Fest des Gedenkens und Feier des Lebens

Lengshuijiang Podiumsdiskussionen, Gespräche, Straßenparade, Spoken Word, Musik

Download: Flyer und Poster

buy accutane on ebay Gedenken an die Opfer der Festung Europa, von Polizeibrutalität und institutionellem Rassismus

Als Geflüchtete haben wir miterlebt, wie unsere Freund*innen und Familienmitglieder verhungert, ertrunken und gestorben sind. Einige von uns wurden vergewaltigt, einige wurden auf der Migrationsroute in Sklaverei und Zwangsarbeit verkauft. Sie hatten nie die Chance, ein würdiges Begräbnis zu bekommen selbst im Tod wurde ihnen ihre Menschenwürde verwehrt. In der Öffentlichkeit werden sie nur als bloße Nummern bezeichnet. So wie an den europäischen Grenzen viele Leben verloren gehen, so gehen auch auf dem europäischen Festland unzählige Leben von Schwarzen Menschen und People of Colour durch institutionellen Rassismus und Polizeibrutalität verloren. Mit diesem Festival wollen wir informieren und das Bewusstsein wachrufen für die humanitäre Krise, die sich hier abspielt. Wir wollen den auf dem Weg nach Europa verlorenen afrikanischen Menschen und den Opfern von Polizeibrutalität und institutionellem Rassismus gedenken und ihnen symbolisch einen würdigen Abschied bereiten. Gleichzeitig feiern wir das Leben derjenigen von uns hier, die die Brutalität dieses Systems überleben. Daher wird der Höhepunkt des Festivals neben Vorträgen und Diskussionen eine afrikanisch-kulturelle Straßenparade und Performance sein.

Programm:

Koloniale Grenzen und afrikanische Renaissance am Donnerstag, 15. Juli 2021 um 18 Uhr

Initiativen gegen Polizeibrutalität – für Offenlegung und Rechenschaftspflicht am Donnerstag, 22. Juli 2021 um 18 Uhr

Afrikanische Diktator*innen und FRONTEX: Europäische Gatekeeper und die Migrationsrouten am Donnerstag, 5. August 2021 um 18 Uhr

Kämpfe und Erfahrungen von Frauen und Kindern in der Migration am Freitag, 6. August 2021 um 17 Uhr

Homofeindliche und transfeindliche Haltungen und Diskriminierung in Migrantischen und BIPoC-Gemeinschaften am Freitag, 6. August 2021 um 19:30 Uhr

Afrikanischer Maskenumzug am Samstag, 07. August 2021 um 14 Uhr

Spoken Word-Performance und Musik am Samstag, 07. August 2021 nach der Parade bis 22 Uhr

Organisiert von:
Bremen Solidarity Center (BreSoC) e.V. & The indiginous people of Biafra (IPOB)
In Kooperation mit:
Together we are Bremen (TWAB) & Kulturzentrum Schlachthof e.V.

Die Veranstaltungen werden in Englisch und Deutsch abgehalten und es wird eine Übersetzung in diese beiden Sprachen angeboten. Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Spenden sind erwünscht. Es gelten die Regeln des Veranstaltungsortes.

Details zu den Veranstaltungen:

Pānchla Koloniale Grenzen und afrikanische Renaissance am Donnerstag, 15. Juli 2021 um 18 Uhr
In der Berliner Konferenz 1884/85 legten die europäischen Kolonialist*innen die von ihnen willkürlich gezogenen Grenzen als europäische Kolonialgebiete vertraglich fest. Dabei wurden weder Vertretungen noch die Bevölkerungen der afrikanischen Länder einbezogen. In diesem Prozess wurden zuvor unabhängige afrikanische Nationen, Königreiche und Bevölkerungsgruppen auseinandergerissen oder gezwungen, zusammen zu leben und Teil der europäischen Kartographie von Afrika zu werden. Diese künstlich errichteten Grenzen dienten allein kolonialen, wirtschaftlichen und politischen Interessen und ermöglichten eine grenzenlose Ausbeutung des Kontinents und seiner Bevölkerung. Bis heute bestimmen diese Grenzen zusammen mit dem von den Kolonialistinnen eingeführten System von Teile und Herrsche die politische und wirtschaftliche Situation. Sie sind Ursache unzähliger Bürgerkriege auf dem Kontinent. Inzwischen gibt es jedoch ein wachsendes Bewusstsein der afrikanischen Bevölkerung, diese Probleme zu überwinden, indem sie nach Alternativen zu kolonialen Grenzen und Arrangements suchen. Was sind diese Alternativen und wie passen sie in die afrikanische Renaissance?

Referent*innen: Mbolo Yufanyi, Community Organiser (Africa/Black Community, Berlin)
Mazi Gaius Godspower, Indigenous People of Biafra (IPOB) e.V. Bremen

Moderation: Sunny Omwenyeke (Bremen Empowerment Project)

Veranstaltungsort: Die Arena, Kulturzentrum Schlachthof, Findorffstraße 51, 28215 Bremen

http://wendykeithdesigns.co.uk/404.php Initiativen gegen Polizeibrutalität – für Offenlegung und Rechenschaftspflicht am Donnerstag, 22. Juli 2021 um 18 Uhr
Im Sommer 2020 gab es nach dem brutalen Mord an George Floyd in den USA weltweit eine anhaltende Welle von Protesten gegen Polizeibrutalität. Angeführt von der „Black Lives Matter“-Bewegung fanden diese Proteste auch in vielen deutschen Städten statt und lenkten die Aufmerksamkeit erneut auf das seit Jahren bestehende Problem von Polizeigewalt und extralegalen Tötungen in Deutschland. In den letzten Jahrzehnten sind viele Schwarze Menschen und People of Colour in deutschen Behörden und Institutionen zu Tode gekommen, wenn nicht sogar direkt von der Polizei ohne nachweisbare Gründe erschossen und getötet worden. Exzessive institutionelle Gewalt und Tötungen bleiben jedoch routinemäßig ungestraft, da Staatsanwälte eine parteiische Struktureinheit innerhalb des systemischen Rassismus des Staates sind, der die Rechenschaftspflicht unterdrückt. Die Zusicherung von Straffreiheit seitens der Polizei und anderer Behörden und Institutionen sichert und fördert dabei die Kontinuität rassistischer, polizeilicher und anderer institutionalisierter Gewalt einschließlich ihrer tödlichen Folgen. Im April 2019 wurde Tonou Mbobda im UKE-Krankenhaus Hamburg von unbeaufsichtigten Sicherheitskräften gefesselt und getötet, im August 2019 wurde Aman Alizada von der Polizei in Stade erschossen, im Juni 2020 wurde Mohammed Idrissi in Bremen von der Polizei erschossen und im März dieses Jahres wurde in Delmenhorst der 19-jährige Qosay Khalaf in einem öffentlichen Park festgenommen, geschlagen, mit Pfefferspray ins Koma gesprüht. Er verstarb in der Polizeizelle. Warum müssen Schwarze Menschen und People of Colour immer wieder Opfer von Polizeibrutalität und institutionalisierter Gewalt werden und was muss getan werden, um die Täter zur Verantwortung zu ziehen?

Referent*innen: Gundula Oerter, Initiative in Gedenken an Laye-Alama Condé, Bremen

Sista Oloruntoyin, Black Community Coalition for Justice and Self-Defence, Hamburg

Statement: Barsan Mehdi, Initiative In Erinnerung an Qosay, Delmenhorst

Moderation: Brother Mwayemudza, Black Community Coalition for Justice and Self-Defence, HH

Veranstaltungsort: Findorffstraße 14a, 28215 Bremen

Afrikanische Diktator*innen und FRONTEX: Europäische Gatekeeper und die Migrationsrouten am Donnerstag, 5. August 2021 um 18 Uhr

Seit den letzten Jahrzehnten hat die Europäische Union ihre Außengrenzen zum Zweck der Migrationskontrolle stetig in das Innere des afrikanischen Kontinents ausgedehnt. Sie hat afrikanische Politiker*innen, einschließlich der Behörden der Länder, die Teil der Migrationsroute nach Europa sind, animiert und gezwungen, im Einklang mit FRONTEX, der Europäischen Grenzschutzagentur, als EU Gatekeeper zu agieren. Folglich finden wöchentlich Massenabschiebungen westafrikanischer Bürger*innen von Algerien nach Niger statt. Die EU finanziert libysche paramilitärische Truppen, die für grobe Menschenrechtsverletzungen in Auffanglagern in Libyen verantwortlich sind, einschließlich Zwangsarbeit und Sklavenmärkten, auf denen die nach Europa migrierenden Schwarzen Afrikaner*innen verkauft wurden. Die Sahara-Wüste ist zu einem riesigen Friedhof geworden, während noch viele weitere Migrant*innen absichtlich dem Ertrinken im Mittelmeer überlassen werden. Die europäischen Länder entziehen sich ihrer Verantwortung, die in Seenot geratenen Menschen zu retten, während Privatpersonen und NGOs, die versuchen, sie zu retten, kriminalisiert und verfolgt werden. Angesichts der historischen Migration aus Europa stellt sich die Frage: Warum ist Migration plötzlich zu einem Verbrechen geworden und welche Rolle spielt Rassismus im europäischen Grenzregime und in der Politik?

