ORANIENPLATZ GUERILLA PICKNICK

Das Anti-Deportation Café fängt wieder an! Nach einer 3-monatigen Pause werden wir eine KüFa in Bilgisaray abhalten. Die Abschiebungen haben in dieser Zeit nicht aufgehört und werden erst in den kommenden Monaten wieder zunehmen. Der Kampf für ein abschiebefreies Berlin geht weiter!

In Bilgisaray wird es am 11. Juli von 16:00 bis 21:30 Uhr Essen und Getränke geben. Alle Spenden werden Leute unterstützen, die gegen ihre eigene Abschiebung kämpfen. Da viele Unterstützungsinfrastrukturen derzeit in finanziellen Schwierigkeiten stecken, müssen wir dringend Spenden sammeln!

Holt euer Essen ab in Bilgisaray und schwärmt Oranienplatz! – Bringt eure eigenen Teller und euer eigenes Besteck mit. Erzählt es euren Freund*innen.

In Zeiten des Corona-Virus wird es nicht möglich sein, in Bilgisaray zu sitzen – außer für Toilettenbesuche. Der Oranienplatz ist um die Ecke: der Platz, der nach der Besetzung des Oranienplatzes 2012-2014 ein Symbol für den Kampf gegen Grenzen, Abschiebungen und Rassismus ist.

WO: BILGISARAY (ORANIENSTRAßE 45 – U-MORITZPLATZ) WANN: SAMSTAG 11 JULI, 16:00-21:30 Uhr

Gerechtigkeit für Hussam Fadl

Kundgebung gegen tödliche rassistische Polizeigewalt am Samstag, 04.07.2020, um 15.00 Uhr

Wann? 4.7.2020 um 15 Uhr


Wo? Platz der Luftbrücke 6, 12101 Berlin

Veranstalter(_in): KOP

Flyer zum Ausdrucken und Verteilen

Hussam Fadl wurde am 27.09.2016 von Berliner Polizei von hinten
erschossen. Bisher gibt es keine Anklageerhebung gegen die
Todesschützen. Es bleibt nur noch ein gutes Jahr, dann wird der Fall
verjährt sein, und alle Aussicht auf ein juristisches Verfahren damit
zunichte. Das würde wieder einmal bedeuten, dass die Polizei ohne
strafrechtliche Konsequenzen einen Menschen getötet hat.

Deshalb müssen wir den Druck auf die Ermittlungsbehörden erhöhen, und
die öffentliche Aufmerksamkeit auf den Fall lenken. Kommt zur
Kundgebung, bringt eure Freund*innen, Nachbar*innen, Schwestern, Opas,
Kolleg*innen und alle anderen mit und fordert mit uns:

– Lückenlose Aufklärung der Erschießung von Hussam Fadl!
– Anklageerhebung der Staatsanwaltschaft und ein Strafverfahren gegen
die Polizeibeamten, die auf Hussam Fadl geschossen haben!
– Die sofortige Suspendierung der beschuldigten Polizisten!

Überall ist Polizeigewalt, aber überall ist auch Widerstand!

DEMO – Abolish all camps!

Demo im Potsdam 1.Juni 2020 Abolish all camps!

DEUTSCH UNTEN ++ FRANÇAIS CI-DESSOUS

13:30 Start of the bicycle demos
15:00 Start of the rallies with two locations

We are people with and without a history of migration in Brandenburg.
We fight together against racism and deadly borders.
On June 1, 2020 we will meet in Potsdam to say out loud:

Abolish ALL camps:
Apartments instead of collective accommodations!
Evacuate EU camps!

On the streets!
Join in!
We will visit the refugee homes (collective accommodations) by bike. Afterwards there will be 2 rallies in the center of Potsdam.
We invite everyone!

Sign up online so that we have about the same number of people at each event:
https://terminplaner4.dfn.de/abolishallcamps

13:30 Start of the bicycle demos
1. North Route: Start at GU Lerchensteig 49-51 → GU David-Gilly-Str. 5 → Brandenburg Gate (Brandenburger Tor)
2. South route: Start at GU Handelshof 20 → GU An der Alten Zauche 2b →GU An den Kopfweiden 30 → State Parliament (Landtag)
3. west route: Start at GU An der Pirschheide 13 → GU Zeppelinstr. 55 → GU Dortustraße 45a → State Parliament (Landtag)
4. Eastern route: Start at GU Grotrianstr. 13 → GU Konsumhof 1-5→ Brandenburg Gate (Brandenburger Tor)

15:00 Start of the rallies with two locations:
1. Brandenburger Tor
2. State parliament, bus stop Alter Markt

Please pay attention to the infection protection:
Keep a minimum distance of 1.50 m and wear mouth and nose masks!
Everyone should be able to demonstrate safely!

Demo alliance: Who will participate?
Flüchtlingsrat Brandenburg, We’ll come United Berlin/Brandenburg, Refugees Emancipation, women in exile, International Women* Space, Barnim für Alle, Seebrücke Potsdam, Potsdam Konvoi, polar Potsdam, United Action, FEM- Forum des Empowerments und Teilhabe für Migranten e.V. and individuals

CALL:
Apartments instead of mass accommodation!
Life in collective centres is inhumane. Many people have to live there in confined spaces. They have to share toilet, shower and kitchen with many people.
If the residents have income, they pay up to 400 Euros for a place in a shared room (in Potsdam), in Oberhavel even up to 500 Euros.
There are no rest rooms. This makes especially women and children ill.
Some people live there for many years. They are not allowed to move to another apartment.
They are not allowed to set up their own WLAN. The camps are often on the outskirts or outside of settlements. They often have to walk long distances to the bus stop.
The danger of the Covid-19 virus is very high in homes. “Keep your distance” and disinfection are impossible here. If a person is infected with Covid-19, the whole shelter is quarantined. The narrow living conditions often lead to more and more people becoming infected (e.g. in Hennigsdorf).
We say: This is a crime!

To the local authorities, administrative districts and state government:
In the Corona crisis: People must be able to move into apartments and hotels immediately: Stop the danger of infection in mass accommodations!

Forever:
> Abolish collective housing and shared rooms!
> For the right to live in one’s own apartment – More apartments for everyone!
> Stop the isolation of the residents: Create easy access to schools, culture, public transportation and contacts with neighbours!
> For a self-determined living and life of the residents: They should be allowed to decide for themselves: With whom they live. What they cook. Or what and when they want to eat!
> For more privacy and safe toilets and showers!

Evacuate the EU camps!
We are angry: In refugee camps in Greece tens of thousands of people live behind barbed wire and fences. They seek protection, but are put into camps.
They do not have enough medicine there, no hot water, no toilets and showers.
They cannot protect themselves from diseases like COVID-19.
People’s livelihoods and hopes are being destroyed. Nazis are hunting down the refugees and helpers.
The EU and Germany have the responsibility for the situation. The people cannot use their right of asylum.

To the state government:
> For a state reception program: Brandenburg should immediately take more people from camps in Greece. Legal opinions (https://t1p.de/tyzc, https://t1p.de/v4gx) show that this is possible.

To the local authorities and administrative districts:
> Put pressure on the state and federal government, become “safe harbours” like Teltow, Potsdam, Potsdam-Mittelmark, Schöneiche, Fürstenwalde/Spree and many other municipalities in Germany!
> Makes more family reunifications possible!

We demand a humane, self-determined life for everybody!

#LeaveNoOneBehindNowhere #CloseTheCamps

DEUTSCH
Wir besuchen die Heime (Gemeinschaftsunterkünfte) mit dem Fahrrad.
Danach gibt es 2 Kundgebungen in der Potsdamer Innenstadt.
Wir laden alle ein! Macht mit!

13:30 Start der Fahrraddemos an vier verschiedenen Orten
15:00 Start der Kundgebungen an zwei verschiedenen Orten

Tragt euch online ein, damit wir etwa gleich viele Leute bei den einzelnen Aktionen sind:
https://terminplaner4.dfn.de/abolishallcamps

AUFRUF:
Wohnungen statt Massenunterkünfte!
Das Leben in den Sammelunterkünften ist unmenschlich. Viele Menschen müssen dort auf engem Raum wohnen. Sie müssen sich Toilette, Dusche und Küche mit vielen Menschen teilen.
Wenn die Bewohner*innen Einkommen haben, bezahlen sie für einen Platz in einem Mehrbettzimmer bis zu 400 Euro (in Potsdam), in Oberhavel sogar bis zu 500 Euro. Es gibt keine Ruheräume. Das macht vor allem Frauen und Kinder krank. Manche Menschen wohnen dort viele Jahre lang. Sie dürfen nicht in eine andere Wohnung ziehen. Sie dürfen kein eigenes WLAN haben. Die Lager sind oft am Rand oder außerhalb von Siedlungen. Bis zur Bushaltestelle müssen sie oft lange Wege laufen.
Die Gefahr des Virus‘ Covid-19 ist in Heimen sehr groß. “Abstand halten” und Desinfektion sind hier unmöglich. Wenn ein Mensch mit Covid-19 infiziert ist, wird die ganze Unterkunft unter Quarantäne gestellt. Das enge Wohnen führt häufig dazu, dass immer mehr Menschen sich infizieren (z.B. in Hennigsdorf).
Wir sagen: Das ist ein Verbrechen!

An die Kommunen, Landkreise und Landesregierung:
In der Corona-Krise:
> Die Menschen müssen sofort in Wohnungen und Hotels ziehen können: Stoppt die Infektionsgefahr in den Massenunterkünften!

Für immer:
> Sammelunterkünfte und Mehrbettzimmer abschaffen!
> Für das Recht, in einer eigenen Wohnung zu leben – Mehr Wohnungen für Alle!
> Stoppt die Isolation der Bewohner*innen: Schafft einfachen Zugang zu Schulen, Kultur, öffentlicher Nahverkehr und Kontakte mit Nachbar*innen!
> Für ein selbstbestimmtes Wohnen und Leben der Bewohner*innen: Sie sollen selbst entscheiden dürfen: Mit wem sie wohnen. Was sie kochen. Oder was und wann sie essen möchten!
> Für mehr Privatsphäre und sichere Toiletten und Duschen!

Evakuiert die EU-Lager!
Wir sind wütend: In den Flüchtlingslagern in Griechenland leben zehntausende Menschen hinter Stacheldraht und Zäunen. Sie suchen Schutz, aber werden in Lager gesteckt.
Sie haben dort nicht genug Medizin, kein warmes Wasser, keine eigenen Toiletten und Duschen.
Sie können sich nicht vor Krankheiten wie COVID-19 schützen.
Die Lebensgrundlage und Hoffnungen der Menschen werden zerstört. Nazis machen Jagd auf die Flüchtlinge und Helfer*innen. Die EU und Deutschland haben die Verantwortung für die Situation. Die Menschen können ihr Asylrecht nicht nutzen.

An die Landesregierung:
> Für ein Landesaufnahmeprogramm: Brandenburg soll sofort mehr Menschen aus den Lagern in Griechenland holen. Rechtsgutachten (https://t1p.de/tyzc, https://t1p.de/v4gx) zeigen, dass das möglich ist.

An die Kommunen und Landkreise:
> Macht Druck auf Landes- und Bundesregierung, werdet „Sicherer Hafen“ wie u.a. Teltow, Potsdam, Potsdam-Mittelmark, Schöneiche, Fürstenwalde/Spree und viele andere Kommunen in Deutschland!
> Macht mehr Familienzusammenführungen möglich!

Wir fordern ein menschenwürdiges, selbstbestimmtes Leben für Alle!

#LeaveNoOneBehindNowhere#CloseTheCamps

FRANÇAIS

Nous sommes des personnes avec et sans histoire migratoire dans le Brandebourg.
Nous nous battons ensemble contre le racisme et les frontières meurtrières.
Le 1er juin 2020, nous viendrons uni.e.s à Potsdam, pour dire à voix haute :

Abolition de tous les camps !
Appartements au lieu d’hébergements collectifs !
Évacuation des camps de l’UE !

Descends dans la rue !
Viens avec nous !

Nous rendrons visite aux foyers à vélo
Ensuite, il y aura 4 rassemblements dans le centre ville de Potsdam.

1er juin, Potsdam : Nous invitons tout le monde !

Inscrivez-vous en ligne pour que nous ayons à peu près le même nombre de personnes à chaque événement :
https://terminplaner4.dfn.de/abolishallcamps

13 h 30 : Début des manifs à vélo vers les hébergements partagés
1. route nord : Départ GU Lerchensteig 49-51 → GU David-Gilly-Str. 5 → Brandenburger Tor (Porte de Brandebourg)
2. route sud : Départ GU Handelshof 20 → GU An der Alten Zauche 2b → GU An den Kopfweiden 30 → Parlement
3. route ouest : Départ GU An der Pirschheide 13 → GU Zeppelinstr. 55 → GU Dortustraße 45a → Brandenburger Tor (Porte de Brandebourg)
4. route est : Départ GU Grotrianstr. 13 → GU Konsumhof 1- 5 → Parlement

15h : Début des rassemblements dans deux lieux de Potsdam
1. Porte de Brandebourg
2. Landtag * Arrêt Alter Markt

Veuillez respecter les regles de protection contre les infections
Maintenez une distance minimale de 1,50 m et portez une masque !
Tout le monde devrait pouvoir manifester en toute sécurité !

Alliance : qui va participer ?
Conseil au réfugiés de Brandebourg, We’ll come United Berlin/Brandenbourg, Refugees Emancipation, Women in Exile, International Women* Space, Barnim for All, Seebrücke Potsdam, Potsdam Konvoi, polar Potsdam, United Action, FEM- Forum pour l’autonomisation et la participation des migrants, et personnes isolées

Appartements au lieu d’hébergements collectifs !
La vie dans les centres collectifs est inhumaine. De nombreuses personnes doivent y vivre dans des espaces étroits. Elles doivent partager les toilettes, la douche et la cuisine avec de nombreuses personnes. Lorsque les résidents ont des revenus, ils paient jusqu’à 400 euros pour une place dans une chambre commune (à Potsdam), en Oberhavel jusqu’à 500 euros. Il n’y a pas des salles pour se reposer. Cela rend particulièrement malades les femmes et les enfants.
Certaines personnes y vivent depuis de nombreuses années. Ils ne sont pas autorisés à déménager dans un autre appartement. Ils ne disposent pas de leur propre WIFI. Les camps sont souvent situés à la périphérie ou à l’extérieur des agglomérations urbaines. Ils doivent souvent parcourir de longues distances à pied jusqu’à l’arrêt de bus.
Dans les foyers, le virus Covid-19 est une menace très sérieuse. “Garder la distance” et la désinfection sont impossibles ici là-bas.
Si une personne est infectée par le Covid-19, l’ensemble du foyer est mis en quarantaine. L’espace réduit des logements conduit souvent à un nombre croissant de personnes infectées (par exemple à Hennigsdorf).
Nous disons : “C’est criminel !

Aux municipalités, aux comtés et au gouvernement de Brandebourg :
Dans la crise du Corona : les gens doivent pouvoir déménager immédiatement dans des appartements et des hôtels : Arrêtez le danger d’infection dans les hébergements collectifs !

Pour toujours :
// Suppression des logements collectifs et les des chambres partagées !
// Pour le droit de vivre dans son propre appartement – Plus Davantage d’appartements pour tous !
// Fin de l’isolement des résident.e.s : Faciliter l’accès aux écoles, aux transport publique, à la culture et aux contacts avec des les voisin.e.s !
// Pour une vie et un habitat autodéterminés : Tout le monde doit pouvoir décider avec qui il/elle veut vivre. Quoi cuisiner, ou quoi et quand manger !
// Pour plus d’intimité et des toilettes et douches sûres !

Évacuez les camps de l’UE !
Nous sommes en colère : Dans les camps de réfugiés en Grèce, des dizaines de milliers de personnes vivent derrière des fils barbelés et des grillages. Elles cherchent protection, mais sont mis dans des camps. Il n’ y a pas assez de médicaments là-bas, pas de chauffage, pas d’eau chaude, pas de toilettes, ni de douches propres. Elles ne peuvent pas se protéger des maladies comme le COVID-19. Les moyens de subsistance et les espoirs de la population viennent détruits. Les nazis traquent les réfugiés et les bénévoles. L’UE et l’Allemagne sont responsables de la situation. Les gens ne peuvent pas utiliser le droit d’asile.

Au gouvernement de Brandebourg:
Pour un programme d’accueil : le Brandebourg devrait accueillir immédiatement plus de personnes des camps grecs. Des avis juridiques (https://t1p.de/tyzc, https://t1p.de/v4gx) montrent que cela est possible.

Aux municipalités et aux comtés :
Faites pression sur les gouvernements des États et les gouvernements fédéraux, devenez des “ports sûrs” comme Teltow, Potsdam, Potsdam-Mittelmark, Schöneiche, Fürstenwalde/Spree et bien d’autres municipalités en Allemagne ! Rendez davantage possible le regroupement familial !

Nous exigeons une vie humaine et autodéterminée pour tout le monde !

Pressemitteilung, Potsdam, 28. Mai 2020

Demonstrationen am 1. Juni in Potsdam

Alle Lager abschaffen: Wohnungen statt Massenunterkünfte. EU-Lager evakuieren

Aufrufende Organisationen und Gruppen:

Flüchtlingsrat Brandenburg, We’ll Come United Berlin/Brandenburg, Refugees Emancipation, Women in Exile & Friends, International Women* Space, Barnim für Alle, Seebrücke Potsdam, Potsdam Konvoi, polar Potsdam, United Action, FEM- Forum des Empowerments, Teilhabe für Migranten e.V., Pan-African Women’s Network and Liberation Organization (PAWLO) e.V., Jugendliche ohne Grenzen Brandenburg, WE RISE, Theater X und Einzelpersonen

Am 1. Juni 2020 wird in Potsdam für die Evakuierung und Schließung von Lagern sowohl in den griechischen Hotspots als auch in Brandenburg demonstriert. Ab 13:30 gibt es eine Fahrradsternfahrt zu den Potsdamer Sammelunterkünften, um 15 Uhr finden parallel zwei Kundgebungen am Brandenburger Tor und vor dem Landtag statt. 16 Gruppen und Organisationen und weitere Einzelpersonen rufen gemeinsam auf, sich an dem Protest für gleichen Gesundheitsschutz und ein Recht auf selbstbestimmtes Wohnen für alle Menschen zu beteiligen! „Wegen der Corona-Beschränkungen haben wir entschieden, uns auf vier Fahrraddemos und zwei Kundgebungen aufzuteilen – alle mit den gleichen Forderungen“, erklärt Mustafa Hussien von We’ll Come United Berlin/Brandenburg das Aktionskonzept. Seit Donnerstag dürfen wieder Versammlungen mit bis zu 150 Menschen unter freiem Himmel stattfinden. Selbstverständlich finden die Aktionen unter Einhaltung der Abstandsregeln und mit Mund-Nasen-Schutz statt.

