: Idealismus oder Realismus

Photo: PEACE Germany
We will be with 2 Guest in the studio / Wir werden mit 2 Gästen im Studio sein.

If you missed the last show, click here or the link below to listen.
https://www.mixcloud.com/rebootfm/voices-mai/

Further actions:
The Caravan meeting/ Das Karawane Treffen
We write to invite you to the upcoming open Caravan meeting in Berlin, to take place on the 23rd and 24th of this month (June 2018)
The Caravan Network in Berlin invites you to take part in our next open meeting.
Venue: In Mehringhof (Gneisenaustr. 2A, 10961 Berlin – U6/7 Mehringdamm),
Time: Saturday 23rd from 1pm/13:00 to 10pm/22:00 O’clock to Sunday 24th from 9am/09:00 to 3pm/15:00 O’clock

Wir laden Euch ein zum kommenden offenen Karawanentreffen in Berlin, das am 23. und 24. dieses Monats (Juni 2018) stattfindet.
Das Karawane -Netzwerk in Berlin lädt Euch ein, an unserem nächsten offenen Treffen teilzunehmen.
Veranstaltungsort: In Mehringhof (Gneisenaustr. 2A, 10961 Berlin – U6/7 Mehringdamm),
Zeit: Samstag 23. von 13:00 bis 22:00 Uhr bis Sonntag 24. von 9:00 bis 15:00 Uhr.

For more info:
http://www.thevoiceforum.org/node/4539
http://thevoiceforum.org/node/4496

The VOICES Radioshow /Radiosendung
http://reboot.fm/category/magazin/the-voices/
http://karawane-berlin.org/the-voices-radio/

It is also possible to listen to the show live online/ Auch online gibt es die Möglichkeit live in die Sendung rein zu schalten: http://reboot.fm/
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Program supported by PEACE (Peer Exchange of African Communities for Empowerment). www.peace-int.org

Sea-Watch Gründer Harald Höppner 3 Jahre nach dem ersten Rettungseinsatz: Warum wir naiv waren und was uns die nächsten Tage erwartet

Heute vor genau 3 Jahren sind wir mit der Sea-Watch 1 von Lampedusa zu unserer ersten Rettungsmission aufgebrochen. Wir waren damals naiv. Nicht weil wir glaubten, dass ein paar Landratten eine Seenotrettungsmission auf die Beine stellen könnten, das haben wir erfolgreich getan. Mehr als 35 000 Menschen haben die ehrenamtlichen Crews der drei Sea-Watch Schiffe…

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Demo and Workshop: All united against an inhumane asylum politics!

*English below, Francais en bas

Der Koalititionsvertrag der neuen Regierung verschlimmert die Bedingungen in denen wir, Flüchtlinge, jetzt schon in Deutschland leben müssen und enthält uns unsere Grundrechte vor.

Wir sprechen von uns als Flüchtlinge, weil wir in Deutschland als Flüchtlinge behandelt werden. Mit dem Label „Flüchtlinge“ erfahren wir Diskriminierungen und Gewalt. Keine beschönigende Rede von „Geflüchteten“ kann verstecken, dass unser Zugang zu Schutz und Sicherheit von der Anerkennung als Flüchtlinge durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) abhängt. Wir brauchen alle den Schutz dieser Anerkennung.

Die Regierung will eine Obergrenze für den Zuzug von Flüchtlingen schaffen und pro Jahr höchstens 220.000 Menschen aufnehmen. Aber alle Menschen die nach Deutschland kommen, haben das Recht auf Schutz. Wir sind alle Flüchtlinge und keine Quote.

Die Regierung begrenzt den Familiennachzug für subsidiär Geschützte auf nur 1000 Familienangehörige pro Monat. Es werden nur „humanitäre Fälle“ ausgewählt, was bedeutet, dass Visaverfahren zu einem Wettbewerb gemacht werden. Etwa 60.000 Angehörige von Flüchtlingen warten in unsicheren oder gefährlichen Situationen auf die Möglichkeit, mit ihren Familienmitgliedern in Sicherheit zu leben. Dann dauert es 5 Jahre bis unsere letzten Familienangehörigen kommen dürfen. Familienleben darf nicht von Quoten abhängen und keine Obergrenze haben.

Außerdem sollen sogenannte Anker-Zentren geschaffen werden. Das sind abgeschlossene Lagerkomplexe, in denen wir bleiben müssen. Das bedeutet fast zwei Jahre Gefängnis für uns, ohne Zugang zu unabhängigen Beratungsstellen und Rechtsanwält*innen.

Während die Politiker*innen immer davon sprechen, dass keine Parallelgesellschaften entstehen sollen, verwirklichen sie diese mit den Anker-Zentren selbst. Dieser Plan lässt die Herzen der Nazis höher schlagen, denn ihre Forderungen werden erfüllt.

Laut Koalitionsvertrag soll der Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge zwar erleichtert werden. Aber gleichzeitig wird uns ein legaler Aufenthalt oder ein Familienleben verweigert.

„Wir lernen Deutsch, wir versuchen zu arbeiten und wir machen alles, um uns schnell zu integrieren. Aber wenn wir immer Angst um unsere Zukunft und Grundrechte haben müssen, erscheint uns das alles sinnlos.“

Wir Geflüchtete werden in Deutschland in unterschiedliche Kategorien gespalten, aber das lassen wir nicht zu! Uns allen werden fundamentale Rechte vorenthalten.

Deshalb laden wir euch am 20. Juni, dem internationalen Tag des Flüchtlings ein, mit uns auf die Straße zu gehen. Lasst uns gemeinsam gegen die Einschränkungen unserer Grundrechte kämpfen.

 

Am 16. Juni von 11 bis 18 Uhr laden wir alle Betroffenen zu einem Workshoptag in der Schule für Erwachsenenbildung (Gneisenaustraße 2a, U6/7 Mehringdamm ein.

In dem Workshop werden wir uns gemeinsam darüber informieren, was die Politik des Koalitionsvertrags für uns bedeutet.

Am 20. Juni, dem Internationalen Tag des Flüchtlings, wollen wir gemeinsam unseren Protest gegen die im Koalitionsvertrag geplanten rassistischen Gesetzesverschärfungen vor den Bundestag tragen: 17:00 Uhr, Platz der Republik.

 

Wer möchte, kann bei der Demonstration am 20.Juni einen Redebeitrag halten! Sagt uns bitte Bescheid.

 


English:

All united against an inhumane asylum politics!

The new governmental coalition agreement strips us, refugees, of our rights. It worsens our living conditions in Germany and takes away our fundamental rights:

– It restricts the number of new refugees to 220,000 a year;
– It establishes closed centres for asylum seekers;
– It restricts family reunification for people with subsidiary protection to only 1000 new people per month;

For this purpose, we invite everyone to join us on 16 June at 11 am at the « Schule für Erwachsenenbildung (Gneisenaustr. 2A ; U6 Mehringdamm) where we will be holding a workshop aimed at presenting further details about the new governmental measures and at discussing how we can jointly oppose them.


On 20 June, the World Refugee Day, we gather at 5 pm for a big demonstration in front of the Bundestag (Platz der Republik 1, U55 Bundestag).

Francais:

Toutes et tous contre une politique d’asile inhumaine !

Le nouveau contrat de coalition nous retire à nous, réfugié.e.s, nos droits. Il empire les conditions dans lesquelles nous, réfugié.e.s, vivons déjà en Allemagne et nous retire nos droits fondamentaux :
– Il limite le nombre de réfugié.e.s à 220 000 par an.
– Il stipule la création de camps fermés pour les demandeurs d’asile
– Il limite le regroupement familial pour les réfugié.e.s avec protection subsidiaire à 1000 personnes seulement par mois.
– …

A cet effet, nous vous invitons à nous rejoindre le 16 juin à … (heures) (lieu) pour un workshop où nous présenterons plus en détail les différentes mesures prises par le gouvernement et échangerons ensemble sur comment combattre notre situation, et le 20 juin, journée mondiale des réfugié.e.s, pour une grande manifestation devant le Bundestag (Platz der Republik 1, U55 Bundestag) à 17h.

