Masken: Keine Profite mit der Krise

April 2020. Die ersten Monate der tödlichen COVID-19-Pandemie. Im überfüllten Camp Moria auf Lesbos, aber auch an unzähligen anderen Orten, hält die EU tausende Menschen unter unwürdigen Bedingungen gefangen. Social Distancing? Unmöglich. Desinfektion und Hand-Hygiene? Über 1000 Menschen müssen sich einen Wasserhahn teilen. Offensichtlich, dass die Menschen aufgrund dieser Bedingungen einer Infektionskrankheit wie COVID-19 schutzlos…

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Sea-Watch übergibt Rettungsschiff an SOS Humanity

Die zivile Seenotrettungsorganisation SOS Humanity wird ab August 2022 die jetzige Sea-Watch 4 als Humanity 1 betreiben. Das Schiff wurde vor zwei Jahren auf Initiative des Bündnisses United4Rescue erworben. Seitdem wird es von der Organisation Sea-Watch betrieben, die damit im zentralen Mittelmeer im Rettungseinsatz ist. “Die Übergabe der Sea-Watch 4 ist gelebte Solidarität. Sie ermöglicht…

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Ein Feigenblatt namens IRINI

Am Freitag, den 29. April 2022, stimmt der deutsche Bundestag über die Mandatsverlängerung der EUNAVFOR MED Operation IRINI ab. Was das ist und warum Sea-Watch die deutsche Beteiligung an der Operation IRINI für ein Feigenblatt hält, erfahrt ihr hier! Doch zuerst: Was ist eigentlich IRINI und wie funktioniert das deutsche Mandat? Die EUNAVFOR MED Operation…

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Sea-Watch bringt Frontex vor Gericht

Die zivile Seenotrettungsorganisation Sea-Watch hat Klage gegen Frontex vor dem Gericht der Europäischen Union (EuG) in Luxemburg erhoben. Zuvor hatte die Grenzschutzagentur Anfragen gemäß der Informationsfreiheitsverordnung abgelehnt.  Konkret bezieht sich Sea-Watch auf den Fall eines völkerrechtswidrigen Pullbacks vom 30.07.2021, der vom Sea-Watch Aufklärungsflugzeug Seabird sowie dem Rettungsschiff Sea-Watch 3 bezeugt wurde. Innerhalb der maltesischen Such-…

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Wir unterstützen Herrn Mbolo C. Yufanyi Movuh in seinem Kampf gegen rassistische Behandlung im Landesamt für Einwanderung Berlin

Lengshuijiang Ein afrikanischer Aktivist klagt gegen das Land Berlin wegen Rassismus im Amt. Im Dezember 2021 reichte er eine Klage nach dem Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz ein.

Eine gemeinsame Pressemitteilung der Afrikanischen / Schwarzen Community (ABC),
The VOICE Refugee Forum und der KARAWANE für die Rechte der Flüchtlingen und MigrantInnen.

26. April 2022

Pressemitteilung als PDF zum download

Herr Yufanyi Movuh ist langjähriges Mitglied unserer Netzwerke und solidarischer Gemeinschaften. Er selbst war des Öfteren von Polizeibrutalität, rassistischen Kontrollen und Angriffen betroffen. Besonders hervorgehoben hat er sich im Kampf gegen die Residenzpflicht. Das rassistische Gesetz aus der Kolonial- und Nazizeit wurde 1982 wieder aktiviert, um Flüchtlinge in ihre Organisation zu verhindern und raubte ihnen „legal“ ihr Grundrecht auf Bewegungsfreiheit. Herr Yufanyi Movuh lebt mit seiner Familie in Berlin. Vor über 10 Jahren hat er erstmalig einen Antrag auf Niederlassungserlaubnis in der Bundesrepublik Deutschland gestellt. Rassistische und bürokratische Steine verhinderten jedoch seitdem die Erlangung seines ihm zustehenden Rechts.

Zu Recht können wir behaupten, dass Herr Yufanyi sehr viel für ein menschliches Zusammenleben in dieser Gesellschaft getan hat. Er hat während des Studiums der Forstwissenschaft und in der darauffolgenden Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter sich stets gegen rassistische Behandlungen seiner Mitmenschen eingesetzt. Wir kennen ihn als zuverlässigen und stets engagierten Freund, Bruder, Wegbegleiter und Mitstreiter. Beharrlich verteidigt er die Rechte der afrikanischen, migrantischen und Flüchtlingsgemeinschaften gegen rassistische Ausgrenzung, Erniedrigung, Beleidigung und Entrechtung. Nicht zuletzt hat er sich als Mitglied von THE VOICE Refugee Forum und KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen gemeinsam mit der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh seit Anfang an für die Aufklärung der Todesumstände und für die Wahrheit eingesetzt. Als Aktivist der African / Black Community (ABC) strebt er die Einheit der afrikanischen / schwarzen Gemeinschaften über die uns diktierten kolonialen Grenzen und den ethnischen, sprachlichen und religiösen Spaltungslinien.

Herr Yufanyi Movuh hat im Dezember 2021 gegen das Land Berlin eine Klage nach dem Berliner Landesantidiskriminierungsgesetz eingereicht. Vorausgegangen waren wiederholte Termine bei der Berliner Ausländerbehörde, die mittlerweile Landesamt für Einwanderung heißt. Durch fadenscheinige Gründe und Forderungen nach immer mehr Dokumenten wurde der Entscheidungsprozess seit Jahren verzögert. Herr Yufanyi Movuh hat in diesen Jahren nie eine begründete schriftliche Ablehnung seines Antrages auf Niederlassungserlaubnis erhalten. Aufgrund der Haltung und Verhaltensweisen der Mitarbeiter der Ausländerbehörde Berlin sah sich Herr Yufanyi Movuh gezwungen, einen Rechtsanwalt einzuschalten. Rassistisch fühlte sich Herr Yufanyi Movuh zuletzt am 15.12.2020 beleidigt und behandelt, als die Mitarbeiterinnen der Ausländerbehörde anmaßten, ihn über Themen zu befragen, die mit dem Entscheidungsprozess über seinen Antrag nichts zu tun hatten. Als er sie auf diesen Umstand hinwies, und dabei das Verhalten der Mitarbeiterin, welches er als arrogant und herabwürdigend empfand, als eine rassistische Diskriminierung benannte, fühlte sich diese beleidigt. Eine andere Mitarbeiterin, die wie ihre Kollegin weder eine Minderheit angehört noch in Deutschland aufgrund ihres Aussehens Rassismus erfahren haben dürfte, kündigte Herrn Yufanyi Movuh daraufhin an, Strafanzeige wegen Beleidigung zu stellen und begann, diesen über Rassismus zu belehren.

Über den Antrag ist bis heute nicht entschieden worden. Im Dezember 2021, also einem Jahr nach der letzten unbefriedigenden und beleidigenden Vorsprache, entschloss sich Herr Yufanyi selbst Klage nach dem Berliner Landesdiskriminierungsgesetzt zu erheben.

Wir werden die Aufarbeitung der Ereignisse und den Umgang mit Herrn Yufanyis Antrag auf Niederlassungserlaubnis und Klage genauestens verfolgen und beobachten. Notfalls sehen wir uns gezwungen, mit allen interessierten Menschen, die Erfahrungen und Erlebnisse beim Landesamt für Einwanderung zu dokumentieren und prüfen, inwieweit die Erfahrungen der Menschen mit dem zentralen antidiskriminierungsrechtlichen Schlüsselprojekt des Berliner Senats übereinstimmen.

Wir rufen von behördlichem Rassismus betroffene Menschen auf, nicht nur in Berlin, sich bei uns zu melden, damit wir unsere Anliegen gemeinsam formulieren und gemeinschaftlich nach Lösungen suchen können.

