Kundgebung zum 4. Todestag von Hussam Fadl



KOP – Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt – und die Kampagne Gerechtigkeit für Hussam Fadl rufen anlässlich des 4. Todestages von
Hussam Fadl zu einer Kundgebung auf.

Sonntag: 27.09.2020 um 15:00 Uhr auf dem Oranienplatz in Kreuzberg

Vor vier Jahren, am 27.09.2016, wurde Hussam Fadl von der Berliner

Polizei von hinten erschossen. Die Ermittlungen im Fall von Hussam Fadl
wurden unzureichend und wenig sorgfältig geführt – der Verdacht liegt
mehr als nah, dass wieder einmal ein Fall tödlicher rassistischer
Polizeigewalt verschleppt werden soll. Das wollen wir nicht hinnehmen!

Deshalb treffen wir uns am 27.09.2020 um 15 Uhr auf dem Oranienplatz in
Kreuzberg. Wir gedenken Hussam Fadl und allen Toten rassistischer
Polizeigewalt und fordern Aufklärung und Anklageerhebung gegen die
Todesschützen!

Gemeinsam mit euch bauen wir öffentlichen Druck auf, denn Hussam Fadl
war kein Einzelfall!

Zusammen werden wir das Radiofeature “Vier Schüsse und das Schweigen
danach” hören. Es erzählt vielstimmig die Geschichte von Hussam Fadl und
den weiteren Vorgängen. Das Feature** ist auf deutsch und dauert ungefähr eine Stunde, also bringt euch was zu sitzen und eure Nachbarinnen und Freundinnen mit!

Feature
VIER SCHÜSSE UND DAS SCHWEIGEN DANACH

26.09.2020 Berlin: Demo für Familiennachzug

von Initiativen für Familienleben für Alle

Familientrennung beenden!

Während das Auswärtige Amt auf Grund von Covid-19 gestrandete Urlauber*innen in einer aufwändigen Rückholaktion von überall her zu ihren Familien nach Hause brachte, wird der Familiennachzug zu in Deutschland als Flüchtling anerkannten Eritreer*innen systematisch verhindert: Familien warten monatelang, bis sie überhaupt einen Termin zur Visumsantragstellung bei einer deutschen Botschaft erhalten, und dann vergehen viele weitere Monate bis die Anträge bearbeitet werden. Sehr häufig scheitert der Familiennachzug schließlich an den unzumutbaren und unerfüllbaren Anforderungen, welche die deutschen Botschaften an die Nachweise der familiären Bindung und Identität der Angehörigen stellen.

Das Auswärtige Amt weiß von der großen Not der Familien – alle Anfragen zum Thema Familiennachzug Eritrea stoßen dort jedoch auf taube Ohren.

Deshalb gehen wir wieder auf die Straße und fordern:

  • Die familienfeindliche Politik des Auswertigen Amtes muss beendet werden!
  • Die deutschen Behörden müssen die Unzumutbarkeit der Dokumentenbeschaffung aus Eritrea anerkennen und stattdessen individuelle Nachweise der Familienzusammengehörigkeit (z.B. religiöse Urkunden oder Familienfotos) akzeptieren! Nach der EU-Familienzusammenführungsrichtlinie darf ein Antrag auf Familiennachzug nicht allein wegen fehlender Nachweise abgelehnt werden (FamRL 2003/86/EG, Art 11 Abs. 2).
  • Anträge auf Familiennachzug müssen prioritär behandelt werden. Die langen Warte- und Bearbeitungszeiten müssen sich verkürzen!

Demonstration in Berlin am Samstag, 26. September 2020

Auftakt: 12.00 Uhr am Neptunbrunnen, Rathausstraße 1, 10178 Berlin-Mitte, S- und U-Bahnhof „Alexanderplatz“ Zwischenkundgebungen: Auswärtiges Amt Abschlusskundgebung: Kanzleramt

Für die Teilnahme an der Demonstration ist das Einhalten von Abstandsregeln und das Tragen von Atemschutzmasken zwingende Voraussetzung.

Organisator*innen: Selbstorganisierte Geflüchtete aus Eritrea „Initiative Familiennachzug Eritrea“ Flüchtlingsrat Berlin e.V., Initiative Familienleben für Alle

Kontakt: Flüchtlingsrat Berlin, Tel.: 030 224 76311, E-Mail: buero@fluechtlingsrat-berlin.de, www.fluechtlingsrat-berlin.de

Der Aufruf als PDF zum Ausdrucken und Verteilen:

Mehr Information:

Wer die Forderung der geflüchteten Väter und Mütter unterstützen will, kann hier eine Petition unterschreiben: Auch Geflüchtete haben ein Recht auf Familie!

ስደተኛታት ውን መሰል ስድራ ኣለዎም! ሰለማዊ ሰልፊ ኣብ በርሊን ንቀዳም ዕለት 26. መስከረም 2020

ንሕና ከባቢ 1200 ንኸውን ኤርትራውያን ተቐማጦ ጀርመን ናይ ፖለቲካ ዑቑባና ተቐቢልና መሰል ምጥርናፍ ስድራ ብሕጊ ዝፍቀደና እንደሃለወ ደቅናን በዓልቤትናን/በዓልቲቤትናን ኣብ ብፓለቲካ ዘይርጉእን ኣስጋኢ ቦታታት ከም ኢትዬጲያን ሱዳንን ምስ ስድርኦም ክሕወሱ እንዳተጸበዩ ምስ መሪር ናፍቀቶም ንነዊሕ ዓመታት ተፈላልዮም ይርከቡ።

ምፍልላይ ስድራ ይኣክል!

ምኒስትሪ ናይ ወጻኢ ጉዳያት ጀርመን ኣብ ዝተፈላለዩ ቦታት ዓለም ንዕረፍቲ ዝከዱ ዜጋታት ብምኽንያት Covid-19 ብኣዝዩ ክቡር ዋጋን ኣሸጋሪ መግድታትን ናብ ስድርኦምን ገዝኦምን ክመልስ ከሎ፡ ንናይ ጥርናፈ ስድራ ኤርትራውያን ስደተኛታት ግን ብዝተፈላልዩ ምኽንያታት የዕንቅጽ ኣሎ። ኣብ ዝተፈላልዩ ዓድታት ዘለዉ ናይ ጀርመን ኢምባሲታት ቆጸራ ንምርካብ ኣዋርሕ ንጽበ፣ ጉዳይና ክሳብ ዝርአ ብዙሓት ኣዋርሕ ይሓልፉ። ኣብ መወዳእታ ከነቕርቦምን ከነማልኦም ዘይንኽእልን ዶኩመትታት እንዳጠለቡ ኣብ ደረት ኣልቦ ከርተትን ትጽቢትን የእትውና

ምኒስትሪ ናይ ወጻኢ ጉዳያት ጀርመን ጸገም ናይ ኤርትራውያን ስድራ እንዳፈለጠ ንኩሉ ብዛዕባ ጥርናፈ ስድራ ኤርትራውያን ዝቐረበሉ ሕቶታት ጸማም እዝኒ ይህቦ ኣሎ።

ስለዚ ሎሚ ውን ኣብ ጽርግያ ወጺና ጠለብና ከምዚ ዝስዕብ ንገልጽ:

  • እዚ ጸረ ስድራ ዝኾነ ፖለቲክ ናይ ወጻኢ ጉዳያት ጀርመን የኽትም!
  • ዝምልከቶም ናይ ጀርመን ቢት ጽሕፈታት ዝጠልብዎም ዶክመንታት፥ ክነምጽኦም ዘይንኽልን ኣሸጋሪ ምኻኑን ኣሚኖም ካልእ ኣማራጺ፡ ከም ናይ ሀይማነታዊ ትካላት ዝህቡና ዶኩመንትን፣ ናይ ቤተሰብ ስእልን፣ DNA ካልእ ተመሳሳሊ መረጋገጽን ክቕበሉ ንጠልብ! ብናይ ኦይሮፓ ናይ ጥርናፈ ስድራ ሕጊ መሰርት፡ „ጥርናፈ ስድራ ብዝጎደሉ ዶክመንትታት ጥራይ ክንጸግ ኣይፍቀድን ኢዩ“ (FamRL 2003/86/EG, Art 11 Abs. 2)
  • ናይ ጀርመን ኢምባስታትን ነቲ ጉዳይ ንምስላጥ ዝምልከቶም ቢት ጽሕፈታትን፥ ንናይ ስድራ ጥርናፈ ቀዳምነት ክህብዎን ንምስርሑ ዝወስዶ ንዊሕ ግዜ ክሕጽርዎን ንጠልብ!

ሰለማዊ ሰልፊ ኣብ በርሊን ንቀዳም ዕለት 26. መስከረም 2020

Auftakt: 12.00 Uhr am Neptunbrunnen, Rathausstraße 1, 10178 Berlin-Mitte, S- und U-Bahnhof „Alexanderplatz“ Zwischenkundgebungen: Auswärtiges Amt Abschlusskundgebung: Kanzleramt

ኣብዚ ሰለማዊ ሰልፊ ንምስታፍ ምርሕሓቕና ምሕላውን ኣፍናን ኣፍንጫናን ንሽፍነሉ ማስክ ክንጥቀምን ግዴታ ኢዩ!


Even refugees have a right to family! Demonstration in Berlin on Saturday, 26 September 2020

We are about 1200 refugees from Eritrea entitled to protection and have a legal claim to family reunification. Nevertheless, our children and spouses have to wait years in politically unstable third countries such as Sudan and Ethiopia for family reunification and our families have been painfully separated for many years.

End family separation!

While the Federal Foreign Office has been taking stranded holidaymakers from all over the world to their families in an elaborate repatriation action, the reunification of families with Eritreans* recognised as refugees in Germany is systematically prevented: Families wait for months until they even get an appointment to apply for a visa at a German embassy, and then many more months pass until the applications are processed. Very often, family reunification finally fails because of the unreasonable and unfulfillable requirements which the German embassies place on the proof of family ties and identity of the relatives.

The German Federal Foreign Office is aware of the great need of the families – but all requests concerning family reunification from Eritrea fall on deaf ears there.

That is why we are taking to the streets again and demanding:

  • The anti-family policy of the Federal Foreign Office must be ended!
  • The German authorities must recognise the unreasonableness of obtaining documents from Eritrea and accept instead individual proof of family membership (e.g. religious documents or family photos)! According to the EU Family Reunification Directive, an application for family reunification may notbe refused solely on the grounds of lack of evidence (FamRL 2003/86/EC, Art 11 (2)).
  • Priority must be given to applications for family reunification. The long waiting and processing times must be shortened!

Demonstration in Berlin on Saturday, 26 September 2020

Kick-off: 12.00 at the Neptunbrunnen, Rathausstraße 1, 10178 Berlin-Mitte, S- and U-Bahn station “Alexanderplatz Interim rallies: German Federal Foreign Office Final rally: Federal Chancellery

To participate in the demonstration it is mandatory to observe the rules of distance and to wear masks.


More information in English:

theleftberlin 2020/07/22: Black Families Matter: Refugees protest for right to be reunited with loved ones

Wo ist unser Denkmal? Kundgebung und Performance

English below

Wir, die Initiative #WoIstUnserDenkmal, eröffnen im Zuge einer Performance ein Mahnmal in Gedenken an die Opfer von Rassismus und Polizeigewalt am Samstag dem 26.9.2020 am Oranienplatz um 11:00 Uhr.

Auch wenn #Blacklivesmatter nicht mehr trendet: Rassistische Polizeigewalt ist noch immer Alltag. Menschen müssen jeden Tag Gewalt erleben – und einige überleben diese nicht. So sind 178 Menschen seit 1990 in deutschem Polizeigewahrsam ermordet worden. An all diese Menschen wollen wir erinnern und fordern Gerechtigkeit. Dafür fehlt uns der Ort, denn: Die Opfer von Rassismus werden nicht nur im öffentlichen Diskurs, sondern auch im öffentlichen Raum unsichtbar gemacht. Deswegen nehmen wir uns den Ort selbst und fragen: Wo ist unser Denkmal?

“Wir fordern Gerechtigkeit und Erinnerung als Werte die fundamentaler sind als die Rhetorik des Marktes. Wir werden mit unseren Symbolen auf der Straße bleiben um hinzuweisen auf die rassistischen Handlungen der Autoritäten gegen People of Color in Deutschland.”

Ein Aktivist von #WoIstUnserDenkmal

The list of the dead is long. We know far too little about many of them because the authorities do not investigate properly. No wonder, because Germany has a #racism problem, Germany has a #police problem!
We want a place to make the everyday experience of racist police violence visible. To remember and demand justice. For our grief and anger. For our resistance.
Berlin, where is our memorial?

Come to Oranienplatz on 26 September at 11 am!
Please remember to wear masks and keep your distance.


Kontakt: 01521 8966723 | woistunserdenkmal@gmail.com | Twitter: @WDenkmal | Instagram wo_ist_unser_denkmal | https://fb.me/e/d9wji9yJk

A voice from Moria

My name is Raed Alabd. I am from Syria. I came here to the Lesbos Island to Moria camp on 9 December 2019. I came alone. I was working in Syria as a agency advisor for health, safety and environment for petrol companies and I liked my job. After one month, when I came here to the Lesbos island, the Syrian’s committee chose me as the Syrian’s leader. Now, I am the Arab Committee Leader here in Moria camp, especially for the Syrian people, except Somali and Yemen communities. Also, I am the leader and coordinator for Moria White Helmets and I am a member for MCAT group [Moria Corona Awareness Team].

Together, we are working here since three months. We make this small teams regarding about the situation. Here in Moria camp, as everybody knows, it is bad situation. This camp was built for 3,000 or 4,000 persons. Now we got around 20,000 of refugees here in the camp. It is a huge camp, the biggest camp in the islands of Greece. It is a bad situation here. We are facing too many problems every day, we are dying everyday here in Moria camp.

We are missing all the facilities, all the services here, especially the people who are living outside the camp.

Outside the camp the people live in the jungle. The people inside get water, food and shower, but the people who live outside miss these things, especially the water. It is too much difficult for the people to find water for washing their bodies, their hands, their clothes, too much hard for them. To come from the up the hill to go inside the camps. They collect the empty bottles, fill their bottles with water to clean their hands, their bodies, their clothes, it is complicated really and it is very bad for everybody, but this is the truth, this is the real things. It’s a bad situation – hell.

Also, we are facing the dangerous virus around the world, the COVID-19 Corona virus and we are very sad for everybody who lose their persons, their families for this Corona virus and we are thanking god: till now we don’t have any cases for COVID-19 in Moria camp. Because of all these things we made in a team, we call it Moria White Helmets, and we are helping people, advising, learning them about COVID-19, what it means, and how they can protect themselves and others by simple ways. Also, we meet in MCAT group, Moria Corona Awareness Team, and we are working together for awareness of all these people. From the beginning we made posters by simple ways, out of carton and we wrote the information about the Corona virus and distributed them around the camp. Behind the fence and we are thanking them very much, is Stand By Me Lesvos and they are supporting us from the beginning until now, they are standing with us. We made a small factory and we brought sewing machines, making masks and we distributed them from Afghan women and we are thanking them very much. After that, and all people they knew that we are missing many services, when the NGO left us in a bad situation here, when the local people attacked the NGOs here.

We should find a solution how to protect us from everything by ourselves.

We are missing many things, especially the medication. We have a small clinic here, Kitrinos [Kitrinos health care clinic in Moria], and we have Kalloni [another clinic], and we have MSF [Médecins Sans Frontières / Doctors Without Borders]. The duration for their work, from morning at 9 till 5 o’clock. The people stand together under the sun one hour, two hour, three hours and after that they have some medication what they got from these clinics. During the night, it is very hard for everybody, because nobody opens. Many cases happen during the night, especially for the children and women. When you go to the clinic it is closed, when you call the ambulance, they say we should call the ambulance, and ambulance sometimes comes, but most times not coming. It’s very hard for people to take medication. So, medical issues and the treatment we are missing also. It is very hard for everybody here. There is a doctor, they open during the night around 10, 11 or 12. Many cases happen during the night and they cannot help us, because we are missing many things. One hour, two hours to cover ambulance to transfer the people to the hospital or to the clinic in Mytilini. Sometimes they say you can go on your own, go by taxi. At night, when you go out, you won’t find any taxi, unfortunately. And the people, dissapointed, return back to their tents. This is the situation actually, what I told you about everything.

