Family of Georgios Zantiotis applies for a court decision

Again we are witnessing a cold bureaucratic legitimation of the killings by the police:

Faizpur General Prosecutor’s Office Düsseldorf rejects
the complaint of the family of Georgios Zantiotis

August 31, 2022

The family of Georgios Zantiotis lodged an appeal against the termination of the proceedings on 10 January 2022. Now the General Prosecutor’s Office has rejected the complaint and confirmed the decision of the Wuppertal Public Prosecutor’s Office of December 2021 and thus the termination of investigations in the case of Georgios Zantiotis.

In the complaint, the lawyer of the Zantiotis family had stated that there was no need to forcibly take blood from Georgios Zantiotis. Due to his height and age, he was at high risk for the so-called death in custody. This was exacerbated by the stress of detention. If Georgios had continued to go home with his sister that evening, he would still be alive today.

The Düsseldorf Public Prosecutor’s Office states that police officers have the right to take Georgio’s blood if there is no risk of harm to his health. He was the accused and therefore the blood sample was justified and served the purpose of investigation for a later legal procedure.

We note: Georgios Zantiotis is not an accused. He only becomes the accused through the statements of the perpetrators. The same statements then serve the public prosecutor’s office to acquit the perpetrators of any guilt. To this day, we do not know why Georgios Zantiotis was arrested. The police officers’ stories that he attacked an officer do not correspond to the public statements of Georgios’ sister. In the first release of the video of the arrest, she screams loudly, let him go, he is still a child. But no official listens. Instead, Georgios is taken to custody. At the station, the rescue service is first sent away. Half an hour later, georgios is forcibly taken blood three times. Where was the need for a blood draw? What was the danger of Georgios Zantiotis in the cell?

Furthermore, blood can be taken without the consent of the accused if there is no threat to his health. The mere presence of a doctor is not sufficient, especially when several police officers try to throw a young man to the ground. When they tie him up and gag him.

The rejection of complaints by the Düsseldorf Public Prosecutor’s Office once again proves that the possible perpetrators are protected in the event of police brutality or imprisonment. The whole reasoning and justification is based on the statements of the police officers. We know from numerous other cases that police officers twist the truth out of corps spirit or right-wing attitude. The most famous is the brutal murder of Oury Jalloh. From NRW we give only two examples from the recent past:

  • To date, the police have not been able to provide a clear statement as to why Amed Ahmad was arrested in 2018. Lies, cover-ups and senseless hours in a parliamentary committee of inquiry showed migrants that you are never safe here.
  • In Essen, the police claimed that they had shot Adel in self-defense. A video of the neighbors shows that they shoot through a locked front door at a man seeking help. Is this what finding the truth looks like?

In August alone, two people were killed by police bullets in NRW. Jouzef Berditchevski was shot dead on August 3, 2022 in Cologne during the forced eviction of his house. 16-year-old Mohammed Lamine Dramé was shot dead with six bullets in Dortmund on August 8, 2022. Interior Minister Reul promises clarification again. We know his clearance rate: 0%.

So far, in all the cases of victims of police brutality known to us during his previous and current term of office, more questions have arisen than clarification. In all cases, in the end, the family of the victims was criminalized and felt insulted. In the case of Georgios Zantiotis, the statements of the Wuppertal public prosecutor’s office have tarnished both the memory of Georgios Zantiotis and his family. His statements did not correspond to the truth at any time, but to his imagination. The only excuses that are used again and again to discontinue the proceedings are the statements of the perpetrators and their staff.

The Zantiotis family has now filed an appeal this week against the termination of the proceedings. We will continue to accompany them and stand by their side in solidarity.

Araz Ardehali
Wuppertal, August 31, 2022
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Familie von Georgios Zantiotis beantragt eine gerichtliche Entscheidung

Wieder werden wir Zeugen einer kalten bürokratischen Legitimation der Tötungen durch die Polizei:

Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf lehnt
die Beschwerde der Familie von Georgios Zantiotis ab

31. August 2022

Die Familie von Georgios Zantiotis hatte am 10. Januar 2022 Beschwerde gegen die Einstellung des Verfahrens gestellt. Nun hat die Generalstaatsanwaltschaft die Beschwerde abgelehnt und den Bescheid der Staatsanwaltschaft Wuppertal vom Dezember 2021 und somit die Einstellung der Untersuchungen und Ermittlungen im Falle von Georgios Zantiotis bestätigt.

In der Beschwerde hatte der Rechtsanwalt der Familie Zantiotis ausgeführt, dass keine Notwendigkeit bestand Georgios Zantiotis zwangsweise Blut abzunehmen. Bei ihm bestand aufgrund seiner Körpergröße und Alter ein hohes Risiko für den sogenannten Gewahrsamstod. Diese wurde verstärkt durch den Stress der Ingewahrsamnahme. Wäre Georgios an dem Abend mit seiner Schwester weiterhin nach Hause gefahren, wäre er heute noch am Leben.

Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf stellt fest, dass die Polizeibeamten das Recht hätten, Georgios Blut abzunehmen, wenn kein Nachteil für seine Gesundheit zu befürchten ist. Er war Beschuldigter und deswegen sei die Blutabnahme berechtigt gewesen und diente dem Untersuchungszweck für ein späteres rechtliche Verfahren.

Wir halten fest: Georgios Zantiotis ist kein Beschuldigter. Er wird erst durch die Aussagen der Täter zum Beschuldigten. Dieselben Aussagen dienen dann der Staatsanwaltschaft zur Freisprechung der Täter von jedwede Schuld. Bis heute wissen wir nicht, warum Georgios Zantiotis festgenommen worden ist. Die Erzählungen der Polizeibeamten, er hätte eine Beamtin angegriffen, entspricht nicht der öffentlichen Aussagen der Schwester von Georgios. In der ersten Veröffentlichung des Videos der Festnahme, schreit sie laut, lasst ihn los, er ist noch ein Kind. Doch kein Beamter hört zu. Stattdessen wird Georgios auf die Wache genommen. Auf der Wache wird zuerst der Rettungsdienst weggeschickt. Eine halbe Stunde später wird dreimal versucht, Georgios zwangsweise Blut abzunehmen. Wo bestand hier die Notwendigkeit einer Blutabnahme? Welche Gefahr drohte von Georgios Zantiotis in der Zelle?

Ferner kann ohne Einwilligung des Beschuldigten Blut abgenommen werden, wenn keine Gefahr für seine Gesundheit drohe. Die alleinige Anwesenheit eines Arztes ist nicht ausreichend, vor allem dann nicht, wenn mehrere Polizeibeamten versuchen, einen jungen Mann zu Boden zu werfen. Wenn sie ihn fesseln und knebeln.

Die Beschwerdeablehnung der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf beweist einmal mehr die Parteinahme für die möglichen Täter im Falle von Polizeibrutalität oder Gewahrsamstod. Die ganze Argumentation und Begründung basiert auf die Aussagen der Polizeibeamten. Dass Polizeibeamte aus Corpsgeist oder aus rechter Gesinnung die Wahrheit verdrehen, kennen wir aus zahlreichen weiteren Fällen. Der bekannteste ist der brutale Mord an Oury Jalloh. Aus NRW nennen wir nur zwei Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit:

  • Bis heute hat die Polizei nicht eine klare Aussage liefern können, warum Amed Ahmad in 2018 festgenommen wurde. Lügen, Vertuschungen und sinnlose Stunden in einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss zeigten MigrantInnen, ihr seid hier nie sicher.
  • In Essen hat die Polizei behauptet, sie hätten in Notwehr auf Adel geschossen. Ein Video der Nachbarn zeigt, dass sie durch eine verschlossene Hauseingangstür auf einen hilfesuchenden Mann schießen. Sieht so die Wahrheitsfindung aus?

Alleine im August sind in NRW wieder zwei Menschen durch Polizeikugeln getötet worden. Jouzef Berditchevski wurde am 3. August 2022 in Köln bei der Zwangsräumung seines Hauses erschossen. Der 16-jährige Mohammed Lamine Dramé ist am 8. August 2022 mit sechs Kugeln in Dortmund erschossen worden. Innenminister Reul verspricht wieder Aufklärung. Seine Aufklärungsquote kennen wir: 0%.

Bisher sind in allen uns bekannten Fällen von Opfern von Polizeibrutalität während seiner vorherigen und jetzigen Amtszeit mehr Fragen aufgekommen als Aufklärung. In allen Fällen wurden am Ende die Familien der Opfer kriminalisiert und fühlten sich beleidigt. Im Falle von Georgios Zantiotis haben die Aussagen der Staatsanwaltschaft Wuppertal sowohl das Andenken Georgios Zantiotis als auch seiner Familie beschmutzt. Seine Aussagen entsprachen zu keinem Zeitpunkt der Wahrheit, sondern seiner Phantasie. Die einzigen Ausreden, die immer und auch hier wieder zur Einstellung der Verfahren herangezogen werden, sind die die Aussagen der Täterinnen und Täter und ihr Kollegium.

Die Familie Zantiotis hat nun in diese Woche Rechtsmittel gegen die Einstellung des Verfahrens eingelegt. Wir werden sie weiterhin begleiten und solidarisch an ihre Seite stehen.

Araz Ardehali
Wuppertal, 31.8.2022
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Wir unterstützen Herrn Mbolo C. Yufanyi Movuh in seinem Kampf gegen rassistische Behandlung im Landesamt für Einwanderung Berlin

Ein afrikanischer Aktivist klagt gegen das Land Berlin wegen Rassismus im Amt. Im Dezember 2021 reichte er eine Klage nach dem Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz ein.

Eine gemeinsame Pressemitteilung der Afrikanischen / Schwarzen Community (ABC),
The VOICE Refugee Forum und der KARAWANE für die Rechte der Flüchtlingen und MigrantInnen.

26. April 2022

Pressemitteilung als PDF zum download

Herr Yufanyi Movuh ist langjähriges Mitglied unserer Netzwerke und solidarischer Gemeinschaften. Er selbst war des Öfteren von Polizeibrutalität, rassistischen Kontrollen und Angriffen betroffen. Besonders hervorgehoben hat er sich im Kampf gegen die Residenzpflicht. Das rassistische Gesetz aus der Kolonial- und Nazizeit wurde 1982 wieder aktiviert, um Flüchtlinge in ihre Organisation zu verhindern und raubte ihnen „legal“ ihr Grundrecht auf Bewegungsfreiheit. Herr Yufanyi Movuh lebt mit seiner Familie in Berlin. Vor über 10 Jahren hat er erstmalig einen Antrag auf Niederlassungserlaubnis in der Bundesrepublik Deutschland gestellt. Rassistische und bürokratische Steine verhinderten jedoch seitdem die Erlangung seines ihm zustehenden Rechts.

Zu Recht können wir behaupten, dass Herr Yufanyi sehr viel für ein menschliches Zusammenleben in dieser Gesellschaft getan hat. Er hat während des Studiums der Forstwissenschaft und in der darauffolgenden Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter sich stets gegen rassistische Behandlungen seiner Mitmenschen eingesetzt. Wir kennen ihn als zuverlässigen und stets engagierten Freund, Bruder, Wegbegleiter und Mitstreiter. Beharrlich verteidigt er die Rechte der afrikanischen, migrantischen und Flüchtlingsgemeinschaften gegen rassistische Ausgrenzung, Erniedrigung, Beleidigung und Entrechtung. Nicht zuletzt hat er sich als Mitglied von THE VOICE Refugee Forum und KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen gemeinsam mit der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh seit Anfang an für die Aufklärung der Todesumstände und für die Wahrheit eingesetzt. Als Aktivist der African / Black Community (ABC) strebt er die Einheit der afrikanischen / schwarzen Gemeinschaften über die uns diktierten kolonialen Grenzen und den ethnischen, sprachlichen und religiösen Spaltungslinien.

Herr Yufanyi Movuh hat im Dezember 2021 gegen das Land Berlin eine Klage nach dem Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz eingereicht. Vorausgegangen waren wiederholte Termine bei der Berliner Ausländerbehörde, die mittlerweile Landesamt für Einwanderung heißt. Durch fadenscheinige Gründe und Forderungen nach immer mehr Dokumenten wurde der Entscheidungsprozess seit Jahren verzögert. Herr Yufanyi Movuh hat in diesen Jahren nie eine begründete schriftliche Ablehnung seines Antrages auf Niederlassungserlaubnis erhalten. Aufgrund der Haltung und Verhaltensweisen der Mitarbeiter der Ausländerbehörde Berlin sah sich Herr Yufanyi Movuh gezwungen, einen Rechtsanwalt einzuschalten. Rassistisch fühlte sich Herr Yufanyi Movuh zuletzt am 15.12.2020 beleidigt und behandelt, als die Mitarbeiterinnen der Ausländerbehörde anmaßten, ihn über Themen zu befragen, die mit dem Entscheidungsprozess über seinen Antrag nichts zu tun hatten. Als er sie auf diesen Umstand hinwies, und dabei das Verhalten der Mitarbeiterin, welches er als arrogant und herabwürdigend empfand, als eine rassistische Diskriminierung benannte, fühlte sich diese beleidigt. Eine andere Mitarbeiterin, die wie ihre Kollegin weder eine Minderheit angehört noch in Deutschland aufgrund ihres Aussehens Rassismus erfahren haben dürfte, kündigte Herrn Yufanyi Movuh daraufhin an, Strafanzeige wegen Beleidigung zu stellen und begann, diesen über Rassismus zu belehren.

Über den Antrag ist bis heute nicht entschieden worden. Im Dezember 2021, also einem Jahr nach der letzten unbefriedigenden und beleidigenden Vorsprache, entschloss sich Herr Yufanyi selbst Klage nach dem Berliner Landesdiskriminierungsgesetzt zu erheben.

Wir werden die Aufarbeitung der Ereignisse und den Umgang mit Herrn Yufanyis Antrag auf Niederlassungserlaubnis und Klage genauestens verfolgen und beobachten. Notfalls sehen wir uns gezwungen, mit allen interessierten Menschen, die Erfahrungen und Erlebnisse beim Landesamt für Einwanderung zu dokumentieren und prüfen, inwieweit die Erfahrungen der Menschen mit dem zentralen antidiskriminierungsrechtlichen Schlüsselprojekt des Berliner Senats übereinstimmen.

Wir rufen von behördlichem Rassismus betroffene Menschen auf, nicht nur in Berlin, sich bei uns zu melden, damit wir unsere Anliegen gemeinsam formulieren und gemeinschaftlich nach Lösungen suchen können.

Kontakte:
African Black Community
E-Mail: abcberlin19@gmail.com | Telefon: +49 152 159 286 58

KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
E-Mail: wuppkarawane@yahoo.de
Araz Ardehali: +49 178 853 07 01 | Naledi Lin: +49 176 532 296 61

THE VOICE Refugee Forum (Berlin)
the_voice_berlin@emdash.org | Mbolo Yufanyi Movuh: +49 170 878 81 24

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KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
Büro Wuppertal | Marienstraße 52 | 42105 Wuppertal
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Aussagen der Staatsanwaltschaft Wuppertal wissenschaftlich widerlegt

Press Release in English

Pressemitteilung: Aussagen der Staatsanwaltschaft Wuppertal wissenschaftlich widerlegt
Stellungnahme der Familie Zantiotis: Wir fragen uns immer noch, was Georgios Tod verursacht hat.

Warum musste Georgios Zantiotis sterben?
Aussagen der Staatsanwaltschaft Wuppertal wissenschaftlich widerlegt

12. April 2022

Am 1. November 2021 stirbt Georgios Zantiotis im Wuppertaler Polizeigewahrsam. Kurz zuvor war er aus bisher ungeklärten Umständen festgenommen worden. Seine Schwester und Mutter, zahlreiche Freundinnen und Freunde sowie die interessierte Öffentlichkeit fordert seitdem schlüssige und substanzielle Erklärungen für den Tod des 25-jährigen Georgios Zantiotis:

Wir fragen uns immer noch, was Georgios Tod verursacht hat.
(siehe Stellungnahme Familie unten)

Der Wuppertal Oberstaatsanwalt Herr Baumert hat in November und Dezember 2021 mit seinen voreiligen Schlüssen und Behauptungen die öffentliche Meinung in die Irre geführt. Zuerst sprach er von einer natürlichen Todesursache. Anschließend im Landtag, behauptete die Staatsanwaltschaft Georgios Zantiotis stand unter Alkoholeinfluss und einige Sätze später erfuhren wir, dass auch 0,1 Promille Alkohol im Blut des Opfers festgestellt worden sei. In Dezember brachte Baumert den Tod Georgios Zantiotis mit den „nachgewiesenen“ Substanzen in Verbindung. Die WZ stellte basierend auf den Aussagen der Staatsanwaltschaft eine gewagte Behauptung auf (WZ vom 3.12.2021) und titelte: „Gutachter finden Drogencocktail im Blut des Toten“. Doch weder die Staatanwaltschaft noch die WZ kannten zu diesem Zeitpunkt die Ergebnisse der toxikologischen Untersuchungen. Wir kritisieren diese unredliche Vorgehensweise, die Unwahrheiten verbreitet und der Familie zusätzliche Schmerzen zu dem Verlust des Sohnes und des Bruders bereitet.

Sie quälen nicht nur die Seelen, die gehen, sondern auch die Familien, die zurückbleiben.
(siehe Stellungnahme Familie unten)

Ergebnisse der toxikologischen Untersuchungen widerlegen die Staatsanwaltschaft und die WZ

Nachdem in der ersten Januarhälfte 2022 die Staatsanwaltschaft den Fall schloss und zu den Akten legte, wurden ihr Ende Februar die Ergebnisse der toxikologischen Untersuchung der Universität Düsseldorf vorgelegt. Parallel dazu, hat die Familie Zantiotis eine zweite, unabhängige Obduktion in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse zeigen, dass Georgios Zantiotis zum Todeszeitpunkt nicht unter Alkohol- und Drogeneinfluss stand. Die festgestellten Substanzen waren in lediglich so geringer Konzentration vorzufinden, dass sie nicht an dem Abend des Geschehens eingenommen worden sein konnten. Die gefundenen Substanzen seien darüber hinaus weder geeignet den Tod von Georgios Zantiotis zu erklären noch seien sie todesursächlich. Weitere Fragen werfen aber insbesondere die zahlreichen Einblutungen und Verletzungen von Georgios Zantiotis auf. Warum folgt also keine Richtigstellung der Staatsanwaltschaft und das Eingeständnis, dass der Tod von Georgios Zantiotis in der Polizeizelle nicht aufgeklärt werden konnte?