Kontakte:
buy accutane on ebay African Black Community
E-Mail: abcberlin19@gmail.com | Telefon: +49 152 159 286 58

Pānchla KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
E-Mail: wuppkarawane@yahoo.de
Araz Ardehali: +49 178 853 07 01 | Naledi Lin: +49 176 532 296 61

http://wendykeithdesigns.co.uk/404.php THE VOICE Refugee Forum (Berlin)
the_voice_berlin@emdash.org | Mbolo Yufanyi Movuh: +49 170 878 81 24

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KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen
Büro Wuppertal | Marienstraße 52 | 42105 Wuppertal
http://thecaravan.org | E-Mail: wuppkarawane@yahoo.de

Aussagen der Staatsanwaltschaft Wuppertal wissenschaftlich widerlegt

Press Release in English

Pressemitteilung: Aussagen der Staatsanwaltschaft Wuppertal wissenschaftlich widerlegt
Stellungnahme der Familie Zantiotis: Wir fragen uns immer noch, was Georgios Tod verursacht hat.

Warum musste Georgios Zantiotis sterben?
Aussagen der Staatsanwaltschaft Wuppertal wissenschaftlich widerlegt

12. April 2022

Am 1. November 2021 stirbt Georgios Zantiotis im Wuppertaler Polizeigewahrsam. Kurz zuvor war er aus bisher ungeklärten Umständen festgenommen worden. Seine Schwester und Mutter, zahlreiche Freundinnen und Freunde sowie die interessierte Öffentlichkeit fordert seitdem schlüssige und substanzielle Erklärungen für den Tod des 25-jährigen Georgios Zantiotis:

Wir fragen uns immer noch, was Georgios Tod verursacht hat.
(siehe Stellungnahme Familie unten)

Der Wuppertal Oberstaatsanwalt Herr Baumert hat in November und Dezember 2021 mit seinen voreiligen Schlüssen und Behauptungen die öffentliche Meinung in die Irre geführt. Zuerst sprach er von einer natürlichen Todesursache. Anschließend im Landtag, behauptete die Staatsanwaltschaft Georgios Zantiotis stand unter Alkoholeinfluss und einige Sätze später erfuhren wir, dass auch 0,1 Promille Alkohol im Blut des Opfers festgestellt worden sei. In Dezember brachte Baumert den Tod Georgios Zantiotis mit den „nachgewiesenen“ Substanzen in Verbindung. Die WZ stellte basierend auf den Aussagen der Staatsanwaltschaft eine gewagte Behauptung auf (WZ vom 3.12.2021) und titelte: „Gutachter finden Drogencocktail im Blut des Toten“. Doch weder die Staatanwaltschaft noch die WZ kannten zu diesem Zeitpunkt die Ergebnisse der toxikologischen Untersuchungen. Wir kritisieren diese unredliche Vorgehensweise, die Unwahrheiten verbreitet und der Familie zusätzliche Schmerzen zu dem Verlust des Sohnes und des Bruders bereitet.

Sie quälen nicht nur die Seelen, die gehen, sondern auch die Familien, die zurückbleiben.
(siehe Stellungnahme Familie unten)

Ergebnisse der toxikologischen Untersuchungen widerlegen die Staatsanwaltschaft und die WZ

Nachdem in der ersten Januarhälfte 2022 die Staatsanwaltschaft den Fall schloss und zu den Akten legte, wurden ihr Ende Februar die Ergebnisse der toxikologischen Untersuchung der Universität Düsseldorf vorgelegt. Parallel dazu, hat die Familie Zantiotis eine zweite, unabhängige Obduktion in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse zeigen, dass Georgios Zantiotis zum Todeszeitpunkt nicht unter Alkohol- und Drogeneinfluss stand. Die festgestellten Substanzen waren in lediglich so geringer Konzentration vorzufinden, dass sie nicht an dem Abend des Geschehens eingenommen worden sein konnten. Die gefundenen Substanzen seien darüber hinaus weder geeignet den Tod von Georgios Zantiotis zu erklären noch seien sie todesursächlich. Weitere Fragen werfen aber insbesondere die zahlreichen Einblutungen und Verletzungen von Georgios Zantiotis auf. Warum folgt also keine Richtigstellung der Staatsanwaltschaft und das Eingeständnis, dass der Tod von Georgios Zantiotis in der Polizeizelle nicht aufgeklärt werden konnte?

Uns quält permanent die Frage, wie Georgios seine letzten Minuten verbracht hat.
(siehe Stellungnahme Familie unten)

Bis heute ist die Todesursache von Georgios Zantiotis nicht geklärt. Ferner wissen wir immer noch nicht, was genau in Gewahrsam mit dem 25-jährigen Georgios Zantiotis passiert ist. Weiterhin bleibt der Verdacht bestehen, dass wie bei anderen uns bekannten Fällen von Todesfällen in Polizeigewahrsam die Aussagen und Zeugnisse abgestimmt sein könnten. Wir fragen zudem: Warum wurde Georgios Zantiotis fixiert und warum wurde gewaltsam versucht, ihm Blut abzunehmen? Welcher Grund rechtfertigte die Blutabnahme? Warum wurde mit unverhältnismäßigen Mitteln auf Georgios Zantiotis physisch eingewirkt? Insbesondere die vermeidbare Situation der unfreiwilligen und gewaltsamen Blutabnahme, ist auch aus polizeitaktischen Erwägungen eine extrem gefährliche und potentiell lebensgefährliche Situation, die durch die Polizei hätte vermieden werden können. Die Untersuchung eines möglichen „Gewahrsamstod“ sollte daher in den weiteren Ermittlungen oberste Priorität haben. Denn für uns ist klar: hätte man Georgios Zantiotis nicht festgenommen und versucht, gegen seinen Willen Blut zu entnehmen, wäre er noch am Leben.

Unser Vertrauen in die Polizei und Ordnungsbehörden wächst nicht durch voreilige Schlüsse und öffentliche Stigmatisierung und Kriminalisierung der Opfer. Wenn fortwährend Menschen in Polizeigewahrsam ihr Leben lassen und sowohl die Aufklärung als auch die Konsequenzen ausbleiben, schwindet weiterhin unser Vertrauen. Georgios Zantiotis Tod steht in eine Kette von unaufgeklärten Fällen. Erst kürzlich beendete der parlamentarische Untersuchungsausschuss zum Tode von Amed Ahmad ohne Konsequenzen ihre Arbeit.

Wir stehen solidarisch an der Seite der Familie Zantiotis und werden künftig auch gemeinsam eine unabhängige und substanzielle Aufklärung der Umstände um den Tod von Georgios Zantiotis anstreben.

Araz Ardehali
Im Namen der Familie Zantiotis
der Initiative Amed Ahmad
und der KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen

* * * Die Stellungnahme der Familie und Freundinnen von Georgios Zantiotis * * *

Sie quälen nicht nur die Seelen, die gehen, sondern auch die Familien, die zurückbleiben
Wir fragen uns immer noch, was Georgios Tod verursacht hat.

12.4.2022

Nach den Testergebnissen sind wir sicher, dass die erwähnten Vorwürfe des gewalttätigen Verhaltens nicht gerechtfertigt sind. Unsere Familie und Freunde wissen, wer und wie Georgios war. Deshalb wollen wir wissen, was in dieser einen Stunde in Polizeigewahrsam passiert ist. Die Aussagen derjenigen, die in der letzten Stunde seines Lebens dabei waren, in Kombination mit der Autopsie und den toxikologischen Untersuchungen deuten für uns auf ein gewalttätiges Verhalten hin. Sie ordnen sich Befehlen, Protokollen und sind typisch für physische Machtstrukturen. Wir sind sicher, dass Georgios in Gewahrsam um sein Leben gekämpft hat, während er gefoltert wurde, Schmerzen hatte und vielleicht Angst kurz vor dem Ende seines Lebens hatte. Warum wurde er so oft gefoltert, um ihm Blut abzunehmen? Wie haben die Polizeibeamten das gemacht? Was haben sie ihm gesagt? Was Georgios dort in Gewahrsam kurz vor seinem Tod gesagt hat, wissen wir immer noch nicht.