About supporting us from outside. There is some people who support us, from Europe to Stand by me Lesvos direct to us and we are thanking them very much. We are thanking people who are supporting us. The first and the second call to the Europe’s people and they did not take any reply about what we need about what we ask them from the beginning till now. So what we need, we need to help people as much as we can, because we are in a bad situation. We are dying every day here in Lesbos, especially in Moria camp. This is my people’s voice. They said: We are waiting how to die, because we are dying every day, dying when we go to the food line to take our meals, standing one hour, two hours, three hours to take the meals and to take the water and to standing two hours, three hours at the baths in line to take a shower or something. This is very hard for us. We are missing many things.

So what we need: we need more help, we need our voice reach everybody around the world that we need helping. Especially we are Syrian people. We came for some reasons from the beginning till now.

We left our countries, we left our homes, we don’t have homes actually, because they are destroyed. And everybody around the world they know about that.

We lost our families, we lost our land, we lost everything. We don’t have any safe places. Because of that we came to Turkiye, and from Turkiye we came to find a safe place to end our life. This is the fact and this is the real. We need everybody to know that. We don’t have anything and we don’t need anything. We don’t need money and we don’t need small things. The things what we need is to end our life in a safe place. This is what we need, this is my people’s voice, as I told before.

We are dying, we are waiting how to die. Sorry to tell you that but this is the fact, this is the real. This is the message from Moria camp to everybody.

And the message is for all the activist people in the other camps I think the same, especially for the Syrian people. So we are humans, we are not animals and the people they should respect us. They should treat us as humans. Where are the human rights about all of these things. Really, we are in a bad situation. I cannot tell you, how sad we are, because of all these things. Nobody cares about us, nobody helps us. So, at the end, we are humans. Respect us! So please, spread our message around the world for what we need. Thank you again and appreciate for everybody who support us from the beginning till now, even by messages, even by calls. The money is nothing. So what we need, only one word, that we are humans. This is what we need. We need a safe place to end our lives. That’s it.

This is Raed Alabd from Moria camp, inside Moria camp, today, 24 June 2020. Thank you!


Update 9/9/2020: Last night, Moria camp has almost completely burned down with several thousand people deprived of any protection against the cold and the rain and with nowhere to go. So far, despite the political pressure by social movements and activists to evacuate Moria and bring the refugees to self-declared Solidarity Cities around Europe, the EU and its member states remain silent. Several demonstrations all over Germany have been announced for today evening, demanding an immediate relocation programme.

You can read this article also in the latest issue of Daily Resistance on page 5: https://oplatz.net/wp-content/uploads/2020/08/Daily-Resistance-7.pdf

Urgent Call from Moria Camp for Help in Corona Times

Update 2/9/2020: This call was the second open letter to the EU and its member states to evict the Moria camp on the greek island of Lesvos in face of the pandemic threat. The inhabitants of the overcrowded camp have not received any answer so far, while everyone on the spot, including the support initiatives have by far reached their limits for months. In these circumstances, today, the first COVID-19 infection has been discovered in the camp.

  • To the European Union
  • To the Governments of European Countries
  • The European Public

Moria Camp, Lesvos April 16th 2020

We are addressing you from Moria Camp in Lesvos and ask for your help and support. Here in Lesvos almost 24.000 refugees currently live in highly inhuman conditions, with no services, only several hours of water per day and under deplorable hygienic conditions. We see, that now, after a long time, there is an ongoing discussion in the European public about us, about the circumstances we are living in. We would like to thank for all the solidarity, which we got in the last months and days from the European civil society, from all the people, who are not willing to abandon us in these times of the corona-crisis in their countries. We like to thank to all the politicians, communities, towns all over Europe, who declared, they like to receive refugees like us in their neighbourhoods. This give us hope and confidence, that the long and hard way we all have behind us, when we were forced to leave our home countries, was not in vain. We all came to Europe, because we want to live like human beings and because we could not stand the violence, the wars and the persecution we all faced. We were
coming, because our children deserve a better future, where they can live in safety, have access to health services, go to school and have the opportunity to make the most of their lives by using their abilities.

Now we are in a double crisis. We are hostages of circumstances, we are not
responsible for. At first the general living conditions in the Moria camp, which are really horrible and which are degrading us day by day. But now we face the problem of the pandemic danger, which we cannot stand alone. We began to organize our life in misery, we try to protect our dignity, but we cannot fight against a virus without minimal hygienic standards and possibilities to protect us. Any advise how to avoid the spread of Corona even sound illusionary to us:

How should we keep distance, if thousand have to wait for food every day, how to wash our hands, if no water is available? How can sick persons isolate if there is no place for that?


In the beginning of the crisis, we felt left abandoned and were totally unprepared. We took some measures to self-organize with the support from some, mainly local Greek NGOs to raise awareness and prepare for the worse. During the last weeks, we managed a lot of small steps, cleaned the camp, set up some hand washing stations, printed posters and leaflets and did other activities. While Corona spread in Greece and here in Lesvos, we expected the worst, because this virus in the camp would be like a death sentence for old, sick and other vulnerable individuals.

For the first time, we are able to breath in a bit of relief, since no new cases were reported on the island for more than two weeks. But this does not mean the danger vanishes. In contrary, Moria camp will stay vulnerable for many more months. But for us, the first phase of trying to keep the virus away by all means is over and now we are trying to prepare for the next period of time. In March here in Moria, refugees created several groups like the Moria Corona Awareness Team (MCAT) and Moria White Helmets. We worked very closely together with Greek and International NGOs as well as the local authorities. We also followed the demands and campaigns of the local Greek government for evacuation and call by ourselves to dissolve these camps in Lesvos, Chios, Samos and other islands as soon as possible. But we do see that this will not happen soon. Therefore, we suggest a two-folded strategy for the future. We urge Europe to evacuate the old, sick and vulnerable immediately because there is no protection for them here. This has to include unaccompanied or sick children with their families. In the meanwhile, many important steps can be taken to help the ones who will remain. The steps to address these issues are:

  • water (sewage/toilets, showers, and taps)
  • trash
  • isolation
  • food supply/food line
  • hygiene/disinfection
  • fire protection
  • security
  • awareness/education

This can and should be done with support of the European Union and EU governments, with the understanding that this is not a long-term solution. These camps violate the laws of international human rights and refugee rights. There should be a consensus among the European governments that these camps need to be dissolved as soon as possible, which realistically means after this Coronavirus pandemic. We, the refugees of Moria camp, under the guidance of MCAT and Moria White Helmets offer our support
and cooperation to any entity ready to assist in this endeavor on a temporary and provisionary level. This strategy also coincides with the desires of the Greek government who have long been requesting the EU’s assistance in taking in refugees, finding a long-term solution and relieving the pressure on the island and its people.

We know how much the Greek citizens on these islands have suffered during the last years and we also call on Europe to assist them in these difficult times. They also ask since a long for a sustainable solution instead of being left alone with this crisis. As we see it, the most plausible solution would be that the governments of the EU make cooperative contracts with the Greek government to provide aid, backing and technical support in order to fix what is fixable while the Coronavirus crisis is ongoing. At the
same time, it is also important to work towards evacuating as many people as possible. This being of the minors, the elderly and those with health conditions, and then working towards a long-term solution for evacuating the island and closing the camps once the crisis has passed. We welcome very much the first steps taken by the Greek Government now to get some of these vulnerable people out of the camps. By addressing the immediate structural needs in Moria camp on a short-term, temporary basis, time will be bought to find a more substantial solution for those currently residing
in Moria, paving the way for Moria and other hot spots to be permanently closed.

We need help to help ourselves. We are willing to do whatever we can do to protect all of us from the ongoing danger of the Coronavirus. We are in Europe and we need Europe to survive!


You can read this article also in the latest issue of Daily Resistance on page 4: https://oplatz.net/wp-content/uploads/2020/08/Daily-Resistance-7.pdf

Antiracist day of action on 5 September 2020

Germanwide call for decentralized protests

On September 5th we all go out into the streets together and show loud and clear what kind of society we want to live in: a society without racism! Exactly five years after the “March of Hope”. Because September 2015 was a ray of hope. A historical breakthrough against the border regime, not only on the Balkan route. A dynamic of coming and welcoming that we will not forget. And for which we continue to fight: despite and against the continuous backlash of racist laws and agitation.

Every day we experience it anew: racism hurts, racism kills. Whether it is the policy of sealing off Europe’s external borders, letting people die in the Mediterranean, racial profiling in the city centres, the forced placement of refugees in camps, deportations and detention, the search for accommodation and unequal treatment on the labour market, in schools and universities, the arbitrariness of authorities, in barsat the barroom and on the Internet. It is precisely this policy that lays the foundations for racist murder and terror. Racism structures and permeates our society and must be simultaneously fought and unlearned by all of us.

But everywhere, people resist and fight for an open and solidary society and against racism. Every day, on a small and large scale, practical and political. We fight for the right to freedom of movement, for equalrights for all. We struggle for people to be rescued from distress at sea and we fight with Black Lives Matter against racist controls and police violence. With the demand for housing and solidarity cities and safe havens for all. With the resistance against deportations, with church and citizen asylum. With protests against all forms of racist discrimination and exploitation. And as MigrAntifa against right-wing violence. We are many and we are loud, we fight in cities, in villages, on the streets and in private and we do not give up!

Migrant struggles have shaped our society for decades and have become part of the history and reality of our cities. Here and now we are already on the way into the society of the many and we cannot be stopped!

Our anti-racist resistance is both a concrete practice and a living vision. We struggle for cities of solidarity in an open Europe. Against exploitation and exclusion. For the right to stay, to come and to go. For equal rights. For all.

More info: https://www.welcome-united.org/de/aktionswoche/alliance-call-2020/

Ce qui se passe dans les camps en Grèce est une tragédie

de Ben / di Ben

Italiano vedi sotto

Il n’y a pas des mots pour décrire la souffrance des gens. Des femmes enceintes, des enfants petits, des malades se trouvent sans soutien dans des camps. Les conditions de  vie ne sont pas imaginable. L’hygiène est impossible – comment respecter s’il n’y a ni du savon, ni des douches? Déjà, les réfugiés qui arrivent dans les camps de misère en Grèce sont en risque de maladie a cause de leur trajet difficile. Si le virus de Corona arrive dans les camps, beaucoup d’eux vont mourir. Ce sont encore plus de morts à la responsabilité de l’union européenne. L’Union européenne doit ouvrir ses frontières. Maintenant! Il y aucun jour à perdre. Ouvrez les frontières! No borders, no nations!


Quello che sta succedendo nei campi in Grecia è una tragedia. Non ci sono parole per descrivere la sofferenza della gente. Le donne incinte, i bambini piccoli, i malati sono senza sostegno nei campi. Le condizioni di vita sono inimmaginabili. L’igiene è impossibile – come si può rispettarla se non c’è sapone, non ci sono docce? Già i rifugiati che arrivano nei campi di miseria in Grecia sono a rischio di malattia a causa del loro difficile viaggio. Se il virus Corona arriva nei campi, molti di loro moriranno. Ancora più persone moriranno per mano dell’Unione Europea. L’Unione europea deve aprire le sue frontiere. Ora, ora, ora, ora, ora! Non c’è giorno da perdere. Aprite le frontiere! Niente frontiere, niente nazioni!

REFUGEES IN CORONA DAYS

Editorial to Daily Resistance #7

This time, we publish our newspaper – which is the own voice of the refugee movement – as a special issue. It was seen during the Corona virus epidemic that again the lowest classes are the most at risk, as in any case.

Refugees were put at risk, were isolated and received racist, discriminatory treatment because of the epidemic. On the border of Turkey and Greece they were reduced to a puppet of capitalist policies. They could make their voices heard outside though thanks to their different kind of actions like in Moria, Halberstadt, Ellwangen. Especially the activities regularly held in Halberstadt refugee camp were effective.

The importance of publishing Daily Resistance and delivering it to refugees was revealed once again during Corona times. The characteristic of capitalism that destroys nature and humans was more visibly questioned. Solidarity networks formed by workers and oppressed people in Corona days came to the fore as an organizational model. The refugee movement takes its place in these solidarity networks with Daily Resistance newspaper.

Turgay Ulu, April 2020, Berlin


KORONA GÜNLERİNDE MÜLTECİLER

Mülteci hareketinin kendi sesi olan Daily Resistance gazetemizi bu sefer özel sayı olarak basıyoruz. Corona virüsü salgınında görüldü ki gene en alt sınıflar her durumda olduğu gibi en çok risk altında bulunanlardır.

Moria, Halberstadt, Ellwangen gibi eylemler sayesinde seslerini duyuran mülteci kampları dışında görünmeyen bir çok mülteci kampında mülteciler korona virüsü nedeniyle riske atıldılar, izole edildiler ve ırkçı, ayrımcı muamele gördüler. Türkiye ve Yunanistan sınırında kapitalist politikaların oyuncağı durumuna düşürüldüler.

Özellikle Halberstadt mülteci kampında daha öncesinden düzenli olarak yaptığımız etkinlikler etkili oldu. Mülteciler seslerini değişik eylem yöntemleriyle duyurdular.

Daily Resistance gazetesinin basılıp elden mültecilere ulaştırılmasının önemi korona virüsü salgını sırasında bir kez daha açığa çıktı. Kapitalizmin doğayı ve insanı yok eden niteliği korona günlerinde daha çok sorgulanır oldu. Korona günlerinde işçi ve ezilenlerin oluşturduğu Dayanışma Ağları bir örgütlenme modeli olarak öne çıktı. Mülteci hareketi de Daily Resistance gazetesi aracıyla bu dayanışma ağlarında yerini alıyor.

Turgay Ulu, Nisan 2020, Berlin

DR #7 in print!

The new issue (#7 !) is finally in print and will be delivered next week.

It consists of stories, statements and testimonies of people who face COVID-19 in isolated European lagers. Languages of the texts this time: Turkish, Arabic, Urdu, Italian, English, Farsi, German, and French. The articles will be subsequently published as single posts oplatz.net in upcoming weeks.

Get your copy at Café Karanfil (Weisestraße 3, 12049 Berlin) or write to us for bigger orders: dailyresistance@systemli.org

Anti-Deportation Café – Soli-Essen gegen Abschiebungen

+++ Feiert die #SyndikatBleibt Verteidigung am Samstag auf dem Oranienplatz +++


Das Anti-Deportation Café hat wieder begonnen und findet ab sofort jeden Samstag statt. Denn: Es gab wieder eine Massenabschiebung nach Pakistan auf einem Charterflug. Auch Dublin-Abschiebungen nach Italien sind wieder erlaubt. Jede Abschiebung ist inakzeptabel, zu jeder Zeit! Der Kampf für ein abschiebefreies Berlin geht weiter!

Im Bilgisaray wird es von 16:00 bis 21:30 Uhr veganes Essen und Getränke geben. Alle Spenden werden Leute unterstützen, die gegen ihre eigene Abschiebung kämpfen. Da viele Unterstützungsinfrastrukturen derzeit in finanziellen Schwierigkeiten stecken, müssen wir dringend Spenden sammeln!

Wann: kommenden Samstag, 8. August, 16:00 – 21:30 Uhr
Wo: Bilgisaray, Oranienstr. 45, Berlin, U-Moritzplatz / U-Kottbusser Tor (Kreuzberg)



– Holt euer Essen ab im Bilgisaray und schwärmt Oranienplatz!


– Bringt eure eigenen Teller, eigenes Besteck und eure Freund*innen mit!


– Erzählt es euren Freunden.



Corona-bedingt wird es nicht möglich sein, im Bilgisaray zu sitzen – außer für Toilettenbesuche. Der Oranienplatz ist um die Ecke: der Platz, der nach der Besetzung in den Jahre  2012 bis 2014  ein Symbol für den Kampf gegen Grenzen, Abschiebungen und Rassismus ist. #ReclaimOranienplatz #jetzterstrecht

FUTTER FLASHMOB ORANIENPLATZ

Die erste Sammelabschiebung nach Afghanistan seit Corona wurde angekündigt. Letzte Woche gab es wieder eine Massenabschiebung nach Pakistan und auch Dublin-Abschiebungen nach Italien sind wieder erlaubt. Jede Abschiebung ist inakzeptabel, zu jeder Zeit! Der Kampf für ein abschiebefreies Berlin geht weiter!

Jeden Samstag: Anti Deportation Café >>> 16h – 21h30, Oranienplatz!
– Holt euer Essen ab in Bilgisaray (Oranienstr.45) und schwärmt Oranienplatz!
– Bringt eure eigenen Teller und euer eigenes Besteck mit.
– Erzählt es euren Freund*innen.