Uns quält permanent die Frage, wie Georgios seine letzten Minuten verbracht hat.
(siehe Stellungnahme Familie unten)

Bis heute ist die Todesursache von Georgios Zantiotis nicht geklärt. Ferner wissen wir immer noch nicht, was genau in Gewahrsam mit dem 25-jährigen Georgios Zantiotis passiert ist. Weiterhin bleibt der Verdacht bestehen, dass wie bei anderen uns bekannten Fällen von Todesfällen in Polizeigewahrsam die Aussagen und Zeugnisse abgestimmt sein könnten. Wir fragen zudem: Warum wurde Georgios Zantiotis fixiert und warum wurde gewaltsam versucht, ihm Blut abzunehmen? Welcher Grund rechtfertigte die Blutabnahme? Warum wurde mit unverhältnismäßigen Mitteln auf Georgios Zantiotis physisch eingewirkt? Insbesondere die vermeidbare Situation der unfreiwilligen und gewaltsamen Blutabnahme, ist auch aus polizeitaktischen Erwägungen eine extrem gefährliche und potentiell lebensgefährliche Situation, die durch die Polizei hätte vermieden werden können. Die Untersuchung eines möglichen „Gewahrsamstod“ sollte daher in den weiteren Ermittlungen oberste Priorität haben. Denn für uns ist klar: hätte man Georgios Zantiotis nicht festgenommen und versucht, gegen seinen Willen Blut zu entnehmen, wäre er noch am Leben.

Unser Vertrauen in die Polizei und Ordnungsbehörden wächst nicht durch voreilige Schlüsse und öffentliche Stigmatisierung und Kriminalisierung der Opfer. Wenn fortwährend Menschen in Polizeigewahrsam ihr Leben lassen und sowohl die Aufklärung als auch die Konsequenzen ausbleiben, schwindet weiterhin unser Vertrauen. Georgios Zantiotis Tod steht in eine Kette von unaufgeklärten Fällen. Erst kürzlich beendete der parlamentarische Untersuchungsausschuss zum Tode von Amed Ahmad ohne Konsequenzen ihre Arbeit.

Wir stehen solidarisch an der Seite der Familie Zantiotis und werden künftig auch gemeinsam eine unabhängige und substanzielle Aufklärung der Umstände um den Tod von Georgios Zantiotis anstreben.

Araz Ardehali
Im Namen der Familie Zantiotis
der Initiative Amed Ahmad
und der KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen

* * * Die Stellungnahme der Familie und Freundinnen von Georgios Zantiotis * * *

Sie quälen nicht nur die Seelen, die gehen, sondern auch die Familien, die zurückbleiben
Wir fragen uns immer noch, was Georgios Tod verursacht hat.

12.4.2022

Nach den Testergebnissen sind wir sicher, dass die erwähnten Vorwürfe des gewalttätigen Verhaltens nicht gerechtfertigt sind. Unsere Familie und Freunde wissen, wer und wie Georgios war. Deshalb wollen wir wissen, was in dieser einen Stunde in Polizeigewahrsam passiert ist. Die Aussagen derjenigen, die in der letzten Stunde seines Lebens dabei waren, in Kombination mit der Autopsie und den toxikologischen Untersuchungen deuten für uns auf ein gewalttätiges Verhalten hin. Sie ordnen sich Befehlen, Protokollen und sind typisch für physische Machtstrukturen. Wir sind sicher, dass Georgios in Gewahrsam um sein Leben gekämpft hat, während er gefoltert wurde, Schmerzen hatte und vielleicht Angst kurz vor dem Ende seines Lebens hatte. Warum wurde er so oft gefoltert, um ihm Blut abzunehmen? Wie haben die Polizeibeamten das gemacht? Was haben sie ihm gesagt? Was Georgios dort in Gewahrsam kurz vor seinem Tod gesagt hat, wissen wir immer noch nicht.

Wir fragen uns immer noch, was sein Tod verursacht hat. Die Polizeibeamten haben eine Seele, ein junges Leben in ihrer Obhut, in ihren Händen. Wie können sie innerhalb einer Stunde sicher sein, dass sie gewaltsam Blut abnehmen können, ohne vorher abgeklärt zu haben, ob diese Person gesund ist und sie die zwangsweise Abnahme aushalten kann? Damit die Blutproben entnommen werden können, ist die Anwesenheit eines Arztes erforderlich. Innerhalb einer Stunde hat man drei Mal versucht, sein Blut abzunehmen. Wir fragen: Was hat der anwesende Arzt gemacht? Was ist seine Aufgabe in Georgios Zelle? Warum wurde nicht bedacht, was kommen würde? Warum haben die anwesenden Beamten und der Arzt ihn nicht gerettet?

Nach all dem ist unser Vertrauen in die Justiz und das System erschüttert. Unsere Fragen sind immer noch nicht beantwortet. Wir glauben, dass es in diesem System Experten in den entsprechenden Positionen gibt, um die Menschenrechte zu schützen, Gleichbehandlung zu gewährleisten und die Justiz dort einzusetzen, wo sie gefragt ist. Nicht dort, wo sie nur gebraucht wird, gegen die Bürger. Die Menschen, die diese Arbeit verrichten, müssen aber auch in der Lage sein, nach korrekten und vor allem fairen Kriterien zu handeln. Das Ziel eines jeden ist es, dass kein Mensch unnötig sein Leben verliert, dass es keinen Toten gibt. Vor allem in der Haft, in der Obhut des Staates, darf so etwas nicht passieren. Die staatlichen Stellen sind für ein Leben verantwortlich. Wo bleibt die Gerechtigkeit?

Der Schmerz, der unserer Familie zugefügt wurde, ist unerträglich. Er hat unsere Seele zutiefst verletzt. All diese Menschen, die unseren Schmerz verstehen und mitfühlen, geben uns den Mut und die Kraft, die wir brauchen. Ohne sie wären wir heute nicht in der Lage, an den Punkt zu gelangen, an dem wir heute sind. Dafür sind wir ihnen aus tiefstem Herzen dankbar. Diese wunderbaren Menschen, Georgios Familie, seine Freundinnen und Freunde, wir wissen alle, wer Georgios war. Wir müssen herausfinden, wie er gestorben ist. Es ist es wert, für Georgios und sein Andenken, für ein einziges Leben, Georgios Leben.

Uns quält permanent die Frage, wie Georgios seine letzten Minuten verbracht hat. Wir können nie mehr erfahren, was seine letzten Worte waren. Nach all dem, was wir erlebt haben und im Nachhinein über andere ähnliche Fälle lernen mussten, können wir nur eines sagen: Das Polizeireviere in Deutschland sind ein gefährlicher Ort, an dem man sich aufhält. Niemand wird dich hören. Sie kümmern sich nicht um deine körperliche und geistige Gesundheit. Zufällige Ereignisse sollten in Bezug auf dein Leben nicht akzeptiert werden. Sie töten, und das ist nicht hinnehmbar.

Sie quälen nicht nur die Seelen, die gehen, sondern auch die Familien, die zurückbleiben.

Immediate release of Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti and Abdoul Razak Boukari

deutsch: Sofortige Freilassung von Ibrahim Alfa, …

Hamburg, 13.03.2022

for justice

Immediate release of

Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti and Abdoul Razak Boukari

Dokument als PDF

My father, Ibrahim Alfa, has been in prison in Togo since January of this year for no known reason and without charge. In the following you can read how it came about and what the current situation is and afterwards you can see two short protest letters addressed to the Ministry of Justice and the German Embassy in Lomé. Please send these letters by e-mail or fax to the above-mentioned offices.

Thank you for your support.

Nawal Traore

E-Mail: Nawaltraore at outlook.de

# # # # # Appeal by Nawal Traore # # # # #

Dear Ladies and Gentlemen,

May good things come to you.

I am Nawal Traore, born 14th April 2003 in Hamburg, Germany, and I live there with my family. I am the daughter of Alfa Ibrahim. My father was arrested during his visit to Togo and has now been in prison in Togo for almost two months without having done anything wrong. I have written to the German embassy, but so far it has not led to us being able to embrace our father.

I now turn to all the public and ask everyone with a heart for justice to support me and my family so that our father is released and also his two acquaintances who are in prison with him.

Yours sincerely

Nawal Traore

E-Mail: Nawaltraore at outlook.de

# # # # # Background Information # # # # #

Immediate release of

Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti and Abdoul Razak Boukari

For the attention of the public, human rights organisations,

Amnesty International, UNHCR and calling to campaign for their release from prison

On 27.01.2022, Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari and two others were stopped by police officers in the Togolese capital Lomé. They were accused of being involved in a dispute over political views. Without further clarifications, they were detained and taken to the Prison Civil de Lomé. Later, two persons were released, Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari have been in detention since then. No charges have been brought against them, they have not been brought before any magistrate and there is no evidence of any criminal wrongdoing. The lawyer of the three detainees has not yet been granted access to the files. All three detainees are members of the legal opposition PNP (Pan African National Party) and this appears to be the motivation for the continued unlawful detention. We call the detention unlawful and illegal firstly because the law is not being followed, secondly because detention on the basis of political opinion is against the law and thirdly because no one who has not committed any crime should be deprived of their liberty.

Because Ibrahim Alfa is a German citizen, the German diplomatic mission in Togo has an obligation to intervene in a targeted manner. This is in particularly true against the background of the ‘reform partnership’ promoted by the Federal Foreign Office and agreed upon by the BMZ with the Togolese government, which is justified by the ‘progress of the democratisation process’ and sets priorities such as ‘good governance’. Thus, the case of the politically motivated imprisonment of Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari becomes a touchstone for both partners.

Adding to the situation of Alfa Ibrahim:

Ibrahim Alfa lives with his family in Hamburg/Germany. He travelled to Togo with his three-year-old son, Fatihoulah Alfa. Since his father’s arrest, the little boy has been alone in a strange environment with relatives. Ibrahim Alfa needs regular check-ups due to a heart disease and the current situation is a high critical burden of which all responsible persons must take note.

# # # # # Sample letter to the Ministry of Justice of Togo # # # # #

Sender:

___________________

___________________

___________________

___________________

To the Ministry of Justice of Togo

Ministère de la Justice et de la Législation

Pius Kokouvi Agbetomey

03. Rue de l’Ocam, BP 121 Lomé-Togo

Tel: +228 22 21 26 53

Fax: +228 22 21 54 91

E-Mail: secretariat.ministre@justice.gouv.tg

Honorable Minister of Justice, Pius Kokouvi Agbetomey,

I, ______________________________ have learnt of the detention of Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari and that they have been held in the Prison Civil de Lomé since 27/01/2022 without having committed any crime. Political oppositional opinion or legal political work is constitutionally enshrined and failure to respect these principles is considered political persecution and breaks the law.

Please take the case of Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari under your responsibility and decide according to your position and the constitution of the country and the rights of the citizens.

Awaiting your reply

Sincerely,

______________________________

Date, signature

# # # # # Sample letter To the German Mission in Lomé/Togo # # # # #

Sender:

___________________

___________________

___________________

___________________

To the German Mission in Lomé/Togo

Head of Embassy Matthias Veltin

Ambassade de la République fédérale d’Allemagne

B.P. 1175, Lomé, Togo

Telefon : +228 22 23 32 32

E-mail : info@lome.diplo.de

Honorable Ambassador

I, __________________________________ ask you by virtue of your office to make every effort to ensure the safety and release of the German citizen Ibrahim Alfa and the Togolese citizens, Sebabe-Gueffe Tchassanti and Abdoul Razak Boukari.

Against the background of the ‘reform partnership’ between the German and Togolese governments with its focus on ‘good governance’, I would like to underline the urgency and importance of my request.

I have learned of the detention of Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari. They have been held in the Prison Civil de Lomé since 27.01.2022 without having committed any crime. The mere fact that they belong to the political opposition is used as a reason to persecute critics of the government and deprive them of their freedom.

Please keep me and the general public informed of developments.

respectfully

______________________________

Date, Signature

Sofortige Freilassung von Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti und Abdoul Razak Boukari

Hamburg, 13.03.2022

für die Gerechtigkeit
Sofortige Freilassung von
Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti und Abdoul Razak Boukari

Dokument als PDF

Mein Vater, Ibrahim Alfa, befindet sich ohne bekannten Grund und ohne Anklage seit Januar dieses Jahres im Gefängnis in Togo. Im Weiteren lesen Sie, wie es dazu kam und wie die aktuelle Situation ist und im Anschluss sehen Sie zwei kurze Protestbriefe gerichtet an das Justizministerium und die deutsche Botschaft in Lomé. Bitte schicken Sie diese Briefe per E-Mail oder Fax an die genannten Stellen.
Ich danke Ihnen für Ihr Unterstützung.
Nawal Traore
E-Mail: Nawaltraore at outlook.de

# # # # # Appel von Nawal Traore # # # # #

Sehr geehrte Damen und Herren,

möge Ihnen Gutes gegeben sein.

Ich bin Nawal Traore, am 14.04.2003 in Hamburg geboren, und lebe dort mit meiner Familie. Ich bin die Tochter von Alfa Ibrahim. Mein Vater ist während seines Besuchs in Togo verhaftet worden und nun bereits seit fast zwei Monaten im Gefängnis in Togo, ohne dass er irgendetwas Unrechtes getan hätte. Ich habe an die deutsche Botschaft geschrieben, jedoch hat es bisher nicht dazu geführt, dass wir unseren Vater in unsere Arme schließen konnten.

Ich wende mich jetzt an alle Öffentlichkeit und bitte alle mit einem Herz für Gerechtigkeit mich und meine Familie zu unterstützen, damit unser Vater freigelassen wird und auch seine beiden Bekannten, die zusammen mit ihm im Gefängnis sind.

mit freundlichen Grüßen
Nawal Traore

E-Mail: Nawaltraore at outlook.de

# # # # # Hintergrundinformationen # # # # #

Sofortige Freilassung von
Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti und Abdoul Razak Boukari

Zur Kenntnisnahme an die Öffentlichkeit, die Menschenrechtsorganisationen, amnesty international, das UNHCR und mit dem Aufruf, sich für die Freilassung von Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari einzusetzen.

Am 27.01.2022 wurden Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari und zwei weitere Personen von Polizisten in der togoischen Hauptstadt Lomé aufgehalten. Ihnen wurde vorgehalten, dass an einem Streit über politische Ansichten beteiligt gewesen seien. Ohne weitere Konkretisierungen wurden sie in Haft genommen und in das Gefängnis Prison Civil de Lomé gebracht. Später wurden zwei Personen entlassen, Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari befinden sich seitdem in Haft. Es wurde keine Anklage gegen sie erhoben, sie wurden keinem Haftrichter vorgeführt und es gibt keine Hinweise auf irgendein strafrelevantes Fehlverhalten. Dem Rechtsanwalt der drei Gefangenen wurde bisher keine Akteneinsicht gewährt. Alle drei Inhaftierten sind Mitglieder der legalen Oppositionspartei PNP (Panafrican National Party) und dies scheint die Motivation für die andauernde rechtswidrige Gefangennahme. Die Inhaftierung nennen wir rechtswidrig und illegal, weil erstens die gesetzlichen Vorschriften nicht eingehalten werden, zweitens weil eine Inhaftierung aufgrund der politischen Gesinnung gegen geltendes Recht verstößt und drittens, weil niemand, der keine Verbrechen verübt hat, seiner Freiheit beraubt werden darf.

Aufgrund dessen, dass Ibrahim Alfa deutscher Staatsangehöriger ist, trägt die deutsche Auslandsvertretung in Togo die Verpflichtung sich zielführend einzusetzen. Insbesondere vor dem Hintergrund der vom Auswärtigen Amt beworbenen und vom BMZ mit der Regierung Togos vereinbarten ‚Reformpartnerschaft‘, die mit den ‚Fortschritten des Demokratisierungsprozesses‘ begründet wird und Schwerpunkte wie ‚Gute Regierungsführung‘ setzt. Somit wird der Fall der politisch motivierten Inhaftierung von Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari zu einem Prüfstein für beide Partner.

Ergänzend zur Situation von Alfa Ibrahim:
Ibrahim Alfa lebt mit seiner Familie in Hamburg/Deutschland. Er reiste mit seinem dreijährigen Sohn, Fatihoulah Alfa, nach Togo. Der kleine Junge ist seit der Festnahme seines Vaters allein in ihm fremder Umgebung bei Verwandten. Ibrahim Alfa benötigt aufgrund einer Herzerkrankung regelmäßige Untersuchungen und die derzeitige Situation stellt eine hohe kritische Belastung dar, von der alle Verantwortlichen Kenntnis nehmen müssen.

# # # # # Musterbrief an das Justizministerium in Togo # # # # #

Absender:
___________________
___________________
___________________
___________________

An das Justizministerium Togo
Ministère de la Justice et de la Législation
Pius Kokouvi Agbetomey
03. Rue de l’Ocam, BP 121 Lomé-Togo

Tel: +228 22 21 26 53
Fax: +228 22 21 54 91
E-Mail: secretariat.ministre@justice.gouv.tg

Sehr geehrter Herr Justizminister,
ich, ______________________________ habe von der Inhaftierung von Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari erfahren und dass sie seit dem 27.01.2022 im Gefängnis Prison Civil de Lomé festgehalten werden, ohne dass sie eine Straftat begangen haben. Politische oppositionelle Meinung oder legale politische Arbeit ist verfassungsmäßig verankert und werden diese Grundsätze nicht eingehalten gilt dies als politische Verfolgung und bricht geltendes Recht.

