Informationen zum Familiennachzug für Menschen mit subsidiärem Schutz

Die Kampagne “Familienleben für alle!” hat ein nützliches Informationsblatt zum Familiennachzug von Menschen mit subsidiären Schutz veröffentlicht:

Infobrief-zu-Familiennachzug-für-Menschen-mit-subsidiärem-Schutz (PDF)

 

Liebe Leute mit subsidiärem Schutz,

اعزائي اصحاب الحماية الفرعية

wir haben in den letzten Wochen viele Informationen über die Visumverfahren von Familienangehörigen von subsidiär geschützte Flüchtlingen gesammelt. Diese Informationen möchten wir hier mit euch teilen – und ein paar Tipps geben.
Unsere Informationen sind zur Situation in Beirut, Erbil, Amman und Istanbul. Über die Situation an anderen Botschaften haben wir keine Informationen.

لقد جمعنا الكثير من المعلومات في الاسابيع الماضية حول لم الشمل لأسر اللاجئين الحاصلين على الحماية الثانوية , ونود مشاركة هذه المعلومات معكم واعطائكم بعض المعلومات
هذه المعلومات متعلقة بالحالة في السفارات الالمانية في بيروت , عمان , اربيل و اسطنبول اما بخصوص بقية السفارات فليس لدينا معلومات للاسف

Ablauf des Verfahrens:

طريقة سير الاجراء:

1. Die IOM verschickt an alle, die schon einen Termin gebucht haben eine E-Mail mit Informationen, welche Unterlagen man für den Visumsantrag braucht. Später ruft sie an und fragt, ob man alle Dokumente hat.

1. المنظمة الدولية للهجرة ترسل بريد الكتروني يحتوي معلومات حول الوثائق المطلوبة لاجل طلب الفيزا لجميع من قام بحجز موعد ويقومون لاحقا بالاتصال للسؤال اذا ما كان الشخص لديه جميع الوثائق

 

2. Wenn man sagt, dass man alle Dokumente fertig vorbereitet hat, kann es sein, dass man sehr kurzfristig einen Termin bekommt.

2. عندما يقول الشخص لهم ان لديه جميع الوثائق فمن الممكن ان يحصل على موعد بعد فترة وجيزة

! Tipp: Wenn man noch nicht alles fertig hat, ist es besser noch ein bisschen länger auf den Termin zu warten. Denkt auch daran, dass der Pass unterschrieben sein muss und syrische Beamte eine Erlaubnis für den Grenzübertritt brauchen.

نصيحة: اذا لم تكن لديك جميع الوثائق فمن الافضل الانتظار اطول قليلا . ولا تنسو ان جوازات السفر يجب ان تكون موقعة وانكم تحتاجون لتصريح سفر من المؤسسات السورية للخروج من القطر

 

3. Beim Termin überprüft die IOM, ob man alle Dokumente hat. Wenn etwas fehlt, wird man wieder weg geschickt. Nur wenn alle Dokumente vollständig und korrekt sind, kommt man zum nächsten Schritt: Eine Anhörung.

3. خلال الموعد تتحقق منظمة الهجرة الدولية اذا ما كانت جميع الوثائق لديكم , في حال نقصان شيء يتم تأجيل الموعد , اما في حال وجود جميع الوثائق يكنكم متابعة الاجراء : الحصول على جلسة استماع

 

4. Die IOM macht eine Anhörung, eine Art Interview. Das kann ein sehr langes Gespräch sein. Wir wissen von einem Fall, in dem das Gespräch drei Stunden gedauert hat. In diesem Gespräch müssen eure Ehemänner oder Ehefrauen alles! erzählen, was Gründe für eine „Humanitären Fall sein können:

4. جلسة الاستماع لدى منظمة الهجرة الدولية هي مثل المقابلة. وقد تطول جدا حيث نعرف حالة استمرت فيها المقابلة لثلاث ساعات . في هذه المقابلة يجب على زوجك او زوجتك حكي كل ما قد يعتبر اسباب لحالة انسانية

Ist eure Familie schon sehr lange getrennt? Warum, kann die Person, die in Deutschland ist, nicht zurück kommen? Gibt es die Möglichkeit in einem anderen Land zusammen zu leben?

امثلة: هل عائلتكم منفصلة منذ مدة طويلة ؟ ولماذا لايستطيع الشخص في المانيا العودة الى سوريا ؟ وهل من الممكن ان تعيشوا سويا في بلد اخر؟

Ist jemand in der Familie sehr krank? Kann diese Krankheit in Syrien nicht behandelt werden? Braucht die kranke Person Pflege, die nur ein Familienmitglied geben kann? Das müsst ihr mit einem ärztlichen Attest beweisen.

هل احد افراد العائلة مريض ؟ وهل هذا المرض لايمكن علاجه في سوريا ؟ هل يحتاج الى رعاية خاصة لايمكن ان يقدمها له سوى احد افراد العائلة ؟ كل هذا يجب اثبات صحته بتقارير طبية .

Leiden die Kinder unter der Familientrennung und haben psychische Probleme? Weinen sie oft, sind sie aggressiv, essen sie nicht genug oder zu viel? Haben sie schlechte Träume und das Bett ist morgens nass? Das alles sind Zeichen für seelische Probleme von Kindern – sprecht darüber! Werden die Kinder in der Schule oder in der Nachbarschaft beschimpft oder isoliert, weil ihr Vater/ ihre Mutter im Ausland ist? Müssen sie Angst haben? Können die Kinder in eine gute Schule gehen? Das alles sind wichtige Argumente dafür, dass das „Kindeswohl“ in Gefahr ist.

هل يعانون الاطفال من مشاكل نفسية بسبب تفرق العائلة؟ يبكون كثيرا, يتعاملون بعدوانية, هل ياكلون كفاية؟ هل تراودهم كوابيس مزعجة ويبللون السرير؟ هذه كلها علامات للمشاكل النفسية لدى الاطفال , هل يتم ذمهم او مضايقتهم لان والدهم او والدتهم خارج البلاد ؟ هل يحصلون على تعليم جيد؟ هذه كلها تعد حججا جيدة وتدل على ان حالة الاطفال بخطر.

Sind eure Familienmitglieder in Gefahr? Gibt es Probleme mit syrischen Behörden? Gibt es Drohungen von Nachbarn? Leben sie in einem Gebiet, in dem Kämpfe sind?

هل افراد عائلتكم بخطر؟ هل لديهم مشاكل مع المؤسسات الحكومية؟ هل يتم تهديدهم من قبل احد الجيران؟ هل يعيشون في مناطق في نزاعات مسلحة؟

Außerdem überprüft die IOM, ob ihr schon eine Familie wart, bevor die Person, die jetzt in Deutschland ist, geflohen ist.

غير ذلك فتقوم المنظمة الدولية للهجرة بالتحقق اذا ماكنتم عائلة قبل خروج الشخص الذي في المانيا من سوريا

! Tipp: Am besten bringt ihr Hochzeitsfotos oder Familienfotos mit.