N.B. : Frais de transports remboursés et il y aura à manger !

 

 

Upcoming open Caravan meeting in Berlin, 23-24th of June, Mehringhof

Deut/Frz/Eng

Invitation: Nationwide Open Caravan Meeting

Dear Refugee/Migrant Activists and supporters of the Caravan For the rights of Refugees and Migrants

We write to invite you to the upcoming open Caravan meeting in Berlin, to take place on the 23rd and 24th of this month (June 2018)

The Caravan Network in Berlin invites you to take part in our next open meeting.

Venue: In Mehringhof (Gneisenaustr. 2A, 10961 Berlin – U6/7 Mehringdamm),

Time: Saturday 23rd from 1pm/13:00 to 10pm/22:00 O’clock to Sunday 24th from 9am/09:00 to 3pm/15:00 O’clock

Agenda of the open Caravan meeting

· Expectation of old and new comers in the Caravan network

· In what way can we reach more refugees?

· What can we do to encounter the challenge of retreating activist?

· Understanding and analyzing refugees/migrants struggles within the German context

· Understanding and analyzing refugees and migrants struggles within the Caravan context

· Ongoing Campaigns and events

· Celebrating 20 years existence

Please let us know if you would like to attend the meeting or if you need a place to sleep so that we can plan. Come with some sleeping bags/Materials if possible.

Contact: the_voice_berlin@emdash.org

Travel costs for Quer-Durch-Land-Tickets, Wochenende – tickets and other cheap ticket offers can be refunded.

How our meetings look like: https://vimeo.com/229604184

We hope to see you on the 23rd/24th in Berlin

The VOICE Berlin Team

The VOICE (Refugee) Forum Berlin

Handy:+49 (0)170/8788124

E- mail: the_voice_berlin@emdash.org

www.thevoiceforum.org Bankverbindung:

Kto.Nr.: 127 829, BLZ: 260 500 01, Sparkasse Göttingen.

IBAN: DE97260500010000127829

BIC: NOLADE21GOE (Göttingen, Niedersachs)

Français

Invitation : Réunion ouverte à l’échelle nationale de la Caravane

Chers activistes réfugiés/migrants et sympathisants de la Caravane pour les droits des réfugiés et des migrants.

Nous vous invitons à la prochaine réunion ouverte de la caravane à Berlin les 23 et 24 de ce mois (juin 2018).

Le Caravan Network à Berlin vous invite à participer à notre prochaine réunion ouverte.

Lieu : Mehringhof (Gneisenaustr. 2A, 10961 Berlin – U6/7 Mehringdamm),

Heure : Samedi 23 de 13:00 à 22:00 au dimanche 24 de 9:00 à 15:00.

Ordre du jour de la réunion ouverte de la caravane

· Attentes des anciens et des nouveaux activistes du réseau Karawane.

· Comment pouvons-nous atteindre un plus grand nombre de réfugiés activistes ?

· Que pouvons-nous faire pour relever le défi du retrait des militants ?

· la compréhension et l’analyse des luttes des réfugiés/migrants dans le contexte allemand

· la compréhension et l’analyse des luttes des réfugiés et des migrants dans le contexte de la caravane

· Campagnes et événements en cours

· célébrer 20 ans d’existence

Veuillez nous faire savoir si vous aimeriez assister à la réunion ou si vous avez besoin d’un endroit pour dormir afin que nous puissions planifier. Si possible, utilisez des sacs de couchage ou du matériel de couchage.

Contact : the_voice_berlin@emdash.org

Les frais de voyage pour les billets de ski de fond, les billets de fin de semaine et les autres offres de billets à bas prix peuvent être remboursés.

À quoi ressemblent nos réunions : https://vimeo.com/229604184

Nous espérons vous y voir le 23/24.

L’équipe de VOICE Berlin

The VOICE (Refugee) Forum Berlin

Handy:+49 (0)170/8788124

E- mail: the_voice_berlin@emdash.org

www.thevoiceforum.org Bankverbindung:

Kto.Nr.: 127 829, BLZ: 260 500 01, Sparkasse Göttingen.

IBAN: DE97260500010000127829

BIC: NOLADE21GOE (Göttingen, Niedersachs)

DEUTSCH:

Einladung: Bundesweites offenes Karawanentreffen

Liebe Flüchtlings-/MigrantenaktivistInnen und UnterstützerInnen der Karawane Für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen

Wir laden Euch ein zum kommenden offenen Karawanentreffen in Berlin, das am 23. und 24. dieses Monats (Juni 2018) stattfindet.

Das Karawane -Netzwerk in Berlin lädt Euch ein, an unserem nächsten offenen Treffen teilzunehmen.

Veranstaltungsort: In Mehringhof (Gneisenaustr. 2A, 10961 Berlin – U6/7 Mehringdamm),

Zeit: Samstag 23. von 13:00 bis 22:00 Uhr bis Sonntag 24. von 9:00 bis 15:00 Uhr.

Tagesordnung des offenen Karawanentreffens

· Erwartungen von alten und neuen AktivistInnen im Karawane-Netzwerk

· Wie können wir mehr FlüchtlingsaktivistInnen erreichen?

· Was können wir tun, um der Herausforderung des Rückzugs von Aktivisten zu begegnen?

· Verständnis und Analyse von Flüchtlings-/Migrantenkämpfen im deutschen Kontext

· Verständnis und Analyse von Flüchtlings- und Migrantenkämpfen im Kontext der Karawane

· Laufende Kampagnen und Veranstaltungen

· 20-jähriges Bestehen feiern

Bitte sagt Bescheid, ob Ihr an dem Treffen teilnehmt oder Schlafplätze braucht, damit wir planen können. Nach Möglichkeit mit Schlafsäcken/Materialien kommen

Kontakt: the_voice_berlin@emdash.org

Reisekosten für Quer-Durch-Land-Tickets, Wochenende – Tickets und andere günstige Ticketangebote können erstattet werden.

Wie unsere Meetings aussehen: https://vimeo.com/229604184

Wir hoffen, Euch am 23./24 dort zu sehen.

Das VOICE Berlin Team

The VOICE (Refugee) Forum Berlin

Handy:+49 (0)170/8788124

E- mail: the_voice_berlin@emdash.org

www.thevoiceforum.org Bankverbindung:

Kto.Nr.: 127 829, BLZ: 260 500 01, Sparkasse Göttingen.