In Bilgisaray wird es von 16:00 bis 21:30 Uhr veganes Essen und Getränke geben. Alle Spenden werden Leute unterstützen, die gegen ihre eigene Abschiebung kämpfen. Da viele Unterstützungs-infrastrukturen derzeit in finanziellen Schwierigkeiten stecken, müssen wir dringend Spenden sammeln!

In Zeiten des Corona-Virus wird es nicht möglich sein, in Bilgisaray zu sitzen – außer für Toilettenbesuche. Der Oranienplatz ist um die Ecke: der Platz, der nach der Besetzung des Oranienplatzes 2012-2014 ein Symbol ist für den Kampf gegen Grenzen, Abschiebungen und Rassismus.

ORANIENPLATZ GUERILLA PICKNICK

Das Anti-Deportation Café fängt wieder an! Nach einer 3-monatigen Pause werden wir eine KüFa in Bilgisaray abhalten. Die Abschiebungen haben in dieser Zeit nicht aufgehört und werden erst in den kommenden Monaten wieder zunehmen. Der Kampf für ein abschiebefreies Berlin geht weiter!

In Bilgisaray wird es am 11. Juli von 16:00 bis 21:30 Uhr Essen und Getränke geben. Alle Spenden werden Leute unterstützen, die gegen ihre eigene Abschiebung kämpfen. Da viele Unterstützungsinfrastrukturen derzeit in finanziellen Schwierigkeiten stecken, müssen wir dringend Spenden sammeln!

Holt euer Essen ab in Bilgisaray und schwärmt Oranienplatz! – Bringt eure eigenen Teller und euer eigenes Besteck mit. Erzählt es euren Freund*innen.

In Zeiten des Corona-Virus wird es nicht möglich sein, in Bilgisaray zu sitzen – außer für Toilettenbesuche. Der Oranienplatz ist um die Ecke: der Platz, der nach der Besetzung des Oranienplatzes 2012-2014 ein Symbol für den Kampf gegen Grenzen, Abschiebungen und Rassismus ist.

WO: BILGISARAY (ORANIENSTRAßE 45 – U-MORITZPLATZ) WANN: SAMSTAG 11 JULI, 16:00-21:30 Uhr

Gerechtigkeit für Hussam Fadl

Kundgebung gegen tödliche rassistische Polizeigewalt am Samstag, 04.07.2020, um 15.00 Uhr

Wann? 4.7.2020 um 15 Uhr


Wo? Platz der Luftbrücke 6, 12101 Berlin

Veranstalter(_in): KOP

Flyer zum Ausdrucken und Verteilen

Hussam Fadl wurde am 27.09.2016 von Berliner Polizei von hinten
erschossen. Bisher gibt es keine Anklageerhebung gegen die
Todesschützen. Es bleibt nur noch ein gutes Jahr, dann wird der Fall
verjährt sein, und alle Aussicht auf ein juristisches Verfahren damit
zunichte. Das würde wieder einmal bedeuten, dass die Polizei ohne
strafrechtliche Konsequenzen einen Menschen getötet hat.

Deshalb müssen wir den Druck auf die Ermittlungsbehörden erhöhen, und
die öffentliche Aufmerksamkeit auf den Fall lenken. Kommt zur
Kundgebung, bringt eure Freund*innen, Nachbar*innen, Schwestern, Opas,
Kolleg*innen und alle anderen mit und fordert mit uns:

– Lückenlose Aufklärung der Erschießung von Hussam Fadl!
– Anklageerhebung der Staatsanwaltschaft und ein Strafverfahren gegen
die Polizeibeamten, die auf Hussam Fadl geschossen haben!
– Die sofortige Suspendierung der beschuldigten Polizisten!

Überall ist Polizeigewalt, aber überall ist auch Widerstand!

DEMO – Abolish all camps!

Demo im Potsdam 1.Juni 2020 Abolish all camps!

DEUTSCH UNTEN ++ FRANÇAIS CI-DESSOUS

13:30 Start of the bicycle demos
15:00 Start of the rallies with two locations

We are people with and without a history of migration in Brandenburg.
We fight together against racism and deadly borders.
On June 1, 2020 we will meet in Potsdam to say out loud:

Abolish ALL camps:
Apartments instead of collective accommodations!
Evacuate EU camps!

On the streets!
Join in!
We will visit the refugee homes (collective accommodations) by bike. Afterwards there will be 2 rallies in the center of Potsdam.
We invite everyone!

Sign up online so that we have about the same number of people at each event:
https://terminplaner4.dfn.de/abolishallcamps

13:30 Start of the bicycle demos
1. North Route: Start at GU Lerchensteig 49-51 → GU David-Gilly-Str. 5 → Brandenburg Gate (Brandenburger Tor)
2. South route: Start at GU Handelshof 20 → GU An der Alten Zauche 2b →GU An den Kopfweiden 30 → State Parliament (Landtag)
3. west route: Start at GU An der Pirschheide 13 → GU Zeppelinstr. 55 → GU Dortustraße 45a → State Parliament (Landtag)
4. Eastern route: Start at GU Grotrianstr. 13 → GU Konsumhof 1-5→ Brandenburg Gate (Brandenburger Tor)

15:00 Start of the rallies with two locations:
1. Brandenburger Tor
2. State parliament, bus stop Alter Markt

Please pay attention to the infection protection:
Keep a minimum distance of 1.50 m and wear mouth and nose masks!
Everyone should be able to demonstrate safely!

Demo alliance: Who will participate?
Flüchtlingsrat Brandenburg, We’ll come United Berlin/Brandenburg, Refugees Emancipation, women in exile, International Women* Space, Barnim für Alle, Seebrücke Potsdam, Potsdam Konvoi, polar Potsdam, United Action, FEM- Forum des Empowerments und Teilhabe für Migranten e.V. and individuals

CALL:
Apartments instead of mass accommodation!
Life in collective centres is inhumane. Many people have to live there in confined spaces. They have to share toilet, shower and kitchen with many people.
If the residents have income, they pay up to 400 Euros for a place in a shared room (in Potsdam), in Oberhavel even up to 500 Euros.
There are no rest rooms. This makes especially women and children ill.
Some people live there for many years. They are not allowed to move to another apartment.
They are not allowed to set up their own WLAN. The camps are often on the outskirts or outside of settlements. They often have to walk long distances to the bus stop.
The danger of the Covid-19 virus is very high in homes. “Keep your distance” and disinfection are impossible here. If a person is infected with Covid-19, the whole shelter is quarantined. The narrow living conditions often lead to more and more people becoming infected (e.g. in Hennigsdorf).
We say: This is a crime!

To the local authorities, administrative districts and state government:
In the Corona crisis: People must be able to move into apartments and hotels immediately: Stop the danger of infection in mass accommodations!

Forever:
> Abolish collective housing and shared rooms!
> For the right to live in one’s own apartment – More apartments for everyone!
> Stop the isolation of the residents: Create easy access to schools, culture, public transportation and contacts with neighbours!
> For a self-determined living and life of the residents: They should be allowed to decide for themselves: With whom they live. What they cook. Or what and when they want to eat!
> For more privacy and safe toilets and showers!

Evacuate the EU camps!
We are angry: In refugee camps in Greece tens of thousands of people live behind barbed wire and fences. They seek protection, but are put into camps.
They do not have enough medicine there, no hot water, no toilets and showers.
They cannot protect themselves from diseases like COVID-19.
People’s livelihoods and hopes are being destroyed. Nazis are hunting down the refugees and helpers.
The EU and Germany have the responsibility for the situation. The people cannot use their right of asylum.

To the state government:
> For a state reception program: Brandenburg should immediately take more people from camps in Greece. Legal opinions (https://t1p.de/tyzc, https://t1p.de/v4gx) show that this is possible.

To the local authorities and administrative districts:
> Put pressure on the state and federal government, become “safe harbours” like Teltow, Potsdam, Potsdam-Mittelmark, Schöneiche, Fürstenwalde/Spree and many other municipalities in Germany!
> Makes more family reunifications possible!

We demand a humane, self-determined life for everybody!

#LeaveNoOneBehindNowhere #CloseTheCamps

DEUTSCH
Wir besuchen die Heime (Gemeinschaftsunterkünfte) mit dem Fahrrad.
Danach gibt es 2 Kundgebungen in der Potsdamer Innenstadt.
Wir laden alle ein! Macht mit!

13:30 Start der Fahrraddemos an vier verschiedenen Orten
15:00 Start der Kundgebungen an zwei verschiedenen Orten

Tragt euch online ein, damit wir etwa gleich viele Leute bei den einzelnen Aktionen sind:
https://terminplaner4.dfn.de/abolishallcamps

AUFRUF:
Wohnungen statt Massenunterkünfte!
Das Leben in den Sammelunterkünften ist unmenschlich. Viele Menschen müssen dort auf engem Raum wohnen. Sie müssen sich Toilette, Dusche und Küche mit vielen Menschen teilen.
Wenn die Bewohner*innen Einkommen haben, bezahlen sie für einen Platz in einem Mehrbettzimmer bis zu 400 Euro (in Potsdam), in Oberhavel sogar bis zu 500 Euro. Es gibt keine Ruheräume. Das macht vor allem Frauen und Kinder krank. Manche Menschen wohnen dort viele Jahre lang. Sie dürfen nicht in eine andere Wohnung ziehen. Sie dürfen kein eigenes WLAN haben. Die Lager sind oft am Rand oder außerhalb von Siedlungen. Bis zur Bushaltestelle müssen sie oft lange Wege laufen.
Die Gefahr des Virus‘ Covid-19 ist in Heimen sehr groß. “Abstand halten” und Desinfektion sind hier unmöglich. Wenn ein Mensch mit Covid-19 infiziert ist, wird die ganze Unterkunft unter Quarantäne gestellt. Das enge Wohnen führt häufig dazu, dass immer mehr Menschen sich infizieren (z.B. in Hennigsdorf).
Wir sagen: Das ist ein Verbrechen!

An die Kommunen, Landkreise und Landesregierung:
In der Corona-Krise:
> Die Menschen müssen sofort in Wohnungen und Hotels ziehen können: Stoppt die Infektionsgefahr in den Massenunterkünften!

Für immer:
> Sammelunterkünfte und Mehrbettzimmer abschaffen!
> Für das Recht, in einer eigenen Wohnung zu leben – Mehr Wohnungen für Alle!
> Stoppt die Isolation der Bewohner*innen: Schafft einfachen Zugang zu Schulen, Kultur, öffentlicher Nahverkehr und Kontakte mit Nachbar*innen!
> Für ein selbstbestimmtes Wohnen und Leben der Bewohner*innen: Sie sollen selbst entscheiden dürfen: Mit wem sie wohnen. Was sie kochen. Oder was und wann sie essen möchten!
> Für mehr Privatsphäre und sichere Toiletten und Duschen!

Evakuiert die EU-Lager!
Wir sind wütend: In den Flüchtlingslagern in Griechenland leben zehntausende Menschen hinter Stacheldraht und Zäunen. Sie suchen Schutz, aber werden in Lager gesteckt.
Sie haben dort nicht genug Medizin, kein warmes Wasser, keine eigenen Toiletten und Duschen.
Sie können sich nicht vor Krankheiten wie COVID-19 schützen.
Die Lebensgrundlage und Hoffnungen der Menschen werden zerstört. Nazis machen Jagd auf die Flüchtlinge und Helfer*innen. Die EU und Deutschland haben die Verantwortung für die Situation. Die Menschen können ihr Asylrecht nicht nutzen.

An die Landesregierung:
> Für ein Landesaufnahmeprogramm: Brandenburg soll sofort mehr Menschen aus den Lagern in Griechenland holen. Rechtsgutachten (https://t1p.de/tyzc, https://t1p.de/v4gx) zeigen, dass das möglich ist.

An die Kommunen und Landkreise:
> Macht Druck auf Landes- und Bundesregierung, werdet „Sicherer Hafen“ wie u.a. Teltow, Potsdam, Potsdam-Mittelmark, Schöneiche, Fürstenwalde/Spree und viele andere Kommunen in Deutschland!
> Macht mehr Familienzusammenführungen möglich!

Wir fordern ein menschenwürdiges, selbstbestimmtes Leben für Alle!

#LeaveNoOneBehindNowhere#CloseTheCamps

FRANÇAIS

Nous sommes des personnes avec et sans histoire migratoire dans le Brandebourg.
Nous nous battons ensemble contre le racisme et les frontières meurtrières.
Le 1er juin 2020, nous viendrons uni.e.s à Potsdam, pour dire à voix haute :

Abolition de tous les camps !
Appartements au lieu d’hébergements collectifs !
Évacuation des camps de l’UE !

Descends dans la rue !
Viens avec nous !

Nous rendrons visite aux foyers à vélo
Ensuite, il y aura 4 rassemblements dans le centre ville de Potsdam.

1er juin, Potsdam : Nous invitons tout le monde !

Inscrivez-vous en ligne pour que nous ayons à peu près le même nombre de personnes à chaque événement :
https://terminplaner4.dfn.de/abolishallcamps

13 h 30 : Début des manifs à vélo vers les hébergements partagés
1. route nord : Départ GU Lerchensteig 49-51 → GU David-Gilly-Str. 5 → Brandenburger Tor (Porte de Brandebourg)
2. route sud : Départ GU Handelshof 20 → GU An der Alten Zauche 2b → GU An den Kopfweiden 30 → Parlement
3. route ouest : Départ GU An der Pirschheide 13 → GU Zeppelinstr. 55 → GU Dortustraße 45a → Brandenburger Tor (Porte de Brandebourg)
4. route est : Départ GU Grotrianstr. 13 → GU Konsumhof 1- 5 → Parlement

15h : Début des rassemblements dans deux lieux de Potsdam
1. Porte de Brandebourg
2. Landtag * Arrêt Alter Markt

Veuillez respecter les regles de protection contre les infections
Maintenez une distance minimale de 1,50 m et portez une masque !
Tout le monde devrait pouvoir manifester en toute sécurité !

Alliance : qui va participer ?
Conseil au réfugiés de Brandebourg, We’ll come United Berlin/Brandenbourg, Refugees Emancipation, Women in Exile, International Women* Space, Barnim for All, Seebrücke Potsdam, Potsdam Konvoi, polar Potsdam, United Action, FEM- Forum pour l’autonomisation et la participation des migrants, et personnes isolées

Appartements au lieu d’hébergements collectifs !
La vie dans les centres collectifs est inhumaine. De nombreuses personnes doivent y vivre dans des espaces étroits. Elles doivent partager les toilettes, la douche et la cuisine avec de nombreuses personnes. Lorsque les résidents ont des revenus, ils paient jusqu’à 400 euros pour une place dans une chambre commune (à Potsdam), en Oberhavel jusqu’à 500 euros. Il n’y a pas des salles pour se reposer. Cela rend particulièrement malades les femmes et les enfants.
Certaines personnes y vivent depuis de nombreuses années. Ils ne sont pas autorisés à déménager dans un autre appartement. Ils ne disposent pas de leur propre WIFI. Les camps sont souvent situés à la périphérie ou à l’extérieur des agglomérations urbaines. Ils doivent souvent parcourir de longues distances à pied jusqu’à l’arrêt de bus.
Dans les foyers, le virus Covid-19 est une menace très sérieuse. “Garder la distance” et la désinfection sont impossibles ici là-bas.
Si une personne est infectée par le Covid-19, l’ensemble du foyer est mis en quarantaine. L’espace réduit des logements conduit souvent à un nombre croissant de personnes infectées (par exemple à Hennigsdorf).
Nous disons : “C’est criminel !

Aux municipalités, aux comtés et au gouvernement de Brandebourg :
Dans la crise du Corona : les gens doivent pouvoir déménager immédiatement dans des appartements et des hôtels : Arrêtez le danger d’infection dans les hébergements collectifs !

Pour toujours :
// Suppression des logements collectifs et les des chambres partagées !
// Pour le droit de vivre dans son propre appartement – Plus Davantage d’appartements pour tous !
// Fin de l’isolement des résident.e.s : Faciliter l’accès aux écoles, aux transport publique, à la culture et aux contacts avec des les voisin.e.s !
// Pour une vie et un habitat autodéterminés : Tout le monde doit pouvoir décider avec qui il/elle veut vivre. Quoi cuisiner, ou quoi et quand manger !
// Pour plus d’intimité et des toilettes et douches sûres !

