Statements zum Folterfall in NRW

By refugeeresistance

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Am Sonntag, 28.09.2014 wurden mehrere Fälle von Übergriffen gegen Geflüchtete in deutschen Sammelunterkünften durch private Sicherheitskräfte bekannt gemacht.

Wir sind entsetzt. Wir sind wütend. Wir sind nicht überrascht, schließlich haben wir unsere Lager nicht ohne Grund verlassen.

Wie kann es wieder passieren, dass sogenannte „Sicherheitskräfte“ unschuldige Menschen foltern, demütigen, misshandeln, angreifen? Wie kann es passieren, dass sogenannte „Sicherheitskräfte“ sich bei solchen Graultaten lächelnd fotografieren? Wie kann es passieren, dass wieder seitens der Ermittlung „kein Anzeichen für einen fremdenfeindlichen Hintergrund gibt“? Wir fragen uns fassungslos, und dabei wissen wir doch schon die Antworten.

Auf Guantanamo oder Abu Ghraib hinzuweisen, ist schon richtig. Wie kann es passieren? Es passiert immer dann in der Geschichte, wenn Menschen entmenschlicht werden, wenn Menschen nicht als Solche wahrgenommen werden. Die kürzlich an die Öffentlichkeit getragenen Misshandlungen sind nur die Spitze des Eisbergs der systematischen Entmenschlichung, welcher Refugees in der BRD tagtäglich ausgesetzt sind. Wenn man von „vollen Booten“, „Flut“, „Asylmissbrauch“, oder „Last“ spricht, spricht man nicht von Menschen, sondern von Zahlen, feindlichen Zahlen. Wenn man Menschen in unwürdigen „Sammelunterkünften“ – LAGERN – überwacht und isoliert, behandelt man diese nicht als Menschen, sondern als Problem, feindliches Problem. Wir sind kein „Problem“, keine „Flut“, keine „Zahlen“, keine „Täter“. Wir sind Menschen; …read more

From:: Berlin