Bitte nehmen Sie den Fall von Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari in Ihre Verantwortung und entscheiden gemäß Ihrer Position und der Verfassung des Landes und den Rechten der Bürger.
in Erwartung Ihrer Antwort

hochachtungsvoll

______________________________
Datum, Unterschrift

# # # # # Musterbrief an die deutsche Auslandsvertretung in Togo # # # # #

Absender:
___________________
___________________
___________________
___________________

An die deutsche Auslandsvertretung in Lomé/Togo
Leiter der Botschaft Matthias Veltin
Ambassade de la République fédérale d’Allemagne
B.P. 1175, Lomé, Togo
Telefon : +228 22 23 32 32
E-mail : info@lome.diplo.de

Sehr geehrter Herr Botschafter
ich, __________________________ bitte Sie Kraft Ihres Amtes alle Anstrengungen zu unternehmen, für die Sicherheit und die Freilassung des deutschen Staatsangehörigen Ibrahim Alfa sowie der togoischen Staatsbürger, Sebabe-Gueffe Tchassanti und Abdoul Razak Boukari zu sorgen.

Vor dem Hintergrund der ‚Reformpartnerschaft‘ zwischen der deutschen und der togoischen Regierung mit dem Schwerpunkt der ‚guten Regierungsführung‘ möchte ich die Dringlichkeit und Wichtigkeit meines Anliegens unterstreichen.

Ich habe von der Inhaftierung von Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari erfahren. Sie werden seit dem 27.01.2022 im Gefängnis Prison Civil de Lomé festgehalten, ohne dass sie eine Straftat begangen haben. Allein die Zugehörigkeit zur politischen Opposition wird zum Anlass genommen wird, Kritiker der Regierung zu verfolgen und der Freiheit zu berauben.

Bitte halten Sie mich und die allgemeine Öffentlichkeit über die Entwicklungen informiert.

hochachtungsvoll

______________________________
Datum, Unterschrift

Familie von Georgios Zantitios legt Beschwerde gegen die Einstellung des Verfahrens ein

Todesursache von Georgios Zantiotis weiterhin unklar
Staatsanwaltschaft Wuppertal beendet das Verfahren
Familie Zantiotis legt Beschwerde ein

Pressemitteilung – 12. Januar 2022

Press release in english

Am 1. November 2021 stirbt Georgios Zantiotis im Wuppertaler Polizeigewahrsam. Kurz zuvor war er aus bisher ungeklärten Umständen festgenommen worden. Seine Schwester nahm einen kurzen Teil der Festnahme auf ihrem Handy auf. Aufgrund der zahlreichen Reaktionen auf das veröffentlichte Video sah sich der Wuppertaler Staatsanwalt Herr Baumert ganze sechs Tage nach Georgios Zantiotis Tod in Polizeigewahrsam gezwungen, die Öffentlichkeit über seinen Tod zu informieren. Er gab an, dass er den Grund für den Tod als irrelevant einstufte: „Es handelte sich um eine natürliche Todesursache. Ich habe das nicht für berichtenswert gehalten.“ (Berg und Tal vom 7.11.2021). Diese Behauptung stellt er auf, obwohl in der ersten Woche nach Georgios Zantiotis Tod die Ursache weder auf eine diagnostizierte noch dokumentierte natürliche Erkrankung zurückzuführen war. Ein natürlicher Tod lag also nicht vor.

Nun nach etwas über zwei Monaten sind die Akten durch die Staatsanwaltschaft geschlossen worden. Weder die Todesursache noch die Umstände sind eindeutig geklärt. Bereits Anfang Dezember 2021 bereitete Oberstaatsanwalt Baumert die Entscheidung öffentlich vor. Zu diesem Zeitpunkt lag weder das abschließende Ergebnis der toxikologischen Untersuchung vor noch war die Todesursache durch die Autopsie geklärt. Trotzdem setzt Oberstaatsanwalt Baumert diffus zwei vorläufige Vermutungen miteinander in Verbindung und bedient gegenüber dem WZ (WZ vom 3.12.2021) und der Öffentlichkeit Vorurteile: „Vor diesem Zwischenergebnis stand bereits fest, dass das Herz des Toten ein kritisches Gewicht aufwies. Zusammen mit den nun nachgewiesenen Substanzen ist davon auszugehen, dass diese Kombination in der Tat todesursächlich war“.

Wir stellen fest: Bis heute ist die Todesursache nicht geklärt.

Ferner wissen wir immer noch nicht, was genau in Gewahrsam mit dem 25-jährigen Georgios Zantiotis passiert ist. Die Aussagen der beteiligten Polizeibeamten sind fast deckungsgleich. Es regt sich der Verdacht, dass wie bei anderen uns bekannten Fällen die Aussagen und Zeugnisse abgestimmt sein könnten.

Wir fragen uns weiterhin: Warum wurde Georgios Zantiotis fixiert und warum wurde gewaltsam versucht, ihm Blut abzunehmen? Welcher Grund rechtfertigte die Blutabnahme? Warum wurde mit unverhältnismäßigen Mitteln auf Georgios Zantiotis physisch eingewirkt?

Wir Menschen mit Migrationshintergrund können nicht verhindern, dass unser Vertrauen in die Polizei und Ordnungsbehörden schwindet, wenn weiterhin Menschen in Polizeigewahrsam ihr Leben lassen und sowohl die Aufklärung als auch die Konsequenzen ausbleiben. Unser Vertrauen schwindet weiterhin, wenn Herr Innenminister Reul immer wieder Aufklärung verspricht, aber diese wie in den Fällen von Amed Ahmad oder Mikael Haile ausbleiben bzw. verhindert werden. Daten werden manipuliert, Akten verschwinden und Konsequenzen bleiben auch in eindeutig klaren Fällen aus.

Wir stehen solidarisch an der Seite der Familie Zantiotis und werden gemeinsam mit der Familie eine unabhängige, wissenschaftlich fundierte Aufarbeitung der Umstände um den Tod von Georgios Zantiotis anstreben.

Solidarität, Zusammenhalt, Respekt vor dem Leben und der Wahrheit leiten uns in unserem täglichen Tun.

Araz Ardehali

Im Namen der Familie Zantiotis
der Initiative Amed Ahmad
und der KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen


Kontakt:

KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
Marienstraße 52, 42105 Wuppertal
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Gedenkdemonstration für Şahin Çalışır (27.12.1992) – Solingen

[embedded content]

27.12.2021 um 15:00 Uhr auf dem Gräfrather Markt in Solingen-Gräfrath.
Wir ziehen vor das ehemalige Domizil der VS-finanzierten Karateschule Hak Pao

Unutturmayacağız!
Nichts und Niemand ist vergessen!
Bestrafung der Täter und der verantwortlichen Geheimdienstler und Polizisten, die in die VS-Operation Hak Pao verwickelt waren.

Wir trauern um Şahin Çalışır.

Şahin Çalışır starb vor 29 Jahren auf der Autobahn bei Meerbusch. Der aus Duisburg stammende 20 jährige Şahin Çalışır hatte gerade seine Ausbildung bei Thyssen abgeschlossen. Am 27. Dezember 1992 machten drei rechte Solinger Hooligans u.a. der einschlägig vorbestrafte Klaus Evertz und der bei Hak Pao organisierte Lars Schoof mit ihrem Auto auf der A 57 Jagd auf Ausländer. Sie versuchen ein Auto mit türkischen Menschen zu rammen. Şahin Çalışırs PKW wird mehrfach bedrängt und schließlich touchiert. Der PKW drehte sich und gerät in die Leitplanken. Şahin Çalışır und seine zwei türkischen Begleiter flüchteten voller Panik auf die Autobahn. Şahin Çalışırr wird dabei von einem nachfolgendem Auto überfahren und getötet.
11 Monate später, der Solinger Brandanschlag war noch keine 5 Monate her, konnte das Schöffengericht Neuss kein “ausländerfeindliches” oder gar ein rassistisches Motiv für die Verfolgungsjagd erkennen. Obwohl dem Gericht ein Brief des Fahrers Evertz vorlag, in dem er über den getöteten Şahin Çalışır folgendes geschrieben hatte: „Das mit dem Herumlaufen hat sich für ihn erledigt.“ Der Fahrer Evertz, bereits als rechter Hooligan einschlägig vorbestraft, erhielt nur 15 Monate Haft wegen “fahrlässiger Tötung” und “fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung”.

Dass im Auto von Evertz zwei weitere rechte Hooligans saßen, spielte im Prozess auch keine Rolle. Der Beifahrer von Evertz, Lars Schoof, trainierte z.B. in der Karateschule HAK Pao unter V-Mann Bernd Schmitt in Solingen-Gräfrath und war als Ordner für die rechtsextreme „Deutsche Liga für Volk und Heimat“ tätig. Bei Hak Pao verkehrten auch die späteren Brandstifter von Solingen.

Rassistische Attacke

Am 27. Dezember 2020 waren wir zusammen mit Orhan Çalışır, einem Cousin von Şahin Çalışır und anderen Initiativen vor dem Neusser Amtsgericht, um zum ersten Mal seit der Todesnacht an Şahin Çalışır zu erinnern. Orhan Çalışır erinnerte sich auf der Gedenkkundgebung noch genau an den Strafprozess in Neuss: „Der Staatsanwalt grinste während des ganzen zweiten Verhandlungstages, als ob es hier um einen Schulstreich von pubertierenden Jugendlichen ginge und nicht um den Tod eines 20-jährigen, der aus rassistischen Gründen umgebracht wurde. In seinem Plädoyer sagte der Staatsanwalt, dass es ein unglücklicher Verkehrsunfall war und dass die Jungs – übersetzt die Neonazis – keine Typen seien, die sich ein Auto nehmen und ganz nach dem Motto „jetzt wollen wir Mal sehen, bis ein Ausländer vor dem Kühler läuft“ So wurde Şahin am 7. Oktober 1993, fast 10 Monate nach seiner Ermordung auf der Autobahn 52 noch einmal getötet. Und zwar hier in diesem Haus. Deshalb ist dieses Gerichtsgebäude ein zweiter Tatort. Diese Haltung des Staates bei rassistischen Morden ermutigte die Täter zu anderen, noch brutaleren Taten.“

Die Spuren führen zu Hak Pao

Orhan Çalışır verwies aber auch auf die ungeheuerlichen Versäumnisse der Polizei: „Wenn sie damals, so das bittere Resumé von Orhan Çalışır, „direkt nach dem Tod von Şahin, in den Kreisen richtig ermittelt hätten und zwar in Solingen, direkt in Solingen, wo der Schoof herkommt, wo er trainiert mit anderen Neonazis, hätte meines Erachtens, höchstwahrscheinlich, diese Katastrophe von Solingen verhindert werden können.“ (https://vimeo.com/497312093)
Hätte sich der zuständige Wuppertaler Staatsschutz für Schoof von Hak Pao wirklich interessiert, wären sie schon im Herbst 1992 auf den für die NF aufgebauten VS-Honeypot „Hak Pao“ „gestoßen“ und hätten diese gefährliche Nazistruktur unter normalen rechtsstaatlichen Verhältnissen polizeilich aufgelöst.

Passiert ist hingegen nichts, die Gründe dafür kennen wir seit der Enttarnung von Bernd Schmitt. Die Wuppertaler Staatsschützer wollten unter keinen Umständen die hochgeheime Verfassungsschutz-Operation mit Bernd Schmitt, die sie selber im April 1992 miteingefädelt hatten, stören. Ohne Rücksicht auf mögliche weitere Opfer von Nazis, die in der VS-mitfinanzierten Kampfsportschule Hak Pao ungestört rekrutiert und sozialisiert werden konnten. Bis zur Todesnacht von Solingen.

Keine Ruhe

Wir fordern die Öffnung aller Akten im Bezug auf die geheimdienstlichen und polizeilichen Aktivitäten um Bernd Schmitts Karateschule Hak Pao und der diversen Infiltrationen der Nationalistischen Front (NF)! Dies gilt insbesondere für die regionalen NF-Strukturen in Wuppertal, Solingen und NRW.
Wir fordern die Bestrafung der Täter und der verantwortlichen Geheimdienstler und Polizisten, die in die VS-Operation Hak Pao verwickelt waren.

Es rufen auf:

Kein Platz für Nazis Wuppertal
Initiative Herkesin Meydanı – Platz für Alle – Köln
Solinger Appell
Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen – Wuppertal

Erinnern heißt handeln!
Kontakt: erinnern-heisst-handeln@web.de
Es wäre schön, wenn viele Gruppen, Organisationen, Zusammenhänge und Freund*innenkreise sich unserem Aufruf anschließen würden und mit uns auf die Straße kommen!!!

Gerechtigkeit für Georgios Zantiotis

Spendenkampagne zur Unterstützung der Familie Zantiotis in ihrem Kampf für Aufklärung
https://www.betterplace.org

Liebe solidarische Menschen,

wie ihr vielleicht mitbekommen habt, ist Georgios Zantiotis am 1.11.2021 im Wuppertaler Polizeigewahrsam ums Leben gekommen. Sein Tod wurde aber erst Tage später, erst am 7. November 2021, nach dem die Presse darüber berichtete, durch die Staatsanwaltschaft Wuppertal öffentlich bestätigt.

Der Tod von Georgios wirft zahlreiche Fragen auf. Das beginnt mit der Beschreibung der Ingewahrsamnahme, die bilderbuchartig stereotype Charakterisierungen über migrantisierte Männer sowie eine altbekannte Täter-Opfer-Umkehr.

Laut der Sprecherin der Staatsanwaltschaft habe die Obduktion vom 3.11.2021 habe bislang keine Hinweise auf Erstickung ergeben. Die „wahrscheinlichste Todesursache“ des 25Jährigen sei ein plötzlicher Herzinfarkt nach der späteren, unfreiwilligen Blutentnahme im Landgericht. Die Blutalkoholbestimmung hat 0,02 Promille ergeben.

Die Familienangehörigen fragen sich: Warum wurde Georgios nicht auf die Polizeiwache, sondern ins Landgericht Wuppertal gebracht? Was ist vor, während und nach dieser Blutentnahme passiert? Wie wahrscheinlich ist es, dass ein 25Jähriger ohne bekannte Herzvorerkrankungen durch Herzinfarkt stirbt? Maria, die Schwester von Georgios hat bereits Anzeige gegen die Polizeibeamt:innen gestellt.

Die Familie Zantiotis fordert unabhängige Aufklärung der Todesumstände von Georgios. Tod in Polizeigewahrsam ist niemals Privatsache und verdient mindestens das öffentliche Interesse und vor allem eine sorgfältige und vollumfängliche Untersuchung der Todesumstände. In enger Absprache mit der Familie wird nun zusammen mit dem Anwalt eine 2. Obduktion in Auftrag geben. Der juristische Kampf um Aufklärung wird ein weiter Weg sein. Auch dafür rufen wir zu einer Spende auf!

Wir sprechen den Angehörigen von Georgios unsere tiefe Anteilnahme aus und versprechen, dass wir sie mit ihren offenen Fragen und der Suche nach Antworten nicht allein lassen. Sichtbare und praktische Solidarität ist unsere kollektive Antwort auf strukturelle Verantwortungsabwehr.

Zeigt euch solidarisch und spendet für die Aufklärung von Georgios Tod!

https://www.betterplace.org

Jeder Cent wird für die anfallende Kosten im Zusammenhang mit dem Tod von Georgios Zantiotis ausgegeben.

Die folgenden Netzwerke und Initiativen unterstützen die Familie bei der Aufklärung der Todesumstände von Georgios Zantiotis und diese Spendenkampagne:

Initiative Amed Ahmad
BLACK COMMUNITY Coalition for Justice & Self-Defense
Initiative Gerechtigkeit für Georgios
Initiative in Gedenken an Oury Jalloh
Justice for Mbobda
KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen

We remember the refugee protest in Saalfeld against deportation

Foto: The hidden face of White Supremacy

We do not forget the refugee protest in Saalfeld against deportation

We remember the refugee protest on 19.11.2020 in Saalfeld against deportation

The goal of deportation is annihilation and destruction:

We would like to express our perception about the socio-political injustice towards refugees and migrants in our struggles in Thueringen.

According to sister Warsan Shire we quote, “No one leaves home unless home is the mouth of a shark.”

This discussion is organized by the African refugees and migrants activists living in Thueringen, we are activists of the RefugeeBlackBox coordinated from Jena with the network of The VOICE Refugee Forum Germany.

We, the refugees and migrants, came to Germany for a reason: We have experienced struggles and conflicts, and we have the same potential to defy the odds and to achieve greatness.

Refugees are not terrorists. Refugees are often the first victims of terrorism and the proxy wars of imperialist colonialism in the refugees’ home countries and beyond the borders of the refugee countries. Refugees have the perseverance and ability to contribute to the growth and development of all human endeavours, culture, social justice, politics and economics wherever they are in the world as human beings, including here in the Federal Republic of Germany.

Protest the racist culture of German white supremacy

We are right!
Whitesupremacy is a global structure of control and oppression, it is a continuity and cannot be compared to other forms of oppression. Know who and where you are.

We believe that the goal of deportation is annihilation and destruction. We must stand united against the deportation culture because it fuels hatred, which advocates violence to reinforce people’s beliefs or to justify this violence against refugees and migrants.

However, racism towards refugees or immigrants, especially the discrimination of people of color, should be abrogated. We believe that all people are equal in their rights irrespective of where we come from – North, West, East, South – and regardless of our religion, values, beliefs and race – young, old, gay, straight, men or women.

We, as an African community, are protesting the racist culture of German white supremacy. We should all be treated equally and we should have the same opportunity to have access to the riches of the world as those who have taken our riches, without asking, to increase their own: Why are the people from Europe now afraid to share what is not theirs?

We feel humiliated to read the letters by the German citizens to the editor in the local OTZ of 8.12.2020 about our refugee protest and the demonstration against deportation in Saalfeld on 19.11.2020 we are upset.
In racist assumptions, they accuse all refugees of coming to Germany only to “immigrate into their social system”, as if our only goal is to take away what they have “worked hard for generations”: apartments, houses, cars…

No, we are not interested in living on other people’s good without our own labor. No, we have not come to steal the wealth that generations of Germans have generated. No. It is the other way round: their wealth is based on the goods that generations of their ancestors have stolen from our continent and exploited for generations of our people who died as slaves and live on endlessly. Instead, we look to where our stolen resources were taken.

Both, the racist attitude of the so called people on the street towards us as well as the ignorance of some media, especially shown in the MDR-report on the refugee demonstration against Deportation on 19.11.2020 Saalfeld that denied our presence as organizers and experts of our own situation, dehumanize and humiliate us.