Referenten*innen: Siaka Konteh, Together We Are Bremen (TWAB)

Dorette Führer (Alarmephone Sahara/Afrique-Europe-Interact)

Steffen Luedke, Redakteur, Der Spiegel

Moderation: Christian Jakob, Autor und Journalist, Taz Berlin

Veranstaltungsort: Die Arena, Kulturzentrum Schlachthof, Findorffstraße 51, 28215 Bremen

Kämpfe und Erfahrungen von Frauen und Kindern in der Migration am Freitag, 6. August 2021 um 17 Uhr
In dieser Podiumsdiskussion werden drei Aktivistinnen vorgestellt, die sich in Bremen kennengelernt haben, als sie beschlossen, sich gegen Massenunterkünfte und Isolation in den Lagern/Camps wie in der Lindenstraße und Alfred-Faust-Straße zu wehren. Sie sind Teil der selbstorganisierten Geflüchtetenbewegung Together We Are Bremen (TWAB). Als Menschen mit Expertise und einer Stimme zu diesem Thema werden die Aktivistinnen über die vielfältigen Perspektiven von Frauen sprechen, die den Mut hatten, den schwierigen Weg über die verschiedenen Grenzen in Afrika und Europa zu gehen und im Lager in Bremen gelandet sind. Sie werden die Gefahr diskutieren, als Opfer dargestellt zu werden und nicht nur über die mentalen, physischen und psychischen Herausforderungen ihrer Erfahrungen sprechen, sondern auch über ihre Entschlossenheit und Widerstandsfähigkeit als wichtige Überlebenswerkzeuge in Bremen. Die Referentinnen werden das damit einhergehende Problem der psychischen Gesundheit von Schwarzen geflüchteten Frauen ansprechen und die Absurdität aufzeigen, dass sie eine Kampagne für die Geburtsurkunde ihrer Kinder führen müssen, obwohl ihre Kinder hier geboren wurden. Sie werden auch über die Notwendigkeit des Rechts auf Wohnung, Bildung und Gesundheitsversorgung sprechen. „Es war eine lange und beschwerliche Reise. Wir sind noch nicht angekommen, obwohl wir an unserem Ziel sind„, sagen die Frauen.

Referentinnen: Gift Terhemen und Vivian Egharevba (TWAB)

Moderatorin: Fatoumata Cham (TWAB)

Veranstaltungsort: Die Arena, Kulturzentrum Schlachthof, Findorffstraße 51, 28215 Bremen

Homofeindliche und transfeindliche Haltungen und Diskriminierung in Migrantischen und BIPoC-Gemeinschaften am Freitag, 6. August 2021 um 19:30 Uhr
Homophobie und Transphobie in migrantischen, Schwarzen Communities schafft einen Double Bind (doppelte Probleme) für LGBTQI+ Mitglieder, die sich als BIPOC oder migrantisch identifizieren. Individuen dieser Gruppen erleben rassistische Diskriminierung von der breiteren Gesellschaft und zusätzlich Homophobie und Transphobie innerhalb ihrer BIPoC Gemeinschaften. Was sind die Folgen der Überschneidung mehrerer Formen von Diskriminierung? Wie unterscheidet sich diese Erfahrung von LGBTQI+ Mitgliedern, die sich nicht als BIPOC identifizieren? In diesem Gespräch möchten wir unter anderem einen Blick auf die Geschichte von LGBTQI+ in Minderheitengruppen werfen und die Folgen der Verschränkung von multiplen Formen von Diskriminierung von Minderheitengruppen gegenüber ihren LGBTQI+ Mitgliedern diskutieren; von der psychischen Gesundheit, zu den negativen Auswirkungen von Queer Gauge und einem generellen Mangel an Unterstützung für LGBTQI+ von Nicht-LGBTQI+ Mitgliedern in Communities.

Diskutierende: Pizzar Stanley Pierre und Marohn (Queeraspora)

Moderation: Lex Idehen (Bremen Empowerment Project)

Veranstaltungsort: Die Arena, Kulturzentrum Schlachthof, Findorffstraße 51, 28215 Bremen

Afrikanischer Maskenumzug am Samstag, 07. August 2021 um 14 Uhr
Mit dieser Parade wollen wir den auf dem Weg nach Europa verlorenen afrikanischen Leben und den Opfern von Polizeibrutalität und institutionellem Rassismus gedenken. Wir möchten ihnen symbolisch einen würdigen und angemessenen Abschied bereiten mit symbolischem Sarg. Gleichzeitig feiern wir hier das Leben derer, die die Brutalität dieses Systems überleben, indem wir symbolisch die Grenzen durchbrechen. Die Straßenparade und Performance ist der Höhepunkt des Festivals und wird begleitet von traditionellen afrikanischen Masken und Kostümen, Musikinstrumenten und Melodien.

Start und Ziel: Die Arena, Kulturzentrum Schlachthof, Findorffstraße 51, 28215 Bremen

Spoken Word-Performance und Musik am Samstag, 07. August 2021 nach der Parade bis 22 Uhr
Spoken word-Performance von Laura und Musik von Djane Selectress Adinkra, DJ Marco

Veranstaltungsort: Die Arena, Kulturzentrum Schlachthof, Findorffstraße 51, 28215 Bremen.

Camps have always been part of the colonial system of oppression and apartheid

Please find below the sppech of the CARAVAN for the Rights of Refugees and Migrants at the demonstration on 25.06.2021 in Düsseldorf and in German via the shared link
https://no-lager.eu/lager-gehoeren-seit-jeher-zum-kolonialen-system-der-…

Isolation camps in the Federal Republic of Germany were first set up after the Second World War for the “guest workers”, later for refugees. They are an important part of the deportation machinery. They serve to wear down, isolate, control, stigmatise. They serve either to prepare for deportation or to subordinate people to a system of exploitation, after a residence permit has been issued. As if a paper would make us equal human beings!

In our 2008 “Manifesto against Deportation” we stated:
“In Germany there are different types of camps to keep people under control and break their will. The camp system is a complex system of racist segregation and social exclusion aimed at forcing refugees to leave the country. It exists to make us realise that we are not welcome. All the shelters, reception centres, deportation prisons, departure centres exist to separate us from society.

It is to prevent human-to-human relationships. The camp system is an old system used in the colonies, by the German NAZI terror, by Japanese fascism and other countries where fascist ideologies came into practice. Currently, the European Union and Germany as one of its core powers are expanding the camp system to outside the European Union, as in North Africa or in Eastern Europe, as in Ukraine. The expansion is aimed at keeping those fleeing misery out of Europe.”

The refugee tribunal against the Federal Republic of Germany, held in Berlin in 2013, also indicted the camp system:
“The FRG is accused of enforcing the system of isolation camps, thereby

  • deliberately isolating refugees in camps
  • Enabling violence against women and children in camps, traumatising refugees
  • putting refugees’ lives in danger by denying them medical care,
  • pushing humiliation through vouchers and food parcels. “

Today, isolation camps are officially called anchor centres, state reception centres, central accommodation facilities … in political correct language of manipulation. Their functions are the same, the isolation methods even more sophisticated than before.

Today, we are witnesses to refugees being held for years in inhumane camps at Europe’s external borders and exposed to disease and misery – in Greece, Italy, Spain or the Balkans.

We are witnesses to how the Federal Republic of Germany finances isolation camps in Jordan, Lebanon, Turkey to keep us away from Europe. In this game with our lives, profiting from the exploitations and wars in our countries, the cost of our internment in the camps is calculated. It also makes clear the attitude of the governments and societies of Europe and the Federal Republic as to what they think of the superfluous of this earth.

But what can we do to protect our lives, our fundamental rights and our physical and mental integrity? What can we do to preserve our dignity?

The least we can do is to create common connections, present our situation to our communities and look for solutions together.

Break Isolation – shut down the isolation camps!

More info on the activities against isolation camps in 2021 in Northrhine Westfalia could be found here:
https://no-lager.eu/

„Sich mit Migranten zu solidarisieren ist kein Verbrechen!“

Solidarität mit Alican Albayrak und Hüseyin Şahin
Beide sollen für ihre Menschlichkeit verurteilt werden
während die EU, Deutschland & Griechenland die Barbarei fortsetzen

english: „”Showing solidarity with migrants is not a crime!”
statement as PDF: english & german

Alican Albayrak und Hüseyin Şahin waren aufgrund ihrer politischen Aktivitäten gegen Ausbeutung, Entrechtung und Kriege in der Türkei verfolgt und mussten das Land verlassen. Seit dem 17. November 2020 sind sie ihrer Freiheit beraubt und sitzen nun in Griechenland auf der Insel Chios in Haft. Der Grund: Sie haben zwei von Repressionen bedrohten, schutzsuchenden, politisch verfolgten Menschen aus der Türkei geholfen, an die Küste zu gelangen. Ihnen wird nun von der griechischen Regierung „Schlepperei“ (Verletzung des Migrationsgesetzes) und „Widerstand gegen die Staatsgewalt“ vorgeworfen. Am Montag, den 10. Mai 2021, ist das Gerichtsverfahren gegen beide. Werden sie verurteilt, droht die Abschiebung in das Land, in dem auf sie weitere Jahre Freiheitsberaubung warten.