Menschen, die gezwungenermaßen in Massenunterkünften untergebracht werden, wie geflüchtete, obdachlose oder prekär beschäftigte Menschen, sind insbesondere zu Zeiten der Covid-19-Pandemie besonderen Risiken ausgesetzt. Schutzsuchende leben in Brandenburg häufig unter besonders beengten Bedingungen in Sammelunterkünften, in denen Abstandsregeln nicht einhaltbar sind. Hohe Infektionsraten und Kettenquarantänen ganzer Unterkünfte sind die Folge. Außerdem sind Diskriminierungen an der Tagesordnung: So wurde in Doberlug-Kirchhain die einzige Busverbindung von der Erstaufnahmeeinrichtung in die Stadt eingestellt. In Hennigsdorf wurden Geflüchtete, deren Quarantäne endete, mit Bändchen gekennzeichnet. Die Situation ist enorm belastend für die Betroffenen. Nach fünfwöchiger Quarantäne schreibt eine Mutter aus der Hennigsdorfer Sammelunterkunft dazu: „Dies zeigt die Gleichgültigkeit derer, die dies tun. Jedes Problem hat eine Lösung, aber niemand kümmert sich um uns. Ich habe drei Kinder, die in diesem Haus eingesperrt sind. Ich habe keine andere Wahl, als sie mit Cartoons zu unterhalten. Das ist schlecht für ihre Gesundheit, sie werden nervös und traurig. Ich hoffe wirklich, dass die Quarantäne endet, weil ich nicht mehr auf das Leiden meiner Kinder eingehen kann.“

Die Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF e.V.) hat am 19.05.2020 eine umfassende Recherche zu den „Psychosozialen Folgen des Lebens in Sammelunterkünften für geflüchtete Kinder“ veröffentlicht. Daraus geht hervor: Massenunterkünfte machen Kinder krank; mit der Corona-Krise brechen auch die letzten Schutzfaktoren weg.

Offenbar wird eine Durchseuchung und damit Gefährdung der Bewohner*innen von Sammelunterkünften in vielen Teilen Brandenburgs bewusst in Kauf genommen. Dabei gibt es bereits mehrere einschlägige Gerichtsurteile, die besagen: Abstand halten, Kontaktbeschränkungen und ein effektiver Seuchenschutz sind in Sammelunterkünften nicht möglich. Den positiven Beschlüssen verschiedener Verwaltungsgerichte zur Umverteilung von Geflüchteten aus Sammelunterkünften aufgrund der COVID-19 Pandemie muss nun eine politische Lösung folgen: Es ist längst an der Zeit, dass die Landesregierung Konzepte für die Unterbringung von Geflüchteten in Wohnungen erarbeitet und nicht weiter auf Massenunterbringung setzt. Es bedarf jetzt eines Richtungswechsels, weg von Sammelunterkünften mit Mehrbettzimmern und fehlender Privatsphäre hin zu Wohnungen mit Zugang zu Schulen, öffentlichem Nahverkehr, Kultur und Nachbarschaft.

Im Potsdamer Stadtparlament wird am 3. Juni über einen Antrag zur Auflösung von Gemeinschaftsunterkünften für Flüchtlinge abgestimmt. Der Antrag begründet sich auf das Potsdamer Integrationskonzept, dass eine „zügige Wohnungsversorgung und die strukturelle Verbesserung der Nachbarschaftsverhältnisse“ vorsieht.

EU-Lager evakuieren – Flüchtlingsaufnahme jetzt

Schon lange vor dem Ausbruch der Pandemie machten sich zahlreiche zivilgesellschaftliche Initiativen im Rahmen der Seebrücke-Bewegung für die Aufnahme von Geflüchteten aus den Elendslagern auf den griechischen Inseln stark. Nach wie vor leben dort zehntausende Menschen hinter Stacheldraht und Zäunen, ohne ausreichende medizinische Versorgung, warmes Wasser, eigene Toiletten und Duschen.

Erst vor kurzem hat die Landesregierung gegenüber dem Bund die Bereitschaft zur Aufnahme von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen aus griechischen Flüchtlingslagern erneuert. Das kann nur ein Anfang sein. Neben unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen müssen auch Kranke, Alte, Familien und Alleinreisende gerettet werden. Das Demo-Bündnis fordert die Landesregierung auf, mit einem  Landesaufnahmeprogramm dem Leiden der Schutzsuchenden in den griechischen Hotspots endlich ein Ende zu setzen und das Anliegen der vielen solidarischen Initiativen in Brandenburg ernst zu nehmen. Aus mehreren Rechtsgutachten (März 2020: Redeker, Sellner, DahsMärz 2020: Rosa Luxemburg Stiftung) geht hervor, dass die Bundesländer auch eigenständig und ohne Zustimmung der Bundesregierung agieren können, um Schutzsuchende aufzunehmen.

Teltow, Potsdam, Potsdam-Mittelmark, Schöneiche, Fürstenwalde/Spree und Neuruppin sind bereits „sichere Häfen“ in Brandenburg. Das Bündnis ruft weitere Landkreise und Kommunen dazu auf, sich anzuschließen, um nun auch die Landes- und Bundesregierung zum Handeln zu bewegen.

Informationen zur Demonstration am 01. Juni in Potsdam

13:30 Uhr Start der Fahrrad-Demos

1. Nord-Route: Start an GU Lerchensteig 49-51 → GU David-Gilly-Str. 5 → Brandenburger Tor

2. Süd-Route: Start an GU Handelshof 20 → GU An der Alten Zauche 2b →GU An den Kopfweiden 30 → Landtag

3. West-Route: Start an GU An der Pirschheide 13 → GU Zeppelinstr. 55 → GU Dortustraße 45a → Landtag

4. Ost-Route: Start an GU Grotrianstr. 13 → GU Konsumhof 1-5 → Brandenburger Tor

15:00 Uhr Start der Kundgebungen in Potsdams Innenstadt
zeitgleich am Brandenburger Tor, und Landtag, Haltestelle Alter Markt

Zur Koordinierung der Teilnehmer*innen der Fahrradsternfahrt wird dieser Kalender genutzt: https://terminplaner4.dfn.de/abolishallcamps. Damit alle Teilnehmenden sicher demonstrieren können, muss der Mindestabstand von 1,50 m eingehalten und ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden!

#LeaveNoOneBehindNowhere #CloseTheCamps

Flüchtlingsrat BrandenburgI Rudolf-Breitscheid-Str. 164 I 14482 Potsdam
Tel.: 0331/ 71 64 99 I Fax: 0331/ 88 71 54 60

Telefonische Sprechstunde Dienstag, Donnerstag und Freitag 10-13 Uhr

www.fluechtlingsrat-brandenburg.de

www.facebook.com/FluechtlingsratBrandenburg/

Spendenkonto
IBAN: DE33 1605 0000 3501 0100 00 I BIC: WELADED1PMB

VIER SCHÜSSE UND DAS SCHWEIGEN DANACH

Hussam Fadl

Der Fall Hussam Fadl   Radio Feature

Hussam Fadl, ein Geflüchteter aus dem Irak, lebt mit seiner Frau und
drei Kindern in einer Geflüchteten-Unterkunft in Berlin-Moabit. Am
27.9.2016 kommt er bei einem Polizeieinsatz in Berlin ums Leben.
Die Polizei wird später von einem Messer in der Hand des Erschossenen
sprechen, um ihre Handlung als Notwehr zu rechtfertigen. Doch bisher ist gar nicht nachgewiesen, ob Hussam Fadl während des Tathergangs
tatsächlich ein Messer bei sich trug.
Seine Witwe Zaman Gate und ihr Rechtsanwalt Ulrich von Klinggräff
kämpfen um die gerechte Aufklärung der Wirklichkeit. Eine vielstimmige
Geschichte mit ungewissem Ausgang.

Von Ruth Waldeyer und Ulrike Ertl

Regie: Philippe Brühl

Produktion: rbb 2020
– Ursendung –

Link zum Hören und Nachhören

Pazarkule: Bir ayın sonunda / After a month

English below

Sadece düzgün bir hayat yaşayabilecekleri bir yere ulaşmak için sınırları aşmak isteyen göçmenlere istenmediğinde kurtulunacak birer sayı, ya da bir tehdit muamelesi yapıldı. İktidarların insan hayatı üzerinden yaptıkları pazarlık masasından geri itilen insanlar hem varını yoğunu hem de yolculuklarını belirleyen umutlarını birer birer kaybettiler. Bir çırpıda Türkiye-Yunanistan sınırına itilen göçmenler, açlık, sefalet, polis zoru ile sıkıştırıldı ve geri itildiler. Şimdi aradan geçen bir aydan sonra yeni bir bilinmezliğe terk ediliyorlar. Türkiye ve Avrupa ise hala bu soruyu cevaplamakla yükümlü: #GöçmenlereNeOlacak?

Göçmenler için güvenli bir gelecek ve onurlu bir yaşam talep etmeyi sürdürüyoruz!

Sınır rejimi ve izolasyona rağmen toplumsal dayanışmayı savunuyoruz!

Migrants are treated as a threat or numbers to get rid of when unwanted, while they simply want to cross the borders to arrive to a place where they might live a decent life. Bounced on a negotiating table where powers dictate that they can be treated as subhumans, they seem to have lost everything they had as well as the hopes that guide their route so far.
Once drawn to the Turkey-Greece border, they were trapped by the police force, with hunger and miserable conditions, and pushed back several times.

After a month, they are now thrown into an unknown. Turkey and Fortress Europe are still responsible to answer: #WhatWillHappentoMigrants?

We demand a safe future for migrants and a life in dignity! Against the border regime and punitive isolation, we defend social solidarity!

Romnja Power Month 2020

Romnja Power Month 2020

vom Romani Phen

Liebe Freund*innen, liebe Schwestern* und liebe Interessierte*,

der Romnja* Power Month wird von der IniRromnja und dem RomaniPhen Archiv nun schon im 5. Jahr organisiert. Wie auch in den vorigen Jahren erwarten Sie interessante, empowernde und vielseitige Veranstaltungen! Der Romnja* Power Month findet vom 8. März bis zum 8. April 2020 statt und wird somit vom Internationalen Tag der Frauen* und dem Internationalen Tag der Rom*nja eingerahmt. Mit dieser besonderen und in Deutschland einzigartigen Veranstaltungsreihe wollen wir Romnja* und Sintezzi* als künstlerisch, wissenschaftlich und gesellschaftskritisch handelnde Akteurinnen* hervorheben und ihre Arbeiten einem breiten Publikum vorstellen. Der Romnja* Power Month macht Beiträge, Geschichte, Themen und Gesellschaftsanalysen von Rom*nja und insbesondere auch von Frauen* sowie von feministischen Perspektiven sichtbar Wir freuen uns sehr, dass der Romnja* PowerMonth dieses Jahr nicht nur bundesweit, sondern auch europaweit veranstaltet wird!

Das aktuelle Programm zum Romnja* Power Month 2020

Offenens Plenum! Open plenary! Join SleepingplaceOrga, 12.Februar 2020, 20 h

english below***

Macht bei der Schlafplatzorga mit:
Schlafplätze organisieren sich nicht von selbst! Werdet Teil von der Schlafplatzcrew und macht mit uns möglich, dass etwas weniger Menschen draußen schlafen!
Bei uns fällt einiges an:


• bei unseren Schichten die Suchenden an die Angebote zu vermitteln


• Unterstützung für Suchende


• Vernetzung mit anderen Gruppen


• Veranstaltungen vorbereiten


• Küfas organisieren, und schnabulieren


• Die Schlafplatzorga vorstellen, überall wo wir eingeladen werden


• Kohle organisieren! Mit allen Mitteln von Glühwein bis Finanzantrag!

Alles kann, nix muss, und vielleicht fällt euch noch was anderes ein, was der Schlafplatzorga schon immer gefehlt hat – also: kommt zu unserem offenen Plenum am Mittwoch den 12. Februar um 20:00 Uhr, Oranienstr. 159, 10969 Berlin-Kreuzberg oder schreibt uns einfach eine Mail!

sleepingplaceorga@systemli.org

Wir freuen uns auf jeden Fall auf euch!

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Participate in the sleeping place organization’s (Schlafplatzorgas) work:
Sleeping places don’t organize themselves! Become a part of the sleeping place-organization crew and help create a situation where fewer people have to sleep outdoors. We do the following:


• During our shifts we mediate offers of sleeping places to searchers.


• Support searchers in finding housing/sleeping places.


• Networking with other groups/organizations


• Organize events


• Organize Küfas (donation based kitchens), and schnabulieren (snacks?)


• Represent the sleeping place organization, at all events where we are invited


• organize coal (does this mean resources, funding etc?)! By various different means, from Glühwein to funding applications!


Everybody can, nobody must, and perhaps you can also think of something else that the Sleeping Place Organization can provide, that we’ve been lacking – SO: Please come to our open meeting on Wednesday the 12th of February at 20.00 (8 PM), Oranienstr. 159, 10969 Berlin-Kreuzberg or write us an email!

sleepingplaceorga@systemli.org

We are definitely looking forward to meeting you!

Lesung: Zwischen Barrieren, Träumen und Selbstorganisation – Erfahrungen junger Geflüchteter, 21.11.2019

Liebe Geschwister, Liebe Interessierte, liebe Alle,

wir laden Sie/Euch ganz herzlich zu folgender Veranstaltung in Kooperation mit Berlin Global Village im Rahmen unseres Projekts “Schule zieht Grenzen – wir ziehen nicht mit” ein.

Lesung: Zwischen Barrieren, Träumen und Selbstorganisation – Erfahrungen junger Geflüchteter

Do, 21.11.2019 
19:00 Uhr

Berlin Global Village 

Am Sudhaus 2

12053 Berlin

Zwischen Barrieren, Träumen und Selbstorganisation – Erfahrungen junger Geflüchteter“.So heißt das Buch des Autor*innenkollektivs „Jugendliche ohne Grenzen“ aus dem am 21.11.2019 um 19:00 Uhr einige der jungen Autor*innen bei Berlin Global Village Auszüge lesen werden.

In dem Band ergreifen die geflüchteten Jugendlichen selbst das Wort. Sie blicken auf die Jugendhilfe, auf alles, was oft nur scheinbar helfend für die geflüchteten Kinder und Jugendliche zur Verfügung steht. Wie erleben sie, die geflüchteten Jugendlichen, das Aufnahmeland Deutschland und sich selbst in ihm? Wie empfinden sie ihre Situation? Womit sind sie tagtäglich konfrontiert? Was halten sie von Willkommensklassen? Die Autor*innen geben Antworten und berichten über ihren Alltag, der geprägt ist von erschwerten Bedingungen wie Rassismus und struktureller Diskriminierung einerseits und den alltäglichen Anforderungen des Erwachsenwerdens andererseits.

Im Anschluss gibt es die Möglichkeit zu Fragen und zum Gespräch mit den Autor*innen.

Der Eintritt ist frei. Getränke gegen Spende.

Herzliche Grüße,

Tayo Awosusi-Onutor

Öffentlichkeitsarbeit RomaniPhen

Feministisches Romnja Archiv

RomaniPhen

Karl-Kunger Str. 17
12435 Berlin
Fon: 030- 350 50 264

mail: tayo.awosusi-onutor@romaniphen.de


www.romaniphen.de

Solidarität mit Adam Baher – Rassistische Kriminalisierung stoppen!

Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung am Di, 19.11.2019 um 13:45h im Amtsgericht Tiergarten

5 Jahre nach der gewaltvollen Räumung des Protestcamps am Berliner Oranienplatz eröffnet die Berliner Staatsanwaltschaft einen Prozess gegen den bekannten Refugee-Aktivisten Adam Baher. Adam engagiert sich seit Beginn der selbstorganisierten Protestbewegung für die Rechte von Geflüchteten, gegen Rassismus und Polizeigewalt. Nun muss er sich selbst gegen polizeiliche Willkür unter dem Vorwurf des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte vor Gericht verteidigen.

Die Anklage gegen Adam kommt mit mehr als fünf Jahren Verspätung. Zufall ist dies wohl kaum, denn er hatte vor kurzem die deutsche Staatsbürgerschaft beantragt. Dies wurde seitens der Berliner Staatsanwaltschaft offenbar zum Anlass genommen, Ordnung in ihre Aktenberge zu bringen und gleich noch ein Exempel an einem bekannten politischen Aktivisten zu statuieren. Solange das Strafverfahren offen ist, ist der Weg zur Staatsbürgerschaft für Adam erstmal blockiert.

Das Protestcamp am Oranienplatz erlangte zwischen 2012 und 2014 weit über Berlin und Deutschland hinaus an Bekanntheit und symbolisiert bis heute einen zentralen Ort des Protestes von selbstorganisierten Geflüchteten gegen das deutsche und europäische Asylregime. Die Bewegung nahm ihren Anfang 2012, als sich Geflüchtete aus unterschiedlichen Ländern in einem Protestmarsch von Würzburg nach Berlin aufmachten und ein Protestcamp mitten in Kreuzberg errichteten. Sie forderten die Abschaffung des Lagersystems, einen Abschiebungsstopp und die Abschaffung der Residenzpflicht. Das Camp war ein zentraler Ort, von dem aus tägliche Widerstandsaktionen geplant wurden und politischer Druck ausgeübt wurde.

Den politisch Verantwortlichen und den staatlichen Behörden war das Camp bald ein Dorn im Auge. Im April 2014 begann die Berliner Polizei unter Aufsicht der Grünen Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann und der damaligen Sozialsenatorin Dilek Kalayci (ehem. Kolat, SPD) mit der Räumung des gesamten Platzes. Zuvor hatte der Senat mithilfe einer Teile-und-Herrsche-Strategie eine “Einigung” mit einem Teil der Geflüchteten herbeigeführt. Selbst der Infopunkt, für den eine unbefristete Genehmigung vorlag, die in den Verhandlungen nochmals bestätigt worden war, wurde geräumt: Adam bestand auf seinem Recht, an diesem Infopunkt über den Protest und die politischen Forderungen der Geflüchteten zu informieren. Die Beamt*innen der Berliner Polizei nahmen ihn unter Anwendung von physischer Gewalt in Gewahrsam. Ein Jahr später, 2015, wurde er auf dem Oranienplatz erneut willkürlich und scheinbar aus dem Nichts gewaltvoll festgenommen und in Handschellen gelegt.

Wie in so vielen Fällen von Festnahmen von People of Color ging die Polizei unverhältnismäßig gewaltsam gegen ihn vor und informierte ihn nicht über die Gründe für seine Festnahme. Wie in so vielen Fällen von Polizeigewalt wird er zudem nachträglich kriminalisiert, um die polizeilichen Angriffe gegen ihn zu rechtfertigen. Wie in so vielen Fällen wird versucht, Migrant*innen davon abzuschrecken, sich für ihre Rechte einzusetzen.