The dehumanization and humiliation of refugees and migrants leads to destruction and annihilation through deportation: the goal of deportation is the colonial continuation of the annihilation and destruction of our lives, rights and existence.

That is why we should stand together to fight against deportation and colonial injustice, discrimination and racism. We call on refugees and migrants to join us and participate, no matter where they live.

Day X Protest Against White Supremacy and Against Deportation
The Black Box Refugees Solidarity – is a political initiative launched by The VOICE Refugee Forum within the Caravan Network for the Rights of Refugees and Migrants in Germany to inform and protect the interests of refugees. We strive to strengthen the refugees’ self-confidence and raise their awareness of the chains of physical and psychological oppression in order to strengthen our self-organized struggles to overcome the oppression and injustice that refugees suffer from white supremacy

Refugees Cannot Trust the Media – MDR on Refugee Demonstration in Saalfeld
http://thevoiceforum.org/node/4737
Flüchtlinge können den Medien nicht trauen – Der MDR – Bericht zu der Flüchtlingsdemonstration in Saalfeld
http://thevoiceforum.org/node/4738

German | English | Pressemitteilung und Einladung von “The VOICE”: Demonstration gegen Abschiebung in Saalfeld
http://thevoiceforum.org/node/4735
Eng/Deu: Press release and invitation from “The VOICE”: Demonstration against deportation in Saalfeld | http://thevoiceforum.org/node/4735 (17.11.2020)

Coordination: The VOICE Refugee Forum
Email: thevoiceforum@gmx.de
Tel.: 0049 (0)176 24568988

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El Foro de Refugiados VOICE Jena : Thevoiceforum.org | facebook.com/RefugeeBlackBox | Thecaravan.org

More Links on RBB: RefugeeBlackBox Solidarity

English | Francés | Español:
Online RefugeeBlackBox (RBB) – Community Campaign | Paint it Black!
Boîte noire des réfugiés en ligne (RBB) – Campagne communautaire | Paint it Black !
Campaña comunitaria en línea RefugeeBlackBox (RBB) | ¡Píntalo de negro!

English: An X-ray of Political Solidarity – on the Background of the RefugeeBlackBox Part 1
Francés: Une radiographie de la solidarité politique – sur le fond de la boîte noire des réfugiés Partie 1
Español: Una radiografa de solidaridad politica | RefugeeBlackBox

For: Justice and Freedom
Against: Deportation and Repression
https://www.facebook.com/RefugeeBlackBox

Traducción realizada con la versión gratuita del traductor www.DeepL.com/Translator

In remembrance of Georgios Zantiotis – Demonstration in Wuppertal

Why was Giorgos Zantiotis arrested by the police?

Why did he have to die?

Demonstration on Saturday, 13.11.2021 in Wuppertal Elberfeld

Start 6 p.m. in front of the City Arkaden (Alte Freiheit)

In the early morning of November 1, 2021, Giorios Zantiotis died in a cell in the district court of Wuppertal. Only a few days later the public prosecutor’s office in Wuppertal published his death. The explanations and accounts are incomplete and we have been wondering since then why Giorgios Zantiotis had to die.

The version presented to the public is inconsistent and contradictory. Nowhere is it clear why Giorgios was arrested. Sometimes a quarrel outside a club, sometimes an argument between Giogios and his sister is said to have been the reason for the police intervention. But the sister has so far not spoken of any quarrel with her brother. On the contrary, in the video available on the net for all to see, she pleads with the officers not to hurt Giorgios.

Yesterday, 11.11.2021, the spokeswoman of the Wuppertal prosecutor’s office in the state parliament put the death of Giorgios Zantiotis in connection with alcohol and drugs. The alcohol content of his blood was stated at the same time as 0.01 per mille. Evidence of drugs was not presented. So why did Giorgios Zantiotis have to die? Why, in hindsight, is young Giorgios Zantiotis and his death being dragged through the mud without facts?

Why are allegations made without evidence and the personality of Giorgios Zantiotis associated with drugs and alcohol although Chief Public Prosecutor Baumert supposedly because of the personality rights of Giorgios Zantiotis published the death only days later? Did he perhaps rather want to protect the officers involved in the operation?

We have investigated the truth in many cases so far, also here we will drill and ask questions until we and all know why Giorgios Zantiotis had to go from us. In the case of Oury Jalloh, Dominique Kouamadio, Adel B, Mohammad Selah, Ameer Agheeb, … we have presented the truth transaprent to the public. Again, we are trying to establish the facts.

We stand by our promise of last Sunday to the family of Giorgios Zantiotis and will accompany them, the sister and his mother on this difficult path. Until they learn the truth and understand why they can no longer hold the kind Giorgios, as his sister describes him, in their arms.

On Saturday we will be together with interested Wuppertal people, with initiatives on the streets of Elberfeld to emphasize our questions and to underline our solidarity with the family.

Please spread this appeal and tell your fellow men about the incidents…

In solidarity we stay connected…

Your CARAVAN for the rights of refugees and migrants

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In Gedenken an Georgis Zantiotis – Demonstration in Wuppertal

Warum wurde Giorgos Zantiotis von der Polizei festgenommen?

Warum musste er ersterben?

Demonstration am Samstag, den 13.11.2021 in Wuppertal Elberfeld

Beginn 18 Uhr vor den City Arkaden (Alte Freiheit)

Am frühen Morgen des 1. November 2021 starb Giorios Zantiotis in einer Zelle im Landgericht Wuppertal. Erst einige Tage später hat die Staatsanwaltschaft Wuppertal sein Tod veröffentlicht. Die Erklärungen und Darstellungen sind lückenhaft und wir fragen uns seitdem, warum Giorgios Zantiotis sterben musste.

Die in der Öffentlichkeit vorgestellte Version ist nicht konsistent und widersprüchlich. Nirgends wird deutlich, warum Giorgios festgenommen wurde. Mal soll ein Streit vor einem Club, mal ein Streit zwischen Giogios und seiner Schwester der Grund für den Polizeieinsatz gewesen sein. Doch die Schwester hat bisher von keinem Streit mit ihrem Bruder gesprochen. Im Gegenteil, in dem im Netz für alle zugänglichen Video fleht sie die Beamten Giorgios nicht weh zu tun.

Gestern, am 11.11.2021, hat die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wuppertal im Landtag den Tod von Giorgios Zantiotis in Zusammenghang mit Alkohol und Drogen gesetzt. Der Alkoholgehalt seines Blutes wurde gleichzeitig mit 0,01 Promille angegeben. Beweise für Drogen wurden nicht vorgelegt. Warum musste also Giorgios Zantiotis sterben? Warum wird im Nachhinein der junge Giorgios Zantiotis und sein Tod ohne Fakten in den Dreck gezogen?

Warum werden ohne Beweise Behauptungen aufgestellt und die Persönlichkeit von Giorgios Zantiotis mit Drogen und Alkohol in Verbindung gebracht obwohl Oberstaatsanwalt Baumert vermeintlich wegen den Persönlichkeitsrechten von Giorgios Zantiotis den Tod erst Tage später veröffentlichte? Wollte er vielleicht eher die beteiligten Beamten schützen, die am Einsatz beteiligt waren?

Wir haben bisher in vielen Fällen die Wahrheit ermittelt, auch hier werden wir solange bohren und Fragen stellen, bis wir und alle wissen, warum Giorgios Zantiotis von uns gehen musste. Im Falle von Oury Jalloh, Dominique Kouamadio, Adel B, Mohammad Selah, Ameer Agheeb, … haben wir die Wahrheit transaprent der Öffentlichkeit präsentiert. Auch hier versuchen wir, die Fakten zu ermitteln.

Wir stehen zu unserem Versprechen vom letzten Sonntag gegenüber der Familie von Giorgios Zantiotis und werden auf diesem schwierigen Wege sie, die Schwester und seine Mutter, begleiten. Bis sie die Wahrheit erfahren und verstehen, warum sie den freundlichen Giorgios, wie seine Schwester ihn beschreibt, nicht mehr in ihre Arme ziehen können.

Am Samstag sind wir mit interessierten Wuppertalerinnen und Wuppertaler, mit Initiativen zusammen auf den Straßen Elberfelds um unseren Fragen Nachdruck zu verleihen und unsere Solidarität mit der Familie zu untermauern.

Bitte verbreitet diesen Aufruf und erzählt euren Mitmenschen von den Vorfällen…

In Solidarität bleiben wir verbunden…
Eure KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen


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We are angry about the death of Georgios Zantiotis! Manifestation on 7th November 2021 at 6pm

Why did Georgios Zantiotis have to die?

Rally on 7.11.2021 at 6:00 p.m.

Wuppertal main train station

Again a person had to die in Wuppertal due to the consequences of police action in custody.
On social media, his death was reported in Greek:
“At dawn on November 2, the death of 24-year-old Georgios Zantiotis was announced at a police station in Wuppertal (Germany), almost an hour and a half after he was taken from the nightclub: the police officers stepped on the asphalt.”
The accompanying video shows him being pushed to the street and tied up by two police officers, while his sister begs the officers to let him go: “He’s just a kid!”

# # # # #

2 Νοεμβρίου ξημερώματα ανακοινώθηκε ο θάνατος του Γιώργου Ζαντιώτη 24 χρονών, σε αστυνομικό τμήμα του Wuppertal(Γερμανία), σχεδόν μιάμιση ώρα μετά την προσαγωγή του έξω από νυχτερινό κέντρο .Οι μπάτσοι τον πατούσαν στην άσφαλτο. pic.twitter.com/J6Ijtzc8dK

— Polidefkis (@Polidefkis_) November 6, 2021
# # # # #

At the request of journalists, the prosecutor’s office felt compelled to report on the case. Previously, there was no reason for Chief Public Prosecutor Baumert because it was a natural cause of death:

As in numerous cases of deaths by police, the victim killed by violence is criminalized. Senior prosecutor Wolf-Tilman Baumert: “We assume that therein [note KARAWANE: drugs] lies a reason for his aggressiveness and possibly for his death.” In the case of Mohammad Selah, a refugee from Guinea in Remscheid, it was also alleged that drugs were involved. He was denied medical care because he was to be deported. The public prosecutor, who was from Wuppertal at the time, claimed that drugs were involved, although there was no evidence of this. His friends testified to this and the doctors suspected a tropical disease. Drugs are always mentioned when victims of police brutality have to be discredited and criminalized afterwards and the police are to be exonerated of their guilt.

We will take to the streets today because we are angry and we have to fear that the truth will be murdered again, as in the numerous other cases in NRW ud BRD: #AdelB, #AmedAhmad, #MichaleHaile, #DominiqueKouamadio, … #OuryJalloh…
Just this week we have complete proof that Oury Jalloh was murdered and exiled in cell #5:
Internationale Pressekonferenz der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

Before the truth is executed once again, we take to the streets and expect a plausible and complete explanation.
At the same time, we manifest our determination to stand on the side of Georgios Zantiotis (Γιώργου Ζαντιώτη) family and friends and accompany them in these difficult days.

The plea and cries of Giórgu’s sister throb within us, “He is a child!”

In solidarity we remain united
Your CARAVAN for the rights of refugees and migrants

We are angry about the death of Giórgu Zantiótis! Manifestation on 7th November 2021 at 6pm

Why did Giórgu Zantiótis have to die?

Rally on 7.11.2021 at 6:00 p.m.

Wuppertal main train station

Again a person had to die in Wuppertal due to the consequences of police action in custody.
On social media, his death was reported in Greek:
“At dawn on November 2, the death of 24-year-old Giórgu Zantiótis was announced at a police station in Wuppertal (Germany), almost an hour and a half after he was taken from the nightclub: the police officers stepped on the asphalt.”
The accompanying video shows him being pushed to the street and tied up by two police officers, while his sister begs the officers to let him go: “He’s just a kid!”

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2 Νοεμβρίου ξημερώματα ανακοινώθηκε ο θάνατος του Γιώργου Ζαντιώτη 24 χρονών, σε αστυνομικό τμήμα του Wuppertal(Γερμανία), σχεδόν μιάμιση ώρα μετά την προσαγωγή του έξω από νυχτερινό κέντρο .Οι μπάτσοι τον πατούσαν στην άσφαλτο. pic.twitter.com/J6Ijtzc8dK

— Polidefkis (@Polidefkis_) November 6, 2021
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At the request of journalists, the prosecutor’s office felt compelled to report on the case. Previously, there was no reason for Chief Public Prosecutor Baumert because it was a natural cause of death:

As in numerous cases of deaths by police, the victim killed by violence is criminalized. Senior prosecutor Wolf-Tilman Baumert: “We assume that therein [note KARAWANE: drugs] lies a reason for his aggressiveness and possibly for his death.” In the case of Mohammad Selah, a refugee from Guinea in Remscheid, it was also alleged that drugs were involved. He was denied medical care because he was to be deported. The public prosecutor, who was from Wuppertal at the time, claimed that drugs were involved, although there was no evidence of this. His friends testified to this and the doctors suspected a tropical disease. Drugs are always mentioned when victims of police brutality have to be discredited and criminalized afterwards and the police are to be exonerated of their guilt.

We will take to the streets today because we are angry and we have to fear that the truth will be murdered again, as in the numerous other cases in NRW ud BRD: #AdelB, #AmedAhmad, #MichaleHaile, #DominiqueKouamadio, … #OuryJalloh…
Just this week we have complete proof that Oury Jalloh was murdered and exiled in cell #5:
Internationale Pressekonferenz der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

Before the truth is executed once again, we take to the streets and expect a plausible and complete explanation.
At the same time, we manifest our determination to stand on the side of Giórgu Zantióti’s (Γιώργου Ζαντιώτη) family and friends and accompany them in these difficult days.

The plea and cries of Giórgu’s sister throb within us, “He is a child!”

In solidarity we remain united
Your CARAVAN for the rights of refugees and migrants

Wir sind wütend über den Tod von Giórgu Zantiótis! Kundgebung am 7.11.2021 18Uhr

Warum musste Giórgu Zantiótis sterben?

Kundgebung am 7.11.2021 um 18:00 Uhr

Wuppertal Hauptbahnhof

Wieder musste ein Mensch in Wuppertal durch die Folgen eines Polizeieinsatzes in Gewahrsam sterben.
In den sozialen Medien wurde in griechischer Sprache über seinen Tod berichtet:

“Im Morgengrauen des 2. November wurde auf einer Polizeiwache in Wuppertal (Deutschland) der Tod des 24-jährigen Giórgu Zaniótis (Γιώργου Ζαντιώτη) bekannt gegeben, fast anderthalb Stunden nachdem er aus dem Nachtclub geholt worden war: Die Polizisten traten auf den Asphalt”.

Das dazugehörige Video zeigt wie er von zwei Polizisten auf die Straße gedrückt und gefesselt wird, während seine Schwester die Polizisten anfleht, ihn loszulassen: “Er ist noch ein Kind!”

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2 Νοεμβρίου ξημερώματα ανακοινώθηκε ο θάνατος του Γιώργου Ζαντιώτη 24 χρονών, σε αστυνομικό τμήμα του Wuppertal(Γερμανία), σχεδόν μιάμιση ώρα μετά την προσαγωγή του έξω από νυχτερινό κέντρο .Οι μπάτσοι τον πατούσαν στην άσφαλτο. pic.twitter.com/J6Ijtzc8dK

— Polidefkis (@Polidefkis_) November 6, 2021
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Auf Nachfrage von Journalistinnen sah sich die Staatsanwaltschaft gezwungen über den Fall zu berichten. Zuvor gab es keinen Anlass für Oberstaatsanwalt Baumert, weil es sich um eine natürliche Todesursache handelte:

Wie in zahlreichen Fällen von Todesfällen durch die Polizei wird das durch Gewalteinwirkung getötete Opfer kriminalisiert. Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert: “Wir gehen davon aus, dass darin [Anm. KARAWANE: Drogen] ein Grund für seine Aggressivität und womöglich für seinen Tod liegt.” Auch im Falle von Mohammad Selah, ein Flüchtling aus Guinea in Remscheid, wurde behauptet, dass Drogen im Spiel waren. Ihm wurde die medizinische Versorgung verweigert, weil er abgeschoben werden sollte. Die damals aus Wuppertal stammende Staatsanwaltschaft behauptete Drogen seien im Spiel gewesen, obwohl keine Beweise hierfür vorlagen. Seine Freunde bezeugten dies und die Ärzte vermuteten eine tropische Krankheit. Drogen werden immer wieder gennnt, wenn die Opfer von Polizeibrutalität im nachhinein diskrediert und kriminalisiert werden müssen und die Polizei von ihrer Schuld entlastet werden soll.

Wir werden heute auf die Straße gehen, weil wir wütend sind und wir befürchten müssen, dass die Wahrheit wieder ermodet wird, wie in den zahlreichen anderen Fällen in NRW ud BRD: #AdelB, #AmedAhmad, #MichaleHaile, #DominiqueKouamadio, … #OuryJalloh…

Erst in dieser Woche haben wir den vollständigen Nachweis erbracht, dass Oury Jalloh in der Zelle Nr. 5 ermordet und verbannt worden ist:
Internationale Pressekonferenz der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

Bevor die Wahrheit wieder einmal hingerichtet wird, gehen wir auf die Straße und erwarten eine plausible und lückenlose Erklärung.

Gleichzeitig manifestieren wir unsere Entschlossenheit auf der Seite der Familie und Freundinnen von Giórgu Zanióti (Γιώργου Ζαντιώτη) zu stehen und sie in diesen schwierigen Tagen zu begleiten.

Die Bitte und Schreie der Schwester von Giórgu pochen in uns: “Er ist ein Kind!”

In Solidarität bleiben wir verbunden
Eure KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen

Wir sind wütend über den Tod von Georgios Zantiotis! Kundgebung am 7.11.2021 18Uhr

Warum musste Giórgu Zantiótis sterben?

Kundgebung am 7.11.2021 um 18:00 Uhr

Wuppertal Hauptbahnhof

Wieder musste ein Mensch in Wuppertal durch die Folgen eines Polizeieinsatzes in Gewahrsam sterben.
In den sozialen Medien wurde in griechischer Sprache über seinen Tod berichtet:

“Im Morgengrauen des 2. November wurde auf einer Polizeiwache in Wuppertal (Deutschland) der Tod des 24-jährigen Georgios Zantiotis (Γιώργου Ζαντιώτη) bekannt gegeben, fast anderthalb Stunden nachdem er aus dem Nachtclub geholt worden war: Die Polizisten traten auf den Asphalt”.