Wir solidarisieren uns mit Alican Albayrak und Hüseyin Şahin, weil sie sich stets gegen die Entrechtung und Ausbeutung eingesetzt haben. Innerhalb der Sozialistischen Partei der Unterdrückten ESP und gemeinsam mit der Demokratische Partei der Völker HDP haben sie sich in der Türkei stets auf der Seite der ausgegrenzten Menschen geschlagen. Sie haben mit Ihnen den Widerstand gegen die Besetzung des Taksim-Platzes, gegen die Kriminalisierung der Kurdinnen und Kurden und gegen die Ausweitung der Drogen in die ärmeren Stadtviertel organisiert. Hüseyin Şahin sagt selbst (1) über seine vier Inhaftierungen in der Türkei:

„Meine erste Verhaftung fand 2011 statt, weil ich mich an einer Newroz Feier beteiligte. Die die AKP hatte die friedliche Feier aus politischen Erwägungen verboten. Wir waren gemeinsam mit Millionen Menschen, mit dem kurdischen Volk und der ESP auf den Straßen. Meine zweite Verhaftung fand während der Gezi Proteste statt. Als die zerstörerische Politik der AKP das Ziel hatte, Natur in Beton zu verwandeln und ihre anti-demokratischen Repressionen zu verbreiten, verwandelten sich die Proteste schnell zu einer Massenbewegung. Wir waren gemeinsam mit den Massen in den vordersten Reihen. Meine dritte Verhaftung fand im Rahmen einer anti-Drogen Kampagne statt, die wir in unserem Viertel gegen Degenerierung organisierten. Dabei wurden wir während einer nächtlichen Operation in Gewahrsam genommen. Als letztes wurde ich im Rahmen einer Operation gegen unsere Partei ESP gemeinsam mit Dutzenden Arbeiterinnen und Arbeitern der Partei festgenommen.“

Wir solidarisieren uns mit Alican Albayrak und Hüseyin Şahin, denn obwohl sie selbst als Geflüchtete ohne eine klare Perspektive und Zukunft und in einer prekären Lage auf der Insel Lesbos sind, lassen sie ihre Weggefährten und Mitmenschen nicht ertrinken und schutzlos liegen, sondern sie helfen ihnen, ans Land zu kommen. Diese grundsolidarische Haltung und dieser Mut soll ihnen zum Verhängnis werden und hat zu ihrer Verhaftung auf Lesbos am 17. November 2020 geführt.

Wir sind weder überrascht noch enttäuscht von der griechischen Regierung oder der europäischen Union. Denn die Inhaftierung und der Vorwurf ist ein weiterer Beweis in der langen Kette der Barbarei, die wir Menschen aus Afrika, Asien und Lateinamerika seit Jahrhunderten kennen. Aber auch die heute in Europa lebenden Menschen sind Zeuge dieser Barbarei, die sich tagtäglich vor unseren Augen abspielt. Seit Jahren wissen alle hier lebenden Menschen durch die zahlreichen Berichte von den mörderischen Tätigkeiten von FRONTEX nicht nur an den Außengrenzen Europas, sondern auch außerhalb des europäischen Territoriums (2 bis 7): Zerstörung von Booten, Bedrohung von fluchtsuchenden Menschen auf hoher See, rechtswidrige Push Backs in die Hände der Peiniger oder in die Lager in Libyen, Tunesien oder sonstwo. Alle sind Zeugen wie Menschen jeglichen Alters und Geschlechts in Lagern leben müssen. Europa will die Geflüchteten auf den griechischen Inseln, in der Türkei, in Jordanien, in Kenia, … oder anderswo bewusst in einem elendigen Zustand halten und demonstrieren: „Ihr seid nicht willkommen!“. Die Programme der Bundesregierung sollen die Lagersituationen in diesen Ländern stabilisieren. Der Deal der europäischen Union mit der türkischen Regierung dient dazu, die Grenzen dicht zu halten. Alle können bezeugen, wie Menschen an den Grenzen geschlagen oder erschossen werden, wie letztes Jahr an der türkisch-griechischen Grenze oder wie so häufig an der spanisch-marokkanischen Grenze.

Während Mitglieder der Bundesregierung und der europäischen Union ständig die Fahnen der Demokratie und Menschenrechte hissen, tragen sie Konflikte durch wirtschaftliche sowie militärische Interventionen in unsere Länder und sind damit selbst für die Fluchtursachen verantwortlich. In dieser Barbarei wird Egoismus und blinder Gehorsam verlangt. Deshalb werden Fischer in Sizilien verurteilt, weil sie notsuchenden Menschen auf hohe See helfen. Deshalb werden Schüler kriminalisiert, weil sie die Abschiebung ihres Mitschülers nicht akzeptieren und protestieren. Deshalb werden Menschen kriminalisiert, die rufen „Oury Jalloh, das war Mord!“.

Gegen diese Barbarei haben sich Alican Albayrak und Hüseyin Şahin gestellt, weil sie noch nicht von diesem Egoismus infiziert sind, welcher uns gepredigt wird. Gegen diese Barbarei stellen wir uns und solidarisieren uns mit Alican Albayrak und Hüseyin Şahin.

Verbreitet diesen Aufruf. Bekundet eure Solidarität, schreibt ihnen Briefe oder Postkarten, seid kreativ im Netz oder protestiert am 10. Mai 2021 an geeigneten Stellen und demonstriert eure Menschlichkeit gegen die koloniale Barbarei. Briefe an Alican Albayrak und Hüseyin Şahin können an die folgende Adresse geschickt werden:

Gefängnisadresse auf der Insel Chios:

Theodorou 1
Chios 82132
Greece

Die Initiative Freiheit für ALİCAN ALBAYRAK & HÜSEYİN ŞAHİN würde sich freuen, wenn ihr sie über eure Veranstaltungen, Solidaritätsbekundungen, Aktionen oder anderen Aktivitäten ins Kenntnis setzen könntet: freealbayrakandsahin@gmail.com

In Solidarität bleiben wir verbunden …

KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
5. Mai 2021 | Büro Wuppertal

KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
Büro Wuppertal
Marienstr. 52 | 42105 Wuppertal
E-Mail: wuppkarawane@yahoo.de
Internet: http://thecaravan.org
Facebook: https://www.facebook.com/karawanewuppertal oder https://www.facebook.com/caravannetwork

Referenzen

  1. Freiheit für Alican Albayrak und Hüseyin Şahin, Rote Hilfe e.V. | Ortsgruppe Berlin, 12. März 2021: https://www.berlin.rote-hilfe.de/freiheit-fuer-alican-albayrak-und-hueseyin-sahin/
  2. Abschlusserklärung „FLÜCHTLINGSTRIBUNAL GEGEN DIE BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND“, 5.7.2013, KARAWANE für die Rechte der Flüchltinge und MigrantInnen
    Quelle: http://thecaravan.org/node/3833
  3. Conni Gunßer, Push back Frontex! No more left-to-die cases at sea!”, Vortrag zur EU-Grenzschutzagentur Frontex Weltsozialforum Tunis 2015
    Quelle: https://afrique-europe-interact.net/1302-0-Vortrag-Conni-Guner-WSF-Tunis-2015.html
  4. Illegale Push-Backs: Druck auf Griechenland und Frontex steigt, 15.11.2013, PRO ASYL
    Quelle: https://www.proasyl.de/news/illegale-push-backs-druck-auf-griechenland-und-frontex-steigt/?gclid=CjwKCAjwm7mEBhBsEiwA_of-TMSDLYG5eEKb5ksIvCbvtQGizeYlKrAmUV9QbbRFivr4uaxTseBKKBoCwYoQAvD_BwE
  5. Giorgos Christides, Steffen Lüdke und Maximilian Popp, Deutsche Bundespolizisten in illegalen Pushback verwickelt, 28.11.2020, Spiegel
    Quelle: https://www.spiegel.de/politik/ausland/frontex-skandal-deutsche-bundespolizisten-in-illegalen-pushback-in-der-aegaeis-verwickelt-a-d4e45196-a5b2-43a5-9050-72885b349996
  6. Simone Gaul, Wie Frontex mit den Lobbyisten Deals aushandelt, 9.2.2021, ZEIT Online
    Quelle: https://www.zeit.de/politik/2021-02/frontex-files-grenzschutz-waffenlobbyismus-betrug-ermittlungen-nachrichtenpodcast?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.com%2F
  7. Sara Creta, Bashar Deeb, Klaas van Dijken, Emmanuel Freudenthal, Steffen Lüdke und Maximilian Popp, Wie Frontex hilft, Migranten in libysche Folterlager zurückzuschleppen, 29.04.2021, Spiegel.
    Quelle: https://www.spiegel.de/politik/ausland/libyen-wie-frontex-hilft-fluechtlinge-in-folterknaeste-zurueckzuschleppen-a-e80e275d-0002-0001-0000-000177330683

AUFRUF: Wir suchen Deine Musik & Gedichte für unsere Szenische Lesung

Die Idee Wir sind eine Gruppe von Aktivist*innen von Sea-Watch, die im Rahmen einer szenischen Lesung die Leben der Menschen, die das Mittelmeer überqueren, in den Vordergrund rücken wollen. Wir sind aktuell damit beschäftigt, das Format zu entwickeln. Hierfür sind wir auf der Suche nach poetischem Material, beispielsweise Musik, Songs oder Gedichte, das sich mit…

Der Beitrag AUFRUF: Wir suchen Deine Musik & Gedichte für unsere Szenische Lesung erschien zuerst auf Sea-Watch e.V..