Wir fragen uns immer noch, was sein Tod verursacht hat. Die Polizeibeamten haben eine Seele, ein junges Leben in ihrer Obhut, in ihren Händen. Wie können sie innerhalb einer Stunde sicher sein, dass sie gewaltsam Blut abnehmen können, ohne vorher abgeklärt zu haben, ob diese Person gesund ist und sie die zwangsweise Abnahme aushalten kann? Damit die Blutproben entnommen werden können, ist die Anwesenheit eines Arztes erforderlich. Innerhalb einer Stunde hat man drei Mal versucht, sein Blut abzunehmen. Wir fragen: Was hat der anwesende Arzt gemacht? Was ist seine Aufgabe in Georgios Zelle? Warum wurde nicht bedacht, was kommen würde? Warum haben die anwesenden Beamten und der Arzt ihn nicht gerettet?

Nach all dem ist unser Vertrauen in die Justiz und das System erschüttert. Unsere Fragen sind immer noch nicht beantwortet. Wir glauben, dass es in diesem System Experten in den entsprechenden Positionen gibt, um die Menschenrechte zu schützen, Gleichbehandlung zu gewährleisten und die Justiz dort einzusetzen, wo sie gefragt ist. Nicht dort, wo sie nur gebraucht wird, gegen die Bürger. Die Menschen, die diese Arbeit verrichten, müssen aber auch in der Lage sein, nach korrekten und vor allem fairen Kriterien zu handeln. Das Ziel eines jeden ist es, dass kein Mensch unnötig sein Leben verliert, dass es keinen Toten gibt. Vor allem in der Haft, in der Obhut des Staates, darf so etwas nicht passieren. Die staatlichen Stellen sind für ein Leben verantwortlich. Wo bleibt die Gerechtigkeit?

Der Schmerz, der unserer Familie zugefügt wurde, ist unerträglich. Er hat unsere Seele zutiefst verletzt. All diese Menschen, die unseren Schmerz verstehen und mitfühlen, geben uns den Mut und die Kraft, die wir brauchen. Ohne sie wären wir heute nicht in der Lage, an den Punkt zu gelangen, an dem wir heute sind. Dafür sind wir ihnen aus tiefstem Herzen dankbar. Diese wunderbaren Menschen, Georgios Familie, seine Freundinnen und Freunde, wir wissen alle, wer Georgios war. Wir müssen herausfinden, wie er gestorben ist. Es ist es wert, für Georgios und sein Andenken, für ein einziges Leben, Georgios Leben.

Uns quält permanent die Frage, wie Georgios seine letzten Minuten verbracht hat. Wir können nie mehr erfahren, was seine letzten Worte waren. Nach all dem, was wir erlebt haben und im Nachhinein über andere ähnliche Fälle lernen mussten, können wir nur eines sagen: Das Polizeireviere in Deutschland sind ein gefährlicher Ort, an dem man sich aufhält. Niemand wird dich hören. Sie kümmern sich nicht um deine körperliche und geistige Gesundheit. Zufällige Ereignisse sollten in Bezug auf dein Leben nicht akzeptiert werden. Sie töten, und das ist nicht hinnehmbar.

Sie quälen nicht nur die Seelen, die gehen, sondern auch die Familien, die zurückbleiben.

Immediate release of Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti and Abdoul Razak Boukari

deutsch: Sofortige Freilassung von Ibrahim Alfa, …

Hamburg, 13.03.2022

for justice

Immediate release of

Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti and Abdoul Razak Boukari

Dokument als PDF

My father, Ibrahim Alfa, has been in prison in Togo since January of this year for no known reason and without charge. In the following you can read how it came about and what the current situation is and afterwards you can see two short protest letters addressed to the Ministry of Justice and the German Embassy in Lomé. Please send these letters by e-mail or fax to the above-mentioned offices.

Thank you for your support.

Nawal Traore

E-Mail: Nawaltraore at outlook.de

# # # # # Appeal by Nawal Traore # # # # #

Dear Ladies and Gentlemen,

May good things come to you.

I am Nawal Traore, born 14th April 2003 in Hamburg, Germany, and I live there with my family. I am the daughter of Alfa Ibrahim. My father was arrested during his visit to Togo and has now been in prison in Togo for almost two months without having done anything wrong. I have written to the German embassy, but so far it has not led to us being able to embrace our father.

I now turn to all the public and ask everyone with a heart for justice to support me and my family so that our father is released and also his two acquaintances who are in prison with him.

Yours sincerely

Nawal Traore

E-Mail: Nawaltraore at outlook.de

# # # # # Background Information # # # # #

Immediate release of

Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti and Abdoul Razak Boukari

For the attention of the public, human rights organisations,

Amnesty International, UNHCR and calling to campaign for their release from prison

On 27.01.2022, Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari and two others were stopped by police officers in the Togolese capital Lomé. They were accused of being involved in a dispute over political views. Without further clarifications, they were detained and taken to the Prison Civil de Lomé. Later, two persons were released, Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari have been in detention since then. No charges have been brought against them, they have not been brought before any magistrate and there is no evidence of any criminal wrongdoing. The lawyer of the three detainees has not yet been granted access to the files. All three detainees are members of the legal opposition PNP (Pan African National Party) and this appears to be the motivation for the continued unlawful detention. We call the detention unlawful and illegal firstly because the law is not being followed, secondly because detention on the basis of political opinion is against the law and thirdly because no one who has not committed any crime should be deprived of their liberty.

Because Ibrahim Alfa is a German citizen, the German diplomatic mission in Togo has an obligation to intervene in a targeted manner. This is in particularly true against the background of the ‘reform partnership’ promoted by the Federal Foreign Office and agreed upon by the BMZ with the Togolese government, which is justified by the ‘progress of the democratisation process’ and sets priorities such as ‘good governance’. Thus, the case of the politically motivated imprisonment of Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari becomes a touchstone for both partners.

Adding to the situation of Alfa Ibrahim:

Ibrahim Alfa lives with his family in Hamburg/Germany. He travelled to Togo with his three-year-old son, Fatihoulah Alfa. Since his father’s arrest, the little boy has been alone in a strange environment with relatives. Ibrahim Alfa needs regular check-ups due to a heart disease and the current situation is a high critical burden of which all responsible persons must take note.

# # # # # Sample letter to the Ministry of Justice of Togo # # # # #

Sender:

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To the Ministry of Justice of Togo

Ministère de la Justice et de la Législation

Pius Kokouvi Agbetomey

03. Rue de l’Ocam, BP 121 Lomé-Togo

Tel: +228 22 21 26 53

Fax: +228 22 21 54 91

E-Mail: secretariat.ministre@justice.gouv.tg

Honorable Minister of Justice, Pius Kokouvi Agbetomey,

I, ______________________________ have learnt of the detention of Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari and that they have been held in the Prison Civil de Lomé since 27/01/2022 without having committed any crime. Political oppositional opinion or legal political work is constitutionally enshrined and failure to respect these principles is considered political persecution and breaks the law.

Please take the case of Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari under your responsibility and decide according to your position and the constitution of the country and the rights of the citizens.