IBAN: DE97260500010000127829
BIC: NOLADE21GOE (Göttingen


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The Caravan-for the Rights of refugees and Migrants
The VOICE (Refugee) Forum Berlin
Handy:+49 (0)170/8788124
E- mail: the_voice_berlin@emdash.org
www.thevoiceforum.org
Bankverbindung: Kto.Nr.: 127 829,
BLZ: 260 500 01, Sparkasse Göttingen.
BIC: NOLADE21GOE (Göttingen, Niedersachs)
IBAN: DE97260500010000127829

Und weit weg ist so fern und so hart, dass wir immer langsam gehen müssen,
immer einen kleinen Schritt vorwärts. Ich denke nicht, dass das Problem von
heute bis morgen gelöst werden wird, sondern ein lebenslanges Engagement benötigt

Sea-Watch Update, 8. Juni 2018: Akuter Mangel an Rettungskräften

Italienisches Innenministerium schickt Sea-Watch 3 in den Hafen von Regio Calabria, – Ankunftszeit wird SAMSTAG, 9. JUNI, 08.00 UHR Die 232 Menschen an Bord der Sea-Watch 3 sind nun seit mehr als 72 Stunden auf See, davon zwei Tage unter schlechten Wetterbedingungen. Die Situation zeigt einen besorgniserregenden Mangel an Such- und Rettungsmitteln im zentralen Mittelmeer…

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Bundesweite Sommer Tour „Women* Breaking Borders II“ 23.7.-05.08. 2018 “Zwei Wochen Reisen und Spaß gegen Rassismus”

Women* breaking borders Bus Sommer Tour 2018
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Wir von Women in Exile and Friends wollen diesen Sommer mit dem Thema ”Women* Breaking Borders” weiter machen.
Wir möchten mit euch gemeinsam in Solidarität in verschiedene Städte fahren, besonders nach Bayern, um unsere Missbilligung der Politik Seehofers, des neuen “Innen- und Heimatministers” auszudrücken. Des Politikers, der seit Jahren für immer restriktivere Asylgesetze und Lagerunterbringung verantwortlich ist. In seinen neuen “Ankerzentren” (“Ankufts-und Rückführungszentren”), die als Vorbild gelten sollen, werden Geflüchtete vollkommen von der deutschen Gesellschaft und jeglicher Hilfe abgeschnitten: Keine Rechtsberatung, keine Besuche, keine Deutschkurse, keine Arbeit, keine Schule für die Kinder. Denn so ist es einfacher, sie wieder abzuschieben – ohne Widerstand oder Sicherheit, voller Verzweiflung.
Seeholfer möchte dieses Vorbild von quasi-Haftanstalt nun deutschlandweit exportieren, wobei die aktuelle Lage schon schlimm genug ist, ohne die “radikalen Vorschläge” der AfD mitzubedenken.

Unser Ziel war es immer und ist es nun wieder, Flüchtlingen, die sich als Fauen* identifizieren, darin zu bestärken, aufzustehen und für ihre Rechte als Frauen*, die in dieser Gesellschaft leben, zu kämpfen.

Als Frauen* sind wir mit sexistischen und rassistischen Grenzen konfrontiert und allen möglichen Vorurteilen ausgesetzt, nachdem wir gefährlichste Routen nach Europa überlebt haben. Als geflüchtete Frauen* stehen wir vor, während und nach der Flucht vor vielen inneren und äußeren Grenzen.
Nach der Ankunft in Deutschland und der Asylantragsstellung denken wir, dass wir nun endlich sicher sind und ein neues Leben aufbauen können, aber uns wird sofort mit Abschiebung gedroht. Wir haben keine Chance, wenn wir nicht in das BAMF-Konzept der “legitimen Flüchtlinge” passen.
Die europäische Politik ignoriert die sozialen und ökonomischen Fluchtgründe, die viele Flüchtlinge betreffen.

Was ist mit Klima- und Wirtschaftskrise und mit Graswurzelaktivismus? Auch sexuelle Übergriffen, systematische Gewalt und geschlechtsspezifischen Probleme werden nicht anerkannt.
Unserer Erfahrung nach hat jede Frau*, die nach Europa flieht, einen sogenannten “legitimen Grund” und Bewegungsfreiheit (nicht nur für Waren) und Wahl des Wohnsitzes sollten so für alle gelten, wie in der UN Menschenrechtsdeklaration festgehalten.
Die doppelte Diskriminierung von Flüchtlingsfrauen erschwert uns das Leben, woraus Depression, Stress und Trauma resultieren. Das kann zu allen möglichen verzweifelten Handlungen führen, darunter auch Suizid.

Frauen* sind die Zielscheiben von systemischer Gewalt, die sich in sexuellen An-& Übergriffen, sexueller Gewalt, niedrigeren Löhnen, Diskriminierung am Arbeitsplatz, Unsichtbarkeit resultiert. In einem System, in dem auch europäische Frauen gesetzlich nicht ausreichend vor Gewalt geschützt sind, befinden sich Flüchtlingsfrauen in der schlechtesten Ausgangslage, in der sie noch nicht einmal Zugang zu ihren basalsten Menschenrechten haben.

Aus diesem Grund ist unser alltäglicher Kampf ein Kampf um die Anerkennung von Menschenrechten für Flüchtlingsfrauen und Frauen im Allgemeinen. Es wird versucht uns als Frauen* zu spalten aber es sollten keine Unterschiede im Diskurs von Frauenrechten gemacht werden Flüchtlingsfrauen sind Frauen.

Wir erheben “LAUT UND DEUTLICH” unsere Stimme um rassistische und sexistische Grenzen zu durchbrechen! Rassistische und sexistische Grenzen, sichtbare oder unsichtbare Grenzen, Grenzen, die die Gesellschaft ignoriert oder nicht sieht, weil es sie nicht direkt betrifft. Grenzen, die als “kulturelle” bezeichnet werden Sowie die, die in unseren Köpfen existieren. Wir sind uns diesen Grenzen bewusst und wollen diese sichtbar machen, sodass wir sie durchbrechen können.

Wir wollen politische Aktionen machen, immer mit dem Ziel, andere Flüchtlingsfrauen zu empowern. Wir wollen das gemeinsam mit euch in euren Städten tun.
Natürlich können wir nicht jede Stadt besuchen, aber da wir Netzwerke (und keine Platformen) aufbauen wollen, ist eine dezentrale Zusammenarbeit möglich. Die Arbeit in kleinen Regionalgruppen ermöglicht uns die Aufgaben und Verantwortungen gut zu verteilen und so können auch andere nahe gelegene Städte dazu kommen und die Aktion unterstützen. Auf diese Weise wird das lokale und das bundesweite Netzwerk gestärkt.

 

National Wide Summer Tour „Women* Breaking Borders II“ 23.7.-05.08. 2018 “Two Weeks of Travelling & Having Fun Against Racism”

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Women* breaking borders Bus Sommer Tour 2018We from Women in Exile and Friends, want to continue with the topic of “”Women* Breaking Borders” this summer.

We want to visit with you in solidarity the cities in the south especially Bavaria and condemn Seeholfer now minister for Interior and Heimat, and during years responsible of creating more restrictive asylum laws and refugee camps. His “Anker” (Ankufts-und Rückführungszentren”/ Arrival and deportation centers ) role model system, will keep refugees totally isolated from independent German help and society: no legal counselling, no visits, no German course, no work, no school for children. This way it will be easier to deport them – without resistance, without security only full of despair.

Seeholfer wants to export this role model of detention camp idea German wide, it is bad enough with the ones existing in our areas without integrating the radical ideas from the AfD.
Our aim is and has always been to enable refugees who identifying themselves as women* to stand up for our rights as women* living in this society.

On our dangerous routes to Europe, as women we are faced with different boundaries and borders such as; frontiers between countries, sexism and racism etcetera. These borders expose us to all types of prejudice, during and after our flight.
When we arrive in Germany and request for asylum and think we have managed to break the visible and the invisible borders. We are immediately threatened with deportations because some of us don’t fit into the BAMF concept of “legitimate refugee“.
The authorities ignore social and economical reasons of flight which affect many refugees and migrants who come to Europe. Reasons such as climate and economic crisis, gender issues, grassroots political activism are not acknowledged by the European policy makers.
In our experience, every woman seeking asylum in Europe has a so called “legitimate reason” since freedom of movement and residence (not just of goods) should be implemented as established in the Universal Declaration of Human Rights. The double discrimination of refugee Women makes life more difficult for us and results in depressions, stress, trauma and sometimes desperate measure including suicides.

Women are a target of system violence through sexual assaults, sexual violence, lower wages, work discrimination, invisibility, in a system that systematically discriminates them, even European women are not protected by European laws as they should, leaving them exposed to all sorts of violence. In that framework refugee women have the worst starting point in the host society. For that reason our daily fight is to demand the recognition of the human rights of refugee women* and women* in general, they want us divided but there should be no discrimination when talking about women’s rights, refugee women* are women.