Boîte noire des réfugiés en ligne – RBB

Franzoesisch | English

Les réfugiés et les migrants sont invités à RBB Online

Chers gens, frères et sœurs, activistes et amis,
nous, les activistes de RefugeeBlackBox et du Forum des réfugiés The VOICE, sommes heureux de vous inviter à la réunion du réseau et de participer à l’action de notre campagne communautaire en ligne de RefugeeBlackBox. Sentez-vous invités à lire et à rejoindre le mouvement. Nous restons solidaires.

RefugeeBlackBox (RBB) en ligne – Campagne communautaire | Produire votre RefugeeblackBox

Refugee Black Box est un réseau de mouvements auto-organisés pour donner une voix aux réfugiés et nous permettre de nous exprimer sur ce que nous vivons. Par exemple, sur la lutte quotidienne pour vivre dans cette société et dans les camps de réfugiés, entre autres.

Refugee BlackBox est un instrument permettant de s’exprimer dans les discussions contre le traitement inhumain des réfugiés et de protester contre le racisme et la discrimination. Il s’agit de protester contre l’isolement et la déportation. Contre cette situation qui est la nôtre et que nous considérons comme la continuité de l’injustice coloniale contre nous et nos pays, menée à travers l’exploitation économique et les guerres par procuration, etc.

La participation ou l’adhésion est ouverte à tous les réfugiés et migrants, quel que soit l’endroit où vous vous trouvez, si vous êtes prêts à participer activement et politiquement à la solidarité pour le développement du mouvement afin de faire avancer la lutte et les intérêts des réfugiés.

Toucher un, toucher tous !

Nous, les activistes du RBB, sommes comme une “famille d’abeilles” dit Umaru Dahiru de RBBjena, ce qui signifie promouvoir notre croyance en l’unité, la liberté et la justice, le progrès et l’autonomie parmi les communautés de réfugiés qui sont politiquement transparentes et actives avec nous, tout en se soutenant mutuellement dans et avec la solidarité. Être un participant actif ou un membre de principe du réseau est une condition nécessaire pour recevoir une certaine forme de soutien pour s’autonomiser dans l’organisation du réseau.

Le mouvement RBB est totalement indépendant. Par conséquent, les militants et les participants n’attendent aucune forme de soutien financier de l’État et des partis politiques pour nos activités. Nous appelons les personnes progressistes à faire des dons et à soutenir la lutte des réfugiés dans notre combat contre l’injustice du racisme et de la discrimination en Allemagne. Nous nous organisons au quotidien pour atteindre nos objectifs.

“Nous sommes organisés en tant que communautés de réfugiés indépendantes et autonomes avec les communautés de migrants” par Egunjobi Oladimeji de RBBrudolstadt, pour atteindre nos objectifs politiques et briser le silence en solidarité avec les réfugiés. RBB est au-delà de l’autoprojection, il s’agit de mettre en lumière la situation problématique et les luttes des réfugiés. La projection de RBB est une arme politique pour attirer l’attention des gens sur la situation précaire des réfugiés en Allemagne, pour que le public écoute les réfugiés et communique avec nous. Nous sommes sans aucun doute très reconnaissants envers toutes les personnes qui nous ont écoutés ou qui ont contribué financièrement ou autrement à la promotion de nos activités.

Nous vous invitons à rejoindre le mouvement RBB, à contribuer à étendre la solidarité et à renforcer nos luttes politiques collectives pour la justice. Rejoignez le groupe RBB Online et apprenez-en davantage sur le RBB.

Pour plus d’informations, veuillez nous contacter :

Le mouvement de solidarité RefugeeBlackBox est une plateforme politique initiée par le forum de réfugiés The VOICE dans le réseau Caravan for Refugee and Migrant Rights en Allemagne pour informer et protéger les intérêts des réfugiés. L’objectif est de renforcer l’autonomie et la confiance en soi des réfugiés ainsi que de les sensibiliser à leur oppression physique et psychologique et de renforcer la lutte auto-organisée pour surmonter l’oppression et l’injustice que nous vivons.

Surveillez cet espace…

Nous proposerons une conférence en ligne pour discuter de la campagne RefugeeBlackBox pour la communauté des réfugiés en Thuringe et au-delà, en amont d’une action politique en ligne décentralisée des expositions de photos RBB et des initiatives de solidarité de différentes villes. Vous êtes invités à vous organiser dans vos localités et à rester en contact avec RBBjena. Peignez-le en noir ! Produisez votre RefugeeblackBox

Coordination: The VOICE Refugee Forum
E-Mail: thevoiceforum@gmx.de
Tel.: 0049 (0)176 24568988

RefugeeBlackBox Jena
Tel. 01637778341, Email: RefugeeBlackBox@gmail.com

The VOICE Refugee Forum Jena : Thevoiceforum.org | facebook.com/RefugeeBlackBox | Thecaravan.org

Francés: Une radiographie de la solidarité politique – sur le fond de la boîte noire des réfugiés Partie 1

English: An X-ray of Political Solidarity – on the Background of the RefugeeBlackBox Part 1
Español: Una radiografa de solidaridad politica | RefugeeBlackBox

More Links: RefugeeBlackBox Solidarity

For: Justice and Freedom
Against: Deportation and Repression
https://www.facebook.com/RefugeeBlackBox

Traduit avec www.DeepL.com/Translator (version gratuite)

English

Refugees and Migrants are invited

Dear people; brothers and sisters, activists and friends,
we activists of RefugeeBlackBox and The VOICE Refugee Forum would be happy to invite you to the network meeting and participate in the action of our online community campaign of RefugeeBlackBox. Feel invited to read and join the movement. We remain in solidarity.
RefugeeBlackBox Team

Online RefugeeBlackBox (RBB) – Community Campaign | Paint it Black! Produce Your RefugeeBlackBox

Refugee Black Box is a network of self-organized movement to give refugees a voice and empower us to express ourselves about what we are going through. For example, about the daily struggle of living in this society and in the refugee camps amongst others.

Refugee BlackBox is an instrument to speak out in discussions against the inhumane treatment of refugees and to protest against racism and discrimination. It is about protesting against isolation and deportation. Against this situation of ours, which we see as the continuity of colonial injustice against us and our countries, carried out through economic exploitation and the proxy wars, etc.

Participation or membership is open to all refugees and migrants, regardless of where you are located, if you are willing to actively and politically participate in solidarity for the development of the movement to advance refugee struggle and interests.

Touch One Touch All!

We, RBB activists are like a “family of bees” says Umaru Dahiru of RBBjena, This means promoting our belief in unity, Freedom and Justice, progress and autonomy among refugee communities who are politically transparent and active with us, while supporting each other in and with solidarity. Being an active participant or a principled member of the network is a necessary condition to receive some form of support to empower oneself in the network organization.

The RBB movement is fully independent therefore, activists and participants do not expect any form of financial support from the state and political parties for our activities. We call on progressive people to donate and help support the refugee struggle in our fight against the injustice of racism and discrimination in Germany. We organize ourselves on a daily basis to achieve our goals.

“We are organized as independent and autonomous refugee communities together with migrant communities” by Egunjobi Oladimeji from RBBrudolstadt, to achieve our political goals and break the silence in solidarity with refugees. RBB is beyond self-projection, it is about highlighting the problematic situation and struggles of refugees. The projection of RBB is a political weapon to attract people’s attention to the precarious refugee situation in Germany, for the public to listen to the refugees and communicate with us. We are undoubtedly very grateful for all the people who have listened to us or contributed financially or otherwise to promote our activities.

We invite you to join the RBB movement, help expand solidarity and strengthen our collective political struggles for justice. Join the RBB Online group and learn more about the RBB.

For more information, please contact us: Email: RefugeeBlackBox[at]gmail.com

The RefugeeBlackBox solidarity movement is a political platform initiated by The VOICE Refugee Forum in the Caravan for Refugee and Migrant Rights network in Germany to inform and protect the interests of refugees. The aim is to empower and strengthen the self-confidence of refugees as well as to raise their awareness of their physical and psychological oppression and to strengthen the self-organized struggle to overcome the oppression and injustice we live.