نصيحة احضروا معكم صور قديمة معا او صور حفل الزفاف

! Wichtig: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schreiben alles auf, was ihr sagt. Die Informationen gehen nur zur Botschaft und zu deutschen Behörden – nicht zu syrischen Behörden oder den Behörden in Jordanien, dem Irak oder der Türkei.

مهم: الموظفين سيكتبون كل ما سوف تقولونه ولكن هذه المعلومات تقدم فقط للسفارة الالمانية والمؤسسات الالمانية ولن يتم ارسالها لاي مؤسسة سورية او لبنانية, عراقية , اردنية ….الخ

! Tipp: Wir empfehlen, alles was eure Ehefrauen / Ehemänner erzählen werden, auch vorher auf zu schreiben (auf Deutsch) und einen schriftlichen Antrag mit zu bringen. Der Antrag kommt dann zu der Akte des Visumsantrags. Wenn eure Familie kein Visum bekommt und ihr klagen wollt, ist das ein wichtiges Dokument.

نصيحة: اكتبوا مسبقا كل ما سيقوله افراد عائلتكم بالالمانية وقدموه كطلب رسمي في المقابلة حيث سيكون هذا الطلب مهم جدا في حال تم رفض طلب الفيزا واردتم الطعن في هذا القرار.

5. Die IOM leitet das Protokoll der Anhörung, euren Antrag und alle Dokumente an die Botschaft weiter.

Wenn die Botschaft akzeptiert, dass es Humanitäre Gründe für den Familiennachzug gibt, leitet sie den Antrag weiter an die zuständige Ausländerbehörde, das ist die Ausländerbehörde am Wohnort der Person, die schon in Deutschland ist.

5. مكتب الهجرة سيرسل اقوالكم في المقابلة والوثائق المقدمة للسفارة في حال وافقت السفارة واعتبرت ان يوجد اسباب انسانية للم الشمل سترسل السفارة طلبكم لمكتب الاجانب المسؤول ( هو مكتب الاجانب الموجود في مكان سكن الشخص في المانيا)

! Wichtig: Leider ist bisher nicht geplant, dass die Botschaft darüber informiert, ob sie humanitäre Gründe sieht. Das bedeutet, man weiß nicht, ob man eine Chance hat.

 ! مهم: للاسف لحد الان لم يتم التخطيط اذا ما كانت السفارة ستخبركم ان كانت ترى الاسباب مقنعة او لا هذا يعني انه لايمكن المعرفة اذا ما كانت لديكم فرصة او لا

 

6. Die Ausländerbehörde schreibt eine Stellungnahme und beschreibt, wie gut die Person, die schon in Deutschland ist, integriert ist. Kriterien dafür sind: Nachweise über Deutschkenntnisse (Prüfungen), Nachweise über Ehrenamtliches Engagement, eine Wohnung, Arbeit / Ausbildung / Studium.

Für gute Integration gibt es Pluspunkte für den Visumsantrag.

6. مكتب الاجانب سيكتب تعليقه ويشرح مدى حسن اندماج الشخص في المانيا , المعاير للاندماج الجيد هي اثباتات بمعرفة اللغة الالمانية (شهادات الامتحان) , اثباتات ان الشخص قام بعمل طوعي, اذا كان لديه شقة سكنية, يقوم بعمل تدريب مهني او يدرس بالجامعة.

الاندماج الجيد يحسن من فرص الموافقة على طلب لم الشمل.

Mache Ausländerbehörden schreiben eine Brief, und fragen nach Nachweisen – andere Ausländerbehörden entscheiden nachdem, was sie in den Akten haben. Das ist an jedem Ort anders.

بعض مكاتب الاجانب ترسل لكم بريدا وتطلب اثباتات وبعضهم يعتمد على مالديهم في ملفاتكم

Außerdem überprüft die Ausländerbehörde, die Atteste oder Nachweise, wenn ein Familienmitglied in Deutschland krank oder behindert ist.

بالاضافة الى ذلك يفحص مكتب الاجانب التقارير الطبية والاثباتات عندما يكون الشخص في المانيا مريض او لديه اعاقة

! Tipp: Wenn ihr Dokumente habt, die eure gute Integration beweisen, gebt sie am Besten schon zum Visumsantrag mit ab. Wenn ihr später noch neue Dokumente bekommt, schickt sie an die Ausländerbehörde und schreibt die Nummer des Visumsantrags, euren Namen und den Namen eurer Familienmitglieder dazu. Genauso macht ihr das mit aktuellen Attesten.

نصيحة: اذا كانت لديكم وثائق تثبت اندماجكم الجيد فمن الافضل تقديمها مع بقية الوثائق في المقابلة بالسفارة , وعندما تحصلون على وثائق جديدة او تقارير طبية جديدة ارسلوها الى مكتب الاجانب مع رقم طلب الفيزا الخاص بكم واسمك واسماء افراد عائلتك

7. Am Ende entscheidet das Bundesverwaltungsamt:

Das Bundesverwaltungsamt sucht unter allen Visumsanträgen, bei denen es Humanitäre Gründe gibt, 1000 Menschen pro Monat aus. Diese Menschen bekommen dann ein Visum von der Botschaft.

7. في النهاية يقرر المكتب الاتحادي الاداري :

المكتب الاتحادي الاداري يختار من بين جميع طلبات الفيزا التي لديها اسباب انسانية 1000 شخص شهريا, هؤلاء الاشخاص يحصلون بالنهاية على فيزا من السفارة

Menschen, die nicht ausgewählt werden bekommen keine Absage. Sie haben im nächsten Monat eine neue Chance ausgewählt zu werden , und dann im nächsten Monat, und dann im nächsten Monat… aber die Konkurrenz wird mit jedem Monat größer, denn es kommen jeden Monat neue „Humanitäre Fälle“ dazu.

الاشخاص الذين لا يتم اختيارهم في اول شهر لا يتم رفض طلباتهم بل يحصلون على فرصة اخرى في الشهر التالي واذا لم يتم اختيارهم هذا الشهر فيحصلون على فرصة اخرى في الشهر الذي يليه ….الخ

ولكن المنافسة تصبح كل شهر اصعب لانه كل شهر سكون هناك حالات انسانية جديدة .

Die Suchenden: Lesung der Neuerscheinung von Rodrigue Péguy Takou Ndie

Inspiriert durch eigene Erfahrungen thematisiert Romanautor und Dichter Rodrigue Péguy Takou Ndie in dem Roman “Die Suchenden” die traumatisierenden Auswirkungen von Neokolonialismus, europäischem Grenzregime, deutschem Asylsystem und alltäglichem Rassismus. Es ist bereits die zweite Veröffentlichung von Afrique-Europe-Interact (AEI) nach dem 2014 erschienen Titel “Mein Weg vom Kongo nach Europa. Zwischen Widerstand, Flucht und Exil” von Emmanuel Mbolela. Rodrigue Péguy Takou Ndie ist auch bei AEI aktiv.