We want to raise our voices “Loud and Clear” in breaking racist and sexist borders, borders which are visible or invisible, borders which the society ignores or looks the other way because they do not affect them directly. Borders termed as “cultural” or those existing in our minds. We are aware of those borders and we want to point them out and make them visible, so that we can break them.

We would like to make political actions, to empower refugee women together with you and your organisations in your cities.
Of course, we cannot visit every city, but we want to build networks to make possible decentralized collaboration. Working on smaller regional networks opens the possibility to distribute tasks and responsibilities amongst cities. It will be possible that one city can come to the cities nearby to meet us and join the actions that will take place, this way the local and national network will get reinforced.

Goodbye Dieselstraat

We Are Here en Fair City Amsterdam nodigen je uit voor de:

flyer-goodbye
Zaterdag 2 juni vanaf 17 uur.
Let’s spend the night together.
Rudolf Dieselstraat Amsterdam

Donderdag 31 mei zou wel eens de laatste dag van het WE Are Here Village in de Rudolf Dieselstraat kunnen zijn. Maar misschien ook niet. Het is de beste plek die wij de afgelopen zes jaar hebben gehad. De rechter heeft ons gezegd dat we op 1 juni weg moesten zijn, en dat we de vrede met Ymere moesten bewaren. Dat hebben we ook gedaan. NIEUWS: vandaag heeft het stadhuis ons verteld dat we tot maandag 4 juni twaalf uur ’s middags mogen blijven.
Ymere bewaart intussen de vrede niet, maar verstoort de vrede van de mensen die in de huizen wonen (huurders, krakers en flex-huurders) door hun tuinen en bomen te vernielen. Met veel lawaai en geblokkeerde ingangen. Ymere zal echter niet vóór 6 september met de sloop beginnen. NIEUWS: Na veel klachten is Ymere gestopt met het vernielen van de tuinen tot 1 september, als ze gaan slopen.
Ymere respecteert de Ramadan niet. Zij lijken niet te beseffen dat veel leden van We Are Here zich middenin de Ramadan bevinden, de maand van reflectie en consideratie, maar ook van vasten en een laag energiepeil.

Waarom moeten wij nu vertrekken, zonder uitzicht op een permanente oplossing, louter wegens een of ander technisch probleem van Ymere? Ze moeten gaten boren om erachter te komen hoe lang de heipalen moeten worden voor de nieuwe flats die ze hier willen bouwen. Kan dat niet even wachten? Onze huizen zullen worden gesloopt of Camelot krijgt weer anti-kraakcontracten.

Wij geloven dat de nieuwe gemeenteraad en de nieuwe wethouders serieus zijn als ze het hebben over een permanente oplossing voor ongedocumenteerde migranten in Amsterdam. En dat ze de volledige medewerking van We Are Here bij het ontwerp van BBB+ waarderen. Dus laten we bij elkaar gaan zitten en een weg vinden. En Ymere laten weten dat een sociaal woningbedrijf ook een sociale verantwoordelijkheid heeft. We zullen al onze gekraakte huizen graag verlaten, als we een oplossing hebben bereikt die onze fundamentele rechten in het rebelse Amsterdam garandeert.In de tussentijd vragen wij Ymere  

  • De vrede te bewaren.
    De Ramadan te respecteren.
    Niet onnodig natuur te vernielen.
    Geen ruimte te verkwisten waar nog steeds mensen kunnen wonen.
    We Are Here te respecteren.Wij roepen jullie allemaal op om, in vrede, naar de Dieselstraat te komen en samen een oplossing te verwezenlijken: Fair BBB+ en gelijke rechten voor allen.
    Kom met ons genieten van het mooie weer en de tuinen.
    Luister naar onze verhalen.
    Doe mee aan de Iftar om 21.54 uur.
    Stuur een persoonlijke boodschap naar Ymere.
    We hebben jullie huizen niet nodig, we willen een leven. Dus verander nu!

    Nu heeft We Are Here je harder nodig dan ooit.
    Info: wijzijnhiernl<a>gmail.com * Woordvoerder Khalid Jone 0684307241 * Support Jo M2M 0686263381 * FB: Wij Zijn Hier * Website: http://wijzijnhier.org * Donaties: Vrouwen Tegen Uitzetting NL57 INGB 0006 4956 66 o.v.v. We Are Here

Good news: Magsud A. versus the German Deportation Machinery 2:0 for Magsud – Victory!

Disrupt the German Deportation Machinery and the persecution of refugees by the authoritarian state!

Read below on the dubious persecution of refugees in Apolda and the recent struggle of Dr. Magsud Aghayev against the Foreigner’s Office in Apolda and the Bundesamt in Nürnberg

Dr. Magsud Aghayev and his son Rafael got their residence permit back after 3 years (M) and 9 years (R) without permanent residence from the Foreigners’ Office in Apolda!!! This is really great news because their defiance and determination in the face of persecution and intimidation by the state is once again proof that we can resist and win even against the monster.

Both of them arrived in Germany in 2005 as father and son. Rafael, his son, is the father of an 8-year-old boy who lives with his German mother in Apolda. Dr. Magsud and his son were transferred to Apolda after he led the struggle with other refugees to close down the infamous Katzhütte isolation camp in 2008. The struggle of Dr Magsud for the rights of refugees did not end with the closure of the notorious Katzhütte camp nor in Apolda. As Dr. Magsud so often stated „We will fight till the end“.

Dr. Magsud was granted the right to stay in Germany in 2010 by the administrative court of Meiningen without further deportation threat. In 2012, Maqsud’s permanent residence permits were withheld and substituted with normal white A4-papers renewal for him and his son without justification with bi-monthly to three months maximum extensions. All the while, Magsud was being intimidated and criminalized, persecuted and threatened with court processes, and by the deportation deal between the Foreigner’s Office and BAMF. This deal was meant to review his positive court decision to enable the nullification of his residence permit granted by the court.

In his struggle he had to face many awkward and funny situations:

As a result of these shenanigans Magsud and Miloud from The VOICE Refugee Forum
went to BAMF Hermsdorf in Thueringen in Febuary 2018, where they were told that the
BAMF Nürnberg was in charge of his case. So Magsud tried to contact Nurnberg but to no avail. A delegation was planned by Magsud to meet with the officials of BAMF in Nürnberg on 2nd March 2018. This was without notification because all attempts to reach them on phone before had failed.

Our delegates from Thueringen informed the officials at the BAMF Nürnberg that we needed an answer to Magsud’s situation and that the visit will not be the end of the protest. The BAMF officials then promised to see to the case but said that the official in charge was actually in Hermsdorf. Yet, they refused to name the official in BAMF in Hermsdorf when asked. They responded that the officials were secret. In the so-called rechtsstaat, the name of a public official suddenly becomes a secret. Bravo!!! Wonder they say shall never end!!!

No official in the office of the Bundesamt directly involved in his case was known by name and there was no official letter or other correspondence. It is important to know that the right to asylum is of political and public interest and for the interest of the refugee community. There must not be any secret about it.
Shortly after Magsud led the delegation of refugees and activists on the 2nd March 2018 to the BAMF in Nürnberg the Foreigner’s Office informed Rafael and Magsud in the middle of March on the success of their struggles against the Foreigner’s Office and the BAMF. They would get back their stay permits with four years extension. We never doubted!

The most fascinating lesson for us all here was Magsud’s self-determination to fight politically. He refused to bow or solicit paternalistic support but instead relied on the time tested solidarity and the overriding common interest that is at the heart of our struggle for justice. He could not afford to succumb to the discriminatory bureaucrazy that intimidated, criminalised and persecuted him without any reason other than to punish him, suppress his voice and silence him for his fight for justice. He refused to take a lawyer for his political protest and his unyielding determination coupled with the ironclad solidarity from fellow refugees amongst others saw the case of BAMF and the Foreigners’ Office collapse like a pack of cards and a hoax that it was.