Die jetzige Anklage gegen Adam ist ein weiteres Symptom für ein rassistisches System, in dem der Protest und die politischen Forderungen von geflüchteten Menschen in Deutschland kriminalisiert werden. Strafrecht wird systematisch dafür missbraucht, rassistische Polizeigewalt zu vertuschen, Migrant*innen mundtot zu machen und ihnen Möglichkeiten auf aufenthaltsrechtliche Sicherheit zu verbauen.

Adam: „Es ist schwierig, sich in die deutsche Gesellschaft zu integrieren, wenn der Staat die Wege dazu immer wieder selbst blockiert. Schwarze Menschen müssen in Deutschland tagtäglich gegen Racial Profiling und buchstäblich ums Überleben kämpfen. Aber unser Kampf wird weitergehen.“

Wir stehen Seite an Seite mit Adam und allen, die von rassistischer Polizeigewalt und Kriminalisierung betroffen sind. Kommt zum Prozess am Amtsgericht Tiergarten, Turmstraße 91, 10559 Berlin, am 19. November um 13:45 Uhr im Raum 672! Wir treffen uns bereits eine halbe Stunde früher, um 13:15 Uhr, vor dem Gebäude.

Für die Begleichung der Verfahrenskosten sind wir auf eure Solidarität angewiesen. Bitte spendet an die unten angegebene Kontoverbindung!

Gegen rassistische Polizeigewalt!
Rassistische Kriminalisierung stoppen!
Solidarität mit Adam Baher!

Verwendungszweck: Adam

Rote Hilfe e.V.

IBAN: DE55 4306 0967 4007 2383 17

BIC: GENODEM1GLS

Daily Resistance #6 is out!

The new issue of Daily Resistance is out (#6) – coming along with articles from Women in Exile & Friends, International Women Space, The Voice Refugee Forum, City Plaza Athens and many more.

Grab your copy or a pack of newspapers to spread from your local distributor in Neukölln, Café Karanfil (Mahlower Str 7, U Boddinstr) – or write a mail to dailyresistance@systemli.org. Email us, if you want to distribute Daily Resistance in your city, in your initiatives, spaces or other contexts.

The PDF version can be read and downloaded here:

You can also read several articles of the issue online (with more texts to come) on oplatz.net, e.g. an interview in English with Adam Bahar on the revolutionary situation in Sudan (you can find the text in Turkish in the new issue): https://oplatz.net/sudan-revolution-interview/ , or the farewell statement of City Plaza in English (the Greek original has been printed in the newspaper): https://oplatz.net/39-months-city-plaza/

Looking forward to your feedback, comments, suggestions, and articles for the next issues! Come to our regular meetings, every second Thursday, and become part of the editorial team of Daily Resistance!


Daily Resistance is a periodical newspaper on actual paper written by activists aiming to reach people in lagers. We want to inform them on the state of resistance in Germany and to empower them for their everyday resistance against the system. Together with local supporters, we look to inform and invite as many people as possible to break the isolation.

Let’s Mobilize to Jena: The VOICE 25th Anniversary of Refugee Struggle in Germany

We invite you to join us in celebrating our 25th anniversary!

Call to participate in the preparation of the 25th anniversary and call for participation in the celebration on the 6th and 7th of December 2019 in Jena

You are part of this history – a quarter of a century since the break-up of isolation
25. The VOICE Refugee Forum Silver Jubilee Anniversary, 1994 – 2019
Founded in Mühlhausen and Established in Jena / Thüringen

The VOICE Refugee Forum for a quarter of a century is still at the forefront of dignity and self-determination, carrying a heavy burden of a quarter of a century – because many have been relieved of their journey – many have been able to find their place, a heavy burden must be placed on the ground so as not to lose themselves as a source for the next RefugeeBlackBox.

Breaking the Culture of Deportation – Deportation is the last ring of the slavery chain | RefugeeBlackBox – Solidarity (initiated in 2017)

You are part of this history as you are part of the future, do not forget yourself and neither the one who needs support in his struggle.

How to contribute: Contribute to the VOICE’s jubilee, choose and send a photo on The VOICE for the public exhibition, contribute to the RefugeeBlackBox. Refugee and migrants’ activists and asylum seeker activists are invited and everyone is welcome to give a few words about their experiences and their testimonies in the box. We have all it takes for peoples’ new world order of solidarity with the refugee! Every refugee is the story of RefugeeBlackBox-installation, it is also a certain power of knowledge and the wisdom to find your fight; to empower your presence and your issues in solidarity with the refugee struggles and movements.

Stop deportation! Defend the RefugeeBlackBox Solidarity, your silence is killing!
Each Deportation stop pulls down the mask, that covers the human face!
The fight against deportation and isolation has always been in the center of the VOICE‘s political activism. Fighting deportation means fighting against nationalism, white supremacy, and colonial racist injustice!

Next step: Arrival on Thursday, 5 December 2019

Starts on Friday, December 6, 2019 at 10:00 am: Video installation “RBB” on the Holzmarkt Jena:

– The VOICE Symposium on refugee grassroots community “Assembly” in Germany
– FightBack! Disrupt, disobey and organise against the regulated Dublin-deportations of refugees from Germany!

Saturday, 7 December 2019: Presentation | RefugeeBlackBox Parade | Music | Gyration and Performance

There will be a RefugeeBlackBox parade against the deportation crimes and against the colonial racism of Europe on 7th Saturday, December 2019. Calling for decentralized RefugeeBlackBox installation or info event before in the run-up of the December events.

facebook.com/RefugeeBlackBox

The VOICE Refugee Forum Germany
Jena: Tel.: + 49 (0) 176 24568988 (Whatsapp), E- mail: thevoiceforum@gmx.de
Berlin: Handy :+49 (0)170/8788124 (Whatsapp), E- mail: the_voice_berlin@emdash.org
Thevoiceforum.org


Mobilisons-nous ensemble à Iéna – Le 25e anniversaire de la lutte des réfugiés en Allemagne !

Nous vous invitons à vous joindre à nous pour célébrer notre 25e anniversaire !

Appel à participer à la préparation du 25ème anniversaire et appel à participer à la célébration des 6 et 7 décembre 2019 à Iéna .

Vous faites partie de cette histoire – Un quart de siècle depuis la fin de l’isolement
25. VOICE Refugee Forum Jubilee Anniversary Forum, 1994 – 2019
Fondée à Mühlhausen et basée à Iéna / Thueringen

Le Forum des Réfugiés “The VOICE” est à la pointe de la dignité et de l’autodétermination depuis un quart de siècle, portant un lourd fardeau d’un quart de siècle – parce que beaucoup ont été soulagés de leur voyage – beaucoup ont pu trouver leur place, un lourd fardeau doit être placé sur le terrain afin de ne pas se perdre comme source pour la prochaine boîte noire des réfugiés.

Briser la culture de la déportation – La déportation est le dernier cercle vicieux de la chaîne des esclaves| RefugeeBlackBox – Solidarité (Initié en 2017)

Vous faites partie de cette histoire comme vous faites partie de l’avenir, ne vous oubliez pas vous-même et ceux qui ont besoin de soutien dans leur lutte.

Comment contribuer:
Contribuer au jubilé de The VOICE, choisir et envoyer une photo sur The VOICE pour l’exposition publique, contribuer à la RefugeeBlackBox. Les activistes réfugiés et migrants et les demandeurs d’asile sont invités et chacun est invité à donner quelques mots sur ses expériences et témoignages dans la boîte. Nous avons tout ce dont nous avons besoin pour le nouvel ordre mondial de solidarité des peuples avec les réfugiés !
Chaque réfugié est l’histoire de l’installation RefugeeBlackBox, c’est aussi un certain pouvoir de connaissance et de sagesse pour trouver votre combat, pour renforcer votre présence et vos enjeux en solidarité avec les luttes et les mouvements des réfugiés.

Chaque fois qu’on arrête la déportation, le masque qui recouvre le visage humain tombe!
La lutte contre la déportation et l’isolement a toujours été au cœur de l’activisme politique de The VOICE. Lutter contre la déportation, c’est lutter contre le nationalisme, la suprématie blanche et l’injustice raciste coloniale!

Etape suivante:
Start on Friday, December 6, 2019 at 10:00 am: Video installation “RBB” in the HolzMarkt Jena:

– Le Symposium VOICE sur l'”Assemblée” des communautés de réfugiés en Allemagne
– À bas les rebelles ! Désorganiser, désobéir et s’organiser contre les expulsions réglementées de Dublin – Arrêter l’expulsion des réfugiés de l’Allemagne

Samedi 7 décembre 2019 : Présentations | RefugeeBlackBox Parade | Musique | Gyration et performance

Il y aura un défilé RefugeeBlackBox contre les crimes de déportation et le racisme colonial en Europe le 7 décembre 2019.

Appel à l’installation décentralisée de RefugeeBlackBox ou à un événement d’information avant les événements de décembre.

Facebook.com/RefugeeBlackBox/

Le Forum des réfugiés “The VOICE” Allemagne

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Sudan Revolution Interview

T: We already know you from the Oranienplatz resistance but can you introduce yourself a bit?

A: Adam Bahar. I am coming from Sudan. I’m born in Sudan but I’m in Germany since 2012. Politically active in Sudan since 2002. I was in university fighting for the right of the people of Sudan and against the dictatorship. Also especially because I am coming and I was born in Darfur, where there is war since 2003.

That’s why my main motivation was to start something against the government. Also when I was in this time in university and I was part of a group of Sudanese students organizing themselves. We were organizing ourselves for democracy and people of Darfur.

Result out of that is that we got in trouble with the government and I had to leave Sudan. I came to Europe in 2008 and I was in different countries of Europe. I lived in Greece, Italy, France for 2 years and in 2012 I came to Germany.

T: Our first question is what is the actual situation in Sudan? There was an agreement between Forces of Freedom and Change and the military. And some organizations like Sudan Communist Party told we are getting out from this agreement. Were there other groups inside Forces of Freedom and Change that got out from the agreement?

A: Actual situation in Sudan right now: last week (17th of July, 2019), they signed on the Sudanese constitution transition process. They signed the first letter and it will be completed on 17th of August 2019.

In the first form of the new cabinet there will be 6 people from the opposition parties and 5 people from the military. They will form the cabinet together and power will be hold first 18 months by military and other 18 months by civilian government. New government is supposed to initiate after the 3 years of transition.

But it is just the first part of the whole constitution in Sudan. Second part, there will be a president, there will be a parliament and 67 percent of the parliament will be from the opposition parties which the people are inside and leading the revolution. 33 percent of the parliament will be from the people who were not really taking participation in the revolution but they were also against government and they never worked with the old government of Omar al-Bashir. And the third part of the constitution all the people like youth and women will be the part of parliament.

Sudan in the future will have a parliamentarian government and ministries will have the real power. It will not be like before with only the president having the power. Like how we are having in Germany for example. There is president but president doesn’t have so much power. In Germany there is chancellor – in Sudan we will have prime minister. Also there will be opposition parties.

The problem between the Sudanese Communist Party and the other parties is they don’t want to be a part of the government of the transition period. 5 people from army and 6 people from civilians. Because these 5 people from the army that will take part in, are accused to committing crimes against the people who were protesting in the streets. So Communist Party will not participate in this. But the communist party will be part of the future parliament, because there won’t be any army in the parliament. At the same time they will continue to take part in local politics. They will not just participate in the first level of government where the army that are being accused.

Sudan has been all the time, since 1965, the time when it gained independence from Great Britain, governed by the army. It means army is governing Sudan more than 60 years now. And to take them out completely needs some time.

T: The revolutionaries around the world are curious about how this revolution was being organized? In the neighborhoods – what were the people talking and discussing?

A: The revolution started in December 2018 and it started not because changing of the political situation but started because of the price of bread, which increased 3 times. It started in a marginalized area of Sudan called Atbara where just students of a school went out to the street and demanded to get a bread. Somehow police and security service started reacting violently against the people and killed many students. After that, other people joined this protests of the kids. And because of that, they were really angry and burned the building of the party of Omar al-Bashir, the National Congress Party. The next day people from different cities also went into solidarity with Atbara. Thats how the revolution started.

Before that, we have to also link it to the history. This is not the first revolution in Sudan. But there were two revolutions, 1946 and 1958. And all the time who were pushing for the revolution are the worker unions. When Omar al-Bashir came to power, first thing he did is to crack down all the worker unions. The idea behind it was that the worker unions cannot take any position to fight the government. The Sudanese Professionals Association (SPA) started in 2012 to create an autonomous worker union and they first started with lawyers and doctors. Since 2012, they were just fighting for the worker rights like minimum wage etc. By this way they organized many members inside.

SPA had one demonstration register right of the workers and rise of the minimum wage. 2 days before what happened in Atbara. When they see what’s happening in Atbara they took the lead. And they changed the demand of the demonstration. Not only for the minimum wage, they called all the citizens to join them and putting down the regime of Omer al-Bashir.

This is how SPA took the lead. It was also an autonomous structure where no one knows who they are. But somehow they have been existing since 2012. They called in Facebook all citizens of Sudan to participate and organize themselves. At the same time there were local organizations working in districts called “Sudanese Resistance Committees”. It was created by people seeing themselves not a part of SPA but rather like “I need to participate in revolution”. And they made small groups consisting of 4-5 people. Those people know each other very well. By this way, 15-20 groups are created in every district. And no one knows who is inside of other groups. And they were going to demonstrations together.

At the same time, more people were joining also autonomously structured SPA and starting politically to have this demand. Then after 1 months of beginning, on 1st of January 2019, SPA made a call for a paper called Freedom and Change. In this paper there were suggestions how Sudan should be governed in the future. They said we need a democratic Sudan, this government has to go without any discussion. We don’t want Omer al-Bashir, we don’t want his government anymore. We need Sudan to be democratic country where people feel participating in politics, autonomously deciding for themselves.

They called all opposition parties if they agree on this paper to sign. For example the Sudanese Communist Party, the Sudanese Umma Party, the Sudanese Union Party signed it. And were part of the coalition. Also different political groups and civil society groups signed this paper.

There were 3 different groups who were working in revolution. One group SPA, another group local committees doing practical work mobilizing people to streets, tell them about the demonstrations. SPA was calling for the demo and organizing it.

What made this revolution successful is the local structure. You know, structure is built in this way but no one knows who is inside the structure. It was local in every place and it still exists until now. In this period of transition time of 3 years nothing will stop their mobilization and work. Every day they are doing different kinds of activism. They go to the streets, visiting the local people in the neighborhoods, visiting and supporting the people whose relatives or friends are killed. This is the structure that remained until now. This kind of structure is really helping because people will not rely on political parties still they will have their own structure in a local way. To guard the revolution and don’t let dictatorship to come again.

For example, in the last two days, one political party opened new office in Sudan and local people directly went there and asked where they took the money from to open this office. Because it was a nice place, in the middle of the country. Maybe it was funded by corruption and we don’t want corruption anymore in Sudan.

T: A woman in the revolution said: “Not the bullets but the silence is killing us.” How the people came to that point to sacrifice their life, how they came to this point? We know also that women took an important part in the revolution.

A: This has to do how much women were under repression from this regime. Because this regime of Omar al-Bashir is since 30 years like Muslim Brotherhood regime. Holding power in Sudan in the name of Islam, Sharia law. Unfortunately, when there is Sharia law, first things they do is to control woman. Women are not allowed to sit in public spaces, women are not allowed to wear trousers or other clothes, or in an area they cannot do this job because men are there. There were some universities just for women or just for men. These were happening for a long time since beginning of this government.

But in 2002 there was a law called Public Order Law with laws inside that were clearly against women. Since 2002-2003, women started to fight against this law and organized themselves. This also made women more experienced and have their autonomous structure. When this revolution started, women were already ready. That’s why when we see women on the streets it’s something normal.

Now in the new constitution paper that they signed, government has to support the rights of women. For example, in the parliament women will have a 40% quota.

We still see it’s not enough, because we need to also change the old structure of the opposition parties. Because in many parties women are not really presented. In the negotiation group there is just one or two women, the rest is men. Because of opposition parties who were not participating political work since 30 years in Sudan. They had to only work underground and that made it for women not so easy to participate. By writing this in constitution and pushing the political parties to change their structures, it will be possible for women to participate equally in Sudan.

T: People participating in the revolution didn’t really use violent methods. The reason was because they couldn’t obtain guns or was it a decision from the beginning?

A: I think you have to look to the history of Sudan. In Sudan, there has been war between North and South for 20 years. And the result of it is that South Sudan was born into new country in 2010. There is war in Darfur since 2003, there is war in Nuba Mountain and Blue Nile since 2011. And result of that more than 2 million people got killed, millions of people had to flee. Since 20 years people are getting killed and fleeing because of that reason.

People had this idea in their mind that we can not change this dictator with weapon anymore. Because also Darfur and in Nuba Mountain different groups are fighting against the government with weapons since 2003 and 2011. But they haven’t achieved anything. Because government has always more weapons. And people decided that the only method we can use is a peaceful revolution. For this, we are not going to use any violence against anyone. Because, if we use violence we are not stronger enough than the government. The government has more power to use violence and it gets supported by other countries like Saudi Arabia, Qatar, even Egypt. All these countries also don’t want Sudan to become a democracy.

Because civil disobedience has more success than using violence. That is what people learned from the history of Sudan. Also learned from the outside, for example what is happening in Syria. Using weapon against weapon collapses the country, but not bringing the people to power. That’s why we say all the time in Sudan, revolution is also about learning, about learning internationally from each other.

The same things happening in Rabaa al-Adawiya revolution in Egypt. All dictatorships learn from one book, but the interesting thing is that people doing the revolution they learn better than dictatorships. In Sudan, the army evicted them with violence and the army had the idea of people will be afraid, they won’t go to the street anymore and that we can hold the power. People saw it already in Egypt and they didn’t accept this. After the big massacre, people went to the streets more and more. The last demo was 30th of the July and in every city there were not less than 2-3 million people.

In Sudan, violence is not something new for us, we have had it since 30 years. This government is killing people since 20 years but people don’t talk about it. All other powers, especially Europe, because of controlling refugees don’t talk about it because of their own interests.

If you see how many people died in the revolution since 8 months maybe we can say 500-600 people. But now, revolution succeeded to reach something. But if people had used violence, maybe millions of people would have died and there wouldn’t have been any success.

T: If there weren’tany street actions, would the soldiers do a coup against the Omar al-Bashir regime? Is there is a big difference between today’s military and the Bashir’s regime?

A: First, if people did not go to the streets, they would not do anything. They are under pressure, because people are on the streets everyday. And that’s why people made the sit-in in front of the army building. This has to do for a long time with the history of Sudan, old revolutions have happened here before. People are going to streets and the army stayed on the side of the people and supported people and take the dictators out. This was happening two times in Sudan already.