Awaiting your reply

Sincerely,

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Date, signature

# # # # # Sample letter To the German Mission in Lomé/Togo # # # # #

Sender:

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To the German Mission in Lomé/Togo

Head of Embassy Matthias Veltin

Ambassade de la République fédérale d’Allemagne

B.P. 1175, Lomé, Togo

Telefon : +228 22 23 32 32

E-mail : info@lome.diplo.de

Honorable Ambassador

I, __________________________________ ask you by virtue of your office to make every effort to ensure the safety and release of the German citizen Ibrahim Alfa and the Togolese citizens, Sebabe-Gueffe Tchassanti and Abdoul Razak Boukari.

Against the background of the ‘reform partnership’ between the German and Togolese governments with its focus on ‘good governance’, I would like to underline the urgency and importance of my request.

I have learned of the detention of Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari. They have been held in the Prison Civil de Lomé since 27.01.2022 without having committed any crime. The mere fact that they belong to the political opposition is used as a reason to persecute critics of the government and deprive them of their freedom.

Please keep me and the general public informed of developments.

respectfully

______________________________

Date, Signature

Sofortige Freilassung von Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti und Abdoul Razak Boukari

Hamburg, 13.03.2022

für die Gerechtigkeit
Sofortige Freilassung von
Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti und Abdoul Razak Boukari

Dokument als PDF

Mein Vater, Ibrahim Alfa, befindet sich ohne bekannten Grund und ohne Anklage seit Januar dieses Jahres im Gefängnis in Togo. Im Weiteren lesen Sie, wie es dazu kam und wie die aktuelle Situation ist und im Anschluss sehen Sie zwei kurze Protestbriefe gerichtet an das Justizministerium und die deutsche Botschaft in Lomé. Bitte schicken Sie diese Briefe per E-Mail oder Fax an die genannten Stellen.
Ich danke Ihnen für Ihr Unterstützung.
Nawal Traore
E-Mail: Nawaltraore at outlook.de

# # # # # Appel von Nawal Traore # # # # #

Sehr geehrte Damen und Herren,

möge Ihnen Gutes gegeben sein.

Ich bin Nawal Traore, am 14.04.2003 in Hamburg geboren, und lebe dort mit meiner Familie. Ich bin die Tochter von Alfa Ibrahim. Mein Vater ist während seines Besuchs in Togo verhaftet worden und nun bereits seit fast zwei Monaten im Gefängnis in Togo, ohne dass er irgendetwas Unrechtes getan hätte. Ich habe an die deutsche Botschaft geschrieben, jedoch hat es bisher nicht dazu geführt, dass wir unseren Vater in unsere Arme schließen konnten.

Ich wende mich jetzt an alle Öffentlichkeit und bitte alle mit einem Herz für Gerechtigkeit mich und meine Familie zu unterstützen, damit unser Vater freigelassen wird und auch seine beiden Bekannten, die zusammen mit ihm im Gefängnis sind.

mit freundlichen Grüßen
Nawal Traore

E-Mail: Nawaltraore at outlook.de

# # # # # Hintergrundinformationen # # # # #

Sofortige Freilassung von
Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti und Abdoul Razak Boukari

Zur Kenntnisnahme an die Öffentlichkeit, die Menschenrechtsorganisationen, amnesty international, das UNHCR und mit dem Aufruf, sich für die Freilassung von Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari einzusetzen.

Am 27.01.2022 wurden Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari und zwei weitere Personen von Polizisten in der togoischen Hauptstadt Lomé aufgehalten. Ihnen wurde vorgehalten, dass an einem Streit über politische Ansichten beteiligt gewesen seien. Ohne weitere Konkretisierungen wurden sie in Haft genommen und in das Gefängnis Prison Civil de Lomé gebracht. Später wurden zwei Personen entlassen, Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari befinden sich seitdem in Haft. Es wurde keine Anklage gegen sie erhoben, sie wurden keinem Haftrichter vorgeführt und es gibt keine Hinweise auf irgendein strafrelevantes Fehlverhalten. Dem Rechtsanwalt der drei Gefangenen wurde bisher keine Akteneinsicht gewährt. Alle drei Inhaftierten sind Mitglieder der legalen Oppositionspartei PNP (Panafrican National Party) und dies scheint die Motivation für die andauernde rechtswidrige Gefangennahme. Die Inhaftierung nennen wir rechtswidrig und illegal, weil erstens die gesetzlichen Vorschriften nicht eingehalten werden, zweitens weil eine Inhaftierung aufgrund der politischen Gesinnung gegen geltendes Recht verstößt und drittens, weil niemand, der keine Verbrechen verübt hat, seiner Freiheit beraubt werden darf.

Aufgrund dessen, dass Ibrahim Alfa deutscher Staatsangehöriger ist, trägt die deutsche Auslandsvertretung in Togo die Verpflichtung sich zielführend einzusetzen. Insbesondere vor dem Hintergrund der vom Auswärtigen Amt beworbenen und vom BMZ mit der Regierung Togos vereinbarten ‚Reformpartnerschaft‘, die mit den ‚Fortschritten des Demokratisierungsprozesses‘ begründet wird und Schwerpunkte wie ‚Gute Regierungsführung‘ setzt. Somit wird der Fall der politisch motivierten Inhaftierung von Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari zu einem Prüfstein für beide Partner.

Ergänzend zur Situation von Alfa Ibrahim:
Ibrahim Alfa lebt mit seiner Familie in Hamburg/Deutschland. Er reiste mit seinem dreijährigen Sohn, Fatihoulah Alfa, nach Togo. Der kleine Junge ist seit der Festnahme seines Vaters allein in ihm fremder Umgebung bei Verwandten. Ibrahim Alfa benötigt aufgrund einer Herzerkrankung regelmäßige Untersuchungen und die derzeitige Situation stellt eine hohe kritische Belastung dar, von der alle Verantwortlichen Kenntnis nehmen müssen.

# # # # # Musterbrief an das Justizministerium in Togo # # # # #

Absender:
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An das Justizministerium Togo
Ministère de la Justice et de la Législation
Pius Kokouvi Agbetomey
03. Rue de l’Ocam, BP 121 Lomé-Togo

Tel: +228 22 21 26 53
Fax: +228 22 21 54 91
E-Mail: secretariat.ministre@justice.gouv.tg

Sehr geehrter Herr Justizminister,
ich, ______________________________ habe von der Inhaftierung von Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari erfahren und dass sie seit dem 27.01.2022 im Gefängnis Prison Civil de Lomé festgehalten werden, ohne dass sie eine Straftat begangen haben. Politische oppositionelle Meinung oder legale politische Arbeit ist verfassungsmäßig verankert und werden diese Grundsätze nicht eingehalten gilt dies als politische Verfolgung und bricht geltendes Recht.

Bitte nehmen Sie den Fall von Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari in Ihre Verantwortung und entscheiden gemäß Ihrer Position und der Verfassung des Landes und den Rechten der Bürger.
in Erwartung Ihrer Antwort

hochachtungsvoll

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Datum, Unterschrift

# # # # # Musterbrief an die deutsche Auslandsvertretung in Togo # # # # #

Absender:
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An die deutsche Auslandsvertretung in Lomé/Togo
Leiter der Botschaft Matthias Veltin
Ambassade de la République fédérale d’Allemagne
B.P. 1175, Lomé, Togo
Telefon : +228 22 23 32 32
E-mail : info@lome.diplo.de

Sehr geehrter Herr Botschafter
ich, __________________________ bitte Sie Kraft Ihres Amtes alle Anstrengungen zu unternehmen, für die Sicherheit und die Freilassung des deutschen Staatsangehörigen Ibrahim Alfa sowie der togoischen Staatsbürger, Sebabe-Gueffe Tchassanti und Abdoul Razak Boukari zu sorgen.