 

Buchvorstellung am 29.08.2018 in Berlin

Mittwoch, den 29.8.2018 um 20:00 Uhr

Buchladen Schwarze Risse

Gneisenaustr. 2a

Metro-Station Mehringdamm

Eintritt: Frei !

 

Vor ihm Ungewissheit, hinter ihm Leiden, in ihm Verzweiflung. Ein Zurück gibt es für den Suchenden nicht, denn »wer als Verlierer zurückkehrt, legt sich eine Kreuzotter um den Hals«. Aber er will auch nicht als ›Leidender‹ enden wie sein Onkel Djo Ngo’o: zerrieben zwischen den eigenen Idealen und einem Umfeld, das Idealisten nicht duldet.

Inspiriert durch eigene Erfahrungen stellt Péguy Takou Ndie in seinem dritten Roman existentielle Fragen: Wie lassen sich Menschlichkeit und Hoffnung bewahren, wenn ›Überleben‹ bedeutet, nicht zurückblicken und mitfühlen zu dürfen – mit denen, die von Schleppern in der Wüste ausgesetzt verdursteten oder erschlagen wurden von marokkanischen Polizisten? Wenn hinter jedem Hindernis ein weiterer Traum zerplatzt, hinter den messerscharfen Zäunen von Melilla immer nur weitere Zäune warten? Wenn der einzige Freund und Ratgeber seit bald zwei Jahrzehnten in einem Lager irgendwo in Deutschland dahinvegetiert und auf seine Abschiebung wartet?

»Die Suchenden« ist ein schonungsloser Roman. Schonungslos gegenüber zerstörten Herkunftsgesellschaften, brutalen Verhältnissen in Nordafrika und Europa, Profiteuren und Ignoranten – schonungslos aber auch gegen den Suchenden selbst.

Die scharfe Analyse der traumatisierenden Auswirkungen von Neokolonialismus, europäischem Grenzregime, deutschem Asylsystem und alltäglichem Rassismus geht einher mit einer bildreichen Sprache, mit eindringlich dichten Beschreibungen und einem wunderbaren Sinn fürs Absurde.

 

Zum Autor

Rodrigue Péguy Takou Ndie wurde im Dezember 1981 in Bafoussam / Kamerun geboren und verbrachte hier seine Kindheit und Jugend. An der Universität Yaoundé studierte er Wirtschaftswissenschaften, arbeitete dann aber als Autor und Schriftsteller. Aus politischen Gründen musste Péguy Takou Ndie im Jahr 2013 aus Kamerun fliehen. Mittlerweile lebt er in Deutschland, wo er sich u.a. bei dem Netzwerk Afrique-Europe-Interact engagiert.

In Frankreich sind bereits zwei Romane (»Les Retrouvailles« und »Le Fardeau de nos pères«) von Péguy Takou Ndie erschienen, außerdem ein Gedichtband (»Les complaintes de l’exilé«) und eine Sammlung von Liebesgedichten (»Les 90 Graines de l’Amour«).

 

Anti-Deportation Café on Aug. 23rd

ANTI-DEPORTATION CAFÉ
Soli-küfa + Musik
20:00 Vegane Soli-Küfa 
21:00 Live Musik – Birds and Coughs (psychedelic pop) 
In Berlin finden ständig Abschiebungen statt. Allabendlich droht Menschen ohne deutschen Pass, die dem System nicht in den Kram passen, die Gefahr von Polizeirazzien. Menschen werden aus ihren Betten geholt und in Abschiebeflugzeuge gezwungen. Das passiert überall: in Flüchtlingsunterkünften, in unserer Nachbarschaft, in Wohnungen um die Ecke. Während die meisten Menschen in Berlin schlafen, verübt das deutsche Grenzsystem seine rücksichtslose Praxis der Ausweisung.
Wenn der Staat diese Art von Gewalt entfesselt, müssen wir uns ihnen in den Weg stellen. Unsere kollektive Stärke kann Netzwerke praktischer Solidarität schaffen. Unser Engagement kann eine Umgebung schaffen, in der Menschen sich sicherer fühlen. Lasst uns nicht ihre Abschieberazzien durchschlafen, sondern organisieren wir uns selbst, um Widerstand zu leisten und zu kämpfen, für das Recht zu bleiben für alle!
Das Anti-Deportation-Café steht nicht nur für Essen, Trinken und Musik: Lasst es einen Ort sein, an dem wir kollektiv unseren Widerstand organisieren! Es wird leckeres pakistanisches Essen geben, die Einnahmen sind für den Kämpf für Bleiberecht.
*******ENGLISH************
In Berlin, deportations happen all the time. Every night, the danger of police raids looms for people without German passports, who the system wants to get rid of. People are taken out of their beds and forced on deportation planes. This takes place all around Berlin, in refugee accommodation centers in our neighbourhoods and in apartments around the corner. While most of Berlin sleeps, the German border system enacts its ruthless practice of expulsion.
When the state unleashes this kind of violence, it is up to us to stand in their way. It is our collective strength that can create underground networks of practical solidarity. It is our involvement that can create environments where people can feel safer. Let us not sleep through their deportation raids, but instead organise ourselves to resist and fight for the right to stay for everyone!
The Anti-Deportation Café will not just be for food and drinks, but let it be a space where we collectively organise our resistance! We will have nice Pakistani food, donations will go to the struggle for the right to stay.
*********FRANCAIS***********
Des déportations ont lieu constamment à Berlin. Tous les soirs, les personnes sans passeport allemand qui n’entrent pas dans le système sont menacées de perquisitions policières et sont sorties de leurs lits et forcées de prendre l’avion de déportation. Cela se produit partout: dans les camps pour réfugiés, dans notre quartier, dans les appartements au coin de la rue. Alors que la plupart des habitants de Berlin dorment, le système de frontière allemand applique sa pratique impitoyable de l’expulsion.
Si l’État déclenche ce genre de violence, nous devons les en empêcher. Notre force collective peut créer des réseaux de solidarité pratique. Notre engagement peut créer un environnement dans lequel les gens se sentent plus en sécurité. Ne dormons pas pendant leurs opérations d’expulsion, organisons nous, pour résister et se battre, pour rester pour le droit de tous!
Le Café Anti-Déportation ne se limite pas à la nourriture, aux boissons et à la musique : qu’il soit un lieu où nous organisons collectivement notre résistance! Il y aura de la nourriture pakistanaise délicieuse, les revenus seront utilisés pour la lutte pour le droit de rester.