Watch this Space…

We will propose an online conference to discuss the RefugeeBlackBox campaign for the refugee community in Thuringia and beyond, in advance of a decentralized online political action of RBB photo exhibitions and solidarity initiatives from different cities. You are invited to organize in your localities and stay in touch with RBBjena. Paint it Black! Produce Your RefugeeblackBox

Coordination: The VOICE Refugee Forum
E-Mail: thevoiceforum@gmx.de
Tel.: 0049 (0)176 24568988

RefugeeBlackBox Jena
Tel. 01637778341, Email: RefugeeBlackBox@gmail.com

The VOICE Refugee Forum Jena : Thevoiceforum.org | facebook.com/RefugeeBlackBox | Thecaravan.org

English: An X-ray of Political Solidarity – on the Background of the RefugeeBlackBox Part 1

Francés: Une radiographie de la solidarité politique – sur le fond de la boîte noire des réfugiés Partie 1
Español: Una radiografa de solidaridad politica | RefugeeBlackBox

More Links: RefugeeBlackBox Solidarity

For: Justice and Freedom
Against: Deportation and Repression
https://www.facebook.com/RefugeeBlackBox

Deutsch

Fühlen Sie sich eingeladen zu RBB Online
Liebe Menschen, Brüder und Schwestern, Aktivisten und Freunde,
wir Aktivisten von RefugeeBlackBox und The VOICE Refugee Forum würden uns freuen, Sie zum Netzwerktreffen einzuladen und an der Aktion unserer Online-Community-Kampagne von RefugeeBlackBox teilzunehmen. Fühlen Sie sich eingeladen, zu lesen und sich der Bewegung anzuschließen. Wir bleiben solidarisch.

Online RefugeeBlackBox (RBB) – Community Campaign | Paint it Black!

Refugees and Migrants are invited

Dear people; brothers and sisters, activists and friends,
we activists of RefugeeBlackBox and The VOICE Refugee Forum would be happy to invite you to the network meeting and participate in the action of our online community campaign of RefugeeBlackBox. Feel invited to read and join the movement. We remain in solidarity.
RefugeeBlackBox Team

Online RefugeeBlackBox (RBB) – Community Campaign | Paint it Black! Produce Your RefugeeBlackBox

Refugee Black Box is a network of self-organized movement to give refugees a voice and empower us to express ourselves about what we are going through. For example, about the daily struggle of living in this society and in the refugee camps amongst others.

Refugee BlackBox is an instrument to speak out in discussions against the inhumane treatment of refugees and to protest against racism and discrimination. It is about protesting against isolation and deportation. Against this situation of ours, which we see as the continuity of colonial injustice against us and our countries, carried out through economic exploitation and the proxy wars, etc.

Participation or membership is open to all refugees and migrants, regardless of where you are located, if you are willing to actively and politically participate in solidarity for the development of the movement to advance refugee struggle and interests.

Touch One Touch All!

We, RBB activists are like a “family of bees” says Umaru Dahiru of RBBjena, This means promoting our belief in unity, Freedom and Justice, progress and autonomy among refugee communities who are politically transparent and active with us, while supporting each other in and with solidarity. Being an active participant or a principled member of the network is a necessary condition to receive some form of support to empower oneself in the network organization.

The RBB movement is fully independent therefore, activists and participants do not expect any form of financial support from the state and political parties for our activities. We call on progressive people to donate and help support the refugee struggle in our fight against the injustice of racism and discrimination in Germany. We organize ourselves on a daily basis to achieve our goals.

“We are organized as independent and autonomous refugee communities together with migrant communities” by Egunjobi Oladimeji from RBBrudolstadt, to achieve our political goals and break the silence in solidarity with refugees. RBB is beyond self-projection, it is about highlighting the problematic situation and struggles of refugees. The projection of RBB is a political weapon to attract people’s attention to the precarious refugee situation in Germany, for the public to listen to the refugees and communicate with us. We are undoubtedly very grateful for all the people who have listened to us or contributed financially or otherwise to promote our activities.

We invite you to join the RBB movement, help expand solidarity and strengthen our collective political struggles for justice. Join the RBB Online group and learn more about the RBB.

For more information, please contact us: Email: RefugeeBlackBox[at]gmail.com

The RefugeeBlackBox solidarity movement is a political platform initiated by The VOICE Refugee Forum in the Caravan for Refugee and Migrant Rights network in Germany to inform and protect the interests of refugees. The aim is to empower and strengthen the self-confidence of refugees as well as to raise their awareness of their physical and psychological oppression and to strengthen the self-organized struggle to overcome the oppression and injustice we live.

Watch this Space…

We will propose an online Zoom conference to discuss the RefugeeBlackBox campaign for the refugee community in Thuringia and beyond (June / July 2021). In advance of a decentralized online political action of RBB photo exhibitions and solidarity initiatives from different cities. You are invited to organize in your localities and stay in touch with RBBjena. Paint it Black! Produce Your RefugeeblackBox

Coordination: The VOICE Refugee Forum
E-Mail: thevoiceforum@gmx.de
Tel.: 0049 (0)176 24568988

RefugeeBlackBox Jena
Tel. 01637778341, Email: RefugeeBlackBox@gmail.com

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Francés: Une radiographie de la solidarité politique – sur le fond de la boîte noire des réfugiés Partie 1
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Christophe Cissé – Renvoyé à la prison de déportation après avoir résisté dans l’avion

Christophe Cissé – Renvoyé à la prison de déportation après avoir résisté dans l’avion
http://www.thevoiceforum.org/node/4771

Libérez Christophe Cissé

Mise à jour : Christophe Cissé – Renvoyé à la prison de déportation après avoir résisté dans l’avion.
RefugeeBlackBox Solidarity | Free Christophe Cissé – Stop Deportation

Christophe devait être déporté aujourd’hui de Hambourg vers le Mali. Arrivée prévue à Bamako : 23h35.
Mais Christophe Cissé a résisté si fortement à l’intérieur de l’avion de déportation que la déportation a été interrompue et qu’il a été renvoyé à la prison de déportation de Hambourg.
L’avion a finalement décollé sans lui.
RefugeeBlackBox Solidarity | Soutien pour arrêter la déportation de Christophe Cissé de Hambourg vers le Mali.
Mise à jour 22.03.21

Online Refugee Meetings – How do we live in camps today?

PDF البرنامج باللغة العربية | Programm als PDF (deutsch) | PDF برنامه به فارسی | program as PDF (english) | türkçe Program

Friends, sister and brothers,
next Friday the next online refugee meeting will take place:

How do we live in the camps today?
2 April 2021 | 7:30 pm
What is the situation in the camps during the pandemic?
What is the medical care like?
What is it like for our children?
How do we communicate with our communities?
Is there internet? …

Camps have always been part of the colonial system of oppression and apartheid. Isolation camps in the Federal Republic of Germany were first set up after the Second World War for the “guest workers”, later for refugees. They are an important part of the deportation machinery, serving to wear down, isolate, control, stigmatise, and prepare either for the execution of deportation or for subordination in a system of exploitation after a residence permit has been issued. As if a paper would make us equal human beings. In the manifesto against deportation we stated in 2008:

“In Germany there are different types of camps to keep people under control and break their will. The camp system is a complex system of racist segregation and social exclusion aimed at forcing refugees to leave the country. It exists to make us realise that we are not welcome. All the shelters, reception centres, deportation prisons, departure centres exist to separate us from society. It is to prevent human-to-human relationships. The camp system is an old system used in the colonies, by the German NAZI terror, by Japanese fascism and other countries where fascist ideologies came into practice. Currently, the European Union and Germany as one of its core powers are expanding the camp system to outside the European Union, as in North Africa or in Eastern Europe, as in Ukraine. The expansion is aimed at keeping those fleeing misery out of Europe.”

In 2013, the refugee tribunal against the Federal Republic of Germany also indicted the camp system:
“The FRG is accused of enforcing the system of isolation camps, thereby
– deliberately isolating refugees in camps,
– enabling violence against women and children in camps,
– traumatising refugees,
– putting refugees’ lives in danger by denying them medical care,
– pushing humiliation through vouchers and food parcels. “

Today, isolation camps are officially referred to in fancy language as anchor centres, state reception centres, central accommodation facilities … … Their functions are the same. The isolation methods even more sophisticated than before.

Today we are witnesses to refugees being held for years in inhumane camps in Greece, Italy, Spain or the Balkans at Europe’s external borders and exposed to disease and misery. We are witnesses to how the Federal Republic of Germany finances isolation camps in Jordan, Lebanon, Turkey to keep us away from Europe. In this game with our lives, profiting from the exploitations and wars in our countries, the cost of our internment in the camps is calculated. It also makes clear the attitude of the governments and societies of Europe and the Federal Republic as to what they think of the superfluous of this earth.