For sure they would not do it, because for 30 years they didn’t do it. Because of the pressure by people they are doing. Now the difference is: people take their right on their hand. People are going to streets everyday, everywhere in Sudan opposition parties are making events, discussions and they don’t need to register. Even, it is better than what is going on in Europe. In Europe you have to call the police and ask for demonstration. In Sudan people are going to demo without telling to police. People took their right in their hand.

And in the constitution it will be written that people have the right to demonstrate. Police will not have the right stop people without any reason. Before, the Security service in Sudan had the right to do everything. They could arrest you, they could kill you. They were taking so much power from the president. But from now on it will be just an institution to collect information and give to police under the law.

T: With the Arab Spring there were revolutions in Tunisia and Egypt. But the revolutions were stolen by the different powers inside the states or by the international powers. Do the people who are doing the revolution in Sudan have a prevention to stop this? Or can also Sudan revolution be stolen?

A: I don’t think so. Because, if you look at the constitution now, it will be built in a way that the old regime will not exist anymore. I think the problem with the all other revolutions in different Arabic countries is that they change the president but they don’t change the constitution. That means, people who are working for dictators still have the power and can bring us new dictators. People in Sudan learned from it. They say they need to change the whole constitution. That’s why there will be a new parliament where only people who were doing the revolution will be sitting.

The only way for the army or a dictator to come back again is to make a coup again. But also people will not accept this, people will go to streets again. Structures are not in the hands of the army anymore.

When in Egypt people did the revolution they just took out the only Husnu Mubarak, but the regime stayed. Exactly this is what’s happening also now in Algeria. The President of Algeria is away, but the whole constitution is there and the whole government is there.

T: Inside Forces of Freedom and Change (FFC) there were different groups like the Sudanese Communist Party, but also there were  anti-capitalist Muslims with the tradition of Mahmoud Mohammed Taha. What kind of groups is there in FFC and what is their ratios as power?

A: There are really left, anti-capitalist groups like Communist Party or Republican Party (anti-capitalist Muslims, Mahmoud Mohammed Taha). There are also different communist groups like Movement of Right (Harakat Haqq). They are also part of this coalition. Then, the other side, you see also traditional parties like the Union Party and the Umma Party.

In the constitution any kind of discrimination like race, religion, gender won’t be accepted.

And all agree on this and reached this point. Now, in Sudan, the left ideology is more accepted in society, because Omar al-Bashir government did everything in the name of Islam and Sharia for 30 years. That’s why, in the future, when people go to the streets, the first things they will demand that religion shouldn’t be a part of politics anymore. Religion has to stay in mosques and churches. There has to be a clear division.

But we shouldn’t forget that Sudan is an African country where the structure is not really strong. There is big movements that don’t want capitalism anymore, at the same time there is a big group of people thinking we need to develop the country, we need to have nice buildings, like thinking in a capitalist way. The next step is to not allow capitalism get power in Sudan. This is our next fight.

For example, I’m part of different groups doing politics since 2002, now also in Germany since 2012. But we are kind of a capitalist group, thinking Sudan has to be like Europe, like Germany. An important part of us saying no to it. We say now, until revolution maybe we are friends, but after the revolution we will be enemies. We will fight against capitalism, because we see what capitalism have done to the people. We don’t want capitalism to be strong in Sudan.

T: People who are on the streets leading and joining the revolution, what are the people’s professions? Were they workers, villagers or unemployed? What are their ages, what are their classes?

A: In the beginning it was generally young people who were in the street. First 3-4 months so many young people were on the streets, especially students and workers. I can put inside the workers from the doctors till the unemployed. Also, unemployed people organized themselves and making their own block. Also women did their own block.

But the interesting thing is that the whole society participated in it. Who was not going to streets tried to organize safe places for the people when they got attacked by the police and army. When there was a demo going on and a attack happened by police, old people stayed in front of their doors, opened their door and hid young people.

People, who are out of Sudan, for example in Europe, were preparing themselves from the beginning, spread the information, did info events, organized money, did demonstrations, talked about the involvement of imperialist countries and how they don’t want revolution to be successful.

T: How was the interest to the Sudan revolution from the left wing or opposition movements in Europe?

A: Unfortunately, there was not such a big interest in it. For example, in Berlin, we were fighting hard to just bring the voice of revolution to different groups, even to the streets. We were not really supported by any group. After 3-4 months, when the revolution was getting violent by the army, different left parties tried to lighten the issue but it was not really what were hoping for.

We shouldn’t also forget that Europe has a big interest in not changing Sudan, because the Bashir regime was working for Europe since 2014, for example in Khartum Process, a deal between Europe and African countries to stop African refugees to come to Europe. For that deal, the Sudanese old government got so much money, got training from European countries to control the borders.

I was writing everyday press releases about the situation in Sudan and was sending them to all parties from SPD to the Left Party (Die Linke) and I didn’t get any answer from them. After 2 months we could get an answer from Rosa Luxemburg Stiftung to make an info event about Sudan.

2 months before, when revolution was almost successful, we had a talk with one Left Party member from Germany Bundestag. We worked together and she held a Bundestag sitting where she asked about Sudan revolution and the money Germany gave to the Sudanese old government. But not more.

We made a sit-in in front of the Ministry of Foreign Affairs of Germany and we went inside the ministry and handed over our demands. We had also a demo in front of EU and we made a call of Sudanese people living in Europe. There, we also gave our demands to stop this deal with Sudan. Our work succeeded to put pressure in government of EU. EU stopped to give money for training the police of Sudan.

The new government will come and they will try to talk again about the deal. This is also our next step to work in Germany as Sudanese community here. Because we are sure to face deportations in Germany or in Europe. Because they will say now, Sudan is democracy then you have to go. They will try to activate the Khartum process.

Unfortunately, there is no international solidarity from left groups or even from left parties. From my side, I wouldn’t focus on leftist parties – I would focus on leftist groups. But leftist groups, they are not interested. Maybe it has to do with the fact that Sudan is far away. They never called for demo revolution in Sudan until now. And I was really thinking like: Is this about racism? This has because African people are not worth it? Are they not equal in the mind of leftists? They are really far away and cannot have any contact with African revolution?

For me, what’s happening in Sudan now, is really politically close to the leftist scene. A revolution hold by people, starting with autonomous structure, where people succeeded to kick out the dictator, where women take the lead. There was not really an interest in these issues. I’m questioning myself from time to time to understand the reason. And I couldn’t see a reason until now. But maybe we have to wait for the activists of the leftist scene to tell us why they don’t have any interest in the revolution of Sudan.

Einheit ist eine Waffe

Ali Ahmed lebt seit 2013 in Hamburg und ist Aktivist der Gruppe „Lampedusa in Hamburg“. Aktuell ist er einer von fünf Sprecher*innen, die die Interessen der sudanesischen Aufstandsbewegung im Ausland vertreten.

Am 30. Juni 1989 riss Omar al-Bashir die Macht im Sudan durch einen Militärputsch gegen eine zivile Regierung an sich. Dabei wurde er von der Islamischen Partei ideologisch massiv unterstützt. Schon zu Beginn seiner diktatorischen Herrschaft wurden Tausende entlassen und verhaftet. Nach der Ermordung von 28 Generälen, die sein Regime kritisiert hatten, im Ramadan 1993 begann eine massive Auswanderung aus politischen und ökonomischen Gründen, die die Wirtschaft des Landes erheblich beeinträchtigte.

Gleichzeitig begann im Süd-Sudan der Widerstand gegen die neuen Regeln für das öffentliche Leben, die die Islamische Partei durchgesetzt hatte, und führte bald zur Forderung nach Unabhängigkeit und eigener Verfügung über das Öl. Da das sudanesische Öl vor allem aus dem Süden stammt, bedeutete das ökonomische Probleme für das Land. Auch in anderen Teilen des Landes kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen, die mit der Bildung einer großen Zahl von schwer bewaffneten Stammes-Milizen einherging. Die Wirtschaft litt unter den verschwenderischen Militärausgaben und wachsender Korruption, die Unterstützung von weltweit operierenden Terrorgruppen durch al-Bashir und seine Verstrickung in Anschläge führten zu Sanktionen, die die ökonomische und soziale Situation weiter verschlechterten.

Linke und andere sozialen Kräfte begannen sich zu organisieren und entwickelten politische Kampagnen mit Forderungen, die alle Menschen im Land vor Hunger und Armut bewahren würden. Diese haben in den vergangenen Jahrzehnten die Grundlage für die Revolution gelegt, die wir heute im Sudan bildeten erleben.

Die Bürger*innenproteste gegen die Regierung begannen im Dezember 2018 zunächst wegen der stark gestiegenen Brot-Preise, der allgemeinen Verschlechterung der Lebensbedingungen und des zunehmenden Zerfalsl staatlicher Infrastruktur. Schnell entwickelte sich daraus die Forderung nach dem Rücktritt al- Bashirs. Es begann in Städten mit starker Arbeiterschaft wie al Damazin, Port Sudan, Qadrif und Atbara vor allem in Norden und Osten des Landes ebenso wie in der Hauptstadt bis alle gemeinsam nach Khartum zogen, um einen zivilen Staat und das Ende der Militärdiktatur zu fordern. Beim Rücktritt von al-Bashir und wenig später, als der General und Übergangspräsident ibn Ouf zurücktrat, waren 4 Millionen Menschen mit der Forderung nach einer zivilen Regierung auf den Straßen.

Die Sudanese Professionals Alliance (SPA), eine Allianz aus 17 Branchengewerkschaften, übernahm in diesen Auseinandersetzungen die Führungsrolle, forderte die Demonstranten auf, keine Waffen auf das Militär zu richten und verlangte von der Regierung den friedlichen Protest zu respektieren. Am 1. Januar veröffentlichte sie gemeinsam mit 21 weiteren fortschrittlichen Organisationen die „Erklärung für Freiheit und Wandel“, die Grundlage eines breiteren Bündnisses ist. Unsere Stärke liegt in unserer Einheit und der Orientierung auf den Frieden. Das führte dazu, dass sich auch Teile des Militärs mit den demonstrierenden Massen solidarisierten und sich weigerten, auf sie zu schießen. Dennoch wurden die friedlichen Demonstrationen immer wieder angegriffen um sie aufzulösen. Tränengas, Gummigeschosse, aber auch immer wieder Schusswaffen wurden eingesetzt. Die Toten und Verwundeten trugen zur Empörung der Bevölkerung bei und ließen die Proteste nicht abreißen: im Mai erreichte die Beteiligung mit 6 Millionen – das bedeutet jede*r sechste Einwohner*in – ihren Höhepunkt. Bemerkenswert ist, dass eine deutliche Mehrheit dieser Menschen Frauen sind, ebenso wie die Sprecher_innen des Bündnisses für Freiheit und Wandel.

Am 11. April verkündeten die Militärs die Absetzung von Omar al-Bashir und den Beginn einer zweijährigen Übergangsperiode, die mit Wahlen enden soll, nach denen die Macht von der Militärjunta übergeben werden soll. Diese Ankündigung wurde von der sudanesischen Bevölkerung mit Empörung aufgenommen, weil sie einen zivilen Staat fordert. Schon seit dem 6. April hatten Millionen von Demonstrant_innen aus der gesamten Region um Khartum begonnen, den Platz vor dem Hauptquartier zu besetzten und dieses sit-in wurde bis zu seiner gewaltsamen Auflösung am Ende des Ramadan am 3. Juni aufrechterhalten. Hunderte wurden getötet; weil viele Leichen in den Nil geworfen wurden, ist es schwer, eine exakte Zahl zu nennen. Mehr als 500 Menschen wurden schwer verletzt. Die Abschaltung des Internet hat die Kommunikation zwischen den Sudanesen in- und außerhalb des Landes extrem erschwert, so dass es schwierig ist, an zuverlässige Informationen zu kommen.

Nach dem Massaker hat die Afrikanische Union die Mitgliedschaft des Sudan ausgesetzt. Saudi-Arabien, die Emirate und Ägypten unterstützen weiter den Militärrat und die westlichen Länder hüllen sich ebenso wie die meisten Medien in Schweigen.

Am 30. Juni werden Sudanesen überall im Land und weltweit auf die Straßen gehen, um deutlich zu machen, dass sie ihren Traum von einem zivilen Staat, gesellschaftlichem Frieden, sozialer Gerechtigkeit und Gleichheit für alle nicht aufgeben, sondern weiter dafür kämpfen, dass er Wirklichkeit wird.

Die “Erklärung für Freiheit und Wandel” ist auf der Seite der SPA dokumentiert:

Einheit ist eine Waffe

Ali Ahmed lebt seit 2013 in Hamburg und ist Aktivist der Gruppe „Lampedusa in Hamburg“. Aktuell ist er einer von fünf Sprecher*innen, die die Interessen der sudanesischen Aufstandsbewegung im Ausland vertreten.

Am 30. Juni 1989 riss Omar al-Bashir die Macht im Sudan durch einen Militärputsch gegen eine zivile Regierung an sich. Dabei wurde er von der Islamischen Partei ideologisch massiv unterstützt. Schon zu Beginn seiner diktatorischen Herrschaft wurden Tausende entlassen und verhaftet. Nach der Ermordung von 28 Generälen, die sein Regime kritisiert hatten, im Ramadan 1993 begann eine massive Auswanderung aus politischen und ökonomischen Gründen, die die Wirtschaft des Landes erheblich beeinträchtigte.

Gleichzeitig begann im Süd-Sudan der Widerstand gegen die neuen Regeln für das öffentliche Leben, die die Islamische Partei durchgesetzt hatte, und führte bald zur Forderung nach Unabhängigkeit und eigener Verfügung über das Öl. Da das sudanesische Öl vor allem aus dem Süden stammt, bedeutete das ökonomische Probleme für das Land. Auch in anderen Teilen des Landes kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen, die mit der Bildung einer großen Zahl von schwer bewaffneten Stammes-Milizen einherging. Die Wirtschaft litt unter den verschwenderischen Militärausgaben und wachsender Korruption, die Unterstützung von weltweit operierenden Terrorgruppen durch al-Bashir und seine Verstrickung in Anschläge führten zu Sanktionen, die die ökonomische und soziale Situation weiter verschlechterten.

Linke und andere sozialen Kräfte begannen sich zu organisieren und entwickelten politische Kampagnen mit Forderungen, die alle Menschen im Land vor Hunger und Armut bewahren würden. Diese haben in den vergangenen Jahrzehnten die Grundlage für die Revolution gelegt, die wir heute im Sudan bildeten erleben.

Die Bürger*innenproteste gegen die Regierung begannen im Dezember 2018 zunächst wegen der stark gestiegenen Brot-Preise, der allgemeinen Verschlechterung der Lebensbedingungen und des zunehmenden Zerfalsl staatlicher Infrastruktur. Schnell entwickelte sich daraus die Forderung nach dem Rücktritt al- Bashirs. Es begann in Städten mit starker Arbeiterschaft wie al Damazin, Port Sudan, Qadrif und Atbara vor allem in Norden und Osten des Landes ebenso wie in der Hauptstadt bis alle gemeinsam nach Khartum zogen, um einen zivilen Staat und das Ende der Militärdiktatur zu fordern. Beim Rücktritt von al-Bashir und wenig später, als der General und Übergangspräsident ibn Ouf zurücktrat, waren 4 Millionen Menschen mit der Forderung nach einer zivilen Regierung auf den Straßen.

Die Sudanese Professionals Alliance (SPA), eine Allianz aus 17 Branchengewerkschaften, übernahm in diesen Auseinandersetzungen die Führungsrolle, forderte die Demonstranten auf, keine Waffen auf das Militär zu richten und verlangte von der Regierung den friedlichen Protest zu respektieren. Am 1. Januar veröffentlichte sie gemeinsam mit 21 weiteren fortschrittlichen Organisationen die „Erklärung für Freiheit und Wandel“, die Grundlage eines breiteren Bündnisses ist. Unsere Stärke liegt in unserer Einheit und der Orientierung auf den Frieden. Das führte dazu, dass sich auch Teile des Militärs mit den demonstrierenden Massen solidarisierten und sich weigerten, auf sie zu schießen. Dennoch wurden die friedlichen Demonstrationen immer wieder angegriffen um sie aufzulösen. Tränengas, Gummigeschosse, aber auch immer wieder Schusswaffen wurden eingesetzt. Die Toten und Verwundeten trugen zur Empörung der Bevölkerung bei und ließen die Proteste nicht abreißen: im Mai erreichte die Beteiligung mit 6 Millionen – das bedeutet jede*r sechste Einwohner*in – ihren Höhepunkt. Bemerkenswert ist, dass eine deutliche Mehrheit dieser Menschen Frauen sind, ebenso wie die Sprecher_innen des Bündnisses für Freiheit und Wandel.

Am 11. April verkündeten die Militärs die Absetzung von Omar al-Bashir und den Beginn einer zweijährigen Übergangsperiode, die mit Wahlen enden soll, nach denen die Macht von der Militärjunta übergeben werden soll. Diese Ankündigung wurde von der sudanesischen Bevölkerung mit Empörung aufgenommen, weil sie einen zivilen Staat fordert. Schon seit dem 6. April hatten Millionen von Demonstrant_innen aus der gesamten Region um Khartum begonnen, den Platz vor dem Hauptquartier zu besetzten und dieses sit-in wurde bis zu seiner gewaltsamen Auflösung am Ende des Ramadan am 3. Juni aufrechterhalten. Hunderte wurden getötet; weil viele Leichen in den Nil geworfen wurden, ist es schwer, eine exakte Zahl zu nennen. Mehr als 500 Menschen wurden schwer verletzt. Die Abschaltung des Internet hat die Kommunikation zwischen den Sudanesen in- und außerhalb des Landes extrem erschwert, so dass es schwierig ist, an zuverlässige Informationen zu kommen.

Nach dem Massaker hat die Afrikanische Union die Mitgliedschaft des Sudan ausgesetzt. Saudi-Arabien, die Emirate und Ägypten unterstützen weiter den Militärrat und die westlichen Länder hüllen sich ebenso wie die meisten Medien in Schweigen.

Am 30. Juni werden Sudanesen überall im Land und weltweit auf die Straßen gehen, um deutlich zu machen, dass sie ihren Traum von einem zivilen Staat, gesellschaftlichem Frieden, sozialer Gerechtigkeit und Gleichheit für alle nicht aufgeben, sondern weiter dafür kämpfen, dass er Wirklichkeit wird.

Die “Erklärung für Freiheit und Wandel” ist auf der Seite der SPA dokumentiert:

39 months City Plaza: the end of an era, the beginning of a new one

On 10th July 2019 the keys of squatted City Plaza were handed back to the former employees of the hotel, to whom the mobile equipment in the building belongs. All refugees living at City Plaza have been moved to safe housing within the city.