It is obvious Dr. Magsud has been persecuted because of his political activism in the refugee migrants community, The VOICE and the Caravan, and in the break deportation network in Thueringen. He committed no crime, activism is no crime and we’re all supremely proud of him! He is a worthy example to young and new refugees in Germany and the message is clear: If you do not fight for your right, the so-called rechtsstaat will deny your rights! Basta!!!

After three years of fighting, Magsud and his son Rafael got his residence permit back!

“I will fight till the end” he says, and we reply, “We will fight with you all the way!!!

We are proud of every supporter as we congratulate especially the refugee activists from Bamberg refugee camp who were very motivated to support Magsud A during his delegation meeting in the BAMF in Nuremberg on the 02.03.2018.

More information on the persection and criminalisation of Magsud in
Apolda will be televised by the community!

Find links to protest actions and activities of Magsud Aghavev
http://thevoiceforum.org/search/node/magsud
http://thevoiceforum.org/search/node/maqsud

The VOICE Refugee Forum
http://thevoiceforum.org
Break Deportation Network
http://breakdeportation.blogsport.de/
Caravan Refugee/Migrants Network
http://thecaravan.org

Gute Neuigkeiten: Magsud A. gegen die deutsche Abschiebemaschinerie – 2:0 für Magsud!

Bringt die deutsche Abschiebemaschinerie und die Verfolgung von Flüchtlingen durch den autoritären Staat zum Erliegen!

Lest unten über die dubiose Verfolgung von Flüchtlingen in Apolda und den jüngsten Kampf von Dr. Magsud Aghayev gegen die Ausländerbehörde Apolda und das BAMF in Nürnberg

Dr. Magsud Aghayev und sein Sohn Rafael bekamen nach drei (Magsud), bzw. neun (Rafael) Jahren ohne dauerhaften Aufenthaltstitel von der Ausländerbehörde in Apolda ihre Aufenthaltserlaubnis zurück!!! Das ist wirklich eine großartige Nachricht, denn ihre der Verfolgung und Einschüchterung durch den Staat trotzende Entschlossenheit ist einmal mehr ein Beweis dafür, dass wir Widerstand leisten und sogar gegen das Monster gewinnen können!

Vater und Sohn kamen beide 2005 in Deutschland an. Rafael, der Sohn, ist Vater eines achtjährigen Jungen, der mit seiner deutschen Mutter in Apolda lebt. Dr. Magsud war mit seinem Sohn nach Apolda umverteilt worden, nachdem er mit anderen Flüchtlingen zusammen 2008 den Kampf für die Schließung des schändlichen Isolationslagers in Katzhütte angeführt hatte. Der Kampf von Dr. Magsud für die Rechte von Flüchtlingen endete aber weder mit der Schließung des berüchtigten Lagers Katzhütte noch in Apolda. So bekundete Dr. Magsud oft: „Wir werden bis zum Ende kämpfen!“

Dr. Magsud war 2010 durch das Verwaltungsgericht Meiningen das Bleiberecht in Deutschland gewährt worden – ohne weitere Abschiebeandrohungen. 2012 wurde dann seine dauerhafte Aufenthaltserlaubnis zurückgehalten und ohne Begründung durch ein einfaches weißes DIN-A4 Papier ersetzt, das alle zwei bis drei Monate erneuert werden musste. Die ganze Zeit über wurde Magsud eingeschüchtert und kriminalisiert, verfolgt und mit Gerichtsprozessen und durch den Abschiebe-Deal zwischen Bundesamt und Ausländerbehörde bedroht. Das Ziel dieses Deals war es, das positive Gerichtsurteil neu zu überprüfen und die Aufhebung seiner durch das Gericht zugesprochenen Aufenthaltserlaubnis zu ermöglichen.

In seinem Kampf war Magsud mit vielen unangenehmen und seltsamen Situationen konfrontiert.

Als Ergebnis dieser Tricksereien machten sich Magsud und Miloud von The VOICE Refugee Forum im Februar auf zum Bundesamt Hermsdorf in Thüringen, wo man ihnen sagte, dass das BAMF Nürnberg für Magsuds Fall zuständig sei. Also versuchte Magsud erfolglos, Nürnberg zu kontaktieren. Er organisierte eine Delegation, die am 2.3.2018 die Beamten des BAMF in Nürnberg treffen wollte. Weil alle Versuche, sie vorher telefonisch zu erreichen, gescheitert waren, geschah dies ohne vorherige Ankündigung.

Unsere Delegierten aus Thüringen informierten die Beamten des Bundesamtes Nürnberg, dass wir eine Antwort benötigten und dass der Besuch dort nicht das Ende des Protests sein würde. Die Beamten des Bundesamts Nürnberg versprachen dann, dass sie sich mit der Sache befassen würden, aber dass der zuständige Beamte eigentlich in Hermsdorf sei. Dennoch weigerten sie sich, auf unsere Anfrage den Namen des zuständigen Beamten herauszugeben. Sie sagten, die Beamten seien geheim. In einem sogenannten Rechtsstaat wird der Name eines öffentlichen Beamten plötzlich zum Geheimnis. Bravo!!! Wunder sagt man, hören niemals auf!!!

Kein direkt in seinen Fall involvierter Beamter des Bundesamtes war namentlich bekannt und es gab kein offizielles Schreiben oder irgendeine andere Korrespondenz. Es ist wichtig zu wissen, dass das Recht auf Asyl von politischem und öffentlichem Interesse und von Interesse für die Flüchtlingscommunity ist. Diesbezüglich darf es kein Geheimnis geben.
Kurz nachdem Magsud am 2. März 2018 die Delegation von Flüchtlingen und Aktivist*innen zum BAMF in Nürnberg angeführt hatte, informierte die Ausländerbehörde Rafael und Magsud Mitte März über ihren Erfolg im Kampf gegen die Ausländerbehörde und das BAMF. Sie sollten ihre Aufenthaltserlaubnis mit einer Gültigkeit von vier Jahren zurückerhalten. Wir hatten daran nie gezweifelt!

Die faszinierendste Lektion für uns alle war Magsuds Entschlossenheit, politisch zu kämpfen.
Er weigerte sich, paternalistischer Unterstützung zu beugen oder darum zu bitten, und statt dessen verließ er sich auf die erprobte Solidarität und das übergeordnete allgemeine Interesse, das im Herzen unseres Kampfes für Gerechtigkeit liegt. Er konnte es sich nicht leisten, der diskriminierenden Bürokratie zu unterliegen, die ihn einschüchterte, kriminalisierte und verfolgte – ohne jeden anderen Grund, als ihn zu bestrafen, seine Stimme zu unterdrücken und ihn wegen seines Kampfes für Gerechtigkeit zum Schweigen zu bringen. Er weigerte sich, für seinen politischen Protest einen Anwalt zu nehmen und seine unbeugsame Entschlossenheit, gepaart mit der eisernen Solidarität von anderen Flüchtlingen führten dazu, dass die Sache des BAMF und der Ausländerbehörde wie ein Kartenhaus oder ein schlechter Scherz, der sie ja auch war, in sich zusammenfiel.

Es ist offensichtlich, dass Dr. Magsud wegen seines politischen Aktivismus in der Flüchtlings/Migrant*innen-Community, bei The VOICE, in der Karawane und im Break-Deportation-Netzwerk in Thüringen verfolgt worden ist. Er hat kein Verbrechen begangen. Aktivismus ist kein Verbrechen und wir sind alle äußerst stolz auf ihn! Er ist ein würdiges Beispiel für junge und neue Flüchtlinge in Deutschland und die Botschaft ist klar: Wenn du nicht für dein Recht kämpfst, wird der sogenannte Rechtsstaat dir deine Rechte verweigern! Basta!!