Das dazugehörige Video zeigt wie er von zwei Polizisten auf die Straße gedrückt und gefesselt wird, während seine Schwester die Polizisten anfleht, ihn loszulassen: “Er ist noch ein Kind!”

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2 Νοεμβρίου ξημερώματα ανακοινώθηκε ο θάνατος του Γιώργου Ζαντιώτη 24 χρονών, σε αστυνομικό τμήμα του Wuppertal(Γερμανία), σχεδόν μιάμιση ώρα μετά την προσαγωγή του έξω από νυχτερινό κέντρο .Οι μπάτσοι τον πατούσαν στην άσφαλτο. pic.twitter.com/J6Ijtzc8dK

— Polidefkis (@Polidefkis_) November 6, 2021
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Auf Nachfrage von Journalistinnen sah sich die Staatsanwaltschaft gezwungen über den Fall zu berichten. Zuvor gab es keinen Anlass für Oberstaatsanwalt Baumert, weil es sich um eine natürliche Todesursache handelte:

Wie in zahlreichen Fällen von Todesfällen durch die Polizei wird das durch Gewalteinwirkung getötete Opfer kriminalisiert. Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert: “Wir gehen davon aus, dass darin [Anm. KARAWANE: Drogen] ein Grund für seine Aggressivität und womöglich für seinen Tod liegt.” Auch im Falle von Mohammad Selah, ein Flüchtling aus Guinea in Remscheid, wurde behauptet, dass Drogen im Spiel waren. Ihm wurde die medizinische Versorgung verweigert, weil er abgeschoben werden sollte. Die damals aus Wuppertal stammende Staatsanwaltschaft behauptete Drogen seien im Spiel gewesen, obwohl keine Beweise hierfür vorlagen. Seine Freunde bezeugten dies und die Ärzte vermuteten eine tropische Krankheit. Drogen werden immer wieder gennnt, wenn die Opfer von Polizeibrutalität im nachhinein diskrediert und kriminalisiert werden müssen und die Polizei von ihrer Schuld entlastet werden soll.

Wir werden heute auf die Straße gehen, weil wir wütend sind und wir befürchten müssen, dass die Wahrheit wieder ermodet wird, wie in den zahlreichen anderen Fällen in NRW ud BRD: #AdelB, #AmedAhmad, #MichaleHaile, #DominiqueKouamadio, … #OuryJalloh…

Erst in dieser Woche haben wir den vollständigen Nachweis erbracht, dass Oury Jalloh in der Zelle Nr. 5 ermordet und verbannt worden ist:
Internationale Pressekonferenz der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

Bevor die Wahrheit wieder einmal hingerichtet wird, gehen wir auf die Straße und erwarten eine plausible und lückenlose Erklärung.

Gleichzeitig manifestieren wir unsere Entschlossenheit auf der Seite der Familie und Freundinnen von Georgios Zantiotis (Γιώργου Ζαντιώτη) zu stehen und sie in diesen schwierigen Tagen zu begleiten.

Die Bitte und Schreie der Schwester von Georgios pochen in uns: “Er ist ein Kind!”

In Solidarität bleiben wir verbunden
Eure KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen

Fest des Gedenkens und Feier des Lebens

Podiumsdiskussionen, Gespräche, Straßenparade, Spoken Word, Musik

Download: Flyer und Poster

Gedenken an die Opfer der Festung Europa, von Polizeibrutalität und institutionellem Rassismus

Als Geflüchtete haben wir miterlebt, wie unsere Freund*innen und Familienmitglieder verhungert, ertrunken und gestorben sind. Einige von uns wurden vergewaltigt, einige wurden auf der Migrationsroute in Sklaverei und Zwangsarbeit verkauft. Sie hatten nie die Chance, ein würdiges Begräbnis zu bekommen selbst im Tod wurde ihnen ihre Menschenwürde verwehrt. In der Öffentlichkeit werden sie nur als bloße Nummern bezeichnet. So wie an den europäischen Grenzen viele Leben verloren gehen, so gehen auch auf dem europäischen Festland unzählige Leben von Schwarzen Menschen und People of Colour durch institutionellen Rassismus und Polizeibrutalität verloren. Mit diesem Festival wollen wir informieren und das Bewusstsein wachrufen für die humanitäre Krise, die sich hier abspielt. Wir wollen den auf dem Weg nach Europa verlorenen afrikanischen Menschen und den Opfern von Polizeibrutalität und institutionellem Rassismus gedenken und ihnen symbolisch einen würdigen Abschied bereiten. Gleichzeitig feiern wir das Leben derjenigen von uns hier, die die Brutalität dieses Systems überleben. Daher wird der Höhepunkt des Festivals neben Vorträgen und Diskussionen eine afrikanisch-kulturelle Straßenparade und Performance sein.

Programm:

Koloniale Grenzen und afrikanische Renaissance am Donnerstag, 15. Juli 2021 um 18 Uhr

Initiativen gegen Polizeibrutalität – für Offenlegung und Rechenschaftspflicht am Donnerstag, 22. Juli 2021 um 18 Uhr

Afrikanische Diktator*innen und FRONTEX: Europäische Gatekeeper und die Migrationsrouten am Donnerstag, 5. August 2021 um 18 Uhr

Kämpfe und Erfahrungen von Frauen und Kindern in der Migration am Freitag, 6. August 2021 um 17 Uhr

Homofeindliche und transfeindliche Haltungen und Diskriminierung in Migrantischen und BIPoC-Gemeinschaften am Freitag, 6. August 2021 um 19:30 Uhr

Afrikanischer Maskenumzug am Samstag, 07. August 2021 um 14 Uhr

Spoken Word-Performance und Musik am Samstag, 07. August 2021 nach der Parade bis 22 Uhr

Organisiert von:
Bremen Solidarity Center (BreSoC) e.V. & The indiginous people of Biafra (IPOB)
In Kooperation mit:
Together we are Bremen (TWAB) & Kulturzentrum Schlachthof e.V.

Die Veranstaltungen werden in Englisch und Deutsch abgehalten und es wird eine Übersetzung in diese beiden Sprachen angeboten. Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Spenden sind erwünscht. Es gelten die Regeln des Veranstaltungsortes.

Details zu den Veranstaltungen:

Koloniale Grenzen und afrikanische Renaissance am Donnerstag, 15. Juli 2021 um 18 Uhr
In der Berliner Konferenz 1884/85 legten die europäischen Kolonialist*innen die von ihnen willkürlich gezogenen Grenzen als europäische Kolonialgebiete vertraglich fest. Dabei wurden weder Vertretungen noch die Bevölkerungen der afrikanischen Länder einbezogen. In diesem Prozess wurden zuvor unabhängige afrikanische Nationen, Königreiche und Bevölkerungsgruppen auseinandergerissen oder gezwungen, zusammen zu leben und Teil der europäischen Kartographie von Afrika zu werden. Diese künstlich errichteten Grenzen dienten allein kolonialen, wirtschaftlichen und politischen Interessen und ermöglichten eine grenzenlose Ausbeutung des Kontinents und seiner Bevölkerung. Bis heute bestimmen diese Grenzen zusammen mit dem von den Kolonialistinnen eingeführten System von Teile und Herrsche die politische und wirtschaftliche Situation. Sie sind Ursache unzähliger Bürgerkriege auf dem Kontinent. Inzwischen gibt es jedoch ein wachsendes Bewusstsein der afrikanischen Bevölkerung, diese Probleme zu überwinden, indem sie nach Alternativen zu kolonialen Grenzen und Arrangements suchen. Was sind diese Alternativen und wie passen sie in die afrikanische Renaissance?

Referent*innen: Mbolo Yufanyi, Community Organiser (Africa/Black Community, Berlin)
Mazi Gaius Godspower, Indigenous People of Biafra (IPOB) e.V. Bremen

Moderation: Sunny Omwenyeke (Bremen Empowerment Project)

Veranstaltungsort: Die Arena, Kulturzentrum Schlachthof, Findorffstraße 51, 28215 Bremen

Initiativen gegen Polizeibrutalität – für Offenlegung und Rechenschaftspflicht am Donnerstag, 22. Juli 2021 um 18 Uhr
Im Sommer 2020 gab es nach dem brutalen Mord an George Floyd in den USA weltweit eine anhaltende Welle von Protesten gegen Polizeibrutalität. Angeführt von der „Black Lives Matter“-Bewegung fanden diese Proteste auch in vielen deutschen Städten statt und lenkten die Aufmerksamkeit erneut auf das seit Jahren bestehende Problem von Polizeigewalt und extralegalen Tötungen in Deutschland. In den letzten Jahrzehnten sind viele Schwarze Menschen und People of Colour in deutschen Behörden und Institutionen zu Tode gekommen, wenn nicht sogar direkt von der Polizei ohne nachweisbare Gründe erschossen und getötet worden. Exzessive institutionelle Gewalt und Tötungen bleiben jedoch routinemäßig ungestraft, da Staatsanwälte eine parteiische Struktureinheit innerhalb des systemischen Rassismus des Staates sind, der die Rechenschaftspflicht unterdrückt. Die Zusicherung von Straffreiheit seitens der Polizei und anderer Behörden und Institutionen sichert und fördert dabei die Kontinuität rassistischer, polizeilicher und anderer institutionalisierter Gewalt einschließlich ihrer tödlichen Folgen. Im April 2019 wurde Tonou Mbobda im UKE-Krankenhaus Hamburg von unbeaufsichtigten Sicherheitskräften gefesselt und getötet, im August 2019 wurde Aman Alizada von der Polizei in Stade erschossen, im Juni 2020 wurde Mohammed Idrissi in Bremen von der Polizei erschossen und im März dieses Jahres wurde in Delmenhorst der 19-jährige Qosay Khalaf in einem öffentlichen Park festgenommen, geschlagen, mit Pfefferspray ins Koma gesprüht. Er verstarb in der Polizeizelle. Warum müssen Schwarze Menschen und People of Colour immer wieder Opfer von Polizeibrutalität und institutionalisierter Gewalt werden und was muss getan werden, um die Täter zur Verantwortung zu ziehen?

Referent*innen: Gundula Oerter, Initiative in Gedenken an Laye-Alama Condé, Bremen

Sista Oloruntoyin, Black Community Coalition for Justice and Self-Defence, Hamburg

Statement: Barsan Mehdi, Initiative In Erinnerung an Qosay, Delmenhorst

Moderation: Brother Mwayemudza, Black Community Coalition for Justice and Self-Defence, HH

Veranstaltungsort: Findorffstraße 14a, 28215 Bremen

Afrikanische Diktator*innen und FRONTEX: Europäische Gatekeeper und die Migrationsrouten am Donnerstag, 5. August 2021 um 18 Uhr

Seit den letzten Jahrzehnten hat die Europäische Union ihre Außengrenzen zum Zweck der Migrationskontrolle stetig in das Innere des afrikanischen Kontinents ausgedehnt. Sie hat afrikanische Politiker*innen, einschließlich der Behörden der Länder, die Teil der Migrationsroute nach Europa sind, animiert und gezwungen, im Einklang mit FRONTEX, der Europäischen Grenzschutzagentur, als EU Gatekeeper zu agieren. Folglich finden wöchentlich Massenabschiebungen westafrikanischer Bürger*innen von Algerien nach Niger statt. Die EU finanziert libysche paramilitärische Truppen, die für grobe Menschenrechtsverletzungen in Auffanglagern in Libyen verantwortlich sind, einschließlich Zwangsarbeit und Sklavenmärkten, auf denen die nach Europa migrierenden Schwarzen Afrikaner*innen verkauft wurden. Die Sahara-Wüste ist zu einem riesigen Friedhof geworden, während noch viele weitere Migrant*innen absichtlich dem Ertrinken im Mittelmeer überlassen werden. Die europäischen Länder entziehen sich ihrer Verantwortung, die in Seenot geratenen Menschen zu retten, während Privatpersonen und NGOs, die versuchen, sie zu retten, kriminalisiert und verfolgt werden. Angesichts der historischen Migration aus Europa stellt sich die Frage: Warum ist Migration plötzlich zu einem Verbrechen geworden und welche Rolle spielt Rassismus im europäischen Grenzregime und in der Politik?

Referenten*innen: Siaka Konteh, Together We Are Bremen (TWAB)

Dorette Führer (Alarmephone Sahara/Afrique-Europe-Interact)

Steffen Luedke, Redakteur, Der Spiegel

Moderation: Christian Jakob, Autor und Journalist, Taz Berlin

Veranstaltungsort: Die Arena, Kulturzentrum Schlachthof, Findorffstraße 51, 28215 Bremen

Kämpfe und Erfahrungen von Frauen und Kindern in der Migration am Freitag, 6. August 2021 um 17 Uhr
In dieser Podiumsdiskussion werden drei Aktivistinnen vorgestellt, die sich in Bremen kennengelernt haben, als sie beschlossen, sich gegen Massenunterkünfte und Isolation in den Lagern/Camps wie in der Lindenstraße und Alfred-Faust-Straße zu wehren. Sie sind Teil der selbstorganisierten Geflüchtetenbewegung Together We Are Bremen (TWAB). Als Menschen mit Expertise und einer Stimme zu diesem Thema werden die Aktivistinnen über die vielfältigen Perspektiven von Frauen sprechen, die den Mut hatten, den schwierigen Weg über die verschiedenen Grenzen in Afrika und Europa zu gehen und im Lager in Bremen gelandet sind. Sie werden die Gefahr diskutieren, als Opfer dargestellt zu werden und nicht nur über die mentalen, physischen und psychischen Herausforderungen ihrer Erfahrungen sprechen, sondern auch über ihre Entschlossenheit und Widerstandsfähigkeit als wichtige Überlebenswerkzeuge in Bremen. Die Referentinnen werden das damit einhergehende Problem der psychischen Gesundheit von Schwarzen geflüchteten Frauen ansprechen und die Absurdität aufzeigen, dass sie eine Kampagne für die Geburtsurkunde ihrer Kinder führen müssen, obwohl ihre Kinder hier geboren wurden. Sie werden auch über die Notwendigkeit des Rechts auf Wohnung, Bildung und Gesundheitsversorgung sprechen. „Es war eine lange und beschwerliche Reise. Wir sind noch nicht angekommen, obwohl wir an unserem Ziel sind„, sagen die Frauen.

Referentinnen: Gift Terhemen und Vivian Egharevba (TWAB)

Moderatorin: Fatoumata Cham (TWAB)

Veranstaltungsort: Die Arena, Kulturzentrum Schlachthof, Findorffstraße 51, 28215 Bremen

Homofeindliche und transfeindliche Haltungen und Diskriminierung in Migrantischen und BIPoC-Gemeinschaften am Freitag, 6. August 2021 um 19:30 Uhr
Homophobie und Transphobie in migrantischen, Schwarzen Communities schafft einen Double Bind (doppelte Probleme) für LGBTQI+ Mitglieder, die sich als BIPOC oder migrantisch identifizieren. Individuen dieser Gruppen erleben rassistische Diskriminierung von der breiteren Gesellschaft und zusätzlich Homophobie und Transphobie innerhalb ihrer BIPoC Gemeinschaften. Was sind die Folgen der Überschneidung mehrerer Formen von Diskriminierung? Wie unterscheidet sich diese Erfahrung von LGBTQI+ Mitgliedern, die sich nicht als BIPOC identifizieren? In diesem Gespräch möchten wir unter anderem einen Blick auf die Geschichte von LGBTQI+ in Minderheitengruppen werfen und die Folgen der Verschränkung von multiplen Formen von Diskriminierung von Minderheitengruppen gegenüber ihren LGBTQI+ Mitgliedern diskutieren; von der psychischen Gesundheit, zu den negativen Auswirkungen von Queer Gauge und einem generellen Mangel an Unterstützung für LGBTQI+ von Nicht-LGBTQI+ Mitgliedern in Communities.

Diskutierende: Pizzar Stanley Pierre und Marohn (Queeraspora)

Moderation: Lex Idehen (Bremen Empowerment Project)

Veranstaltungsort: Die Arena, Kulturzentrum Schlachthof, Findorffstraße 51, 28215 Bremen

Afrikanischer Maskenumzug am Samstag, 07. August 2021 um 14 Uhr
Mit dieser Parade wollen wir den auf dem Weg nach Europa verlorenen afrikanischen Leben und den Opfern von Polizeibrutalität und institutionellem Rassismus gedenken. Wir möchten ihnen symbolisch einen würdigen und angemessenen Abschied bereiten mit symbolischem Sarg. Gleichzeitig feiern wir hier das Leben derer, die die Brutalität dieses Systems überleben, indem wir symbolisch die Grenzen durchbrechen. Die Straßenparade und Performance ist der Höhepunkt des Festivals und wird begleitet von traditionellen afrikanischen Masken und Kostümen, Musikinstrumenten und Melodien.

Start und Ziel: Die Arena, Kulturzentrum Schlachthof, Findorffstraße 51, 28215 Bremen

Spoken Word-Performance und Musik am Samstag, 07. August 2021 nach der Parade bis 22 Uhr
Spoken word-Performance von Laura und Musik von Djane Selectress Adinkra, DJ Marco

Veranstaltungsort: Die Arena, Kulturzentrum Schlachthof, Findorffstraße 51, 28215 Bremen.

Camps have always been part of the colonial system of oppression and apartheid

Please find below the sppech of the CARAVAN for the Rights of Refugees and Migrants at the demonstration on 25.06.2021 in Düsseldorf and in German via the shared link
https://no-lager.eu/lager-gehoeren-seit-jeher-zum-kolonialen-system-der-…

Isolation camps in the Federal Republic of Germany were first set up after the Second World War for the “guest workers”, later for refugees. They are an important part of the deportation machinery. They serve to wear down, isolate, control, stigmatise. They serve either to prepare for deportation or to subordinate people to a system of exploitation, after a residence permit has been issued. As if a paper would make us equal human beings!

