Statements zum Folterfall in NRW

By freedomnotfrontex

Refugee Strike Berlin
Berlin Oranienplatz, 29.09.2014
Am Sonntag, 28.09.2014 wurden mehrere Fälle von Übergriffen gegen Geflüchtete in deutschen – nord-rhein-westphalischen – Sammelunterkünften durch private Sicherheitskräftebekannt gemacht.
Wir sind entsetzt. Wir sind wütend. Wir sind nicht überrascht, schließlich haben wir unsere Lagern nicht ohne Grund verlassen.
Wie kann es noch mal passieren, dass sogenannte „Sicherheitskräfte“ unschuldige Menschen foltern, dass die sie demütigen, dass die sie misshandeln, angreifen? Wie kann es passieren, dass sogenannte „Sicherheitskräfte“ sich bei solchen Graultaten lächelnd fotografieren? Wie kann es passieren, dass noch mal seitens Ermittler „kein Anzeichen für einen fremdenfeindlichen Hintergrund gibt“? Wir fragen uns fassungslos, und dabei wissen wir doch schon die Antworten. Auf Guantanamo oder Abu Ghraib hinzuweisen ist schon richtig. Wie kann es passieren? Es passiert die Geschichte durch, dann und da wo Menschen – auch hier systematisch –entmenschlicht werden, als Menschen nicht wahrgenommen werden. Wenn man von „vollen Booten“, „Flut“, „Asylmisbrauch“, oder „Last“ spricht, spricht man nicht von Menschen, sondern von Zahlen, feindlichen Zahlen. Wenn man Menschen in unwürdigen Sammelunterkünften – LAGERN – überwacht und isoliert, behandelt man diese nicht als Menschen, sondern als Problem, feindliches Problem. Wir sind kein „Problem“, keine „Flut“, keine „Zahlen“, keine „Täter“. Wir sind Menschen; Menschen, welche …read more

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