1. August 2018: Demo vor dem Auswärtigen Amt

هل حصلت على الحماية الفرعية وتريد أخيراً أن تحضر عائلتك لعندك في شهر آب ؟؟
هل أنت غاضب من قِلة المعلومات الدقيقة الموجودة في الإنترنت ؟؟
هل قمت بزيارة مراكز إستشارية وسمعت هناك بأنهم لا يستطيعون الإجابة على الكثير من الأسئلة حول القانون الجديد ؟؟
هل أنت غاضب لأنك تريد الآن أن تعرف، متى ستحصل عائلتك على الموعد ؟؟

!! إذاً شارك معنا بالمظاهرة أمام وزارة الخارجية الألمانية في برلين
! سنطالب بمعلومات فورية وواضحة عن لم الشمل

!! إذاً شارك معنا بالمظاهرة أمام وزارة الخارجية الألمانية في برلين

Du hast den subsidiären Schutz und willst ab August endlich deine Familie zu dir holen?
Ärgerst du dich, weil du zu wenig sichere Informationen im Internet findest?
Hast du Beratungsstellen besucht und dort gehört, dass sie viele Fragen zum neuen Gesetz noch nicht beantworten können?
Bist du wütend, weil du endlich wissen willst, wann deine Familie einen Termin hat?


Dann mach mit uns eine Demo vor dem Bundesaußenministerium in Berlin! Wir fordern sofortige klare Informationen über Familiennachzug!

Mittwoch 01.08.2018, 10:00 Uhr
vor dem Auswärtigen Amt
Werderscher Markt 1, 10117 Berlin

Online:

1. August 2018: Demo vor dem Auswärtigen Amt

Willkommen أهلاً بكم

Aufruf: Demonstrieren für sichere Häfen am 07.07. in Berlin!

Menschen auf dem Mittelmeer sterben zu lassen, um die Abschottung Europas weiter voranzubringen und politische Machtkämpfe auszutragen, ist unerträglich und spricht gegen jegliche Humanität. Migration ist und war schon immer Teil unserer Gesellschaft! Statt dass die Grenzen dicht gemacht werden, brauchen wir ein offenes Europa, solidarische Städte, und sichere Häfen.

Seehofer, Salvini, und Kurz nutzen die Not von Menschen auf hoher See aus um ihre eigenen Machtkämpfe auszutragen. Sie treten damit internationale Menschenrechte mit Füßen. Das ist unerträglich und widerwärtig.

Viele schwerkranke Menschen auf der Lifeline und schon auf anderen Schiffen vorher mussten tagelang auf hoher See ausharren, bis der gesellschaftliche Druck so groß wurde, dass Seehofer und Konsorten nicht mehr anders konnten, als die Lifeline anlegen zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits mehrere Städte und Länder angeboten, die Menschen auf der Lifeline aufzunehmen.

Doch statt die Solidarität innerhalb der Bevölkerung anzuerkennen, versucht Seehofer immer weiter Seenotrettung zu kriminalisieren. Die Crew der Lifeline wird nun von Seehofer vor Gericht gestellt.

In diesen Minuten, Stunden, und Tagen laufen weiterhin Boote aus den Häfen Libyens aus und die Menschen darauf werden keine Hilfe erhalten, denn aufgrund der angespannten Situation ist kein einziges Rettungsschiff mehr auf dem Mittelmeer. Das heißt: Jeden Tag sterben hunderte Menschen auf dem Weg nach Europa. Das ist eine unfassbare humanitäre Katastrophe, die verhindert werden muss.

Seehofers Plan ist es, dass keine Schiffe mehr auslaufen können.

Wir wollen genau das Gegenteil: Nicht weniger Rettung, sondern viel viel mehr!

Mehr Informationen unter seebruecke.org

Aufruf zur Prozessbeobachtung im Strafverfahren in Luxemburg am 27.2.2018 gegen Aktivist*innen des March for Freedom

March For Freedom Luxembuourg 2014

Dienstag, 27. Februar um 15 Uhr, Appelationsgerichtshof Luxemburg, Gebäude des Obersten Gerichtshof, Plateu du Saint Esprit, Sitzungsraum CR.0.19

Fast vier Jahre nach dem europaweiten March for Freedom, welcher anlässlich der Europawahlen 2014 gegen die mörderischen Asyl- und Migrationspolitiken der EU organisiert wurde, sind immer noch 4 Aktivist*innen in Luxemburg-Stadt auf der Anklagebank.

Während eines Aktionstags am 5.6.2014 war es in Luxemburg auf dem Kirchberg zu 13 brutalen Festnahmen während einer Demonstration gekommen. Anlass war eine Tagung der EU-Innenminister*innen zum Thema „Kampf gegen illegale Immigration.“ Am besagten Tag hatte eine Delegation von Geflüchteten um Mitsprache bei der Innenministerkonferenz gebeten. Daraufhin kam es zu einem massiven Polizeieinsatz mit Reizgas, Schlagstöcken und Hunden ohne Maulkorb. Eine Aktivistin wurde von einem Hund gebissen und mehrere Teilnehmende erlitten Verletzungen durch Reizgas und Schläge. Verhaftete wurden auf der Wache misshandelt und rassistisch erniedrigt.

Der Einsatz brachte der Luxemburger Polizei heftige Kritik im eigenen Land. Auf Anordnung des Luxemburger Innenministeriums wurden alle 13 Verhafteten wenige Stunden später entlassen. Luxemburger Jurist*innen kritisierten in der Presse den „unverhältnismäßigen Einsatz von Gewalt“ seitens der Polizei. Ein Untersuchungsausschuss des Innenministeriums befasste sich daraufhin mit dem Einsatz.

Beim selbstorganisierten March for Freedom liefen ca. 100 Aktivst*innen – mit und ohne Aufenthalt – von Mai bis Juni 2014 mehr als 500 km von Straßburg nach Brüssel und forderten ein Recht auf Bewegungungsfreiheit für alle. Sie überquerten gemeinsam als Akt des zivilen Ungehorsam sechs EU-Landesgrenzen und organisierten Aktionstage in mehreren Städten, sowie ein einwöchiges Protestcamp in Brüssel, bei dem mehr als 1000 Menschen europaweit für gemeinsame direkte Aktionen zusammen kamen.

Activists carry a banner during the final day of the March for Freedom

Activists carry a banner during the final day of the March for Freedom of migrants, Brussels, Belgium, June 20, 2014.

2016 und 2017 – also 2 1/2 Jahre nach der Aktion und kurz vor Ende (!) der Verjährungsfrist– wurden sechs der Verhafteten in Luxemburg vorgeladen. Ihnen wird gemeinschaftlich Verstoß gegen Art. 269 des Luxemburger StGB vorgeworfen (bewaffnete Rebellion), zudem noch einzeln Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und Widerstand. Dabei wurden vier Aktivist*innen aufgrund der Anklage wegen “bewaffneter und geplanter Rebellion” pauschal zu sechs Monaten Haft auf Bewährung, 1000,- EUR Strafe und insgesamt 4500,- EUR Entschädigungszahlung an die Polizei verurteilt. Drei der Aktivist*innen, gegen die sich das Urteil richtet, leben in Berlin und sind immer noch aktiv in antirassistischen Zusammenhängen. Die Anwält*innen der Angeklagten haben Einspruch eingelegt.