In our 2008 “Manifesto against Deportation” we stated:
“In Germany there are different types of camps to keep people under control and break their will. The camp system is a complex system of racist segregation and social exclusion aimed at forcing refugees to leave the country. It exists to make us realise that we are not welcome. All the shelters, reception centres, deportation prisons, departure centres exist to separate us from society.

It is to prevent human-to-human relationships. The camp system is an old system used in the colonies, by the German NAZI terror, by Japanese fascism and other countries where fascist ideologies came into practice. Currently, the European Union and Germany as one of its core powers are expanding the camp system to outside the European Union, as in North Africa or in Eastern Europe, as in Ukraine. The expansion is aimed at keeping those fleeing misery out of Europe.”

The refugee tribunal against the Federal Republic of Germany, held in Berlin in 2013, also indicted the camp system:
“The FRG is accused of enforcing the system of isolation camps, thereby

  • deliberately isolating refugees in camps
  • Enabling violence against women and children in camps, traumatising refugees
  • putting refugees’ lives in danger by denying them medical care,
  • pushing humiliation through vouchers and food parcels. “

Today, isolation camps are officially called anchor centres, state reception centres, central accommodation facilities … in political correct language of manipulation. Their functions are the same, the isolation methods even more sophisticated than before.

Today, we are witnesses to refugees being held for years in inhumane camps at Europe’s external borders and exposed to disease and misery – in Greece, Italy, Spain or the Balkans.

We are witnesses to how the Federal Republic of Germany finances isolation camps in Jordan, Lebanon, Turkey to keep us away from Europe. In this game with our lives, profiting from the exploitations and wars in our countries, the cost of our internment in the camps is calculated. It also makes clear the attitude of the governments and societies of Europe and the Federal Republic as to what they think of the superfluous of this earth.

But what can we do to protect our lives, our fundamental rights and our physical and mental integrity? What can we do to preserve our dignity?

The least we can do is to create common connections, present our situation to our communities and look for solutions together.

Break Isolation – shut down the isolation camps!

More info on the activities against isolation camps in 2021 in Northrhine Westfalia could be found here:
https://no-lager.eu/

„Sich mit Migranten zu solidarisieren ist kein Verbrechen!“

Solidarität mit Alican Albayrak und Hüseyin Şahin
Beide sollen für ihre Menschlichkeit verurteilt werden
während die EU, Deutschland & Griechenland die Barbarei fortsetzen

english: „”Showing solidarity with migrants is not a crime!”
statement as PDF: english & german

Alican Albayrak und Hüseyin Şahin waren aufgrund ihrer politischen Aktivitäten gegen Ausbeutung, Entrechtung und Kriege in der Türkei verfolgt und mussten das Land verlassen. Seit dem 17. November 2020 sind sie ihrer Freiheit beraubt und sitzen nun in Griechenland auf der Insel Chios in Haft. Der Grund: Sie haben zwei von Repressionen bedrohten, schutzsuchenden, politisch verfolgten Menschen aus der Türkei geholfen, an die Küste zu gelangen. Ihnen wird nun von der griechischen Regierung „Schlepperei“ (Verletzung des Migrationsgesetzes) und „Widerstand gegen die Staatsgewalt“ vorgeworfen. Am Montag, den 10. Mai 2021, ist das Gerichtsverfahren gegen beide. Werden sie verurteilt, droht die Abschiebung in das Land, in dem auf sie weitere Jahre Freiheitsberaubung warten.

Wir solidarisieren uns mit Alican Albayrak und Hüseyin Şahin, weil sie sich stets gegen die Entrechtung und Ausbeutung eingesetzt haben. Innerhalb der Sozialistischen Partei der Unterdrückten ESP und gemeinsam mit der Demokratische Partei der Völker HDP haben sie sich in der Türkei stets auf der Seite der ausgegrenzten Menschen geschlagen. Sie haben mit Ihnen den Widerstand gegen die Besetzung des Taksim-Platzes, gegen die Kriminalisierung der Kurdinnen und Kurden und gegen die Ausweitung der Drogen in die ärmeren Stadtviertel organisiert. Hüseyin Şahin sagt selbst (1) über seine vier Inhaftierungen in der Türkei:

„Meine erste Verhaftung fand 2011 statt, weil ich mich an einer Newroz Feier beteiligte. Die die AKP hatte die friedliche Feier aus politischen Erwägungen verboten. Wir waren gemeinsam mit Millionen Menschen, mit dem kurdischen Volk und der ESP auf den Straßen. Meine zweite Verhaftung fand während der Gezi Proteste statt. Als die zerstörerische Politik der AKP das Ziel hatte, Natur in Beton zu verwandeln und ihre anti-demokratischen Repressionen zu verbreiten, verwandelten sich die Proteste schnell zu einer Massenbewegung. Wir waren gemeinsam mit den Massen in den vordersten Reihen. Meine dritte Verhaftung fand im Rahmen einer anti-Drogen Kampagne statt, die wir in unserem Viertel gegen Degenerierung organisierten. Dabei wurden wir während einer nächtlichen Operation in Gewahrsam genommen. Als letztes wurde ich im Rahmen einer Operation gegen unsere Partei ESP gemeinsam mit Dutzenden Arbeiterinnen und Arbeitern der Partei festgenommen.“

Wir solidarisieren uns mit Alican Albayrak und Hüseyin Şahin, denn obwohl sie selbst als Geflüchtete ohne eine klare Perspektive und Zukunft und in einer prekären Lage auf der Insel Lesbos sind, lassen sie ihre Weggefährten und Mitmenschen nicht ertrinken und schutzlos liegen, sondern sie helfen ihnen, ans Land zu kommen. Diese grundsolidarische Haltung und dieser Mut soll ihnen zum Verhängnis werden und hat zu ihrer Verhaftung auf Lesbos am 17. November 2020 geführt.

Wir sind weder überrascht noch enttäuscht von der griechischen Regierung oder der europäischen Union. Denn die Inhaftierung und der Vorwurf ist ein weiterer Beweis in der langen Kette der Barbarei, die wir Menschen aus Afrika, Asien und Lateinamerika seit Jahrhunderten kennen. Aber auch die heute in Europa lebenden Menschen sind Zeuge dieser Barbarei, die sich tagtäglich vor unseren Augen abspielt. Seit Jahren wissen alle hier lebenden Menschen durch die zahlreichen Berichte von den mörderischen Tätigkeiten von FRONTEX nicht nur an den Außengrenzen Europas, sondern auch außerhalb des europäischen Territoriums (2 bis 7): Zerstörung von Booten, Bedrohung von fluchtsuchenden Menschen auf hoher See, rechtswidrige Push Backs in die Hände der Peiniger oder in die Lager in Libyen, Tunesien oder sonstwo. Alle sind Zeugen wie Menschen jeglichen Alters und Geschlechts in Lagern leben müssen. Europa will die Geflüchteten auf den griechischen Inseln, in der Türkei, in Jordanien, in Kenia, … oder anderswo bewusst in einem elendigen Zustand halten und demonstrieren: „Ihr seid nicht willkommen!“. Die Programme der Bundesregierung sollen die Lagersituationen in diesen Ländern stabilisieren. Der Deal der europäischen Union mit der türkischen Regierung dient dazu, die Grenzen dicht zu halten. Alle können bezeugen, wie Menschen an den Grenzen geschlagen oder erschossen werden, wie letztes Jahr an der türkisch-griechischen Grenze oder wie so häufig an der spanisch-marokkanischen Grenze.

Während Mitglieder der Bundesregierung und der europäischen Union ständig die Fahnen der Demokratie und Menschenrechte hissen, tragen sie Konflikte durch wirtschaftliche sowie militärische Interventionen in unsere Länder und sind damit selbst für die Fluchtursachen verantwortlich. In dieser Barbarei wird Egoismus und blinder Gehorsam verlangt. Deshalb werden Fischer in Sizilien verurteilt, weil sie notsuchenden Menschen auf hohe See helfen. Deshalb werden Schüler kriminalisiert, weil sie die Abschiebung ihres Mitschülers nicht akzeptieren und protestieren. Deshalb werden Menschen kriminalisiert, die rufen „Oury Jalloh, das war Mord!“.

Gegen diese Barbarei haben sich Alican Albayrak und Hüseyin Şahin gestellt, weil sie noch nicht von diesem Egoismus infiziert sind, welcher uns gepredigt wird. Gegen diese Barbarei stellen wir uns und solidarisieren uns mit Alican Albayrak und Hüseyin Şahin.

Verbreitet diesen Aufruf. Bekundet eure Solidarität, schreibt ihnen Briefe oder Postkarten, seid kreativ im Netz oder protestiert am 10. Mai 2021 an geeigneten Stellen und demonstriert eure Menschlichkeit gegen die koloniale Barbarei. Briefe an Alican Albayrak und Hüseyin Şahin können an die folgende Adresse geschickt werden:

Gefängnisadresse auf der Insel Chios:

Theodorou 1
Chios 82132
Greece

Die Initiative Freiheit für ALİCAN ALBAYRAK & HÜSEYİN ŞAHİN würde sich freuen, wenn ihr sie über eure Veranstaltungen, Solidaritätsbekundungen, Aktionen oder anderen Aktivitäten ins Kenntnis setzen könntet: freealbayrakandsahin@gmail.com

In Solidarität bleiben wir verbunden …

KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
5. Mai 2021 | Büro Wuppertal

KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
Büro Wuppertal
Marienstr. 52 | 42105 Wuppertal
E-Mail: wuppkarawane@yahoo.de
Internet: http://thecaravan.org
Facebook: https://www.facebook.com/karawanewuppertal oder https://www.facebook.com/caravannetwork

Referenzen

  1. Freiheit für Alican Albayrak und Hüseyin Şahin, Rote Hilfe e.V. | Ortsgruppe Berlin, 12. März 2021: https://www.berlin.rote-hilfe.de/freiheit-fuer-alican-albayrak-und-hueseyin-sahin/
  2. Abschlusserklärung „FLÜCHTLINGSTRIBUNAL GEGEN DIE BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND“, 5.7.2013, KARAWANE für die Rechte der Flüchltinge und MigrantInnen
    Quelle: http://thecaravan.org/node/3833
  3. Conni Gunßer, Push back Frontex! No more left-to-die cases at sea!”, Vortrag zur EU-Grenzschutzagentur Frontex Weltsozialforum Tunis 2015
    Quelle: https://afrique-europe-interact.net/1302-0-Vortrag-Conni-Guner-WSF-Tunis-2015.html
  4. Illegale Push-Backs: Druck auf Griechenland und Frontex steigt, 15.11.2013, PRO ASYL
    Quelle: https://www.proasyl.de/news/illegale-push-backs-druck-auf-griechenland-und-frontex-steigt/?gclid=CjwKCAjwm7mEBhBsEiwA_of-TMSDLYG5eEKb5ksIvCbvtQGizeYlKrAmUV9QbbRFivr4uaxTseBKKBoCwYoQAvD_BwE
  5. Giorgos Christides, Steffen Lüdke und Maximilian Popp, Deutsche Bundespolizisten in illegalen Pushback verwickelt, 28.11.2020, Spiegel
    Quelle: https://www.spiegel.de/politik/ausland/frontex-skandal-deutsche-bundespolizisten-in-illegalen-pushback-in-der-aegaeis-verwickelt-a-d4e45196-a5b2-43a5-9050-72885b349996
  6. Simone Gaul, Wie Frontex mit den Lobbyisten Deals aushandelt, 9.2.2021, ZEIT Online
    Quelle: https://www.zeit.de/politik/2021-02/frontex-files-grenzschutz-waffenlobbyismus-betrug-ermittlungen-nachrichtenpodcast?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F
  7. Sara Creta, Bashar Deeb, Klaas van Dijken, Emmanuel Freudenthal, Steffen Lüdke und Maximilian Popp, Wie Frontex hilft, Migranten in libysche Folterlager zurückzuschleppen, 29.04.2021, Spiegel.
    Quelle: https://www.spiegel.de/politik/ausland/libyen-wie-frontex-hilft-fluechtlinge-in-folterknaeste-zurueckzuschleppen-a-e80e275d-0002-0001-0000-000177330683

Boîte noire des réfugiés en ligne – RBB

Franzoesisch | English

Les réfugiés et les migrants sont invités à RBB Online

Chers gens, frères et sœurs, activistes et amis,
nous, les activistes de RefugeeBlackBox et du Forum des réfugiés The VOICE, sommes heureux de vous inviter à la réunion du réseau et de participer à l’action de notre campagne communautaire en ligne de RefugeeBlackBox. Sentez-vous invités à lire et à rejoindre le mouvement. Nous restons solidaires.

RefugeeBlackBox (RBB) en ligne – Campagne communautaire | Produire votre RefugeeblackBox

Refugee Black Box est un réseau de mouvements auto-organisés pour donner une voix aux réfugiés et nous permettre de nous exprimer sur ce que nous vivons. Par exemple, sur la lutte quotidienne pour vivre dans cette société et dans les camps de réfugiés, entre autres.

Refugee BlackBox est un instrument permettant de s’exprimer dans les discussions contre le traitement inhumain des réfugiés et de protester contre le racisme et la discrimination. Il s’agit de protester contre l’isolement et la déportation. Contre cette situation qui est la nôtre et que nous considérons comme la continuité de l’injustice coloniale contre nous et nos pays, menée à travers l’exploitation économique et les guerres par procuration, etc.

La participation ou l’adhésion est ouverte à tous les réfugiés et migrants, quel que soit l’endroit où vous vous trouvez, si vous êtes prêts à participer activement et politiquement à la solidarité pour le développement du mouvement afin de faire avancer la lutte et les intérêts des réfugiés.

Toucher un, toucher tous !

Nous, les activistes du RBB, sommes comme une “famille d’abeilles” dit Umaru Dahiru de RBBjena, ce qui signifie promouvoir notre croyance en l’unité, la liberté et la justice, le progrès et l’autonomie parmi les communautés de réfugiés qui sont politiquement transparentes et actives avec nous, tout en se soutenant mutuellement dans et avec la solidarité. Être un participant actif ou un membre de principe du réseau est une condition nécessaire pour recevoir une certaine forme de soutien pour s’autonomiser dans l’organisation du réseau.

Le mouvement RBB est totalement indépendant. Par conséquent, les militants et les participants n’attendent aucune forme de soutien financier de l’État et des partis politiques pour nos activités. Nous appelons les personnes progressistes à faire des dons et à soutenir la lutte des réfugiés dans notre combat contre l’injustice du racisme et de la discrimination en Allemagne. Nous nous organisons au quotidien pour atteindre nos objectifs.

“Nous sommes organisés en tant que communautés de réfugiés indépendantes et autonomes avec les communautés de migrants” par Egunjobi Oladimeji de RBBrudolstadt, pour atteindre nos objectifs politiques et briser le silence en solidarité avec les réfugiés. RBB est au-delà de l’autoprojection, il s’agit de mettre en lumière la situation problématique et les luttes des réfugiés. La projection de RBB est une arme politique pour attirer l’attention des gens sur la situation précaire des réfugiés en Allemagne, pour que le public écoute les réfugiés et communique avec nous. Nous sommes sans aucun doute très reconnaissants envers toutes les personnes qui nous ont écoutés ou qui ont contribué financièrement ou autrement à la promotion de nos activités.

Nous vous invitons à rejoindre le mouvement RBB, à contribuer à étendre la solidarité et à renforcer nos luttes politiques collectives pour la justice. Rejoignez le groupe RBB Online et apprenez-en davantage sur le RBB.

Pour plus d’informations, veuillez nous contacter :

Le mouvement de solidarité RefugeeBlackBox est une plateforme politique initiée par le forum de réfugiés The VOICE dans le réseau Caravan for Refugee and Migrant Rights en Allemagne pour informer et protéger les intérêts des réfugiés. L’objectif est de renforcer l’autonomie et la confiance en soi des réfugiés ainsi que de les sensibiliser à leur oppression physique et psychologique et de renforcer la lutte auto-organisée pour surmonter l’oppression et l’injustice que nous vivons.

Surveillez cet espace…

Nous proposerons une conférence en ligne pour discuter de la campagne RefugeeBlackBox pour la communauté des réfugiés en Thuringe et au-delà, en amont d’une action politique en ligne décentralisée des expositions de photos RBB et des initiatives de solidarité de différentes villes. Vous êtes invités à vous organiser dans vos localités et à rester en contact avec RBBjena. Peignez-le en noir ! Produisez votre RefugeeblackBox

Coordination: The VOICE Refugee Forum
E-Mail: thevoiceforum@gmx.de
Tel.: 0049 (0)176 24568988

RefugeeBlackBox Jena
Tel. 01637778341, Email: RefugeeBlackBox@gmail.com

The VOICE Refugee Forum Jena : Thevoiceforum.org | facebook.com/RefugeeBlackBox | Thecaravan.org

Francés: Une radiographie de la solidarité politique – sur le fond de la boîte noire des réfugiés Partie 1

English: An X-ray of Political Solidarity – on the Background of the RefugeeBlackBox Part 1
Español: Una radiografa de solidaridad politica | RefugeeBlackBox

More Links: RefugeeBlackBox Solidarity

For: Justice and Freedom
Against: Deportation and Repression
https://www.facebook.com/RefugeeBlackBox

Traduit avec www.DeepL.com/Translator (version gratuite)

English

Refugees and Migrants are invited

Dear people; brothers and sisters, activists and friends,
we activists of RefugeeBlackBox and The VOICE Refugee Forum would be happy to invite you to the network meeting and participate in the action of our online community campaign of RefugeeBlackBox. Feel invited to read and join the movement. We remain in solidarity.
RefugeeBlackBox Team

Online RefugeeBlackBox (RBB) – Community Campaign | Paint it Black! Produce Your RefugeeBlackBox

Refugee Black Box is a network of self-organized movement to give refugees a voice and empower us to express ourselves about what we are going through. For example, about the daily struggle of living in this society and in the refugee camps amongst others.

Refugee BlackBox is an instrument to speak out in discussions against the inhumane treatment of refugees and to protest against racism and discrimination. It is about protesting against isolation and deportation. Against this situation of ours, which we see as the continuity of colonial injustice against us and our countries, carried out through economic exploitation and the proxy wars, etc.