On 22 April 2016, the Economic and Political Refugee Solidarity Initiative squatted the empty City Plaza building with a two-fold goal: to create, on the one hand, a space of safety and dignity in which to house refugees in the centre of the city and, on the other, to create a centre of struggle against racism, borders, and social exclusion. For the freedom of movement and for the right to stay.

The decision to squat was taken at a critical political juncture. On 18th March 2016, one month before the squat opened, the EU-Turkey deal to restrict the movement of refugees to Europe was signed. It was the deal that marked the end of the “summer of migration” – the period which began in July 2015 when, under pressure from approximately one million people, the European borders “opened”. This was the deal that turned the islands of the Aegean into a sort of prison for migrants, and which turned mainland Greece into a trap for over 60,000 people. The SYRIZA-ANEL government, following its capitulation to the neoliberal management of the economic crisis, took on the the implementation of a policy of control, deterrence and discouragement of migration. With Frontex and NATO patrolling the Aegean, with detention centres such as Moria on the islands, with awful camps as the only policy for housing refugees on the mainland, by punishing solidarity and the struggle of refugees. During that time, the housing issue was very pressing. The refugees who had arrived in Athens were either homeless or were being housed in the awful camps of Elliniko, Malakasa, or the port of Piraeus, while hundreds of people slept in tents or cardboard boxes in city streets and squares.

It was while these were happening that a discussion began within the Economic and Political Refugee Solidarity Initiative, which led to the decision to squat City Plaza, a hotel on Acharnon street which remained shut for seven years. The decision had certain features of voluntarism, and was not justified by the forces in our disposal, nor by the state of the anti-authoritarian movement at the time. Yet it was a move which addressed the political situation and the great struggle of the refugees who had, over the previous months, opened the borders of Fortress Europe and thus won their right to freedom of movement. It also matched the massive and spontaneous social solidarity movement which developed along the length of the migration route.

City Plaza as an example of dignified housing, space for social solidarity and cooperation between locals and migrants.

From its inception, City Plaza was organized around two key goals:

  • to create a space for safe and dignified housing for migrants in the centre of the city, a space of solidarity and cooperation between locals and migrants.
  • to function as a centre of struggle in which political and social demands by migrants and locals will interweave and complement each other.

CP proved in practice that the state policy of “hospitality” towards refugees is a mixture of harshness, incompetence, and political expediency. Where the solidarity movement, without any funding from formal institutions, without any “experts” or employees, managed to create one of the best housing spaces in the centre of the city, the state continued to abide by the trapping of refugees in makeshift camps and tents in the mainland, and by imposing a regime of refuting the rights of refugees and detaining them in hot spots on the islands, at the threat of deportation.
This contrast was the key element which led to mass support for CP at the beginning of its operation, by individual activists, organizations/collectives of the left, as well as by people who joined the movement for the first time there. Of course, because of the ownership status of the hotel, there were several attacks “from the left” which, fully aligned with the narrative of the owner and the petty bourgeois rhetoric on the “supreme human right to property”, attempt to belittle the effort, by spreading conspiracy theories (ranging from claims that we’re being funded by Soros, SYRIZA, the German State, to claims that we traffic drugs, firearms, children, and sex workers), slandering the collective and the activists who are part of it.

City Plaza proved in practice that refugees and locals can live together when, instead of isolation, punishment, and hatred, there is solidarity, struggle, and community. At the opposite pole from the camps, located outside the cities and in awful conditions, CP managed, in a difficult neighbourhood, until recently patrolled by neonazis, to brighten the formerly dark corner between Acharnon and Katrivanou, by giving it the character of security truly valued by those from below: the security of dignified housing, community, solidarity, and vitality of the people selflessly fighting for better lives.

At the same time, dozens of people showed their solidarity around the world. Through their daily presence, their participation in shifts, positive attitude and a large-scale international campaign for the financial support of the project. Dozens of crates of food and other essentials were sent to Plaza, thousands of people and groups made donations to support the project, which relied solely on donations for its survival.

City Plaza also served as a centre for struggle. Aiming to internationally denounce the anti-refugee policies of the SYRIZA-ANEL government and the EU, we brought to the fore topics such as criminal responsibility for shipwrecks and loss of human life, the delay or obstruction of sea rescue, the practice of illegal pushbacks in Evros and the Aegean, the conditions of imprisonment in hotspots. City Plaza hosted dozens of open discussions on the border regime, racism, the struggle for rights, often featuring contributions by well-known intellectuals from around the world, such as Judith Butler, Angela Davis, David Harvey, Alain Badiou, Sandro Mezzandra, among others. Yet the goal was not just to highlight issues relating to migrant struggles, but also to link them to the struggles of locals. In the rallies for International Worker’s Day, the Polytechnic Uprising, antifascist and feminist protests, the City Plaza block was present throughout the three years.

The City Plaza community: Practices, Rights, Cooperation.

The answer to the question of what City Plaza is is known to the thousands of people who passed through its doors: CP is a project for the realisation of a conception of everyday life which aims to empower those “from below”, in the constitution of a space of freedom, which practically realises an aspect of the society we envision.

Its mode of operation expressed a politics of everyday life which is in opposition to the dominant model of managing migration, especially to its “NGOisation”. At the core of this voluntary contribution of time, effort, and emotion was not the “provision of services” to “the vulnerable” but the attempt to combat insecurity and fear, to empower and encourage confidence and trust in the collective. Help to refugees was re-politicised – and became solidarity and common struggle. Self-organisation, shared responsibility and decision making were central, as was a constant reflection on the inequalities permeating relations within the project: localisation, class, gender, language, education, etc.

Despite the inherent contradictions and difficulties, the collective experience of organising everyday life was the foundation for building a strong community of solidarity. At the same time, in this context, and in contrast to dominant victimising narratives, refugees and migrants became dynamic subjects with an active role on social and political life.

Daily life at CP was based on the principle of participatory organisation and collective decision making and operations, processes particularly complex in a community of 350 people speaking different languages, and with different ethnic, class, and social backgrounds, and different plans for the future. Regular coordination meetings became the space in which equal discussion took place on issues of operation and organisation, while House meetings were – especially in the beginning – a real lesson in how we can and should discuss, operate, and co-implement, as refugees and as locals. The organisation of residents and solidarians into working groups was a component of organising the project but also an essential basis for developing personal and political relationships amongst ourselves. The working groups were: Reception, Education, Children’s Activities, Health Centre, Kitchen, Security, Economics, Cleaning, Communications, as well as a self-organized Women’s Space.

In its 36 months of operation, City Plaza hosted over 2,500 refugees from 13 different countries. About 100 of the 126 rooms of the hotel hosted 350 refugees at any one time, while the remaining 26 either served as communal spaces (classrooms, women’s space, storage space) or to host solidarians from around the world. It was, after all, City Plaza’s political choice to not serve as a housing space “for” refugees but as a space of cohabitation and shared everyday life.

Yet we will not provide statistics referring to countries of origin, ages or ‘vulnerable” cases. In contrast, we will provide “statistics” on the enormous amount of resources that the movement was able to mobilise in order to keep City Plaza going:

* 812,250 hot meals were prepared by the kitchen team

* 74,500 work hours on security shifts

* 28,630 hours of shifts at reception

* 5,100 hours of language teaching and creative educational activities

* 69,050 rolls of toilet paper

However, the most important things cannot be counted. They have to do with human relationships, mutual respect and solidarity, emotions and experiences, optimism born out of common struggle.

The end of an era, the beginning of a new one

Such a project demands enormous resources. It is not a political squat which can stay closed for a couple of days in August without any problems. It is a space which demands a daily commitment, responsibility, and presence. Besides, the way we see it, self-organization is not automatic. To the contrary, it requires many hours of work, often endless processes of shared decision making, and interminable difficulties. In other words, self-organization and solidarity are not theory. They are action in the here and now. Action full of contradictions and life’s problems. In a society in which authoritarianism, war, capitalism, and competition between the subjugated is considered normal, while multiple divisions and hierarchies permeate us all, because of our origins, genders, and class backgrounds, self-organisation is not a slogan. It is a struggle.

Unfortunately, as often happens in many self-organized projects, enthusiasm, commitment, and participation dwindle over time – especially when circumstances are so demanding. The fact that the overwhelming majority of City Plaza residents are in transit made it impossible to hand the operation of the squat completely over to the refugees as most of them, sooner or later, left for Europe. At the same time, the material resources required for a project of such size – for food, hygiene products, medications, building maintenance – became harder to come by, despite the fact that comrades throughout Europe have demonstrated extraordinary commitment.

On the basis of all of the above, shortly before City Plaza celebrated its two-year anniversary, and following calls to collectives and spaces which supported the project from its inception, there opened a difficult and contradictory discussion on how long City Plaza can carry on, or whether and how it should adapt, given that we did not wish to see the project decline. There was a dilemma on whether we would move towards the direction of “normalising/ legalising” the squat or towards completing the project, while also looking for new ways to keep the community it created alive in a different context.
The first option was found to be politically undesirable, as it clashes with City Plaza’s character as a political alternative to NGOisation, and leads to a disconnect between the issues of safe housing and collective struggle and rights demands more generally.

We decided that, despite it being a difficult choice, City Plaza should rightly close the way it began and operated: as a political project, by protecting the central element which turned it into a example, that is organisation from below, safe and dignified living, community of struggle, and addressed to society as a whole.

During the House meeting of 26th May 2018, we jointly decided on this direction – not without contradictions and disagreements – and there was an extensive discussion about how to implement such a decision. Beginning in June 2018, City Plaza did not accept new residents, while there was a collective commitment that the project would not wind down until every resident had found acceptable accommodation. This commitment was not at all simple to implement. The wider circumstances of dealing with the refugee question – both from the point of view of the SYRIZA-ANEL government and from the point of view of NGOs, did not provide an opportunity to provide institutionally guaranteed housing to residents, while other spaces and squats could not house such a large number of refugees, despite positive attempts to support this.

One year on, and while the project was winding down, the expected change in the political landscape, with the imminent re-election of New Democracy, made it imperative to once more address the pace at which the project is progressing towards its close, taking into account the fact that, over the past several months, several refugees had gradually moved to safe housing. Plaza has two pending court orders for its evacuation, while high-ranking New Democracy members made daily references to the “destruction of private property” and the “lawlessness” at City Plaza. In this respect, evacuation could be used as a deterrent, while many refugees, especially those with no fixed legal status, could face disproportionate consequences (deportation, detention, etc.). Even though, for some, an evacuation by New Democracy could be seen as a “heroic exit”, for which few political explanations would need to be given, nevertheless most City Plaza residents would be put in danger, especially in view of their already vulnerable and unstable status.

This reconfirmed the decision to bring City Plaza to a close, on a collective basis and in our own terms. All refugees found safe housing. In the almost eighteen months between the decision to shut down and its implementation, most refugees moved on towards Northern Europe. Out of those who remained at City Plaza, some had the opportunity to rent their own place, as they had since found employment, while others still resorted to collective solutions. Through shared spaces and other housing projects which we have already put in place, along with the impossibly persistent network of all the people who actively participated in the project (refugees and solidarians), the community will continue to exist long after the building has been abandoned.

City Plaza’s closure is linked to the wider movement’s inability to develop effective forms of organization, mobilisation, and discourse on the refugee questions, which match the demands of the time. It is true that many parts of the wider social movement decided on different degrees of involvement, being unable to support the project and/or develop similar ones, which would galvanise our efforts through a new dynamic. This position is not apportioning blame, but highlights the project as part of a wider social and political process, reflecting the ideological-political and organisational crisis within the movement, with which we will have to deal in the next phase.

City Plaza was an invaluable political experience for all who took part, but also a political event far greater than the sum of its parts. Without exaggeration, CP was the pan-European symbol which concentrated resistance to the racist and repressive migration regime of the EU, following the closure of the borders after the EU-Turkey deal was signed. Equally, it served as a strong counter-example at a time of pessimism and demobilisation for the left, and a time of resurgence for the far right.

City Plaza was a great struggle which, like all great struggles, cannot be counted as a clear victory or a clear defeat. It is a chapter in antiracist and migration struggles and, at the same time, an experiment in social movements, an unexpected mix of different needs, sociopolitical, gendered, and class experiences. This meeting, like every mixture, needs some time for the multiple experiences to settle and leave their trace on our individual and collective consciousness.In this milieu, new forms of resistance, struggle, and relationships of cooperation and solidarity will form – in Athens as well as in the dozens of cities at which City Plaza residents will arrive, as well as in the daily struggles against the barbarism or racism and repressive policies.

The City Plaza collective was, from the beginning, aware of its contradictory makeup. The alternative it proposed could not but me incomplete, dependent on the circumstances in which it was born and the subjective capacities of the movement and its people, with their brains, hearts, and bodies. Yet it was also restricted, like every struggle for rights and equal participation, which impinges on the power of capitalist exploitation, the imposition and reproduction of nationalist, racist, and gendered hierarchies and divisions.

City Plaza is a link in a chain of struggles for social emancipation. A peculiar struggle, as it began from the small and the everyday, from how to cook the food and how to clean the building, and extended to resistance to the border regime and to multiple levels of discrimination. For those of us who took part in it, CP was an opportunity to redefine and to reflect on political thought and practice, relations of power, everyday life, cohabitation and its terms, self-organisation and its contradictions. We say goodbye to S(p)iti Plaza with one promise: to transfer this rich experience, to continue to enrich and broaden the ways and the places of common struggle.

Solidarity will win!

Source: https://www.facebook.com/sol2refugeesen/

The Greek Version can be found in Daily Resistance #6

MESSERANGRIFF AUF ROMA: PROZESSBEGINN

vom Roma Antidiskrimination Network

24.09.2019

Mit der Verlesung der Anklage begann gestern der Prozess gegen Marias Angreiferin. Der Staatsanwalt äußerte, die Angreiferin habe mit ihrem Verhalten in Kauf genommen, dass Maria und ihre Verwandten sterben.
Die Angeklagte wollte sich nicht äußern und ihr Anwalt hat in ihrem Namen eine Erklärung vorgelesen.

In ihrer Aussage schilderte Maria die Situation in der U-Bahn, in der sie sich mit ihrem Mann und ihrem Schwager unterhielt, als sie von einer weißen deutschen Frau angegriffen wurde. Zunächst wurden die drei als „scheiß Zigeuner“ bezeichnet und dann körperlich angegriffen. Die Angreiferin zog ein Messer und fügte Maria und ihrem Schwager schwere Schnittwunden zu. Maria wehrte sich und versuchte ihren schwer kranken Mann zu schützen. Sie blutete stark und rief mehrmals: „Hilfe! Hilfe!“ Niemand bewegte sich. Erst als Maria die Frau am Arm festhielt, damit diese nicht weiter einstechen konnte, und weiter um Hilfe rief, kamen Zeugen zur Hilfe. Erst dann konnte die Frau überwältigt werden.

Als die Bahn hielt und sich das Geschehen auf den Bahnsteig verlagerte, wurden Maria und ihre Verwandten für die Angreifenden gehalten. Erst als Maria ihren blutenden Hals zeigte, entschuldigten sich die Leute.
Ein Zeuge sagte aus, die Angreiferin habe ihn mit dem Satz bedroht: „Weißt du, was mein Mann mit dir macht?!“ Nach seiner Aussage hat Maria sich bei dem Mann bedankt, dass sie noch am Leben ist.
Marias Schwager ist aus Rumänien angereist, um seine Aussage zu machen. Außerdem hat die Frau des Helfers ausgesagt. Weitere Zeugenaussagen sollen folgen. Eine Kriminalbeamtin soll aussagen, ist jedoch bis auf weiteres erkrankt.

Maria hatte nach der Tat monatelang Schmerzen und hat nach wie vor Angst. Auch ihr Mann hat Angst um seine Frau. Maria ist für ihre Familie diejenige, die sich um alle und alles kümmert. Durch die Tat ist es nun noch viel schwerer geworden, für ihren schwer kranken Mann und ihre Familie zu sorgen. Sie braucht jede Unterstützung – moralisch und finanziell.

Am 26.9. geht der Prozess weiter. Kommt um 9:30 Uhr zum Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91 in Berlin, um die Familie zu unterstützen!

Roma Antidiscrimination Network

Sie können Maria und ihre Familie unterstützen:
Verwendungszweck: Klage M. Berlin
Roma Center Berlin
Sparkasse
IBAN: DE11 2605 0001 0056 0575 40
BIC: NOLADE21GOE

28.09. 10 Jahre – Das muss gefeiert werden! // 28/09 10 ans – ça se fête! // Sept. 28th 10 years have to be celebrated!