Nach einem dreijährigen Kampf haben Magsud und sein Sohn Rafael nun ihre Aufenthaltserlaubnis zurückerhalten!

„Ich werde meinen Kampf zu Ende führen“, sagt er und wir antworten: „Wir werden den ganzen Weg mit dir kämpfen!!“

Wir sind stolz auf jede*n Unterstützer*in, und so gratulieren wir auch vor allem den Flüchtlingsaktivist*innen aus dem Bamberger Flüchtlingslager, die sehr große Motivation zeigten bei der Unterstützung von Magsud während seines Delegationstreffens im BAMF Nürnberg am 2.3.2018.

Mehr Informationen über die Verfolgung und die Kriminalisierung von Magsud in Apolda werden von der Community übertragen werden!

Finden Sie Links zu Protestaktionen und Aktivitäten von Magsud Aghavev
http://thevoiceforum.org/search/node/magsud
http://thevoiceforum.org/search/node/maqsud

The VOICE Refugee Forum
http://thevoiceforum.org
Break Deportation Network
http://breakdeportation.blogsport.de/
Caravan Refugee/Migrants Network
http://thecaravan.org

Ich will mein Asyl- und Aufenthaltsrecht sowie meine sozialen Rechte

  • Soligruppe und Gülaferit Ü.:
    Ich will mein Asyl- und Aufenthaltsrecht sowie meine sozialen Rechte
    Ich, Gülaferit Ü., bin eine ehemalige politische Gefangene.
    Auf Ersuchen der BRD bin ich im Juli 2011 in Griechenland verhaftet und an die BRD
    ausgeliefert worden.
    Und 2012 bin ich auf Grundlage des Gesetzes §129b zu 6 Jahren und 6 Monaten Haft
    verurteilt worden.
    Ich habe meine gesamte Strafe ohne jegliche Lockerungen im Lichtenberg Gefängnis
    verbüßt.
    Am 4. Januar 2018 wurde ich entlassen.
    Meinem Wunsch, nach Griechenland ausgeliefert zu werden, ist die Berliner
    Ausländerbehörde nicht nachgekommen. Und das, obwohl ich bei meiner Verhaftung in
    Griechenland Asyl beantragt hatte.
    Aus diesem Grund war ich gezwungen, drei Tage vor meiner Haftentlassung einen
    zweiten Asylantrag in Deutschland zu stellen.
    Die Berliner Ausländerbehörde hat sofort nach meiner Haftentlassung versucht, mich in
    ein Flüchtlingslager zu schicken.
    Das ist eine Verlegung von einem geschlossenen in ein offenes Gefängnis was der
    Fortsetzung der Isolation gleichkommt.
    Meine Forderung, in Berlin bleiben zu können, angesichts meiner sechseinhalbjährigen
    Gefangenschaft unter schwersten Bedingungen und Isolation aus menschlichen Gründen,
    wurde abgelehnt.
    Als Vorwand wurde der vom „Kammergericht“ gefällte Beschluss bezüglich
    “anhaltender Terrorgefahr” genannt.
    Die Berliner Ausländerbehörde hat durch Terrorismuspropaganda politischen Druck auf
    das Bundesamt, das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF), mein
    Therapiezentrum und meinen Anwalt ausgeübt.
    – Die Berliner Ausländerbehörde hat meinen Termin beim Bundesamt aufheben lassen
    und dadurch mein Asylrecht unterbunden.
    – Die Berliner Ausländerbehörde hat auch beim LAF interveniert und Leistungszahlungen
    unterbunden. Sie hat meine Krankenversicherung aufheben lassen. Sie hat unterbunden,
    dass ich mich medizinisch behandeln lassen kann.
    – Obwohl es vier Monate her sind, dass ich aus dem Gefängnis freigekommen bin, ist mir
    kein gültiger Ausweis ausgehändigt worden.
    – Ich habe keinen Aufenthaltstitel erhalten.
    Ich bin gegen meinen Willen von Griechenland hergebracht worden und ich wurde dazu
    gezwungen, hier Asyl zu beantragen. Trotzdessen wird mein Lebensrecht eingeschränkt.
    Ich fordere, dass sämtliche gegen mich gerichtete Repressalien sowie die Terrorismus-
    Propaganda beendet werden. Der deutsche Staat muss aufhören, mit dem Faschismus in
    der Türkei zusammenzuarbeiten.
    Wenn der deutsche Staat nach Terroristen sucht, dann sollte er sich zunächst den 450
    Nazis widmen, die in den Untergrund gegangen sind. Er sollte sich der NSU, NPD, Blood
    and Honour und den Nazis innerhalb der Polizei und des Militärs widmen. Er sollte sich
    jenen widmen, die Anis Amri für ihre Zwecke benutzen. V.i.S.d.P: Clara Zindler, Weisestraße 47, 12049 Berlin
  • – Die von mir eingeforderten Verfahren vor dem Sozial- und dem Verwaltungsgericht
    dauern an.
    Allerdings waren alle bisherigen Gerichtsbeschlüsse gegen mich politischer Natur, nicht
    rechtlicher Natur.
    Meine Forderungen:
    – Ich fordere Asylrecht,
    – ich fordere Aufenthaltsrecht,
    – ich fordere soziale Hilfe,
    – ich fordere Wohnrecht,
    – ich fordere, mit meinen Gedanken leben zu können,
    – ich fordere das Recht auf ein menschenwürdiges Leben,
    – ich fordere die Beendigung der politischen Repression und der Isolation.
    Meine Forderungen sind natürliche, menschliche und legale Rechte eines jeden
    Menschen.
    Ich rufe die Senatsverwaltung für Inneres dazu auf, meine Forderungen zu
    berücksichtigen und fordere einen Gesprächstermin.
    Gülaferit Ü. Und Soligruppe Gülaferit Ü.
    Kontakt: soligruppeguelaferit@gmail.com

Fünf Menschen vermisst nach EU-unterstütztem Pull-Back-Versuch

Am Freitag war die Sea-Watch 3 an der Rettung von mehr als 400 Personen von drei Schlauchbooten in Seenot beteiligt. Einmal mehr gefährdete die EU-finanzierte, sogenannte Libyschen Küstenwache (LYCG) die Rettungsaktion und stürzte eine kontrollierbare Rettungssituation in ein tödliches Chaos. Mit bereits 157 Menschen aus einer vorangegangenen Rettungsaktion an Bord, startete die Sea-Watch 3 am…

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VROUWEN VAN WIJ ZIJN HIER KRAKEN VOOR HUN VRIJHEID

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Zondag 27 mei 2018 hebben de vrouwen van ‘We are Here’ vluchtelingen collectief intrek genomen in het  pand aan de Tommaso Albinonistraat 5. Dit kantoorpand stond al vele jaren leeg. Na de ontruiming in april van het vorige onderkomen aan de Burgermeester Roëllstraat was de noodzaak na 7 weken zonder huis zeer hoog om nieuwe woonruimte te vinden. De groep grijpt het moment aan om de urgentie voor een 24-uursopvang te benadrukken en ook duidelijk te maken wat er nodig is om een succesvolle opvang te realiseren.

Al bijna 6 jaar voert het  ‘Wij zijn hier’ collectief een strijd voor een ander asielbeleid en een normaal leven met basale mensenrechten. ‘De situatie de afgelopen jaren heeft ons en vele anderen veel energie gekost. Wij vragen daarom de toekomstige gemeenteraad om de aankondigde 24-uursopvang zo spoedig mogelijk te realiseren. Een 24-uursopvang waar wij de nodige rust en veiligheid kunnen vinden en kunnen werken aan onze toekomst in de Nederlandse samenleving’, aldus Raaho uit Somalië.