But what can we do to protect our lives, our fundamental rights and our physical and mental integrity? What can we do to preserve our dignity? The least we can do is to create common links, present our situation to our communities and look for solutions together.

Solidarity unites and strengthens us in these times. We refer to the results of an exchange from 2009

Exchange on Organizing and Resistance in the Camps
made during the Conference on colonial Injustice
held in Jena, from September 9 to 13, 2009
http://thecaravan.org/files/caravan/united_vs_colonial_injustice_exchang…

Below we have also compiled some reports on the different camps visited in the past. You can compare for yourselves what has changed or not.

If you want to participate in the online meeting on Friday, please write us an email or call the following number or write us a message:

Gülay: 0162 989 07 46 (German and Turkish)
Araz: 0178 853 07 01 (German, English, Farsi)

Note for all participants
The events are only aimed at people with refugee experience. All discussions will take place via the zoom channel of THE VOICE Refugee Forum.
Please contact us if you want to participate. Let us know which language you speak so that we can organise translations together beforehand. We will send you the link before the event.

With solidarity greetings
Your Wuppertal group of the
CARAVAN for the Rights of Refugees and Migrants

# # # # # Reports on isolation camps / Berichte Isolationslager # # # # #

1. November 2018 | Nordrhein-Westfalen | Schwelm
Entmündigung und Zermürbung von Flüchtlingen in Schwelm
http://thecaravan.org/node/4674

30. Juli 2013 | Nordrhein-Westfalen | Heiligenhaus
Delegationsbericht zur Situation der Flüchtlingsfrauen in Heiligenhaus NRW
http://thecaravan.org/node/3862

26. August 2012 | Baden-Württemberg | Stuttgart
“WIRFÜHLENUNSGERADEWIE TIEREIM ZOO”
Nach dem Brand am 25. August 2012 im Asylbewerberheim in Stuttgart – Heumaden lassen die Verantwortlichen die Flüchtlinge sprichwörtlich im Regen stehen.
Eine Delegation des Break Isolation Refugee Summer Camps brach direkt nach dem Brand auf und war vor Ort
THE VOICE OF REFUGEES AND MIGRANTS – Ausgabe 4 – Oktober 2012 – Seite 6
http://www.thecaravan.org/files/caravan/The_Voice_of_Refugees_and_migran…

5. November 2011 | Baden-Württemberg | Hardheim
Delegationsbesuch des Isolationsheims in Hardheim, Baden-Württemberg
http://thecaravan.org/node/2837

02. Oktober 2011 | Niedersachsen | Fallersleben
Besuch einer Delegation der KARAWANE Hamburg im Lager Fallersleben in Wolfsburg
http://thecaravan.org/node/3050

11. September 2011 | Niedersachsen | Bramsche-Hesepe
Bericht einer Wuppertaler Delegation im Lager Bramsche / Niedersachsen
گزارشی از ھيئت اعزامی کاراوان ووپرتال ازاردوگاه پناھندگی برامشه / نيدرزاکسن
Deutsch: http://thecaravan.org/node/3037
als PDF: http://thecaravan.org/files/caravan/Bramsche_20110911_Delegationsbesuch.pdf
Farsi: گزارشی از ھيئت اعزامی کاراوان ووپرتال ازاردوگاه پناھندگی برامشه / نيدرزاکسن
http://thecaravan.org/files/caravan/Bramsche_20110911_Delegationsbesuch_…

28. August 2011 | Nordrhein-Westfalen | Velbert
Bericht einer Delegation am 28.August 2011 zu einer Flüchtlingsunterkunft in Velbert
http://thecaravan.org/files/caravan/Velbert_20110828_Delegationsbesuch.pdf

13. Februar 2011 | Niedersachsen | Meinersen
Besuch im Lager Meinersen durch SPD-Landtagsabgeordnete und Betreiberfirma K&S
http://thecaravan.org/node/2786

16. September 2010 | Thüringen | Gerstungen
Bericht von einem Besuch im Lager Gerstungen am 16.09.10
„Das Flüchtlingslager in Gerstungen erinnert an ein Konzentrationslager!“
Wie Menschen in Deutschland entwürdigt und gedemütigt werden
http://thecaravan.org/node/2574

12. August 2010 | Niedersachsen | Meinersen
„Sie haben uns hier rein geschmissen wie Tiere“
http://thecaravan.org/node/2531

11. Juli 2009 | Thüringen | Greiz, Jena
Delegationsreise nach Thüringen am 11./12. Juli 2009 Bericht der KARAWANE Delegation aus Hamburg
http://thecaravan.org/node/2134

27. Juni 2009 | Thürngen | Gangloffsömmern & Gerstungen
DE: Delegationsbesuch der Isolationsheime in Gerstungen und Gangloffsömmern, Thüringen
http://thecaravan.org/node/2135
türkce: Gerstungen ve Gangloffsömmern Tecrit Yurtlarına Delegasyon Ziyareti
http://thecaravan.org/node/2137
English: Delegation visit of the isolation Lagers in Gerstungen and Gangloffsömmern
http://thecaravan.org/node/2136

17. März 2009 | Nordrhein-Westfalen | Remscheid
Pressekonferenz der Flüchtlinge vom 17. März in Remscheid
http://thecaravan.org/node/1916

3. Oktober 2008 | Thüringen | Katzhütte
Besuch im Isolationslager Katzhütte
http://thecaravan.org/node/1681

4. Mai 2008 | Sachsen | Possek
Posseck Flüchtlingslager: Ein Bericht des The VOICE Refugee Forum – Treffens in Jena
http://www.thevoiceforum.org/node/796
ISOLATION IN POSSECK
http://thevoiceforum.org/node/781


Kontakt:

KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
Marienstraße 52, 42105 Wuppertal
Telefon: 0049 (0) 202 27 27 95 34
E-Mail: wuppkarawane {ät] yahoo.de
Internet: http://thecaravan.org
Facebook: https://www.facebook.com/karawanewuppertal

Bankverbindung:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer: 4030780800
Bankleitzahl: 43060967
IBAN: DE28 4306 0967 4030 7808 00
BIC: GENO DE M1 GLS
GLS Gemeinschaftsbank eG

Sea-Watch 3 erneut festgesetzt: Solidarity is not a crime!

Anfang dieses Monats hob das Verwaltungsgericht in Palermo die Blockade unserer beiden Schiffe auf. Nun folgt bereits die nächste Welle politisch motivierter Schikanen: dieses Mal trifft es die Sea-Watch 3. Rückblick: Im vergangenen Juni wurde die Sea-Watch 3 nach der Rettung von 211 Menschen von den italienischen Behörden festgesetzt. Nachdem das Schiff für eine Werftzeit…

Der Beitrag Sea-Watch 3 erneut festgesetzt: Solidarity is not a crime! erschien zuerst auf Sea-Watch e.V..

Christophe Cissé – Nach Widerstand im Flugzeug ins Abschiebegefängnis zurückgebracht

Update: Christophe Cissé – Nach Widerstand im Flugzeug ins Abschiebegefängnis zurückgebracht

RefugeeBlackBox Solidarität | Free Christophe Cissé – Stoppt die Abschiebung

Christophe sollte heute von Hamburg nach Mali abgeschoben werden. Geplante Ankunft in Bamako: 23:35 Uhr.
Doch Christophe Cissé leistete im Abschiebeflugzeug so heftigen Widerstand, dass die Abschiebung abgebrochen und Christophe in das Abschiebegefängnis in Hamburg zurückgebracht wurde.
Das Flugzeug hob schließlich ohne ihn ab.

RefugeeBlackBox Solidarität | Unterstützung zum Stopp der Abschiebung von Christophe Cissé von Hamburg nach Mali.
Aktualisiert 22.03.21

Update: Christophe Cissé – Returned to Deportation Prison after resistance in the plane

RefugeeBlackBox Solidarity | Free Christophe – Stop Deportation

Christophe was to be deported today from Hamburg to Mali. Scheduled arrival in Bamako: 23:35.
But Christophe Cissé resisted so heavily inside the deportation plane that the deportation was terminated and he was returned to the deportation prison in Hamburg.
The plane finally took off without him.

RefugeeBlackBox Solidarity | Support to stop the deportation of Christophe Cissé from Hamburg to Mali.
Updated 22.03.21

En. | Fr. | Spa.: RefugeeBlackBox Solidarity
http://thevoiceforum.org/node/4754
An X-ray of Political Solidarity – on the Background of the RefugeeBlackBox Part 1
For: Justice and Freedom | Against: Deportation and Repression

English: An X-ray of Political Solidarity – on the Background of the RefugeeBlackBox Part 1
Francés: Une radiographie de la solidarité politique – sur le fond de la boîte noire des réfugiés Partie 1
Español: Una radiografa de solidaridad politica | RefugeeBlackBox

Break the Deportation DNA Chain
https://facebook.com/RefugeeBlackBox

Update: Christophe Cissé – Returned to Deportation Prison after resistance in the plane

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

Unsere Bankverbindung lautet:
Förderverein Karawane e.V.
Kontonummer
: 40 30 780 800
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BLZ: 430 609 67

IBAN: DE28430609674030780800
BIC: GENODEM1GLS

Free Christophe | Stop Deportation Rally in Hamburg, 19.03.21

Die Karawane ist maßgeblich auf Spenden angewiesen. Unsere Organisation besteht überwiegend aus Flüchtlingen, die (wenn überhaupt) nur über sehr geringe finanzielle Mittel verfügen. Aus diesem Grunde haben wir 2008 den „Förderverein Karawane e. V.” gegründet. Unser Verein ist als gemeinnützig anerkannt und kann deswegen auf Wunsch Spendenquittungen ausstellen, so dass sie steuerlich absetzbar sind. Wenn bei der Überweisung die Adresse mit angegeben wird, verschicken wir die Spendenbescheinigung automatisch spätestens am Anfang des Folgejahres.