Vor dem Hintergrund der ‚Reformpartnerschaft‘ zwischen der deutschen und der togoischen Regierung mit dem Schwerpunkt der ‚guten Regierungsführung‘ möchte ich die Dringlichkeit und Wichtigkeit meines Anliegens unterstreichen.

Ich habe von der Inhaftierung von Ibrahim Alfa, Sebabe-Gueffe Tchassanti, Abdoul Razak Boukari erfahren. Sie werden seit dem 27.01.2022 im Gefängnis Prison Civil de Lomé festgehalten, ohne dass sie eine Straftat begangen haben. Allein die Zugehörigkeit zur politischen Opposition wird zum Anlass genommen wird, Kritiker der Regierung zu verfolgen und der Freiheit zu berauben.

Bitte halten Sie mich und die allgemeine Öffentlichkeit über die Entwicklungen informiert.

hochachtungsvoll

______________________________
Datum, Unterschrift

Airborne Monthly Factsheet December 2021 – January 2022

This factsheet outlines a summary of the distress cases witnessed in December 2021 and January 2022 by Sea-Watch’s Airborne crews with their aircraft Seabird*. Sea-Watch also conducted test-flights during this time with the aircraft Skybird**. In December 2021 and January 2022 we conducted 11 operations, with a total flight time of 63 hours and 15 minutes. We spotted…

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Airborne Monthly Factsheet November 2021

This factsheet outlines a summary of the distress cases witnessed in November 2021 by Sea-Watch’s Airborne crews with their aircraft Seabird.* In November 2021 we conducted 14 operations, with a total flight time of 92 hours and 30 minutes. We spotted at least 1.862 persons in distress aboard 25 different boats.   Overview of boats in distress and empty boats…

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Familie von Georgios Zantitios legt Beschwerde gegen die Einstellung des Verfahrens ein

Todesursache von Georgios Zantiotis weiterhin unklar
Staatsanwaltschaft Wuppertal beendet das Verfahren
Familie Zantiotis legt Beschwerde ein

Pressemitteilung – 12. Januar 2022

Press release in english

Am 1. November 2021 stirbt Georgios Zantiotis im Wuppertaler Polizeigewahrsam. Kurz zuvor war er aus bisher ungeklärten Umständen festgenommen worden. Seine Schwester nahm einen kurzen Teil der Festnahme auf ihrem Handy auf. Aufgrund der zahlreichen Reaktionen auf das veröffentlichte Video sah sich der Wuppertaler Staatsanwalt Herr Baumert ganze sechs Tage nach Georgios Zantiotis Tod in Polizeigewahrsam gezwungen, die Öffentlichkeit über seinen Tod zu informieren. Er gab an, dass er den Grund für den Tod als irrelevant einstufte: „Es handelte sich um eine natürliche Todesursache. Ich habe das nicht für berichtenswert gehalten.“ (Berg und Tal vom 7.11.2021). Diese Behauptung stellt er auf, obwohl in der ersten Woche nach Georgios Zantiotis Tod die Ursache weder auf eine diagnostizierte noch dokumentierte natürliche Erkrankung zurückzuführen war. Ein natürlicher Tod lag also nicht vor.

Nun nach etwas über zwei Monaten sind die Akten durch die Staatsanwaltschaft geschlossen worden. Weder die Todesursache noch die Umstände sind eindeutig geklärt. Bereits Anfang Dezember 2021 bereitete Oberstaatsanwalt Baumert die Entscheidung öffentlich vor. Zu diesem Zeitpunkt lag weder das abschließende Ergebnis der toxikologischen Untersuchung vor noch war die Todesursache durch die Autopsie geklärt. Trotzdem setzt Oberstaatsanwalt Baumert diffus zwei vorläufige Vermutungen miteinander in Verbindung und bedient gegenüber dem WZ (WZ vom 3.12.2021) und der Öffentlichkeit Vorurteile: „Vor diesem Zwischenergebnis stand bereits fest, dass das Herz des Toten ein kritisches Gewicht aufwies. Zusammen mit den nun nachgewiesenen Substanzen ist davon auszugehen, dass diese Kombination in der Tat todesursächlich war“.

Wir stellen fest: Bis heute ist die Todesursache nicht geklärt.

Ferner wissen wir immer noch nicht, was genau in Gewahrsam mit dem 25-jährigen Georgios Zantiotis passiert ist. Die Aussagen der beteiligten Polizeibeamten sind fast deckungsgleich. Es regt sich der Verdacht, dass wie bei anderen uns bekannten Fällen die Aussagen und Zeugnisse abgestimmt sein könnten.

Wir fragen uns weiterhin: Warum wurde Georgios Zantiotis fixiert und warum wurde gewaltsam versucht, ihm Blut abzunehmen? Welcher Grund rechtfertigte die Blutabnahme? Warum wurde mit unverhältnismäßigen Mitteln auf Georgios Zantiotis physisch eingewirkt?

Wir Menschen mit Migrationshintergrund können nicht verhindern, dass unser Vertrauen in die Polizei und Ordnungsbehörden schwindet, wenn weiterhin Menschen in Polizeigewahrsam ihr Leben lassen und sowohl die Aufklärung als auch die Konsequenzen ausbleiben. Unser Vertrauen schwindet weiterhin, wenn Herr Innenminister Reul immer wieder Aufklärung verspricht, aber diese wie in den Fällen von Amed Ahmad oder Mikael Haile ausbleiben bzw. verhindert werden. Daten werden manipuliert, Akten verschwinden und Konsequenzen bleiben auch in eindeutig klaren Fällen aus.

Wir stehen solidarisch an der Seite der Familie Zantiotis und werden gemeinsam mit der Familie eine unabhängige, wissenschaftlich fundierte Aufarbeitung der Umstände um den Tod von Georgios Zantiotis anstreben.

Solidarität, Zusammenhalt, Respekt vor dem Leben und der Wahrheit leiten uns in unserem täglichen Tun.

Araz Ardehali

Im Namen der Familie Zantiotis
der Initiative Amed Ahmad
und der KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen


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Sea-Watch 3 rettet an Weihnachten 93 Menschen aus Seenot

Die erst gestern Abend in ihren Weihnachtseinsatz ausgelaufene Sea-Watch 3 konnte am heutigen Freitag 93 Menschen aus einem Holzboot in Seenot retten. Allein vergangene Woche sind vor der Küste Libyens mindestens 160 Menschen beim Fluchtversuch ertrunken. Am frühen Morgen des 24.12.2021 sichtete die Crew der Sea-Watch 3 in internationalen Gewässern südlich der italienischen Insel Lampedusa…

Der Beitrag Sea-Watch 3 rettet an Weihnachten 93 Menschen aus Seenot erschien zuerst auf Sea-Watch e.V..

Gedenkdemonstration für Şahin Çalışır (27.12.1992) – Solingen

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27.12.2021 um 15:00 Uhr auf dem Gräfrather Markt in Solingen-Gräfrath.
Wir ziehen vor das ehemalige Domizil der VS-finanzierten Karateschule Hak Pao

Unutturmayacağız!
Nichts und Niemand ist vergessen!
Bestrafung der Täter und der verantwortlichen Geheimdienstler und Polizisten, die in die VS-Operation Hak Pao verwickelt waren.

Wir trauern um Şahin Çalışır.