Évacuez les camps de l’UE !
Nous sommes en colère : Dans les camps de réfugiés en Grèce, des dizaines de milliers de personnes vivent derrière des fils barbelés et des grillages. Elles cherchent protection, mais sont mis dans des camps. Il n’ y a pas assez de médicaments là-bas, pas de chauffage, pas d’eau chaude, pas de toilettes, ni de douches propres. Elles ne peuvent pas se protéger des maladies comme le COVID-19. Les moyens de subsistance et les espoirs de la population viennent détruits. Les nazis traquent les réfugiés et les bénévoles. L’UE et l’Allemagne sont responsables de la situation. Les gens ne peuvent pas utiliser le droit d’asile.

Au gouvernement de Brandebourg:
Pour un programme d’accueil : le Brandebourg devrait accueillir immédiatement plus de personnes des camps grecs. Des avis juridiques (https://t1p.de/tyzc, https://t1p.de/v4gx) montrent que cela est possible.

Aux municipalités et aux comtés :
Faites pression sur les gouvernements des États et les gouvernements fédéraux, devenez des “ports sûrs” comme Teltow, Potsdam, Potsdam-Mittelmark, Schöneiche, Fürstenwalde/Spree et bien d’autres municipalités en Allemagne ! Rendez davantage possible le regroupement familial !

Nous exigeons une vie humaine et autodéterminée pour tout le monde !

Pressemitteilung, Potsdam, 28. Mai 2020

Demonstrationen am 1. Juni in Potsdam

Alle Lager abschaffen: Wohnungen statt Massenunterkünfte. EU-Lager evakuieren

Aufrufende Organisationen und Gruppen:

Flüchtlingsrat Brandenburg, We’ll Come United Berlin/Brandenburg, Refugees Emancipation, Women in Exile & Friends, International Women* Space, Barnim für Alle, Seebrücke Potsdam, Potsdam Konvoi, polar Potsdam, United Action, FEM- Forum des Empowerments, Teilhabe für Migranten e.V., Pan-African Women’s Network and Liberation Organization (PAWLO) e.V., Jugendliche ohne Grenzen Brandenburg, WE RISE, Theater X und Einzelpersonen

Am 1. Juni 2020 wird in Potsdam für die Evakuierung und Schließung von Lagern sowohl in den griechischen Hotspots als auch in Brandenburg demonstriert. Ab 13:30 gibt es eine Fahrradsternfahrt zu den Potsdamer Sammelunterkünften, um 15 Uhr finden parallel zwei Kundgebungen am Brandenburger Tor und vor dem Landtag statt. 16 Gruppen und Organisationen und weitere Einzelpersonen rufen gemeinsam auf, sich an dem Protest für gleichen Gesundheitsschutz und ein Recht auf selbstbestimmtes Wohnen für alle Menschen zu beteiligen! „Wegen der Corona-Beschränkungen haben wir entschieden, uns auf vier Fahrraddemos und zwei Kundgebungen aufzuteilen – alle mit den gleichen Forderungen“, erklärt Mustafa Hussien von We’ll Come United Berlin/Brandenburg das Aktionskonzept. Seit Donnerstag dürfen wieder Versammlungen mit bis zu 150 Menschen unter freiem Himmel stattfinden. Selbstverständlich finden die Aktionen unter Einhaltung der Abstandsregeln und mit Mund-Nasen-Schutz statt.

Menschen, die gezwungenermaßen in Massenunterkünften untergebracht werden, wie geflüchtete, obdachlose oder prekär beschäftigte Menschen, sind insbesondere zu Zeiten der Covid-19-Pandemie besonderen Risiken ausgesetzt. Schutzsuchende leben in Brandenburg häufig unter besonders beengten Bedingungen in Sammelunterkünften, in denen Abstandsregeln nicht einhaltbar sind. Hohe Infektionsraten und Kettenquarantänen ganzer Unterkünfte sind die Folge. Außerdem sind Diskriminierungen an der Tagesordnung: So wurde in Doberlug-Kirchhain die einzige Busverbindung von der Erstaufnahmeeinrichtung in die Stadt eingestellt. In Hennigsdorf wurden Geflüchtete, deren Quarantäne endete, mit Bändchen gekennzeichnet. Die Situation ist enorm belastend für die Betroffenen. Nach fünfwöchiger Quarantäne schreibt eine Mutter aus der Hennigsdorfer Sammelunterkunft dazu: „Dies zeigt die Gleichgültigkeit derer, die dies tun. Jedes Problem hat eine Lösung, aber niemand kümmert sich um uns. Ich habe drei Kinder, die in diesem Haus eingesperrt sind. Ich habe keine andere Wahl, als sie mit Cartoons zu unterhalten. Das ist schlecht für ihre Gesundheit, sie werden nervös und traurig. Ich hoffe wirklich, dass die Quarantäne endet, weil ich nicht mehr auf das Leiden meiner Kinder eingehen kann.“

Die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF e.V.) hat am 19.05.2020 eine umfassende Recherche zu den „Psychosozialen Folgen des Lebens in Sammelunterkünften für geflüchtete Kinder“ veröffentlicht. Daraus geht hervor: Massenunterkünfte machen Kinder krank; mit der Corona-Krise brechen auch die letzten Schutzfaktoren weg.

Offenbar wird eine Durchseuchung und damit Gefährdung der Bewohner*innen von Sammelunterkünften in vielen Teilen Brandenburgs bewusst in Kauf genommen. Dabei gibt es bereits mehrere einschlägige Gerichtsurteile, die besagen: Abstand halten, Kontaktbeschränkungen und ein effektiver Seuchenschutz sind in Sammelunterkünften nicht möglich. Den positiven Beschlüssen verschiedener Verwaltungsgerichte zur Umverteilung von Geflüchteten aus Sammelunterkünften aufgrund der COVID-19 Pandemie muss nun eine politische Lösung folgen: Es ist längst an der Zeit, dass die Landesregierung Konzepte für die Unterbringung von Geflüchteten in Wohnungen erarbeitet und nicht weiter auf Massenunterbringung setzt. Es bedarf jetzt eines Richtungswechsels, weg von Sammelunterkünften mit Mehrbettzimmern und fehlender Privatsphäre hin zu Wohnungen mit Zugang zu Schulen, öffentlichem Nahverkehr, Kultur und Nachbarschaft.

Im Potsdamer Stadtparlament wird am 3. Juni über einen Antrag zur Auflösung von Gemeinschaftsunterkünften für Flüchtlinge abgestimmt. Der Antrag begründet sich auf das Potsdamer Integrationskonzept, dass eine „zügige Wohnungsversorgung und die strukturelle Verbesserung der Nachbarschaftsverhältnisse“ vorsieht.

EU-Lager evakuieren – Flüchtlingsaufnahme jetzt

Schon lange vor dem Ausbruch der Pandemie machten sich zahlreiche zivilgesellschaftliche Initiativen im Rahmen der Seebrücke-Bewegung für die Aufnahme von Geflüchteten aus den Elendslagern auf den griechischen Inseln stark. Nach wie vor leben dort zehntausende Menschen hinter Stacheldraht und Zäunen, ohne ausreichende medizinische Versorgung, warmes Wasser, eigene Toiletten und Duschen.

Erst vor kurzem hat die Landesregierung gegenüber dem Bund die Bereitschaft zur Aufnahme von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen aus griechischen Flüchtlingslagern erneuert. Das kann nur ein Anfang sein. Neben unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen müssen auch Kranke, Alte, Familien und Alleinreisende gerettet werden. Das Demo-Bündnis fordert die Landesregierung auf, mit einem  Landesaufnahmeprogramm dem Leiden der Schutzsuchenden in den griechischen Hotspots endlich ein Ende zu setzen und das Anliegen der vielen solidarischen Initiativen in Brandenburg ernst zu nehmen. Aus mehreren Rechtsgutachten (März 2020: Redeker, Sellner, DahsMärz 2020: Rosa Luxemburg Stiftung) geht hervor, dass die Bundesländer auch eigenständig und ohne Zustimmung der Bundesregierung agieren können, um Schutzsuchende aufzunehmen.

Teltow, Potsdam, Potsdam-Mittelmark, Schöneiche, Fürstenwalde/Spree und Neuruppin sind bereits „sichere Häfen“ in Brandenburg. Das Bündnis ruft weitere Landkreise und Kommunen dazu auf, sich anzuschließen, um nun auch die Landes- und Bundesregierung zum Handeln zu bewegen.

Informationen zur Demonstration am 01. Juni in Potsdam

13:30 Uhr Start der Fahrrad-Demos

1. Nord-Route: Start an GU Lerchensteig 49-51 → GU David-Gilly-Str. 5 → Brandenburger Tor

2. Süd-Route: Start an GU Handelshof 20 → GU An der Alten Zauche 2b →GU An den Kopfweiden 30 → Landtag

3. West-Route: Start an GU An der Pirschheide 13 → GU Zeppelinstr. 55 → GU Dortustraße 45a → Landtag

4. Ost-Route: Start an GU Grotrianstr. 13 → GU Konsumhof 1-5 → Brandenburger Tor

15:00 Uhr Start der Kundgebungen in Potsdams Innenstadt
zeitgleich am Brandenburger Tor, und Landtag, Haltestelle Alter Markt

Zur Koordinierung der Teilnehmer*innen der Fahrradsternfahrt wird dieser Kalender genutzt: https://terminplaner4.dfn.de/abolishallcamps. Damit alle Teilnehmenden sicher demonstrieren können, muss der Mindestabstand von 1,50 m eingehalten und ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden!

#LeaveNoOneBehindNowhere #CloseTheCamps

Flüchtlingsrat BrandenburgI Rudolf-Breitscheid-Str. 164 I 14482 Potsdam
Tel.: 0331/ 71 64 99 I Fax: 0331/ 88 71 54 60

Telefonische Sprechstunde Dienstag, Donnerstag und Freitag 10-13 Uhr

www.fluechtlingsrat-brandenburg.de

www.facebook.com/FluechtlingsratBrandenburg/

Spendenkonto
IBAN: DE33 1605 0000 3501 0100 00 I BIC: WELADED1PMB

VIER SCHÜSSE UND DAS SCHWEIGEN DANACH

Hussam Fadl

Der Fall Hussam Fadl   Radio Feature

Hussam Fadl, ein Geflüchteter aus dem Irak, lebt mit seiner Frau und
drei Kindern in einer Geflüchteten-Unterkunft in Berlin-Moabit. Am
27.9.2016 kommt er bei einem Polizeieinsatz in Berlin ums Leben.
Die Polizei wird später von einem Messer in der Hand des Erschossenen
sprechen, um ihre Handlung als Notwehr zu rechtfertigen. Doch bisher ist gar nicht nachgewiesen, ob Hussam Fadl während des Tathergangs
tatsächlich ein Messer bei sich trug.
Seine Witwe Zaman Gate und ihr Rechtsanwalt Ulrich von Klinggräff
kämpfen um die gerechte Aufklärung der Wirklichkeit. Eine vielstimmige
Geschichte mit ungewissem Ausgang.

Von Ruth Waldeyer und Ulrike Ertl

Regie: Philippe Brühl

Produktion: rbb 2020
– Ursendung –

Link zum Hören und Nachhören

Pazarkule: Bir ayın sonunda / After a month

English below

Sadece düzgün bir hayat yaşayabilecekleri bir yere ulaşmak için sınırları aşmak isteyen göçmenlere istenmediğinde kurtulunacak birer sayı, ya da bir tehdit muamelesi yapıldı. İktidarların insan hayatı üzerinden yaptıkları pazarlık masasından geri itilen insanlar hem varını yoğunu hem de yolculuklarını belirleyen umutlarını birer birer kaybettiler. Bir çırpıda Türkiye-Yunanistan sınırına itilen göçmenler, açlık, sefalet, polis zoru ile sıkıştırıldı ve geri itildiler. Şimdi aradan geçen bir aydan sonra yeni bir bilinmezliğe terk ediliyorlar. Türkiye ve Avrupa ise hala bu soruyu cevaplamakla yükümlü: #GöçmenlereNeOlacak?

Göçmenler için güvenli bir gelecek ve onurlu bir yaşam talep etmeyi sürdürüyoruz!

Sınır rejimi ve izolasyona rağmen toplumsal dayanışmayı savunuyoruz!

Migrants are treated as a threat or numbers to get rid of when unwanted, while they simply want to cross the borders to arrive to a place where they might live a decent life. Bounced on a negotiating table where powers dictate that they can be treated as subhumans, they seem to have lost everything they had as well as the hopes that guide their route so far.
Once drawn to the Turkey-Greece border, they were trapped by the police force, with hunger and miserable conditions, and pushed back several times.

After a month, they are now thrown into an unknown. Turkey and Fortress Europe are still responsible to answer: #WhatWillHappentoMigrants?

We demand a safe future for migrants and a life in dignity! Against the border regime and punitive isolation, we defend social solidarity!

Romnja Power Month 2020

Romnja Power Month 2020

vom Romani Phen

Liebe Freund*innen, liebe Schwestern* und liebe Interessierte*,

der Romnja* Power Month wird von der IniRromnja und dem RomaniPhen Archiv nun schon im 5. Jahr organisiert. Wie auch in den vorigen Jahren erwarten Sie interessante, empowernde und vielseitige Veranstaltungen! Der Romnja* Power Month findet vom 8. März bis zum 8. April 2020 statt und wird somit vom Internationalen Tag der Frauen* und dem Internationalen Tag der Rom*nja eingerahmt. Mit dieser besonderen und in Deutschland einzigartigen Veranstaltungsreihe wollen wir Romnja* und Sintezzi* als künstlerisch, wissenschaftlich und gesellschaftskritisch handelnde Akteurinnen* hervorheben und ihre Arbeiten einem breiten Publikum vorstellen. Der Romnja* Power Month macht Beiträge, Geschichte, Themen und Gesellschaftsanalysen von Rom*nja und insbesondere auch von Frauen* sowie von feministischen Perspektiven sichtbar Wir freuen uns sehr, dass der Romnja* PowerMonth dieses Jahr nicht nur bundesweit, sondern auch europaweit veranstaltet wird!

Das aktuelle Programm zum Romnja* Power Month 2020

Offenens Plenum! Open plenary! Join SleepingplaceOrga, 12.Februar 2020, 20 h

english below***

Macht bei der Schlafplatzorga mit:
Schlafplätze organisieren sich nicht von selbst! Werdet Teil von der Schlafplatzcrew und macht mit uns möglich, dass etwas weniger Menschen draußen schlafen!
Bei uns fällt einiges an:


• bei unseren Schichten die Suchenden an die Angebote zu vermitteln


• Unterstützung für Suchende


• Vernetzung mit anderen Gruppen


• Veranstaltungen vorbereiten


• Küfas organisieren, und schnabulieren


• Die Schlafplatzorga vorstellen, überall wo wir eingeladen werden


• Kohle organisieren! Mit allen Mitteln von Glühwein bis Finanzantrag!

Alles kann, nix muss, und vielleicht fällt euch noch was anderes ein, was der Schlafplatzorga schon immer gefehlt hat – also: kommt zu unserem offenen Plenum am Mittwoch den 12. Februar um 20:00 Uhr, Oranienstr. 159, 10969 Berlin-Kreuzberg oder schreibt uns einfach eine Mail!

sleepingplaceorga@systemli.org

Wir freuen uns auf jeden Fall auf euch!

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Participate in the sleeping place organization’s (Schlafplatzorgas) work:
Sleeping places don’t organize themselves! Become a part of the sleeping place-organization crew and help create a situation where fewer people have to sleep outdoors. We do the following:


• During our shifts we mediate offers of sleeping places to searchers.


• Support searchers in finding housing/sleeping places.


• Networking with other groups/organizations


• Organize events


• Organize Küfas (donation based kitchens), and schnabulieren (snacks?)


• Represent the sleeping place organization, at all events where we are invited


• organize coal (does this mean resources, funding etc?)! By various different means, from Glühwein to funding applications!


Everybody can, nobody must, and perhaps you can also think of something else that the Sleeping Place Organization can provide, that we’ve been lacking – SO: Please come to our open meeting on Wednesday the 12th of February at 20.00 (8 PM), Oranienstr. 159, 10969 Berlin-Kreuzberg or write us an email!

sleepingplaceorga@systemli.org

We are definitely looking forward to meeting you!

Lesung: Zwischen Barrieren, Träumen und Selbstorganisation – Erfahrungen junger Geflüchteter, 21.11.2019

Liebe Geschwister, Liebe Interessierte, liebe Alle,

wir laden Sie/Euch ganz herzlich zu folgender Veranstaltung in Kooperation mit Berlin Global Village im Rahmen unseres Projekts “Schule zieht Grenzen – wir ziehen nicht mit” ein.