Participation or membership is open to all refugees and migrants, regardless of where you are located, if you are willing to actively and politically participate in solidarity for the development of the movement to advance refugee struggle and interests.

Touch One Touch All!

We, RBB activists are like a “family of bees” says Umaru Dahiru of RBBjena, This means promoting our belief in unity, Freedom and Justice, progress and autonomy among refugee communities who are politically transparent and active with us, while supporting each other in and with solidarity. Being an active participant or a principled member of the network is a necessary condition to receive some form of support to empower oneself in the network organization.

The RBB movement is fully independent therefore, activists and participants do not expect any form of financial support from the state and political parties for our activities. We call on progressive people to donate and help support the refugee struggle in our fight against the injustice of racism and discrimination in Germany. We organize ourselves on a daily basis to achieve our goals.

“We are organized as independent and autonomous refugee communities together with migrant communities” by Egunjobi Oladimeji from RBBrudolstadt, to achieve our political goals and break the silence in solidarity with refugees. RBB is beyond self-projection, it is about highlighting the problematic situation and struggles of refugees. The projection of RBB is a political weapon to attract people’s attention to the precarious refugee situation in Germany, for the public to listen to the refugees and communicate with us. We are undoubtedly very grateful for all the people who have listened to us or contributed financially or otherwise to promote our activities.

We invite you to join the RBB movement, help expand solidarity and strengthen our collective political struggles for justice. Join the RBB Online group and learn more about the RBB.

For more information, please contact us: Email: RefugeeBlackBox[at]gmail.com

The RefugeeBlackBox solidarity movement is a political platform initiated by The VOICE Refugee Forum in the Caravan for Refugee and Migrant Rights network in Germany to inform and protect the interests of refugees. The aim is to empower and strengthen the self-confidence of refugees as well as to raise their awareness of their physical and psychological oppression and to strengthen the self-organized struggle to overcome the oppression and injustice we live.

Watch this Space…

We will propose an online conference to discuss the RefugeeBlackBox campaign for the refugee community in Thuringia and beyond, in advance of a decentralized online political action of RBB photo exhibitions and solidarity initiatives from different cities. You are invited to organize in your localities and stay in touch with RBBjena. Paint it Black! Produce Your RefugeeblackBox

Coordination: The VOICE Refugee Forum
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Deutsch

Fühlen Sie sich eingeladen zu RBB Online
Liebe Menschen, Brüder und Schwestern, Aktivisten und Freunde,
wir Aktivisten von RefugeeBlackBox und The VOICE Refugee Forum würden uns freuen, Sie zum Netzwerktreffen einzuladen und an der Aktion unserer Online-Community-Kampagne von RefugeeBlackBox teilzunehmen. Fühlen Sie sich eingeladen, zu lesen und sich der Bewegung anzuschließen. Wir bleiben solidarisch.

Online RefugeeBlackBox (RBB) – Community Campaign | Paint it Black!

Refugees and Migrants are invited

Dear people; brothers and sisters, activists and friends,
we activists of RefugeeBlackBox and The VOICE Refugee Forum would be happy to invite you to the network meeting and participate in the action of our online community campaign of RefugeeBlackBox. Feel invited to read and join the movement. We remain in solidarity.
RefugeeBlackBox Team

Online RefugeeBlackBox (RBB) – Community Campaign | Paint it Black! Produce Your RefugeeBlackBox

Refugee Black Box is a network of self-organized movement to give refugees a voice and empower us to express ourselves about what we are going through. For example, about the daily struggle of living in this society and in the refugee camps amongst others.

Refugee BlackBox is an instrument to speak out in discussions against the inhumane treatment of refugees and to protest against racism and discrimination. It is about protesting against isolation and deportation. Against this situation of ours, which we see as the continuity of colonial injustice against us and our countries, carried out through economic exploitation and the proxy wars, etc.

Participation or membership is open to all refugees and migrants, regardless of where you are located, if you are willing to actively and politically participate in solidarity for the development of the movement to advance refugee struggle and interests.

Touch One Touch All!

We, RBB activists are like a “family of bees” says Umaru Dahiru of RBBjena, This means promoting our belief in unity, Freedom and Justice, progress and autonomy among refugee communities who are politically transparent and active with us, while supporting each other in and with solidarity. Being an active participant or a principled member of the network is a necessary condition to receive some form of support to empower oneself in the network organization.

The RBB movement is fully independent therefore, activists and participants do not expect any form of financial support from the state and political parties for our activities. We call on progressive people to donate and help support the refugee struggle in our fight against the injustice of racism and discrimination in Germany. We organize ourselves on a daily basis to achieve our goals.

“We are organized as independent and autonomous refugee communities together with migrant communities” by Egunjobi Oladimeji from RBBrudolstadt, to achieve our political goals and break the silence in solidarity with refugees. RBB is beyond self-projection, it is about highlighting the problematic situation and struggles of refugees. The projection of RBB is a political weapon to attract people’s attention to the precarious refugee situation in Germany, for the public to listen to the refugees and communicate with us. We are undoubtedly very grateful for all the people who have listened to us or contributed financially or otherwise to promote our activities.

We invite you to join the RBB movement, help expand solidarity and strengthen our collective political struggles for justice. Join the RBB Online group and learn more about the RBB.

For more information, please contact us: Email: RefugeeBlackBox[at]gmail.com

The RefugeeBlackBox solidarity movement is a political platform initiated by The VOICE Refugee Forum in the Caravan for Refugee and Migrant Rights network in Germany to inform and protect the interests of refugees. The aim is to empower and strengthen the self-confidence of refugees as well as to raise their awareness of their physical and psychological oppression and to strengthen the self-organized struggle to overcome the oppression and injustice we live.

Watch this Space…

We will propose an online Zoom conference to discuss the RefugeeBlackBox campaign for the refugee community in Thuringia and beyond (June / July 2021). In advance of a decentralized online political action of RBB photo exhibitions and solidarity initiatives from different cities. You are invited to organize in your localities and stay in touch with RBBjena. Paint it Black! Produce Your RefugeeblackBox

Coordination: The VOICE Refugee Forum
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English: An X-ray of Political Solidarity – on the Background of the RefugeeBlackBox Part 1

Francés: Une radiographie de la solidarité politique – sur le fond de la boîte noire des réfugiés Partie 1
Español: Una radiografa de solidaridad politica | RefugeeBlackBox

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For: Justice and Freedom
Against: Deportation and Repression
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Christophe Cissé – Renvoyé à la prison de déportation après avoir résisté dans l’avion

Christophe Cissé – Renvoyé à la prison de déportation après avoir résisté dans l’avion
http://www.thevoiceforum.org/node/4771

Libérez Christophe Cissé

Mise à jour : Christophe Cissé – Renvoyé à la prison de déportation après avoir résisté dans l’avion.
RefugeeBlackBox Solidarity | Free Christophe Cissé – Stop Deportation

Christophe devait être déporté aujourd’hui de Hambourg vers le Mali. Arrivée prévue à Bamako : 23h35.
Mais Christophe Cissé a résisté si fortement à l’intérieur de l’avion de déportation que la déportation a été interrompue et qu’il a été renvoyé à la prison de déportation de Hambourg.
L’avion a finalement décollé sans lui.
RefugeeBlackBox Solidarity | Soutien pour arrêter la déportation de Christophe Cissé de Hambourg vers le Mali.
Mise à jour 22.03.21

Online Refugee Meetings – How do we live in camps today?

PDF البرنامج باللغة العربية | Programm als PDF (deutsch) | PDF برنامه به فارسی | program as PDF (english) | türkçe Program

Friends, sister and brothers,
next Friday the next online refugee meeting will take place:

How do we live in the camps today?
2 April 2021 | 7:30 pm
What is the situation in the camps during the pandemic?
What is the medical care like?
What is it like for our children?
How do we communicate with our communities?
Is there internet? …

Camps have always been part of the colonial system of oppression and apartheid. Isolation camps in the Federal Republic of Germany were first set up after the Second World War for the “guest workers”, later for refugees. They are an important part of the deportation machinery, serving to wear down, isolate, control, stigmatise, and prepare either for the execution of deportation or for subordination in a system of exploitation after a residence permit has been issued. As if a paper would make us equal human beings. In the manifesto against deportation we stated in 2008:

“In Germany there are different types of camps to keep people under control and break their will. The camp system is a complex system of racist segregation and social exclusion aimed at forcing refugees to leave the country. It exists to make us realise that we are not welcome. All the shelters, reception centres, deportation prisons, departure centres exist to separate us from society. It is to prevent human-to-human relationships. The camp system is an old system used in the colonies, by the German NAZI terror, by Japanese fascism and other countries where fascist ideologies came into practice. Currently, the European Union and Germany as one of its core powers are expanding the camp system to outside the European Union, as in North Africa or in Eastern Europe, as in Ukraine. The expansion is aimed at keeping those fleeing misery out of Europe.”

In 2013, the refugee tribunal against the Federal Republic of Germany also indicted the camp system:
“The FRG is accused of enforcing the system of isolation camps, thereby
– deliberately isolating refugees in camps,
– enabling violence against women and children in camps,
– traumatising refugees,
– putting refugees’ lives in danger by denying them medical care,
– pushing humiliation through vouchers and food parcels. “

Today, isolation camps are officially referred to in fancy language as anchor centres, state reception centres, central accommodation facilities … … Their functions are the same. The isolation methods even more sophisticated than before.

Today we are witnesses to refugees being held for years in inhumane camps in Greece, Italy, Spain or the Balkans at Europe’s external borders and exposed to disease and misery. We are witnesses to how the Federal Republic of Germany finances isolation camps in Jordan, Lebanon, Turkey to keep us away from Europe. In this game with our lives, profiting from the exploitations and wars in our countries, the cost of our internment in the camps is calculated. It also makes clear the attitude of the governments and societies of Europe and the Federal Republic as to what they think of the superfluous of this earth.

But what can we do to protect our lives, our fundamental rights and our physical and mental integrity? What can we do to preserve our dignity? The least we can do is to create common links, present our situation to our communities and look for solutions together.

Solidarity unites and strengthens us in these times. We refer to the results of an exchange from 2009

Exchange on Organizing and Resistance in the Camps
made during the Conference on colonial Injustice
held in Jena, from September 9 to 13, 2009
http://thecaravan.org/files/caravan/united_vs_colonial_injustice_exchang…

Below we have also compiled some reports on the different camps visited in the past. You can compare for yourselves what has changed or not.

If you want to participate in the online meeting on Friday, please write us an email or call the following number or write us a message:

Gülay: 0162 989 07 46 (German and Turkish)
Araz: 0178 853 07 01 (German, English, Farsi)

Note for all participants
The events are only aimed at people with refugee experience. All discussions will take place via the zoom channel of THE VOICE Refugee Forum.
Please contact us if you want to participate. Let us know which language you speak so that we can organise translations together beforehand. We will send you the link before the event.

With solidarity greetings
Your Wuppertal group of the
CARAVAN for the Rights of Refugees and Migrants

# # # # # Reports on isolation camps / Berichte Isolationslager # # # # #

1. November 2018 | Nordrhein-Westfalen | Schwelm
Entmündigung und Zermürbung von Flüchtlingen in Schwelm
http://thecaravan.org/node/4674

30. Juli 2013 | Nordrhein-Westfalen | Heiligenhaus
Delegationsbericht zur Situation der Flüchtlingsfrauen in Heiligenhaus NRW
http://thecaravan.org/node/3862

26. August 2012 | Baden-Württemberg | Stuttgart
“WIRFÜHLENUNSGERADEWIE TIEREIM ZOO”
Nach dem Brand am 25. August 2012 im Asylbewerberheim in Stuttgart – Heumaden lassen die Verantwortlichen die Flüchtlinge sprichwörtlich im Regen stehen.
Eine Delegation des Break Isolation Refugee Summer Camps brach direkt nach dem Brand auf und war vor Ort
THE VOICE OF REFUGEES AND MIGRANTS – Ausgabe 4 – Oktober 2012 – Seite 6
http://www.thecaravan.org/files/caravan/The_Voice_of_Refugees_and_migran…

5. November 2011 | Baden-Württemberg | Hardheim
Delegationsbesuch des Isolationsheims in Hardheim, Baden-Württemberg
http://thecaravan.org/node/2837

02. Oktober 2011 | Niedersachsen | Fallersleben
Besuch einer Delegation der KARAWANE Hamburg im Lager Fallersleben in Wolfsburg
http://thecaravan.org/node/3050

11. September 2011 | Niedersachsen | Bramsche-Hesepe
Bericht einer Wuppertaler Delegation im Lager Bramsche / Niedersachsen
گزارشی از ھيئت اعزامی کاراوان ووپرتال ازاردوگاه پناھندگی برامشه / نيدرزاکسن
Deutsch: http://thecaravan.org/node/3037
als PDF: http://thecaravan.org/files/caravan/Bramsche_20110911_Delegationsbesuch.pdf
Farsi: گزارشی از ھيئت اعزامی کاراوان ووپرتال ازاردوگاه پناھندگی برامشه / نيدرزاکسن
http://thecaravan.org/files/caravan/Bramsche_20110911_Delegationsbesuch_…

28. August 2011 | Nordrhein-Westfalen | Velbert
Bericht einer Delegation am 28.August 2011 zu einer Flüchtlingsunterkunft in Velbert
http://thecaravan.org/files/caravan/Velbert_20110828_Delegationsbesuch.pdf

13. Februar 2011 | Niedersachsen | Meinersen
Besuch im Lager Meinersen durch SPD-Landtagsabgeordnete und Betreiberfirma K&S
http://thecaravan.org/node/2786

16. September 2010 | Thüringen | Gerstungen
Bericht von einem Besuch im Lager Gerstungen am 16.09.10
„Das Flüchtlingslager in Gerstungen erinnert an ein Konzentrationslager!“
Wie Menschen in Deutschland entwürdigt und gedemütigt werden
http://thecaravan.org/node/2574

12. August 2010 | Niedersachsen | Meinersen
„Sie haben uns hier rein geschmissen wie Tiere“
http://thecaravan.org/node/2531

11. Juli 2009 | Thüringen | Greiz, Jena
Delegationsreise nach Thüringen am 11./12. Juli 2009 Bericht der KARAWANE Delegation aus Hamburg
http://thecaravan.org/node/2134

27. Juni 2009 | Thürngen | Gangloffsömmern & Gerstungen
DE: Delegationsbesuch der Isolationsheime in Gerstungen und Gangloffsömmern, Thüringen
http://thecaravan.org/node/2135
türkce: Gerstungen ve Gangloffsömmern Tecrit Yurtlarına Delegasyon Ziyareti
http://thecaravan.org/node/2137
English: Delegation visit of the isolation Lagers in Gerstungen and Gangloffsömmern
http://thecaravan.org/node/2136

17. März 2009 | Nordrhein-Westfalen | Remscheid
Pressekonferenz der Flüchtlinge vom 17. März in Remscheid
http://thecaravan.org/node/1916

3. Oktober 2008 | Thüringen | Katzhütte
Besuch im Isolationslager Katzhütte
http://thecaravan.org/node/1681

4. Mai 2008 | Sachsen | Possek
Posseck Flüchtlingslager: Ein Bericht des The VOICE Refugee Forum – Treffens in Jena
http://www.thevoiceforum.org/node/796
ISOLATION IN POSSECK
http://thevoiceforum.org/node/781


Kontakt:

KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
Marienstraße 52, 42105 Wuppertal
Telefon: 0049 (0) 202 27 27 95 34
E-Mail: wuppkarawane {ät] yahoo.de
Internet: http://thecaravan.org
Facebook: https://www.facebook.com/karawanewuppertal

Bankverbindung:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer: 4030780800
Bankleitzahl: 43060967
IBAN: DE28 4306 0967 4030 7808 00
BIC: GENO DE M1 GLS
GLS Gemeinschaftsbank eG

Christophe Cissé – Nach Widerstand im Flugzeug ins Abschiebegefängnis zurückgebracht

Update: Christophe Cissé – Nach Widerstand im Flugzeug ins Abschiebegefängnis zurückgebracht

RefugeeBlackBox Solidarität | Free Christophe Cissé – Stoppt die Abschiebung

Christophe sollte heute von Hamburg nach Mali abgeschoben werden. Geplante Ankunft in Bamako: 23:35 Uhr.
Doch Christophe Cissé leistete im Abschiebeflugzeug so heftigen Widerstand, dass die Abschiebung abgebrochen und Christophe in das Abschiebegefängnis in Hamburg zurückgebracht wurde.
Das Flugzeug hob schließlich ohne ihn ab.

RefugeeBlackBox Solidarität | Unterstützung zum Stopp der Abschiebung von Christophe Cissé von Hamburg nach Mali.
Aktualisiert 22.03.21

Update: Christophe Cissé – Returned to Deportation Prison after resistance in the plane

RefugeeBlackBox Solidarity | Free Christophe – Stop Deportation

Christophe was to be deported today from Hamburg to Mali. Scheduled arrival in Bamako: 23:35.
But Christophe Cissé resisted so heavily inside the deportation plane that the deportation was terminated and he was returned to the deportation prison in Hamburg.
The plane finally took off without him.