Şahin Çalışır starb vor 29 Jahren auf der Autobahn bei Meerbusch. Der aus Duisburg stammende 20 jährige Şahin Çalışır hatte gerade seine Ausbildung bei Thyssen abgeschlossen. Am 27. Dezember 1992 machten drei rechte Solinger Hooligans u.a. der einschlägig vorbestrafte Klaus Evertz und der bei Hak Pao organisierte Lars Schoof mit ihrem Auto auf der A 57 Jagd auf Ausländer. Sie versuchen ein Auto mit türkischen Menschen zu rammen. Şahin Çalışırs PKW wird mehrfach bedrängt und schließlich touchiert. Der PKW drehte sich und gerät in die Leitplanken. Şahin Çalışır und seine zwei türkischen Begleiter flüchteten voller Panik auf die Autobahn. Şahin Çalışırr wird dabei von einem nachfolgendem Auto überfahren und getötet.
11 Monate später, der Solinger Brandanschlag war noch keine 5 Monate her, konnte das Schöffengericht Neuss kein “ausländerfeindliches” oder gar ein rassistisches Motiv für die Verfolgungsjagd erkennen. Obwohl dem Gericht ein Brief des Fahrers Evertz vorlag, in dem er über den getöteten Şahin Çalışır folgendes geschrieben hatte: „Das mit dem Herumlaufen hat sich für ihn erledigt.“ Der Fahrer Evertz, bereits als rechter Hooligan einschlägig vorbestraft, erhielt nur 15 Monate Haft wegen “fahrlässiger Tötung” und “fahrlässiger Straßenverkehrsgefährdung”.

Dass im Auto von Evertz zwei weitere rechte Hooligans saßen, spielte im Prozess auch keine Rolle. Der Beifahrer von Evertz, Lars Schoof, trainierte z.B. in der Karateschule HAK Pao unter V-Mann Bernd Schmitt in Solingen-Gräfrath und war als Ordner für die rechtsextreme „Deutsche Liga für Volk und Heimat“ tätig. Bei Hak Pao verkehrten auch die späteren Brandstifter von Solingen.

Rassistische Attacke

Am 27. Dezember 2020 waren wir zusammen mit Orhan Çalışır, einem Cousin von Şahin Çalışır und anderen Initiativen vor dem Neusser Amtsgericht, um zum ersten Mal seit der Todesnacht an Şahin Çalışır zu erinnern. Orhan Çalışır erinnerte sich auf der Gedenkkundgebung noch genau an den Strafprozess in Neuss: „Der Staatsanwalt grinste während des ganzen zweiten Verhandlungstages, als ob es hier um einen Schulstreich von pubertierenden Jugendlichen ginge und nicht um den Tod eines 20-jährigen, der aus rassistischen Gründen umgebracht wurde. In seinem Plädoyer sagte der Staatsanwalt, dass es ein unglücklicher Verkehrsunfall war und dass die Jungs – übersetzt die Neonazis – keine Typen seien, die sich ein Auto nehmen und ganz nach dem Motto „jetzt wollen wir Mal sehen, bis ein Ausländer vor dem Kühler läuft“ So wurde Şahin am 7. Oktober 1993, fast 10 Monate nach seiner Ermordung auf der Autobahn 52 noch einmal getötet. Und zwar hier in diesem Haus. Deshalb ist dieses Gerichtsgebäude ein zweiter Tatort. Diese Haltung des Staates bei rassistischen Morden ermutigte die Täter zu anderen, noch brutaleren Taten.“

Die Spuren führen zu Hak Pao

Orhan Çalışır verwies aber auch auf die ungeheuerlichen Versäumnisse der Polizei: „Wenn sie damals, so das bittere Resumé von Orhan Çalışır, „direkt nach dem Tod von Şahin, in den Kreisen richtig ermittelt hätten und zwar in Solingen, direkt in Solingen, wo der Schoof herkommt, wo er trainiert mit anderen Neonazis, hätte meines Erachtens, höchstwahrscheinlich, diese Katastrophe von Solingen verhindert werden können.“ (https://vimeo.com/497312093)
Hätte sich der zuständige Wuppertaler Staatsschutz für Schoof von Hak Pao wirklich interessiert, wären sie schon im Herbst 1992 auf den für die NF aufgebauten VS-Honeypot „Hak Pao“ „gestoßen“ und hätten diese gefährliche Nazistruktur unter normalen rechtsstaatlichen Verhältnissen polizeilich aufgelöst.

Passiert ist hingegen nichts, die Gründe dafür kennen wir seit der Enttarnung von Bernd Schmitt. Die Wuppertaler Staatsschützer wollten unter keinen Umständen die hochgeheime Verfassungsschutz-Operation mit Bernd Schmitt, die sie selber im April 1992 miteingefädelt hatten, stören. Ohne Rücksicht auf mögliche weitere Opfer von Nazis, die in der VS-mitfinanzierten Kampfsportschule Hak Pao ungestört rekrutiert und sozialisiert werden konnten. Bis zur Todesnacht von Solingen.

Keine Ruhe

Wir fordern die Öffnung aller Akten im Bezug auf die geheimdienstlichen und polizeilichen Aktivitäten um Bernd Schmitts Karateschule Hak Pao und der diversen Infiltrationen der Nationalistischen Front (NF)! Dies gilt insbesondere für die regionalen NF-Strukturen in Wuppertal, Solingen und NRW.
Wir fordern die Bestrafung der Täter und der verantwortlichen Geheimdienstler und Polizisten, die in die VS-Operation Hak Pao verwickelt waren.

Es rufen auf:

Kein Platz für Nazis Wuppertal
Initiative Herkesin Meydanı – Platz für Alle – Köln
Solinger Appell
Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen – Wuppertal

Erinnern heißt handeln!
Kontakt: erinnern-heisst-handeln@web.de
Es wäre schön, wenn viele Gruppen, Organisationen, Zusammenhänge und Freund*innenkreise sich unserem Aufruf anschließen würden und mit uns auf die Straße kommen!!!

Gerechtigkeit für Georgios Zantiotis

Spendenkampagne zur Unterstützung der Familie Zantiotis in ihrem Kampf für Aufklärung
https://www.betterplace.org

Liebe solidarische Menschen,

wie ihr vielleicht mitbekommen habt, ist Georgios Zantiotis am 1.11.2021 im Wuppertaler Polizeigewahrsam ums Leben gekommen. Sein Tod wurde aber erst Tage später, erst am 7. November 2021, nach dem die Presse darüber berichtete, durch die Staatsanwaltschaft Wuppertal öffentlich bestätigt.

Der Tod von Georgios wirft zahlreiche Fragen auf. Das beginnt mit der Beschreibung der Ingewahrsamnahme, die bilderbuchartig stereotype Charakterisierungen über migrantisierte Männer sowie eine altbekannte Täter-Opfer-Umkehr.

Laut der Sprecherin der Staatsanwaltschaft habe die Obduktion vom 3.11.2021 habe bislang keine Hinweise auf Erstickung ergeben. Die „wahrscheinlichste Todesursache“ des 25Jährigen sei ein plötzlicher Herzinfarkt nach der späteren, unfreiwilligen Blutentnahme im Landgericht. Die Blutalkoholbestimmung hat 0,02 Promille ergeben.

Die Familienangehörigen fragen sich: Warum wurde Georgios nicht auf die Polizeiwache, sondern ins Landgericht Wuppertal gebracht? Was ist vor, während und nach dieser Blutentnahme passiert? Wie wahrscheinlich ist es, dass ein 25Jähriger ohne bekannte Herzvorerkrankungen durch Herzinfarkt stirbt? Maria, die Schwester von Georgios hat bereits Anzeige gegen die Polizeibeamt:innen gestellt.

Die Familie Zantiotis fordert unabhängige Aufklärung der Todesumstände von Georgios. Tod in Polizeigewahrsam ist niemals Privatsache und verdient mindestens das öffentliche Interesse und vor allem eine sorgfältige und vollumfängliche Untersuchung der Todesumstände. In enger Absprache mit der Familie wird nun zusammen mit dem Anwalt eine 2. Obduktion in Auftrag geben. Der juristische Kampf um Aufklärung wird ein weiter Weg sein. Auch dafür rufen wir zu einer Spende auf!