Der Prozess in Luxemburg ist ein regelrechter Schauprozess! Die von luxemburgischen Medien und Politik für die Gewalteskalation scharf kritisierten Sicherheitsbehörden wollen sich nun wieder reinwaschen – denn trotz der schwachen Beweislage sind die Anklagen sehr massiv. Die Prozess findet auch im Kontext immer härter werdender Repression gegen (politisch aktive) Menschen mit Migrations-, Flucht oder Diasporageschichte sowie antirassistische Bewegungen insgesamt statt.

So sitzt Ahmed H. , der im Sommer 2015 in Ungarn bei Geflüchtetenprotesten im Rahmen der Fluchtbewegungen durch den Balkan festgenommen wurde, immer noch im Knast mit der Forderung nach 10 (!!) Jahren Haft, weil er für den „Rädelsführer“ der vermeidlichen Gewaltausbrüche gegen die ungarische Polizei gehalten wird. An beiden Verfahren ist klar zu sehen, dass jeglicher Protest gegen die Festung Europa, gegen den europaweiten Rechtsruck, und die Miliatrisierung der Grenz-, Asyl und Migrationspolitiken mit diesen Schauprozessen abgeschreckt und unterdrückt werden soll. Der Asylantrag von einem der Angeklagten aus Berlin wurde vor einigen Monaten abgelehnt und er fürchtet nun weitere Konsequenzen aufgrund des Strafverfahrens in Luxemburg und seiner politischen Aktivitäten in Deutschland.

Wir wollen die Repression und Zerschlagung unserer Kämpfe nicht einfach so hinnehmen und rufen euch dazu auf, solidarisch mit den Aktivist*innen des March for Freedom zu sein und zum Prozess nach Luxemburg zu kommen!

Wir rufen auch zum Spenden für Fahrt- und Anwaltskosten auf! Wir brauchen 14,000€!
Unsere Solidarität und kritische Öffentlichkeit gegen ihre rassistische und faschistische Repression!

Spendenkonto:

“Protest March For Freedom”, Volksbank Fürstenwalde IBAN: DE23 1709 2404 0106 0289 77 , BIC: GENODEF1FW1

kontakt:
media@oplatz.net

Pressemappe

Mehr…

PM zu Gedenk-Kundgebung für die 2014 von der spanischen Grenzpolizei ermordeten Migrant*innen am 6.2.

Der 6. Februar 2014 erinnert uns an einen Tag des Trauerns und des Zorns. Mehr als 30 Migrant*innen afrikanischer Herkunft wurden von der spanischen Grenzpolizei (Guardia Civil) getötet, als sie sich den Weg zu den europäischen Küsten erkämpften. Allerdings zählt die Polizei in ihrem Bericht nur 14 Tote und eine Vermisste.

Diese Handlungen verstoßen gegen die Genfer Konvention und die Internationale Menschenrechtskonvention, die die Freizügigkeit und die Gleichberechtigung für alle verkünden. Was wir heute anprangern, ist die Straffreiheit und die Verantwortungslosigkeit der Staaten der Europäischen Union und des Maghreb.

Wir verurteilen auch die Gleichgültigkeit der europäischen Zivilgesellschaft gegenüber diesen Morden an den Grenzen und innerhalb des europäischen Territoriums.

Diese Gleichgültigkeit fördert rassistische Handlungen und fördert die Kontinuität dieser Ideologie in Europa.
Wir zitieren hier den Fall Oury Jalloh, wo das Magdeburger Gericht ein Verbrechen der deutschen Polizei anerkennt und gleichzeitig seine Straffreiheit gewährleistet!

Die Zahl der Todesfälle von Migrant*innen an den europäischen Grenzen nimmt zu, ebenso wie die Zahl der Angriffe auf die Menschen und Häuser von Migrant*innen. So ist die Sicherheit und das Leben der Migrant*innen, nachdem sie den Gefahren auf dem Weg überlebt haben, bei weitem nicht von den europäischen Staaten gewährleistet.

Wir fordern:

  • Stopp den Morden von Migrant*innen an den europäischen Grenzen durch die Polizei, die Armee und die Frontex-Agentur
  • Die politische und moralische Verantwortung der Staaten der Europäischen Union und des Maghreb für die Verbrechen ihrer Polizei und Armee.
  • Stopp den Misshandlungen von Migrant*innen auf dem Weg nach Europa
  • Faire Visumerteilung an beiden Ufern des Mittelmeers: gleiche Visapolitik für afrikanische und europäische Bürger*innen.

Facebook Seite von NAFS

Solidarity with the ‘strike of closed doors’ of 209 people from Sierra Leone in the transit camp Deggendorf

209 people from Sierra Leone on ‘strike of closed doors’ in the transit center Deggendorf

On Friday, 15th of December 2017, 209 people from Sierra Leone in the transit camp in Deggendorf started a ‘strike of closed doors’. In protest, the children and young people refused to attend the German class as access to other educational institutions is denied. The adults haven’t left the accommodation and denied to work in the 80 cents jobs. On Saturday, 16th of December 2017 they started a hunger strike. The protest involves 44 children and young people, as well as 40 women (among them 12 pregnant women) and 125 men. The starting point of the protest was the violent deportation of a man from Sierra Leone on Friday morning, which was stopped in the last minute at the airport.

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Statement of striking refugees in Deggendorf

We are Sierra Leoneans seeking for protection here in Germany but have been frustrated instead of protected. And we have resolved to strike action based on the following reasons:

Every Asylum seeker from Sierra Leone in Deggendorf gets always negative results in the form of :

1. Dublin deportation
2. Rejection of asylum application
3. Asylum application is ‘invalid’

– The next point is that we now stay in a camp for 2 years instead of the initial 6 months, with no schooling, no work permit.

– Very poor accommodation facilities with 8 occupants in a room, with poor hygiene and toilet facilities.

– Very poor quality of food.

– Deportation to Italy with serious torture and no proper arrangements for reinstatement of the immigrants in Italy thereby leaving the immigrants on the street suffering.

– Forceful deportation of pregnant women, children, sick people and sucking mothers.

– No medication for immigrants for certain sickness.
And now established to us that this is a private camp and cannot allow any journalists.

On this basis we have started on 15th December 2017 a close door strike with no schooling and on Saturday 16th December and Sunday 17th December hunger strike and on Monday, we will be going to city council to get clearances to have a peaceful protest accross Deggendorf with continuation of no schooling and hunger strike.
This is to let the whole world know how Germany is treating the immigrants.

More: https://refugeestruggle.org/en/article/solidarity-strike-closed-doors-209-people-sierra-leone-transit-camp-deggendorf

 

 

Call for Demo on Dec. 6th: STOP DEPORTATIONS NOW!

STOP DEPORTATIONS NOW! DEMO
english – deutsch –فارس –العربية
This Wednesday, two deportation charter flights will leave from Germany. This time it is to Pakistan and Afghanistan, next time it is to other places. Even one deportation is unacceptable and deportations happen all the time: any morning, our friends could be taken from their beds by police, locked in detention centers and forced on planes against their will. 
As this is another example that the German state is escalating their deportation efforts, we will come out in the streets and make our anger loud and clear: Freedom of Movement is Everybody’s Right! We Are Here and We Will FIGHT!
STOP DEPORTATIONS NOW!
Wednesday 06.12. 18.00
Oranienplatz (U8/1 Kottbusser Tor)
Let us make sure that the state is not getting away with this while we are silent and that there are consequences to their actions.
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STOPPT ABSCHIEBUNGEN, JETZT!
                                   