De vrouwen van Wij Zijn Hier (afkomstig uit Somalië, Eritrea en Ethiopië) willen benadrukken dat zij de 24-uursopvang mede vorm willen geven. ‘Het is belangrijk met ons te praten in plaats van over ons’. Er is inspraak nodig van de mensen waar de opvang voor bestemd is, anders wordt het nooit succesvol. Voor zowel de mensen zonder verblijfspapieren die al vele jaren rondzwerven in Amsterdam, als voor de gemeentepolitiek staat er veel op het spel om deze nieuwe 24-uursopvang te laten slagen. Voor de groep betekent 24-uursopvang een belangrijke stap richting een normalere manier van leven. De vrouwen vragen de gemeente en uitvoerende instanties oprecht met hen in gesprek te treden. ‘Samen kunnen we de situatie die al veel te lang duurt oplossen’ zegt Maria uit Ethiopië.

Opvang die leidt tot rust en oplossingen, houdt het volgende in:

• degelijke juridische bijstand in de verblijfrechtprocedure.
• zelfstandige woonruimte met privacy en mogelijkheid om zelf te koken.
• duur van de opvang gericht op oplossing van individuele situaties.
• geen camera’s en minimale bewaking van de locatie.
• begeleiding op maat, goede voorlichting en uitleg.
• geen gedwongen DT&V trajecten.
• toegang tot gezondheidszorg.
• toegang tot de arbeidsmarkt.
• Amsterdams Burgerschap.
• wat we zelf kunnen, doen we graag zelf; geen hospitalisatie.

Het is nog niet duidelijk wanneer de 24-uursopvang open zal gaan. De groep hoopt voorlopig op de nieuwe plek te kunnen wonen en neemt contact op met de eigenaar om hierover in gesprek te gaan.

Searching Home – Homes Lost: A booklet about the meaning of “home” and “homelessness” in Greece

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Ten people who lost what was their home to war, conflict, and other life-threatening conditions…

Ten people who were forced to escape and who decided to try to search and create another home somewhere else in safety and peace…

Ten people, who are mothers, fathers, brothers, sisters and children of someone…

Ten people with talents, professions, passions and dreams…

Ten people living in Greece for some moments…

Ten people without a shelter…

and one person, who lost his home during the economic crisis in Greece.

searching home – homes lost (download here the pdf in english)

 

no home

The loss of ‘home‘ in one country combined with the current lack of a ‘home’ in the broader sense in Greece but also in its simple meaning as a shelter, for displaced people have multiple implications on their daily life, their wellbeing and the transformation of their identities.

Repressive migration policies as implemented at the external borders of Europe, may destroy even the last sense of what each understands as being somewhere at home. But the images and feelings connected to the home left behind or the imaginary, the idealised or even utopian home that may never have existed, while it may be found in future, are being kept alive in peoples hearts with extraordinary care and cannot be taken away.

While millions of aid, have been flowing into Greece amongst others for the accommodation of the people arriving at the European shores, both Greece and indirectly the EU are not able to offer a dignified shelter.

At the same time uprooted and en route, while searching safety, peace and a spark of future, most refugees in Greece face displacement and inhuman living conditions from the very first moment they put their steps on what some with false pride call European territory. Many times this corresponds de facto to the lack of a dignified and safe shelter for weeks if not months. Sometimes, it even means sleeping rough and without anything while being exposed to all kinds of dangers, like violence and exploitation.

In the beginning of 2018, still hundreds of refugees – among them many children, pregnant ladies, elderly, disabled, sick and other vulnerable persons – are living in summer tents in the so-called hotspots on the Aegean Islands while it is winter. It is unknown how many live unofficially in the mass container camps on the mainland lacking access to any support services, social benefits and even food and how many try to survive the cold in abandoned construction sites, fabrics and old ruins; or simply, on the streets and in public parks and squares.

‘Without a home’ feel not only the ones who are dumped in dehumanizing precarious conditions in camps far from the local society, but also the ones completely excluded, the clandestines, who take other paths and are not yet identified and registered, who have not yet the permit to move.

The ruling system tries to impose a regime of control, containment, the selection of people in the ‘wanted’ and the ‘unwanted’ and finally the deportation of the latter. It punishes the ones who don’t obey the rules of the state with further exclusion, pushing them at the margins of the urban societies; creating borders in the cities.

A host country, which cannot host; torn apart by the struggle to survive the harsh austerity measures imposed by the Troikas since the beginning of the economic crisis, Greece in reality remains a transit for most displaced people. In fact, in these times also more and more Greeks are ending up on the streets without a shelter. There are no funds for these people – the ones who were kicked out of the ruling system. In this light, it is no wonder, that the lack of future prospects and of any kind of support – such as a shelter – for people who finally get the right to stay, pushes them also out and to the North of the continent and along with them, many Greeks leave too.

It is in the cities, where all these people try to develop alternative strategies to survive for the moment for example in squats or solidarity houses, where they continue their struggles for the right to stay and freedom of movement at the same time. Where workers struggle for equal opportunities against any form of discrimination.

 

Let’s stand together! Let’s eat together! Let’s live together!

Reclaim the streets, reclaim the cities!

w2eu – infomobile greece

 

Was ist ein AnKER? / What is an AnKER?

+++ deutschsprachige Version; english version below+++

 

Was ist ein AnKER?

Mit dem Bild eines Ankers verbinden wir vielleicht ein Tattoo, das Stärke ausdrücken soll oder einfach einen Haltepunkt für ein Schiff im Meer. Nun bekommt Anker jedoch eine weitere Bedeutung: als Symbol für ein rassistisches Lagersystem und eine unmenschliche Asylpolitik. Wovon ist die Rede? Den sogenannten „AnKER-Einrichtungen“ (AnKER steht für “Ankunft, Entscheidung und Rückführung=Abschiebung”)– neuen Abschiebelagern, die die Große Koalition aus CDU, CSU und SPD in Deutschland umsetzen möchte.

Worum geht es?

AnKER-Lager sind die neueste Stufe der Zerlegung des Rechts auf Asyl in Deutschland. In diesen AnKER-Lagern werden Menschen, denen die Label Geflüchtete, Asylsuchende, Flüchtling aufgedrückt werden, in Zukunft für bis zu 18 Monate gefangen gehalten. In AnKER-Lagern sollen das BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge), Jugendämter, Justiz, Ausländerbehörden und andere staatliche Institutionen vor Ort sein – ein totales System für eine totale Desintegration aus der Gesellschaft.

AnKER. Das steht für Einlagerung bei Ankunft bis zur Entscheidung über den Asylantrag sowie für Rückführung – ein beschönigendes Wort für Abschiebungen. Es steht für eine Unterscheidung zwischen Menschen „ohne Bleibeperspektive“, die diese Einrichtungen nicht verlassen werden und Menschen „mit Bleibeperspektive“ auf die nach der BAMF-Entscheidung das übliche Lagersystem aus sogenannten „Gemeinschaftsunterkünften“ – also Sammellagern – wartet.

Im Herbst ist die Eröffnung des ersten AnKER-Lagers geplant. Es knüpft an eine Tradition an, die von selbstorganisierten Gruppen, Aktivisten und Aktivistinnen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern seit Jahren kritisiert und bekämpft wird. Während die Unterbringungsbedingungen früher bzw. heute von einer Flucht nach Deutschland durch schlechte Lebensbedingungen, Freiheitsberaubung und Kontrolle durch Security-Dienste und Polizei abschrecken sollten bzw. sollen, so nimmt der Staat die Abschottung und Abschiebung nun vollends selbst in die Hand: Wenn die Pläne aus dem Koalitionspapier von SPD, CDU und CSU umgesetzt werden, wird in Zukunft fast niemensch mehr ein AnKER-Lager verlassen bis es zur Abschiebung – oder für Wenige – zur Aufnahme als Mitmensch zweiter Klasse kommt.