– francais en bas – english below –

10 Jahre – Das muss gefeiert werden!

Im Jahr 2009 haben wir unseren unerbittlichen Kampf gegen Rassismus und andere Formen der Diskriminierung begonnen. Wir haben gegen das Gutschein-System, die neuen Asylgesetze, Abschiebungen, die Residenzpflicht, die Schikanen der Ausländerbehörde, und vieles mehr gekämpft.Wir haben auch Flüchtlinge und Aktivisten informiert, sensibilisiert, beraten und unterstützt.Wir haben viel gelacht, aber auch geweint, wir haben selten geschwiegen, wir haben immer eine Meinung geäußert, wir haben oft diskutiert und manchmal haben wir gestritten und 10 Jahre später sind wir immer noch hier, um den Kampf fortzusetzen.All dies war nur möglich dank der vielen Aktivist*innen, die ihre Kraft in die Kämpfe von Corasol einbrachten, sowie dank der Menschen, die unsere Arbeit von weit oder nah solidarisch unterstützten. Und es ist mit euch, dass wir die letzten Jahre und die vielen kommenden Jahre feiern wollen, und zwar am *Samstag, 28. September 2019*.Während sich der Tag auf den Inhalt unserer Kämpfe mit Workshops und einer Diskussion konzentriert, geht es am Abend um ein gemütliches Miteinander bei Essen, Musik und Tanz!
Tagsüber in der Rosa-Luxemburg-Stiftung (Franz-Mehring-Platz 1):

12:00 Empfang mit Tee und Kaffee

13:00 Einleitung und Vorstellung von Corasols Arbeit diese letzten 10 Jahre

14:00 3 Workshops, zur Auswahl:

a) Women* in Exile: Frauen* in den antirassistischen Kämpfen

b) Reach Out: Empowerment-Techniken gegen Rassismus

c) Sudan Uprising: Austausch über die Unterstützungsmöglichkeiten von progressiven Bewegungen im Herkunftsland von Deutschland aus

15:00-15:15 Pause

15:30 Zusammenfassung der Workshops

16:00 Podiumsdiskussion mit mehreren antirassistischen Gruppen über ihre Erfolge

Abends in der K19 (Kreuziger Str. 19):Die Küfa wird ab 19:00 mit den Reggae-Afroblues-Beats von DJ Kef serviert.Ab 21:00 live Musik mit:- Luk & Truk (queerfeministische Liedermacher*in mit Loop-Station und Akkordeon)- Hichem (Hip-Hop, Freestyle)- Yasmin (Rap)Und DJ*s:- Douala Mboma (Afrobeats)- und Überraschung

——————

10 ans – ça se fête!
En 2009 nous avons commencé notre combat acharné contre le racisme et d’autres formes de discriminations. Nous avons lutté contre le systeme du Gutschein, les nouvelles lois de l´asile, les deportations, la Residenzpflicht, les tracasseries des Ausländerbehörde, etc.Nous avons aussi informé, sensibilisé, conseillé et soutenu les personnes refugiées et les activistes.Nous avons beaucoup ri mais aussi pleuré, nous avons rarement gardé le silence, toujours nous avons donné de la voix, nous avons souvent discuté et parfois nous nous sommes disputé.e.s et 10 ans après nous sommes toujours là à continuer le combat.Tout cela n´a été possible que grace aux nombreuses.eux activistes qui ont apporté leur force aux luttes de corasol ainsi qu aux personnes qui de loin ou de près ont soutenues solidairement notre travail. Et c´est avec vous que nous voulons feté les années passées ainisi que les nombreuses années à venir, *le samedi 28 septembre 2019*.Alors que la journée sera concentré sur le contenu de nos luttes avec des workshops et une discussion, la soirée sera sous le signe de la détente avec un repas et de la danse!
En journée, à la Rosa-Luxemburg-Stiftung (Franz-Mehring-Platz 1):

12 h accueil avec thé et café

13 h introduction et présentation de Corasol ces dix dernières années

14 h 3 ateliers au choix:

a) Women* in Exile: les femmes* dans la lutte antiraciste

b) Reach Out: techniques d’empowerment face au racisme

c) Sudan Uprising: échange sur les possibilités de soutenir les mouvements progressistes à l’étranger depuis l’Allemagne

15 h-15 h15 pause

15 h30 résumé des ateliers

16h podium de discussion sur les succès de différents groupes auto-organisés dans leur lutte antiraciste
En soirée, à K19 (Kreuziger Str. 19):Le repas sera servi à partir de 19h sur les notes reggae-afroblues de DJ Kef.A partir de 21, musique live avec:- Luk & Truk (chanson queer feministe avec accordéon et loop station)- Hichem (hip-hop, freestyle)- Yasmin (rap)

————

10 years have to be celebrated!
In 2009 we started our relentless fight against racism and other forms of discrimination. We have fought against the Gutschein system, the new asylum laws, deportations, the Residenzpflicht, the harassment of the Ausländerbehörde, and many more.We have also informed, sensitized, advised and supported refugees and activists.We laughed a lot but also cried, we rarely kept silent, we always raised our voices, we often talked and sometimes we argued and sometimes we fought and 10 years later we are still here to continue the fight.All this was possible only thanks to the many activists who brought their strength to the corasol struggles as well as to the people who from far or near supported our work in solidarity. And it is with you that we want to celebrate the past years and the many years to come, *on Saturday, September 28, 2019*.While the day will focus on the content of our struggles with workshops and a discussion, the evening will be about fun and entertainment with food and dancing!
Over the day at Rosa-Luxemburg-Stiftung (Franz-Mehring-Platz 1):

12 h coming together with tea and coffee

13h introduction and presentation of Corasol’s work over the last 10 years

14 h 3 workshops, take your choice:

a) Women* in Exile: women* in the antiracist fights

b) Reach Out: empowerment technics to face racism

c) Sudan Uprising: exchange about the possibilities to support progressist movements abroad while being in Germany

15 h-15h15 pause

15 h30 sumary of the workshops

16 h panel discussion about the succes of different groups in their antiracist fights
Over the night at K19 (Kreuziger Str. 19):Food will be served starting from 7 pm on the reggae-afroblues beats of DJ Kef.Starting from 9 pm, live music with- Luk & Truk (queer-feminist singer* and songwriter* with accordion and loop station)- Hichem (hip-hop, freestyle)- Yasmin (rap)Party with DJ*s:- Douala Mboma (afrobeats)- surprise guest

Repräsentant der mutigen „Ellwanger“ Flüchtlingsbewegung abgeschoben – Holt Solution sofort zurück nach Deutschland!

Solution


Von Freundeskreis Alassa & Friends

Samstag,  14.09.2019,  18:00 Uhr

Austine Solution Josiah ist sein vollständiger Name. Bekannt wurde er spätestens im November 2018. Damals sollte er bereits nach Italien abgeschoben werden. Nachdem der bundesweit bekannte Alassa M., Sprecher und führender Repräsentant der fortschrittlichen, demokratischen Flüchtlingsbewegung, im Juni 2018 politisch motiviert abgeschoben wurde, trat Solution in Deutschland gewissermaßen seine Nachfolge an. Solution war ebenfalls aktiv bei der selbstorganisierten Demonstration der Ellwanger Flüchtlinge am 9. Mai 2018 gegen den brutalen Polizeiüberfall am 3. Mai 2018 auf die LEA in Ellwangen. Am 18. August 2018 moderierte er die große Kundgebung auf dem Schlossplatz in Stuttgart, die der Auftakt des „Ellwangen Appell“ war, für den inzwischen über 23 000 Menschen unterschrieben haben (change.org/alassa). In der Landeserstaufnahmestelle kümmerte er sich um den weiteren Zusammenschluss der Flüchtlinge im Kampf gegen ihre Kriminalisierung. Im November letzten Jahres sollte dann auch er abgeschoben werden. Der Freundeskreis Alassa & Friends organisierte 5 Tage lang eine nächtliche Mahnwache vor der LEA, machte eine breite Öffentlichkeitsarbeit und organisierte die Solidarität – die Abschiebung fand nicht statt. Solution wurde dann „straf verlegt“ in die LEA Sigmaringen und erhielt ein Hausverbot für die LEA Ellwangen. Angeblich würde seine Anwesenheit den „Frieden“ in der LEA Ellwangen stören! Was für ein Hohn. Beinahe jede Nacht kommt die Polizei in die Flüchtlingsunterkünfte um Abschiebungen durchzuführen. Baden-Württemberg mit seiner Landesregierung unter dem Grünen Ministerpräsidenten Kretschmann steht neben Bayern in Deutschland an der Spitze dieser unmenschlichen Abschiebepraxis und verbreitet damit permanent Angst und Schrecken unter den Flüchtlingen. Sie schlafen zum Teil kaum, in ständiger Angst vor Deportation. Wer stört also den Frieden in der LEA? Gegen dieses Hausverbot hat Solution daher Klage eingereicht.

Inzwischen hat Solution sich im Landkreis Göppingen in einer Flüchtlingsunterkunft eingelebt, lernt Deutsch, hatte ehrenamtlich an einem Radio Projekt mit gearbeitet, Freunde gefunden. Auch ihm machte das Leben in ständiger Angst vor Abschiebung zu schaffen. Trotzdem kämpfte er mit dem Freundeskreis Alassa & Friends für die Rechte der Flüchtlinge, gegen Fluchtursachen, interessierte sich immer sehr für die politische Entwicklung in Deutschland – nicht nur für die Flüchtlingsfragen.

In der Nacht vom 11.9. auf den 12.9., gegen 2.00 Uhr kam die Polizei in seine Unterkunft. Das Handy wurde ihm abgenommen – er konnte weder seinen Anwalt noch Freunde informieren. Jetzt ist er in Italien. Dort muss er auf der Straße leben – es gibt dort keine Unterstützung durch den Staat. Daran hat sich auch mit der neuen Regierung nichts geändert. Diese heuchelt Humanität, will aber ausdrücklich sämtliche von Salvini organisierte Dekrete der reaktionären Flüchtlingspolitik nicht aufheben.

Der Freundeskreis Alassa & Friends verurteilt diese reaktionäre Maßnahme durch Landes- und Bundesregierung und fordert die sofortige Rückholung von Solution nach Deutschland. Seine Anwälte haben entsprechende juristische Schritte eingeleitet. Die Verhandlung der Klage von Alassa M. gegen das Land Baden-Württemberg gegen den rechtswidrigen Polizeiüberfall am 3. Mai 2018 auf die Ellwanger LEA steht aus. Hierfür ist Solution zusammen mit vielen anderen ein wichtiger Zeuge. Soll seine Abschiebung der Auftakt sein zu einer größer angelegten Beseitigung von Zeugen? In jedem Fall soll sich mit seiner Abschiebung eines couragierten Kämpfers für demokratische Rechte und Freiheiten, für internationale Solidarität, für selbstorganisierten, überparteilichen Zusammenschluss von Flüchtlingen und aus Deutschland stammenden Menschen gegen die Rechtsentwicklung der Regierung und der bürgerlichen Parteien entledigt werden.

Der Freundeskreis organisiert dagegen die Solidarität, den Protest und kämpft um seine Rückholung nach Deutschland. Als Auftakt findet dafür heute eine Kundgebung statt, 18.00 Uhr Schlossplatz Stuttgart. Zur zahlreichen Teilnahme wird aufgerufen. Die Presse ist eingeladen. Auch in Albstadt Ebingen wird heute eine Kundgebung um 11 Uhr stattfinden.

Christine Schaaf (in Vertretung für Adelheid Gruber, Sprecherin des Freundeskreises Alassa & Friends, derzeit im Urlaub).

STOP THE DEPORTATION OF NIGERIANS – FOR FREEDOM OF MOVEMENT!

Deutsch: Flüchtlingsprotest und Solidaritäts-Demonstration in Gotha zusammen mit The VOICE Refugee Forum
http://thevoiceforum.org/node/4625

Refugee Protest and Solidarity in Gotha together with The VOICE Refugee Forum

Saturday, 10.08.2019 Gotha Train Station

10 am | RBB Solidarity Installation

2 pm | Rally

3 pm | DEMONSTRATION

Refugee Protest in Gotha: There will be Refugee Black Box Installation – Paint it Black! before the Demonstration on Saturday, August 10th, 2019 | 10 am

RBB Performance Gyration | Music and Cultural Programm till the end.

STOP THE TERROR OF DEPORTATIONS – BREAK THE ISOLATION!!

We Nigerians, refugees from Gotha, together with activists from The VOICE Refugee Forum are calling for your solidarity. We live here in the refugee lager in Gotha and are witnessing how our brothers and sisters are being deported at nighttime.

Most of us have a long journey to escape the horror that we have experienced. On our way, we survived the desert and the Mediterranean sea. Some of us survived as well the streets of Italy, where we looked for a small shelter to protect ourselves and children from the rain and cold winds. Now, we do not sleep because every night the police might come and deport us back to Nigeria or any other country. Our lives are dominated by the permanent fear that the German government is putting on us and our children.

This fear has increased since last year we heard that the Nigerian and German governments are talking to deport up to 30.000 Nigerian brothers and sisters from Germany. They are selling and pushing us without asking how and where we would like to live. They ignore our wishes to live a life in peace, security and dignity. We have not fled to here to live in an isolation camp in Thuringia. We want to shape our future and that of our children.

We cannot accept how we are pushed from one to another country and how
our lives are endangered. We cannot accept how unsafe countries and
societies are labeled safe and refugees are sent back there, as it is done for refugees from Afghanistan.

We call for a parade and demonstration with Refugee Black Box Installation and Performance here in Gotha. With our presence we show what the bureaucrats in both, the German and Nigerian, governments are doing: They destroy our lives. Since 2011 both governments have strengthened their cooperation. One of the main areas is migration. On the one side the people are biometrically captured by technology provided by Germany and on the other side Nigerian refugees are deported from Germany. The award for every deported refugee is economical contracts and money that is fed to a corrupt regime.
We call for other refugees to solidarize and build a common struggle against the inhuman attacks on us. The new laws are further cutting the minimum rights we had. We have no other opportunity than to stand up for our dignity and those of our children.

We ask all other refugees to build their own Refugee Black Boxes and installations to show the communities’ networks of solidarity. Let us know how you see the deportations and the isolation that you are forced to live in.

We call on all progressive activists, friends and sympathizers, refugees and non-refugees to join us in launching our campaign against deportation of Nigerians and to protest against the deportations and against isolation of refugees.

Bring your Refugee Black Box!

Send your solidarity message to us. If you are not able to come to make your own Black Box you can send a photo of your Refugee Black Box to the Facebook page of the Refugee Black Box:

https://www.facebook.com/RefugeeBlackBox or check your messenger for
@RefugeeBlackBox

If you cannot come you can give a small or big donation for our fellow sisters and brothers that want to come to Gotha from Erfurt, Jena or elsewhere but cannot afford the ticket due to the limited money they have as refugees. Donations, one Euro or more, can be transferred to the account of THE VOICE Refugee Forum given below.

RBB Press: Refugee Black Box is a political agenda.

Power to the people in the revolutionary form and not just as a slogan. The idea must be extended to all people of the world in a practical way. Slow but powerful and strong.

Solidarity is not only our weapon, but it is our resisted oppressed bodies.
Our presence is our resistance and our resistance is our solidarity.

The Refugee Black Box activists with African Community of Guineans in Jena, The Afghanistan refugee community and MOVE in Erfurt with the Refugee Cafe in Goettingen will be demonstrating with us.

Contact:

Gotha: Vivian Chikodinaka: Tel. +49 152 16380860, Prince Cassidy Presido: +49 152 14159888

Jena: The VOICE Refugee Forum +49 176-24568988, Oury Diallo: +49 151 54660418

Facebook: https://www.facebook.com/RefugeeBlackBox/

Donations to:

Förderverein The VOICE e.V.
Sparkasse Göttingen
Kontonummer: 127829
BLZ: 260 500 01
IBAN: DE97 2605 0001 0000 1278 29
BIC: NOLADE21GOE

We are grateful for any donation (tax deductible, donation receipt if wanted)!

Building Bridges Festival 26. – 28. Juli – Programm

Building Bridges Festival Programm
Building Bridges Festival Programm

26.Juli ab 12 Uhr startet das Building Bridges Festival , wir sind
aufgeregt und freuen uns sehr auf euch!
Bis jetzt haben über 150 Frauen und 60 Kinder sich offiziell angemeldet
und wir erwarten noch mehr….

Zur Anreise:
Das Festival findet auf dem “Oranienplatz” 10999 Berlin statt.
Von Berlin Hauptbahnhof nehmt die Sbahn bis Janowitzbrücke , dann in die
Ubahn 8 zu Moritzplatz. Von dort sind es 5 min  zu Fuß (im Anhang auch
ein Stadtplan).
Wenn ihr ankommt, meldet Euch bitte am Info-Point, dort bekommt ihr alle
weiteren Infos zur Anmeldung, zu Essen, Schafplätzen und dem Festival.

Wir suchen noch nach Leuten, die uns bei Farsi Übersetzung helfen
können, wenn du das kannst, sag bitte beim Info-Point Bescheid.
Für alle weiteren Fragen, ist das hier die Nummer von unserem Info
Telephone: 01521 6663446 (auch whatsApp)

Wenn Ihr die Möglichkeit habt, bringt bitte Bettbezüge mit.
Wir freuen uns euch alle zu sehen!
Euer Building Bridges Orga Team

PM: “Brücken Bauen”-Festival: Ein Protestcamp von geflüchteten Frauen* am Oranienplatz

Wir laden Sie herzlich ein zu unserer Pressekonferenz anlässlich des
"Brücken Bauen"-Festivals am 25.07.2019 um 10:30 im Aquarium, Skalitzer
Straße 6 10999 Berlin

von Women in Exile & Friends

Nach Schwierigkeiten, eine Genehmigung für unser Protestcamp zu bekommen, das in Form eines Festivals vom 26.-28.07. auf dem Oranienplatz stattfinden wird, haben uns die Kreuzberger Behörden endlich die Erlaubnis erteilt. Es ist bedauernswert, dass wir von einer Kreuzberger Politiker*in der Grünen nicht unterstützt wurden, obwohl die Polizei und schon die Genehmigung für eine Kundgebung erteilt hatte. Dass wir nun die Erlaubnis haben, ist dem Einsatz von Women in Exile and Friends, Gruppen, einzelnen Unterstützer*innen und einigen Nachbar*innen zu verdanken.

Diese Mühen waren keine Überraschung in Anbetracht der neuen Asylgesetze, die kürzlich veranschiedet wurden. Der Oranienplatz ist seit 2012 ein Symbol des Widerstandes, als die Flüchtlingsbewegung durch ganz Deutschland marschierte; wir liefen damals von Potsdam bis zum Oranienplatz mir. Wir liefen zusammen, waren Teil der Demonstrationen, Treffen und Workshops. Zu jener Zeit war die feministische Perspektive nicht sehr präsent, aber jetzt kommen wir zurück, um die Situation von geflüchteten Frauen* und ihren Kämpfen sichtbar zu machen.

Seit 2014, as wir eine achtwüchige Floßtour unter dem Titel “Flüchtlingsfrauen werden laut!”machten, um auf die Lebensbedingungen von geflüchteten Frauen aufmerksam zu machen, die sexuelle Gewalt und Belästigung, die wie in den isolierten Heimen erleben. Seitdem machen wir jährlich gemeinsam mit unseren Netzwerken von Flüchtlingsfrauen in ganz Deutschland eine bundesweite Aktion. Der Floßtour folgten eine Bustour und die “Breaking Borders”-Konferenz 2017, weiter ging es mit einer internationalen Bustour 2018, die mit einem Pressetribunal endete, in dem Seehofers Abschiebepolitik sowie die Ankerzentren verurteilt wurden und bei dem die Verbindung gezogen wurde zwischen Fluchtursachen, Klimawandel und anderen menschengemachten Katastrophen, de vor allem von den “entwickelten” Ländern ausgehen.

Unser Thema für 2019, “Brücken Bauen” ist der Versuch, auf andere feministische Organisationen und die Community zuzugehen. Wir sind uns der Gräben zwischen Illegalisierten, Flüchtlingen, Migrant*innen und deutschen Staatsbürger*innen bewusst. Gräben, die in Diskriminierung, Rassismus, Sexismus, Privilegien und Vorurteilen in der Gesellschaft führen. Unsere Erfahrung hat uns gezeigt, dass es sehr wenig Vertrauen gibt zwischen feministischen Organisationen und geflüchteten Frauen*. Obwohl die meisten unserer Kämpfe verbunden sind, ist es sehr schwer, echte Solidarität zu erleben. Das liegt zum einen am vorgefertigten Konzept über “Flüchtllinge” in der Zivilgesellschaft, das eine vorurteilsbeladene Kategorisierung darstellt. Zum anderen finden es viele geflüchtete Frauen* schwierig, sich an europäische feministische Ideologien zu gewöhnen. Das mag an kulturellen Unterschieden liegen oder daran, dass sie sich in den Konzepten nicht repräsentiert fühlen. Daher werden wir diese Unterschiede in Workshops und kulturellen Performances diskutieren und somit zum Aufbau eines inklusiven und intersektionalen Feminismus beitragen. Da Kinder ein wichtiger Teil unserer Gruppe sind, wird es für sie auch ein abwechslungsreiches Programm geben.