Diesen Mittwoch starten zwei Sammelabschiebungen aus Deutschland. Dieses Mal nach Pakistan und Afghanistan, nächstes Mal gehen sie in andere Länder. Jede einzelne Abschiebung ist inakzeptabel und trotzdem finden Abschiebungen andauernd statt: an jedem Morgen könnten unsere Freund*innen von der Polizei aus ihren Betten geholt, in Abschiebehaft genommen und gegen ihren Willenin Flugzeuge gesteckt werden.
Dies ist ein erneutes Beispiel dafür, dass der deutsche Staat seinen Einsatz für unmenschliche Abschiebungen verstärkt. Daher gehen wir auf die Straße, sind laut und wütend: Freedom of Movement is Everybody’s Right! We Are Here and We Will FIGHT!
STOPPT ABSCHIEBUNGEN JETZT!
Mittwoch 06.12. 18.00
Oranienplatz (U8/1 Kottbusser Tor)
Lasst uns klarmachen, dass wir diese Abschiebepolitik nicht ruhig hinnehmen werden und der Staat damit nicht so einfach davonkommt, sondern dass ihr Agieren Konsequenzen hat. 
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وقف الترحيل الآن! مظاهرة

فى يوم الاربعاء، ستغادر رحلتا ترحيل مستأجرتين من المانيا. هذه المرة الي باكستان وأفغانستان، في المرة القادمة  إلى أماكنأخرى. وحتى الترحيل غير مقبول، والترحيل يحدث طوال الوقت: في أي صباح، يمكن لأصدقائنا أن يأخذوا من أسرتهم  من قبلالشرطة، ويحتجزون في مراكز الاحتجاز، ويجبرون علي ركوب الطائرات غصبا عن  إرادتهم.

ولما كان هذا مثالا آخر على تصعيد الدولة الألمانية لجهود الترحيل، فسوف نخرج في الشوارع ونجعل غضبنا صاخبا وواضحا: حريةالحركة هي حق كل انسان نحن هنا ونحن سوف نقاتل!

وقف الترحيل  الآن!

الأربعاء 06.12. 18.00

أورانينبلاتز (U8 / 1 كوتبوسر تور)

دعونا نتأكد من أن الدولة لا تفلت من هذا في حين أننا صامتون وأن هناك عواقب على أفعالهم

 


اطلاعیه تظاهرات علیه اخراج ‌اجباری در برلین
 
چهارشنبه این هفته دولت آلمان دو گروه از مهاجرین پاکستانی و افغانستانی را از آلمان به صورت اجباری اخراج میکند تداوم این روند غیرانسانی نشانگر آن است که احتمالا دفعه بعد پناهجویان کشوری دیگر نیز اخراج گردند! 
با وجود غیرقابل قبول بودن و غیرانسانی بودند اخراج اجباری، دولت آلمان به روند این اخراج ها ادامه می دهد: هر پگاهی امکان دارد که پولیس دوستان ما را از تخت خواب شان برداشته، بازداشت نمایند و خلاف خواسته، سوار هواپیماکرده و اخراج نمایند.
این مورد اخراجهای اجباری، مثالی واضح از آن است که دولت آلمان با قوت بیشتر روند اخراج های اجباری پناهجویان‌ راادامه میدهد. 
برای همین، همه ما علیه این عمل غیرانسانی به خیابان ها می رویم و برای آزادی تحرک که حق اساسی هر انسانیاست فریاد می زنیم و می گویم: «ما هستیم و به مبارزه خود تا دست یافتن به حق خود ادامه می دهیم!»
اخراج اجباری را توقف دهید!
زمان: چهارشنبه 
۶ دسامبر ۲۰۱۷ ساعت ۶ عصر
مکان: اورانیان پلاتز 
Oranienplatz (U8- 1 Kottbusser Tor)
بیایم و واضح سازیم که سیاست اخراج اجباری دولت آلمان برای ما غیرقابل قبول است و به سادگی از این سیاستغیرانسانی آلمان نمی گذریم با حضورمان در این گردهمایی به دولتمردمان آلمان واضح سازیم که حکومتدارینامطلوب شان برایشان عواقب در بر خواهد داشت

Call for demo against deportations to Pakistan


Fleeing our country is not a crime: we are here to stay!

We are 2 of the many people that are faced with rejection of our asylum claim. We are from Pakistan and many of our friends are being taken out of their beds by the police in the morning and forced on planes to Pakistan against their will. We are making a stand against ALL deportations and for a fair and just asylum procedure. Therefore we will protest against this inhumane treatment and call for:

Demonstration – Thursday 16th of November 16.00
In front of the BAMF on Bundesallee 44, 10715 Berlin
U7/U9 Berliner Straße

German asylum practices
During only the first six months of 2017, 11.247 Pakistanis received a rejection of their asylum claim in Germany. This creates an atmosphere of fear and despair within the community. In 2016, more than 6000 persons with Pakistani nationality left Germany. Many of them were put on airplanes to Pakistan or other EU member states. Many others were pushed to take a “voluntary” decision of leaving.

Since 2010, the readmission agreement between Pakistan and the EU has come into effect, which makes it easier to get rid of “unwanted persons” by cooperating, among other by giving access to databases for the confirmation of identities as well as passport substitution for carrying out deportations.

In Berlin, deportation attempts were reported to have taken place before the obligation to leave the country was communicated. Officials who carry out deportations have lately been appearing in civil clothing which makes it possible for them to act even more unexpectedly. Deportations have officially been happening unannounced since the asylum law tightenings of 2015. New laws, such as the “Gesetz zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht” (29.07.2016), allow for even more state control and violence.

Why Pakistan is not safe
After deportation, people face charges due to Pakistan’s immigration laws and go to jail. The Pakistani government’s Emigration Ordinance of 1979 foresees prison sentences of up to five years for nationals that violate provisions of the ordinance when emigrating or exiting the country.

The Post-Deportation Monitoring Network reports post-deportation risks, such as monetary extortions, detention and torture in Pakistan. The Pakistani police practices arbitrary detention on false charges to extort money.

Stop deportations
That is why we will take to the streets and demand:


– Cease the readmission agreement of the EU with Pakistan!


– See us as humans and not as representatives of a nation!


– We want to stay and have a fair and just procedure!


– Stop legitimization of racism in asylum practices and in our accommodation centers!


– Stop all deportations!

 

Our stories: we are two refugees from Pakistan and we are in Berlin. These are our stories:


Usman
My name is Usman. I am from Pakistan which I left in 2015. My nose is broken, my hand is burned and my body has suffered from several cuts. I cannot hear from one ear. All those injuries were caused by the Pakistani begging mafia. Like many others, I was kidnapped as a child by this mafia that forced me to beg in the streets. They hurt me and inflicted these visible injuries in order to optimize my chances to earn money for them. I was taken across the country and forced to beg in nearly every city. When I tried to resist they punished me by beating me up. Some hostages were killed after trying to escape. I have no education and neither have I learned to read nor write.