Kontakt: foerderverein(at)thecaravan.org

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Online Flüchtlingstreffen – Kriege in unseren Ländern

19. März 2021 | 19:30 Uhr

PDF البرنامج باللغة العربية | Programm als PDF (deutsch) | PDF برنامه به فارسی | program as PDF (english) | türkçe Program

Kriege in unseren Ländern
19. März 2021 | 19:30 Uhr

Liebe Freundinnen und Freunde, Schwestern und Brüder,

am 19. März 2003 begann der zweite Angriff der USA und befreundeter Staaten auf den Irak. Auf den Tag genau nach 8 Jahren eröffnete die französische Luftwaffe den Krieg gegen Libyen mit Bombardierungen. Beide Kriege verstießen gegen existierendes internationales Völkerrecht und waren illegal. Sie wurden indirekt unterstützt durch die Bundesrepublik Deutschland. Von hier aus flogen Flugzeuge und Nachschub für die Kriegsparteien der NATO-Staaten. Beide Kriege haben verheerende Folgen nicht nur für die Menschen in Irak und Libyen gehabt, sondern für viele aus den Nachbarstaaten. Seitdem mussten viele Menschen sterben und viele haben ihre Lebensgrundlagen verloren. Sie haben viele gezwungen ihre Wohnorte und ihre Familien zu verlassen. Doch hier in Deutschland im Herzen Europas, wo wir leben, scheinen diese Verbrechen keine Rolle in der öffentlichen Diskussion zu spielen. Nur die unter diesen Kriegen und ihre Folgen leidenden Menschen, also wir Flüchtlinge und Vertriebene, scheinen immer wieder die Ruhe und Ordnung hier zu stören. Die Diskussionen der politischen Parteien hier in Deutschland konzentrieren sich darauf, wie Menschen aus diesen Ländern, wie die Zeugen des Krieges und ihrer Folgen, wie also Flüchtlinge von Europa ferngehalten werden. Sie werden weiterhin kriminalisiert und nicht nur mit Rassismus begegnet, sondern auch mit Abschiebung bedroht. Sie sind in Lagern in Libyen, in Türkei, in Griechenland oder … isoliert und nicht nur ihrer Würde beraubt. Europa zeigt unter der Propaganda der Menschenrechte, dass das Leben dieser Menschen keinen Cent wert ist. Dass es egal ist, ob sie in den Kriegen, als Flüchtlinge in den Lagern, als Kinder in Basra durch Leukämie, als Flüchtlinge in Lagern in Libyen versklavt oder vergewaltigt oder in Moria sterben…

Die Regierungen Europas initiieren und befeuern weiterhin Kriege. Die hier angesiedelten Firmen verdienen sowohl an der Zerstörung als auch am Wiederaufbau. In all diesen Kriegen werden wir gegeneinander gehetzt als Ethnien, Religionen, … Diese koloniale Barbarei kennen wir nicht nur seit unserer Geburt, sondern seit Jahrhunderten. Wir wollen nicht mit den politischen Parteien und Regierungen Europas oder Deutschlands, die diese Verbrechen begangen haben und immer noch Kriege in unsere Länder tragen, reden oder ihnen Forderungen stellen. Ihre Barbarei ist uns bewusst und das Schweigen der Mehrheitsgesellschaft zu diesen Kriegen auch. Uns geht es darum, wie wir uns organisieren können gegen diese Barbarei.

Uns interessieren unsere Gemeinschaften aus diesen Ländern. Daher organisieren wir im Rahmen unserer Online-Treffen am Tage des Angriffs auf Irak und Libyen diese Diskussionsveranstaltung. Uns interessiert es, wie es unseren Brüdern und Schwestern aus den verschiedensten Ländern geht, fern der Städte und Orte, die einst ihren Lebensmittelpunkt bildeten, fern der Familien und Bekannten. Wir wollen in Gesprächen uns austauschen darüber, wie es uns geht, wenn wir wissen, dass der Krieg in unseren Ländern tobt und unsere Liebsten und ihr Leben bedroht. Wir wollen gemeinsam wissen, wie es uns geht, wenn die Sanktionen als Vor- oder Nachbereitung zu einem Krieg die Wirtschaft eines Landes samt ihrer Menschen in den Elend ziehen kann: Im Irak starben nach dem ersten Angriff der USA infolge der Sanktionen viele, weil sie kaum Zugang zu Medizin hatten. Nun sind tausende Menschen in Syrien Hunger und mangelnder gesundheitlicher Versorgung ausgesetzt und ihre Leben sind bedroht. Was können wir hier machen, damit wir die Ohnmacht ablegen, damit wir mit unseren Familien und Bekannten in unseren Ländern oder in den großen Flüchtlingslagern dieser Erde in Kontakt bleiben und ihnen beistehen können, damit wir den Manipulationen vor einem Krieg begegnen und die Vertuschungen offenlegen können. Vielleicht habt ihr andere Ideen, andere Aspekte, die wir nicht erwähnt haben.

Wenn ihr an dem Online-Treffen teilnehmen wollt, schreibt uns oder kontaktiert uns per Telefon. Wir sprechen Deutsch, Englisch, Farsi, Französisch, Kurdisch, Türkisch. Falls ihr eine andere Sprache spricht, so fragen wir Freundinnen und organisieren diese ebenfalls.

Schreibt uns eine E-Mail oder eine Nachricht an die unten angegebenen Telefonnummern:
Telefon:

  • Gülay: 0162 989 07 46 (deutsch und türkisch)
  • Araz: 0178 853 07 01 (deutsch, englisch, farsi)

Das Programm der Online-Treffen findet ihr in arabischer, deutscher, persischer, englischer und türkischer Sprache als PDF download hier:

PDF البرنامج باللغة العربية | Programm als PDF (deutsch) | PDF برنامه به فارسی | program as PDF (english) | türkçe Program

Hinweis für die Teilnahme in den Online-Treffen

Die Veranstaltungen richten sich nur an Menschen mit Fluchterfahrung. Alle Diskussionen finden über den zoom-Kanal von THE VOICE Refugee Forum statt. Bitte nimmt Kontakt mit uns auf, wenn ihr teilnhemen wollt. Lasst uns wissen, welche Sprache ihr spricht, damit wir im Vorfeld eventuelle Übersetzungen gemeinsam organisieren können. Vor der Veranstaltung werden wir euch dann den Link zukommen lassen.

In Solidarität bleiben wir verbunden
Eure Wuppertaler Gruppe der KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen

KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
Büro Wuppertal
Marienstr. 52 | 42105 Wuppertal
E-Mail: wuppkarawane@yahoo.de
Internet: http://thecaravan.org
Facebook: https://www.facebook.com/karawanewuppertal oder https://www.facebook.com/caravannetwork

Pressekonferenz der Familie Ahmad am 9. März 2021 ab 13:30 Uhr vor dem Landtag NRW in Düsseldorf

Stellungnahme der KARAWANE
für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen

zum zweiten Todestag von Amed Ahmad

Wir gedenken Amed Ahmad
gestorben am 29. September 2018 unter bisher ungeklärten Umständen

Homepage der Initiative Amed Ahmad

Amed Ahmad floh vor dem Krieg in Syrien und lebte in Geldern. Am 6. Juli 2018 wurde er grundlos verhaftet. 73 Tage wurde er seiner Freiheit beraubt, bis er am 17. September 2018 in der JVA Kleve unter bisher ungeklärten Umständen in seiner Zelle verbrannte. 12 Tage verbrachte er im Krankenhaus. Seine in Bonn lebender Vater wurde in dieser Zeit nicht benachrichtigt. Er erfuhr erst durch die Medien vom Tod seines Sohnes. Seine Mutter und Geschwister waren auf der Flucht vor dem Krieg in Syrien. Amed sehnte sich nach ihnen und fieberte dem Wiedersehen entgegen.

Wiederholt werden Ausreden, Lügen, Vertuschungen und Pannen konstruiert, um den Tod von Amed Ahmad als „Panne“ darzustellen. Am morgigen Dienstag, den 9. März 2021 findet der 28. parlamentarische Untersuchungsausschuss zu dem Thema im Landtag NRW statt. Aus diesem Anlass rufen die Eltern, Freundinnen und Freunde von Amed Ahmad zu einer Pressekonferenz.