Wir sprechen den Angehörigen von Georgios unsere tiefe Anteilnahme aus und versprechen, dass wir sie mit ihren offenen Fragen und der Suche nach Antworten nicht allein lassen. Sichtbare und praktische Solidarität ist unsere kollektive Antwort auf strukturelle Verantwortungsabwehr.

Zeigt euch solidarisch und spendet für die Aufklärung von Georgios Tod!

https://www.betterplace.org

Jeder Cent wird für die anfallende Kosten im Zusammenhang mit dem Tod von Georgios Zantiotis ausgegeben.

Die folgenden Netzwerke und Initiativen unterstützen die Familie bei der Aufklärung der Todesumstände von Georgios Zantiotis und diese Spendenkampagne:

Initiative Amed Ahmad
BLACK COMMUNITY Coalition for Justice & Self-Defense
Initiative Gerechtigkeit für Georgios
Initiative in Gedenken an Oury Jalloh
Justice for Mbobda
KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen

We remember the refugee protest in Saalfeld against deportation

Foto: The hidden face of White Supremacy

We do not forget the refugee protest in Saalfeld against deportation

We remember the refugee protest on 19.11.2020 in Saalfeld against deportation

The goal of deportation is annihilation and destruction:

We would like to express our perception about the socio-political injustice towards refugees and migrants in our struggles in Thueringen.

According to sister Warsan Shire we quote, “No one leaves home unless home is the mouth of a shark.”

This discussion is organized by the African refugees and migrants activists living in Thueringen, we are activists of the RefugeeBlackBox coordinated from Jena with the network of The VOICE Refugee Forum Germany.

We, the refugees and migrants, came to Germany for a reason: We have experienced struggles and conflicts, and we have the same potential to defy the odds and to achieve greatness.

Refugees are not terrorists. Refugees are often the first victims of terrorism and the proxy wars of imperialist colonialism in the refugees’ home countries and beyond the borders of the refugee countries. Refugees have the perseverance and ability to contribute to the growth and development of all human endeavours, culture, social justice, politics and economics wherever they are in the world as human beings, including here in the Federal Republic of Germany.

Protest the racist culture of German white supremacy

We are right!
Whitesupremacy is a global structure of control and oppression, it is a continuity and cannot be compared to other forms of oppression. Know who and where you are.

We believe that the goal of deportation is annihilation and destruction. We must stand united against the deportation culture because it fuels hatred, which advocates violence to reinforce people’s beliefs or to justify this violence against refugees and migrants.

However, racism towards refugees or immigrants, especially the discrimination of people of color, should be abrogated. We believe that all people are equal in their rights irrespective of where we come from – North, West, East, South – and regardless of our religion, values, beliefs and race – young, old, gay, straight, men or women.

We, as an African community, are protesting the racist culture of German white supremacy. We should all be treated equally and we should have the same opportunity to have access to the riches of the world as those who have taken our riches, without asking, to increase their own: Why are the people from Europe now afraid to share what is not theirs?

We feel humiliated to read the letters by the German citizens to the editor in the local OTZ of 8.12.2020 about our refugee protest and the demonstration against deportation in Saalfeld on 19.11.2020 we are upset.
In racist assumptions, they accuse all refugees of coming to Germany only to “immigrate into their social system”, as if our only goal is to take away what they have “worked hard for generations”: apartments, houses, cars…

No, we are not interested in living on other people’s good without our own labor. No, we have not come to steal the wealth that generations of Germans have generated. No. It is the other way round: their wealth is based on the goods that generations of their ancestors have stolen from our continent and exploited for generations of our people who died as slaves and live on endlessly. Instead, we look to where our stolen resources were taken.

Both, the racist attitude of the so called people on the street towards us as well as the ignorance of some media, especially shown in the MDR-report on the refugee demonstration against Deportation on 19.11.2020 Saalfeld that denied our presence as organizers and experts of our own situation, dehumanize and humiliate us.

The dehumanization and humiliation of refugees and migrants leads to destruction and annihilation through deportation: the goal of deportation is the colonial continuation of the annihilation and destruction of our lives, rights and existence.

That is why we should stand together to fight against deportation and colonial injustice, discrimination and racism. We call on refugees and migrants to join us and participate, no matter where they live.

Day X Protest Against White Supremacy and Against Deportation
The Black Box Refugees Solidarity – is a political initiative launched by The VOICE Refugee Forum within the Caravan Network for the Rights of Refugees and Migrants in Germany to inform and protect the interests of refugees. We strive to strengthen the refugees’ self-confidence and raise their awareness of the chains of physical and psychological oppression in order to strengthen our self-organized struggles to overcome the oppression and injustice that refugees suffer from white supremacy

Refugees Cannot Trust the Media – MDR on Refugee Demonstration in Saalfeld
http://thevoiceforum.org/node/4737
Flüchtlinge können den Medien nicht trauen – Der MDR – Bericht zu der Flüchtlingsdemonstration in Saalfeld
http://thevoiceforum.org/node/4738

German | English | Pressemitteilung und Einladung von “The VOICE”: Demonstration gegen Abschiebung in Saalfeld
http://thevoiceforum.org/node/4735
Eng/Deu: Press release and invitation from “The VOICE”: Demonstration against deportation in Saalfeld | http://thevoiceforum.org/node/4735 (17.11.2020)

Coordination: The VOICE Refugee Forum
Email: thevoiceforum@gmx.de
Tel.: 0049 (0)176 24568988

######

El Foro de Refugiados VOICE Jena : Thevoiceforum.org | facebook.com/RefugeeBlackBox | Thecaravan.org

More Links on RBB: RefugeeBlackBox Solidarity

English | Francés | Español:
Online RefugeeBlackBox (RBB) – Community Campaign | Paint it Black!
Boîte noire des réfugiés en ligne (RBB) – Campagne communautaire | Paint it Black !
Campaña comunitaria en línea RefugeeBlackBox (RBB) | ¡Píntalo de negro!

English: An X-ray of Political Solidarity – on the Background of the RefugeeBlackBox Part 1
Francés: Une radiographie de la solidarité politique – sur le fond de la boîte noire des réfugiés Partie 1
Español: Una radiografa de solidaridad politica | RefugeeBlackBox

For: Justice and Freedom
Against: Deportation and Repression
https://www.facebook.com/RefugeeBlackBox

Traducción realizada con la versión gratuita del traductor www.DeepL.com/Translator

In remembrance of Georgios Zantiotis – Demonstration in Wuppertal

Why was Giorgos Zantiotis arrested by the police?

Why did he have to die?

Demonstration on Saturday, 13.11.2021 in Wuppertal Elberfeld

Start 6 p.m. in front of the City Arkaden (Alte Freiheit)

In the early morning of November 1, 2021, Giorios Zantiotis died in a cell in the district court of Wuppertal. Only a few days later the public prosecutor’s office in Wuppertal published his death. The explanations and accounts are incomplete and we have been wondering since then why Giorgios Zantiotis had to die.

The version presented to the public is inconsistent and contradictory. Nowhere is it clear why Giorgios was arrested. Sometimes a quarrel outside a club, sometimes an argument between Giogios and his sister is said to have been the reason for the police intervention. But the sister has so far not spoken of any quarrel with her brother. On the contrary, in the video available on the net for all to see, she pleads with the officers not to hurt Giorgios.