After approximately 13 years, another hostage helped me to escape which we managed to do somewhere in the Punjab region. The two of us eventually entered Europe from Turkey to Greece where we were put in an orphanage. Soon thereafter, we joined a bigger group of refugees who were walking northwards and then I reached Germany. Now I live in Berlin as an asylum seeker. At some point I heard about a Pakistani community playing cricket in Tempelhof. I went there to play with them and met some people from the Stop Deportation Group which I am now a part of. I have found support in the group, among other for the attempt to find my family in Pakistan.

My claim for asylum has been rejected, and the German authorities are trying to deport me. I am kindly asking for understanding of my situation. How am I supposed to return to Pakistan where I do not have any connections? Neither do I know where I am from nor who my family is. My friends and network, with whom I am associated are here in Berlin where I want to stay.

Saeed
I am Muhammad Saeed and I come from Pakistan. I am 45 years old and I live in Berlin. My asylum claim was rejected. I need medical supervision for my heart problem. I cannot sleep without a breath-support system / respirator after a half-sided paralysis that I suffered from. Without this machine I could get permanent brain damage or die from oxygen deprivation.
In my home country I am afraid to be hunted down by religious fanatics from my clan who claim that I dishonoured my family by divorcing my wife. I received many threats before I left the country.
I am kindly asking for help in my situation. I am in great fear to get deported and I just want to live without permanent fear.

————–Aufruf deutsch —————

Unser Land zu verlassen ist kein Verbrechen: Wir sind hier um zu bleiben!

Wir sind zwei der vielen Menschen, die mit der Ablehnung ihres Asylantrags konfrontiert sind [1]. Wir sind aus Pakistan und viele unserer Freunde werden morgens von der Polizei aus ihren Betten geholt und gegen ihren Willen in Flugzeuge nach Pakistan gezwungen. Wir stellen uns gegen ALLE Abschiebungen und treten für ein faires und gerechtes Asylverfahren ein. Deswegen werden wir gegen diese unmenschliche Behandlung protestieren und rufen auf zur

Demonstration – Donnerstag, 16. November 16.00 Uhr
Vor dem BAMF in der Bundesallee 44
U7/U9 Berliner Straße

Deutsche Asylpraxis
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 erhielten 11.247 Pakistanis eine Ablehnung ihres Asylantrags in Deutschland [3]. Dies schafft eine Atmosphäre von Angst und Frustration innerhalb der Community. Im Jahr 2016 verließen mehr als 6000 Personen mit pakistanischer Staatsangehörigkeit Deutschland [4]. Viele wurden in Flugzeuge nach Pakistan oder in andere EU-Mitgliedsstaaten gezwungen. Viele andere wurden dazu gedrängt, eine “freiwillige” Rückkehr anzutreten.

Seit 2010 ist das Rückübernahmeabkommen zwischen Pakistan und der EU in Kraft. Durch die Kooperation ist es einfacher, die “unerwünschten Menschen” loszuwerden, unter anderem durch den Zugriff auf Datenbanken, den Abgleich personenbezogener Daten, sowie durch den für die Durchführung von Deportationen notwendigen Passersatz [5].

In Berlin wurde von Abschiebungsversuchen berichtet, bevor die Ausreisepflicht kommuniziert wurde. Zudem sind in letzter Zeit Beamte in Zivilkleidung zur Abschiebung erschienen, was es diesen ermöglicht, noch unerwarteter zu handeln. Abschiebungen sollen seit den Asylrechtsverschärfungen von 2015 offiziell unangekündigt erfolgen [6]. Weitere rechtliche Neuerungen wie das “Gesetz zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht” (29.07.2016) erlauben noch mehr staatliche Kontrolle und Gewalt [7].

Warum Pakistan nicht sicher ist
Nach der Abschiebung werden die Menschen aufgrund der Einwanderungsgesetze Pakistans angeklagt und gehen ins Gefängnis. Die Auswanderungsverordnung der pakistanischen Regierung von 1979 sieht Haftstrafen von bis zu fünf Jahren für Staatsangehörige vor, die gegen die Bestimmungen der Verordnung verstoßen, wenn sie auswandern oder das Land verlassen [8].

Das Post-Deportation-Monitoring Netzwerk berichtet über das Risiko in Pakistan nach der Abschiebung, Gelderpressung, Inhaftierung und Folter zu erfahren. Die pakistanische Polizei begeht willkürliche Inhaftierungen wegen falscher Anschuldigungen um Geld zu erpressen [9].

Stop Deportation
Deshalb werden wir auf die Straße gehen und fordern:
– Einstellung des Rückübernahmeabkommens der EU mit Pakistan!
– Sehen Sie uns als Menschen und nicht als Angehörige einer Nation!
– Wir wollen bleiben und ein faires und gerechtes Verfahren haben!
– Stoppt die Legitimierung von Rassismus in Asylpraktiken und in den Unterkünften!
– Stoppt alle Abschiebungen!

Soli Crêpes against repressioncrap!

for the 24.10: https://www.facebook.com/events/1186910981441970
for the 28.11: https://www.facebook.com/events/1492764560817537

(with english version down below)
Soli Crêpes against repressioncrap!

Am 05.10 (Do), 24.10 (Di) und am 28.11 (Di) gibt es ab 19:30 Vegane Crêpes in der B-Lage.

Bei einer gemeinsamen Aktion werden manchmal nur einige verurteilt. Was nicht heissen muss, dass sie es alleine durchstehen müssen.

Kommt gerne vorbei und teilt die info….

2014 während des March for Freedom in Luxemburg, gab es 13 brutale Festnahmen. Die Gefangenen wurden am gleichen Tag wieder freigelassen.

Nach mehr als zwei Jahren erhob die Luxemburger Behörde Klage gegen einige Gefangene. Ende Mai diesen Jahres wurden vier Aktivisten_Innen aufgrund der Anklage “bewaffneter und geplanter Rebellion” verurteilt.
Keine der angeklagten Personen konnten konkrete Tatvorwürfe gemacht werden.

Sie kriegen den ganzen Stress ab. Denn sowas kostet Energie, Zeit aber auch oft viel Geld wie Anwalt-, Prozess- und Strafkosten. Darum bitten wir euch: Geniesst die Crêpes und unterstützt, wenn ihr könnt, finanziell die Leute, die es am meisten trifft. Danke.

B-Lage: Mareschstraße 1 / 12055 Neukölln – Rixdorf
S Sonnenallee /U Karl Marx Straße /M41 Mareschstraße
http://www.b-lage.de/
https://www.facebook.com/BLageNeukoelln/

Mehr infos über das Urteil: http://oplatz.net/fazit-der-pressekonferenz-zum-gerichtsprozess-gegen-teilnehmer-des-march-for-freedom-in-luxemburg/
Über den March: https://freedomnotfrontex.noblogs.org/

Zusätzlich gibt es am 24.10 die Veranstaltung “Talking about the Revolution” – von „Adopt a Revolution“.