Lesung: Zwischen Barrieren, Träumen und Selbstorganisation – Erfahrungen junger Geflüchteter

Do, 21.11.2019 
19:00 Uhr

Berlin Global Village 

Am Sudhaus 2

12053 Berlin

Zwischen Barrieren, Träumen und Selbstorganisation – Erfahrungen junger Geflüchteter“.So heißt das Buch des Autor*innenkollektivs „Jugendliche ohne Grenzen“ aus dem am 21.11.2019 um 19:00 Uhr einige der jungen Autor*innen bei Berlin Global Village Auszüge lesen werden.

In dem Band ergreifen die geflüchteten Jugendlichen selbst das Wort. Sie blicken auf die Jugendhilfe, auf alles, was oft nur scheinbar helfend für die geflüchteten Kinder und Jugendliche zur Verfügung steht. Wie erleben sie, die geflüchteten Jugendlichen, das Aufnahmeland Deutschland und sich selbst in ihm? Wie empfinden sie ihre Situation? Womit sind sie tagtäglich konfrontiert? Was halten sie von Willkommensklassen? Die Autor*innen geben Antworten und berichten über ihren Alltag, der geprägt ist von erschwerten Bedingungen wie Rassismus und struktureller Diskriminierung einerseits und den alltäglichen Anforderungen des Erwachsenwerdens andererseits.

Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zu Fragen und zum Gespräch mit den Autor*innen.

Der Eintritt ist frei. Getränke gegen Spende.

Herzliche Grüße,

Tayo Awosusi-Onutor

Öffentlichkeitsarbeit RomaniPhen

Feministisches Romnja Archiv

RomaniPhen

Karl-Kunger Str. 17
12435 Berlin
Fon: 030- 350 50 264

mail: tayo.awosusi-onutor@romaniphen.de


www.romaniphen.de

Solidarität mit Adam Baher – Rassistische Kriminalisierung stoppen!

Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung am Di, 19.11.2019 um 13:45h im Amtsgericht Tiergarten

5 Jahre nach der gewaltvollen Räumung des Protestcamps am Berliner Oranienplatz eröffnet die Berliner Staatsanwaltschaft einen Prozess gegen den bekannten Refugee-Aktivisten Adam Baher. Adam engagiert sich seit Beginn der selbstorganisierten Protestbewegung für die Rechte von Geflüchteten, gegen Rassismus und Polizeigewalt. Nun muss er sich selbst gegen polizeiliche Willkür unter dem Vorwurf des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte vor Gericht verteidigen.

Die Anklage gegen Adam kommt mit mehr als fünf Jahren Verspätung. Zufall ist dies wohl kaum, denn er hatte vor kurzem die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt. Dies wurde seitens der Berliner Staatsanwaltschaft offenbar zum Anlass genommen, Ordnung in ihre Aktenberge zu bringen und gleich noch ein Exempel an einem bekannten politischen Aktivisten zu statuieren. Solange das Strafverfahren offen ist, ist der Weg zur Staatsbürgerschaft für Adam erstmal blockiert.

Das Protestcamp am Oranienplatz erlangte zwischen 2012 und 2014 weit über Berlin und Deutschland hinaus an Bekanntheit und symbolisiert bis heute einen zentralen Ort des Protestes von selbstorganisierten Geflüchteten gegen das deutsche und europäische Asylregime. Die Bewegung nahm ihren Anfang 2012, als sich Geflüchtete aus unterschiedlichen Ländern in einem Protestmarsch von Würzburg nach Berlin aufmachten und ein Protestcamp mitten in Kreuzberg errichteten. Sie forderten die Abschaffung des Lagersystems, einen Abschiebungsstopp und die Abschaffung der Residenzpflicht. Das Camp war ein zentraler Ort, von dem aus tägliche Widerstandsaktionen geplant wurden und politischer Druck ausgeübt wurde.

Den politisch Verantwortlichen und den staatlichen Behörden war das Camp bald ein Dorn im Auge. Im April 2014 begann die Berliner Polizei unter Aufsicht der Grünen Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann und der damaligen Sozialsenatorin Dilek Kalayci (ehem. Kolat, SPD) mit der Räumung des gesamten Platzes. Zuvor hatte der Senat mithilfe einer Teile-und-Herrsche-Strategie eine “Einigung” mit einem Teil der Geflüchteten herbeigeführt. Selbst der Infopunkt, für den eine unbefristete Genehmigung vorlag, die in den Verhandlungen nochmals bestätigt worden war, wurde geräumt: Adam bestand auf seinem Recht, an diesem Infopunkt über den Protest und die politischen Forderungen der Geflüchteten zu informieren. Die Beamt*innen der Berliner Polizei nahmen ihn unter Anwendung von physischer Gewalt in Gewahrsam. Ein Jahr später, 2015, wurde er auf dem Oranienplatz erneut willkürlich und scheinbar aus dem Nichts gewaltvoll festgenommen und in Handschellen gelegt.

Wie in so vielen Fällen von Festnahmen von People of Color ging die Polizei unverhältnismäßig gewaltsam gegen ihn vor und informierte ihn nicht über die Gründe für seine Festnahme. Wie in so vielen Fällen von Polizeigewalt wird er zudem nachträglich kriminalisiert, um die polizeilichen Angriffe gegen ihn zu rechtfertigen. Wie in so vielen Fällen wird versucht, Migrant*innen davon abzuschrecken, sich für ihre Rechte einzusetzen.

Die jetzige Anklage gegen Adam ist ein weiteres Symptom für ein rassistisches System, in dem der Protest und die politischen Forderungen von geflüchteten Menschen in Deutschland kriminalisiert werden. Strafrecht wird systematisch dafür missbraucht, rassistische Polizeigewalt zu vertuschen, Migrant*innen mundtot zu machen und ihnen Möglichkeiten auf aufenthaltsrechtliche Sicherheit zu verbauen.

Adam: „Es ist schwierig, sich in die deutsche Gesellschaft zu integrieren, wenn der Staat die Wege dazu immer wieder selbst blockiert. Schwarze Menschen müssen in Deutschland tagtäglich gegen Racial Profiling und buchstäblich ums Überleben kämpfen. Aber unser Kampf wird weitergehen.“

Wir stehen Seite an Seite mit Adam und allen, die von rassistischer Polizeigewalt und Kriminalisierung betroffen sind. Kommt zum Prozess am Amtsgericht Tiergarten, Turmstraße 91, 10559 Berlin, am 19. November um 13:45 Uhr im Raum 672! Wir treffen uns bereits eine halbe Stunde früher, um 13:15 Uhr, vor dem Gebäude.

Für die Begleichung der Verfahrenskosten sind wir auf eure Solidarität angewiesen. Bitte spendet an die unten angegebene Kontoverbindung!

Gegen rassistische Polizeigewalt!
Rassistische Kriminalisierung stoppen!
Solidarität mit Adam Baher!

Verwendungszweck: Adam

Rote Hilfe e.V.

IBAN: DE55 4306 0967 4007 2383 17

BIC: GENODEM1GLS

Daily Resistance #6 is out!

The new issue of Daily Resistance is out (#6) – coming along with articles from Women in Exile & Friends, International Women Space, The Voice Refugee Forum, City Plaza Athens and many more.

Grab your copy or a pack of newspapers to spread from your local distributor in Neukölln, Café Karanfil (Mahlower Str 7, U Boddinstr) – or write a mail to dailyresistance@systemli.org. Email us, if you want to distribute Daily Resistance in your city, in your initiatives, spaces or other contexts.

The PDF version can be read and downloaded here:

You can also read several articles of the issue online (with more texts to come) on oplatz.net, e.g. an interview in English with Adam Bahar on the revolutionary situation in Sudan (you can find the text in Turkish in the new issue): https://oplatz.net/sudan-revolution-interview/ , or the farewell statement of City Plaza in English (the Greek original has been printed in the newspaper): https://oplatz.net/39-months-city-plaza/

Looking forward to your feedback, comments, suggestions, and articles for the next issues! Come to our regular meetings, every second Thursday, and become part of the editorial team of Daily Resistance!


Daily Resistance is a periodical newspaper on actual paper written by activists aiming to reach people in lagers. We want to inform them on the state of resistance in Germany and to empower them for their everyday resistance against the system. Together with local supporters, we look to inform and invite as many people as possible to break the isolation.

Let’s Mobilize to Jena: The VOICE 25th Anniversary of Refugee Struggle in Germany

We invite you to join us in celebrating our 25th anniversary!

Call to participate in the preparation of the 25th anniversary and call for participation in the celebration on the 6th and 7th of December 2019 in Jena

You are part of this history – a quarter of a century since the break-up of isolation
25. The VOICE Refugee Forum Silver Jubilee Anniversary, 1994 – 2019
Founded in Mühlhausen and Established in Jena / Thüringen

The VOICE Refugee Forum for a quarter of a century is still at the forefront of dignity and self-determination, carrying a heavy burden of a quarter of a century – because many have been relieved of their journey – many have been able to find their place, a heavy burden must be placed on the ground so as not to lose themselves as a source for the next RefugeeBlackBox.

Breaking the Culture of Deportation – Deportation is the last ring of the slavery chain | RefugeeBlackBox – Solidarity (initiated in 2017)

You are part of this history as you are part of the future, do not forget yourself and neither the one who needs support in his struggle.

How to contribute: Contribute to the VOICE’s jubilee, choose and send a photo on The VOICE for the public exhibition, contribute to the RefugeeBlackBox. Refugee and migrants’ activists and asylum seeker activists are invited and everyone is welcome to give a few words about their experiences and their testimonies in the box. We have all it takes for peoples’ new world order of solidarity with the refugee! Every refugee is the story of RefugeeBlackBox-installation, it is also a certain power of knowledge and the wisdom to find your fight; to empower your presence and your issues in solidarity with the refugee struggles and movements.

Stop deportation! Defend the RefugeeBlackBox Solidarity, your silence is killing!
Each Deportation stop pulls down the mask, that covers the human face!
The fight against deportation and isolation has always been in the center of the VOICE‘s political activism. Fighting deportation means fighting against nationalism, white supremacy, and colonial racist injustice!

Next step: Arrival on Thursday, 5 December 2019

Starts on Friday, December 6, 2019 at 10:00 am: Video installation “RBB” on the Holzmarkt Jena:

– The VOICE Symposium on refugee grassroots community “Assembly” in Germany
– FightBack! Disrupt, disobey and organise against the regulated Dublin-deportations of refugees from Germany!

Saturday, 7 December 2019: Presentation | RefugeeBlackBox Parade | Music | Gyration and Performance

There will be a RefugeeBlackBox parade against the deportation crimes and against the colonial racism of Europe on 7th Saturday, December 2019. Calling for decentralized RefugeeBlackBox installation or info event before in the run-up of the December events.

facebook.com/RefugeeBlackBox

The VOICE Refugee Forum Germany
Jena: Tel.: + 49 (0) 176 24568988 (Whatsapp), E- mail: thevoiceforum@gmx.de
Berlin: Handy :+49 (0)170/8788124 (Whatsapp), E- mail: the_voice_berlin@emdash.org
Thevoiceforum.org


Mobilisons-nous ensemble à Iéna – Le 25e anniversaire de la lutte des réfugiés en Allemagne !

Nous vous invitons à vous joindre à nous pour célébrer notre 25e anniversaire !

Appel à participer à la préparation du 25ème anniversaire et appel à participer à la célébration des 6 et 7 décembre 2019 à Iéna .

Vous faites partie de cette histoire – Un quart de siècle depuis la fin de l’isolement
25. VOICE Refugee Forum Jubilee Anniversary Forum, 1994 – 2019
Fondée à Mühlhausen et basée à Iéna / Thueringen

Le Forum des Réfugiés “The VOICE” est à la pointe de la dignité et de l’autodétermination depuis un quart de siècle, portant un lourd fardeau d’un quart de siècle – parce que beaucoup ont été soulagés de leur voyage – beaucoup ont pu trouver leur place, un lourd fardeau doit être placé sur le terrain afin de ne pas se perdre comme source pour la prochaine boîte noire des réfugiés.

Briser la culture de la déportation – La déportation est le dernier cercle vicieux de la chaîne des esclaves| RefugeeBlackBox – Solidarité (Initié en 2017)

Vous faites partie de cette histoire comme vous faites partie de l’avenir, ne vous oubliez pas vous-même et ceux qui ont besoin de soutien dans leur lutte.

Comment contribuer:
Contribuer au jubilé de The VOICE, choisir et envoyer une photo sur The VOICE pour l’exposition publique, contribuer à la RefugeeBlackBox. Les activistes réfugiés et migrants et les demandeurs d’asile sont invités et chacun est invité à donner quelques mots sur ses expériences et témoignages dans la boîte. Nous avons tout ce dont nous avons besoin pour le nouvel ordre mondial de solidarité des peuples avec les réfugiés !
Chaque réfugié est l’histoire de l’installation RefugeeBlackBox, c’est aussi un certain pouvoir de connaissance et de sagesse pour trouver votre combat, pour renforcer votre présence et vos enjeux en solidarité avec les luttes et les mouvements des réfugiés.

Chaque fois qu’on arrête la déportation, le masque qui recouvre le visage humain tombe!
La lutte contre la déportation et l’isolement a toujours été au cœur de l’activisme politique de The VOICE. Lutter contre la déportation, c’est lutter contre le nationalisme, la suprématie blanche et l’injustice raciste coloniale!

Etape suivante:
Start on Friday, December 6, 2019 at 10:00 am: Video installation “RBB” in the HolzMarkt Jena:

– Le Symposium VOICE sur l'”Assemblée” des communautés de réfugiés en Allemagne
– À bas les rebelles ! Désorganiser, désobéir et s’organiser contre les expulsions réglementées de Dublin – Arrêter l’expulsion des réfugiés de l’Allemagne

Samedi 7 décembre 2019 : Présentations | RefugeeBlackBox Parade | Musique | Gyration et performance

Il y aura un défilé RefugeeBlackBox contre les crimes de déportation et le racisme colonial en Europe le 7 décembre 2019.

Appel à l’installation décentralisée de RefugeeBlackBox ou à un événement d’information avant les événements de décembre.

Facebook.com/RefugeeBlackBox/

Le Forum des réfugiés “The VOICE” Allemagne

Jena: Handy Tel : + 49 (0) 176 24568988 (Whatsapp),
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Sudan Revolution Interview

T: We already know you from the Oranienplatz resistance but can you introduce yourself a bit?

A: Adam Bahar. I am coming from Sudan. I’m born in Sudan but I’m in Germany since 2012. Politically active in Sudan since 2002. I was in university fighting for the right of the people of Sudan and against the dictatorship. Also especially because I am coming and I was born in Darfur, where there is war since 2003.

That’s why my main motivation was to start something against the government. Also when I was in this time in university and I was part of a group of Sudanese students organizing themselves. We were organizing ourselves for democracy and people of Darfur.

Result out of that is that we got in trouble with the government and I had to leave Sudan. I came to Europe in 2008 and I was in different countries of Europe. I lived in Greece, Italy, France for 2 years and in 2012 I came to Germany.

T: Our first question is what is the actual situation in Sudan? There was an agreement between Forces of Freedom and Change and the military. And some organizations like Sudan Communist Party told we are getting out from this agreement. Were there other groups inside Forces of Freedom and Change that got out from the agreement?

A: Actual situation in Sudan right now: last week (17th of July, 2019), they signed on the Sudanese constitution transition process. They signed the first letter and it will be completed on 17th of August 2019.

In the first form of the new cabinet there will be 6 people from the opposition parties and 5 people from the military. They will form the cabinet together and power will be hold first 18 months by military and other 18 months by civilian government. New government is supposed to initiate after the 3 years of transition.

But it is just the first part of the whole constitution in Sudan. Second part, there will be a president, there will be a parliament and 67 percent of the parliament will be from the opposition parties which the people are inside and leading the revolution. 33 percent of the parliament will be from the people who were not really taking participation in the revolution but they were also against government and they never worked with the old government of Omar al-Bashir. And the third part of the constitution all the people like youth and women will be the part of parliament.

Sudan in the future will have a parliamentarian government and ministries will have the real power. It will not be like before with only the president having the power. Like how we are having in Germany for example. There is president but president doesn’t have so much power. In Germany there is chancellor – in Sudan we will have prime minister. Also there will be opposition parties.