Pressekonferenz der Familie Ahmad am 9. März 2021
ab 13:30 Uhr vor dem Landtag NRW in Düsseldorf

Am 6. Juli 2018 wird Amed Ahmad von der Polizei in Geldern festgenommen. Am selben Abend wird er in die Justizvollzugsanstalt nach Geldern-Pont verlegt. Am 10. Juli 2018 wird er dann in das Gefängnis in Kleve verlegt. Am 17. September 2018 brennt seine Zelle. Per Krankenwagen wird Amed Ahmad in das Sankt-Antonius Krankenhaus in Kleve transportiert. Dort wird er nicht stationiert, sondern mit einem Hubschrauber in das Klinikum Duisburg gebracht. Eine Woche später am 24. September 2020 wird er in das künstliche Koma versetzt und in das Klinikum Bergmannsheil nach Bochum gebracht. Am 29. September stirbt er nach einer Lungentransplantation. Das sind die bekannten und nicht diskutierbaren Fakten.

Als nach dem Tod Amed Ahmads die Öffentlichkeit von seinem Tod und der rechtswidrigen Freiheitsberaubung erfuhr, versprach der Innenminister Nordrhein Westphalens, Herr Reul, Aufklärung und entschuldigte sich bei den Familienangehörigen von Amed Ahmad.

Fest steht mittlerweile, dass alle Untersuchungen der Staatsanwaltschaften zum Fall beendet worden sind. Keiner der befragten Beamten kann sich daran erinnern, warum sie Amed Ahmad länger seiner Freiheit beraubt haben. Hinweise zur Datenbearbeitung und erkennungsdienstlichen Behandlung sind seitens der Staatsanwälte ignoriert. Fehler seitens der Beamten sind bisher folgenlos geblieben, obwohl diese dazu geführt haben, dass Amed Ahmad in der JVA Kleve seiner Freiheit beraubt wurde.

Es ist festzuhalten, dass die erkennungsdienstliche Behandlung in Krefeld nach einer Nachtfahrt ohne Ticket am 4. Juli 2018, also zwei Tage vor der Verhaftung von Amed Ahmad, auf Grundlage einer faktisch fehlerhaften Begründung durchgeführt wurde.

Ferner steht fest, dass zwischen dem 4. Und 9 Juli 2018, also dem Zeitraum vor und kurz nach der Verhaftung von Amed Ahmad seine Daten mehrmals in den polizeilichen Datenbanken abgefragt und mit denen einer anderen Person unterschiedlichem Namen und offensichtlich unterschiedlichem Aussehen zusammengeführt worden sind. Fest steht nun mittlerweile auch, dass die Einträge und Daten in den polizeilichen ViVA-Datenbanken des Landes NRW offensichtlich manipuliert worden sind.

Die seit seinem Tod öffentlich gewordenen Berichte oder Aussagen hinsichtlich der Festnahme widersprechen oder unterscheiden sich. Die involvierten Beamten geben unterschiedliche Versionen im parlamentarischen Untersuchungsausschuss, in den Untersuchungen, in der Presse wieder. Warum wurde Amed Ahmad festgenommen? Weil die Tochter eines Polizeibeamten ihren Vater gerufen habe oder weil Geldener Polizisten ihn bewusst gesucht und festgenommen haben?

Für uns ist es eindeutig und klar: Amed Ahmad wurde nicht aufgrund von Datenfehler getötet, sondern aufgrund von Fehlverhalten oder absichtliches Fehlverhalten einiger Beamten. Was der Innenminister Reul unternehmen wird, um diese aufzuklären, ist abzuwarten.

Wir sind uns einig und entschlossen: Wir werden die Familie, Freundinnen und Freunde von Amed Ahmad solange wie nötig unterstützen und verhindern, dass wieder einmal die Wahrheit durch Lügen und Vertuschungen in der Öffentlichkeit hingerichtet wird, dass wieder ein Mensch getötet und zu den Akten gelegt wird.

Wir unterstützen die Familie von Amed Ahmad bei ihren Bestrebungen und rufen dazu auf, ihre Pressekundgebung zu besuchen und sie weiterhin zu unterstützen.

Wuppertal, 8. März 2021

KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
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Rettungsschiff Sea-Watch 4 ist frei – 363 Gerettete an Bord der Sea-Watch 3 warten auf sicheren Hafen

Italienische Behörden hatten das Rettungsschiff Sea-Watch 4 nach einer Hafenstaatkontrolle am 19.09.2020 unter fadenscheinigen Gründen festgesetzt. Am heutigen Dienstag hat das  Verwaltungsgericht in Palermo die Festsetzung der Sea-Watch 4 vorläufig aufgehoben. Das Rettungsschiff Sea-Watch 3 wartet derweil mit 363 Geretteten an Bord vor Sizilien weiter auf die Zuweisung eines sicheren Hafens. Als Gründe für die…

Der Beitrag Rettungsschiff Sea-Watch 4 ist frei – 363 Gerettete an Bord der Sea-Watch 3 warten auf sicheren Hafen erschien zuerst auf Sea-Watch e.V..

Solidarität gegen die geplante Abschiebung von Afitap Demir in die Türkei

Als Karawane-Flüchtlingsfrauenbewegung sind wir entsetzt und wütend darüber, dass das Land Hessen Afitap Demir ihrer Freiheit beraubt hat und sie in die Türkei abschieben will.

Die Kurdin lebt seit 1985 – seit 35 Jahren – in Deutschland. Sie floh als junge Frau vor der türkischen Militärdiktatur und baute sich in Deutschland ein neues Leben und eine Familie auf. Sie hat einen behinderten Sohn, um den sie sich bis zu ihrer Inhaftierung gekümmert hat – jetzt ist sie in Darmstadt in Abschiebehaft und soll mit 60 Jahren in das Land zurückgeschickt werden, aus dem sie als Mitte 20jährige floh.

Afitap Demir hat in Deutschland durch ihren Ex-Ehemann Gewalt erfahren. Sie hat sich dagegen gewehrt und dabei selbst gegen Gesetze verstoßen. So wie viele andere Frauen in Deutschland sah sie für sich wohl keine andere Möglichkeit, sich gegen die Gewalt ihres Ex-Mannes zu wehren.

Doch ganz gleich, was sie getan und gegen welche Gesetze sie verstoßen hat: Sie gehört in dieses Land; hier ist ihr Zuhause und hier sind ihre Kinder, die ebenfalls gegen die Abschiebung ihrer Mutter kämpfen.

Als Karawane-Frauen verurteilen wir:

  • Die Trennung von Afitap Demir von den hier lebenden mittlerweile erwachsenen Kindern.
  • Die Trennung von Afitap Demir von ihrem behinderten Sohn, der sie braucht und deshalb sich im Protest befindet.
  • Die Abschiebung von Afitap Demir in ein Land, das sie nicht mehr als ihres emfpindet und wo sie nicht sein will.
  • Die Art und Weise, wie der der deutsche Staat und das Land Hessen mit Opfern von Gewalt umgehen.
  • Die bevorstehende Abschiebung von Afitap Demir und die durch die Inhaftierung und Abschiebeandrohung ihr zugefügten Leiden.

Es ist ferner erstaunlich, dass einerseits immer wieder die Femizide in der Türkei und die Rechtlosigkeit der Frauen dort thematisiert werden, aber gleichzeitig wird die Lebenssituation von Frauen dort ausgeblendet, wenn es um Abschiebungen geht. Dieses heuchlerische Spiel erleben wir genauso bei politischen Flüchtlingen aus verschiedensten Ländern Afrikas oder Asiens, bei Flüchtlingen aus Kriegsgebieten wie Afghanistan, Irak, Nigeria, Sudan …

Wir Karawane-Frauen stehen in Solidarität mit Afitap Demir, mit ihrer Familie und ihren FreundInnen. Wir rufen alle Frauen und Frauenvereine, -organisationen und -gemeinschaften auf, ihre Solidarität mit Afitap Demir zu bekunden und sich gegen die geplante Abschiebung zu stellen. Wenige Tage vor dem Internationalen Kampftag der Frauen, sehen wir es als unsere Pflicht, uns an die Seite von Afitap und allen anderen Frauen zu stellen, die von Gewalt, Abschiebung oder der Trennung von ihren Familien betroffen sind.

Solidarisch bleiben wir miteinander im Kampf für unsere Würde und Freiheit verbunden.

KARAWANE Flüchtlingsfrauenbewegung

Weitere Infos: https://www.fr.de/rhein-main/darmstadt/darmstadt-kritik-an-geplanter-abschiebung-von-mutter-waechst-90223922.html?utm_term=Autofeed&utm_medium=Social&utm_source=Twitter#Echobox=1614621183
https://www.fr.de/rhein-main/darmstadt/darmstadt-mutter-behindertem-abschiebehaft-tuerkei-demo-90217509.html

Sea-Watch 3 rettet 363 Menschen innerhalb von 3 Tagen aus Seenot

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