RefugeeBlackBox Solidarity | Support to stop the deportation of Christophe Cissé from Hamburg to Mali.
Updated 22.03.21

En. | Fr. | Spa.: RefugeeBlackBox Solidarity
http://thevoiceforum.org/node/4754
An X-ray of Political Solidarity – on the Background of the RefugeeBlackBox Part 1
For: Justice and Freedom | Against: Deportation and Repression

English: An X-ray of Political Solidarity – on the Background of the RefugeeBlackBox Part 1
Francés: Une radiographie de la solidarité politique – sur le fond de la boîte noire des réfugiés Partie 1
Español: Una radiografa de solidaridad politica | RefugeeBlackBox

Break the Deportation DNA Chain
https://facebook.com/RefugeeBlackBox

Update: Christophe Cissé – Returned to Deportation Prison after resistance in the plane

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer
: 40 30 780 800
GLS Gemeinschaftsbank eG
BLZ: 430 609 67

IBAN: DE28430609674030780800
BIC: GENODEM1GLS

Free Christophe | Stop Deportation Rally in Hamburg, 19.03.21

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer
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Online Flüchtlingstreffen – Kriege in unseren Ländern

19. März 2021 | 19:30 Uhr

PDF البرنامج باللغة العربية | Programm als PDF (deutsch) | PDF برنامه به فارسی | program as PDF (english) | türkçe Program

Kriege in unseren Ländern
19. März 2021 | 19:30 Uhr

Liebe Freundinnen und Freunde, Schwestern und Brüder,

am 19. März 2003 begann der zweite Angriff der USA und befreundeter Staaten auf den Irak. Auf den Tag genau nach 8 Jahren eröffnete die französische Luftwaffe den Krieg gegen Libyen mit Bombardierungen. Beide Kriege verstießen gegen existierendes internationales Völkerrecht und waren illegal. Sie wurden indirekt unterstützt durch die Bundesrepublik Deutschland. Von hier aus flogen Flugzeuge und Nachschub für die Kriegsparteien der NATO-Staaten. Beide Kriege haben verheerende Folgen nicht nur für die Menschen in Irak und Libyen gehabt, sondern für viele aus den Nachbarstaaten. Seitdem mussten viele Menschen sterben und viele haben ihre Lebensgrundlagen verloren. Sie haben viele gezwungen ihre Wohnorte und ihre Familien zu verlassen. Doch hier in Deutschland im Herzen Europas, wo wir leben, scheinen diese Verbrechen keine Rolle in der öffentlichen Diskussion zu spielen. Nur die unter diesen Kriegen und ihre Folgen leidenden Menschen, also wir Flüchtlinge und Vertriebene, scheinen immer wieder die Ruhe und Ordnung hier zu stören. Die Diskussionen der politischen Parteien hier in Deutschland konzentrieren sich darauf, wie Menschen aus diesen Ländern, wie die Zeugen des Krieges und ihrer Folgen, wie also Flüchtlinge von Europa ferngehalten werden. Sie werden weiterhin kriminalisiert und nicht nur mit Rassismus begegnet, sondern auch mit Abschiebung bedroht. Sie sind in Lagern in Libyen, in Türkei, in Griechenland oder … isoliert und nicht nur ihrer Würde beraubt. Europa zeigt unter der Propaganda der Menschenrechte, dass das Leben dieser Menschen keinen Cent wert ist. Dass es egal ist, ob sie in den Kriegen, als Flüchtlinge in den Lagern, als Kinder in Basra durch Leukämie, als Flüchtlinge in Lagern in Libyen versklavt oder vergewaltigt oder in Moria sterben…

Die Regierungen Europas initiieren und befeuern weiterhin Kriege. Die hier angesiedelten Firmen verdienen sowohl an der Zerstörung als auch am Wiederaufbau. In all diesen Kriegen werden wir gegeneinander gehetzt als Ethnien, Religionen, … Diese koloniale Barbarei kennen wir nicht nur seit unserer Geburt, sondern seit Jahrhunderten. Wir wollen nicht mit den politischen Parteien und Regierungen Europas oder Deutschlands, die diese Verbrechen begangen haben und immer noch Kriege in unsere Länder tragen, reden oder ihnen Forderungen stellen. Ihre Barbarei ist uns bewusst und das Schweigen der Mehrheitsgesellschaft zu diesen Kriegen auch. Uns geht es darum, wie wir uns organisieren können gegen diese Barbarei.

Uns interessieren unsere Gemeinschaften aus diesen Ländern. Daher organisieren wir im Rahmen unserer Online-Treffen am Tage des Angriffs auf Irak und Libyen diese Diskussionsveranstaltung. Uns interessiert es, wie es unseren Brüdern und Schwestern aus den verschiedensten Ländern geht, fern der Städte und Orte, die einst ihren Lebensmittelpunkt bildeten, fern der Familien und Bekannten. Wir wollen in Gesprächen uns austauschen darüber, wie es uns geht, wenn wir wissen, dass der Krieg in unseren Ländern tobt und unsere Liebsten und ihr Leben bedroht. Wir wollen gemeinsam wissen, wie es uns geht, wenn die Sanktionen als Vor- oder Nachbereitung zu einem Krieg die Wirtschaft eines Landes samt ihrer Menschen in den Elend ziehen kann: Im Irak starben nach dem ersten Angriff der USA infolge der Sanktionen viele, weil sie kaum Zugang zu Medizin hatten. Nun sind tausende Menschen in Syrien Hunger und mangelnder gesundheitlicher Versorgung ausgesetzt und ihre Leben sind bedroht. Was können wir hier machen, damit wir die Ohnmacht ablegen, damit wir mit unseren Familien und Bekannten in unseren Ländern oder in den großen Flüchtlingslagern dieser Erde in Kontakt bleiben und ihnen beistehen können, damit wir den Manipulationen vor einem Krieg begegnen und die Vertuschungen offenlegen können. Vielleicht habt ihr andere Ideen, andere Aspekte, die wir nicht erwähnt haben.

Wenn ihr an dem Online-Treffen teilnehmen wollt, schreibt uns oder kontaktiert uns per Telefon. Wir sprechen Deutsch, Englisch, Farsi, Französisch, Kurdisch, Türkisch. Falls ihr eine andere Sprache spricht, so fragen wir Freundinnen und organisieren diese ebenfalls.

Schreibt uns eine E-Mail oder eine Nachricht an die unten angegebenen Telefonnummern:
Telefon:

  • Gülay: 0162 989 07 46 (deutsch und türkisch)
  • Araz: 0178 853 07 01 (deutsch, englisch, farsi)

Das Programm der Online-Treffen findet ihr in arabischer, deutscher, persischer, englischer und türkischer Sprache als PDF download hier:

PDF البرنامج باللغة العربية | Programm als PDF (deutsch) | PDF برنامه به فارسی | program as PDF (english) | türkçe Program

Hinweis für die Teilnahme in den Online-Treffen

Die Veranstaltungen richten sich nur an Menschen mit Fluchterfahrung. Alle Diskussionen finden über den zoom-Kanal von THE VOICE Refugee Forum statt. Bitte nimmt Kontakt mit uns auf, wenn ihr teilnhemen wollt. Lasst uns wissen, welche Sprache ihr spricht, damit wir im Vorfeld eventuelle Übersetzungen gemeinsam organisieren können. Vor der Veranstaltung werden wir euch dann den Link zukommen lassen.

In Solidarität bleiben wir verbunden
Eure Wuppertaler Gruppe der KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen

KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
Büro Wuppertal
Marienstr. 52 | 42105 Wuppertal
E-Mail: wuppkarawane@yahoo.de
Internet: http://thecaravan.org
Facebook: https://www.facebook.com/karawanewuppertal oder https://www.facebook.com/caravannetwork

Pressekonferenz der Familie Ahmad am 9. März 2021 ab 13:30 Uhr vor dem Landtag NRW in Düsseldorf

Stellungnahme der KARAWANE
für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen

zum zweiten Todestag von Amed Ahmad

Wir gedenken Amed Ahmad
gestorben am 29. September 2018 unter bisher ungeklärten Umständen

Homepage der Initiative Amed Ahmad

Amed Ahmad floh vor dem Krieg in Syrien und lebte in Geldern. Am 6. Juli 2018 wurde er grundlos verhaftet. 73 Tage wurde er seiner Freiheit beraubt, bis er am 17. September 2018 in der JVA Kleve unter bisher ungeklärten Umständen in seiner Zelle verbrannte. 12 Tage verbrachte er im Krankenhaus. Seine in Bonn lebender Vater wurde in dieser Zeit nicht benachrichtigt. Er erfuhr erst durch die Medien vom Tod seines Sohnes. Seine Mutter und Geschwister waren auf der Flucht vor dem Krieg in Syrien. Amed sehnte sich nach ihnen und fieberte dem Wiedersehen entgegen.

Wiederholt werden Ausreden, Lügen, Vertuschungen und Pannen konstruiert, um den Tod von Amed Ahmad als „Panne“ darzustellen. Am morgigen Dienstag, den 9. März 2021 findet der 28. parlamentarische Untersuchungsausschuss zu dem Thema im Landtag NRW statt. Aus diesem Anlass rufen die Eltern, Freundinnen und Freunde von Amed Ahmad zu einer Pressekonferenz.

Pressekonferenz der Familie Ahmad am 9. März 2021
ab 13:30 Uhr vor dem Landtag NRW in Düsseldorf

Am 6. Juli 2018 wird Amed Ahmad von der Polizei in Geldern festgenommen. Am selben Abend wird er in die Justizvollzugsanstalt nach Geldern-Pont verlegt. Am 10. Juli 2018 wird er dann in das Gefängnis in Kleve verlegt. Am 17. September 2018 brennt seine Zelle. Per Krankenwagen wird Amed Ahmad in das Sankt-Antonius Krankenhaus in Kleve transportiert. Dort wird er nicht stationiert, sondern mit einem Hubschrauber in das Klinikum Duisburg gebracht. Eine Woche später am 24. September 2020 wird er in das künstliche Koma versetzt und in das Klinikum Bergmannsheil nach Bochum gebracht. Am 29. September stirbt er nach einer Lungentransplantation. Das sind die bekannten und nicht diskutierbaren Fakten.

Als nach dem Tod Amed Ahmads die Öffentlichkeit von seinem Tod und der rechtswidrigen Freiheitsberaubung erfuhr, versprach der Innenminister Nordrhein Westphalens, Herr Reul, Aufklärung und entschuldigte sich bei den Familienangehörigen von Amed Ahmad.

Fest steht mittlerweile, dass alle Untersuchungen der Staatsanwaltschaften zum Fall beendet worden sind. Keiner der befragten Beamten kann sich daran erinnern, warum sie Amed Ahmad länger seiner Freiheit beraubt haben. Hinweise zur Datenbearbeitung und erkennungsdienstlichen Behandlung sind seitens der Staatsanwälte ignoriert. Fehler seitens der Beamten sind bisher folgenlos geblieben, obwohl diese dazu geführt haben, dass Amed Ahmad in der JVA Kleve seiner Freiheit beraubt wurde.

Es ist festzuhalten, dass die erkennungsdienstliche Behandlung in Krefeld nach einer Nachtfahrt ohne Ticket am 4. Juli 2018, also zwei Tage vor der Verhaftung von Amed Ahmad, auf Grundlage einer faktisch fehlerhaften Begründung durchgeführt wurde.

Ferner steht fest, dass zwischen dem 4. Und 9 Juli 2018, also dem Zeitraum vor und kurz nach der Verhaftung von Amed Ahmad seine Daten mehrmals in den polizeilichen Datenbanken abgefragt und mit denen einer anderen Person unterschiedlichem Namen und offensichtlich unterschiedlichem Aussehen zusammengeführt worden sind. Fest steht nun mittlerweile auch, dass die Einträge und Daten in den polizeilichen ViVA-Datenbanken des Landes NRW offensichtlich manipuliert worden sind.

Die seit seinem Tod öffentlich gewordenen Berichte oder Aussagen hinsichtlich der Festnahme widersprechen oder unterscheiden sich. Die involvierten Beamten geben unterschiedliche Versionen im parlamentarischen Untersuchungsausschuss, in den Untersuchungen, in der Presse wieder. Warum wurde Amed Ahmad festgenommen? Weil die Tochter eines Polizeibeamten ihren Vater gerufen habe oder weil Geldener Polizisten ihn bewusst gesucht und festgenommen haben?

Für uns ist es eindeutig und klar: Amed Ahmad wurde nicht aufgrund von Datenfehler getötet, sondern aufgrund von Fehlverhalten oder absichtliches Fehlverhalten einiger Beamten. Was der Innenminister Reul unternehmen wird, um diese aufzuklären, ist abzuwarten.

Wir sind uns einig und entschlossen: Wir werden die Familie, Freundinnen und Freunde von Amed Ahmad solange wie nötig unterstützen und verhindern, dass wieder einmal die Wahrheit durch Lügen und Vertuschungen in der Öffentlichkeit hingerichtet wird, dass wieder ein Mensch getötet und zu den Akten gelegt wird.

Wir unterstützen die Familie von Amed Ahmad bei ihren Bestrebungen und rufen dazu auf, ihre Pressekundgebung zu besuchen und sie weiterhin zu unterstützen.

Wuppertal, 8. März 2021

KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
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Solidarität gegen die geplante Abschiebung von Afitap Demir in die Türkei

Als Karawane-Flüchtlingsfrauenbewegung sind wir entsetzt und wütend darüber, dass das Land Hessen Afitap Demir ihrer Freiheit beraubt hat und sie in die Türkei abschieben will.

Die Kurdin lebt seit 1985 – seit 35 Jahren – in Deutschland. Sie floh als junge Frau vor der türkischen Militärdiktatur und baute sich in Deutschland ein neues Leben und eine Familie auf. Sie hat einen behinderten Sohn, um den sie sich bis zu ihrer Inhaftierung gekümmert hat – jetzt ist sie in Darmstadt in Abschiebehaft und soll mit 60 Jahren in das Land zurückgeschickt werden, aus dem sie als Mitte 20jährige floh.

Afitap Demir hat in Deutschland durch ihren Ex-Ehemann Gewalt erfahren. Sie hat sich dagegen gewehrt und dabei selbst gegen Gesetze verstoßen. So wie viele andere Frauen in Deutschland sah sie für sich wohl keine andere Möglichkeit, sich gegen die Gewalt ihres Ex-Mannes zu wehren.

Doch ganz gleich, was sie getan und gegen welche Gesetze sie verstoßen hat: Sie gehört in dieses Land; hier ist ihr Zuhause und hier sind ihre Kinder, die ebenfalls gegen die Abschiebung ihrer Mutter kämpfen.

Als Karawane-Frauen verurteilen wir:

  • Die Trennung von Afitap Demir von den hier lebenden mittlerweile erwachsenen Kindern.
  • Die Trennung von Afitap Demir von ihrem behinderten Sohn, der sie braucht und deshalb sich im Protest befindet.
  • Die Abschiebung von Afitap Demir in ein Land, das sie nicht mehr als ihres emfpindet und wo sie nicht sein will.
  • Die Art und Weise, wie der der deutsche Staat und das Land Hessen mit Opfern von Gewalt umgehen.
  • Die bevorstehende Abschiebung von Afitap Demir und die durch die Inhaftierung und Abschiebeandrohung ihr zugefügten Leiden.

Es ist ferner erstaunlich, dass einerseits immer wieder die Femizide in der Türkei und die Rechtlosigkeit der Frauen dort thematisiert werden, aber gleichzeitig wird die Lebenssituation von Frauen dort ausgeblendet, wenn es um Abschiebungen geht. Dieses heuchlerische Spiel erleben wir genauso bei politischen Flüchtlingen aus verschiedensten Ländern Afrikas oder Asiens, bei Flüchtlingen aus Kriegsgebieten wie Afghanistan, Irak, Nigeria, Sudan …

Wir Karawane-Frauen stehen in Solidarität mit Afitap Demir, mit ihrer Familie und ihren FreundInnen. Wir rufen alle Frauen und Frauenvereine, -organisationen und -gemeinschaften auf, ihre Solidarität mit Afitap Demir zu bekunden und sich gegen die geplante Abschiebung zu stellen. Wenige Tage vor dem Internationalen Kampftag der Frauen, sehen wir es als unsere Pflicht, uns an die Seite von Afitap und allen anderen Frauen zu stellen, die von Gewalt, Abschiebung oder der Trennung von ihren Familien betroffen sind.

Solidarisch bleiben wir miteinander im Kampf für unsere Würde und Freiheit verbunden.

KARAWANE Flüchtlingsfrauenbewegung

Weitere Infos: https://www.fr.de/rhein-main/darmstadt/darmstadt-kritik-an-geplanter-abschiebung-von-mutter-waechst-90223922.html?utm_term=Autofeed&utm_medium=Social&utm_source=Twitter#Echobox=1614621183
https://www.fr.de/rhein-main/darmstadt/darmstadt-mutter-behindertem-abschiebehaft-tuerkei-demo-90217509.html

Online refugee meetings – Invitation and Program

Programm als PDF | PDF برنامه به فارسی | Program as PDF | türkçe Program

Corona hits us refugees particularly hard. Above all, our sisters and brothers, our children, who are on the move at the borders of Europe in search of a safe place, are living in a nightmare. Our families and acquaintances whom we have had to leave behind in our countries of origin are, in addition to the pandemic, perhaps additionally affected by wars or the economic consequences of the pandemic or sanctions. They are struggling to survive every day. Maybe they are also affected by the persecution of dictatorial regimes that forbid them to organise and stand up for their rights as workers, women, pupils and students or teachers.
We want to analyse the situation from different aspects and discuss it together: What is it like to be a refugee in Germany? Under which living conditions do we live here? What injustices are we confronted with? What can we do together? Since we can neither travel nor meet, we want to offer virtual spaces to exchange, have joint discussions and look for ways to defend our rights. If other issues seem more important to you and you want to discuss and develop solutions with communities in solidarity, please tell us about them. Together we can look back on 500 years of resistance against colonialism, imperialism and injustice and bring our experiences into future struggles in solidarity, regardless of origin, language, religion, gender, age, …

Who are we?

We are CARAVAN for the rights of refugees and migrants. We organise ourselves and take care of our concerns together. Since 1998, we have been fighting in Germany for our basic rights, against deportations, against exploitation, against racism, against isolation and police brutality and against any kind of injustice… The slogan “We are here because you are destroying our countries” has accompanied us since our existence, because the global colonial and imperialist order determines our lives and forces us to flee. We rebel against this everywhere and strengthen ourselves through solidarity action.
Since 2004, we have been continuously active together with the Federation of Migrant Workers from Turkey in Germany AGIF and other migrant self-organisations in Wuppertal. Before Corona we had a weekly open meeting. This is no longer possible, so we now organise online meetings.

Note for all communities

The events are only for people with refugee experience. All discussions will take place via the zoom channel of THE VOICE Refugee Forum. Please contact us if you want to participate. Let us know which language you speak so that we can organise translations together beforehand. We will send you the link before the event.

How can we be reached?

We speak German, English, Farsi, French, Kurdish, Turkish. If you speak another language, we will ask friends and organise this as well.
Send us an email or a message to the phone numbers below:

Phone:

  • Gülay: 0162 989 07 46 (German and Turkish)
  • Araz: 0178 853 07 01 (German, English, Farsi)

KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
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