Yesterday, 11.11.2021, the spokeswoman of the Wuppertal prosecutor’s office in the state parliament put the death of Giorgios Zantiotis in connection with alcohol and drugs. The alcohol content of his blood was stated at the same time as 0.01 per mille. Evidence of drugs was not presented. So why did Giorgios Zantiotis have to die? Why, in hindsight, is young Giorgios Zantiotis and his death being dragged through the mud without facts?

Why are allegations made without evidence and the personality of Giorgios Zantiotis associated with drugs and alcohol although Chief Public Prosecutor Baumert supposedly because of the personality rights of Giorgios Zantiotis published the death only days later? Did he perhaps rather want to protect the officers involved in the operation?

We have investigated the truth in many cases so far, also here we will drill and ask questions until we and all know why Giorgios Zantiotis had to go from us. In the case of Oury Jalloh, Dominique Kouamadio, Adel B, Mohammad Selah, Ameer Agheeb, … we have presented the truth transaprent to the public. Again, we are trying to establish the facts.

We stand by our promise of last Sunday to the family of Giorgios Zantiotis and will accompany them, the sister and his mother on this difficult path. Until they learn the truth and understand why they can no longer hold the kind Giorgios, as his sister describes him, in their arms.

On Saturday we will be together with interested Wuppertal people, with initiatives on the streets of Elberfeld to emphasize our questions and to underline our solidarity with the family.

Please spread this appeal and tell your fellow men about the incidents…

In solidarity we stay connected…

Your CARAVAN for the rights of refugees and migrants

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In Gedenken an Georgis Zantiotis – Demonstration in Wuppertal

Warum wurde Giorgos Zantiotis von der Polizei festgenommen?

Warum musste er ersterben?

Demonstration am Samstag, den 13.11.2021 in Wuppertal Elberfeld

Beginn 18 Uhr vor den City Arkaden (Alte Freiheit)

Am frühen Morgen des 1. November 2021 starb Giorios Zantiotis in einer Zelle im Landgericht Wuppertal. Erst einige Tage später hat die Staatsanwaltschaft Wuppertal sein Tod veröffentlicht. Die Erklärungen und Darstellungen sind lückenhaft und wir fragen uns seitdem, warum Giorgios Zantiotis sterben musste.

Die in der Öffentlichkeit vorgestellte Version ist nicht konsistent und widersprüchlich. Nirgends wird deutlich, warum Giorgios festgenommen wurde. Mal soll ein Streit vor einem Club, mal ein Streit zwischen Giogios und seiner Schwester der Grund für den Polizeieinsatz gewesen sein. Doch die Schwester hat bisher von keinem Streit mit ihrem Bruder gesprochen. Im Gegenteil, in dem im Netz für alle zugänglichen Video fleht sie die Beamten Giorgios nicht weh zu tun.

Gestern, am 11.11.2021, hat die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wuppertal im Landtag den Tod von Giorgios Zantiotis in Zusammenghang mit Alkohol und Drogen gesetzt. Der Alkoholgehalt seines Blutes wurde gleichzeitig mit 0,01 Promille angegeben. Beweise für Drogen wurden nicht vorgelegt. Warum musste also Giorgios Zantiotis sterben? Warum wird im Nachhinein der junge Giorgios Zantiotis und sein Tod ohne Fakten in den Dreck gezogen?

Warum werden ohne Beweise Behauptungen aufgestellt und die Persönlichkeit von Giorgios Zantiotis mit Drogen und Alkohol in Verbindung gebracht obwohl Oberstaatsanwalt Baumert vermeintlich wegen den Persönlichkeitsrechten von Giorgios Zantiotis den Tod erst Tage später veröffentlichte? Wollte er vielleicht eher die beteiligten Beamten schützen, die am Einsatz beteiligt waren?

Wir haben bisher in vielen Fällen die Wahrheit ermittelt, auch hier werden wir solange bohren und Fragen stellen, bis wir und alle wissen, warum Giorgios Zantiotis von uns gehen musste. Im Falle von Oury Jalloh, Dominique Kouamadio, Adel B, Mohammad Selah, Ameer Agheeb, … haben wir die Wahrheit transaprent der Öffentlichkeit präsentiert. Auch hier versuchen wir, die Fakten zu ermitteln.

Wir stehen zu unserem Versprechen vom letzten Sonntag gegenüber der Familie von Giorgios Zantiotis und werden auf diesem schwierigen Wege sie, die Schwester und seine Mutter, begleiten. Bis sie die Wahrheit erfahren und verstehen, warum sie den freundlichen Giorgios, wie seine Schwester ihn beschreibt, nicht mehr in ihre Arme ziehen können.

Am Samstag sind wir mit interessierten Wuppertalerinnen und Wuppertaler, mit Initiativen zusammen auf den Straßen Elberfelds um unseren Fragen Nachdruck zu verleihen und unsere Solidarität mit der Familie zu untermauern.

Bitte verbreitet diesen Aufruf und erzählt euren Mitmenschen von den Vorfällen…

In Solidarität bleiben wir verbunden…
Eure KARAWANE für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen


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We are angry about the death of Giórgu Zantiótis! Manifestation on 7th November 2021 at 6pm

Why did Giórgu Zantiótis have to die?

Rally on 7.11.2021 at 6:00 p.m.

Wuppertal main train station

Again a person had to die in Wuppertal due to the consequences of police action in custody.
On social media, his death was reported in Greek:
“At dawn on November 2, the death of 24-year-old Giórgu Zantiótis was announced at a police station in Wuppertal (Germany), almost an hour and a half after he was taken from the nightclub: the police officers stepped on the asphalt.”
The accompanying video shows him being pushed to the street and tied up by two police officers, while his sister begs the officers to let him go: “He’s just a kid!”

# # # # #

2 Νοεμβρίου ξημερώματα ανακοινώθηκε ο θάνατος του Γιώργου Ζαντιώτη 24 χρονών, σε αστυνομικό τμήμα του Wuppertal(Γερμανία), σχεδόν μιάμιση ώρα μετά την προσαγωγή του έξω από νυχτερινό κέντρο .Οι μπάτσοι τον πατούσαν στην άσφαλτο. pic.twitter.com/J6Ijtzc8dK

— Polidefkis (@Polidefkis_) November 6, 2021
# # # # #

At the request of journalists, the prosecutor’s office felt compelled to report on the case. Previously, there was no reason for Chief Public Prosecutor Baumert because it was a natural cause of death:

As in numerous cases of deaths by police, the victim killed by violence is criminalized. Senior prosecutor Wolf-Tilman Baumert: “We assume that therein [note KARAWANE: drugs] lies a reason for his aggressiveness and possibly for his death.” In the case of Mohammad Selah, a refugee from Guinea in Remscheid, it was also alleged that drugs were involved. He was denied medical care because he was to be deported. The public prosecutor, who was from Wuppertal at the time, claimed that drugs were involved, although there was no evidence of this. His friends testified to this and the doctors suspected a tropical disease. Drugs are always mentioned when victims of police brutality have to be discredited and criminalized afterwards and the police are to be exonerated of their guilt.

We will take to the streets today because we are angry and we have to fear that the truth will be murdered again, as in the numerous other cases in NRW ud BRD: #AdelB, #AmedAhmad, #MichaleHaile, #DominiqueKouamadio, … #OuryJalloh…
Just this week we have complete proof that Oury Jalloh was murdered and exiled in cell #5:
Internationale Pressekonferenz der Initiative in Gedenken an Oury Jalloh

Before the truth is executed once again, we take to the streets and expect a plausible and complete explanation.
At the same time, we manifest our determination to stand on the side of Giórgu Zantióti’s (Γιώργου Ζαντιώτη) family and friends and accompany them in these difficult days.

The plea and cries of Giórgu’s sister throb within us, “He is a child!”

In solidarity we remain united
Your CARAVAN for the rights of refugees and migrants