The problem between the Sudanese Communist Party and the other parties is they don’t want to be a part of the government of the transition period. 5 people from army and 6 people from civilians. Because these 5 people from the army that will take part in, are accused to committing crimes against the people who were protesting in the streets. So Communist Party will not participate in this. But the communist party will be part of the future parliament, because there won’t be any army in the parliament. At the same time they will continue to take part in local politics. They will not just participate in the first level of government where the army that are being accused.

Sudan has been all the time, since 1965, the time when it gained independence from Great Britain, governed by the army. It means army is governing Sudan more than 60 years now. And to take them out completely needs some time.

T: The revolutionaries around the world are curious about how this revolution was being organized? In the neighborhoods – what were the people talking and discussing?

A: The revolution started in December 2018 and it started not because changing of the political situation but started because of the price of bread, which increased 3 times. It started in a marginalized area of Sudan called Atbara where just students of a school went out to the street and demanded to get a bread. Somehow police and security service started reacting violently against the people and killed many students. After that, other people joined this protests of the kids. And because of that, they were really angry and burned the building of the party of Omar al-Bashir, the National Congress Party. The next day people from different cities also went into solidarity with Atbara. Thats how the revolution started.

Before that, we have to also link it to the history. This is not the first revolution in Sudan. But there were two revolutions, 1946 and 1958. And all the time who were pushing for the revolution are the worker unions. When Omar al-Bashir came to power, first thing he did is to crack down all the worker unions. The idea behind it was that the worker unions cannot take any position to fight the government. The Sudanese Professionals Association (SPA) started in 2012 to create an autonomous worker union and they first started with lawyers and doctors. Since 2012, they were just fighting for the worker rights like minimum wage etc. By this way they organized many members inside.

SPA had one demonstration register right of the workers and rise of the minimum wage. 2 days before what happened in Atbara. When they see what’s happening in Atbara they took the lead. And they changed the demand of the demonstration. Not only for the minimum wage, they called all the citizens to join them and putting down the regime of Omer al-Bashir.

This is how SPA took the lead. It was also an autonomous structure where no one knows who they are. But somehow they have been existing since 2012. They called in Facebook all citizens of Sudan to participate and organize themselves. At the same time there were local organizations working in districts called “Sudanese Resistance Committees”. It was created by people seeing themselves not a part of SPA but rather like “I need to participate in revolution”. And they made small groups consisting of 4-5 people. Those people know each other very well. By this way, 15-20 groups are created in every district. And no one knows who is inside of other groups. And they were going to demonstrations together.

At the same time, more people were joining also autonomously structured SPA and starting politically to have this demand. Then after 1 months of beginning, on 1st of January 2019, SPA made a call for a paper called Freedom and Change. In this paper there were suggestions how Sudan should be governed in the future. They said we need a democratic Sudan, this government has to go without any discussion. We don’t want Omer al-Bashir, we don’t want his government anymore. We need Sudan to be democratic country where people feel participating in politics, autonomously deciding for themselves.

They called all opposition parties if they agree on this paper to sign. For example the Sudanese Communist Party, the Sudanese Umma Party, the Sudanese Union Party signed it. And were part of the coalition. Also different political groups and civil society groups signed this paper.

There were 3 different groups who were working in revolution. One group SPA, another group local committees doing practical work mobilizing people to streets, tell them about the demonstrations. SPA was calling for the demo and organizing it.

What made this revolution successful is the local structure. You know, structure is built in this way but no one knows who is inside the structure. It was local in every place and it still exists until now. In this period of transition time of 3 years nothing will stop their mobilization and work. Every day they are doing different kinds of activism. They go to the streets, visiting the local people in the neighborhoods, visiting and supporting the people whose relatives or friends are killed. This is the structure that remained until now. This kind of structure is really helping because people will not rely on political parties still they will have their own structure in a local way. To guard the revolution and don’t let dictatorship to come again.

For example, in the last two days, one political party opened new office in Sudan and local people directly went there and asked where they took the money from to open this office. Because it was a nice place, in the middle of the country. Maybe it was funded by corruption and we don’t want corruption anymore in Sudan.

T: A woman in the revolution said: “Not the bullets but the silence is killing us.” How the people came to that point to sacrifice their life, how they came to this point? We know also that women took an important part in the revolution.

A: This has to do how much women were under repression from this regime. Because this regime of Omar al-Bashir is since 30 years like Muslim Brotherhood regime. Holding power in Sudan in the name of Islam, Sharia law. Unfortunately, when there is Sharia law, first things they do is to control woman. Women are not allowed to sit in public spaces, women are not allowed to wear trousers or other clothes, or in an area they cannot do this job because men are there. There were some universities just for women or just for men. These were happening for a long time since beginning of this government.

But in 2002 there was a law called Public Order Law with laws inside that were clearly against women. Since 2002-2003, women started to fight against this law and organized themselves. This also made women more experienced and have their autonomous structure. When this revolution started, women were already ready. That’s why when we see women on the streets it’s something normal.

Now in the new constitution paper that they signed, government has to support the rights of women. For example, in the parliament women will have a 40% quota.

We still see it’s not enough, because we need to also change the old structure of the opposition parties. Because in many parties women are not really presented. In the negotiation group there is just one or two women, the rest is men. Because of opposition parties who were not participating political work since 30 years in Sudan. They had to only work underground and that made it for women not so easy to participate. By writing this in constitution and pushing the political parties to change their structures, it will be possible for women to participate equally in Sudan.

T: People participating in the revolution didn’t really use violent methods. The reason was because they couldn’t obtain guns or was it a decision from the beginning?

A: I think you have to look to the history of Sudan. In Sudan, there has been war between North and South for 20 years. And the result of it is that South Sudan was born into new country in 2010. There is war in Darfur since 2003, there is war in Nuba Mountain and Blue Nile since 2011. And result of that more than 2 million people got killed, millions of people had to flee. Since 20 years people are getting killed and fleeing because of that reason.

People had this idea in their mind that we can not change this dictator with weapon anymore. Because also Darfur and in Nuba Mountain different groups are fighting against the government with weapons since 2003 and 2011. But they haven’t achieved anything. Because government has always more weapons. And people decided that the only method we can use is a peaceful revolution. For this, we are not going to use any violence against anyone. Because, if we use violence we are not stronger enough than the government. The government has more power to use violence and it gets supported by other countries like Saudi Arabia, Qatar, even Egypt. All these countries also don’t want Sudan to become a democracy.

Because civil disobedience has more success than using violence. That is what people learned from the history of Sudan. Also learned from the outside, for example what is happening in Syria. Using weapon against weapon collapses the country, but not bringing the people to power. That’s why we say all the time in Sudan, revolution is also about learning, about learning internationally from each other.

The same things happening in Rabaa al-Adawiya revolution in Egypt. All dictatorships learn from one book, but the interesting thing is that people doing the revolution they learn better than dictatorships. In Sudan, the army evicted them with violence and the army had the idea of people will be afraid, they won’t go to the street anymore and that we can hold the power. People saw it already in Egypt and they didn’t accept this. After the big massacre, people went to the streets more and more. The last demo was 30th of the July and in every city there were not less than 2-3 million people.

In Sudan, violence is not something new for us, we have had it since 30 years. This government is killing people since 20 years but people don’t talk about it. All other powers, especially Europe, because of controlling refugees don’t talk about it because of their own interests.

If you see how many people died in the revolution since 8 months maybe we can say 500-600 people. But now, revolution succeeded to reach something. But if people had used violence, maybe millions of people would have died and there wouldn’t have been any success.

T: If there weren’tany street actions, would the soldiers do a coup against the Omar al-Bashir regime? Is there is a big difference between today’s military and the Bashir’s regime?

A: First, if people did not go to the streets, they would not do anything. They are under pressure, because people are on the streets everyday. And that’s why people made the sit-in in front of the army building. This has to do for a long time with the history of Sudan, old revolutions have happened here before. People are going to streets and the army stayed on the side of the people and supported people and take the dictators out. This was happening two times in Sudan already.

For sure they would not do it, because for 30 years they didn’t do it. Because of the pressure by people they are doing. Now the difference is: people take their right on their hand. People are going to streets everyday, everywhere in Sudan opposition parties are making events, discussions and they don’t need to register. Even, it is better than what is going on in Europe. In Europe you have to call the police and ask for demonstration. In Sudan people are going to demo without telling to police. People took their right in their hand.

And in the constitution it will be written that people have the right to demonstrate. Police will not have the right stop people without any reason. Before, the Security service in Sudan had the right to do everything. They could arrest you, they could kill you. They were taking so much power from the president. But from now on it will be just an institution to collect information and give to police under the law.

T: With the Arab Spring there were revolutions in Tunisia and Egypt. But the revolutions were stolen by the different powers inside the states or by the international powers. Do the people who are doing the revolution in Sudan have a prevention to stop this? Or can also Sudan revolution be stolen?

A: I don’t think so. Because, if you look at the constitution now, it will be built in a way that the old regime will not exist anymore. I think the problem with the all other revolutions in different Arabic countries is that they change the president but they don’t change the constitution. That means, people who are working for dictators still have the power and can bring us new dictators. People in Sudan learned from it. They say they need to change the whole constitution. That’s why there will be a new parliament where only people who were doing the revolution will be sitting.

The only way for the army or a dictator to come back again is to make a coup again. But also people will not accept this, people will go to streets again. Structures are not in the hands of the army anymore.

When in Egypt people did the revolution they just took out the only Husnu Mubarak, but the regime stayed. Exactly this is what’s happening also now in Algeria. The President of Algeria is away, but the whole constitution is there and the whole government is there.

T: Inside Forces of Freedom and Change (FFC) there were different groups like the Sudanese Communist Party, but also there were  anti-capitalist Muslims with the tradition of Mahmoud Mohammed Taha. What kind of groups is there in FFC and what is their ratios as power?

A: There are really left, anti-capitalist groups like Communist Party or Republican Party (anti-capitalist Muslims, Mahmoud Mohammed Taha). There are also different communist groups like Movement of Right (Harakat Haqq). They are also part of this coalition. Then, the other side, you see also traditional parties like the Union Party and the Umma Party.

In the constitution any kind of discrimination like race, religion, gender won’t be accepted.

And all agree on this and reached this point. Now, in Sudan, the left ideology is more accepted in society, because Omar al-Bashir government did everything in the name of Islam and Sharia for 30 years. That’s why, in the future, when people go to the streets, the first things they will demand that religion shouldn’t be a part of politics anymore. Religion has to stay in mosques and churches. There has to be a clear division.

But we shouldn’t forget that Sudan is an African country where the structure is not really strong. There is big movements that don’t want capitalism anymore, at the same time there is a big group of people thinking we need to develop the country, we need to have nice buildings, like thinking in a capitalist way. The next step is to not allow capitalism get power in Sudan. This is our next fight.

For example, I’m part of different groups doing politics since 2002, now also in Germany since 2012. But we are kind of a capitalist group, thinking Sudan has to be like Europe, like Germany. An important part of us saying no to it. We say now, until revolution maybe we are friends, but after the revolution we will be enemies. We will fight against capitalism, because we see what capitalism have done to the people. We don’t want capitalism to be strong in Sudan.

T: People who are on the streets leading and joining the revolution, what are the people’s professions? Were they workers, villagers or unemployed? What are their ages, what are their classes?

A: In the beginning it was generally young people who were in the street. First 3-4 months so many young people were on the streets, especially students and workers. I can put inside the workers from the doctors till the unemployed. Also, unemployed people organized themselves and making their own block. Also women did their own block.

But the interesting thing is that the whole society participated in it. Who was not going to streets tried to organize safe places for the people when they got attacked by the police and army. When there was a demo going on and a attack happened by police, old people stayed in front of their doors, opened their door and hid young people.

People, who are out of Sudan, for example in Europe, were preparing themselves from the beginning, spread the information, did info events, organized money, did demonstrations, talked about the involvement of imperialist countries and how they don’t want revolution to be successful.

T: How was the interest to the Sudan revolution from the left wing or opposition movements in Europe?

A: Unfortunately, there was not such a big interest in it. For example, in Berlin, we were fighting hard to just bring the voice of revolution to different groups, even to the streets. We were not really supported by any group. After 3-4 months, when the revolution was getting violent by the army, different left parties tried to lighten the issue but it was not really what were hoping for.

We shouldn’t also forget that Europe has a big interest in not changing Sudan, because the Bashir regime was working for Europe since 2014, for example in Khartum Process, a deal between Europe and African countries to stop African refugees to come to Europe. For that deal, the Sudanese old government got so much money, got training from European countries to control the borders.

I was writing everyday press releases about the situation in Sudan and was sending them to all parties from SPD to the Left Party (Die Linke) and I didn’t get any answer from them. After 2 months we could get an answer from Rosa Luxemburg Stiftung to make an info event about Sudan.

2 months before, when revolution was almost successful, we had a talk with one Left Party member from Germany Bundestag. We worked together and she held a Bundestag sitting where she asked about Sudan revolution and the money Germany gave to the Sudanese old government. But not more.

We made a sit-in in front of the Ministry of Foreign Affairs of Germany and we went inside the ministry and handed over our demands. We had also a demo in front of EU and we made a call of Sudanese people living in Europe. There, we also gave our demands to stop this deal with Sudan. Our work succeeded to put pressure in government of EU. EU stopped to give money for training the police of Sudan.

The new government will come and they will try to talk again about the deal. This is also our next step to work in Germany as Sudanese community here. Because we are sure to face deportations in Germany or in Europe. Because they will say now, Sudan is democracy then you have to go. They will try to activate the Khartum process.

Unfortunately, there is no international solidarity from left groups or even from left parties. From my side, I wouldn’t focus on leftist parties – I would focus on leftist groups. But leftist groups, they are not interested. Maybe it has to do with the fact that Sudan is far away. They never called for demo revolution in Sudan until now. And I was really thinking like: Is this about racism? This has because African people are not worth it? Are they not equal in the mind of leftists? They are really far away and cannot have any contact with African revolution?

For me, what’s happening in Sudan now, is really politically close to the leftist scene. A revolution hold by people, starting with autonomous structure, where people succeeded to kick out the dictator, where women take the lead. There was not really an interest in these issues. I’m questioning myself from time to time to understand the reason. And I couldn’t see a reason until now. But maybe we have to wait for the activists of the leftist scene to tell us why they don’t have any interest in the revolution of Sudan.

Einheit ist eine Waffe

Ali Ahmed lebt seit 2013 in Hamburg und ist Aktivist der Gruppe „Lampedusa in Hamburg“. Aktuell ist er einer von fünf Sprecher*innen, die die Interessen der sudanesischen Aufstandsbewegung im Ausland vertreten.

Am 30. Juni 1989 riss Omar al-Bashir die Macht im Sudan durch einen Militärputsch gegen eine zivile Regierung an sich. Dabei wurde er von der Islamischen Partei ideologisch massiv unterstützt. Schon zu Beginn seiner diktatorischen Herrschaft wurden Tausende entlassen und verhaftet. Nach der Ermordung von 28 Generälen, die sein Regime kritisiert hatten, im Ramadan 1993 begann eine massive Auswanderung aus politischen und ökonomischen Gründen, die die Wirtschaft des Landes erheblich beeinträchtigte.

Gleichzeitig begann im Süd-Sudan der Widerstand gegen die neuen Regeln für das öffentliche Leben, die die Islamische Partei durchgesetzt hatte, und führte bald zur Forderung nach Unabhängigkeit und eigener Verfügung über das Öl. Da das sudanesische Öl vor allem aus dem Süden stammt, bedeutete das ökonomische Probleme für das Land. Auch in anderen Teilen des Landes kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen, die mit der Bildung einer großen Zahl von schwer bewaffneten Stammes-Milizen einherging. Die Wirtschaft litt unter den verschwenderischen Militärausgaben und wachsender Korruption, die Unterstützung von weltweit operierenden Terrorgruppen durch al-Bashir und seine Verstrickung in Anschläge führten zu Sanktionen, die die ökonomische und soziale Situation weiter verschlechterten.

Linke und andere sozialen Kräfte begannen sich zu organisieren und entwickelten politische Kampagnen mit Forderungen, die alle Menschen im Land vor Hunger und Armut bewahren würden. Diese haben in den vergangenen Jahrzehnten die Grundlage für die Revolution gelegt, die wir heute im Sudan bildeten erleben.