 

Wie funktioniert das?

Asyl basiert im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschlands sowie in der Genfer Flüchtlingskonvention auf einer Einzelfallprüfung: Es sollte eigentlich ein individuelles, subjektives Recht sein.

Seit einer weitreichenden Reform des Asylrechts im Jahr 1993 gibt es jedoch Kriterien wie sogenannte „sichere Herkunftsstaaten“ und „sichere Drittstaaten“: aus dem individuellen Recht wird so eines, das über die Bestimmung von Staaten – also eine territoriale und willkürliche Logik begrenzt wird, z.B. schließt sie alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union, Albanien, Bosnien, Herzegowina, Ghana, Kosovo, Mazedonien, die ehemalige Jugoslawische Republik, Montenegro, Senegal und vielleicht bald auch andere: Marokko, Algerien und Tunesien aus. Statt Einzelfallprüfung kommt es zu kollektiven Urteilen über das Bleiberecht, den Aufenthaltstitel und das Leben einzelner Menschen.

 

Was haben diese rechtlichen Überlegungen mit den AnKER-Lagern zu tun?

Alles. Schon mit den sogenannten Asylpakten wurde 2015 und 2016 die Dauer des Aufenthaltes in Aufnahmelagern von 3 auf 6 Monate erhöht. Es wurden außerdem sogenannte „beschleunigte Verfahren” eingeführt, die insbesondere dazu dienen, die nach territorialer Logik ausgeschlossenen Menschen schneller abzuweisen und abzuschieben. Mit den AnKER-Lagern wird die Dauer der Lagerung in der Erstaufnahme auf 18 Monate erhöht. Menschen, die nach Deutschland kommen, um Asyl zu erhalten, werden in diesen Einrichtungen vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen und erst nach Monaten – wenn sie Glück haben – ein halbwegs “normales” Leben in unserer rassistischen Gesellschaft anfangen können. Die Erfahrung zeigt: solche Lager, der Ausschluss aus gesellschaftlicher Teilhabe und guten Beratungsangeboten verringern die Chance, Bleibe- bzw. Asylrecht zu erlangen. Die Erfahrung zeigt auch: das Leben in solchen Lagern bringt soziale und psychologische Probleme, es bedeutet Gewalt gegen die Betroffenen, es riskiert die Leben der gelagerten Menschen und bringt berechtigte Aufstände gegen die Lagerleitung mit sich.

Kurz: Mit den geplanten AnKER-Lagern erreicht die rassistische Lager- und Asylpolitik in der Bundesrepublik Deutschland ihren neuen Höhepunkt – es ist der aktuell letzte Schritt in einer menschenfeindlichen Tradition: Menschen werden zu einem Verwaltungsgegenstand gemacht, zu einer Zahl, die politisch-motiviert mit der institutionellen Gewalt der Lagerunterbringung gegen Null gedrückt wird. Bei den AnKER-Lagern handelt es sich nicht um eine nationalistisch-rassistische Idee der radikalen Rechten, sondern um eine Idee aus der “Mitte der Gesellschaft”, einen rassistischen Konsens, der beinahe parteiübergreifend herrscht. Die Lagerunterbringung von Menschen, denen die Label Geflüchtete, Asylsuchende oder Flüchtling aufgedrückt werden, ist seit Jahren eine menschliche Katastrophe, über die zu wenig gesprochen wird. Falls es jedoch Zweifel gab, dass Lager einen Teil der deutschen Normalität ausmachen – heute und mit der Diskussion um AnKER-Lager kann niemand mehr diese Zweifel haben.

Schliesst die Lager! Menschenwürdiges Wohnen für alle!

 


 

+++English Version+++

What is an AnKER?

With the image of an anchor (German: Anker) we may associate a tattoo to express strength or simply a mechanism for a ship to keep safe at sea. Now, however, anchor (AnKER) takes on another meaning: as a symbol for the racist German camp system and an inhuman asylum policy. What is this article about? The so-called “AnKER-facilities” (AnKER stands for “Ankunft=Reception, Entscheidung=Decision and Rückführung=Deportation”) – new deportation camps that the Grand Coalition of CDU, CSU and SPD wants to implement in Germany.

 

What is this about?

AnKER camps are the newest and last stage in the dismantling of the right to asylum in Germany. In these AnKER camps, people who are forcefully labelled as asylum seekers or refugees will be held captive for up to 18 months in the future. In AnKER camps, the BAMF (Federal Office for Migration and Refugees), youth welfare offices, the department of justice, immigration authorities and other state institutions will be present – a total system for a total disintegration from society.

AnKER. This stands for the storage of human beings on arrival (“Ankunft”) until the decision on the application for asylum has been taken (“Entscheidung”) as well as for repatriation (“Rückführung”) – a euphemism for deportations. It stands for a distinction between people “without a perspective to stay” who will not leave these facilities before being deported and people “with a perspective to stay” who will – after the BAMF decision – be tranferred to the usual camp system of so-called “community accommodation” – i.e. collective camps.

The first AnKER camp is planned for autumn. It builds on a tradition that has been fought for years by self-organised groups and activists. While accommodation conditions in the past and today are planned to frighten people from fleeing to Germany due to poor living conditions, deprivation of freedom and control by security services and the police, the state now takes deterrence and deportation completely into its own hands: If the plans from the coalition paper of the SPD, CDU and CSU are implemented, almost nobody will leave an AnKER camp until deportation – except for the few who are accepted as second-class human beings.

 

How does it work?

In the Constitution of the Federal Republic of Germany and the Geneva Refugee Convention, asylum is based on a case-by-case examination: it should actually be an individual, subjective right.

Since a far-reaching reform of the asylum law in 1993, however, criteria such as so-called “safe countries of origin” and “safe third countries” have been introduced: the individual right thereby becomes one that is limited by the definition of states – i.e. a territorial and arbitrary logic (e.g. excluding all member states of the European Union, Albania, Bosnia, Herzegovina, Ghana, Kosovo, Mazedonia, the former Yugoslav Republic, Montenegro, Senegal and soon maybe: Morocco, Algeria and Tunisia). Instead of examining individual cases, there are collective judgments on the right of residence, the residence title and the lives of individuals.

 

What do these legal considerations have to do with AnKER camps?

Everything. Already with the so-called asylum packages I and II, the length of stay in reception camps was increased from 3 to 6 months in 2015 and 2016. In addition, so-called “accelerated procedures” (“beschleunigte Verfahren”) were introduced, which serve in particular to reject and deport people excluded according to a territorial logic (“safe countries of origin” and “safe third countries”) more quickly. With the AnKER camps, the duration of storage in camps is legalized and increased to up to 18 months. People who come to Germany to receive asylum are excluded from social life in these institutions and only after months – if they are lucky – can start a halfway “normal” life in our racist society. Experience shows: such camps, the exclusion from social participation and good counselling offers reduce the chance of obtaining the right to stay or asylum. Experience also shows: life in such camps brings social and psychological problems, it means violence against those affected, it risks the lives of the stored people and brings with it justified revolts against the camp management.

In short: With the planned AnKER camps, the racist camp and asylum policy in the Federal Republic of Germany reaches its newest and highest point – it is the latest step in an anti-human tradition: people are turned into an administrative object, into a number that is pushed towards zero out of political motivation using the institutional violence of the camp system. The AnKER camps are not a nationalist-racist idea of the radical right, but an idea from “the centre of society”, a racist consensus that prevails almost across all party lines. For years, the camp system for people who are forcefully labbeled as asylum seekers or refugees has been a human catastrophe that has been talked about too little. However, if there were doubts that camps do not form part of German normality – today and with the discussion about AnKER camps, no one can have these doubts anymore.

 

Close the Camps! Respectable Housing for all!

 

 

Berlin, 15. Mai 2018, LMNB – Lager Mobilisation Network Berlin.