Als Flüchtlingsfrauen sind wir einer doppelten Diskriminierung ausgesetze: Einerseits durch die Asylgesetze, die von schlimm immer schlimmer werden -von der Rückkehr der Residenzpflicht, Gutscheinde usw. Bis zu neuen Massenunterbringungen in den Ankerzentren, Polizeigesetzen und dem “Geordnete-Rückkehr-Gesetz” für schnelle Abschiebungen und Kriminalisierung von Geflüchteten, Unterstützer*innen und der Zivilgesellschaft. Andererseits erfahren wir eine Diskriminierung als Frauen*, die isoliert leben, ohne jede Privatsphäre. Wir sind Opfer ungeklärter Morde, sexueller Gewalt und Belästigung in den Heimen. Der aktuelle Fall unserer Schwester Rita aus Hohenleipisch, die ermordet und dann im Wald in der Nähe der Unterkunft hinterlassen wurde, ist einer der vielen ungeklärten Tode. Zusätzlich zu all dem leben wir mit Traumatisierung und Depression, die nicht nur auf unsere mentale, sondern auch unsere reproduktive Gesundheit Auswirkungen haben.

In Zeiten, in denen die Gesetze für Flüchtlinge immer restriktiver werden und die Repression gegen linke Bewegungen, progressive Gruppen und Personen, die Demonstrationen oder Kundgebungen anmelden, zunimmt, werden wir nicht leise sein!

Wir werden Grenzen durchbrechen und Brücken bauen!!!

Continue reading PM: “Brücken Bauen”-Festival: Ein Protestcamp von geflüchteten Frauen* am Oranienplatz

Großdemo gegen Abschiebehaft am 31.08. in Büren und Paderborn

2019 jähren sich drei traurige Ereignisse: 100 Jahre Abschiebehaft in Deutschland, 25 Jahre Abschiebeknast in Büren und der 20. Todestag von Rashid Sbaai, der sich im Abschiebegefängnis Büren selbst tötete.   Kommt am 31.08. zur Großdemo in Büren & Paderborn!


Wir fordern die Schließung aller Abschiebeknäste und das Ende der rassistischen Praxis der Abschiebung. Nationalismus, Antisemitismus und Rassismus sind keine Alternativen! Für die befreite Gesellschaft!


Aus Berlin wird es keinen Bus für eine gemeinsame Anreise geben. Tut euch zusammen und bildet Fahrgemeinschaften!


Alle aktuellen Infos und Material gibt’s hier:

https://www.antifa-paderborn.de/material/

http://100-jahre-abschiebehaft.de/de/mobi-material

Twitter: https://twitter.com/100JahreAHaft

Facebook: https://facebook.com/100JahreAbschiebehaft

Instagram: https://www.instagram.com/100_jahre_abschiebehaft

Daily Resistance Assembly #2 on June 23

What is the current situation of our newspaper Daily Resistance? How could and should it continue? The second Daily Resistance Assembly takes place on June 23, 2019 in Café Karanfil. Come, discuss and decide with us!

English below / Francais en bas / Türkçe aşağıda

23. Juni 2019, 13 – 18 Uhr im Café Karanfil, Mahlower Str. 7 (U8-Boddinstr.)

Liebe Aktivist*innen, Autor*innen, Verteiler*innen, Leser*innen, Freund*innen und alle interessierten Menschen, 
im März fand die erste Daily Resistance Assembly statt. Viele von euch sind gekommen. Wir haben zusammen über die Zeitung gesprochen, und wir haben gemeinsam Entscheidungen getroffen, wie es mit Daily Resistance weitergeht. Wir wollen das begonnene Gespräch mit euch fortsetzen!
Wir haben entschieden, dass es regelmäßige Assemblys geben soll. Sie sollen einen Ort des Austauschs und Kontakts zwischen verschiedenen Initiativen des Refugee Movements schaffen, um gemeinsam darüber zu sprechen, was es in den Initiativen Neues gibt und was aktuell wichtige Themen sind. 
Die nächste Assembly findet am 23.6.2019 von 13 Uhr bis 18 Uhr im Café Karanfil statt (Mahlower Str. 7, U8-Boddinstr.).

Ende Juli soll außérdem die nächste Ausgabe von Daily Resistance erscheinen. Deshalb schlagen wir vor, diese Assembly auch dafür zu nutzen, um gemeinsam Forderungen zu sammeln, zu erarbeiten und zu erneuern. Wir wollen sie in der nächsten Ausgabe von Daily Resistance abdrucken, vielleicht direkt als Poster zum Rausnehmen.
Wenn ihr Fragen habt oder Themen vorschlagen wollt, schreibt uns eine Mail. Bitte sagt uns Bescheid, ob ihr kommt und ob ihr Kinderbetreuung braucht:dailyresistance@systemli.org


Hoffentlich bis bald! 
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DAILY RESISTANCE ASSEMBLY June 23rd 2019, 13:00 – 18:00, Café Karanfil, Mahlower Str. 7 (U8-Boddinstr.)

Dear activists*, authors*, distributors*, readers*, friends* and all interested people, our first Daily Resistance Assembly took place in March. Many of you came! Together we discussed the situation of our newspaper and decided, how to continue with Daily Resistance.  Now we would like to continue our conversation with you!
We therefore decided to organise the Daily Resistance Assembly more often. We hope the Assembly can give opportunity for exchange and contact between the many initiatives of the Refugee Movement. We hope the Assembly can discuss, what’s new in our initiatives, and to address those questions that are most important right now.  
Our next Assembly will take place 23.6.2019, 13 to 18 hours at Café Karanfil (Mahlower Str. 7, U8-Boddinstr.).

By the end of July we also want to publish the next issue of Daily Resistance. We therefore suggest to collect common demands, to articulate new demands as well as to renew the existing ones during this Assembly. We want to publish them in the next Daily Resistance, maybe even in form of a poster to take out.
If you have questions or if you want to suggest a topic beforehand, send us an email.Please let us know, if you can come and if you need childcare: dailyresistance@systemli.org


We hope to see you soon! 
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ASSEMBLÉE DE DAILY RESISTANCE, le 23 juin 2019, de 13h00 à 18h00au Café Karanfil, Mahlower Str. 7 (U8-Boddinstr.) 

Chèr*es activist*es, auteurs*, distributeur*es, lecteur*es, ami*es et toutes personnes intéressées,
la première Assemblée de Daily Resistance a eu lieu en mars. Beaucoup de vous sont venu*es. Ensemble, nous avons parlé du journal et nous avons pris des décisions ensemble concernant la question de comment procéder avec Daily Resistance.  Nous voulons continuer la conversation que nous avons commencé avec vous!
Nous avons décidé qu’il devrait y avoir des assemblées régulières – pour créer un lieu d’échange et de contact entre les différentes initiatives du Mouvement des Réfugiés pour discuter ensemble de ce qui est nouveau dans les initiatives et de ce qui est actuellement important.
La prochaine Assemblée aura lieu le 23.6.2019 de 13h00 à 18h00 au Café Karanfil (Mahlower Str. 7, U8-Boddinstr.)

La prochaine édition de Daily Resistance paraîtra fin juillet. C’est pourquoi nous proposons d’utiliser cette Assemblée pour collecter, développer et renouveler ensemble les demandes. Nous voulons les imprimer dans le prochain numéro de Daily Resistance, peut-être directement sous forme d’affiche.Si vous avez des questions ou si vous souhaitez suggérer des sujets, veuillez nous envoyer un message.
S´il vous plait, faites nous savoir si vous venez et si vous avez besoin d’une garderie d`enfance:dailyresistance@systemli.org.

Nous esperons de vous voir bientôt !
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DAILY RESISTANCE GENEL TOPLANTISI, 23. haziran 2019, 13 – 18 saatleri arasındaCafé Karanfil, Mahlower Str. 7 (U8-Boddinstr.)


Sevgili aktivistler, yazarlar, dağıtımcılar ve ilgili arkadaşlar,
Mart ayı içinde birinci Daily Resistance gazetesi genel toplantısı gerçekleştirildi. Sizlerden çok sayıda katılım oldu. Birlikte görüş alış verişi yaptık. Daily Resistance gazetesine nasıl devam edebileceğimiz üzerine konuştuk. 
İlk görüşmeyi hatırlatmak istiyoruz:Karar verdik ki bu genel toplantıyı düzenli olarak yapmamız gerekli. Farklı insiyatifler ve mülteci hareketleriyle bağlar kurup yeni gruplar ve aktüel gündemler üzerine fikir alış verişi yapmak istiyoruz.

Önümüzdeeki genel toplantı; 23.6.2019 tarilinde 13-18 saatleri arasında Cafe Karanfil (Mahlowerstr.7 U-8 Boddinstr.) de gerçekleştirilecektir.
Temmuz sonunda Daily Resistance gazetesinin yeni sayısını basmak istiyoruz. Bu yeni sayı öncesi genel toplantıda talep ve önerilerimizi toplamak istiyoruz. Belki yeni sayı için posteri beraber hazırlayabiliriz.
Eğer bir soru ya da öneriniz varsa email adresinden bize yazabilirsiniz. Gelmek istiyorsanız ve çocuk bakıcılığına ihtiyacınız varsa lütfen bize bildirin: dailyresistance@systemli.org.

Yakında görüşmek dileyiyle.

Solidarisch mit Bürglkopf- Hungerstreik in Innsbruck

Seit Sonntag, dem 09.06.2019, befinden sich in Innsbruck Aktivistinnen im solidarischen Hungerstreik. Vor dem Landesmuseum Innsbruck befindet sich seitdem rund um die Uhr ein Protestzelt. Der Streik in Innsbruck soll solange aufrechterhalten werden, bis der Forderung der Hungerstreikenden am Bürglkopf nachgekommen wurde. Diese fordern mit ihrem Protest die Schließung des „Rückkehrzentrums“. Seit dem 03.06 sind dort 17, mittlerweile 10 Personen im Hungerstreik. Drei Hungerstreikende mussten bereits stationär versorgt werden. In einem persönlichen Gespräch vor Ort sagt ein Mann: „Ich würde lieber sterben, als an diesem Ort zu bleiben.“ Die Schließung des „Rückkehrzentrums“, sowie eine Überführung in Grundversorgungseinrichtungen wird auch von Tirols Soziallandesrätin Gabriele Fischer (Grüne), der Neos- Sprecherin für Inneres und Asyl im Nationalrat, Stephanie Krisper, sowie weiteren Tiroler Landes- und Kommunalpolitikerinnen gefordert.
Die seit November 2017 bestehende Anlage liegt auf 1250 Metern Höhe, 3-4 Gehstunden vom Dorf Fieberbrunn entfernt. Die ca. 40 Personen, darunter Familien mit Kindern wurden dort zwangsuntergebracht und können die Region Kitzbühel nicht ohne strafrechtliche Konsequenzen verlassen. Sie haben keinen Zugang zu rechtlicher Beratung, was die Inanspruchnahme ihrer Rechte, sowie die Einhaltung juristischer Fristen verhindert. Da die Personen in dem Rückkehrzentrum nicht auf herkömmliche Weise abgeschoben werden können, versucht man sie durch die inhumanen Bedingungen dort zur „freiwilligen“ Ausreise zu bewegen. Eine Rückkehr wäre jedoch aufgrund der Kriegzustände im Herkunftsland oder politischer Verfolgung lebensbedrohlich. Der hungerstreikende Vater einer staatenlosen Familie hat uns mehrmals gefragt: „Wir haben nichts Kriminielles verbrochen um hier in Isolation zu landen. Wir wollen menschenwürdig leben und nicht wie Tiere.“

Contact: sam_roisch@web.de

Bass Down Borders #3

Wann: 7. Juni um 22:00 – 8. Juni um 12:00

Wo: Mensch Meier, Storkowerstraße 121, 10407 Berlin

[DE]:
(english Version below)

Tanz deine Revolution? Deutschland kaputt raven? Bass Down Borders?!
…Uns ist natürlich bewusst, dass sich etwas so widerliches wie Nationalgrenzen oder ein „Heimatminister“ nicht einfach so wegbassen lassen. Trotzdem wollen wir mit unserer Veranstaltung einen Beitrag leisten, um die alltäglichen Kämpfe von geflüchteten Menschen für bedingungsloses Bleiberecht und eine solidarische Gesellschaft zu unterstützen.

Mit jeder Menge Techno, saftigem Downtempo, Ravepunk und einer guten Prise Drum n Bass wollen wir gemeinsam eskalieren, um uns dem rassistischen Normalzustand für eine Nacht so weit es geht zu entziehen und unser antirassistisches Solikonto zu füllen. Die Gelder gehen dieses mal an die Unterstützung von individuellen Bleiberechtsupport und an die Soligruppe #freeDW32, die weiterhin in Bayern Geflüchtete nach gewaltvollen Polizeirazzien in verschiedenen Lagern im Umgang mit Repressionen unterstützt.

ERMÄßIGTER EINTRITT VOR 0 UHR

In diesem Jahr stehen wir in inhaltlicher, kreativer und solidarischer Kooperation mit der Love Foundation Berlin Crew, welche für euch dann ab Samstag Mittag direkt im Anschluss Musik, Workshops und Inputs bereithalten (https://www.facebook.com/events/856850717993035/).

Auf unserer Veranstaltung gibt es keinen Platz für rassistisches, sexistisches Homo- und Trans*phobes Verhalten, sowie weitere diskriminierende Ismen.
Wir möchten das unsere Veranstaltung ein Safer Space für FLTIQ*s ist. Everybody is welcome!

[EN]:
Dance your revolution? Rave germany to pieces? Bass down borders?
…we know, that something disgusting like national borders or a so called “minister of homeland” cannot be bassed down or away. Nevertheless we want to make a contribution with our event to support the daily struggles of refugees for freedom of movement and for a society based on solidarity.
Together we want to escalate for one night with a lot of techno, juicy downtempo, resistant Ravepunk and a pinch of drum n bass, in order to elude the racist normality as far as possible and to fill our antiracist solidarity-account.

The money will be delivered this time to people who need support for their individual asylum cases and to the group #freeDW32. #freeDW32 are a bunch of people, who continuously supports refugees that suffer from state repression after police raids in different refugee camps in Bavaria.
Solidarity and resistance – bass down borders!

CHEAPER ENTRANCE BEFORE 0:00

This year we cooperate with the Love Foundation Berlin crew regarding content, creativity and solidarity. Their event will smoothly start saturday noon and we invite you to stay for their various program with music, workshops and inputs (https://www.facebook.com/events/856850717993035/).

In our Event we won’t have space for racist, sexist, homo- and transphob behaviour. Neither is any other discrimination tolerated.
We want our Party to be a safer space for FLTIQ*s. Everybody is welcome!
___________________________________________________

Line Up:

LIVE (Ravepunk) ab 22 Uhr:

Infant Sanchos, BLN, https://infantsanchos.bandcamp.com/

Alles.Scheisze, BLN/KLN, https://allesscheisze.bandcamp.com/

HC Baxxter, HNVR, https://hcbaxxter.bandcamp.com/

_________________
DJ*s ab 0:00 Uhr

Jaamann b2b The Relative Zero [Tiefdruckgebeat, BLN]
https://soundcloud.com/jaamann, https://soundcloud.com/therelativezero

Moji [Rebellion der Träumer*, BLN]
https://soundcloud.com/moji-taali

Lucinee [PAL // NACKT // Lucid, HH]
https://soundcloud.com/lucinee]

V—NYC [ebb + flow // Berlin Invasion // Kybele, BLN]
https://soundcloud.com/cyantifik

Nova Gravity [BAR72 // Kolorado Festival, BUD]
http://soundcloud.com/nova_gravity

Katzenohr [PRIZM:Berlin // RSNZRFLXN, BLN]
https://soundcloud.com/katzenohr]

Crille & Tamalt [eq:booking // minibar // slowereastside, BLN]
https://soundcloud.co/crilleundtamalt]

Wardita [kopfueber // eastern disco // Tonleiter Records, BLN]
https://soundcloud.com/wardita]

Kaleidoscope [BLN]
https://hearthis.at/laura-salamanca/]

Lady Tracy [BLN]
https://soundcloud.com/lady-tracy]

__________________
Our extra Gadgets:

Soak [Crach Records & Subtrakt, BLN]
https://hearthis.at/soakdnb/

Hardcorn Vibes aka eCorn Olsen [Mensch Meier, traumsucht, BLN]
https://soundcloud.com/ecornolsen

Bibad Ebu [BLN] https://soundcloud.com/user-350961502]

Aufruf zur Unterstützung des Festivals “Building Bridges” auf den Oplatz Berlin

[ ***german below***]

Dear friends & supporters,

From 26.-29.July, we from Women in Exile & Friends are inviting to „Bulding Bridges“ Festival in O-Platz Berlin. The festival is for refugee women* (individuals and refugee women groups) and women* working with and for refugee women* issues. We will have different interesting activities like workshops, discussions, cultural and artistic stage programm etc.

Here more infos and our call in various languages: https://www.women-in-exile.net/en/building-bridges-festival-26-29-07-2019/

To make the festival a succes, we are asking for your support in the following areas:

setting up the Festival

child care

night shifts

kitchen

floater

If you have time and energy to support, please write us a mail on which days you are available or which shifts are possible to make. Also if you would like to have more information, just write to: support@women-in-exile.net

We are happy about every helping hand and are very thankful for your support!

(the festival participation is limited to refugee women* and women*in solidarity but supporting the festival and enjoying the stage programm is open for everyone)

For this we warmly invite you to our supporter meeting on friday, 7th June at 18h in K9, Kinzigstr. 9 (near U5-Samariterstr.). Please let us know if you can come.

We are looking forward in realizing a great festival together!

Solidarity Greetings

Women in Exile & Friends

* * *

Liebe Freund*innen und Unterstützer*innen,

Vom 26.-29. Juli laden wir, Women in Exile & Friends, Flüchtlingsfrauen*
aus Berlin/Brandenburg sowie ganz Deutschland und ihre Verbündeten zum
„Building Bridges“ Festival auf den O-Platz ein. Es wird viele
verschiedene interessante Aktivitäten, wie Workshops, Diskussionen und

ein künstlerisch-kulturelles Bühnen-Programm geben (Programm folgt in
Kürze).

Um das Festival auf die Beine stellen zu können, suchen wir tatkräftige
Unterstützung, vor allem für folgende Bereiche:

Auf-/Abbau des Festivals
Kinderbetreuung
Nachtwache
Küche
Springerin

Wenn Ihr Zeit und Lust zum Unterstützen habt, schreibt uns gerne eine
Mail, am besten anwelchen Tagen/welche Schichten ihr machen könnt,
oderauch wenn ihr mehr erfahren wollt, schreibt an:
support@women-in-exile.net support@women-in-exile.net>

Wir freuen uns über jede helfende Hand und sind Euch sehr dankbar!