Die Bürger*innenproteste gegen die Regierung begannen im Dezember 2018 zunächst wegen der stark gestiegenen Brot-Preise, der allgemeinen Verschlechterung der Lebensbedingungen und des zunehmenden Zerfalsl staatlicher Infrastruktur. Schnell entwickelte sich daraus die Forderung nach dem Rücktritt al- Bashirs. Es begann in Städten mit starker Arbeiterschaft wie al Damazin, Port Sudan, Qadrif und Atbara vor allem in Norden und Osten des Landes ebenso wie in der Hauptstadt bis alle gemeinsam nach Khartum zogen, um einen zivilen Staat und das Ende der Militärdiktatur zu fordern. Beim Rücktritt von al-Bashir und wenig später, als der General und Übergangspräsident ibn Ouf zurücktrat, waren 4 Millionen Menschen mit der Forderung nach einer zivilen Regierung auf den Straßen.

Die Sudanese Professionals Alliance (SPA), eine Allianz aus 17 Branchengewerkschaften, übernahm in diesen Auseinandersetzungen die Führungsrolle, forderte die Demonstranten auf, keine Waffen auf das Militär zu richten und verlangte von der Regierung den friedlichen Protest zu respektieren. Am 1. Januar veröffentlichte sie gemeinsam mit 21 weiteren fortschrittlichen Organisationen die „Erklärung für Freiheit und Wandel“, die Grundlage eines breiteren Bündnisses ist. Unsere Stärke liegt in unserer Einheit und der Orientierung auf den Frieden. Das führte dazu, dass sich auch Teile des Militärs mit den demonstrierenden Massen solidarisierten und sich weigerten, auf sie zu schießen. Dennoch wurden die friedlichen Demonstrationen immer wieder angegriffen um sie aufzulösen. Tränengas, Gummigeschosse, aber auch immer wieder Schusswaffen wurden eingesetzt. Die Toten und Verwundeten trugen zur Empörung der Bevölkerung bei und ließen die Proteste nicht abreißen: im Mai erreichte die Beteiligung mit 6 Millionen – das bedeutet jede*r sechste Einwohner*in – ihren Höhepunkt. Bemerkenswert ist, dass eine deutliche Mehrheit dieser Menschen Frauen sind, ebenso wie die Sprecher_innen des Bündnisses für Freiheit und Wandel.

Am 11. April verkündeten die Militärs die Absetzung von Omar al-Bashir und den Beginn einer zweijährigen Übergangsperiode, die mit Wahlen enden soll, nach denen die Macht von der Militärjunta übergeben werden soll. Diese Ankündigung wurde von der sudanesischen Bevölkerung mit Empörung aufgenommen, weil sie einen zivilen Staat fordert. Schon seit dem 6. April hatten Millionen von Demonstrant_innen aus der gesamten Region um Khartum begonnen, den Platz vor dem Hauptquartier zu besetzten und dieses sit-in wurde bis zu seiner gewaltsamen Auflösung am Ende des Ramadan am 3. Juni aufrechterhalten. Hunderte wurden getötet; weil viele Leichen in den Nil geworfen wurden, ist es schwer, eine exakte Zahl zu nennen. Mehr als 500 Menschen wurden schwer verletzt. Die Abschaltung des Internet hat die Kommunikation zwischen den Sudanesen in- und außerhalb des Landes extrem erschwert, so dass es schwierig ist, an zuverlässige Informationen zu kommen.

Nach dem Massaker hat die Afrikanische Union die Mitgliedschaft des Sudan ausgesetzt. Saudi-Arabien, die Emirate und Ägypten unterstützen weiter den Militärrat und die westlichen Länder hüllen sich ebenso wie die meisten Medien in Schweigen.

Am 30. Juni werden Sudanesen überall im Land und weltweit auf die Straßen gehen, um deutlich zu machen, dass sie ihren Traum von einem zivilen Staat, gesellschaftlichem Frieden, sozialer Gerechtigkeit und Gleichheit für alle nicht aufgeben, sondern weiter dafür kämpfen, dass er Wirklichkeit wird.

Die “Erklärung für Freiheit und Wandel” ist auf der Seite der SPA dokumentiert:

Einheit ist eine Waffe

Ali Ahmed lebt seit 2013 in Hamburg und ist Aktivist der Gruppe „Lampedusa in Hamburg“. Aktuell ist er einer von fünf Sprecher*innen, die die Interessen der sudanesischen Aufstandsbewegung im Ausland vertreten.

Am 30. Juni 1989 riss Omar al-Bashir die Macht im Sudan durch einen Militärputsch gegen eine zivile Regierung an sich. Dabei wurde er von der Islamischen Partei ideologisch massiv unterstützt. Schon zu Beginn seiner diktatorischen Herrschaft wurden Tausende entlassen und verhaftet. Nach der Ermordung von 28 Generälen, die sein Regime kritisiert hatten, im Ramadan 1993 begann eine massive Auswanderung aus politischen und ökonomischen Gründen, die die Wirtschaft des Landes erheblich beeinträchtigte.

Gleichzeitig begann im Süd-Sudan der Widerstand gegen die neuen Regeln für das öffentliche Leben, die die Islamische Partei durchgesetzt hatte, und führte bald zur Forderung nach Unabhängigkeit und eigener Verfügung über das Öl. Da das sudanesische Öl vor allem aus dem Süden stammt, bedeutete das ökonomische Probleme für das Land. Auch in anderen Teilen des Landes kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen, die mit der Bildung einer großen Zahl von schwer bewaffneten Stammes-Milizen einherging. Die Wirtschaft litt unter den verschwenderischen Militärausgaben und wachsender Korruption, die Unterstützung von weltweit operierenden Terrorgruppen durch al-Bashir und seine Verstrickung in Anschläge führten zu Sanktionen, die die ökonomische und soziale Situation weiter verschlechterten.

Linke und andere sozialen Kräfte begannen sich zu organisieren und entwickelten politische Kampagnen mit Forderungen, die alle Menschen im Land vor Hunger und Armut bewahren würden. Diese haben in den vergangenen Jahrzehnten die Grundlage für die Revolution gelegt, die wir heute im Sudan bildeten erleben.

Die Bürger*innenproteste gegen die Regierung begannen im Dezember 2018 zunächst wegen der stark gestiegenen Brot-Preise, der allgemeinen Verschlechterung der Lebensbedingungen und des zunehmenden Zerfalsl staatlicher Infrastruktur. Schnell entwickelte sich daraus die Forderung nach dem Rücktritt al- Bashirs. Es begann in Städten mit starker Arbeiterschaft wie al Damazin, Port Sudan, Qadrif und Atbara vor allem in Norden und Osten des Landes ebenso wie in der Hauptstadt bis alle gemeinsam nach Khartum zogen, um einen zivilen Staat und das Ende der Militärdiktatur zu fordern. Beim Rücktritt von al-Bashir und wenig später, als der General und Übergangspräsident ibn Ouf zurücktrat, waren 4 Millionen Menschen mit der Forderung nach einer zivilen Regierung auf den Straßen.

Die Sudanese Professionals Alliance (SPA), eine Allianz aus 17 Branchengewerkschaften, übernahm in diesen Auseinandersetzungen die Führungsrolle, forderte die Demonstranten auf, keine Waffen auf das Militär zu richten und verlangte von der Regierung den friedlichen Protest zu respektieren. Am 1. Januar veröffentlichte sie gemeinsam mit 21 weiteren fortschrittlichen Organisationen die „Erklärung für Freiheit und Wandel“, die Grundlage eines breiteren Bündnisses ist. Unsere Stärke liegt in unserer Einheit und der Orientierung auf den Frieden. Das führte dazu, dass sich auch Teile des Militärs mit den demonstrierenden Massen solidarisierten und sich weigerten, auf sie zu schießen. Dennoch wurden die friedlichen Demonstrationen immer wieder angegriffen um sie aufzulösen. Tränengas, Gummigeschosse, aber auch immer wieder Schusswaffen wurden eingesetzt. Die Toten und Verwundeten trugen zur Empörung der Bevölkerung bei und ließen die Proteste nicht abreißen: im Mai erreichte die Beteiligung mit 6 Millionen – das bedeutet jede*r sechste Einwohner*in – ihren Höhepunkt. Bemerkenswert ist, dass eine deutliche Mehrheit dieser Menschen Frauen sind, ebenso wie die Sprecher_innen des Bündnisses für Freiheit und Wandel.

Am 11. April verkündeten die Militärs die Absetzung von Omar al-Bashir und den Beginn einer zweijährigen Übergangsperiode, die mit Wahlen enden soll, nach denen die Macht von der Militärjunta übergeben werden soll. Diese Ankündigung wurde von der sudanesischen Bevölkerung mit Empörung aufgenommen, weil sie einen zivilen Staat fordert. Schon seit dem 6. April hatten Millionen von Demonstrant_innen aus der gesamten Region um Khartum begonnen, den Platz vor dem Hauptquartier zu besetzten und dieses sit-in wurde bis zu seiner gewaltsamen Auflösung am Ende des Ramadan am 3. Juni aufrechterhalten. Hunderte wurden getötet; weil viele Leichen in den Nil geworfen wurden, ist es schwer, eine exakte Zahl zu nennen. Mehr als 500 Menschen wurden schwer verletzt. Die Abschaltung des Internet hat die Kommunikation zwischen den Sudanesen in- und außerhalb des Landes extrem erschwert, so dass es schwierig ist, an zuverlässige Informationen zu kommen.

Nach dem Massaker hat die Afrikanische Union die Mitgliedschaft des Sudan ausgesetzt. Saudi-Arabien, die Emirate und Ägypten unterstützen weiter den Militärrat und die westlichen Länder hüllen sich ebenso wie die meisten Medien in Schweigen.

Am 30. Juni werden Sudanesen überall im Land und weltweit auf die Straßen gehen, um deutlich zu machen, dass sie ihren Traum von einem zivilen Staat, gesellschaftlichem Frieden, sozialer Gerechtigkeit und Gleichheit für alle nicht aufgeben, sondern weiter dafür kämpfen, dass er Wirklichkeit wird.

Die “Erklärung für Freiheit und Wandel” ist auf der Seite der SPA dokumentiert:

39 months City Plaza: the end of an era, the beginning of a new one

On 10th July 2019 the keys of squatted City Plaza were handed back to the former employees of the hotel, to whom the mobile equipment in the building belongs. All refugees living at City Plaza have been moved to safe housing within the city.

On 22 April 2016, the Economic and Political Refugee Solidarity Initiative squatted the empty City Plaza building with a two-fold goal: to create, on the one hand, a space of safety and dignity in which to house refugees in the centre of the city and, on the other, to create a centre of struggle against racism, borders, and social exclusion. For the freedom of movement and for the right to stay.

The decision to squat was taken at a critical political juncture. On 18th March 2016, one month before the squat opened, the EU-Turkey deal to restrict the movement of refugees to Europe was signed. It was the deal that marked the end of the “summer of migration” – the period which began in July 2015 when, under pressure from approximately one million people, the European borders “opened”. This was the deal that turned the islands of the Aegean into a sort of prison for migrants, and which turned mainland Greece into a trap for over 60,000 people. The SYRIZA-ANEL government, following its capitulation to the neoliberal management of the economic crisis, took on the the implementation of a policy of control, deterrence and discouragement of migration. With Frontex and NATO patrolling the Aegean, with detention centres such as Moria on the islands, with awful camps as the only policy for housing refugees on the mainland, by punishing solidarity and the struggle of refugees. During that time, the housing issue was very pressing. The refugees who had arrived in Athens were either homeless or were being housed in the awful camps of Elliniko, Malakasa, or the port of Piraeus, while hundreds of people slept in tents or cardboard boxes in city streets and squares.

It was while these were happening that a discussion began within the Economic and Political Refugee Solidarity Initiative, which led to the decision to squat City Plaza, a hotel on Acharnon street which remained shut for seven years. The decision had certain features of voluntarism, and was not justified by the forces in our disposal, nor by the state of the anti-authoritarian movement at the time. Yet it was a move which addressed the political situation and the great struggle of the refugees who had, over the previous months, opened the borders of Fortress Europe and thus won their right to freedom of movement. It also matched the massive and spontaneous social solidarity movement which developed along the length of the migration route.

City Plaza as an example of dignified housing, space for social solidarity and cooperation between locals and migrants.

From its inception, City Plaza was organized around two key goals:

  • to create a space for safe and dignified housing for migrants in the centre of the city, a space of solidarity and cooperation between locals and migrants.
  • to function as a centre of struggle in which political and social demands by migrants and locals will interweave and complement each other.

CP proved in practice that the state policy of “hospitality” towards refugees is a mixture of harshness, incompetence, and political expediency. Where the solidarity movement, without any funding from formal institutions, without any “experts” or employees, managed to create one of the best housing spaces in the centre of the city, the state continued to abide by the trapping of refugees in makeshift camps and tents in the mainland, and by imposing a regime of refuting the rights of refugees and detaining them in hot spots on the islands, at the threat of deportation.
This contrast was the key element which led to mass support for CP at the beginning of its operation, by individual activists, organizations/collectives of the left, as well as by people who joined the movement for the first time there. Of course, because of the ownership status of the hotel, there were several attacks “from the left” which, fully aligned with the narrative of the owner and the petty bourgeois rhetoric on the “supreme human right to property”, attempt to belittle the effort, by spreading conspiracy theories (ranging from claims that we’re being funded by Soros, SYRIZA, the German State, to claims that we traffic drugs, firearms, children, and sex workers), slandering the collective and the activists who are part of it.

City Plaza proved in practice that refugees and locals can live together when, instead of isolation, punishment, and hatred, there is solidarity, struggle, and community. At the opposite pole from the camps, located outside the cities and in awful conditions, CP managed, in a difficult neighbourhood, until recently patrolled by neonazis, to brighten the formerly dark corner between Acharnon and Katrivanou, by giving it the character of security truly valued by those from below: the security of dignified housing, community, solidarity, and vitality of the people selflessly fighting for better lives.

At the same time, dozens of people showed their solidarity around the world. Through their daily presence, their participation in shifts, positive attitude and a large-scale international campaign for the financial support of the project. Dozens of crates of food and other essentials were sent to Plaza, thousands of people and groups made donations to support the project, which relied solely on donations for its survival.

City Plaza also served as a centre for struggle. Aiming to internationally denounce the anti-refugee policies of the SYRIZA-ANEL government and the EU, we brought to the fore topics such as criminal responsibility for shipwrecks and loss of human life, the delay or obstruction of sea rescue, the practice of illegal pushbacks in Evros and the Aegean, the conditions of imprisonment in hotspots. City Plaza hosted dozens of open discussions on the border regime, racism, the struggle for rights, often featuring contributions by well-known intellectuals from around the world, such as Judith Butler, Angela Davis, David Harvey, Alain Badiou, Sandro Mezzandra, among others. Yet the goal was not just to highlight issues relating to migrant struggles, but also to link them to the struggles of locals. In the rallies for International Worker’s Day, the Polytechnic Uprising, antifascist and feminist protests, the City Plaza block was present throughout the three years.

The City Plaza community: Practices, Rights, Cooperation.

The answer to the question of what City Plaza is is known to the thousands of people who passed through its doors: CP is a project for the realisation of a conception of everyday life which aims to empower those “from below”, in the constitution of a space of freedom, which practically realises an aspect of the society we envision.

Its mode of operation expressed a politics of everyday life which is in opposition to the dominant model of managing migration, especially to its “NGOisation”. At the core of this voluntary contribution of time, effort, and emotion was not the “provision of services” to “the vulnerable” but the attempt to combat insecurity and fear, to empower and encourage confidence and trust in the collective. Help to refugees was re-politicised – and became solidarity and common struggle. Self-organisation, shared responsibility and decision making were central, as was a constant reflection on the inequalities permeating relations within the project: localisation, class, gender, language, education, etc.

Despite the inherent contradictions and difficulties, the collective experience of organising everyday life was the foundation for building a strong community of solidarity. At the same time, in this context, and in contrast to dominant victimising narratives, refugees and migrants became dynamic subjects with an active role on social and political life.

Daily life at CP was based on the principle of participatory organisation and collective decision making and operations, processes particularly complex in a community of 350 people speaking different languages, and with different ethnic, class, and social backgrounds, and different plans for the future. Regular coordination meetings became the space in which equal discussion took place on issues of operation and organisation, while House meetings were – especially in the beginning – a real lesson in how we can and should discuss, operate, and co-implement, as refugees and as locals. The organisation of residents and solidarians into working groups was a component of organising the project but also an essential basis for developing personal and political relationships amongst ourselves. The working groups were: Reception, Education, Children’s Activities, Health Centre, Kitchen, Security, Economics, Cleaning, Communications, as well as a self-organized Women’s Space.