Talking about the Revolution – Erlebte Perspektiven auf Diktatur und Widerstand in Aleppo
Einführung und Gespräch zu Aktivismus und ziviler Selbstorganisation einer Stadt gegen ein gewaltvolles Regime und Islamismus. Mit dem syrischen Aktivisten Ehsan Dallal und Ansar Jasim von Adopt a Revolution
https://www.adoptrevolution.org/
https://www.facebook.com/AdoptaRevolution/

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Soli crêpes against repression!

  On Thu October 5th, Tue Oct 24th and Tue November 28th at 19:30, there are vegan crepes at the B-Lage

Sometimes only a few are condemned by a joint action. Which doesn’t mean, that they have to go it through alone.

2014 during the March for freedom in Luxembourg, there were 13 brutal arrests. The prisoners were released the same day.

After more than two years, the Luxembourg authorities filed suit against some prisoners. At the end of May, four activists were condemned with the charge “armed and planned rebellion”.
None of the accused persons could be accused of real allegations.

They get all the stress. Because it costs energy, time but also a lot of money like lawyer, process and penalty costs. So we ask you: Enjoy the crepes and support if you can, thanks

B-Location: Mareschstraße 1/12055 Neukoelln – Rixdorf
S Sonnenallee / U Karl Marx Street / M41 Mareschstraße
http://www.b-lage.de/
https://www.facebook.com/BLageNeukoelln/

More about the judgement: http://oplatz.net/fazit-der-pressekonferenz-zum-gerichtsprozess-gegen-teilnehmer-des-march-for-freedom-in-luxemburg/
About the Marsch: https://freedomnotfrontex.noblogs.org/

In addition, the presentation “Talking about the Revolution” – from “Adopt a Revolution” will take place on 24.10

Talking about the Revolution – Experienced perspectives on dictatorship and resistance in AleppoIntroduction and discussion on activism and civil self-organization of a city against a violent regime and Islamism. With the Syrian activist Ehsan Dallal and Ansar Jasim, members of Adopt a Revolution.
https://www.adoptrevolution.org/
https://www.facebook.com/AdoptaRevolution/

Heutiger Protest in Gedenken an die Opfer des sudanesischen Regimes

Die sudanesischen politischen Aktivist*innen in der Bundesrepublik Deutschland protestieren vor der sudanesischen Botschaft in Berlin, um die zahlreichen Opfer des Regimes zu gedenken.

الوقفة الاحتجاحية أمام سفارة النظام ببرلين/ألماني

يهيب النشطاء السياسيون بالمانيا بجميع الكوادر والقوي السياسية بالمانيا للمشاركة في الوقفة الاحتجاجية أمام سفارة النظام ببرلين/ألمانيا ، وذلك لإحياء ذكري شهداء الثورة السودانية  وللتنديد بجرائم النظام التي ظل 28 عامأ يرتكبها في حق المواطن والوطن.

Posted by ‎لالا‎ on Freitag, 8. September 2017

 

Corasol: Manifestation 7.9. – Contre la tyrannie der Ausländerbehörde

Les lois d‘asile rendent difficiles les conditions de vie des
réfugié*es.

Le Ausländerbehörde de Königs Wusterhausen particulièrement traîte très mal les réfugié*es, voir même, bafoue leurs dignités. Face á cette injustice, nous vous invitons massivement á venir manifester avec nous le 7 Septembre á 12 heures. Le point de rencontre est devant la gare de Königs Wusterhausen.

Départ groupé possible à partir du Ostbahnhof. Point de rencontre: 11:20h à quai 3

Pourquoi nous organisons cette manifestation: nous faisons cette manifestation en semaine, car nous voulons atteindre les gens qui travaillent aux Behörde, leur faire prendre conscience qu’ils traient de la vie de personnes et non de simples bouts de papier. A Königs Wusterhausen, quand nous venons renouveller nos documents, la police est présente dans les bureaux, prète à tout instant à arrêter et mettre en prison ou dans le prochain avion quiconque dont le temps sur le territoire allemand est “écoulé”. De nombreuses personnes sont soumises
à des fouilles, des visites soudaines au Heim et à des déportations non annoncées. Pour cela, nous voulons dire eux personnes qui viennent “juste faire leur job”, que non, ca ne se passe pas comme ca! Émmigrer n’est pas un crime!

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The German asylum law creates harsh living conditions for refugees.

In Königs Wusterhausen in particular, the Ausländerbehörde applies
practices that strip away refugee`s dignity.
We invite everyone to join in with our protest against these injust
practices on September 7th, 12 a.m. starting from the train station
Königs Wusterhausen.
Meeting point in Berlin:

Why we are doing this manifestation: We choose to go during the week to
this Ausländerbehörde, because we want to confront the workers of the
Behörde with their responsability in dealing with human lifes and not
mair papers. In Königs Wusterhausen, when you come to renew your
documents, police is constantly waiting in the office, ready to arrest
you and put you in jail or in the next flight, if they decided your time
in Germany “has ended”. Lots of persons noticed their rooms have been
searched while they were out, or they get visit from state workers, and
there is many non announced deportations. This is the reason why we want
to tell the people who are “just doing their job” that, no, this is not
the way it has to be! Emigration is not a crime!

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Das Asylgesetz macht Geflüchteten das Leben schwer.
Besonders in Königs Wusterhausen behandelt die Ausländerbehörde die
Geflüchteten willkürlich und entwürdigend.
Um gegen ihre ungerechten Praktiken zu demonstrieren, laden wir euch
ein, mit uns am 7.September um 12 Uhr zu demonstrieren. Startpunkt ist
der Bahnhof Königs Wusterhausen.
Gemeinsame Anreise ist vom Ostbahnhof aus möglich. Treffpunkt ist um
11:20 Uhr auf Gleis 3.

Warum machen wir diese Demo: Wir haben diese Demo unter der Woche
organisiert, weil wir die Beamt*innen der Ausländerbehörde mit ihrer
Verantwortung konfrontieren wollen. Sie entscheiden über das Leben von
Menschen, handeln nicht nur bloßen Papierkram ab. In Königs
Wusterhausen, wartet ständig Polizei im Büro, wenn wir unsere Dokumente
erneuern. Jede Person, für die entschieden wurde, ihre Zeit in
Deutschland sei nun “um”, kann direkt festgehalten, in den Knast oder
ins nächste Flugzeug gesteckt werden. Viele Menschen bemerken, dass ihre
Zimmer im Heim durchsucht werden, kriegen Besuch von den Behörden und
die nicht angekündigte Abschiebungen vermehren sich. Deswegen machen wir
diese Demo, um den Meschen, die “bloß ihren Job machen” zu sagen, nee,
das geht so nicht! Migration ist kein Verbrechen!