(die Festivalteilnahme ist nur für Flüchtlingsfrauen* und solidarische
Unterstützerinnen aber mithelfen und das Bühnenprogramm genießen, darf
jede*r)

Außerdem laden wir euch herzlich zum Unterstützer*innen-Treffen am
Freitag den 7.6. um 18Uhr in die K9, Kinzigstr. 9 (nahe
U5-Samariterstr.) ein.

Sagt bitte Bescheid, ob ihr kommen könnt.

Wir freuen uns, zusammen ein tolles Festival zu realisieren!

Solidarische Grüße,

Women in Exile & Friends

Building Bridges Festival 26.-29.07. 2019

Building Bridges Festival 2019

Translation: AR | FR FA |

Women in Exile & Friends are planning a three day open air summer action camp in Berlin. The camp is for refugee women* (individuals and refugee women groups) and women* working with and for refugee women* issues. This camp will enable all of us to exchange on our experiences as refugee women* living in isolation, facing racism and sexism. It will also give us the opportunity to explore on borders hindering our participation and to women in solidarity to reflect on their roles.

Our aim is to bring together refugee women* who have participated on national wide actions we have been organising since the year 2014. The refugee women* from Berlin/Brandenburg, Stimme der Frauen (Magdeburg), FLIT Solidarity Africa (Munich), Flüchtlingsfrauengruppe (Göttingen), NINA (Hamburg), Activists from Nürnberg, Kiel, Mecklenburg Vorpommern and possibly all the refugee women* we have come into contact with over the years.

In workshops and discussions, we will deepen some of the topics from our 2017 “Breaking Borders Conference” such as: new asylum laws, solidarity feminism, self-organisation and health ?

Feminist solidarity: How open are my political structures to refugee women*?

“Is it possible to learn from past experience for current feminist fights?” This question keeps on recurring in solidarity feminist debates. For centuries and decades, Women* have been organising themselves to fight against racism and sexism. Today we are organising ourselves for the same causes. These fights come from different groups which are discriminated and marginalised in the society, each group fighting for the issues which affect them. So there is a need to network and make “your fight, my fight”.

Refugee laws

The refugee laws are changing daily from bad to worse – from the backlash of the Residenzpflicht, racial profiling, vouchers etc. to new mass accommodations in the ANKER centers, proposals of new police laws and another Seehofer draft called “Geordnete-Rückkehr-Gesetz” on quick deportations and criminalisation of supporters and a critical civil society. What are our roles in changing this game?

Health and the Health Tribunal in 2020

Most of us refugee women and others we know are suffering traumas, depression and unexplained maladies connected to asylum seeking issues. We only have access to “third class” medical insurance and the „Asylbewerberleistungsgesetz“ which was passed in 1993 to discourage asylum seekers from coming to or staying in Germany is racist and discriminating!! How can we as refugee women* be part of the health tribunal taking place beginning of the year 2020 to denounce this status quo.

The Tribunal will be organized in the tradition of the PPT (Permanent Peoples Tribunal) which is a platform to give recognition, visibility and a voice to the peoples suffering violations of their fundamental rights, in this case health.

Creative Activism and spontaneous Actions:

Children who are part of our movement and as the following generation of the future fighters will have the opportunity to enjoying their holidays by coming out of the isolated spaces of the lagers and play together in the open, draw and having a loving full childcare surrounding, which will serve as a foundation of building future racist and sexist free society.

There will be space for creative and spontaneous actions such as a Floß- or street demonstration, live concerts, films, performances or any other action. For this we will provide an open stage to speak out against discrimination and violence, using our different (artistic / cultural / creative) expressions, we will be bridging our political ideas.

We see all this forms of expressions as a tool for self- and collective healing and visibility in public spaces.

Our Vision?

It is time to build a feminism which is inclusive and intersectional, a feminism that listens to all women* and ends racist, sexist and discriminatory structures. Through our experience, we are aware that fighting battles with women* is difficult because the society and the women* themselves think that women* are or should be happy with the little they have. For this reason, we expect from non-refugee women* an open minded solidarity participation in denouncing discrimination, racism, sexism and violence. It is time to look at our fights as same, same but different. We, refugee women*, are willing to join the civil society and be part of the fight to change the course of history.

We ask the non-refugee women* to reflect on “how your political structures are open to refugee women*” and how you could support or join the Building Bridges Festival. To quote one activist: “The story of women’s struggle for equality belongs to no single feminist nor to any one organisation, but to the collective efforts of all who care about human rights.”

We are women* living in this society and are part of the fight for a fair, inclusive society.

We cannot succeed if part of us are held back as refugee women* and we will continue denouncing racist’s laws, the existence of lagers and deportation policies.

We will continue breaking borders by bringing awareness about colonialism, capitalism and other flight reasons. These issues cannot be ignored. We have the right to peace, social inclusion and shared prosperity.

After the camp we’ll connect with other groups at the 5-days-meeting*Summer Feminist Connect* (30.7.-3.8.) in Meuchefitz (Wendland), which is collectively organized by NINA Hamburg, FLIT Solidarity Africa and Women in Exile & Friends. If you are interested to get more information and to join, let us know or mail to feminist_connect[at]riseup.net!

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Demo in Berlin: Abschiebehaft abschaffen! Für eine (Un)Geordnete Rückkehr zur Menschenwürde und Solidarität!

( english francais |العربية (arabisch))
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Pünktlich zum 100. Geburtstag der Abschiebehaft in Deutschland soll diese mit dem  “Geordnete-Rückkehr-Gesetz” massiv ausgebaut werden. Da gibt’s nichts zu feiern!
        
Wird dieses Gesetz in der aktuellen Form verabschiedet, können geflüchtete und migrierte Menschen bald ohne richterlichen Beschluss oder Einzelfallprüfung in normalen Gefängnissen inhaftiert werden. Die    Voraussetzungen für eine Inhaftierung sollen enorm abgesenkt werden – alleine z.B. die Tatsache, dass eine Person für ihre Reise bezahlt hat (wer hat das nicht?) soll künftig eine „Fluchtgefahr” darstellen und somit ausreichen, um bis zu 1 1/2 Jahre in Haft genommen werden zu können. Dabei soll in Zukunft nicht mehr der Staat zu beweisen haben, dass bei einer Person „Fluchtgefahr” vorliegt, sondern die Personen werden aus der Haft heraus beweisen müssen, dass keine vorliegt, um wieder entlassen zu werden. Alles ohne Zugang zu kostenlosem Rechtsbeistand. 
        
Abschiebehaft ernennt Migration so per Gesetz zum Verbrechen. Aber wir spielen bei dieser rassistischen und nationalistischen Politik nicht  mit! Und wir werden diesen weiteren Angriff auf die Grundrechte von geflüchteten und migrierten Menschen nicht ohne Protest hinnehmen!


Obwohl im Berliner Koalitionsvertrag ein Ende dieser Praxis vereinbart wurde, werden auch hier aktuell Menschen (wenn auch nur Wenige ) in Abschiebehaft  genommen. In Deutschland sind es jährlich mehrere Tausend Menschen.  Brandenburg plant den Ausbau eines Abschiebegewahrsams beim Flughafen Schönefeld, der bereits Ende Juni den Betrieb aufnehmen soll, sowie die Wiedereröffnung des Abschiebeknasts in Eisenhüttenstadt. Wenn die erst einmal da sind, wird Berlin sie sicherlich mitbenutzen.
        
Lasst uns daher gemeinsam gegen Abschiebehaft kämpfen! Im Rahmen eines dezentralen  Aktionstags der Kampagne 100 Jahre Abschiebehaft (100-jahre-abschiebehaft.de) wollen wir Schönefeld als einen der Orte sichtbar machen, an dem zukünftig Menschen aufgrund von Rassismus eingesperrt werden sollen.


Ob durch rechtliche Mittel oder Protest und Hungerstreik: Menschen in Abschiebeknästen kämpfen bereits mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln gegen das Unrecht der Abschiebehaft. Ihnen gilt unsere Solidarität.


 Migration ist kein Verbrechen – Solidarität ist unsere Waffe!
    
Kämpft mit uns für
* Keine Abschiebeknäste in Berlin und Brandenburg! 
* Die Abschaffung  der Abschiebhaft und sofortige Schließung aller Abschiebeknäste!
* Ein Ende aller  Abschiebungen!
* Gegen die rassistischen Asylgesetzverschärfungen!
* Für Bewegungsfreiheit und Bleiberecht für alle!


Aktion Abschiebhaft abschaffen Berlin Brandenburg


abschiebehaft_abschaffen_bb@riseup.net
Twitter: @GegenAhaft_bb
facebook.com/GegenAhaftBB


Arabisch: 


إلغاء اعتقال الترحيل!   من أجل عودة (منظمة غير منظمة) إلى كرامة الإنسان وتضامنه!  العرض التوضيحي ليوم العمل الوطني: الأحد // 12.05.2019 // 14.30 مطار شونيفيلد (S-Bahn)

  في الوقت المناسب للاحتفال بالذكرى المئوية لاحتجاز الترحيل في ألمانيا ، سيتم توسيع نطاق هذا بشكل كبير مع “قانون العودة المنظمة”.  لا يوجد شيء للاحتفال!          إذا تم تبنيها في شكلها الحالي ، فقد يتم احتجاز اللاجئين والمهاجرين في السجون العادية قريبًا دون أمر من المحكمة أو فحص كل حالة على حدة.  يجب تخفيض شروط السجن بشكل كبير – على سبيل المثال وحده  حقيقة أن الشخص قد دفع ثمن رحلته (من لا؟) يجب أن تشكل في المستقبل “خطر الفرار” وبالتالي تكون كافية للاحتجاز لمدة تصل إلى سنة ونصف.  في المستقبل ، لن يتعين على الدولة أن تثبت أن الشخص “معرض لخطر الفرار” ، لكن سيتعين على الأشخاص إثبات عدم احتجاز أي شخص.  كل شيء دون الوصول إلى المساعدة القانونية المجانية.          احتجاز المهاجرين يربط الهجرة بموجب القانون.  لكننا لسنا جزءا من هذه السياسة العنصرية والقومية!  ولن نقبل هذا الهجوم الإضافي على الحقوق الأساسية للاجئين والمهاجرين دون احتجاج!  على الرغم من الاتفاق على إنهاء هذه الممارسة في اتفاقية ائتلاف برلين ، إلا أنه يتم ترحيل الأشخاص (وإن كان قليلًا).  في ألمانيا ، هناك عدة آلاف من الأشخاص كل عام.  يخطط براندنبورغ لتطوير مركز احتجاز في مطار شونيفيلد ، ومن المقرر أن يبدأ عمله في نهاية يونيو ، وكذلك إعادة فتح حانة الترحيل في آيزنهوتنشتات.  بمجرد الوصول إلى هناك ، ستشاركها برلين بالتأكيد.          دعونا نحارب الترحيل معا!  كجزء من يوم الحملة اللامركزي لحملة 100 عام من الاعتقال (100-jahre-abschiebehaft.de) ، نريد أن نجعل Schönefeld مرئيًا باعتباره أحد الأماكن في المستقبل التي يتم فيها سجن الأشخاص بسبب العنصرية.  سواء من خلال الوسائل القانونية أو الاحتجاج والإضراب عن الطعام: الأشخاص في آفات الترحيل يقاتلون بالفعل بكل الوسائل المتاحة لهم ضد ظلم احتجاز الترحيل.  لديهم تضامننا.    الهجرة ليست جريمة – التضامن سلاحنا!      قتال معنا من أجل * لا يوجد Abschiebeknäste في برلين وبراندنبورغ! * إلغاء الترحيل والإغلاق الفوري لجميع Abschiebeknäste! * وضع حد لجميع عمليات الترحيل! * ضد تشديد قانون اللجوء العنصري! * لحرية الحركة والح
ق في البقاء للجميع!  حركة إلغاء الترحيل برلين براندنبورغ  abschiebehaft_abschaffen_bb@riseup.net تويتر:GegenAhaft_bb facebook.com/GegenAhaftBB


Englisch:
                                   
Abolish custody pending deportation
 For a (Dis)Orderly Return to Human Dignity and Solidarity!


DEMO on the Country-wide Day of action:
Sunday // 12.05.2019 // 14.30h
Schönefeld Airport (S-Bahn)


Just in time for the 100th anniversary of the custody pending deportation in Germany the practice will be massively expanded with the “Ordered Return Act”. Clearly, there’s nothing to celebrate!


If this law is passed in its current form, refugees and migrants can be detained without a court order in normal prisons in order to facilitate the process of deportation. The conditions for imprisonment are to be reduced enormously. For example the mere fact that a person paid money on his*her journey (who hasn’t?), is supposed to be an “escape hazard” in the future, allowing them to detain her*him up to 1 1/2 years. In the future, the state will no longer be required to prove that a person is at risk of absconding, but the imprisoned deportees will have to prove that there is no risk, in order to be released again. All without access to free legal assistance. 


Detention in order to facilitate the process of deportation makes migration a crime by law. But we do not support this racist and nationalist policy! And we will continue protesting against this attack on the fundamental rights of refugees and migrants!


Although an end to this practice was agreed to in the Berlin Coalition Agreement, people (even if only a few) are currently detained for deportation in Berlin. In Germany there are several thousand deportation detainees each year.  Brandenburg plans to extend deportation custody at Schönefeld Airport, which is scheduled to commence operations at the end of June, and the reopening of the deportation prison in Eisenhüttenstadt is planned. Berlin will certainly use them as well.


So let’s fight together against custody pending deportation! On the decentralized action day of the campaign 100 years of custody pending deportation (100-jahre-abschiebehaft.de) we want to make Schönefeld visible as one of the places, in which people due to racist policies will be imprisoned.
Whether by legal means or protest and hunger strike: People in custody pending deportation are already fighting with all they means against the injustice of deportation imprisonment. Our solidarity is with them.
Migration is not a crime – solidarity is our weapon!
    Fight with us for


No deportation prisons in Berlin and Brandenburg! 
The abolition of all custody pending deportation and the immediate closure of all deportation prisons!
An end to all deportations!
Against the racist aggravation of asylum laws!
For freedom of movement and right to stay for all!


Action Abolish Custody Pending Deportation Berlin Brandenburg


deportation__abolish_bb@riseup.net
Twitter: @againstAhaft_bb
facebook.com/againstAhaftBB


Französisch:
                                   
Abolir la rétention administrative
Pour un retour (dés) ordonné à la dignité et à la solidarité !


DEMO le jour de l’action nationale :
Dimanche // 12.05.2019 // 14h30
Aéroport Schönefeld (S-Bahn)


Juste au moment du 100ème anniversaire de la rétention administrative en Allemagne, le procédé va être massivement déployé avec le « Ordered Return Act» (Acte d’Ordonnance de Retour). Mais il n’y a vraiment pas de quoi faire la fête!


Si cette loi est adoptée sous sa forme actuelle, réfugiés et migrants pourront être détenus dans des prisons ordinaires dans le but de faciliter la procédure d’expulsion. Les motifs d’incarcération doivent vraiment être réduits. Par exemple, le simple fait qu’une personne ait payé son voyage (qui ne l’a pas fait ?) est supposé être ”susceptible de s’évader”, permettant aux autorités de la placer en détention sur une période allant jusqu’à 1 1/2 an. A l’avenir, l’Etat n’aura plus l’obligation de prouver qu’une personne risque de fuir, il incombera aux détenus eux-mêmes de prouver qu’ils ne présentent aucun risque de fuite s’ils veulent être relâchés. Le tout sans bénéficier de l’accès à une assistante juridique.


La détention afin de faciliter l’expulsion fait de la migration un crime aux yeux de la loi.
Mais nous ne supportons pas cette politique raciste et nationaliste !
Et nous continuerons à protester contre cette atteinte aux droits fondamentaux des réfugiés et des migrants !


Bien que la fin de cette pratique ait été accordée  dans le Berlin Coalition Agreement, des gens (mêmes s’ils sont peu nombreux) sont actuellement détenus en rétention à Berlin. En Allemagne, ils sont plusieurs milliers chaque année à être maintenus en détention en attendant leur expulsion.
Brandenburg projette d’étendre la rétention à l’aéroport de Schönefeld, qui a programmé le début des opérations pour fin juin, et la réouverture de la prison d’expulsion d’Eisenhüttenstadt est prévue. Berlin les utilisera certainement aussi.


Alors battons-nous ensemble contre la rétention administrative !
Le jour de l’action décentralisée de la campagne « 100 ans de rétention administrative » nous voulons montrer Schönefeld comme l’un des endroits où l’on emprisonnera des gens à cause de politiques racistes.


Que ce soit par le biais de moyens juridiques ou de protestation et de grève de la faim : les gens placés en rétention administrative luttent déjà avec tous leurs moyens contre cette injustice. Nous sommes solidaires avec eux.


La migration n’est pas un crime, la solidarité est notre arme !


Battez-vous à nos côtés 
           • contre la rétention administrative à Berlin et Brandenburg !
           • pour l’abolition de toutes les structures de rétention administrative et leur fermeture immédiate !
            • pour la fin de toutes les expulsions !
            • contre l’évolution raciste des lois d’asile !
            • pour la liberté de mouvement et le droit de rester pour tous !


Action abolir la rétention administrative Berlin Brandenburg


deportation__abolish_bb@riseup.net
Twitter: @againstAhaft_bb
facebook.com/againstAhaftBB

O-Platz Verein

english below

Der Oplatz war eines der Zentren der Protestbewegung geflüchteter Menschen in Deutschland. Der neu gegründete OPlatz Verein will diesen Protest durch politische Bildungsarbeit aus geflüchteter Perspektive weiterführen.

Dazu sind Workshops, Theateraufführungen, Informationsveranstaltungen, Info-Points in verschiedenen Städten, Veranstaltungen rund um den Jahrestages der Besetzung des Oranienplatzes und weitere Aktionen geplant.

Wenn ihr uns unterstützen oder mitmachen möchtet, kontaktiert uns, kommt zu unseren Treffen oder werdet Mitglied im Verein!

Wir treffen uns jeden Sonntag um 12 Uhr im Cafe Karanfil, Mahlower Straße 7, 12049 Berlin

E-Mail: oplatz-verein@riseup.net

english

O-Platz Association

The O-Platz was one of the centers of the refugee protest movement in Germany. The newly-founded O-Platz association wants to continue this protest through political education from a refugee perspective.

We are planning workshops, theater performances, information events, info points in different cities, events surrounding the anniversary of the occupation of the Oranienplatz and other actions.

If you want to support us or want to participate, contact us, come to our meetings or become a member of the association!

We meet every sunday at 12 o’clock in Cafe Karanfil, Mahlower Straße 7, 12049 Berlin

E-Mail: oplatz-verein@riseup.net