In its 36 months of operation, City Plaza hosted over 2,500 refugees from 13 different countries. About 100 of the 126 rooms of the hotel hosted 350 refugees at any one time, while the remaining 26 either served as communal spaces (classrooms, women’s space, storage space) or to host solidarians from around the world. It was, after all, City Plaza’s political choice to not serve as a housing space “for” refugees but as a space of cohabitation and shared everyday life.

Yet we will not provide statistics referring to countries of origin, ages or ‘vulnerable” cases. In contrast, we will provide “statistics” on the enormous amount of resources that the movement was able to mobilise in order to keep City Plaza going:

* 812,250 hot meals were prepared by the kitchen team

* 74,500 work hours on security shifts

* 28,630 hours of shifts at reception

* 5,100 hours of language teaching and creative educational activities

* 69,050 rolls of toilet paper

However, the most important things cannot be counted. They have to do with human relationships, mutual respect and solidarity, emotions and experiences, optimism born out of common struggle.

The end of an era, the beginning of a new one

Such a project demands enormous resources. It is not a political squat which can stay closed for a couple of days in August without any problems. It is a space which demands a daily commitment, responsibility, and presence. Besides, the way we see it, self-organization is not automatic. To the contrary, it requires many hours of work, often endless processes of shared decision making, and interminable difficulties. In other words, self-organization and solidarity are not theory. They are action in the here and now. Action full of contradictions and life’s problems. In a society in which authoritarianism, war, capitalism, and competition between the subjugated is considered normal, while multiple divisions and hierarchies permeate us all, because of our origins, genders, and class backgrounds, self-organisation is not a slogan. It is a struggle.

Unfortunately, as often happens in many self-organized projects, enthusiasm, commitment, and participation dwindle over time – especially when circumstances are so demanding. The fact that the overwhelming majority of City Plaza residents are in transit made it impossible to hand the operation of the squat completely over to the refugees as most of them, sooner or later, left for Europe. At the same time, the material resources required for a project of such size – for food, hygiene products, medications, building maintenance – became harder to come by, despite the fact that comrades throughout Europe have demonstrated extraordinary commitment.

On the basis of all of the above, shortly before City Plaza celebrated its two-year anniversary, and following calls to collectives and spaces which supported the project from its inception, there opened a difficult and contradictory discussion on how long City Plaza can carry on, or whether and how it should adapt, given that we did not wish to see the project decline. There was a dilemma on whether we would move towards the direction of “normalising/ legalising” the squat or towards completing the project, while also looking for new ways to keep the community it created alive in a different context.
The first option was found to be politically undesirable, as it clashes with City Plaza’s character as a political alternative to NGOisation, and leads to a disconnect between the issues of safe housing and collective struggle and rights demands more generally.

We decided that, despite it being a difficult choice, City Plaza should rightly close the way it began and operated: as a political project, by protecting the central element which turned it into a example, that is organisation from below, safe and dignified living, community of struggle, and addressed to society as a whole.

During the House meeting of 26th May 2018, we jointly decided on this direction – not without contradictions and disagreements – and there was an extensive discussion about how to implement such a decision. Beginning in June 2018, City Plaza did not accept new residents, while there was a collective commitment that the project would not wind down until every resident had found acceptable accommodation. This commitment was not at all simple to implement. The wider circumstances of dealing with the refugee question – both from the point of view of the SYRIZA-ANEL government and from the point of view of NGOs, did not provide an opportunity to provide institutionally guaranteed housing to residents, while other spaces and squats could not house such a large number of refugees, despite positive attempts to support this.

One year on, and while the project was winding down, the expected change in the political landscape, with the imminent re-election of New Democracy, made it imperative to once more address the pace at which the project is progressing towards its close, taking into account the fact that, over the past several months, several refugees had gradually moved to safe housing. Plaza has two pending court orders for its evacuation, while high-ranking New Democracy members made daily references to the “destruction of private property” and the “lawlessness” at City Plaza. In this respect, evacuation could be used as a deterrent, while many refugees, especially those with no fixed legal status, could face disproportionate consequences (deportation, detention, etc.). Even though, for some, an evacuation by New Democracy could be seen as a “heroic exit”, for which few political explanations would need to be given, nevertheless most City Plaza residents would be put in danger, especially in view of their already vulnerable and unstable status.

This reconfirmed the decision to bring City Plaza to a close, on a collective basis and in our own terms. All refugees found safe housing. In the almost eighteen months between the decision to shut down and its implementation, most refugees moved on towards Northern Europe. Out of those who remained at City Plaza, some had the opportunity to rent their own place, as they had since found employment, while others still resorted to collective solutions. Through shared spaces and other housing projects which we have already put in place, along with the impossibly persistent network of all the people who actively participated in the project (refugees and solidarians), the community will continue to exist long after the building has been abandoned.

City Plaza’s closure is linked to the wider movement’s inability to develop effective forms of organization, mobilisation, and discourse on the refugee questions, which match the demands of the time. It is true that many parts of the wider social movement decided on different degrees of involvement, being unable to support the project and/or develop similar ones, which would galvanise our efforts through a new dynamic. This position is not apportioning blame, but highlights the project as part of a wider social and political process, reflecting the ideological-political and organisational crisis within the movement, with which we will have to deal in the next phase.

City Plaza was an invaluable political experience for all who took part, but also a political event far greater than the sum of its parts. Without exaggeration, CP was the pan-European symbol which concentrated resistance to the racist and repressive migration regime of the EU, following the closure of the borders after the EU-Turkey deal was signed. Equally, it served as a strong counter-example at a time of pessimism and demobilisation for the left, and a time of resurgence for the far right.

City Plaza was a great struggle which, like all great struggles, cannot be counted as a clear victory or a clear defeat. It is a chapter in antiracist and migration struggles and, at the same time, an experiment in social movements, an unexpected mix of different needs, sociopolitical, gendered, and class experiences. This meeting, like every mixture, needs some time for the multiple experiences to settle and leave their trace on our individual and collective consciousness.In this milieu, new forms of resistance, struggle, and relationships of cooperation and solidarity will form – in Athens as well as in the dozens of cities at which City Plaza residents will arrive, as well as in the daily struggles against the barbarism or racism and repressive policies.

The City Plaza collective was, from the beginning, aware of its contradictory makeup. The alternative it proposed could not but me incomplete, dependent on the circumstances in which it was born and the subjective capacities of the movement and its people, with their brains, hearts, and bodies. Yet it was also restricted, like every struggle for rights and equal participation, which impinges on the power of capitalist exploitation, the imposition and reproduction of nationalist, racist, and gendered hierarchies and divisions.

City Plaza is a link in a chain of struggles for social emancipation. A peculiar struggle, as it began from the small and the everyday, from how to cook the food and how to clean the building, and extended to resistance to the border regime and to multiple levels of discrimination. For those of us who took part in it, CP was an opportunity to redefine and to reflect on political thought and practice, relations of power, everyday life, cohabitation and its terms, self-organisation and its contradictions. We say goodbye to S(p)iti Plaza with one promise: to transfer this rich experience, to continue to enrich and broaden the ways and the places of common struggle.

Solidarity will win!

Source: https://www.facebook.com/sol2refugeesen/

The Greek Version can be found in Daily Resistance #6

MESSERANGRIFF AUF ROMA: PROZESSBEGINN

vom Roma Antidiskrimination Network

24.09.2019

Mit der Verlesung der Anklage begann gestern der Prozess gegen Marias Angreiferin. Der Staatsanwalt äußerte, die Angreiferin habe mit ihrem Verhalten in Kauf genommen, dass Maria und ihre Verwandten sterben.
Die Angeklagte wollte sich nicht äußern und ihr Anwalt hat in ihrem Namen eine Erklärung vorgelesen.

In ihrer Aussage schilderte Maria die Situation in der U-Bahn, in der sie sich mit ihrem Mann und ihrem Schwager unterhielt, als sie von einer weißen deutschen Frau angegriffen wurde. Zunächst wurden die drei als „scheiß Zigeuner“ bezeichnet und dann körperlich angegriffen. Die Angreiferin zog ein Messer und fügte Maria und ihrem Schwager schwere Schnittwunden zu. Maria wehrte sich und versuchte ihren schwer kranken Mann zu schützen. Sie blutete stark und rief mehrmals: „Hilfe! Hilfe!“ Niemand bewegte sich. Erst als Maria die Frau am Arm festhielt, damit diese nicht weiter einstechen konnte, und weiter um Hilfe rief, kamen Zeugen zur Hilfe. Erst dann konnte die Frau überwältigt werden.

Als die Bahn hielt und sich das Geschehen auf den Bahnsteig verlagerte, wurden Maria und ihre Verwandten für die Angreifenden gehalten. Erst als Maria ihren blutenden Hals zeigte, entschuldigten sich die Leute.
Ein Zeuge sagte aus, die Angreiferin habe ihn mit dem Satz bedroht: „Weißt du, was mein Mann mit dir macht?!“ Nach seiner Aussage hat Maria sich bei dem Mann bedankt, dass sie noch am Leben ist.
Marias Schwager ist aus Rumänien angereist, um seine Aussage zu machen. Außerdem hat die Frau des Helfers ausgesagt. Weitere Zeugenaussagen sollen folgen. Eine Kriminalbeamtin soll aussagen, ist jedoch bis auf weiteres erkrankt.

Maria hatte nach der Tat monatelang Schmerzen und hat nach wie vor Angst. Auch ihr Mann hat Angst um seine Frau. Maria ist für ihre Familie diejenige, die sich um alle und alles kümmert. Durch die Tat ist es nun noch viel schwerer geworden, für ihren schwer kranken Mann und ihre Familie zu sorgen. Sie braucht jede Unterstützung – moralisch und finanziell.

Am 26.9. geht der Prozess weiter. Kommt um 9:30 Uhr zum Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91 in Berlin, um die Familie zu unterstützen!

Roma Antidiscrimination Network

Sie können Maria und ihre Familie unterstützen:
Verwendungszweck: Klage M. Berlin
Roma Center Berlin
Sparkasse
IBAN: DE11 2605 0001 0056 0575 40
BIC: NOLADE21GOE

28.09. 10 Jahre – Das muss gefeiert werden! // 28/09 10 ans – ça se fête! // Sept. 28th 10 years have to be celebrated!

– francais en bas – english below –

10 Jahre – Das muss gefeiert werden!

Im Jahr 2009 haben wir unseren unerbittlichen Kampf gegen Rassismus und andere Formen der Diskriminierung begonnen. Wir haben gegen das Gutschein-System, die neuen Asylgesetze, Abschiebungen, die Residenzpflicht, die Schikanen der Ausländerbehörde, und vieles mehr gekämpft.Wir haben auch Flüchtlinge und Aktivisten informiert, sensibilisiert, beraten und unterstützt.Wir haben viel gelacht, aber auch geweint, wir haben selten geschwiegen, wir haben immer eine Meinung geäußert, wir haben oft diskutiert und manchmal haben wir gestritten und 10 Jahre später sind wir immer noch hier, um den Kampf fortzusetzen.All dies war nur möglich dank der vielen Aktivist*innen, die ihre Kraft in die Kämpfe von Corasol einbrachten, sowie dank der Menschen, die unsere Arbeit von weit oder nah solidarisch unterstützten. Und es ist mit euch, dass wir die letzten Jahre und die vielen kommenden Jahre feiern wollen, und zwar am *Samstag, 28. September 2019*.Während sich der Tag auf den Inhalt unserer Kämpfe mit Workshops und einer Diskussion konzentriert, geht es am Abend um ein gemütliches Miteinander bei Essen, Musik und Tanz!
Tagsüber in der Rosa-Luxemburg-Stiftung (Franz-Mehring-Platz 1):

12:00 Empfang mit Tee und Kaffee

13:00 Einleitung und Vorstellung von Corasols Arbeit diese letzten 10 Jahre

14:00 3 Workshops, zur Auswahl:

a) Women* in Exile: Frauen* in den antirassistischen Kämpfen

b) Reach Out: Empowerment-Techniken gegen Rassismus

c) Sudan Uprising: Austausch über die Unterstützungsmöglichkeiten von progressiven Bewegungen im Herkunftsland von Deutschland aus

15:00-15:15 Pause

15:30 Zusammenfassung der Workshops

16:00 Podiumsdiskussion mit mehreren antirassistischen Gruppen über ihre Erfolge

Abends in der K19 (Kreuziger Str. 19):Die Küfa wird ab 19:00 mit den Reggae-Afroblues-Beats von DJ Kef serviert.Ab 21:00 live Musik mit:- Luk & Truk (queerfeministische Liedermacher*in mit Loop-Station und Akkordeon)- Hichem (Hip-Hop, Freestyle)- Yasmin (Rap)Und DJ*s:- Douala Mboma (Afrobeats)- und Überraschung

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10 ans – ça se fête!
En 2009 nous avons commencé notre combat acharné contre le racisme et d’autres formes de discriminations. Nous avons lutté contre le systeme du Gutschein, les nouvelles lois de l´asile, les deportations, la Residenzpflicht, les tracasseries des Ausländerbehörde, etc.Nous avons aussi informé, sensibilisé, conseillé et soutenu les personnes refugiées et les activistes.Nous avons beaucoup ri mais aussi pleuré, nous avons rarement gardé le silence, toujours nous avons donné de la voix, nous avons souvent discuté et parfois nous nous sommes disputé.e.s et 10 ans après nous sommes toujours là à continuer le combat.Tout cela n´a été possible que grace aux nombreuses.eux activistes qui ont apporté leur force aux luttes de corasol ainsi qu aux personnes qui de loin ou de près ont soutenues solidairement notre travail. Et c´est avec vous que nous voulons feté les années passées ainisi que les nombreuses années à venir, *le samedi 28 septembre 2019*.Alors que la journée sera concentré sur le contenu de nos luttes avec des workshops et une discussion, la soirée sera sous le signe de la détente avec un repas et de la danse!
En journée, à la Rosa-Luxemburg-Stiftung (Franz-Mehring-Platz 1):

12 h accueil avec thé et café

13 h introduction et présentation de Corasol ces dix dernières années

14 h 3 ateliers au choix:

a) Women* in Exile: les femmes* dans la lutte antiraciste

b) Reach Out: techniques d’empowerment face au racisme

c) Sudan Uprising: échange sur les possibilités de soutenir les mouvements progressistes à l’étranger depuis l’Allemagne

15 h-15 h15 pause

15 h30 résumé des ateliers

16h podium de discussion sur les succès de différents groupes auto-organisés dans leur lutte antiraciste
En soirée, à K19 (Kreuziger Str. 19):Le repas sera servi à partir de 19h sur les notes reggae-afroblues de DJ Kef.A partir de 21, musique live avec:- Luk & Truk (chanson queer feministe avec accordéon et loop station)- Hichem (hip-hop, freestyle)- Yasmin (rap)

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10 years have to be celebrated!
In 2009 we started our relentless fight against racism and other forms of discrimination. We have fought against the Gutschein system, the new asylum laws, deportations, the Residenzpflicht, the harassment of the Ausländerbehörde, and many more.We have also informed, sensitized, advised and supported refugees and activists.We laughed a lot but also cried, we rarely kept silent, we always raised our voices, we often talked and sometimes we argued and sometimes we fought and 10 years later we are still here to continue the fight.All this was possible only thanks to the many activists who brought their strength to the corasol struggles as well as to the people who from far or near supported our work in solidarity. And it is with you that we want to celebrate the past years and the many years to come, *on Saturday, September 28, 2019*.While the day will focus on the content of our struggles with workshops and a discussion, the evening will be about fun and entertainment with food and dancing!
Over the day at Rosa-Luxemburg-Stiftung (Franz-Mehring-Platz 1):

12 h coming together with tea and coffee

13h introduction and presentation of Corasol’s work over the last 10 years

14 h 3 workshops, take your choice:

a) Women* in Exile: women* in the antiracist fights

b) Reach Out: empowerment technics to face racism

c) Sudan Uprising: exchange about the possibilities to support progressist movements abroad while being in Germany

15 h-15h15 pause

15 h30 sumary of the workshops

16 h panel discussion about the succes of different groups in their antiracist fights
Over the night at K19 (Kreuziger Str. 19):Food will be served starting from 7 pm on the reggae-afroblues beats of DJ Kef.Starting from 9 pm, live music with- Luk & Truk (queer-feminist singer* and songwriter* with accordion and loop station)- Hichem (hip-hop, freestyle)- Yasmin (rap)Party with DJ*s:- Douala Mboma (afrobeats)- surprise guest